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Full text of "Hildebrand Veckinchusen: Briefwechsel eines deutschen Kaufmanns im 15 ..."

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LIBRARY 

UNIVERSITY Or 
V CALIFOtNIA 




Hildebrand Veckinchusen, 

Briefwechsel 

eines deutschen Eaufinanns 
im 15. Jahrhundert 



Herausgegeben und eingeleitet 



von 



Wilhelm Stieda 



/>■'-' // 




19 2 1 
Verlag von 8. Hirzel in Leipzig 



Das Recht der Übersetzung ist vorbehalten. 
Copyright by S. Hirzel at Leipzig, 1921. 



Druck 4fOD August Pries in Leipzig. 






Inhaltsfibereieht 



Selto 

Sinleitiing . , III 

Vorwort III 

1. Die Familie Veckinohnaen VII 

2. Die Briefe XHI 

3. Hildefarand VeckinolraBeD XVn 

4. Sivert Vedanohufien ' XL 

Die Briefe 1— «21 

PenonenverzeiohniB 622 — 536 

OrtsverzeichniB 537 — 642 

SaehTerxeiolmiB . , \ 643—560 



419 



Abkflrznngen« 



1. HanB.U3. für HansisoheB Urkundenbaoh« 

2. Idv-Est-Curl. U.B. für Liv-, Est- und CorlAndisoheB Urkondenlmoh nebst Begesten. 

3. H.R. für Hansereoesse. 

4. U.B.d. St. Lübeck für Urkundenbuoh der Stadt Lübeck. 

5. Hans. Gesohiohtsbl. für Hansische Geschiohtsbl&tter. 

6. Eine einfache Nummer ohne nähere Angabe bezieht sich auf die vorltegende 

Briefausgabe. 



Einleitnng. 



Vorwort. 

Auf die nachstehend veröffentlichten mit wenigen Ausnahmen durch- 
gehends zum ersten Male herausgegebenen Briefe von und an Hildebrand 
Yeckinchusen bin ich durch die JRegestensammlung von Eduard Papst 
and Gotthar dHansen in den Beiträgen zur Kunde Est-, Liv- und Kurlands, 
Band 2, S. 174 ff. (1874) aufmerksam geworden. Von Dorpat aus, wo ich 
seit Anfang des Jahres 1878 Professor war, konnte ich Beval bequem erreichen 
and nalim in dieser schönen altehrwürdigen Hansestadt im Sommer 1879, 
als die Ferien begannen, einen längeren Aufenthalt. Er war Studien im 
Revaler Stadtarchiv gewidmet. Herr Bürgermeister Greiffenhagen und 
Herr Stadtarchivar Hansen unterstützten und förderten mich bei meinem 
Vorhaben in gütigster Weise. Ein glücklicher Zufall ließ mich eines Tages 
im Archiv eine Holzschachtel entdecken, die unter einer dicken Schicht 
Pfeffer eine große Anzahl Briefe, ebenfalls von und an Hildebrand Veckinc- 
hosen, barg, viel mehr als bisher an der genann^ien Stelle verzeichnet worden 
waren. Einen großen Teil der gefundenen Briefe konnte ich sofort ab- 
schreiben, der ansehnliche Rest wurde mir später nach Dorpat, ja sogar naeh 
Bostock zur Benutzung übermittelt. Beiden genannten Herren, die längst 
der kühle Basen deckt, sei über ihr Grab hinaus heute dankbarst gedacht. 
Aach der Nachfolger Hansens im Amte eines Archivars der Stadt Reval, 
der Professor Geheimrat Theodor Schiemann, leider vor einigen Monaten 
gestorben, hat mich freundlichst, als ich im Jahre 1885 vorübergehend 
in Beval weilte, bei meinen Veckinchusen-Studien unterstützt, wofür ich 
ihm herzlichen Dank schulde. 

Außer den Briefen fanden sich im Bevaler Stadtarchiv auch die Handels- 
biicher des Hildebrand Veckinchusen. Sie sind vermutlich wie die Briefe 
durch die verwandtschaftlichen Beziehungen des Genannten zu Personen 
in Riga und Dorpat, in das Baltikum gelangt. Auch diese Bücher habe ich 
im Laufe der Jahre sämtlich abgeschrieben. Es wurden immer wieder neue 
iHsher noch nicht eingesehene im Archiv aufgefunden und man hat sie mir 
nach und nach alle freundlichst zur Verfügung gestellt. Ich habe während 
ich in Bostock lebte mit ihrer Abschrift zu tun gehabt und selbst noch in 
I^ipzig hat mich die Abschrift der zuletzt entdeckten beschäftigt. Eine 
Vervollständigung hat dieses an sich reichhaltige Material durch einige 
Ii^kriptionen des Niederstadtbuchs von Lübeck im Staatsarchiv daselbst 
gefanden. Bei deren Kopie hatte ich mich der gütigsten Unterstützung 
des damaligen Herrn Staatsarchivars Dr. Wehrmann zu erfreuen, eines 



— VI — 

Mannes von seltenem Entgegenkonunen und größter Herzlichkeit, dem 
wohl jeder, der einmal gelegentlich oder h&ufiger im Lübecker Staatsarchiv 
gearbeitet hat, für alle Zeiten ein dankbares Andenken bewahrt. Endlich 
ist mir ein Stück (Nr. 111) aus Köln von dem damaligen Herrn Stadtarchivar 
Dr. Höhlbaum, dem nachherigen Professor in Gießen zug^angen. 

Lange, viel zu lange für meine Wünsche, hat dieses in manchen Jahren 
gesammelte Material gelegen, ehe ich zu seiner Veröffentlichung schreiten 
konnte. Die Ursachen der Verzögerung liegen teils in persönlichen Verhält- 
nissen, teils in dem' Umstände, daß es nicht gelingen wollte, für die umfang- 
reiche Veranstaltung einen Verleger zu finden. Als mir nach Jahren durch 
gütige Fürsprache GustavSchmollers von d^ Akademie der Wissenschaften 
in Berlin ein namhafter Druckzuschuß zugesagt worden war, konnte ich 
b^ei zeitweilig getrübter Arbeitskraft und schwer auf mich drückenden amt- 
lichen Verpflichtungen in der vorgesehenen Zeit das Manuskript nicht zur 
Drucklegung fertig machen und verlor daher die Bewilligung. So konnte 
ich erst wieder an die Herausgabe denken, als mir die Sächsische Akademie 
der Wissenschaften, deren Mitglied ich unterdessen geworden war, aus 
der Mende-Stiftung einen ausreichenden Druckzuschuß bewilligte. Jedoch 
wieder waltete ein Unstern über der V^öffentlichung. Ich plante damals 
die Herausgabe eines zweibändigen Werkes, dessen erster Band die Briefe, 
der zweite die Handelsbücher bringen sollte. Erst nach Druck der letzteren 
sollte eine eingehende Würdigung der kaufmännischen Tätigkeit des Hilde- 
brand Veckinchusen den Beschluß bilden. Der Druck begann als niemand 
an die schrecklichen Verwicklungen denken konnte, die seither über unser 
armes Vaterland hereingebrochen sind. Infolge des Mangels an geeignetem 
•Personal während des Krieges schritt der Druck langsam fort, dann über- 
stürzten sich die Ereignisse derart, daß auch meine Arbeitsfähigkeit und 
Arbeitslust gehemmt wurden, und ich nicht von der Stelle rückte. Darüber 
gerieten wir in die lähmende Preissteigerung, die es ausgeschlossen sein 
läßt, das Werk in dem beabsichtigten Umfang . erscheinen zu lassen. Der 
bewilligte Druckzuschuß reicht jetzt nicht einmal für die Kostendeckung 
des einen Bandes hin und nur dem nicht verzagenden Entgegenkommen der 
Verlagshandlung ist es zu danken, daß der Band überhaupt hat fertig gestellt 
werden können. So muß zunächst auf die Veröffentlichung der Handels- 
bücher verzichtet werden und ich bin dankbar, daß ich heute wenigstens 
die Briefe an den Tag bringen kann. Es mag auf sich beruhen bleiben, ob 
ein freundliches Geschick mich die Drucklegung auch der Handelsbücher 
bei veränderten Zeiten erleben lassen wird. 

Der Briefsammlung sind ein Orts-, Personen- und Sachverzeichnis 
angeschlossen, um dem Benutzer es bequemer zu machen, sich in dem tat- 
sachenreichen Material zurechtzufinden. Das Sachregister soll kein erschöp- 
fendes sein und es ist auch nicht gelungen alle vorkommenden Ausdrücke 
und Sachbezeichnungen zu erklären. Bei den Tuchen, dem Pelzwerk, den 
Münzen und Maßen bleibt manches trotz der großen Fortschritte, die die 
Erforschung der hansischen Geschichte in den letzten Jahrzehnten gemacht 
hat, im Dunkeln. 



— vn — 

Die nach Venedig reichenden Beziehungen unseres Kaufmannes habe 
ich in der Festschrift der Universit&t Bestock zur zweiten S&kularfeier 
der Universitftt Halle: Hansisch- Venetianische Handelsbeziehungen im 
16. Jahrhundert (Bestock 1894), S. 37 u. ffg., das Geldgeschäft, in das 
er mit Kaiser Sigismund verwickelt war in den Hansischen GescMchts- 
Utttem — ein Geldgeschäft Kaiser Sigismunds (Jahrg. 1887, S. 63 ffg.) 
behandelt. Auf die an jenen Stellen abgedruckten Stücke und Darstel- 
lungen ist hier nicht mehr Bücksicht genommen worden. 

Eine eingehende Verwertung des reichen Stoffes hat ebenfalls ^zurzeit 
noch zuriic^estellt werden müssen. Ich muß mich heute damit begnügen, 
eine allgemeine Charakteristik der beiden führenden Persönlichkeiten Hilde- 
brand und Sivert Veckinchusen zu geben, wie sie zum Verständnis der Briefe 
nötig zu ifein scheint. Erst das in den Handelsbüchern vorhandene detaillierte 
handeisgeschichtlich wertvolle Material wird erlauben, die verschiedenen 
Geschäfte und Waren in ihrer eigentlichen Bedeutung zu erfassen. 

Eine Handelskorrespondenz, wie sie nachstehend ans Tageslicht ge- 
sogen wird, ist aus so früher Zeit und in solchem Umfange noch nicht ver- 
fittentlicht. Ob sich ein ähnlicher Beichtum aus der gleichen oder gar 
früheren Zeit irgendwo in einem Archive noch ungehoben verbirgt, entzieht 
sich meiner Kenntnis. Offenbar sind Stücke, die über den Geschäftsverkehr 
der Kaufleute untereinander oder mit ihren Familienangehörigen derartig 
intime Auskunft geben, wie sie hier geboten wird, eine Seltenheit. Abge- 
sehen von Privatbriefen, die sich in Urkundenbüchem und Zeitschriften 
gelegentlich abgedruckt finden, sind bis jetzt größere zusammenhängende 
Sammlungen nicht ans Tageslicht gezogen worden. Die mir bekannt gewor- 
denen sind weiter unten in dem die Handelsbriefe darstellenden Abschnitte 
nachgewiesen. 

Unter solchen Umständen wird eine Sammlung von zaUreichen Privat- 
brirfen, wenn sie auch zum Teil undatiert sind und der geschäftigen Phantasie 
vid Spiehaum gewährt ist, Anspruch auf Beachtung erheben dürfen. Ich 
hoffe, dafi Denkmäler von solcher Seltenheit, wie die nachstehend zum 
Abdruck gebrachten, die soviele eigenartige Einblicke in die Gefühls- und 
Gedankenwelt der Vorfahren gewähren, auf Aufmerksamkeit rechnen können. 

Indes nicht ohne Sorge übergebe ich mein Buch der Öffentlichkeit. 
Ich bin im Zweifel darüber, ob ich als Volkswirt und Statistiker 
den Schwierigkeiten, die sich bei der Herausgabe solcher Dokumente in den 
Weg stellen, in vollem Umfang gewachsen war. Zwar habe ich als 
Privatdozent in StraBburg mich an den seminaristischen Übungen von Pro- 
fessor Weizsäcker über Editionslehre eifrig beteiligt und konnte 'bei der 
Herausgabe des Tucherbuchs von Strasburg mich des kundigen Bafs von 
Wilhelm Scherer sowie in Rostock bei Betätigung hansischer Studien der 
sachverständigen allezeit bereitwilligen Belehrung von Karl Koppmann 
«freuen. Ob ich dadurch genügend beglaubigt bin, müssen andere be- 
nrteflen. Ich kann nur meine Arbeit, für deren tunlichste Vervollkommnung 
ich es an Eifer und Sorgfalt nicht habe fehlen lassen, der Nachsicht der 
Spraehforscher und Historiker empfehlen. Die Veröffentlichung ist für 



— vm — 

den Volkswirt vom Standpunkte der Handelsgeschichte aus, nicht für sprach- 
liche Zwecke bewirkt worden. 

An dem Texte habe ich so wenig wie möglich geändert und mich jeder 
Verbeaserung in Schreibweise, Buchstaben- oder Sinnesverschiedenheit 
enthalten. Selbst wenn Bedenken über die Konstruktion der Sätze, gram- 
matische Abwandelung oder auffällige Schreibweise aufstießen, habe ich 
gleichwohl den Text unverändert gelassen. Es scheint mir nicht unmöglich, 
daß Männer, die oft genug die mühsame Kunst des Schreibens nur unvoll- 
kommen beherrschten oder durch berufsmäßig aber immerhin unzureichend 
gebildete Schreiber ihre Niederschriften bewirkten, sich Fehler und Irr- 
tümer in mehrfacher Hinsicht zu Schulden kommen ließen; Ich hätte geglaubt 
die Unmittelbarkeit de^ Eindrücke zu verwischen, wenn ich in solchen Fällen 
die verbessernde Hand angelegt hätte. 

Im Interesse eines besseren Verständnisses habe ich daher notgedrungen 
nur folgende Veränderungen vorgenommen: 

1. Alle Abkürzungen sind aufgelöst. 

2. AQe Eigennamen, wenn auch in der Schreibweise der Originale be- 
lassen, sind mit großen Anfangsbuchstaben wiedergegeben. Die Entstellung 
in der Schreibweise von Eigennamen, so Ort wie Personenname, ist sehr- 
hftufig. Im Personenverzeichnis habe ich bei einigen Namen die verschiedenen 
Lesarten für den Namen derselben Person zusammengestellt. 

3. Die Interpunktion ist in modernem Sinne durchgeführt und nach 
einem Punkte der neue Satz mit einem großen Buchstaben begonnen worden« 

4. Die Gottesbezeichnung ist jedesmal mit einem großen Buchstaben 
wiedergegeben worden, obwohl dies im Original nicht immer geschieht. 

5. GeringfügigiaErgänzungen, Ersatz ausgefallener oderauf demPapierver- 
gilbter Buchstaben und Worte sind in Klammerngestellt worden. Leiderhabeich 
dabei zvrischen eckigen und runden Klammern nicht konsequent unterschieden. 

6. In der Beinigung des Textes hatte ich zuerst im Auge alle unnötigen 
Verdoppelungen von Konsonanten sowie den Buchstaben h, wo er nur 
Dehnungszeichen scheint, fortzulassen. Also etwa bei yssterment, hanpp, 
eintusschen mit nur einem der betreffenden Konsonanten mich zu begnügen 
oder in Worten wie ilghen, jeghen, weghen, utgedhan usw. das h zu be- 
seitigen. Indes bin ich zu meinem Bedauern dabei nicht konsequent vor- 
gegangen, vielmehr habe ich in sehr vielen Fällen diese Streichungen nicht 
vorgenomimen, sondern mich streng an die Vorlage gehalten. Nachträglich 
glaube ich auch, daß diese Methode die zuverlässigste und sicherste ist. 
Bei der Entlegenheit des Revaler Archivs konnte ich nicht daran denken, 
das, was- ich in jahrelanger Arbeit etwa versehen haben mochte, durch noch- 
malige Vergleichung meiner Abschriften mit den Originalen sicher zu stellen« 
Daß ein Teil der Briefe, wenn aych nur ein geringer, auf der Bugra in Leipzig 
ausgestellt war und sich zurzeit noch in Deutschland befindet, ist mir 
zu spät in Erfahrung gekommen, um davon noch für den Abdruck Vorteil 
ziehen zu können. So muß meine Arbeit, so unvollkommen sie immer aus- 
gefallen sein mag, in ihrer vorliegenden Gestalt hinaus. Ich wünsche ihr 
nachsichtige Benutzer und Leser. 



— IX — 

1. Die Familie Veckinchusen. 

Über den Ursprung der Familie, der der Mann angehörte, dessen Briefe 
nachstehend veröffentlicht sind, läßt sich das Dunkel nicht lüften. Der 
Name Veckinchusen — er wird sehr verschieden geschrieben — ist während 
, des 14. und 15. Jahrhunderts nicht gerade selten, aber doch nicht in dem Maße 
häufig, daß die Vermutung einer Verwandtschaft seiner Träger untereinander 
abgewiesen werden müßte. Urkundlich kann allerdings der Zusammenhang 
zwischen den einzelnen Vertretern nicht immer erbracht werden. Wie lange 
sich das Geschlecht erhalten hat, läßt sich ebenfalls nicht bestimmen. Bis 
in unsere Tage hinein scheint der Name nicht nachgewiesen werden zu 
können. 

Veckinchusens trifft man in den hauptsächlichsten Städten des Hanse- 
bundes, im Osten, im Norden, im Westen; in Brügge, in Lübeck, in Riga, 
in Reval, in Dorpat. Sehr früh erschienen sie in den livländischen Städten, 
in deren Batslisten und auf Pfundzollquittungen, teils als bereits ansässige, 
teils als angereist« Eaufleute, die ihren dauernden Wohnsitz an einem 
anderen Orte hatten. Jedenfalls werden die Veckinchusens, wo man auf sie 
in livland stößt, Zweige eines über das Meer gekommenen deutschen Ge- 
schlechts sein. Wie in jenen Tagen so häufig, hatten einzelne Mitglieder 
zahlreicher Familien, durch die Aussicht auf Handelsgewinn gelockt, den 
Kampf mit dem Ungewissen aufgenommen und ihr Glück in der Fremde 
gesacht. Erzielten sie Erfolge, so blieben sie in der neuen Heimat und zogen 
andere Angehörige nach sich. Der Rest wartete dann die Entwicklung seines 
Schicksals im Stammlande ab. 

Das Ursprungsland der Veckinchusens scheint Westfalen zu sein. 
Es gibt im westfälschen Kreise Hamm im Regierungsbezirk Arnsberg ein 
Dorf Vöckinghausen und im Kfeise Meschede eine Kolonie und ein Dorf 
desselben Namens. Als Bürger von Soest lassen sich nachweisen 1306 ein 
Henricus, 1313 ein Winandus, 1318 ein Fredericus und 1345 abermals ein 
SSnricus Vocldnchusen^). Wenn auch daraus nicht mit Sicherheit geschlossen 
werden darf, daß in Westfalen oder in den genannten Dörfern der Ausgangs- 
punkt unserer FamiUe zu erblicken ist, denn in der Provinz Hannover kennt 
man diesen Dorfnamen gleichfalls, so deuten noch andere Hinweise auf 
den erwähnten Zusammenhang. So wenn einer der livländischen Veckinc- 
husens im Jahre 1397 auf ein ihm in Soest zugefallenes und streitig ge- 
machtes Erbe Ansprüche geltend macht oder wenn Hildebrand Veckinc- 
husen in eines* seiner Handelsbücher gelegentlich hineinschreibt, daß er 
im Anfang des Jahres 1377 in Dortmund den Kaiser gesehen hätte, zu einer 
Zeit, als er noch im Schellenkleide herumhüpfte, d.h. als er noch ein Kind 
war, und im Sommer des folgenden Jahres Westfalen verlassen hätte. 

In Livland ist der erste Träger dieses Namens Bertoldus Vickynchusen 
in Reval, in den Jahren 1342—1353 erst Ratsherr, dann Bürgermeister 
daselbst^). Im Jahre 1369 wird einem Konrad Wickinchuzen vom Rate 

1) Hans. U. B. 3 S. 434. 

2) F. G. V. Bunge, Die Revaler Ratalinic, 1874, S. 138;— Beiträge z, Kunde Est-, 
liv- u. Kurlands 2 (1874) S. 198 nr. 86 S. 205 Anm. 1. 



y' 



— X — 

zu Beval über die für eine Ausfuhr von Butter im Werte von 66 Mark Rigisch 
fällige und geleistete Zahlung des Pfundzolles Quittung erteilt^). Daraus 
zu folgern, daB der letztgenannte in Beval ansftssig war, möchte voreüig 
sein. Gleichwohl hatten Träger dieses Namens immerhin in jenen damals 
kürzlich gegründeten Kolonien festen Fuß gefaßt. Eün Ratsherr Zeries 
van VoycMnchusen aus Dorpat vertritt diese Stadt auf einer Versammlung 
in Pernau*), und auf einer Bevalschen Pfundzollrechnung von 1383 ist ein 
Botger Vockinchusen genannt^). Jn Riga aber war Caesar Vockinchuzen oder 
Vockinghusen seit 1385 Ratsherr, von 1402-— 1408 Bürgermeister und als 
Vertreter Rigas auf der Versammlung zu Dorpat im Jahre 1402 anwesend^). 
Einen Hermann Vockynhues lernen wir auf der Versammlung in Marienburg 
im Jahre 1397 kennen, wo er seine bereits erwähnten Ansprüche auf eine 
Erbschaft in Westfalen geltend macht und ein Hans Vockinchusen kommt 
in dem Schreiben eines Johann Stultevut an den Rat zu Reval vom Jahre 1394 



vor. In diesem Briefe ist von einen^ den livländischen Städten durch die 
Mecklenburger zugefügten Schaden die Rede. Es war bei (rothland ein Schiff 
genommen worden, das unt^r anderem eine erhebliche Menge Salz, für 60 Pf. 
vläm. eben jenes Veckinchusen enthielt^). Dieser Hans Vockinchusen 
mag vielleicht identisch sein mit dem auf dem Städtetage zu Walk 1405 
als Vertreter der Stadt Wenden erscheinenden Johann Vorkinchusen*). 
Auf die Familie unseres Hildebrand weist die Erbteilung in Radevorm- 
walde im Jahre 1396. Gotschalk van Vockinchusen bekundel vor dem 
Rate der genannten Stadt, daß er sich mit seinen Brüdern Hans, Hildebrand, 
Sivert, Herrn Ludwig van Voickinchusen und drei Schwestern wegen aller 
beweglichen und unbeweglichen Habe völlig verglichen habe''). Fünf Jahre 
vorher hat dann Hildebrand selbst schon von sich reden gemacht^ indem 
er alB Hansekaufmann auf dem Stapel zu Dordrecht ordnungsmäßig zwei 
Terlinc Tuch und 12 Bote Wein gekauft hat und zu verschiffen gedenkt^) 
Und im Jahre 1393 ist, doch offenbar derselbe Hildebrand Veckinchusen, 
Ältermann der Hanse in Brügge. Er ist mit anderen Vertrauensmännern 
anwesend, als in dem dortigen Minoritenkloster der Schrein geöffnet wird, 
in dem die Gewichte der Kaufmannswage aufbewahrt wurden^). Sein Bruder 
Sivert bezeugt am 31. August 1395, daB der vierte Teil seiner drei Häuser 
im Kurzen Genthof in Brügge dem Johann van dem Broke, Heinrich Rathus 
und deren Gesellschaft gehöre^^). Derselbe Sivert beglaubigt zwei Jahre 
darnach eine Schuld seines Oheims Konrad uter Olpe in Höhe von 86^ 
englischen Nobeln^^). Er sowohl wie sein Bruder B[ildebrand sind später 



1) Wilh. Stieda, Revaler Zollbücher u. -qaittungen, 1887 S. 9 nr. 67. 

2) Liv-, Est- u. Kurl. ü. B. 6 (1876) nr. 2895. 

3) K. Höhlbaum in Beitr. z. Kunde Est-, Liv- u. Kurlands 2 S. 503. Der dort als 
„Vriclinchusen** gedruckte Name ist nach einer Mitteilung des Verf. ein Druckfehler 
für „Veckinchusen"'. 

4) H. J. Böthf ühr, Die Rigaische Ratslinie 1887 S. 82nr. 224. — H. R. Abt. 1 5 S. 39 
nr. 61. — Hans. ü. B. 6 nr. 682. — Liv-, Bit- u. Kurl. U. B. 5 nr. 2963. 2. 

5) H. R. Abt. 1 4 nr. 640. 6) H. R. Abt. 1 6 nr. 238. 

7) Hans. U. B. 6 nr. 188 Anm. 1. 

8) Liv-, Est- u. Kuri: U. B. 3 nr. 1268. — Hans. ü. B. 4 nr. 1008. 

9) Hans. ü. B. 6 nr. 111. 10) Hans. U. B. 4 nr. 201. 11) Hans. U. B. 5 nr. 290, 



— XI — 

Älterleute für Gothland und livland, Hildebrand im Jahre 1398, Sivert 
im Jahre 139d^). In seiner Eigenschaft als Ältermann des deutschen Kauf- 
manns quittiert Hildebrand mit seinen Kollegen zusammen der Stadt Brügge 
und deren Schatzmeister über 50 Pf. gr. Torn., die einer der Hanseaten 
erhalten hat*). 

Die Hingehörigkeit aller dieser Genannten l&ßt sich mit Ausnahme von 
Hildebrand und Sivert, die als Bürger von Lübeck nachgewiesen sind, nicht 
sicher bestimmen, wenn man sie nicht als Bürger gerade der Stadt ansehen 
will, innerhalb deren Mauern sie sich im Augenblick des Geschäfts, das von 
ihnen Kunde gibt, aufhalten. Und es ist auch unmöglich ihre Verwandtschaft 
untereinander festhalten zu wollen. Augenscheinlich kehrt der gleiche 
Vornamen bei Oheim, Vetter und Neffen wieder, sodaß die Gefahr einer 
Verwechslung droht. Nur das scheint über allen Zweifel erhaben, daß der- 
jenige Hildebrand Veckinchusen, der in den Urkunden von 1390 an genannt 
wird, eben derjenige ist, von dem die Briefe herrühren oder an den sie ge- 
richtet sind, die den Gegenstand der vorliegenden Ausgabe bilden. 

Noch zaUreicher werden Veckinchusens in der ersten Mitte des 15. Jahr- 
hunderts urkundlich genannt. Hier wird man gut tun, um die Übersicht 
nicht zu verlieren, die verschiedenen TrSger des gleichen Familiennamens 
nach St&dten gruppiert, zusammenzustellen. 

In Lübeck sind von 1400—1450 nachgewiesen, außer den schon erwähn- 
ten lävert und Hildebrand'), ein Kornelius in den Jahren 1428 und 1435, 
im ersteren Jahre zeitweüig in Venedig abwesend, ein Sohn unverkennbar 
des Sivert^), ein Engelbrecht als Mitglied der Leichnamsbrüderschaft und 
Mitbesitzer an einer Saline im Jahre 1436 und 1437^) und die Klosterjungfrau 
Rixe im Jahre 1449, vermutlich eine Schwester von Sivert und Hildebrand*). 
In Riga wird 1405 der schon angeführte Caesar* Veckinchusen genannt, 
der divch ein im Verein mit zwei Satskollegen gemeinsam an zwei Bats- 
herren in Beval gerichtetes Schreiben auf die Nachwelt gekommen isf). 
In Dorpat kommt 1431—1443 ein Batsherr BUdebrand Fockenkusen zum 
Vorschein, der seine Stadt auf den Stadtetagen in Riga und Pernau ver- 
tritt^), sowie ein Peter Fekinkhusen, der 1434 sich ak Besitzer eines Schiffs- 
anteils geltend macht*). Ich wage nicht zu behaupten, daß dieser Peter 
derselbe ist, der in Beval ak städtischer Bürger und ak Exporteur von 
Flachs und Wachs, als Importeur von Rheinweinen 1437—1440 «ich be- 
tätigt^). In Brügge lassen dann 1422 und 1431 Engelbrecht und Alf Veckinc- 
husen von sich hören. Der erstere ist Überbringer eines Briefes des Lübecker 
Rats, in dem die Bürgerschaft seines Oheims Hildebrand in Lübeck bezeugt 
wird. Beide sind Eigentümer des achten Teils einiger Gebäude in Brügge^). 
Irre ich nicht, so haben wir es in ihnen mit den Söhnen von Sivert Veckinc- 
husen, den Neffen des Hildebrand zu tun. 

1) H. B. Abt. II n . 201. 2) Hans. U. ß. 6 nr. 328. 3) ü. B. d. St. Lübeck 
6, 6, 7, 8 Personenregister. 4) U. B. d. St. Lübeck 6 nr. 633, 7 nr. 661. 6) U. B. 
d. St. Lübeck 7 nr. 686, 741. 6) U. B. d. St. Lübeck 8 nr. 603. 7) Hans. U. B. 6 
nr. 682. 8) Est-, Liv- u. Eurl. U. B. 8 und 9 Personenverzeichnis. 9) Est*, Liv* 
tt. Kmi. ü. B. 8 nr. 914. 10) Est-, Liv- u. Kurl. U. B. 9 nr. 219. 221, 633. 

11) Hans. U. B. 6 nr. 467, 971. 



Bemüht man sich, in diese bei so verschiedenen Gelegenheiten erwähnten 
Mitglieder der Familie Veckinchusen einen verwandtschaftlichen Zusammen- 
hang zu bringen, so erscheinen jedenfalls als eine Gruppe von Brüdern die- 
jenigen Veckinchusens, die sich in Radevormwalde über ihre Erbschaft 
einigen. Es sind Gotschalk, Hans, Sivert, Ludwig und Hildebrand, zu 
denen drei Schwestern gehören, von denen indes keine namentlich ange- 
führt wird. Gottschalk, von dem uns weiter nicht berichtet wird, hatte 
vermutUch in jener Stadt, in der heutigen Rheinprovinz an der Lennep 
belegen, seinen Wohnsitz oder vielleicht war diese Stadt der Wohnsitz 
der Eltern aller der Genannten. Zwei dieser Brüder, nämlich Sivert und 
Ludwig, haben Testamente aus dem Jahre 1406 hinterlassen^), in denen 
einige Verwandte genannt und bedacht werden. Es lebten aus dieser Gruppe 
im Jahre 1406 noch Hildebrand, Johannes, Sivert und Ludwig. Von den 
Schwestern bedenkt Sivert seine Schwester Dedeken, verheiratet an van den 
Bökel und Ludwig wiederum wendet seiner Schwester Gertrud (Drude) 
die an Vyncke verheiratet war, etwas zu. Wie es zu erklären ist, daß jeder 
Bruder nur eine Schwester bedenkt, und zwar jeder eine andere, entzieht 
sich der Erklärung. Noch sonderbarer ist, daß Sivert von der Klosterfrau 
Rixe Vockinghusen spricht, ohne sie als seine Mutter zu bezeichnen, während 
Ludwig in seinem Testamente die „modder" Ryxe und die „modder" Taue 
beschenkt. Es könnte der Vater Veckinchusen aller der Brüder etwa zwei 
Frauen gehabt haben oder von den drei Schwestern, deren die Schlichtung im 
Jahre 1395 gedenkt, könnten bis zum Jahre 1406, der Zeit der Abfassung beider 
letztwilligen Verfügungen, zwei schon gestorben gewesen sein. Wenn später 
Sivert der Klosterinsassin Rixe gedenkt, so wird das Verwandtschaftsver- ^ 
hältnis zu ihr niemals näher bezeichnet. Mir scheint die Annahme nahe 
zu liegen, daß Rixe die unverheiratet gebliebene und daher ins Kloster ge- 
gangene dritte Schwester gewesen wäre. Doch scheint dem die Bezeichnung 
als „modder'' in Ludwig Veckinchusen's Testament zu widersprechen. 
Möglicherweise ist unter der Bezeichnung „modder'* nicht nur Mutter zu 
verstehen. . 

Der Bruder Ludwig Veckinchusen war Geistlicher und scheint zur 
Zeit der Abfassung seines Testaments in Riga oder Dorpat gewohnt zu haben. 
Darauf deuten die verschiedenen Vermächtnisse an die livländischen Veckinc- 
husens und die Bestimmung, daß sein Grab auf dem Domfriedhofe sein 
solle und mit einem Stein zu zieren wäre. Nun hat ja Lübeck ebenfalls eine 
Domkirche, aber da der Erblasser seines dort eventuell stattfindenden 
Begräbnisses besonders gedenkt: ys dat sake, dat ik to Lubeke sterve . .., 
so muß bei dqm Domfriedhofe, den er sich zur letzten Ruhestätte ausgesucht 
hatte, an eine andere Stadt gedacht werden. Dorpat me Riga haben Dom- 
kirchen. Es mag auf sich beruhen bleiben, welche Stadt gemeint ist; Der 
geistUchc St^fcnd des Erblassers ist kaum in Zweifel zu ziehen. Nicht nur 
die vielen Gebetbücher und anderen Schriften geistlichen Inhalts, die in 
seiner letztwilligen Aufzeichnung erwähnt werden, sprechen dafür. Er er- 



1 ) nr. 9 und 10. 



— xra — 

wähnt auch seine Kapelle in Dorpat und sein Bruder Sivert hatte ihm 20 Mark 
Beute ausgesetzt, die nach seinem Tode einer anderen Vikarie zufallen 
sollte. Herr Ludwig hatte bei Lebzeiten selbst darüber zu bestimmen. 
Ob der Bruder Johimnes, dem Ludwig zwei Bücher vermacht, während er 
bei Sivert leer ausgeht, mit dem 'schon früher genannten Vertreter der 
Stadt Wanden in Livland identisch ist, kann nicht entschieden werden. 
Ihm wird dn Sohn Caesar (Sergus) zugewiesen und einen Caesar (Zories) 
Veekinchusen in Riga nennt Siverts Testament, indem es dessen Kindern 
30 Mark Lob. zuwendet. Mit einem Caesar Veekinchusen (Serghes) macht 
HUdebrand nach seinem Handlungsbuch von 1409 und 1410 wiederholt 
Geschäfte, ohne seinen Verwandtschaftsgrad zu berühren. Er führt ihn 
an einer anderen Stelle als 1416 gestorben auf. Man könnte somit an zwei 
Persönlichkeiten mit dem Namen Caesar denken. Der Utere kann ursprüng- 
fich in Dorpat, dann in Riga im Rate gesessen haben. Seinen Kindern 
vomachte Sivert die genannte Summe. Der jüngere Caesar, der Sohn des 
Johannes Veekinchusen, ein Neffe mithin von Sivert und Hildebrand, 
wird dann derjenige gewesen sein, mit dem unser Hildebrand nach seinen 
Böchem geschäftliche Verbindung gepflegt hat. Er schickt ihm Tuch und 
emirfftngt Pelzwerk von ihmu Nach dem Briefe Engelbrecht Witte's aus 
Riga vom 6. Oktober 1404 an Hildebrand Veekinchusen ließe sich Caesar 
Veekinchusen als ein Uterer Bruder des Hildebrand ansprechen^). Er ist 
zwar nicht als solcher bezeichnet, aber die Wendung: „de heb ic vor des 
sittendes stoles des rades ghehad, dar ju broder teghenwerdicht sat'S scheint 
auf Caesar Veekinchusen bezogen werden zu dürfen. In der Erbteilung 
von 1395 kommt ein Caesar freilich nicht vor und man sollte glauben, daS 
der Brief des Caesar Veekinchusen und Kurt Visch an Hildebrand vom 
1. Juli 1398, in dem ihm die Braut Margarethe Witte angetragen wird, 
eine andere Anrede aufgewiesen haben müBte^). Aber dieser Brief schließt, 
obwohl er mit keiner Silbe andeutet, daß zwischen Absender und Empf&nger 
ein brüderliches Verhältnis vorwaltet, mit den Worten: „so bevel myn dingh 
Syverde unsen broder". Demnach kommt man aus den Zweifeln und Be- 
denken nicht heraus und muß die Aufhellung dieser Verwandtschaften 
weiteren Forschungen überlassen. 

Als Vetter von Hildebrand erscheint Thomas Veekinchusen, den man 
aus einigen Briefen der Jahre 1412—1415 kennen lernt'). Er ist in Lübeck 
zu Hanse, schickt indessen seine Briefe aus Preußen oder einer livl&ndischen 
Stadt, Sein Bruder ist ein Johannes Veekinchusen. Er ist verheiratet, 
hat Kinder und steht im Begriffe, seine Tochter Fieke zu verheiraten. Dazu 
fehlt ihm das Geld für die Ausstattung. 

Aus der jüngeren Generation lassen sich Adolf (Alf) und Georg Veekinc- 
husen nicht mit den Veckinchusens der Brüdergruppe in Zusammenhang 
bringen. Adolf teilt sich 1434 mit seinen Brüdern Engelbrecht und Hilde- 
brand*), Georg zwei Jahre später ebenfalls mit seinen Brüdern Engelbrecht 
und Hildebrand^). Demnach hat man es mit ihnen wohl mit vier Brüdern 



1 ) nr. 8. 2) nr. 8. 3> nr. 83, 87. 90 u. 108. 4) nr. 417. 5) nr. 419. 



— XIV — 

in Lübeck zu tun, aber den zu ihnen gehörenden Vater vermag ich unter 
den sonst bekannten Veckinchusens nicht herauszufinden. Vielleicht waren 
es Nachkommen des Thomas Veckinchusen. Auch die Testamente, das 
eine von Engelbrecht Veckinchusen aus dem Jahre 1434^), das andere von 
Hildebrand Veckinchusen*), lassen sich %ur Aufklärung der Verwandtschafts- 
verhältnisse nicht benutzen. Zeitweilig scheinen auf diese Weise wer Hilde- 
brand Veckinchusens nebeneinander gelebt zu haben. Der älteste ist der 
1395 bei der Erbschaftsteilung genannte Hildebrand (I), von dem die Briefe 
und Bücher herrühren, der zweite ist sein Sohn (H), der dritte (HI) sein 
Neffe, ein Sohn des Sivert Veckinchusen und der vierte (IV) derjenige, 
der mit seinen Brüdern Georg, Adolf und Engelbrecht 1434 und 1436 
eine Erbschaft teilt. Damals war indes der älteste Hildebrand nicht 
mehr am Leben, so daß die obige Bemerkung eine Einschränkung 
erfahren muß. 

Die Familie Veckinchusen hat^ hiernach eine weitverzweigte Gruppe 
von Eaufleuten gebildet, deren auf Blutsbande gegründete Verbindungen 
sich von Lübeck aus weit nach Osten und Westen erstreckt haben. In Dorpat, 
Biga, Reval, Brii^e, Gent, Köln und noch an manchem anderen Ort hat 
das Greschlecht zeitweilig oder dauernd seine Vertreter und der Kaufmann 
seine Geschäftsfreunde. Alle stehen sie miteinander in Verbindung, ge- 
denken in ihren letztwilligen Verfügungen einander, treiben auf gemeinsame 
Rechnung und Gefahr den Handel, in der Hauptsache, wie es den Anschein 
hat, mit gutem Erfolge. Die Testamente Siverts und Engelbrechts bel^n 
eine nicht zu leugnende Wohlhabenheit, die doch wohl aus dem Betriebe 
des Handels herrührt. Und nicht nur tüchtige Kaufleute gingen aus dieser 
Familie hervor, einzelne ihrer Vertreter gehen in den geistlichen Stand 
über, gereichen diesem zur Zierde, ohne doch es in ihm zu besonders hervor- 
ragenden Stellungen zu bringen. Einzelne erlangen unter ihren Bemb- 
genossen besonderes Ansehen. Gern hört man auf ihren weisen Spruch. 
Sie w^den Älterleute der deutschen Hanse, Hitglieder des Rats, selbst 
Bürgermeister in ihren Wohnsitzen. Mag auch keiner von ihnen eine hervor- 
ragend pohtische RoUe im Schicksal der betreffenden Stadt oder Körper- 
schaft gespielt haben, keiner von ihnen zu den Gefeierten gehört haben, 
deren Name lange nach ihrem Hinscheiden mit Staunen und Bewunderung 
genannt wird, überall tritt uns doch eine ehrenfest bürgerliche Familie 
entgegen, die in redlichem Bemühen sich ihren Lebensunterhalt erwirbt, 
die dem Handel mit Vorliebe und Geschick obliegt, die indes über dem Sinnen 
und Trachten nach Erwerb die Ausübung ihrer Bürgerpflichten nicht 
vergißt. Es wird Zufall sein, daß von einem der zu dieser Familie Gehören- 
den, dem ältesten Hildebrand sich Handlungsbücher und ein Teil seines 
Briefwechsels erhalten haben. . Man hat alle Ursache diesem Zufall dankbar 
zu sein, da er uns viele Einbhcke in für gewöhnlich verschlossen bleibende 
Verhältnisse gewährt. 



1) nr. 416. 
7) nr. 424. 



— XV — 

2. Die Briefe. 

Handelsbriefe, wie die nachstehend abgedruckten von und an Hilde- 
brand Veckinchusen gehören aus dieser Zeit zu den Seltenheiten. Wenig- 
stens sind bis jetzt nur wenige derartige Stücke ans Tageslicht gekommen, 
abgesehen von dem reichen ürkundenmaterial, das in den Bänden des 
Hansischen Urkundenbuches sich findet, in dem wohl auch der eine oder 
andere Privatbrief Aufnahme gefunden haben mag. Soweit mir bekannt 
geworden, sind 17 Briefe aus den Jahren 1426—45 von Männern in den 
St&dten Wismar, Lübeck, Bergen und Bremen in den Hansischen Geschichts- 
bl&ttem veröffentlicht^), 8 Briefe Rigascher Kaufleute aus dem Jahre 1458, 
die im Stadtarchiv zu Danzig aufbewahrt worden waren, in den Jahrbüchern 
für Nationalökonomie und Statistik*), 12 Briefe anderer Rigascher Kauf- 
leute aus demselben Jahre unter nochmaligem Abdruck der bereits bekannt 
gewordenen in den Hansischen Geschichtsblättern'), endlich 7 Briefe Königs- 
berger Kaufleute aus dem Jahre 1461, ebenfalls in den Hansischen Ge- 
schiditsblättern zum Abdrucke gelangt^). 3 Briefe aus dem 15. Jahrhundert, 
einer aus dem Jahre 1456, den Archiven in Danzig und Lübeck entstammend, 
stehen in der Zeitschrift für Lübeckische Geschichte^). Aus der gleichen 
Quelle, die die Veckinchusen-Briefe gespendet hat, nämlich dem Stadt- 
archiv in Reval, sind 31 Briefe aus den Jahren 1411—1429 in den Hansisch- 
Venetianischen Handelsbeziehungen im 15. Jahrhundert^) und 4 Briefe 
aus den Jahren 1421—1426 in den Hansischen Geschichtsblättern ^) mit- 
geteilt worden. Aus dem 16. Jahrhundert, nämlich vom Jahre 1523, sind 
die 28 Briefe des Lübecker Kaufmanns Matthias Mulich, die durch eine 
dankenswerte l^Iitteilung Wehrmann's zu unserer Kenntnis gelangt sind^). 
Aus den ersten Jahrzehnten desselben Jahrhunderts harren noch der Heraus- 
gabe 119 kaufmännische Briefe des Hans Seihorst aus den Jahren 1505—1525. 
im Stadtarchiv zu Reval'). Wahrscheinlich haben sich solche Briefe auch 
noch im Danziger Archiv erhalten, da Theodor Hirsch in seiner Danziger 
Handelsgeschichte^^) mehrfach auf sie hinweist. Er hat freilich keinen 
einzigen zum Abdruck gebracht. 

Der Briefwechsel, den ich nachstehend vorlegen kann, gipfelt im wesent- 
lichen in Brügge. Von dort aus, wo Hildebrand in dieser Zeit seinen Auf- 
enthalt hatte, hat er die meisten der Briefe geschickt. Dort haben ihn die 
meisten Schreiben, die an ihn gerichtet sind, aufgesucht. Der erste für 
ihn bestimmte vom 1. Juli 1398, den ihm wohlwollende Freunde senden, die 
ihm seinEheglück aufrichten htlfen wollen, weiß ihn inBrügge^^). Der letzte, 
von seinem Neffen Kornelius am 6. Juli 1426 ihm zugesandte, trifft ihn 
in Lübeck, wohin Hildebrand nach der langen Leidenszeit in Brügge endlich 
heimgekehrt war^'). Er enthält wesentlich Familiennachrichten und keine 

1) 1874 S. 53ffg. Heinrieh Smidt, Aus bremischen Familienpspieren. 2) 3. Folge 
13 S. 71—83 von Georg Steinhausen. 3) 1898 S. 72—109 von W. Stein. 4) Jahrg. 
18d8 S. 109—125. 5) 6 S. 200f fg. Wilh. Stieda, Zur Charakteristik des kaufmännischen 
Privatverkehrs in Lflbeck während des 15. Jahrhunderts. 6) Rostock 1894 S. 121ffg 
7) Jahrg. 1887 S. 78ffg. 8) Zeitschr. f. Lübeck. G seh. 2 S. 296—347. 9) Pabst 

n. Hansen a. a. 0. 10) Danzigs Handels- und Gewerbegeschichte 1858. 11) nr. 3. 
12) nr. 413. 



— XVI — 

durchweg guten, insofern dem Vater über seinen Sohn Jost, dessen unge- 
berdiges Wesen ihm manchen Kummer bereitet haben dUrfte, Mitteilungen 
gemacht werden. / 

Außer den geschäftlichen Mitteihingen enthatten die Briefe, die sich 
wohl im wesentlichen als Handels- und Geschäftsbriefe bezeichnen lassen, 
viele, Personalnotizen. Auf die ersteren wird es hauptsächlich ange- 
kommen sein, die letzteren befinden sich meist gegen SchliÜB der Schreiben. 
Wahrscheinlich, wenn der Schreiber noch auf dem Papier Platz hatte 
oder die Zeit nicht zum Ende drängte, werden persönliche Beziehutigen 
berührt. Die Politik wird selten in den Bereich der Auseinandersetzungen 
gezogen. Die Männer, die in diesen Briefen miteinander verkehren, waren 
offenbar einfache Eaufleute, die unbekümmei;^ um den hohen Mug der 
Gedanken der Leiter dieser Politik oder um den Wettbewerb der Städte 
um die Hegemonie im Hansebunde, hauptsächlich ihre persönlichen Interessen 
wahrzunehmen sich bemühten. ISfur gel^ntlich stößt eine Mitteilung auf, 
daß Feindseligkeiten bevorständen, daß es dort oder hier gäre und unruhig 
werde, daß der Krieg den Geschtften verhängnisvoll werde. Weitere Be- 
trachtungen werden an solche Mitteilungen nicht geknüpft. Auch Be- 
merkungen über die Heilsamkeit dieser oder jener handelspolitischen Maß- 
regel, etwa eines neuen Zolls, einer veränderten Münze, oder über das ent- 
gegenkonmiende Verhalten eines Landesherrn sucht man vergeblich in 
diesen in der Begel kurz gehaltenen Briefen. Man lebt in den schnell auf- 
einander folgenden Ereignissen, die man indes häufig spät erfährt, deren 
soweit Herr zu werden, um vorteilhaft einkaufen und nüt dem wünschens- 
werten Gewinn wieder verkaufen zu können, die größte Mühe bereitet. 

Bei dem langsamen NachrichCenverkehr, der überdies vermuthch 
viele Briefe verloren gehen ließ, wird oft ein Ereignis erst in Erfahrung 
gebracht, wenn es seine handelspolitische Bedeutung beinahe eingebüßt 
hat. Und so benutzen die Handelsherren jener Tage ihre ihnen in der Regel 
kurz zugemessene Zeit dazu, dieselben Nachrichten in mehrfachen Briefen 
an einen Geschäftsfreund zu wiederholen, die dann verschiedenen Schifiern 
oder Läufern gleichzeitig zur Besorgung anvertraut wurden, statt sich in 
weitläuftige Reflexionen einzulassen. 

Bei alledem ist es erstaunlich, wie gut man in den Städten über die 
gegenseitigen Handelsverhältnisse unterrichtet war, nicht nur in den rheini- 
schen oder westfälischen Städten über die Zustände in Lübeck oder Augs- 
burg, sondern auch über die Lage im Auslande, in Brü^ oder gar jenseits 
der Alpen, in Venedig. Beständig eilten die Läufer zwischen den einzebien 
Städten hin und her und obgleich es ein gutes Stück Geld gekostet haben 
mag, diesen Verkehr zu pflegen, so scheint hierbei nicht gespart worden zu 
sein. Abgesehen von der Wichtigkeit der ISfachrichten selbst war es auch 
ein Ehrenpunkt für die Kaufleute, recht häufig Briefe zu empfangen, wo- 
durch das Ansehen stieg. Wer an vielen Orten Verbindungen hatte« galt 
als ein angesehener Mann. Sivert rühmt sich, in Köln viele Briefe aus Venedig 
und Augsburg erhalten zu haben, und mahnt seinen Bruder in Brügge, mit 
Briefen an einen Geschäftsfreund in Venedig nicht karg zu sein. Mit allen 



— XVII — 

Lftnfern, die von Brügge nach Venedig reisen, soll er Nachrichten nfit- 
sclüdcen „van crude und wercke und van allerleye kopenscap und van allerleye 
nye tydynge und gude". Dem Peter Karbow, der Teilhaber an der venetiani- 
schen Ihndelsgesellschaft war, sei es ein ,,grot ere, dat hcy ummer by allen 
loperh breyve hedde lyk andern luden"^). So verlangt er später von seinem 
Sohne Kornelius, der zeitweilig in Venedig in Gesehäftsangelegenheiten 
anwesend ist, daß er häufig von dort Bescheid erteile^). 

Stilistisch sind alle Schreiben auf den gleichen Ton gestinmit. Sie 
beginnen mit freundlichen Grüßen an den Empfänger und der Bereitwillig- 
keit der Erklärung ihm zu Diensten sein zu wollen und sie schließen mit Grüßen 
an Verwandte und Freunde, indem sie den Empfänger der Gnade Gottes 
empfehlen, ihm gute Gesundheit wünschen. Es hat demnach ein vollstän- 
diges Schema der anzuwendenden Höflichkeit gegeben, das gewissenhaft 
eingehalten werden mußte. Die Sprache ist in fast allen das Niederdeutsche, 
das Idiom der Ostseeküste oder das rheinische Platt, wie in den Briefen 
Noiltgins aus Köln. Einzelne Briefe, so die des Jakob Schottelers sind hollän- 
disch niedergeschrieben. Die Frage, ob die Eaufleute selbst des Schreibens 
und Lesens kundig waren, also die Briefschreiber ihre Anliegen selbst zu 
Papier gebracht haben, nicht etwa diktierten, glaube ich bejahen zu sollen. 
Bei Männern wie Hildebrand und Sivert Veckinchusen versteht es sich 
ja von selbst, daß sie der Elementarkenntnisse nicht entbehrten. Doch 
auch die Mehrzahl der anderen Briefsteller wird sich wohl auf ihre eigene 
Hand verlassen haben. Wenn Kornelius von- seinem Vetter Jost dem Vater 
Hildebrand schreibt, daß er keinen Brief lesen könne*), so spricht sich darin 
doch wohl das Erstaunen über den Mangel der sonst allgemein verbreiteten 
Kenntnis bei Geschäftsleuten seines Schlages aus. Anders verhält es sich 
mit der Kenntnis des Schreibwerks bei den weiblichen Personen. Sie scheinen 
die schwierige Kunst des Schreibens nicht beherrscht zu haben oder nur 
in geringerem Umfange als die Männer. Margarete Veckinchusen spricht 
es einmal ihremManne gegenüber unverhohlen aus, als er ihr über ihr längeres 
Stillschweigen Vorwürfe zu machen geneigt ist*). Lesen war wohl einfacher, 
obgleich selbst hier, wenn auch die Briefe von berufsmäßigen Schreibern 
herrührten, mitunter rechte Schwierigkeiten bei geringer Lesbarkeit zu 
überwinden waren. , 

Indes schuf die neuere Zeit hierin einen Wandel. Denn Hildebrands 
Tochter Gertrud beherrschte die Kunst des Schreibens. Sie^ war es, die ihrer 
Mutter im Briefwechsel mit dem Vater helfen konnte. Als sie einmal Gäste 
im Hause hatte und der Mutter nicht zu Diensten sein konnte, mußte diese 
sich in ihrer Verlegenheit an Tideman Brekelvelde wenden, der dann nach 
Brügge die erwarteten Nachrichten sandte^). Das Schreiben der Frau 
Gertrud Moyelik an ihren Vater, als dieser schon im Gefängnis schmachtete, 
in dem sie sich liebevoll nach seinen Wünschen erkundigt, ist demnach 
ihrer eigenen Schreibfertigkeit zu danken*). 



1) nr.22. Genaueres darüber in den Hansisch-venetiani sehen Handelsbeziehungen 
S. 62!^. 2) nr. 184. 3) nr. 413. 4) nr. 386, 393. 5) nr. 384. 6) nr. 273. 
• Briefe und Urkanden, 1806—1441. b 



— xvni — 

♦ Mitunter, wenn auch nicht regelmäßig, hat der Empfänger auf der 
Rückseite des Briefes ein Datum vermerkt. In vielen Fällen scheint dieser 
Vermerk einen Termin zu bedeuten, an dem für den Empfänger eine Zab- 
lungsverbindlichkeit erwuchs^). In anderen Fällen war mit ihm der Tag 
verzeichnet, an dem der Brief in die Hände des Empfängers gelangte. Man 
käme bei dieser Annahme, indem der Tag, an dem der Brief geschrieben 
wurde, nicht in Anrechnung für die Beförderung gesetzt würde, zu folgender- 
Darstellung. 

Es wurden befördert die Briefe: 

von Riga nach Brügge 

vom 7. Oktober 1404 bis 19. Dezember 1404, d. h. in 73 Tagen, 

vom 23. Mai 1406 bis 1. Juli 1406, d. h. in 39 Tagen, 

vom 25. April 1415 bis 16, Juni 1415, d. h. in 52 Tagen, 

vom 30. April 1415 bis 16. Juni 1415, d. h. in 47 Tagen, ' 

vom 24. Februar bis 13. April 1416, d h. in 48 Tagen; ^ 

• 

von Köln nach Brügge 

vom 14. April 1409 bis 17. April 1409, d. h. in 3 Tagen, 
vom 8. JuK 1410 bis 23. Juli 1410, d. h. in 15 Tagen, 
vom 19. August 1410 bis 27. August 1410, d. h. in 8 Tagen, 
vom 10. Augifst 1411 bis 16. August 1411, d. h. in 6 Tagen, 
vom 29. Mai 1412 bis 4. Juni 1412, d. h. in 6 Tagen, 
vom 21. Oktober 1412 bis 28. Oktober 1412, d. h. in 7 Tagen, 
vom 2. Juni 1416 bis 12. Juli 1416, i.h. in 40 Tagen; 

von Danzig nach Brügge • 

vom 30. Juni 1411 bis 2. August 1411, d. h. in 33 Tagen, 
vom 27. Januar 1417 bis 1. März 1417, d. h. in 33 Tagen, 
vom 23. April 1417 bis 18. Mai 1417, d. h. in 25 Tagen, 
vom 20. Mai 1417 bis 30. Mai 1417, d. h. in 10 Tagen, 
vom 15. Juni 1417 bis 2. Juli 1417, d. h. in 17 Tagen, 
vom 27. JuH 1417 bis 2. September 1417, d. h. in 37 Tagen; 

von Lübeck nach Brügge 

vom 28. Oktober 1411 bis 15. Dezember 1411, d. h. in 48 Tagen, 

vom 20. Juli 1415 bis 31. Juli 1415, d. h. in 11 Tagen, 

vom 2. Februar 1417 bis 21. Februar 1417, d. h. in 19 Tagen, 

vom 26. September 1417 bis 29. September 1417, d. h. in 3 Tagen, 

von London am 4. Juni 1418 bis Brügge am 15. Juni 1418, d. h. in 11 Tagen, 

von Augsburg am 15. Aug. 1412 bis Brügge am 15. Sept. 1412, d.h. in 31 Tagen. 

Andere Schlüsse als die auf große Gemächlichkeit im Verkehr darf 
man wohl kaum aus den vorstehenden ZusanunensteUungen schließen. 

1) iir.39, 41, 42, 44, 46, 54, 64, 68, 79. 



— xrx — 

Trifit die gemachte Voraussetzung zu, so hat doch im übrigen jed^ Be- 
förderung eines Briefes unter besonderen Verhältnissen gestanden, ist 
von der Jahreszeit, der Witterung, der benutzten Gelegenheit, kurz von 
besonderen Umstanden abhängig, die jedes Mal wechselten. Nicht einmal 
das läßt sich mit Sicherheit bestimmen, ob der Landweg oder der Seew^ 
eingeschlagen wurde. Wenn ein Brief im Jahre 1404 77 Tage brauchte, um 
von Riga nach Brü^ zu gelangen, so war er wohl zu Lande befördert worden. 
Aber auch die Frühjahrs- und Sommerbriefe zwischen beiden Städten in 
den Jahren 1415 und 1416 brauchten 38—52 Tage zu ihrer Ankunft. Zwischen 
den Hansestädten und den livländischen Städten waf der Verkehr doch 
nicht in dem gleichen Maße auf die Probe gestellt. Als Margarete Veckino- 
husen ihren Sohn Hanseken im Jahre 1424 nach Beval reisen läßt, kommt 
der Junge in 6 Ti^en wohlbehalten an das Ziel der Beise^). Wunderlich 
ist die Langsamkeit der Beförderung zwischen Köln und Brügge, die 
doch räumhch nicht so weit auseinanderlagen. Der Normalfall scheint für 
diese 6—8 Ti^e gewesen zu sein. Ungewöhnliche Verzögerungen zeigten 
sich wohl, wenn der Brief 15—17 Tage brauchte, um anzukommen. Und 
es durfte eine Rekordleistung zu verzeichnen sein, falls wirklich der Brief 
in 3 Tagen von Köln nach Brügge gelangte. 

Für das Bestehen einer regehnäßigen offiziellen postalischen Verbindung 
bieten die Briefe keinen Anhaltspunkt. Botenordnungen einzelner deutscher 
Städte haben sich wohl frühestens aus dem 15. Jahrhundert erhalten. 
Von Lübeck ist eine solche überhaupt nicht bekannt. Der Verkehr wurde 
unterhalten durch die Läufer oder Boten, die ich mir als Privatpersonen 
vorstelle, von denen bekannt war, daß sie sich den Kaufleuten xor Ver- 
fügung hielten. Auf sie griff der Kaufmann zurücL Vielleicht hielten sie 
jedoch schon bestimmte Abgangstage ein, obwohl davon keinmal in den 
Schreiben die Bede ist. Die Namen einzelner dieser Boten: Unruhe, der Läufer 
oder Hund, der Läufer, sind bezeichnend für 4en Beruf, den die wahrschein- 
lich meist jüngeren Leute gewählt hatten. Ich nehme an, daß sie durchweg 
beritten waren, niemals die W^e zu Fuß zurücklegten. Bei Seereisen über- 
nahm der Schiffer die Beförderung der Schreiben und da mochte dann man- 
chesmal eine Kombination Platz greifen, indem der Schiffer, falls er nicht 
im Hafen der Bestimmung der Briefe selbst landete, diese dnem Boten 
zur weiteren Beförderung übergab. Sonst wird er natürlich dem Kauf- 
mann, für den er etwa eine Ladung oder ein Frachtstück mitbrachte, bei 
der Ladung auch seine Briefe direkt ausgehändigt haben. 

3. Hildebrand Veckinchusen. 

Bei seinem erstmaligen Auftreten erscheint Hildebrand Veckinchusen 
als Kaufmann, der sich gleich seinen Berufsgenossen den vorschriftsmäßigen 
Einkauf seiner Ware auf dem Stapel zu Dordrecht bescheinigen läßt. Er 
hat zwölf Bote Wein gekauft, vermutlich französischen oder panischen, 
den er dem Schiffer Gobel Bosing anvertraut, der* vermutlich ihn nach 



1) nr. 381. 



b» 



- ±x - 

•Osten zu verbringen sich verpflichtete. Am 9. April 1390 läßt er sich die 
Rechtmäßigkeit des Einkaufs bescheinigen, dlamit er die Ware ausführen 
darf*). Wenn wir ihn dann wenige Jahre darauf bei der Besichtigung der 
Wage im Minoritenkloster in Brügge mit tätig sehen, so gewinnt man die 
Vorstellung, daß er wohl einer der angeseheneren Geschäftsleute, die ge* 
wohnheitsmäßig nach Flandern handelten, gewesen sein muß. Vierund- 
Ewanzig Gewichte in verschiedener Größe, von einem halben Pfund bis 
EU 30 Pfunden, von einer viertel Wage und einer halben Wage, von einem 
Hundert, einem Nagel usw. sowie eine Reihe kleinerer Silbergewichte von 
einem Lot bis zu 50 Mark, wurden in Gegenwart der Bürgermeister, zweier 
Schoppen, zweier Zolleinnehmer, des Eichmeisters und eines Wägers auf 
ihre Zuverlässigkeit geprüft. Hildebrand vertritt dabei mit 6 Landsleuten 
von der Hanse die deutschen Interessen^). In derselben Vertrauensstellung 
als Ältermann, und zwar für Gotland und Livland erscheint er einige Jahre 
später. Hit ihm Johannes Holste, der auch zu seinen Korrespondenten 
gehört, während das lübische und daA westfälisch-preußische Drittel durch 
je zwei andere Hanseaten vertreten sind^). 

Ein westfälisches Kind, ist es nicht auffallend, daß Hildebrand sich 
zunächst auf dem benachbarten flandrischen 'Handelsgebiete, das den da- 
mahgen Handel beherrschte, niedergelassen hatte. Vermutlich war er 
sdnem Bruder Sivert gefolgt, der ebenfalls in Brügge ansässig geworden war. 
Sivert verkauft*) den ihm gehörenden Anteil an einem Hause in Brügge im 
Jahre 1395. So entsteht die Vermutung, daß er vor Hildebrand dort 
Handel trieb. Man kann sich vorstellen, daß beide Brüder zusammen 
dem Geschäfte glaubten wirkungsvoller und nachhaltiger vorstehen zu 
können, als wenn jeder für sich allein Handel treiben würde. In einer 
Zeit, in der der Kaufmann seine Ware gern in Person zu begleiten 
pflegte, mochte es in d^ Tat hoffnungsvoller sein, wenn sie beide auf den 
nicht zu umgehenden Reisen abwechselten oder eine Art Arbeitsteilung 
einführten, indem der eine zu Hause blieb, wenn der andere auf Reisen ging. 
Über das Alter von Hildebrand Veckinchusen in dem Augenblicke, in dem er 
in die Erscheinung tritt, lassen sich nur Vermutungen aufstellen. Sollte 
man glaubeh, daß er, um die Vertrauensstellung eines Ältermanns der deut- 
schen Hanse bekleiden zu können, über die Jünglingsjahre hinaus sein mußte, 
so. spricht für ein jugendliches Alter die Tatsache, daß er 1398 noch unver- 
heiratet war. In Brügge erreichte ihn zu dieser Zeit ein Brief des Rats- 
herrn Caesar Veckinchusen und des Kurt Visch in Riga die ihm eine 
Braut antrugen^). Die für ihn als passend erachtete war die Tochter eines 
wohlhabenden Kaufmanns in Riga, Engelbrecht Witte, mit Namen Marga- 
rethe, 15 Jahre alt, „ene suverfike juncvrowe", also ein feines zierliches 
Mädchen. Die äußeren Bedingungen waren ansprechend, denn die Braut 
sollte 200 Pfund Gr. mitbekommen sowie eine angemessene Aussteuer an 
Hausgerät und Kleinodien, „als men euer juncvrowen pleghed mede to 
ghevende". Außerdem waren der Begehrenswerten noch 100 Mark Rig. 

1) Hans. ü. B. 4 nr. lOO«. 2) Hans. ü. B. ö nr. 111. 3) H. R. Abt. 1 1 

nr. 201. 4) nr. 2. 5) nr. 3. 



I 

— XXI — 



ab „Spielpfennige", d. h. als Nadelgeld neben der Mitgift zugedacht. Aus- 
drücklich wird in dem Schreiben bemerkt, daß diese hundert Mark nicht 
in dem vorher angegebenen Betrage enthalten sein sollen, doch behielt 
sieh Vater Witte freilich vor, diese Summe sofort herauszuzahlen oder nicht. 
Mit ihnen wollte man den in weiter Ferne Weilenden gewinnen, ohne sich 
doch endgültig die Hände gebunden zu haben. Unklar bleibt in dem Briefe 
nur die Wendung „unde kost unde cleder''. Sollte Hildebrand nach Riga 
übersiedeln und im Hause der Schwi^reltern freien Aufenthalt genießen ? 
Oder sollte der Tochter eine gewisse, die Kost und Bekleidung darstellende 
Summe jährlich zugewandt werden? Die beiden Rigaschen Herren fanden 
diese Bedingungen in hohem Grade annehmbar und forderten den Jungen 
Mann auf, den Fall genau zu überl^en. Sie meinten, „dat dit gude weghe 
sin*'. ICldebrand muß dasselbe gedacht haben, denn er entschloß sich 
dem Vorschlage zu folgen und die junge ihm so angepriesene Jungfrau 
heimzuführen. Er hat es offenbar nie zu bereuen gehabt, denn die Frau, 
obwohl sie es später schwer hatte, hielt treu zu ihm und ließ sich von seiner 
Seite, obwohl ihre Verwandten vieles getan zu haben scheinen, sie ihm 
zu entfremden, nicht entfernen. 

Wielange Hildebrand in Riga sich aufhielt, ob er dort im Geschäfte seines 
Sdiwiegervaters tätig war oder bald nach Brügge oder Lübeck übersiedelte, 
läßt sich nicht mehr feststellen. Schon im Jahre 1403 ist er wieder in Brügge. 
Damals wandte der Rat zu Riga sich an den gemeinen Kaufmann der deut- 
schen Hanse in Brügge mit der Bitte, seinem Mitbürger Engelbrecht Witte 
in einer Streitsache mit einem anderen Kaufmann Heinrich Snoye bei- 
zustehen. Hildebrand Veckinchusen zusanunen nut Tideman Röder wurden 
dazu ausersehen, die Rechenschaft, die Snoye schuldig geblieben war, in 
Empfang zu nehmen^). Konnte Hildebrand hierbei seinem Schwi^ervater 
bdüUlich sein, worüber diesen dankend quittierte, so war die Freund- 
schaft mit ihm doch bald zu Ende, Und zwar wie es scheint wegen der 
100 Mark Spielpfennige, die Witte zu zahlen versprochen hatte. Hildebrand 
bmef sich darauf, daß dieser Betrag ihm zugesagt worden war, während 
der Schwiegervater nichts mehr von diesem Versprechen wissen wollte. 
Als Hildebrand sich auf das 2ieugnis des Ratsherrn Visch berief, meinte 
Witte spöttisch „Wenner ghy der hundert marc nicht untberen weiden, so 
solde he se utgheven*^ Witte berief sich darauf, daß alles, was er dem Schwie- 
gersohne zugesagt hätte, in das Stadtbuch eingetragen worden wäre. 
Caesar Veckinchusen hätte seine Ausführungen w6hl mißverstanden. Jeden- 
falls lege Hildebrand viel zu großes Gewicht auf den Empfang dieser Sunmie. 
Im übrigen blieben sie beide trotz dieser verschiedenen Auffassung in gutem 
Einvernehmen. Witte unternahm mit Hilfe seines Schwiegersohnes ver- 
schiedene Geschäfte und schickte gelegentlich einen Kasten mit Fleisch nach 
Brügge zum Zeichen seiner Dankbarkeit^). 

Hildebrand aber wurde Zeit seines Lebens den Verdacht nicht los, daß 
er von seinem Schwiegervater mit den 100 Mark hintergangen worden war. 

1) nr. 8. 2) nt. 11. 

/ 



— XXII — 

Als seine Schwiegermutter das Zeitliche gesegnet hatte, scheint er an ihrem 
Nachlaß den Anspruch auf die 100 Mark geltend gemacht zu haben. 
Sein Schwager Engelbrecht Witte der Jüngere machte damals eine Gegen- 
rechung, nach der die Firma von Hildebrand wohl an die 900 Nobel als 
Beste aus früheren Geschäften zu fordern hätte. Damit glaubte er die 
Forderung längst ausgegUchen zu haben. In undatierten Briefen an seine 
Schwfiger Visch und Nyenlo beteuert dagegen Hildebrand, daß er zu kurz 
gekommen wäre^). Sein Schwager Engelbrecht Witte war von versöhn- 
lichster Stimmung*), forderte ihn auf nach Riga zu kommen, um dort alle 
Uneinigkeiten beizulegen. Hildebrand wollte von allen diesen Begütigungs- 
bestrebungen nichts wissen. Er zeichnete vielmehr ganz genau auf, worin 
er und seine Frau verkürzt worden waren^). 

Die 100 Mark waren nach seiner Annahme in dem Augenblick 
seiner Verheiratung 127 Englische Nobel wert gewesen. Innerhalb 15 Jahren 
hätte von diesem Betrage ein Zins von 112^ Nobeln sich ergeben können. 
Indem er nun den Zinseszins ebenfalls in Anschlag und davon 22^ Nobel 
in Abzug brachte, gelangte er zu der Summe von 262 Nobeln oder 92 Pfund 
16 SL 10 gr, die man ihm schuldig sei. Einen Anspruch in dieser Höhe meinte 
er gegenüber den Erben seines Schwiegervaters festhalten zu sollen^). 

La seiner Frau Margarete hatte Hildebrand jedenfalls eine treue, an ihm 
unverbrüchlich hängende Lebensgefährtin gefunden, die willig Entbehrungen 
und Mangel aller Art auf sich nahm, als es ihm geschäftlich schlecht ging. 
Die Briefe, die sie ihm in der Zeit seiner Haft nach Brügge schickte, sind 
geradezu rührend. Willig opferte sie Kleidungsstücke, Schmuck, ihre Be- 
quemlichkeit im eigenen Hause, nur um ihn aus dem Schuldgefängnis zu 
befreien. Auch gegenüber den an sie von ihrer Verwandtschaft in Riga 
herantretenden Versuchungen, ihre Kinder nach Livland zu schicken, bleibt 
sie standhaft'). Sie läßt keinen der Ihrigen einem nach ihrer Ansicht unge- 
wissen Schicksale entgegenziehen, sondern übt treue Mutterpflicht an ihnen 
aus. Bloß den Sohn Hans kann sie nicht zurückhalten. Er will in jugendlichem 
Ungestüm sich nicht länger zu Hause zurückhalten lassen und fährt eines 
Tages nach Beval ab^). Eine kühne Tat, die ihm indes gut bekommen zu 
sein scheint. Auch den ältesten Sohn Jost, der zuerst in Flandern weilte 
und dort seinem Vater durch Unbotmäßigkeit und geringe Ausdauer 
Sorge bereitete, trifft man später in Riga, von wo er Lockrufe an seine 
Geschwister im Auftrage der dortigen Verwandten ergehen läßt^). 

Eine größere Anzahl von Kindern entsproß der Verbindung. Es lassen 
sich nachweisen: 4 Söhne, Jost, Johannes, Engelbrecht und Hildebrand, 
sowie 3 Töchter Gertrud, Margarethe und Anna. Von den letzteren ist nach- 
weisHch nur die erstere verheiratet gewesen. Sie wurde etwa 1418 mit dem 
Mitghede des Neuen Rats in Lübeck Everd Moyelik vermählt, der in erster 
Ehe mit Gheseke Bussow vermählt gewesen war, die im Jahre 1415 starb^). 
Seit 1408 erscheint er als Ratsherr, dürfte indes nach Wiedereinsetzung 



1) nr. 476. 2) nr. 494. 3) nr. 498. 4) nr. 498. Ober den Streit zwischen 
Hildebrand Veckinchugen und den Wittens um die Spielpfcnnige s. nr. 8, 11, 12, 415, 
476, 488, 489, 490, 491. 5) nr. 293. 6) nr. 376. 7) nr. 477. 8) nr. 498. 



— XXTTI .— 

des alten Bats seine Stellung wohl wieder eingebüßt baben^). Sein Wohn- 
haus befand sich in der Eönigsstraße. In seinem Testament yermachte er 
es seiner Frau: „Drudeken myner leven husvrowen geve ik myn hues" 
usw.'). Als Bürger in Lübeck und Mitglied der dortigen Antonius-Brüder- 
schaft wurde er 1436 mit anderen zusammen von dem Konvent des Domini- 
kanerklosters zur Burg in seine Gemeinschaft aufgenommen'). 

In Brügge hatte also Hildebrand sein Standquartier und von hier aus 
spinnen sich die F&den seines Handelsverkehrs teils nach Norden, teils 
nach Süden. Hamburg und Lübeck einerseits, Riga, Dorpat, Beval anderer- 
seits sind Orte, zu denen er lebhafte Handelsbeziehungen unterhält. Im 
Süden wiederum ist es Venedig, das ihn durch seinen Reichtum und Glanz 
anzieht. Außerdem steht er im Verkehr mit einer großen Anzahl holländischer, 
flandrischer, deutscher, französischer und englischer Städte. Amsterdam, 
Antwerpen, Herenthal, Utrecht, Gent, Delft auf der einen Seite, im süd- 
lichen Deutschland Nürnberg, Straßburg, Frankfurt a. M., Konstanz; im 
Westen Aachen und Köln, im Norden Lüneburg, Wismar, Stettin sind- 
die Handelsstädte, zu denen mehr oder minder lebhafte Beziehungen aufrecht 
erhalten wurden. Selbst italienische, franzönsche und englische Städte fehlen 
nicht: Lucca, Toul, Amiens, St. Thomas, La Rochelle, Ronen, London und 
Boston. Es haben sich nicht aus allen genannten Städten Briefe erhalten, 
aber mit Persönlichkeiten, die ihnen entstammen, schließt er Verträge; 
steht zu ihnen in Geld- oder Warengeschäften — kurz, er steht inmitten 
eines ausgedehnten Handelskreises, den man sich wohl größer als die 
Briefe ihn begrenzen, vorstellen kann, da offenbar nur der kleinere Teil 
seines Briefwechsels auf uns gekommen ist. 

Wann Hildebrand sein Geschäft in Brügge begonnen hat, läßt sich nach 
den vorliegenden Briefen nicht genau bestimmen. Im Jahre 1409 wird ihm 
vom deutschen Kaufmann in Brü^e bestätigt, daß er 7^ Jahre nicht in 
Lübeck gewesen wäre. Und im Jahre 1403 wird er von Riga aus dem deut- 
schen Kaufmann in Brügge genannt als einer der Bevollmächtigten des Kauf- 
manns Engelbrecht Witte, seines Schwiegervaters^). So wäre wohl anzu- 
ndmien, daß er unmittelbar nach seiner Hochzeit von Riga aus sich wieder 
westwärts gewandt und in Brügge den Schauplatz seiner Tätigkeit aufge- 
schktgen hätte. Er ist jedoch niemals in der fremden Stadt Bürger ge- 
worden, sondern hat an seinem Lübischen Bürgerrecht festgehalten. Wahr- 
scheinlich sind mit dem großen Aufschwung, den der Handel nach Flandern 
mit dem Ausgange des 14. Jahrhunderts nahm, beide Brüder, Sivert und 
Hildebrand, nach Brügge gekonmien, der eine den anderen nach sich ziehend. 
Während Sivert unbestimmt wann nach Lübeck übersiedelte, um von dort 
aus den Betrieb fortzusetzen, blieb Hildebrand in der Fremde. Doch hatte 
auch Hildebrand in Lübeck ein eigenes Haus, in dem seine Frau beständig 
wohnte und erfreute sich dort der Beziehungen zu zahlreichen Freunden und 
Berufsgenossen. Beide Brüder werden sich in die Hände gearbeitet haben 

1) nr. 477. 2) Paul Rehine, Das Lübecker Ober-Stadtbuch 1895 nr. 2&4 S. 345. 
3) U. B. d. Stadt Lfibeck 5 nr. 207 u. Personenregister. 4) P. Kehme a. a. 0. nr. 260 
S. 348. 6) U. B. d. Stadt Lübeck 7 nr. 697. 6) Hans. U. B. 5 nr. 581. 



— XXIV — 

Weittragende Geschäfte von der Art, wie sie aus den Briefen erhellen, wurden 
gewiß leichter erledigt, wennl^ande des Bluts die Teilnehmer zusammenhielten, 
als wenn Fremde zusanunentraten. Sivert war übrigens ebenfalls viel unter- 
wegs, längere Zeit infolge der politischen Verhältnisse aus Lübeck abwesend, 
so daß mithin die wechselnden Konjunkturen bald den einen, bald den ande- 
ren Bruder in die Fremde geführt haben werden. Von 1398 an bis 1416 läßt 
sich Hildebrand beständig in Brügge nachweisen. Dann lautet einmal die 
Adresse auf Lübeck, aber der Brief Schreiber setzt vorsichtig hinzu: „off 
wor he is", also dürfte hier ein Irrtum des Briefschreibers angenommen 
werden, denn die folgenden Briefe mit Ausnahme wieder eines Schreibens 
von Gerwin Marschede, der „Brügge oder Lübeck" adressiert, das ganze 
Jahr 1417 hindurch lauten auf Brügge. Erst ein Brief vom Ende des 
Jahres^), von seinen Freunden in Brügge selbst versandt, die darüber unter- 
richtet sein' mußten, daß er nicht in Brügge war, nimmt an, daß er 
zeitweilig in Lübeck sich aufhielte. Aber schon der April 1418 sieht 
ihn wieder in Brügge, und wenn sein Bruder Sivert im Juni des Jahres es 
zweifelhaft läßt, wo er seinen Bruder zu suchen hat, ob in Lübeck oder in 
Brügge*), so weiß ein Lübecker Angestellter oder Freund es besser und 
schickt im Juli 1418 einen Brief nach Brügge^). Dann aber muß er 
einige Monate in Lübeck bei den Seinigen Aufenthalt genommen haben, 
denn bis zum Mai 1419 erreichen ihn seine Briefe unter der Lübecker Adresse. 
Vom Mai 1419 ist er also wieder in Brügge, während sein Bruder ihn im Juni 
noch in Lübeck wähnt^). Indes nur kurze Zeit hält es ihn in Brügge fest. 
Im September 1419 rechnet er mit zweien seiner Geschäftsfreunde in Lübeck 
ab^), das er jedoch im Oktober oder November wieder verlassen hat. Dann 
ist er ununterbrochen in Brügge gebheben, wo ihn sein Schicksal ja auch 
ereilte. Wenn zwei Rigenser 1420 ihn in Lübeck glauben*), so dürfte darin 
ein bei den wechselnden Verhältnissen begreiflicher Irrtum zutage treten. Da- 
gegen konnte Jan Ostermann, als er aus Brügge am 23. Juni 1421 an Hilde* 
brand schrieb, wohl wissen, wo er sein mußte oder wohin er sich begeben 
hatte. Man erwartete ihn in Lübeck noch nicht ^), wie das Schreiben des 
Ludeke Stenhorst erkennen läßt. Er ist dann im Laufe des Jahres 1421 
in Lübeck wie in Köln vermutüch vorübergehend gewesen, etwa um seine 
geschäftüche Lage zu besprechen oder Wege zu ihrer Verbesserung aus- 
findig zu machen, bis er dann wieder am 1. November von Brügge aus an 
seine Frau in Lübeck schreibt®). In Brügge hat er wohl die längste Zeit 
seines Lebens zugebracht und dort war es, wo ihn das tragische Geschick 
ereilte, wegen Schulden ins Gefängnis wandern zu müssen, aus dem er erst 
1426 befreit worden ist. Ein Brief des Neffen Kornelius aus Köln vom 16. Juli 
1426 weiß ihn in Lübeck»). 

Hildebrand Veckinchusen zeigt hiernach den deutsehen Kaufmann in 
Brügge in etwas anderer Beleuchtung, als die bisherige Forschung ihn auf- 
wies. Nach der Auffassung von Sartorius war Brügge gewissermaßen die 



1) nr. 178. 2) nr. 183, 184. 3) nr. 185. 4) nr. 213. 6) nr. 219. 

6) nr. 247. 7) nr. 276. 8) nr. 303. 0) nr. 413. 



— XXV — 

hohe Schule für jüngere Eaufleute. Die Deutschen hielten sich hier meist 
nur wenige Jahre auf, um die Kommissionsaufträge ihrer Prinzipale in den 
Hansestädten zu vollziehen, Hildebrand dagegen zeigt uns den selbständig 
disponierenden Großkaufmann, der eine Beihe weitreichender Handelsunter- 
nehmungen — nach damaliger Sitte stets in Verbindung mit anderen *— 
eingeht. Er bewohnt ein ganzes Haus, das er im Jahre 1402 von einem Bürger 
Brügges zunächst auf 5 Jahre gegen einen Mietzins von 4 Pfund Groten, 
halbjährlich zu zahlen, mietet. In ihm hat er sein Kontor, seine Wohn- 
kammern und seinen Warenkeller. Nicht ohne Grund wird Brügge zum 
dauernden Aufenthaltsorte gewählt worden sein. Brügge war damals der 
allgemein besuchteste Marktplatz von ganz Europa und die vornehmste 
Niederlage der Hansen im Westen. Hierher brachten sie die Erzeugnisse 
des Nordens und Ostens und erhielten im Austausch diejenigen Gegenstände 
wieder, deren sie zur Beherrschung des Nordens und Ostens bedurften^). 
Einen solchen Handel konnte einer allein, auch wenn er*sich besoldeter 
Hilfskräfte bediente, kaum betreiben. Selbst in eigener Person an e^it- 
femtesten Orten Waren einzukaufen, sie auf weite Strecken hin zu begleiten 
und 'an den Bestinmiungsort zu lenken, an dem man sich mit neuen Waren 
belud, um nunmehr den Rückweg mit ähnUchen Gewinnhoffnungen anzu- 
treten, konnte ausnahmsweise vorkommen. Für gewöhnlich war solches 
Vorgehen untunUch, und schloß sich eine baldige Wiederholung einer ein^ 
mal ausgeführten Beise aus. Es gab ja in der Regel nicht einen einzigen 
Absatzort für die Ware. Hildebrand Veckinchusen sendet z. B. seinen 
Stockfisch nach Köln und als er dort nicht genügenden Absatz findet, ihn 
weiter nach Straßburg, Speier und Mainz^). Feigen, die in Hamburg nicht 
recht von der Hand woUten, werden nach' Lüneburg und Lübeck geschickt. 
Ähnlich in anderen Fällen. Wäre es in solchen Wendungen Zeitverlust 
gewesen, überaUhin wie ein Hausierer seine Ware zu begleiten so war es 
noch weniger möglich, wenn es sich um eine Wachssendung von Dorpät 
oder eine Pelzwerksendung nach Venedig handelte. Die Einbusse an Zeit 
und das geschäftliche Risiko wären zu bedeutend gewesen. Daher geht aller 
Handel in Gesellschaften (selschop) vor sich. Mehrere Kaufleute, die ihren 
Wohnsitz in verschiedenen Städten oder Ländern dauernd haben oder ihn 
. jeweihg nehmen, tun sich zusammen und unternehmen das betreffende 
Geschäft gemeinschaftlich. Während der eine die Verpackung, Versendung 
usw. der Ware etwa in Riga in die Hand ninmit, besorgt der andere den 
Verkauf der glücklich eintreffenden Gegenstände in Lübeck oder Bri^e 
und ersteht dafür andere Waren, die er wieder gen Riga sendet, worauf 
dann dem ersten die Rolle des Verkäufers zufällt. Wenn bestimmte Waren- 
mengen oder der gesamte Vorrat abgesetzt ist, wird Rechenschaft gehalten, 
der Gewinn in /barem Gelde ausgezahlt oder zu neuen Unternehmungen 



1) Rudolf Häpke, Brficrgeg Entwicklung zun mittelalterlichen Weltmarkt, 1908und 
die dort auf den Seiten XIII — ^XX dankenswert zusammengestellten reichen Literatnr- 
nachweiae. 

2) nr. 199, 202. 



— XXYI — 

benutzt. Im crsteren Falle folgen schon damals die Wechsel oder Anweisungen 
zur Begleichung der Verbindlichkeiten hin und her^). 

Für AbwicMung derartiger Geschäfte war nicht nur Brügge ein sehr 
geeigneter Ort, sondern offenbar Hildebrand Veckinchusen auch eine sehr 
geeignete Persönlichkeit. Seine verwandtschaftlichen Beziehungen erleich- 
terten ihm die Durchführung der erwähnten Geschäfte in hohem Maße. In 
Riga lebten ihm der Schwiegervater, ein Schwager und sein Bruder, in 
Dorpat ebenfalls ein Schwager, in Lübeck und abwechselnd in Köln ein 
Bruder. Zwei seiner Neffen dienten ihm zu zeitweiligen Fahrten nach Venedig 
und livland. Vielleicht war es gerade die kaufmännisch vorsorgliche und 
berechnende Art des Bruders Sivert, die ihn in Brügge festhielt. Denn 
natürlich konnte unter Brüdern manches Geschäft bequemer sich abspielen 
als unter einander ferner stehenden Geschäftsfreunden, die jeder ihren 
eigenen Vorteil suchten« Später beschuldigt Hildebrand, als es ihm schlecht 
gdit, seinen Bruder mehrfach, ihn zu den betreffenden Unternehmungen 
angeregt zu haben, was freilich jener nie wahr haben woUte. 

An Hilfspersonen standen Hildebrand einerseits Läufer, Fuhrleute, 
Schiffer, andererseits jüngere Männer als Handlungsdiener oder -knfichte 
zur Verfügung. Von den Läufern war schon bei Erörterung der Briefe die 
Bede. Kamen sie für die Vermittlung von Nachrichten in Frage, so die ande- 
ren für die Beförderung der Waren. Kärrner, Fuhrleute, Schiffer sind in den 
Briefen oft genannte Persönlichkeiten. Die Handlungsgehilfen, für die 
eine besondere Bezeichnung noch nicht üblich gewesen zu sein scheint, 
begleiteten seine Waren von Brügge aus nach Köln, Mainz, Koblenz usw. 
Sie standen teils in einem festen Verhältnis zu ihm oder der Gesellschaft 
oder wurden wohl für jedes Geschäft eigens angestellt. Einmal ist in den 
Briefen^) von einer Art Lehrlingsverhältnis die Rede, aus dem etwa auf die 
sonst übliche Sitte geschlossen werden könnte. Sivert und Hildebrand 
Veckinchusen nehmen einen jungen Mann, namens Sasse, in ihre Gesell- 
schaft auf unter folgenden Bedingungen: Hildebrand verabfolgt ihm freien 
Unterhalt zwei Jahre lang, wogegen Sasse sich verpflichtet, ^ Jahre lang 
bei den Brüdern zu bleiben und gleichfalls Geld zu ihren Unternehmungen 
einzuschießen. Außer an ihrer Unternehmung darf er an keiner anderen 
beteiligt sein. Gefiel del* junge Mann ihnen auf die Dauer nicht, so stand es 
ihnen zu, ihn zu entlassen. Im übrigen versprechen sie ihm alles Gute, und 
stellen ihm in Aussicht, ihn mit der Zeit zum „Gesellen"' machen zu wollen, 
damit er t«ils in Lübeck teils in Frankfurt sein oder zur See. ausziehen könnte 
um zu „vordreven unse dync". Hiernach wären die Handlungsgehilfen 
dazu verwandt worden, Warensendungen vom Sitze des Handelsgeschäfts 
in fremde Städte oder Länder, sogar über See zu begleiten. Ob bei dem leicht 
mangelnden Interesse des Sendlings und bei den höheren Unterhaltskosten 
dieser Ausweg allgemein üblich war, muß dahingestellt bleiben. Wenn ein- 



1) K. Lehmann, Altnordische u. hanseatische Handelsgesellschaften in Ztsch. d. 
ge8.Hndl8r.62 (1908) S. 289. — Fr. Keutgen, Hansische Handelsgesellschaften in Viertel}. 
LSoz.u. Wirtschaf tsgesch. 4 (1906) S.278. — W.Stieda, Hans.-Venetianische Handelsbez. 
S. 37—^1. — r. Rehm in Ztschr. f. d. Ildlsrerht 42 S. 367ffg: 2) nr. 201. 



— xxvn — 

mal^) Philipp Sporenmaker auf den lOten Pfennig gestellt wird, so bleibt es 
zweifelhaft, ob hiermit ein Sender-Verhältnis oder eine zur Beseitigung 
des mangelnden Interesses eingeführte Tantieme gemeint ist. Bisweilen 
wurden cüe Gehilfen in festes Engagement genommen, wobei alsdann der 
Gehalt teils in barem Gelde, teils in Kleidungsstücken ausbedungen wurde. 
Die Beköstigung verstand sich von selbst. Die Gehilfen ihrerseits mußten 
einen oder zwei Bürgen stellen, entweder als allgemeine Gewähr für ihre 
Bechtschaffenheit oder weil ihnen größere Geldbeträge durch die Finger 
liefen. So nimmt Hildebrand 1403 einen jungen Mann aus Kampen in 
seinen Dienst gegen einen Lohn von 16 Schillingen und zwei Anzüge jähr- 
lich'). XJm Johannis 1404 macht er sich sogar einen Gehilfen gegen 12 Schil- 
linge und zwei Kleider pflichtig. In einem dritten Falle bewilligte er im 
Jahre 1409 ebenfalls nur 12 Schillinge und nur einen Anzug im Jahr, dessen 
Wert von vornherein auf 16 Schillinge festgesetzt wird'). Selbst bei der 
Annahme, daß das Geld vor 500 Jahren eine gan;s andere Kaufkraft hatte 
als heute, erscheinen solche Lohnsätze doch als sehr geringe'). 

Eine bedeutende Bolle spielen in dem kaufmännischen Leben jener Tage 
und also auch bei Hildebrand Veckinchusen die MakI e r. Wiederholt werden 
Ausgaben für Maklergebühren erwähnt und in seinen Handelsbüchern sind 
ganze Abschnitte* den Abrechnungen mit diesen Persönlichkeiten gewidmet. 
Wie man aus den Bürgersprachen und Kaufmannsordnungen Lübecks und 
anderer Städte weiß*), waren die Makler obrigkeitlich verordnete Vermittler 
in Handelsgeschäften, die sich den angereisten fremden Kaufleuten zur 
Verfügung hielten, ja von diesen beim Abschluß ihrer Geschäfte nicht um- 
gangen werden durften. Ursprünglich waren die Fremden, die sogenannten 
Gäste, überall gewissen Beschränkungen ausgesetzt, durften nicht unter 
sich handeln, nur en gros verkaufen, erst nach den Bürgern einkaufen, kurz, 
waren mancherlei B^hränkungen ausgesetzt. Außerdem durften sie nur 
bei bestimmten vertrauenswürdigen Persönlichkeiten Herberge gewinnen, 
die ihrerseits nicht jeden angekommenen Kaufmann aufzunehmen ver- 
pflichtet waren, „also dat de werd des gastes nicht unghelde". Für den 
einmal in ihre Bäume Einquartierten übernahmen die Gastwirte dann eine 
gewisse Garantie. Diese Männer, bei denen die Fremden Zuflucht fanden, 
wurden mit der Zeit Gastwirte oder waren es vielleicht von vornherein 
neben ihrer Maklerei. Viel mit Auswärtigen in Berührung, sind sie es, 
die fremde Sprachen beherrschen, die als Dolmetscher dienen. So werden 
sie als Vermittler der Ankömmlinge bei der sprachlichen Verständigung 
gleichzeitig die Vermittler beim Abschluß von Handelsgeschäften. Aus 
einer doppelten Wurzel offenbar, der Beherbergung und dem Dolmetschertum, 
hat sich die Maklerei entwickelt, die in Brügge in besonderer Blüte stand. 
Das Verhältnis zwischen Gastwirten und Gast beruhte auf besonderem 
Vertrauen, und eben deshalb empfand Hildebrand, als er später in Not 



1) iir.227. 2) Nach einem seiner Handelsbficher. 3) E..Fr. Breag, 

D. Handlungsgehilfen d. bans. Kanfmanns 1707. 4) Richard Ehrenberg, Hosfcellers 

und Makler, in Ztschr. f. Hndlsr. 30 S. 408 ff. — Friedr. Techen, Dio Bürgersprachen der 
Stadt Wismar, 1906 S. 180 f fg. 



— xxvni — 

geriet, das Vorgehen seines Wirts Jakob Schotteier gegen ihn als einen 
Rechtsbruch besonders schmerzlich. Klagen der Hanseaten über ihre 
„hostiliers^' gehörten übrigens nicht zu den Seltenheiten^). 

In den Gegenständen, mit denen Hildebrand Handel trieb, offenbart er 
eine große Mannigfaltigkeit Er ist durchaus nicht ein modemer Spezialist, 
der sich darauf beschränkt einige Artikel zu führen, über deren Herkunfts- 
bedingungen und Absatzmöglichkeiten er sich vorher genau unterrichtet hat, 
und bei denen er dann den Markt mit vollkonunener Sicherheit beherrscht. 
Vielmehr treibt er mit den verschiedensten Gegenständen Kaufmannschaft 
und spekuliert dabei. Er weiß wohl ungefähr, wo er den Absatz suchen soll, 
aber er täuscht sich mitunter in der Beurteilung der Chancen. Er muß die 
Ware hin und her schicken, auf diese oder jene Messen, an diesen oder jenen 
Ort, weil er sie nicht seinen Hoffnungen gemäß rasch an den Mann hat 
bringen können. Der Verkauf erfolgt dabei ebenso oft an Wiederverkäufer 
als an Privatkunden, Handwerker, die Rohstoffe vorarbeiten, einzehie 
Frauen, die Seide erstehen oder zu direktem Konsum wie bei den Feigen. 

Nahrungsmittel und Kleiderstoffe, feine Gewürze und Seife, Getreide 
und Haushaitungsgegenstände scheinen ihm zu dem Versuche geeignet, 
ob sich beim Einkauf und Verkauf ein Gewinn erzielen ließe. Butter und 
Wachs, Salz und Feigen, Mandeln, Rosinen, Haselnüsse, Muskatblüte, 
Ingwer, Pfeffer einerseits, Pelzwerk und Tuche, Seide und Kupfer, Roggen 
und Stockfisch, Eisen und Blei, Paternosterkränze und Korallen anderseits 
sind häufig genannte Waren. Sie kommen ihm teils zu Wasser, teils zu 
Lande zu. Meist ist das Schiff das Fahrzeug, dessen man sich zur Beförderung 
bedient. Aus vielen Briefen leuchtet die Besorgnis hervor, daß das Schiff 
unterwegs einem Unfall unterworfen sein könnte. Gott gebe gute Reise, 
ist ein fronmier, häufig, wenn nicht immer wiederkehrender Wunsch. Nach- 
richten, daß ein Schiffer unterwegs geblieben, werden immer mit den Worten 
begleitet: „dem Gott gnädig sei" und mit unverhohlener Teilnahme über vor- 
gekommene Unfälle berichtet. Die Verteilung des Risikos, indem eine an 
einen Ort bestimmte Ladung nicht einem einzigen Schiffe anvertraut wird 
sondern auf mehreren Schiffen verstaut wird, tritt häufig entgegen. 

In den ersten Jahren des Beginns seiner Geschäfte dürfte Hildebrand 
zu Klagen keine Veranlassung gehabt haben. Der Handel entwickelte sich 
zu seiner Zufriedenheit und wenn auch nicht gerade alle Tage umfangreiche 
Warensendungen eintrafen oder abgingen, so verzeichnen die Handelsbücher 
doch beständig recht ansehnliche Posten und in den Briefen treten impo- 
nierende Umsätze entgegen. Zu Jahresbeträgen die vorhandenen Ziffern 
zusanmaenzählen zu wollen, wäre ein vergebliches und fruchtloses Bemühen. 
Soviel man durch Vergleich der Briefe mit den Handelsbüchern ermitteln 
kann, sind nicht alle Sendungen eingetragen und bei den verzeichneten 
fehlt nur zu oft die Wertangabe und das Datum. 

Durch seinen Warenhandel ziehen sich die Wechselgeschäfte. Mehr- 
fach ist er in der Lage Wechsel bezahlen zu müssen, die ICtglieder der ver- 
schiedenen H andelsgesellschaften, denen er angehörte, auf ihn gekauft haben. 

1) H. R. I Abt. 2 nr. 343 § 46; 344 §38; 346 § 33. 



— XXIX — 

Umgekehrt ersuchen ihn seine Handelsfreunde, keine Beträge oder keine 
zu großen Betr&ge auf sie zu verkaufen, da der Absatz der Ware nicht in er- 
wünschtem Umfange sich vollzogen hat und sie deswegen in Verlegenheit 
zu geraten drohen. In seinen Büchern sind Beträge von 20, 85, selbst 100 
und 200 Pfund vlämisch nachgewiesen, in den Briefen 150, 300, 400 
Sheinischy Gulden oder 400 Kronen^). 

Seinerseits nimmt Hildebrand von Kaufleuten, die von Brügge aus 
nach Lübeck, Danzig, Köln, London usw. reisen oder dorthin zurück- 
kehren, Geld entgegen im Betrage von 60, 45, 30, 24 Pfund vlämisch, für die 
er ihnen dann Briefe an seine Freunde in den genannten Städten gibt. 
Der für sie gebrauchte Ausdruck ist „breve" und „wisselbreve" auch 
„overkop". Mit dem „Überkauf" erkaufte man in der Verschreibung das 
Anrecht auf eine an dem fremden Orte zu erhebende Geldsumme. Ihrer 
Form nach sind sie teils domizilierte Eigenwechsel mit 2 bis 3 Personen, 
teils Anweisungen*). 

Dieser Wechselverkehr, der zu Beginn des 15. Jahrhunderts bereits 
sehr großen Umfang angenommen hat, bot mehrfachen Vorteil. Man ver- 
mied die Gefahr, die in jenen Tagen mit der Versendung baren Geldes ver- 
bunden war. Man hatte immer die landesübliche Geldmünze zur Verfügung 
und die Annehmlichkeit in einer Zeit, wo die Geldklemme eine chronische 
zu sein pfl^e, wo oft über den Mangel an hartem Gelde geklagt wurde, 
einige Zeit hindurch seiner entraten zu können. Der Vorrat an hartem 
Gelde war zu dieser Zeit in allen europäischen Ländern ein geringer. 
Beständig wird darüber geklagt, daß nicht genug Umlaufsmittel vor- 
handen sind. Man empfindet es als einen Vorzug, daß man bei Mangel 
an ihnen die Zahlung um einige Wochen hinausschieben konnte. 

Trotz aller Geschäftsgewandtheit, die Hildebrand offenbar auszeichnete, 
und obgleich er die Lage des Weltmarktes sorgfältig erwogen haben wird, ehe 
er sich an einer Unternehmung beteiligte, blieben ihm gewisse Verl^nheiten 
nicht erspart. Seine Kühnheit oder sein feuriges Temperament verführten ihn 
dazu, sich in weitschichtige Geschäfte einzulassen. Wiederholt ermahnt Sivert 
Veckinchusen in Lübeck den Bruder zur Besonnenheit. „Ic hebbe ju lange 
beden, dat gy ju nicht to hoge besiegen", heißt es in einem dieser Briefe. Von 
Lübeck aus wird er mehrfach aufgefordert, Brügge gänzlich aufzugeben und 
nach Lübeck zurückzukehren. „ICrumme dot wol und komet to hus, so gy 
erst mögen, daz is not." Auch die livländischen Verwandten scheinen Brügge 
auf die Dauer nicht als einen passenden Aufenthaltsort angesehen zu haben, 
denn sie fordern ihn auf nach Riga überzusiedeln, wo sich gerade gute Ge- 
legenheit zum Ankaufe eines Hauses bot. Indes Hildebrands Tatendrang 
ließ alle solche gutgemeinten Ratschläge unbeachtet. Sei es, daß der ange- 
nehme Wohnsitz in Brü^, die heitere jovialische Umgebung, die milden 



1) nr. 24, 38, 40, 46, 64, 68, 04 usw. Das Pfund vlämisch ist gleich AVo M. Lub. 
nmd ftuzosetzen. Die Krone und der Dukaten lassen sich zu 1 M. Lüb., der Rheinische 
Gulden zu der hier in Frage stehei^den Zeit mit durchschnittlich 14 Schill. Lüb. beziffern. 
NIheres darüber in den Hans.-Venetianischen Handelsbez. S. 73ffg. 

2) n . 181. Ngieres in den Hans.-Venetian. Handelsbez. S. 78ffg. 



— XXX — 

und üppigen Sitten, die größere Wohlhabenheit ihn fesselten, sei es, daß er 
erst genügend erworben haben wollte, um nachher in Lübeck seiner Frau und 
den Kindern ein behaglicheres Leben bereiten zu können, sei es, daß er schon 

zu sehr in seine Geschäfte verstrickt war und sich nicht ohne weiteres lösen 

• 

konnte, genug, er blieb in Brü^e und ließ sich in neue, leider wie der Erfolg 
ihn zu spät belehrte, gewagte Spekulationen ein. Wie es einem ^angs vom 
Glücke begünstigten Kaufmann gehen kann, unternahm er auf eimial zu viel 

Zu diesen ihm viel Sorge und wenig Freude bereitenden Geschäften 
gehörte der Handel nach Venedig^). Daß die Hansen um diese Zeit auf 
eigenen Schiffen nach dem Mittelmeere fuhren, ist nicht bekannt. In der 
Begel versorgten sie sich in Brügge bei den dort stets sehr zalüreichen Italie- 
nern, insbesondere Venetianern, mit den Waren, die jene aus der Levante 
geholt hatten. Hildebrand scheint einer von denen gewesen zu sein, die diese 
Abhängigkeit von den v^ielfach wucherisch gesinnten Lombarden empfand 
und sich von ihr frei zu machen bestrebt war. Mit seinem BrudeT Sivert 
und einigen Freunden bemüht er sich direkt nach Venedig zu handeln. 
Seinen Neffen Kornelius schickt er für längere Zeit nach der berühmten 
Lagunenstadt, um dort den Vertrieb der Waren zu überwachen. Die G^en- 
stände, die er von dorther bezieht, sind die üblichen Spezereien, aber auch 
schon Hutzucker, Mehlzucker, Brasilienholz, Allaun, Weihrauch u. a. 
Dagegen lieferte er dahin Paternosterkränze aus Lübeck, Pelzwerk, Tuche 
verschiedener Herkunft. Unter diesen erscheint namentlich eine Sendung 
von 400 Sarken oder Sardoken im Jahre 1417 für mehrere tausend Du- 
katen erwähnenswert. Die Sardoke waren ein Wollstoff, in Brügge nach 
Ausweis dortiger Stadtrechnungen zu Anfertigung von Standarten und 
Bannern benutzt. In Deutschland, wesentlich in Ulm und Augsburg her- 
gestellt, scheinen sie eine andere Art von Gewebe gebildet zu haben, ein 
dünnes Zeug von Baumwolle (oder Wolle?) und Leinen, das zu Unter- 
kleidern der Frauenwelt verwandt wurde^). Sivert kann in seinen Briefen 
nicht Worte genug finden, diese venetianischen Geschäfte zu tadeln, aber 
freilich, nachdem er sich zuerst auch an ihnen beteiligt hat. Wenigstens 
schreibt er ihm 1418: „ic wolde, dat ic myn schult inhedde und dat ic nununer 
to Venedyen handelynge hebben solde'"') und rät seinem Bruder die Be- 
ziehungen nach Venecäg abzubrechen. Flandern, Preußen, livland, das 
seien die „guden olden neringe", bei denen sich etwas verdienen ließe. Be- 
sonders über den Handel mit den Sardoken, an dem sich zu beteiligen Hilde- 
brand offenbar den Bruder aufgefordert hatte, war Sivert sehr unglücklich. 
„Ic segedet ju tovoren, dat et neyn profyt werde to Venedyen to senden 
dey sarke unde gy boden my, dat ic dat eventüre half staen wolde, doe 
segede ie neyn"*). Und weiter unten in demselben Briefe „were profyt an 
sarken, dey Noremberger unde ander lüde solden er ghenoech voren". 

Verliefen somit cQese venetianischen Geschälte nicht in erwünschter 
Weise, so ist Hildebrand gleichwohl durch eineir Mißerfolg keineswegs entmu- 

1) Genaueres in meinen Hans.- Venetianischen Handelsbeziehungen 1894. S. 36ffg* 
2) Ober die Sardoke s. genauere Angaben in den Ha'ns.-Venetian. Handelsbeziefamigen. 
S. 109—110. 3) nr. 184. 4) nr. 183. 



I — 

tigt. Kaum erholt von den schweren Verlegenheiten, die ihm die Abwicklung 
jener Geschäfte bereitet hatten, plante sein unruhiger Geist schon eine 
andere Unternehmung, dieses Mal im Osten. Er hatte wohl gehört, daB 
im laufenden Jahre 1420 kein Salz aus der Baye nach livland verschifft 
werden würde. So faßte er den Plan, sämtliche in Livland vorhandenen 
Salzvorräte aufkaufen zu lassen und schickte Hals über Kopf mit einer 
derartigen Weisung an seine Geschäftsfreunde in Dorpat und Riga einen 
L&of er von Brügge. Am 14. Januar 1420 war Philipp Sporenmaker von 
Brügge ausgeritten und wartete in Köln auf nähere Botschaft. Dann ging 
es, nachdem diese eingetroffen war, über Dortmund, das er am 24. Januar 
verließ, nach Danzig, wo er am 8. Februar vormittags 11 Uhr wohlbehalten 
ankam. Von hier ritt er über Königsberg nach Dorpat und Riga. 
Wann er dort anlangte, wissen wir leider nicht, aber sein Ziel hat er jeden- 
falls erreicht. Überall, wo er Station macht, wird er von den Geschäfts- 
freunden in Empfang genommen und mit Schwert, Sporen, einem guten 
Pferde, Kleidern und Taschengeld ausgerüstet. In Danzig nimmt er sich 
ein frisches Pferd, in Dorpat läßt er sich neue Kleider machen. Die Zehr- 
kosten betragen auf dem Hinritt von Brü^e nach Dorpat 19 Rheinische 
Gulcten, auf der Rückreise 17^ Giriden und einige Rigasche Qre^). 

Aus den Briefen erhellt nicht, ob Hildebrand seinen Zweck erreichte. 
Aus einigen geht hervor, daß der Ankauf in der Tat eingeleitet wurde. Aus 
Dorpat schreibt ihm Hildebrand van dem Bökel, daß in Reval und Narva 
zu der Zeit nicht eine Last Salz zum Verkaufe stand. In Dorpat hat er 
1 OOLasten für 800 Mark aufgekauft, sowie 50 Lasten, die zu Johannis nachReval 
hatten geliefert werden sollen. In Riga kaufte Thomas Veckinchusen SOLasten 
auf. Aus Preußen, wo Gerwin Marschede das Salz aufkaufen sollte, war 
die Zufuhr an andere Firmen als ihre Kompagnie so gut wie abgeschnitten 
and so schien die Unternehmung im besten Gange. Aber andere Kauf- 
leute hatten ebenfalls die Konjunktur begriffen. Hinter Sporenmaker, 
der freilich einen Vorsprung von 4 Tagen hatte, ritt ein anderer Läufer mit 
gleichen Aufträgen. Diesem Mitbewerber gelang es in Riga 60 Lasten zu 
erstehen, bevor Hildebrands Beauftragter zur Ausführung seiner Aufträge 
hatte schreiten können. So darf bezweifelt werden, ob dem Hildebrand 
seine Spekulation gelang'). 

Jedenfalls hatten auch zu dieser Unternehmung wieder ansehnliche 
Geldmittel gehört und es mochte in ihr eine neue Zersplitterung seiner 
materiellen wie ideellen Kräfte liegen. Diese aber mußte um so mehr ins 
Gewicht fallen, als von den gewöhnlichen Schicksalsschl9gen, die den Kauf- 
mann treffen können, Hildebrand nicht verschont blieb. Von einer Sen- 
dung Feigen, die nach Hamburg bestimmt ist, wird ein Teil unterwegs 
naß, und man ist genötigt sie billiger abzugeben. In Tuche, die Hildebrand 
in Livland stehen hatte, kam der Wurm, sodaß niemand sie kaufen wollte'). 
Bei einer Sendung Reis, die von Brügge nach Danzig kam, hatten zwei nicht 
völlig dichte Fässer Wasser angezogen, sodaß sechs Steine Reis verdorben 
waren^). Dazu fallen gelegentlich die Waren nicht nach Wunsch der Abnehmer 

1) nr. 267, 268. 2) nr. 233, 234, 244, 249. 3) nr. 127. 4) nr. 149. 



— XXXII — 

aus. Die Seide, die er nach Lübeck gesandt hatte, findet wegen ihrer geringen 
Feinheit keinen Anklang. Ol, das er nach Danzig vreschifft hatte, sagt den 
Abnehmern nicht zu. Feigen, die von Brügge nach Danzig verschifft werden, 
stellen sich bei der Ankunft als „tomale snode güef' heraus, sodaß sich keine 
Abnehmer finden^). Eine Korallensendung nach Bergen op Zoom kommt 
zurück, weil der Empfänger, der sie bestellt hatte, nunmehr keine Verwendung 
für sie hat. Dazu kommt, daß am Ende des zweiten Jahrzehnts des 16. Jahr- 
hunderts die Kauflust im Gebiet der Hanse zeitweilig nachgelassen zu 
haben scheint. Wenigstens wird von verschiedenen Seiten die Überfüllung 
des Marktes beklagtjind die Waren wollen nicht von der Hand. In Livland 
ist 1416 „harde kopenschop''. Wachs steht hoch im Preise, während in Beval 
und Nowgorod Feigen und Gewürze unverkauft liegen^). In Danzig ist 
1418 und 1419 an Tuchen sowie an Bosinen, Mandeln und dergleichen Speze- 
reien genug vorhanden^). In Lübeck wollte man von diesen Artikeln eben- 
falls nichts wissen. Nach Alaun „en vroget ok nement noch ter tyd" wird 
1418 gemeldet^). In Venedig waren der Paternoster (Rosenkränze) unter- 
dessen auch zu viel geworden. Im Deutschen Hause lagen 2000 Pfund unver- 
kauft und im Juni 1420 traf eine neue Sendung ein^). Auch Frankfurt a. M. 
und Köln waren damals zeitweilig ichlechte Plätze, auf denen 1418 nur 
mit Verlust Fisch und Wachs sich veräußern ließ. 

Diese Klagen sind um so auffallender als 1416 der alte Bat in 
Lübeck wieder eingeführt worden war und damit die bisher gefährdeten 
Kaufleute größere Sicherheit genossen. Auch konnten die 1418 endgültig 
beschlossenen Satzungen der Hanse nur dazu beitragen, dem Bunde und also 
den zu ihm gehörenden Kaufleuten eine festere Grundlage für ihre Geschäfte 
zu verschaffen^). Wenn Lübeck dann auf der Versammlung vom 24. Juni 
bis August 1418 von den anderen Städten ersucht wurde „der stede unde 
copmannes beste to provende'', wogegen sie versprachen in allen kaufmänni- 
schen Angelegenheiten ihm treu und beständig zur Seite stehen zu wollen, 
so konnte solche Erklärung doch nur beruhigend wirken*). Die von 
Kaiser Sigismund seit 1417 verhängten Handelssperren über Venedig haben 
nachweislich immer nur kurze Zeit tatsächliche Berücksichtigung gefunden^). 
So können also nur lähmend eingewirkt haben der Streit König Erichs von 
Dänemark mit den Holstenherren um das Herzogtum Schleswig, in den die 
Städte immerhin hineingezogen waren^) und die gänzlich ungerechtfertigte 
Wegnahme von 40 hansischen Schiffen durch König Johann von Kastilien 
im Jahre 1420, die Schrecken genug einflößte'). Sie werden, da die Hanse 
überhaupt nach 1416 nicht so schnell in der Lage war eine energische Aus- 
landspolitik wieder aufzunehmen, die Lage des Handels und der Kaufleute 
auf den Meeren und Märkten nachteilig beeinflußt haben^^). Es ist bemerkens- 
wert, festzustellen, wie diese allgemeinen Ereignisse und Wendungen das 
Schicksal des Einzelnen beeinträchtigten. 

1) nr 149, 164. 2) nr. 117. 3) nr. 186. 4) W. Stieda in Mitteil. d. Ver. 

f. Lübeck. Gesch. (1888) S. 110. Hans.-Venet. Handelsbezich. S. 163 nr 31. 6) H. R. I. 
Abt. S. V und nr. 667. 6) H. R. I. Abt. 6 nr. 666 § 87. 7) Hans.-Venet, 

Handelsbezieh. S. 28. 8) H. R. I. Abt. 7 S. V. 9) H. R. I. Abt. 7 S. VI. 

10) Daenell, Die Blütezeit der deutschen Hanse 1906 1, S. 197. 



— XXXTTT — 

So erkl&rt es sich, daß Hildebrand in Brügge in immer größere Ver- 
I^idieiten geriet. Während der Monate Januar bis Oktober 1417 allein 
kauft er für 466 Pfund vläm. und 900 Khein. Guld. Wechsel, die seine 
Freunde in Hamburg, Lübeck, Danzig und London bezahlen sollen. Seinem 
Bruder Sivert klagt er wiederholt seine Not, der ihn jedoch kühl zurückweist 
und nicht müde wird zu versichern, daß er ihm ebenfalls nicht helfen könne. 
Wie arg die Bedrängnis EQldebrands gewesen sein mag, belegt wohl der 
Umstand, daß vom 1. Mai bis 30. Dezember 1418 aus Siverts Händen nicht 
weniger als 16 meist verhältnismäßig umfangreiche Briefe vorliegen, die 
ab Antworten auf die an ihn herantretenden Wünsche des Bruders anzu- 
sehen sind. Immer beteuert Sivert dasselbe, daß ihm nämlich kein Geld 
zur Verfügung stände, um den Bruder zu retten. 

In dieser Not nimmt Hildebrand seine Zuflucht zu den berufsmäßigen 
Geldverleihern in Brü^, zu den Lombarden, mit denen der Kaufmann 
ja überhaupt zu verkehren angewiesen gewesen zu sein scheint, ohne deren 
Hilfe er bei Überweisungen vielleicht nicht bestehen konnte. In den Hanse- 
städten wurden sie nicht geduldet, in Frankreich und England während 
des Ende des 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts auch nicht immer 
glimpflich behandelt Bald verjagt, bald zurückberufen, fristen sie ein 
Dasein, das täglich aufs neue erschüttert war. In Brügge hatten sie sich 
seit geraumer Zeit Anerkennung zu verschaffen, seit 1281 die Erlaubnis zu 
dauerndem Aufenthalte zu erringen gewußt. Sie zahlten gewisse Abgaben 
und hatten das Recht, Leihbänke aufzuschlagen. Wohl unterschieden von 
den Wechslern oder wisselaers, die Geld und fremde Münzsorten umwechsel- 
ten, hießen sie woukeraers und pflegten einen Zins von 2 Groten für das 
Pfund vläm. pro Woche zu nehmen^). In den hans.-venetianischen Handels- 
beziehungen sind einige Namen von Trägern dieser Geldgeschäfte genannt. 
In den Briefen werden namentlich Mitglieder der Familie Spinghel genannt. 
Als zu ihr gehörende Geldleute erscheinen: Aron, den man heyt Harde- 
ment, Amd, Benno, Joris, Nikolaus, Paul und namentlich Bafael. In den 
geschäftlichen Aufzeichnungen Hildebrands aus verschiedenen Zeiten, 
sämtlich undatiert, sind mehrfach Namen von solchen Persönlichkeiten auf- 
gezeichnet, die wohl ebenfalls in die Kategorie dieser „dunkelen Ehrenmänner"' 
hineingehören'). 

Die Spinghels gehören zu einer aus Genua nach Flandern gekommenen 
Eaufmannsfamilie. In den Hanse-Bezessen und hansischen Urkundenbüchern 
aus der für uns in Frage stehenden Zeit sucht man Vertreter ihres Namens 
vergeblich. Wohl aber lassen sie sich von 1369 bis 1456 in Brügge nach- 
weisen. Der Name wird ähnlich wie in den uns vorliegenden Briefen ganz 
verschieden geschrieben: Spinola, Spinghele, Spinula, Spinulli, Spinelli, 
SpingheeL Ea ist indes kaum einem Zweifel unterworfen, daß man ihnen 
immer wieder Vertreter derselben Familie, die sehr weitverzweigt und zahl- 
reich gewesen sein dürfte, vor sich hat. Um 1420 wird ein Jasper Spinula 
als „facteur du connestable de GastiQe" bei Gelegenheit der Wegnahme 



1) Haiis.-Venet. Handelsbezieh. S. 82ffg. 2) nr. 499. 

Briefe und Urkunden, 180&— 1441. 



— XXXIV — 

flandrischer Schiffe vor La Bochelle durch kastilianische Seeräuber ge- 
nannt^), und 1440 werden die Spinulas, die überhaupt als Genueser Kauf- 
leute mehrfach bezeichnet sind, als „coopl'eden van Jeneven, wonachtich 
ter tyd van nu binnen der vorseide stede von Brügge'' charakterfsiert'). In 
dem Zeitraum von 1369 bis 1450 sind in Brügge nicht weniger als 9 Bepräsen- 
tauten tätig gewesen: Aselin, Benedikt, Franziscus, Jaspar, Jean, Jacques, 
Unel, B^Ithsar, Anton, Markus. Ja. ich glaube, daß mao den 1456 auftauchen- 
den Michel de Spinghelare ebenfalls der genannten Familie wird zuBchreiben 
dürfen. Sie erscheinen als Waren-, Geld- und Wechselhändler, nicht immer in 
rühmlicher Weise betätigt. Balthasar Spinelli z. B. ist im Jahre 1369 beim 
Ankauf einer Partie Mandeln beteiligt, von der er wußte, daß sie auf unrecht- 
mäßige Weise in den Besitz des Verkäufers gelangt war. (jldichwohl suchte 
er sie mit Gewinn für sich in Brügge abzusetzen. Olivier de la Marche rühmt 
1468 bei Gelegenheit der Beschreibung der Hochzeitsfeierlichkeiten Karls 
des Kühnen mit Margarete von York den Eifer und den Glanz der genuesi- 
schen Handelsgesellschaften, von denen er die der Spinola als die Neben- 
buhler der Fugger und der Weiser bezeichnet''). Tatsache ist, daß sie in den 
späteren Zeiten inmier angesehener und gesuchter als Geldgeber wurden. 
Ein Spinula leiht 1572 den vier Gliedern von Flandern 100 000 Florins*) 
und man weiß, daß sie in den Jahren 1573/76 die wichtigsten Geldleiher 
der spanischen Krone geworden waren^). 

In die Hände dieser schlauen Genuesen war Hildebrand geraten. Der 
„Gennefoster" wird in einem seiner Briefe als derjenige bezeichnet, der ihn 
hatte ins Gefängnis setzen lassen. 

Wie weit sich Hildebrand mit diesen Biedermännern eingelassen hatte, 
läßt sich ziffermäßig nicht zusammenrechnen. Nicht nur mit den Spinghels, 
sondern auch mit anderen Geldleuten stand er in geschäftlichen Beziehun- 
gen und es fragt sich immer, inwieweit die erhaltenen Nachrichten eine 
Beurteilung seiner wirklichen Lage erlauben. Aus seinßn Handelsbüchern 
ergeben sieh Geldgeschäfte, von denen in den Briefen nicht die Rede ist. Zwei- 
mal leiht er von Johann Fylyppe je 400 overländische Gulden, zu welchem 
Zins wird nicht mitgeteilt. In den Briefen tritt dieser Johann Fylyppe 
mehrfach hervor, im Jahre 1418 als Käufer eines von Hildebrand ausge- 
stellten Wechsels auf London*). Später ohne Angabe des Jahres als Gläubiger 
Hildebrands mit dem Betrage von 73 Pf. 6 sl. 8 gr.'). Bei einer anderen Ge- 
legenheit nahm Hildebrand auf die Dauer von drei Monaten 300 Dukaten 
auf, die er, wenn ich richtig gerechnet habe, mit 20% zu verzinsen hatte. 

Genug, ohne in der Lage zu sein, zahlenmäßig seine Verpflichtungen 
feststellen zu können, unterhegt es keinem Zweifel, daß Hildebrand immer 
mehr in die Abhängigkeit von diesen Gcldverleihem geriet. Ein Briefchen 
an „Sir Rafael Spinghel", augenscheinlich aus der Zeit der größten Not, 



1) GiUiodts van Severen, a. a. 0. 1 S. 541. 2) Giüiodts van Severen, a. a. 0. 
I S. 630. 3) L. Gilliodtg van Severen, Gartolaire de Tancienne Estaple de Broges. 
1904 I S. 290, 409, 432, 477, 497, 676, 676, 686, 694 usw. 4) GiUiodts van Severen 
a. a. 0. Band 4 S. 367. 6) R. Ehrenberg, D. Zeitalter der Fagger 1 S. 339, 844, 347, 
361, 363 II S. 200. 6) nr. 181. 7) nr. 499 (3), 499 (4). 



— XXXV — 

leider undatiert, atmet einen Ton tiefer Unterwürfigkeit und Demut, wie 
ilnot eben nur der zur Schau zu tragen pflegt, dem das Messer an der Kehle 
sitst^). Nach seinen Aufzeichnungen schuldete er dem Rafael 80 Pf . 9 sl.'). 

AUe die Jahre hindurch war Hildebrand längere Zeit offenbar nicht in 
Lübeck gewesen, wenigstens nach seinen Briefen zu urteilen. Nur für kür- 
zere Zeit hatte er sich von Brügge entfernt, um die niederländischen oder 
vUinischen Städte Gent, Sluys, vor allem die Messe zu Antwerpen zu be- 
suchen. Einmal war er im Auftrage des gemeinen Kaufmannes beim Kaiser 
Sigismund gewesen, eine Berührung, die ihm indes kein Glück brachte, 
obwohl er zu ilur vielleicht gerade deshalb ausersehen worden war, weil der 
KöDig Ruprecht ihn im Jahre 1409 aus unbekannter Veranlassung mit einem 
Sehutzbriefe begnadigt hatte'). 

Der hansische Kaufmann sandte 6 Vertreter an den römischen König, 
wie es den Anschein hatte, um ihm zum Regierungsantritt zu huldigen, 
,4n7t einen prosente eme to brengen'^ und die ebenso geldbedürftige als 
unwirtschaftliche und verarmte Majestät benutzte die bequeme Gelegen- 
heit, den sechs erschienenen Hanseaten ein Pariehen von 3000 Kronen 
abzunehmen. Allerdings versprach der gemeine Kaufmann den nach Brügge 
zurückgekehrten sehr wider ihren Willen zu kaiserlichen Gläubigem ge- 
wordenen Genossen, sie zu entlasten und die Schuld auf sich zu nehmen, 
Dodi hatte es dabei sein Bewenden und Hildebrand hat die größte Mühe 
gdiabt, seinen Anteil wieder zu erhalten. In den Briefen ist viel davon die 
RedCk Bis 1421 war ihm das nicht gelungen und möglicherweise lag auch 
in diesem Geschäft eine der Ursachen zu seinem Untergänge. 

Während er nun wahrscheinlich alle diese Jahre Lübeck nicht oder 
nur flüchtig gesehen hatte, jetzt, wo ihm die Wucherer auf den Fersen waren, 
entschloß er sich dahin zu reisen, vielleicht in der Hoffnung persönlich' für 
Verbesserung seiner Lage tätig sein zu können. Von Tag zu Tag den 
Ritt aubchiebend, wie aus den Briefen an seine Frau erhellt, traf er endlich 
im September 1419 in Lübeck ein. Mit seinen Geschäftsfreunden Dietrich 
Borgher und Tidemann Brekelvelde hält er sofort Abrechnung, die ihm 
ind» wohl über die Schwierigkeit seiner Lage die Augen öffnen mochte. 
Lange, hielt er sich denn auch nicht in Lübeck auf. Er fand augenscheinlich 
be&tätigt, was Sivert ihm oft genug geschrieben, daß man auf seine Freunde 
sich nicht verlassen könne, daß in Lübeck bare Mittel nicht v(H'hand6n seien 
und dergleichen beängstigende Tatsachen mehr, die ihm schon bekannt 
geworden waren. Auch war ja die erste Zeit nach der Wiedereinsetzung 
des Rats in Lübeck dem Handel, wie oben schon auseinandergesetzt wurde 
nicht sehr günstig. Somit fand Hildebrand den Boden von Lübeck für seine 
Bestrebungen nicht geeignet und kehrte nach wenigen Wochen nach Brügge 
zurück. Hier hatte sich unterdessen die Lage für ihn nicht gebessert Geld 
hatte er nicht mitgebracht. Täglich machten sich neue Forderungen geltend. 
In dieser Not dachte er an einen Ausweg, den schon mancher Schuldner 
vor ihm ergriffen hatte: er sann auf Flucht. Sorgsam bereitet er alles zu 

1) nr. 470. 2) nr. 499 (3), 49^) (4). 3) Siehe Näheres Aber diesen Vorgang 
Hans. Geschichtsbl. 1887. S. e3iig. „Ein Geldgeschäft Kaiser Sigismonds''. 



— XXXVI — 

ihr vor. Durch einen Läufer schickt er an seinen Freund Bökel in Köln 
ein Packen Kleidungsstäcke, „unime my to vorwarende^', wie er naiv in 
seinem Handelsbuche bemerkt und läBt andere Kleider und Hausgerät 
durcli einen Vertrauten verkaufen. Seine Absicht war, in der Pfingstmesse, 
die im Jahre 1421 auf den 11.* Mai fiel, wie alljährlich nach Antwerpen m 
gehen und von dort aus auszurücken. 

Man darf ob dieser Absicht über Hildebrand nicht zu streng urteilen« 
Denn die Absicht war nicht, sich dauernd seinen Verpflichtungen zu ent* 
ziehen, sondern nur ferne von den Zugriffen seiner Gläubiger in Ruhe die 
Schulden abwickeln zu können. Die Flucht eines Bankerotteurs mochte in 
jener Zeit um so weniger schlimm angesehen werden, als er im fremden 
Lande saß, wo wenige ihn kannten, wenige wußten, wo er eigentlich zu Hanse 
war, und gegen ihn daher von Rechts wegen um so härter vorgegangen werden 
konnte, während er nichts anderes * wollte als Zeit gewinnen, um seinen 
Verbindlichkeiten gerecht werden zu können. In jener Zeit war es, daß 
Sivert Veckinchusen an seinen Bruder über einen ähnlichen Vorfall berichtete: 
„TydemanSwarte es myt kleiner ere van hyr und here havet syk wol to wach- 
ten, syne schuldenere hebben em naschycket und weUen 500 gülden vorteren 
eder en in venknisse to brengen". Aber so entrüstet das klingt, so fügt der 
bedachtsame Mann hinzu, ' da er überlegt, daß Swarte möglicherweise mit 
Hildebrand, zu dem er doch Geschäftsverbindungen unterhielt, Rücksprache 
nehmen könnte: „darumme warnet en also gy best kunnen". Bei Hilde- 
terand kam hinzu, daß er, obwohl er ja seine Lage durch zu große Wag* 
halsigkeit verschuldet hatte, durch die Beziehungen zu den Wucherern über- 
mäßig hohe Verpflichtungen auf sich geladen haben mochte. 

Zur Ausführung seines Plans kam es jedoch nicht. Sein Hauswirt in 
Brü^e, Jakob Schotteier, wußte durch geschickte Überredung und Vor* 
spi^elung falscher Freundschaft' ihn von seinem Vorhaben abzubringen« 

Die Schottelers oder Scuetelare, wie ihr Name vlämisch lautete, gehörten 
zu einer angesehenen Familie in Brügge. Ein Jacob de Scuetelare wird 
1332/1333 als Schöffe in Brügge genannt und beinahe 100 Jahre spftter 
sind in der Zeit von 1403—1412 ein lievin und ein Lubrecht als Schöffen 
und Bürgermeister erwähnt^). Ein Ratmann Jakob Schotelare wurde gegen 
1379 von Brügge zu Verhandlungen mit dem Orden nach Preußen entsandt*). 
Über einen Lubbert Scoteler, der den von ihm beherbergten Kaufmann 
übervorteilt hatte, wird 1387 Klage geführt'). Ob nun der mit Hilde- 
brand Veckinchusen geschäftlich verkehrende mit dieser Familie verwandt 
war, läßt sich freilich nicht nachweisen. Er hatte nach der Sitte cbr 
Zeit ihm und Engelbrecht Veckinchusen sein Haus als Herberge geöffnet 
und war damit verpflichtet, für etwaige Schulden seiner fremden Gäste 
die Verantwortung zu tragen. Genug, als er merkte, daß Hildebrand in 
geschäftliche Schwierigkeiten geraten war, und dieser sich nach seiner Ge- 
wohnheit zur Messe nach Antwerpen begeben hatte, schrieb er ihm, um 

ihn zur Rückkehr nach Brügge zu überreden. Seine Gläubiger wünschten sich 

f 

1) Gilliodts van Severen, a. a. 0. I S. 181, 428, 462, 466. Hans. U. B. 6 nr. 589, 
899 Anmerk. 2, 1077, 2) «Hans. U. B. 4 nr. 661. 3) H. R. I Abt. 2 nr. 343 { 46. 



— xxxvn — 

mündlich mit ihm besprechen zu können« Die nächste Veranlassung waa* 
ein Betrag von 9 Pfund 10 sL gp., die ein Mann von Hildebrand zu fordern 
hatte^ der nun in dessen Abwesenheit glaubte, sich an den Hausbesitzer 
und Herbergsvater Schotteier halten zu dürfen. Engelbrecht Veckinchusen, 
der mit Sehotteier die Angelegenheit erörtert hatte, riet seinem Vetter 
davon ab, dem Dr&ngen Schottelers nachzugeben. Er hielt ihn nicht für 
zuverlSssig. „Wo et ju gynge, dar en solde he nicht vele umme geven^\ 
schrieb er dem Vetter aus seiner vollen Kenntnis der Persönlichkeit ihres 
Wirts, bei dem sie l&ngere Zeit gewohnt haben mochten. Engelbreeht^ 
den Hildebrand ersucht hatte, den verhUtnism&ßig geringen Betrag von 
9 Pfund für ihn zu bezahlen, lehnte dies ab mit der Begründung, daß diese 
Schuld ja nicht die einzige wäre, die auf Hildebrand lastete. Daher w&re es 
zweckmäßiger, wenn Hildebrand seine Gläubiger einlüde nach Antwerpen 
za kommen, um sich dort mit ihnen über einen tunlichst weit anzusetzenden 
Zahlungstermin aller Verbindlichkeiten zu einigen^). 

Leider schenkte Hildebränd diesen gutgemeinten Vorstellungen kein 
Gehör, sondern folgte den einschmeichelnden und drin^chen Vorstellungen 
des ungetreuen Vlamen. Schotteier bat und drohte. In beweglichen Worten 
bat er, ihn nicht für die von Hildebrand kontrahierten Schulden büßen zu 
lassen. Hildebrand hätte an ihm stets einen guten Hauswirten gehabt. Er 
erinnerte den Abwesenden an die Freundschaft, die ic hu hier in ^edaen 
hebbe^^ Er habe den Gast in seinen Händen gehalten und ^ doch ziehen 
lassen, weil er sich einer solchen Handlungsweise, nämlich den Wirten für 
ihn zahlen zu lassen, von ihm nicht verseben hätte. Er müsse alle Tage auf 
die Schöffenkammer „om huver scult wille, niet om de miene"'). 

Waren es diese drangsalierenden und den Empfänger beunruhigenden 
Mefe, die an seiner Redlichkeit Zweifel zu h^en schienen, oder ein gleich- 
zdtig an ihn aus Lübeck gelangendes Schreiben, in dem ein Freund ihm 
riet, sich mit seinen Gläubigern in Brü^e gütlich auseinanderzusetzen — 
genug, Hildebfand gab seinen Plan auf und ließ sich dazu bewegen nach 
Brügge zurückzukehren. In der Herberge „zur Gans"' in Antwerpen, der- 
jenigen, die am Kommarkt lag, schloß er in Anwesenheit verschiedener 
Freunde, Johannes Visch, Johannes Bökel, Erwin van Espen, Engelbrecht 
Veckinchusen, Evert vam Schide und des Klerks des gemeinen Kaufmanns 
in Brügge, Heinrich vam Hope, der wahrscheinlich als offizielle Persönlich- 
keit mit zugez(^n war, einen Vertrag, laut dem Schotteier ihm die per- 
sönliehe Sicherheit gewährleistete. Der Vlame verlangte die Rückkehr 
Hüdebrands nach Brügge behufs mündlicher Auseinandersetzung mit 
seinen Gläubigem. Er sagte ihm zu: „he solde ongelettet blyven van eme 
unde he enwolde nicht arghes an eme keren noch syn verreder syn". In 
seinem Garten (heester), den er ihm zur Verfügung stellte, könnte er sich 
frei vor den Nachstellungen seiner Gläubiger aufhalten. Auch auf der „Frei- 
heit*' beim Propste und im Kloster könnte er die gleiche Sicherheit genießen 
ttnd Schotteier riet sogar, den letzteren Aufenthalt zu wählen. Er stellte 
femer in Au ssicht, ihm bei der Abwicklung der Geschäfte behilflich sein zu 

1) nr. 272, 286. 2) nr. 279, 289, 296, 297. 



— xxxvm — 

wollen und, falls dies nicht gelänge, ihm aus dem Lande zu helfen. „Dat 
he wolde Hildebrand behulp^ch wesen to d^dingen met zijnen schuldenars, 
mochte he sick met en voreffenc;|^ wol int goede ; konde he niet, he wolde eme 
bystendich zijn ut den lande to komene"^). 

Auf diese Al];machungen gestützt und im yoUen Vertrauen auf die 
Zuverlässigkeit des ihm seit geraumer Zeit bekannten Mannes kehrt 
HUdebrand nach Brügge zurück. Hoffnungsvoll sehrieb er seiner Frau im 
November 1421, daß er auf einen guten Ausgang rechne, wenn er auch zur 
Zeit noch nichts mit Sicherheit melden könne: dat stet noch al op ein pas • . . 
ick hebbe es 1 einde, God mote my das gunen unde men doyt my al umme 
nicht fel*'^). Indes der nächste Brief, 6 Wochen später, vom 13. Dezemb^ 
Uingt weniger zuversichtlich. Er bittet seine Frau, sich in allem darnach 
zu richten, wie er ihr geschrieben, „wante ick kan dy noch nicht scryven, 
wanick myn einde hir hebben kan'*. Aber wenn er dann weiter Bestimmungen 
über seine Kinder trifft, der Frau ans Herz 1^, sie ordentlich zu halten, 
„dat See doghet unde ere leren*\ und ihr emiffiehlt, sich mit allen Freunden 
gut zu stellen, so ruft das den Eändruck hervor, als ob er an dem guten 
Ausgang seiner Angelegenheit zu zweifeln begänne. „Ick moyt myne sake 
wysseliken beleyden met vrende rade; des mogte my de almechtige God 
gunen, dey moyte uns troes sin in allen unsen saken, amen/'') Dem 
g^nüber verlor Frau Margarethe zunächst den Mut nicht ^). Aller- 
dings ist auch sie weinerlich gestimmt, klagt darüber, daß die Freunde 
ihr nicht helfen wollen und sie sich kümmerlich durchschlagen müsse. In 
ihrer Herzensangst ruft sie die Hilfe des Herrn an, »«de gekomen is to enem 
tröste hemmel unde erden, de mote uns trösten, also syn ewighe wiUe is 
unde helpe uns all unses lidendes to enem saligen ende.'' Aber sie denkt 
doch so wenig auf .einen ungünstigen Abschluß, daß sie den Gatten am Ende 
des Briefes um Zusendung von zwei Riechäpfeln (2 appel, dar men plecht 
to rukende) bittet und sogar einen Auftrag für Schotteier hat, indem sie 
von ihm Augenwasser wünscht. Der Zusatz „des behove ik wol" läßt auf 
ihre IVaurigkeit schließen, die sie zu vielen Tränen veranlaßt. 

Es kam denn auch anders, als Hildebrand und seine Freunde beim 
Abschluß des Yertragd^ angenommen hatten. Die erwarteten Gelder trafen 
nieht ein. Die Abwicklung der Geschäfte ließ sich nicht in dem Maße be^ 
Werkstelligen, als es für die Bezahlung der Schulden erforderlich war — 
kurz, die Gläubiger entschlossen sich, den säumigen Zahler ins Gefängnis, 
den sogenannten Stein, setzen zu lassen. Dieses Schuldgefängnis bestand 
aus einem oberen Stockwerk und einer Dunkelkammer, deren besondere Be- 
stimmung nicht ersichtlich ist. Das obere Stockwerk wies eine Beihe kleiner 
Gemächer (camerkins) auf, die nur durch einen Vorhang verschlossen waren, 
damit die Eingesperrten jederzeit ohne Zwang beaufsichtigt werden konn- 
ten, Hier befand sich auch eine Kapelle und vermutlich ein oder mehrere 
größere Bäume. Der Gefangene konnte sich als Schlafraum entweder eins: 
der Kämmerchen mieten gegen einen wöchentlichen Zins von 5 Groschen 



1) nr. 310, 311. 2) nr. 303. 3) nr. 306. 4) nr. 312. 



• — yyyTT — 

oder im allgemeinen Wohnraum sein Nachtlager aufschlagen. Wenn er im 
letzteren Falle sein eigenes Bett mitbrachte, hatte er für dessen Aufstel- 
lung nichts zu entrichten. Er konnte auch ein Bett mieten. Die Verpfle<- 
gung der Gefangenen geschah auf deren Kosten. Der Steinwärter mußte 
für gute Beschaffenheit der Speisen Sorge tragen: gutes Brot, gutes 
Bier, Suppe und eine Schüssel je nach der Jahreszeit in genügender 
Menge, ha übrigen war die Hausordnung streng. Würfel und „andere 
odieuse speien" waren den Insassen nicht erlaubt. Nur um das Getränk 
bei Tisch durfte gespielt werden. Zu den drei großen Festen des Jahres 
konnten die Inhaftierten durch Gnade des Fürsten und des Magistrats 
zeitweilig herausgelassen werden^). 

In diesem Kerker schmachtete Hildebrand vier Jahre. Das erste der in 
ihm abgefaßten Schreiben stammt vom 1. Februar 1422, datiert „Brugghe op 
den sten". Ein aufrechter Mann, wie er war, ließ er sich durch sein Schick- 
sal zunächst nicht niederdrücken. „Hebbe guden moyt unde lat uns Gode 
dancken van al'' schreibt er seiner Frau. „Mach my ghelyk unde recht 
ache3rn, so wel ick met der hulpe Godes noch doent also utrychten, also 
dat ick vor Gode unde der meynen werlt wel bekant sin.'' Gelassen prüft 
& die Sachlage, inwieweit die Freunde ihm werden helfen können, Godeke 
Vasan, Ratsherr in Thorn, der an dem Geldgeschäft mit Kaiser Sigismund 
beteiligt war, handelte an ihm unrecht, insofern er von dem zurückerhaltenen 
Gelde den anderen nichts zukommen ließ. Hildebrand behauptete,* noch 
größere Summen (grot-ghelt) beanspruchen zu dürfen. Vor allen Dingen 
beschwert er sich bitter über die Haltung seines Bruders Sivert, der 
ihm hätte helfen können, aber vorgezogen habe, ihn seinem Schicksale zu 
üb^lassen. Indes er will doch nichts gegen ihn unternehmen, denn Un- 
einigkeit zwischen ^ Brüdern und Freunden tauge nicht. „Darumme so 
moyten wy lyden so wy best moghen, my dunket dat et wol anders mochte 
sin met velle^ saken, alle man kommet nicht met den besten hirto. God 
vorgheve al mysdat*)". 

Über Jakob Schottelers Haltung war er nachgerade ins klare gekommen. 
9»Woy dat my Jacop Scotteier handelt hevet'' vertraut er seiner Frau an, 
„dat sal dy ^ol bet to weten werden dan du noch weten maghest''. Auch 
bei den G^häftsfreunden fand das Vorgehen des rücksichtslosen Vlamen 
keine Zustimmung, „wie uch Jacop Schotteier also jaemerlichen vorkauft 
unde vorraeden haet" schrieb ihm sein Neffe, Kornelius Veckinchusen, aus 
Köln am 31. Januar 1423'), „daz ir noch gheiner van unsserme siecht nyee 
umme em vordient haet, doch daz ist my trouwelich leit." Wie ingrimmig 
Hildebrand selbst über Schotteier dachte, erhellt aus einer undatierten 
Aufzeichnung über einen Besuch, den ihm dieser im Gefängnis machte^). 
Die Meinung, daß ihm von Seiten Schottelers Unrecht geschehen sei, wurde 



1) Gilliodts van Severen Inventaire de la ville des Bruges I S. 277 bietet das Regle- 
ment des Steins von 1299? — Derselbe, Coutumes des pays et comt6 de Flandre. Goutvme 
de la viUe de Bruges (1876) enthält I S. 148 die Ordnung des Steins aus dem Ende des 
15. Jahrhunderts und bietet verschiedene bemerkenswerte Fälle von Einsperrungen. 

2) nr. 319. 3) nr. 348. 4) nr. 473. 



— XL — 

von anderer Seite geteilt. Die Stadt Lübeck verwandte sich in Brügge für 
ihren Mitbürger^). Hildebrand selbst machte ebenfalls Eingaben, um 
seine Freilassung zu erwirken*). Es war alles vergeblicL D^ Unglück- 
liche mußte seine Zeit aushalten. Darüber stieg seine Erbitterung immer 
mehr, und in zornigen Briefen an seine Frau ließ er sich namentlich über 
seinen Bruder, indes auch über die anderen Freunde aus. In sanften 
Worten verweist ihm noch am 21. Februar 1426 in dem, wie es scheint, 
letzten Briefe, den sie an den armen Mann im Gefängnis richtete, seine 
Frau solches Tun. „Ome Codes wyllen en scryvet nycht mer so klactlike 
breve over jowen broder unde over ander wrende mede, want gy maket 
vrunde to vynande.'' Sie lobt auch den Schwager, ohne den sie in die größte 
Bedrängnis geraten wäre. Er hätte ihr für sich und die Kinder den nötigen 
Unterhalt ausgeworfen'). Endlich schlug die Erlösun^tunde. Nach einer 
Bechenschaft, die Engelbrecht VecUnchusen im Jahre 1428 über die Aus- 
gaben aufstellte, die er im Interesse Hildebrands während seiner Haft ge- 
macht hatte ^), würde er am 16. April 1425 die Freiheit erlangt haben. 
Wenigstens hat Engelbrecht am 15. April mit dem Gefängniswärter Johann 
Sok über die durch die Verpflegung entstandenen Unkosten abgerechnet 
Wäre Hildebrand damals noch im Kerker geblieben, so hätten mehr 
Verpflegungskosten gezahlt werden müssen. Darauf deutet auch die Be- 
merkung der Frau Margarethe in ihrem Briefe vom 21. Februar 1426: 
„hedde yck et geweten, dat gy nycht wolden to hus gekommen hebben^^ 
Augenscheinlich ist Hildebrand nach erlangter Freiheit nicht sofort von 
Brü^e abgereist, sondern hat sich zu weiterem Aufenthalte entschlossen, 
sei es, daß ihm bare Mittel fehlten, sei es, daß er meinte, die Abwicklung 
seiner laufenden Geschäfte von Brügge aus besser in die Wege leiten zu kön- 
nen. Die beiden Briefe Siverts vom 24. Juli und 7. September 1425 reden 
ebenfalls zu, Brü^e aufzugeben und nach Lübeck zu konunen. Nirgends 
sei zur Zeit Hildebrand besser aufgehoben als in Lübeck'). Einige Zeit 
widerstand Hildebrand diesem Drängen, ob in verbissenem Grolle und aus 
Abneigung, alle die wiederzusehen, die sich nach seiner Ansicht unfreundlich 
und häßlich gegen ihn bezeugt hatten, ob in bewußter Überwindung der 
Sehnsucht nach seiner Familie behufs nachhaltigerer Wahrnehmung seiner 
Geschäfte, muß unentschieden bleiben. Am 1. Mai 1426 b^ab er sich end- 
lich nach Sluys, und von dort sollte er nach Lübeck heimwärts segeln. Wie 
es kam, daß er solange im Kerker bleiben mußte, vom Januar 1422 bis 
April 1425, lassen die Briefe nicht erkennen. Daß die Freunde ihm nicht 
helfen wollten, halte ich für ausgeschlossen. Sie waren nicht in der Lage 
dazu. Obgleich er sich nach vielen Seiten hinwandte, hier mahnte, dort 
an eine längst vergessene Schuld erinnerte, oder um Unterstützung bat . . . 
immer wieder trafen ablehnende Antworten ein. Auf die livländischen 
Verwandten wie auf Sivert war Hildebrand nicht gut zu sprechen. Sie 
waren nach seiner Auffassung in der Lage zu helfen und taten es doch nicht. 
„Wat hebben sey", schreibt er seiner Frau von den livländischen Verwandten, 



1) nr. 334, 335, 342. 2) nr. 390, 391. 3) nr. 412. 4) nr. 414. 5) nr. 404, 405. 



— XLI — 

„uns to yrentsehoppen don in unsen noden, alsolde ick van bunger sterven 
nnde du darmyt unsen, sey solden uns nicht vel doget doen"". Wodurch dann 
schließlich die Befreiung bewirkt wurde, geht aus jien Briefen ebenfalls 
nicht hervor. Man kann nur glauben, daß die Gläubiger sich von der ün- 
eintreibbarkeit ihrer Forderungen schließlich überzeugt haben werden 
und ihn dann laufen ließen, in der sicheren Erwartung, daß er, dem freien 
Leben und seiner Tätigkeit zurückgegeben, eher in die Lage kommen 
wurde, seinen Verpflichtungen zu genügen. Die Verwendungssdireiben aus 
Lübeck, die schon auf das Jahr 1422 zurückführen, sind offenbar ohne 
Wirkung geblieben. 

Lange hat Hildebrand sich der wiedergewonnenen Freiheit nicht mehr 
erfreut. Als ein gebrochener Mann verließ er das Gefängnis, in das er ohne 
unmittelbare Schuld gekommen war. Die Bechenschaftsablegung des 
Engelbrecht Veckinchusen vom 2. Februar 1428 spricht von ihm als einem 
Gestorbenen^). Ob er Lübeck noch erreicht hat, ob er auf der Reise unter- 
ging, ob sein durch die lange Haft geschwächter Körper den Anstrengungen 
ferneren Lebens nicht mehr gewachsen war, wir wissen es nicht und können 
darüber keine Klarheit Verschaffen. 

Engelbrecht hatte für ihn während der Haft im ganzen den Betrag 
von 63 Pfund 18 sL 6 gr. ausgelegt, aber nur etwas mehr als die Hälfte, im 
ganzen 36 Pfund wieder erhalten. Ein Teil des Betrags hatte dadurch auf- 
gebracht werden können, daß Hildebrands Kleider verkauft werden konnten, 
die nur leider, weil sie schlecht aufbewahrt, gelitten hatten und verdorben 
waren, nicht viel mehr einbrachten. Den Best zu tilgen bittet Engelbrecht 
den Vetter Sivert. Er solle die Schwägerin dazu anhalten, daß sie ihm die 
Schuld berichtige. Ob die schwer geprüfte Frau dazu in der Lage gewesen 
ist, entzieht sich unserer Kenntnis. 

Über die Schicksale der Nachkommenschaft Hildebrands verlautet nichts. 
Inwieweit die noch mitgeteilten testamentarischen Nachrichten heran- 
gezogen werden können, wurde schon eingangs hervorgehoben. Frau Mar- 
garethe Veckinchusen lebte im Jahre 1433 noch. Ihre pekuniären Verhält- 
nisse scheinen nicht befriedigende gewesen zu sein. Immer noch beschäf- 
tigten jene hundert Mark ihrer Morgengabe, die angeblich nie entrichtet 
worden waren, die Gemüter. Sie scheint den Bruder um die Berichtigung 
der Summe gebeten zu haben, der dann hoch und teuer erklärte, daß er 
nicht in der Lage sei, etwas herzugeben, und außerdem die Angelegenheit 
längst geregelt wäre*). 

Es ist die Lebbnsgeschichte eines gewöhnlichen Kaufmanns, die wir 
an der Hand seiner Briefe verfolgen konnten, nicht die einer geschicht- 
lichen Persönlichkeit. Und doch verleiht die lange Schuldgefangenschaft 
seinem Schicksal einen über das Alltägliche hinausgreifenden Anstrich, 
einen beinahe tragischen Charakter. Der ganze Zuschnitt seiner Person ist 
ein größerer als man ihn bei Alltagsmenschen erwartet. Er wollte höher 
Mnans als andere, er strebte weiter und blickte schärfer als seine Um- 

1) nr. 414. 2) nr. 416. 



— XUI — 

gebung. Daß er unterliegen mußte, fallen im unrühmlichen Kampfe gegen 
die gemeine Not des täglichen Lebens, sichert ihm unser Mitgefühl auch 
noch 600 Jahre nacl\ seinem Tode. Viele derartige Männer, die so wie er 
die Bezeichnung eines Großkaufmanns verdienen, wird die Banse schwer- 
lich hervorgebracht haben. 

4. Sivert Veckinchusen. 

Unter den Korrespondenten des Hildebrand Veckinchusen ragt sein 
Bruder Sivert hervor. Von ihm allein rühren mehr als hundert Briefe, 
die er in den Jahren 1410—1425 verfaßt hat, wohl alle selbst geschrieben, 
da in allen die gleiche Hand wiederkehrt.' In der Hauptsache sind auch 
seine Schreiben Geschäftsbriefe, die über den Empfang und die Absendung 
von Waren, ihre Preise, den mehr oder weniger günstigen Absatz und der- 
gleichen mehr berichten. In sehr ausführlicher Weise legt er Bechenschaft 
ab über den Stand der gemeinsam mit dem Bruder oder mit anderen in 
Angriff genommenen und durchgeführten Geschäfte, bespricht die Markt- 
verhältnisse, erörtert die Konjunkturen, die hier zum Versuche mit einem 
Artikel raten, dort von ihm absehen lassen. Die Politik wird nur gestreift. 
Sofern Kriegsunruhen die an und für sich geringe Sicherheit der Land- 
und Seestraßen noch mehr zu beeinträchtigen drohen, oder sofern, wie es 
in Lübeck 1409—16 der FaQ war, der Wechsel im Stadtregiment den ge- 
deihlichen Fortgang des Handels hemmte, ist die allgemeine Lage berührt. 
Betrachtungen über die Heilsamkeit dieser oder jener handelspolitischen 
Maßregel, eines neuen Zolls, einer veränderten Münze sind selten. Übrigens 
enthalten Siverts Briefe nicht nur Handelsnachrichten. Die Vorkommnisse 
im Verwandten- und Freundes-Kreise, die Gesundheit der Angehörigen, 
eine Verlobung, ein ungeratener Sohn bieten Stoff zu Mitteilungen, wenn- 
gleich diese an Baum hinter den anderen weit zurückstehen. Ausführlich 
wird er in diesen Privaterlebnissen nur einmal, als er eine zweite Ehe ein- 
gehen will und in einer vertraulichen Auseinandersetzung, deren Geheim- 
haltung er dem Bruder dringend ans Herz legt, die ihm vorgeschlagenen 
Bräute Eevue passieren läßt. Vermögen und einflußreiche Verwandtschaft 
geben bei der Wahl den Ausschlagt). 

Sivert Veckinchusen macht zuerst im Jahre 1395 von sich reden. Er 
erscheint in Brügge als Miteigentümer derjenigen Baulichkeiten, die später 
in den Besitz der Hanseaten übergingen und an deren Stelle um die Mitte 
des 15. Jahrhunderts das Osterlingehaus errichtet wuide^). Es handelte 
sich um drei Häuser, die von Joris van Eüssel gekauft worden waren im 
Kurzen Ghenthof bei der St. Gillisbrttcke, von deren Wert der vierte Teil 
auf seinen Namen eingetragen war. Er übertrug nun seinen Anteil auf die 
Gesellschaft des Johannes van dem Broke und Heinrich Rathaus^). Indes 
war damit keineswegs sein Fortgang aus Brügge verbunden. Vielmehr ist 
er auch noch vier Jahre später, im Jahre 1399, in dieser Stadt nachweisbar 



1) nr. 194. 2) nr. 2. 3) R. Häpke, D. dentsche Kaufmann in d. Nieder- 

landen 1911 S. 36. 



— XLin — 

in einer Vertrauensstellung als Ältermann ^). In Lübeck erscheint er zu Be- 
ginn des 15. Jahrhunderts und entwickelt alsbald eine rege Tätigkeit, die 
den gewandten und unternehmenden Kaufmann kennzeichnet. Itoe ersten 
Spuren begegnen in Anerkenntnissen von Schuldverbindlichkeiten, die er 
mit anderen, also wohl in einer Handelsgesellschaft, auf sich genomlmen 
hatte*). Von Lübeck aus spinnen sich dann die Fäden seines Verkehrs nach 
Osten, in die livländischen Städte und bis Nowgorod sowie nach Westen 
bis Brügge. Als 1407 ein Hansetag in Lübeck abgehalten wurde, auf dem 
aJs Vertreter Rigas Tidemann van Nyenlo erscheint, ging* diesem zwar 
nicht sein Beisegeld aus, aber Livland wurde zugemutet, sieh an den 
Kosten für die Ausrüstung der Friedensschiffe zu beteiligen, und solchen 
Betrag führte er nicht mit sich. Livland sollte 300 Mark Lüb. bezahlen, 
und da dieses Geld bar entrichtet werden mußte, war Sivert Veckinchusen 
der freundliche Helfer in der Kot. Von ihm liehen die livländischen Ge* 
saiklten 200 Mark Rig., die in Dorpat für ihn bezahlt werden soUien'). Zeigt 
flieh schon hierin eine nicht gering zu schätzende Ausdehnung seines Ge- 
schäfts, so wird sein bedeutender Umfang erst recht klar aus der Bechen- 
Schaft, die Hartwig Stenhns in Riga ihm am 20. Dezember 1407 ablegt^). 

Wir wissen schon, wie der Handel jener Tage sich zu vollziehen pfl^te. 
Heute handelt jeder Kaufmann auf eigene Rechnung und Gefahr. Bei 
Versendung der Ware zu Schiff oder auf der Eisenbahn schützt man sich 
gegen drohende Verluste durch Versicherung. Und um bei Konsignationen 
oder Sendungen auf Bestellung nichts einzubüßen, läßt man sieh nur mit 
solchen Personen ein, über deren Kreditwürdigkeit Zuverlässiges bekannt 
ist. Anders damals. Wenn auch zu Beginn des 15. Jahrhunderts jene 
Periode, in der der Kaufmann die Ware in Person begleitete, fast über* 
wunden war, weil der lebhafte Austausch der Erzeugnisse zwischen west- 
lichen und östlichen, nördlichen und südlichen Ländern es untunlich machte, 
überall anwesend sein zu wollen, so hatte dafür der Gesellschaftshandel 
sich eingestellt. An ihm ist Sivert in großem Umfange beteiligt. 

Im März des Jahres 1399^) war Hildebrand Veckinchusen vorüber- 
gehend in Nowgorod und empfing dort 13 Ypersche Laken, die er gegen 
Pelzwerk — je zwei Stück für eintausend SchönwerJc — verkaufte. Das 
Pelzwerk wurde, soi^sam in eine Tonne verpackt, an einen Geschäftsfreund 
in Reval, Johannes Stoltevot, geschickt, der es zu Schiff an Sivert's Adresse 
in Lübeck beförderte. Dafür sandte Sivert im nächsten Jahre nach Livland 
4 Terhnge und ein Stück Tuch im Werte von 132 Pf. yl. Diese Tuchsendung 
wnrde, da mittlerweile Hildebrand nach Brügge übergesiedelt war, an einen 
Schwager der beiden Brüder, Hildebrand van den Bökel in Dorpat adressiert, 
der wieder für den &lös am genannten Orte 15000 Schönwerk erstand und 
es Hildebrand nach Brügge zusandte. So waren vier Kauflente in Lübeck. 
Nowgorod, Dorpat und Brügge miteinander in Verbindung gewesen. 

Solche Geschäfte wurden, je nachdem die Mittel es erlaubten, mehr- 
fach gleichzeitig untemommeu. Im Jahre 1400 hatte Sivert Veckinchusen 

1) H. R. L Abt. I nr. 201. 2) nr. 5 und 6. 3) H. R. I. Abt. 5 lur. 406. 

4) nr. 15. 6) Nach den Handelsbüchem Hildebrands. 



— XLIV — 

einen Kaufmann in Brügge, Bodo van Stochern, mit der Summe von 
2800 Mark „widerlegt'*, d L zu einem Gesch&ft, dessen Gegenstand leider 
nicht angegeben ist,* diesen Betrag eingeschossen. Der Gewinn war bei 
solchen Geschäften häufig ein beträchtlicher, so wenn Sivert im April 1401 
640 Mark für sich und einen Bruder zu einer Unternehmung beisteuert 
und bei der Abrechnung 800 Mark zurück erhält. 

Am lebhaftesten betrieb er zu dieser Zeit den Handel nach Liyland, 
wobei indes stets der Anschluß nach Flandern im Auge behalten wird, ver* 
mutlich, weil der deutsche Markt nicht zur Aufniämie der hvländisch- 
russischen Waren ausreichte oder wenigstens nicht zu den Preisen, wie 
unsere Eaufleute sie wünschten oder erwarteten. Am 20. Dezember 1407^) 
übersandte der erwähnte Geschäftsfreund, Hartwych Stenhus, aus Riga 
einen Bericht über den Stand ihrer Angel^nheiten. „Vruntlike grote 
myd Gode ävert, leve vrunt'^ so beginnt das Schreiben, „dy genoghe tho 
weten, dat ich dy hyrna rekenscap scrive, wes ich ontfaen unde weder gesand 
hebbe van unser zelscap vegen." Und nun folgt die Aufzählung der einzelnen 
Gegenstände. In Riga waren eingetroffen Tuche aus Hildesheun, Schwerin 
und Wismar, aus St Omer, aus Kämpen und verschiedenen flandrischen 
Orten, die bis nach Pleskau vertrieben werden mußten, Leinwand, Messing, 
Salpeter, Schwefel und Zucker. Von Riga wurden ausgeführt: Wachs, 
Roggen, Wagenschoß, d. h. bestimmte Stücke i^stfreien Eichenholzes von 
gewisser Länge und Dicke, Kabelgarn, Pelzwerk. Der Wert der ein- 
zelnen Warenpartien ist recht ansehnlich. Siebzehn Last Roggen stellen 
ohne Fracht, aber mit sonstigen Unkosten einen Wert von 5d^/2 Mark Rig., 
vierzehn andere Lasten einen solchen von 45^ Mark Rig. dar'). Im ganzen 
repräsentiert der in Riga eingekaufte Ro^en mit allen Unkosten bis ins 
Schiff den Wert von etwas mehr als 109 Mark Rig. Eine Tonne Sehönwerk 
hat einen Wert von 183 Mark Rig. Zwanzig Stücke Thomassche Laken 
kosten 185^ Mark Rig. Man darf bei diesen Beträgen nicht übersehen, 
daß die Kaufkraft des Geldes damals erheblich größer war, als in Deutschland 
500 Jahre später vor dem Kri^. 

Zur B^leichung der hierbei entstehenden Verbindlichkeiten bedient 
sich Sivert ebenso wie sein Bruder Hildebrand der Wechsel, Schuldscheine, 
Tratten oder sogenannten Überkaufe. So weist Sivert von Frankfurt a. M. 
aus am 20. März 1420 seinen Bruder Hildebrand in Brügge an, eine Summe 
von 400 Rheinischen Gulden, die er von Johann Pot genommen hatte, einem 
gewissen Everd van ]M[egen in Brügge zu bezahlen'). Und gleichfalls von 
Frankfurt a. M. aus bittet er am 8. April 1411 seinen Jbuder Hildebrand 
in Brügge dem Peter Kuper von Antwerpen, der ihm 400 französische 
Kronen gegeben hatte, diesen Betrag aushändigen zu wollen^). Peter 
Kuper wiederum erhielt von Sivert Veckinchusen und Heinrich Slyper zu- 
sammen die Bescheinigung, daß sie von ihm 400 Kronen erhalten hatten, 
die in der kommenden Herbstmesse in Brügge bes^ahlt werden sollten^). 
Ein Fremder, der für die beiden Schuldner die genannte Sunune bezahlen 

1) nr. 16. 2) Die Mark Rig. 1407 gleich 26 Seh. Lflb. xu rechnen. 3) ra. 24. 
4) nr. 54. 5) nr. 53. 



— XLV — 

sollte, ist in der SchuldYerschreibang nicht genannt. Die Ausdehnung 
seiner Gescfaftfte nötigt ihn dabei, sich nach fremdem Leihkapital umzu- 
gden. Seinen Geschäftsfreund in Biga beauftragte er, dort für ihn 300 bis 
400 Mark „up rente*' aufzunehmen, dh. zu leihen. Leider war aber in 
livland die Zeit ungünstig und der Geldmarkt nicht flüssig. „Dat gelt is 
hyr binnen einem jare so leyf geworden und dure, dat du des nicht enloves'\ 
mußte ihm der Bigenser antworten. 

Der Hangel an barer Münze hat gewifi dabei mitgewirkt, wenn der 
Verkauf der Waren nur zu oft auf Borg erfolgte, wobei nicht selten auffallend 
lange Termine zugestanden wurden« Anfang Dezember 1409 in Lübeck 
verkaufte zwei Terlinge Tuch sollen in drei Terminen bezahlt werden: zu 
Weihnachten des laufenden Jahres, zu Fastnacht des folgenden (8. Februar 
1410) und zu Pfingsten (am 11. Mai)^). Um ähnlich ausgedehnte Termine 
hanctelt es sich bei dem Feigengeschüft in den Jahren 1420—26, bei dem 
17 Personen angeführt werden, die zusammen 50 Körbe Feigen schuldig 
geblieben waren, aber mittlerweile verstorben oder verarmt waren'). Für 
Tache, Beis und Kümmel, die an einen Kaufmann in Stockholm verkauft 
worden waren, hatte das Geld zu Michaelis, spätestens zu Martini 1407 in 
den Händen Gerwin Marschedes sein sollen, war jedoch bis zum 17. Dezember 
noch nicht an ihn gelangt'). Auf der Fastnachts^Messe in Frankfurt a. M. 
1412 Uagt Sivert, daß er das ihm aus Brügge zugesandte Brasilienholz 
zum geringsten Teile g^n bares Geld absetzen könne*). Von einer Messe 
wurde meist bis zur anderen kreditiert, sehr oft an Leute, die ihren Wohnsitz 
außerhalb des Meßortes hatten und deren Wiedererscheinen zu dem neuen 
Termine mitunter Zweifeln hegten mochte. Im Oktober 1417 berichtet 
Svert seinem Bruder, daß er zweitausend Schönwerk bis zur nftehsten 
Fasten-Messe auf Borg abgegeben hätte ^). Unser Kaufmann war von sich 
aus selbstverst&ndlich nicht in der Lage hierin Wandel zu schaffen. Daß 
indes in solchem ungebührlich ausgedehnten Geschftftskredit etwas Unge- 
sundes lag und man sich vor der Kreditgewährung tunlichst hüten mußte, 
batte er richtig erkannt. Seinem Bruder Hildebrand schreibt er „wand ic 
wet wol, dat an den borchgude neyn wynnyge kan wesen und dey borch 
nemet dey bäte eynwech''*). Gleichwohl venpochte er die gefährliche Klippe 
nicht immer selbst zu umschiffen, sondern mußte sich seines Kredits eben- 
f^ bedienen. Im Lübecker Niederstadtbuch kommt <er in den Jahren 
1401—1409 mehrfach als Schuldner vor und meist mit größeren Beträgen. 
Nur einmal zeichnet er allein als Schuldner. Gewöhnlich ist er Mitglied 
einer Gesellschaft von 2 oder 3 Kaufleuten, die die Schuld auf sich nimmt. 
Auf seine Vermc^nsverhältnisse braucht daraus kein ungünstiger Schluß 
gezogen zu werden. Denn er erscheint auch als der bereitwillig vorschießende 
KajMtalist, wie im Juni 1407 gegenüber den zur Tagfahrt nach Lübeck 
gekommenen livländischen Sendeboten ^). 

Von Unglücksfällen, wie sie den Kaufmann gelegentlich heimsuchen, 
bleibt Sivert Veckinchusen nicht verschont. Doch haben diese seine Stellung 

1) nr. 23. 2) nr. 396. 3) nr. 177 S. 203. . 4) nr. 84. 6) nr. 191. 6) nr. 196 
S. 219. 7) H. R. L Abt. 6 nr. 406. 



— XLVI — 

in der Handelswelt nieht erschüttert. Er hatte im Jahre 1401 das Ungläck, 
eines der von ihm und anderen Lübeckern beladenen Schiffe bei Bornhobn 
scheitern zu sehen. Der Bat von Lübeck verwandte sich behufs Wieder« 
erlangung der dabei geborgenen Güter für ihn beim Erzbisohof von Lund^). 
Ein ähnliches Mißgeschick traf ihn einige Jahre sp ter 1405^). Indes hat 
er diese materiellen Verluste sehr bald verschmerzt. Alles, was über 
ihn ermittelt werden kann, zeigt ihn in der behaglichen Stellung eines 
reichen und angesehenen Kaufmanns. Er wird in manchen Vertrauens- 
stellungen angetroffen, wie sie nur dem zuteil zu werden pflegen, der über 
den Durchschnitt seiner Mitbürger hinausragt. Er wird genannt als Zeuge 
bei größeren Zahlungen eines Bischofs an die römische Kurie zu H&nden 
des päpstlichen Gesandten*). Er erscheint als Testamentsvollstrecker in 
einem, als Vormund in einem anderen Falle^). Er gehört in Lübeck zu den 
16 Bürgern, die die Finanzverwaltung der Stadt überwachen sollen^). Er 
ist endlich Mitglied der vornehmen ZirkelgeseUschaft, aus der das Lübische 
Patriziat hervorging*). 

Deutet dies alles auf einen Mann, der in der Einwohnerschaft erfreu- 
liches Ansehen genoß, so zeigt sein Testament, das er schon 1406, lange vor 
seinem Tode aufsetzen ließ^), die e freulichen Erfolge seiner beruflichen 
Arbeit. Nach dieser letztwilligen Verfügung, in der er außer seiner 
Frau und seinen Kindern verschiedene Verwandte und Freunde sowie die 
sämtlichen Kirchen und Klöster Lübecks und Dorpats bedachte, war er 
im Besitze eines beträchtlichen Vermögens. Dieses bestand zum Teil 
in barem Gelde, zum Teil in Renten, die er vom Rate und aus Privat^ 
häusern bezog. Rechnet man dazu sein Silbergeschirr, sein Hausgerät und 
den Wert des von ihm bewohnten Hauses, über welche Teile seiner Hinter- 
lassenschaft keine Wertangaben vorliegen, obwohl sie im Testamente ge- 
nannt sind, so wird man nicht umhin können, von der Behäbigkeit seiner 
Lage eine günstige Vorstellung zu gewinnen. 

Doch es war unserem Kaufmanne nicht beschieden, in einer solchen 
bis an sein Lebensende ungestört zu beharren. Jahre tiefen Elendes, wenn 
auch vielleicht nicht so sehr in materieller Beziehung, die er im Exil zubringen 
mußte, brachen über ihn herein. Die Ursache dieses zeitweilig ihn 
schwer drückenden Unglücks war der Lübecker Aufstand in den Jahren 
1408—16. Nach dem Vorgange anderer deutschen Städte begann es in 
Lübeck zum Beginn des 15. Jahrhunderts unter den Einwohnern zu 
gären. Bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts treten, nament- 
lich in Süddeutschland, die Zunftrevolutionen auf: die Versuche der Hand- 
werker, eine Beteiligung an der Stadtverwaltung zu erringen. Man war 
mit der aristokratischen Geschäftsführung durch die Geschlechter unzu- 
frieden, fühlte sich durch harten Steuerdruck beeinträchtigt, glaubte an 
Verschleuderung der städtischen Geldmittel. Durch Mord und Totschlag 
suchte man sich des verhaßten Rates zu entledigen nud in der Verfassung 

1) ü. B. d. St. Lübeck 5 nr. 34. 2) U. B. d. St. Lübeck 6 nr. 127. 3) U. B. 

d. St. Lübeck 6 nr. 131. 4) U. B. d. St. Lübeck 6 nr. 134. 6) U. B. d. St. Lübeck 
5 nr. 684. 6) U. B. d. St. Lübeck 5 nr. 260. 7) nr. 9. 



— XLvn — 

diejenige Geltung zu erlangen, die man glaubte beanspruchen zu dürfen. 
So waren in Lübeck in den Jahren 1376 und 1380 Aufstände ausgebrochen, 
im Jahre }384 der sogenannte Knochenhauer-Aufruhr, zu dessen Anstiftern 
mehrere Schlachter gehörten. Aber ohne sichtbaren Schaden für die Stadt 
waren diese Unruhen schnell wieder unterdrückt worden. 

Im Jahre 1403 entstanden dann für den Bat finanzielle Schwierig- 
keiten« Es waren Schulden gemacht worden und zur Deckung der Fehl- 
beträge Vorschlage zur Vermehrung der städtischen Einkünfte laut geworden. 
Man trug sich mit dem Gedanken an die Einführung einer Abgabe von 
Eßwaren und einer neuen Biersteuer, erregte jedoch einen Sturm von Un- 
willen unter den Gewerbetreibenden mit diesen Plänen. Um sich deren 
Wünschen entgegenkommend zu zeigen, willigte der Rat zu Michaelis 1405 
in die Ernennung eines Ausschusses von 60 Bürgern, der in den Stand der 
finanziellen Angelegenheiten genaueren EinbUck nehmen sollte. Hatte der 
Rat gehofft, sich mit diesem Ausschuß leichter über das, was geschehen 
sollte, zu verständigen, als mit der Bürgerschaft, so wurde er seinen Irrtum 
bald gewahr. Der Ausschuß benutzte seine Selbständige Stellung dazu, 
eine lange Beihe von Beschwerden über die Verwaltung, beinahe hundert 
Artikel, aufzusetzen. Man klagte über die Höhe der Brot- und Biertaxe, 
über die Vor- und Aufkäuferei, über die Eingriffe der Eaufleute in die ge- 
werbHehen Rechte der Handwerker u. a. m. Infolge dieses Vorgehens 
mußte der Rat es sich gefallen lassen, daß man in die einzelnen Verwaltungs- 
zweige Bürger als Beisitzer der Ratsherren wählte. Dabei ließ man es indes 
nicht bewenden. Man forderte auch das Recht zur Teilnahme an der Rats- 
wahl. ESn neuer Rat von 24 Personen sollte gewählt und der alte nur noch 
in einigen wichtigen Dingen befragt werden. Längere Zeit verstrich, ohne 
daß man sich zu einigen vermochte. Man hielt stürmische Versammlungen 
ab und es kam so weit, daß, nachdem im Januar. 1408 einige Ratsherren 
in aller Stille die Stadt verlassen hatten, die Bürgerschaft die ihr bisher 
verweigerte Beteiligung an der Ratswahl ertrotzte. Die Folge davon war, 
daß der größere Teil der RatsmitgUeder freiwillig Lübeck verließ und nur 
sieben zurückblieben, die die Erklärung abgaben, daß sie allein die Herr- 
schaft nicht führen könnten. Daher trat ein neuer Rat von 24 Personen, 
zur Hälfte aus Eaufleuten, zur Hälfte aus Gewerbetreibenden bestehend, 
an die Stelle des alten^). 

Zu denen, die mit dieser Wendung der Dinge keineswegs zufrieden 
waren, gehörte Sivert Veckinchusen. Nach allem, was wir über ihn wissen, 
konnte er für den neuen Rat schwerlich Sympathie hegen. Allerdings hatte 
er sich ja früher bereit finden lassen, ihm angetragene städtische Vertrauens- 
poeten zu übernehmen, vielleicht in der Absicht, da er augenscheinlich dem 
alten System zugetan war, versöhnlich zu wirken. Als jetzt der Zwiespalt 
immer größer wurde, hielt er es für geboten, Farbe zu bekennen, und den 
Aufruhrern entgegenzutreten. Im Aprü 1409 ist er in Köln, vom 20. März 
1410 ist ein kurzes Schreiben an den Bruder Hildebrand aus Frankfurt a. M. 



1) G. Wehrmanii, Der Aufstand in Lübeck 1408—1416 in Hans. Geschbl. 1478 
S. loa— 168. 



— XLvm — 

datiert^). Daaswischen, August 1409, hatte er für sich selbst, seinen Bruder 
und vier andere Kaufleute aus Lübeck einen Schutz- und Geleitsbrief von 
König Ruprecht auszuwirken gewußt'), möglicherweise im Hinblick auf 
die drohenden Gefahren. Waß seiner wartete in Lübeck, war klar! Kurz 
vorher war die Friedloslegung sämtlicher ausgewanderten Ratsmitglieder 
und 8 anderer ihnen anhängender Personen und damit in Verbindung die 
Beschlagnahme ihrer Güter angeordnet worden. Auf eine ähnliche Be- 
handlung mußte Sivert sich gefaßt machen und vermutlich hatte er eben 
deswegen den kaiserlichen Schutzbrief erbeten. Frau und Kinder blieben 
zunächst noch in Lübeck. Am 3. Dezember 1409 teilt Frau Elisabeth ihrem 
Schwager Hildebrand mit, daß sie auf Wunsch des Gatten demnächst nach 
Köln zu ihm übersiedeln werde'). Acht Tage vor Weihnachten vollzog sie 
den Umzug. Noch bevor die letzte Ladung des neuen Rates vor das Hof- 
gericht zu Heidelberg in Lübeck eintraf, deren Nichtbefolgung die Acht 
über die unglückliche Stadt verhängte, hatte Sivert den entscheidenden 
Schritt getan, in seinem Lübecker Hause einen Geschäftsfreund zurück- 
gelassen und seinen bisherigen Wohnort verlassen. 

In der Fremde begann eine harte Periode seines Lebens. Seiner Geld- 
mittel ziemlich entblößt, ohne Verwandte und Freunde, die sich seiner 
annahmen, vermochte er nicht sich an dem neuen Schauplatz seiner Tätig- 
keit schnell einzuleben, sondern schaute voller Sehnsucht nach Lübeck 
zurück. Anfangs überwog wohl das Gefühl der Zufriedenheit, den revo- 
lutionären Boden nicht mehr unter seinen Füssen zu haben. „My es leyf", 
schreibt er am 1. August 1410 seinem Bruder, „dat ic ut Lubeke sy, wand ic 
hadde dar also vele unghemakes, dat my dar nicht weder vorlanget^^^). 
Und als er aller Anstrengungen ungeachtet, ohne Bücksicht auf den kaiser- 
Heben Schutzbrief des Seinigen nicht habhaft werden kann, bricht er un- 
mutig in die Worte aus: „ic wolde dat ic dat myne van Lubeke hedde und 
dar nummer scheide wonen, Got voge al dync to den besten^).'' Seine 
Bekannten in Lübeck, die ihm den Vorschlag machen, mit Hilfe seiner 
Freunde das von ihm aufgesagte Bürgerrecht aufs neue zu gewinnen, weist 
er ab. Er will nicht früher wieder in Lübeck einziehen, als bis die Streitig- 
keiten beendet sind. 

Trotz dieser ablehnenden Haltung verfolgt er die Vorgänge in Lübeck 
mit angestrengtester Aufmerksamkeit und unterläßt nicht, seinen Bruder 
mit dem Laufe der Angelegenheiten bekannt zu machen. Es klingt doch 
wohl Bedauern heraus, wenn er im August 1410 schreibt, daß er vor einem 
oder zwei Jahren an die Rückkehr in Lübeck nicht denken wolle. „Umme 
Lubeke, dar wel ic nicht .weder henne dencken bynnen 2 jarn''^). Er möchte 
dem Bruder, der die Bürgerschaft in Lübeck nicht aufgesagt hatte, sein 
Haus und eine dort zu erhebende Rente zuschreiben lassen*^). Er beklagt 
den Tod des König Ruprecht und des Papstes Alexander, da ihm hierdurch 
die Wiederherstellung des Friedens verzögert erscheint. „Got hebbe er 
aller seylen. Dyt wel ok tegen dey olden Lubeschen sake sere wesen, ic 

1) nr. 19, 20. 2) H. R. 1. Abt. 5 nr. 680. 3) nr. 23. 4) nr. 33. U. B. 

d. St. Lübeck 5 nr. 263 Anm. 6) nr. 48. 6) nr. 36 S. 48. 7) nr. 36 S. 49. 



I 

1 

vruchte dey olde rat solet nu to quat hebben, doch dat recht mot ghdyk 
wol vord gaen: al weit syk vortogern"^). Dann beschwert er sich darüber, 
daß er nicht in Lübeck bleiben und seinem Erwerbe nachgehep konnte, 
und verzweifelt an einer günstigen Gestaltung der Dinge: „Lubeke moet 
vorderven, er icht lanc, Got betert und voget bet dan et süne es, ic kan nicht 
weten, wo et to Lubeke also gud werden kunne by unsen dagen, dat et 
dar half also gud werden kunne also dat wesen es by unsen tyden; ju wy 
uns des ertrosten jo uns dat beter es^)." Er wünscht, daß die über Lübeck 
verhängte Acht weder in Flandern noch in Livland bekannt geworden wäre, 
offenbar, weil er für den Fortgang des Handels ungünstige Wirkungen be- 
fürchtet Pessimistische Stoßseufzer wie „my dunket al trüwe es in der 
werlt Ute" oder „dey lop der werlde es gemelyc nu aldus", kann er nicht 
unterdrücken. Einmal stellt er eine erschütternde philosophische Betrach- 
tung an. „My duncket dey love und tr we sy ute; wey deme andern gud 
doet, dey doet eme nummer gud weder" ^). 

Seine Lage war in der Tat kaum eine beneidenswerte. E> hatte sein 
Haus und seine Warenvorräte in Lübeck und erhebliche Beträge dort aus- 
stehen, konnte jedoch weder diese Schulden noch seine Zinsen(Benten) ein- 
kassieren. Seine Frau konnte er nicht angemessen kleiden, da sie ihre Gar- 
derobe offenbar aus Lübeck nicht bekommen und er aus Mangel an Mitteln 
ihr keine neuen Kleider kaufen konnte. „Sey hevet ummer noch nicht 
men 2 rocke, dey nicht vele dogen". Mit Neid sah er auf einen Geschäfts- 
freund, der sein Weib „int hogeste" in der Kleidung hielt*). Die Zunft der 
Seidenwirker in Lübeck war ihm 1200 Mark Lub. schuldig. Er meinte, 
daß er froh sein würde, den dritten Teil dieses Betrages bekommen zu kön- 
nen*). Gerne wollte er in Köln ein eigenes Haus erwerben, aber die Mittel 
fehlten. Bis zum Januar 1411 hatte er sich mit dem neuen Aufenthalt 
derart ausgesöhnt, daß er der Ansicht Ausdruck verlieh, ein Wohnsitz in 
Köln würde ihm sein Leben um 10 Jahre verlängern. „Wy mochten hyr 
met vreden und sunder grot schot und beswarynge leven und mochten hyr 
under uns leven, woe wy wolden sunder grote kost: und hyr es gud kop 
huses to hürnen, dey lustich und wol belegen buten weges, wor men dey 
levest und best hebben wel*). Er macht auch schon Pläne, wie er sich in 
Kohl sein Geschäft einrichten würde. „Solde ic hyr wonen, so were my dey 
Venedyessche selscop best und handelynge in dessen landen und my duncket, 
gy hebben mest ghenochte to der see ward"'). Namentlich drückte ihn 
der Mangel an Betriebskapital, das man ihm, dem Fremden, wohl nicht 
ohne weiteres zur Verfügung stellen mochte, während er in Lübeck großen 
Kredit genoß. Leichter sei es in Lübeck 6000 Mark als in Köln 600 Gulden 
zu leihen, sagt er gelegentlich. 

Sonst behagt es ihm in Köln auf die Dauer ganz gut, und der Gedanke, 
sich dort niederzulassen, schlägt je länger die Mißwirtschaft in Lübeck dauert, 
um so tiefer bei ihm Wurzel. Das Leben findet er in Köln wohlfeiler als in 
Lübeck. Die Steuern, der Schoß, die Belastung durch andere Abgaben 

1) nr. 27. 2) nr.43 S. 68. 3) nr. 43 S. 67. 4) nr. 33. 6) nr. 33 S. 43. 
6) nr. 61. 7) nr. 69 S. 74. 

Briefe und Urkunden, 1396—1441. d 



^ L — 

seien nicht drückend. Er berechnet, daß ein Einzelner zu seinem Lebensunt^- 
halte nicht mehr als 200 Gulden jährlich brauche, ja, daß viele sogar mit 
160 Gulden auskämen, freilich „sunder cledynge und grote gasteryge". 
Dann kommt ihm wieder die Erkenntnis, daß nur für denjenigen der Aufent- 
halt in Köln behaglich wäre, der die nötigen Beziehungen hätte und üb^ 
ausreichende Einkünfte verfügte. „Dat were hyr gud wonen" heißt es in 
einem Briefe vom 16. Januar 1411 an den Bruder Hildebrand, „dey hyr 
nerynge künde dat men syk mede bergen mochte, dat es hyr kostlyc und 
wy weten hyr neyne nerynge. Met cleynen gelde kan men syk hyr ovele 
bergen^).'' Dabei die heimliche Sehnsucht nach dem aufgegebenen Lübeck, 
von dem er annimmt, daß es nur langsam wieder die gleichen Annehmlich- 
keiten zum Aufenthalte bieten werde wie in früheren Zeiten. „Ic vröchte 
dat wy lancsam to Lubeke weder met soller vromede wonen komen to 
Lubeke also dat vor wesen es"*). 

Wenn er trotzdem fast anderthalb Jahre verstreichen ließ, ehe er sich 
um das Bürg^recht in Köln bewarb, so geschah dies vielleicht teils des- 
halb, um die Verhältnisse genauer kennen zu lernen, teils weil er die stille 
Hoffnung hegte, die Lübecker Angelegenheiten in ein ruhigeres Fahrwasser 
einlenken zu sehen. In der Mitte des Jahres 1411 ist er indes der Zwitter- 
stellung müde und erwirbt das Bürgerrecht in Köln. Damit macht der tat- 
kräftige Mann, der seine Zeit nicht in unnützen Klagen zu vergeuden ge- 
sonnen war, zugleich Pläne für die Zukunft. Von Köln aus mußten andere 
Handelswege eingeschlagen werden, als sie von Lübeck aus sich empfahlen. 
Es wurde schon hervorgehoben, daß er für den Fall seines dauernden Ver- 
bleibens in Köln sich dem italienischen Handel zuzuwenden gedachte. ^Est 
dat ic hyr blyvön wonen, so meyne ic myn handelj^ge mest in dessen landen 
to hebben und to Venedyen ward und van som selscop to scheden by der 
See, wand men vynd neyne trüwe gheselscop wan eyn man dar nicht sulven 
vor ogen wesen mach", so schrieb er am 10. August 1411 seinem Bruder 
Hildebrand^). In der Folge gedachte er nunmehr den Handel den Bhein 
aufwärts nach Mainz, Speier, Konstanz bis nach Frankfurt a: M. und Augs- 
burg zu betreiben. Flandern wird dabei festgehalten. Der Weg von Mecheln 
nach Straßburg sei ein gefahrloser, auf dem viel Verkehr stattfinde. Weiter 
bleibt sein Augenmerk namentlich auf den Handel nach Venedig gerichtet. 
Eine Zeitlang ist dieser seine ganze Hoffnung. Alles Geld, das er in den 
livländischen und preußischen Unternehmungen stecken hat, beabsichtigt 
er herauszuziehen und mit diesen Beträgen, sowie den aus dem Lübecker 
Guthaben zu rettenden Besten den Handel nach Venedig mit allen Kräften 
aufzunehmen. 

Wann dieser Handel nach Venedig begonnen hat, ihn in Anspruch zu 
nehmen, mag auf sich beruhen bleiben. Die Schicksale der Gesellschaft, 
an der er mit Hildebrand und anderen Kaufleuten beteiligt war, ist an 
anderer Stelle erzählt worden. Manches Licht fallt immerhin auch aus den 



1) nr. 60. 

2) nr. 48, 50 S. 64. 

3) nr. 59 S. 74. 



— LI — 

vorliegenden Briefen auf jenes Geschäft, auf das indes hier nicht noch einmal 
eingegangen werden kann^). 

Der ungünstige Verlauf des venetianischen Handels brachte unan- 
genehme pekuniäre Verlegenheiten, Die Lage verschlimmerte sich, als 
Heinrich Slyper, der rjaxt den Waren umhdrzog, von Baubrittern, den Grafen 
von Segenhagen, überfallen, um 1700 Rhein. Gulden erleichtert und außer- 
dem gefangen gesetzt wurden Dazu kam, daß auf dem vermutlich zeitweilig 
überfüllten Markte die Waren nicht recht von der Hand wollten. Reis 
fand auf der Frankfurter Messe keine Abnehmer. Seide war nicht verkäuf- 
lich, Pelzwerk sank im Preise, Stockfisch ließ sich weder in Köln noch in 
Straßburg absetzen. Seine ausstehenden Guthaben gingen nicht ein. Nicht 
einmal soviel konnte er bekommen, schreibt er aus Lüneburg am 19. April 
1413, als er unterwegs verzehrt^). Beständig unterwegs — im Jahre 1411 
war er nicht 16 Wochen in seinem Heim — stürzt er sich aus einer Ver- 
bindlichkeit in die andere. Zur Frühjahrsmesse 1411 braucht Sivert einen 
erheblichen Betrag, und weiß nicht, wie er ihn beschaffen soll. Im Juli 
1412 ist er in Augsburg in solcher Not, daß er einen Eilboten um Geld nach 
ßrü^e schickt, da er Gefahr läuft, sonst mit Schaden die Stadt verlassen 
za müssen. Als er 1414 von Köln nach Speier reisen muß, sieht er sich ge- 
nötigt, von einem Lombarden hundert Gulden zu leihen. Da wird es ver- 
ständlich, daß er in einem seiner Briefe aufseufzt: „Ic was myn levedage 
ny also hoge bedrenget mnme gelt . . . Got helpe uns al umme ut aller 
noet"»). 

In aller dieser Bedrängnis büßt er seine kaufmännische Kaltblütigkeit 
gleichwohl keinen Augenblick ein. Aufmerksam verfolgt er den Wechsel 
des Marktes. Keine Konjunktur, bei der sich eine Aussicht eröffnet, etwas 
verdienen zu können, entgeht ihm. Im Juli 1410 kauft man in Brügge 
Pelzwerk billig ein, vielleicht weil größere Sendungen aus Livland eingetroffen 
waren. Daher ermahnt er den Bruder zu schleunigem Ankaufe. Stets ist 
er darauf bedacht, in Livland ihre Geschäfte mit der gehörigen Sorgfalt 
za pflegen. Sogar auf Gegenden, mit denen er sonst nachweislich in keinem 
Verkehre stand, richtet sich sein Sinn. Wie er denn im Januar 1411 dem 
Bruder meldet, daß man eben in Breslau große Gewinne realisieren könne 
Diese Besonnenheit ist um so mehr anzuerkennen, als zu dem geschäftlichen 
Mißgeschick sich häusUches Leid gesellt. Seine Frau erkrankt und stirbt 
nach mehrmonatlichem Krankenlager, obwohl er es an bester Pflege nicht 
fehlen ließ* Etwas sonderbar für unsere heutige Anschauung nimmt sich 
dabei die Bemerkung aus „kostete grot gud und helpet cleyne". Die erste 
Nachricht, daß die Gesundheit seiner Frau zu wünschen übrig ließ, stammt 
vom 4. Juli 1418. Sivert sprach seinem Bruder die Hoffnung aus, daß sie 
wieder so kräftig werden möge als sie früher in Lübeck war. Die Bestellung 
der Äpfel und Apfelsinen geschah wohl bereits seiner Frau zuliebe^). 
Schon 4 Wochen später meldet er: „ic vrfichte Lysekens crancheyt welle 

1) Hans.-Venetianische Handelsbeziehungen im 15. Jahrhundert. Festschrift der 
LandestmiTersität Rcstock zur zweiten Säkolarfeier der Universität Balle a. S. 1894. 
2) Hans.-Venet. Handelsbez. S. 146 Nr. 22. 3) nr. 191. 4) nr. 184. 

d* 



— LH — 

nicht lange waren unde sorge, dat sey et nicht lange leiden konne''^). Bald 
darnach muß es mit ihr zu Ende gegangen sein, denn im Oktober 1418 
sendet er seine beiden Töchter nach Lübeck an seinen Bruder Hildebrand, 
der damals vorübergehend in der Heimat weilte, mit der Bitte, die beiden 
Mädchen nach Zarrentin ins Kloster zu der Tante Bieke zu bringen^). Es 
war der Wunsch der sterbenden Frau gewesen, ihre Töchter im klöster- 
lichen Zwange unter der Aufsicht der Tante zu wissen, von der sie sehr 
große Stücke gehalten zu haben scheint'). 

Ein Trost war ihm in dieser Zeit die Rückkehr des alten Bates nach 
Lübeck. Freudig bewegt schreibt er am 27. Juni 1416 seinem Bruder: 
„wetet dat ic ju nicht wares scryven kan van Lubeke, men dey olde rat 
sal weder inne seyn". Sobald er genauere Nachrichten bekäme, wollte er 
sie dem Bruder gleich mitteilen. Es kam ihm gewiß aus innerster Über- 
zeugung, wenn er hinzufügte: „Got geve uns altyt wol to doene und voge 
al dync to den besten"*). Wie es den Anschein hat, war Sivert auf diese 
Entwicklung vorbereitet gewesen. Wenigstens hatte er im August 1414 in 
Köln die Bürgerschaft wieder aufgesagt, und nur die Erkrankung seiner 
Frau oder ihr schwächlicher Gesundheitszustand mag Schuld daran gewesen 
sein, daß er die Bückkehr nach Lübeck nicht alsbald in Szene gesetzt hatte. 
Auch nachdem er seine Töchter zur Erziehung nach Zarrentin getan hatte, 
blieb er einstweilen noch in Köln, obwohl es ihn ebenfalls mächtig nach 
Hause drängte. „Kunde ic myn reyntte und vorseten reyntte to Lubeke van 
deme rade krygen und mit vreden dar woenen mochte, so were ic nergen 
leyver dan to Lubeke", schrieb er in jenen Tagen dem Bruder*). Indes 
konnte er so schnell seine Geschäfte nicht regeln und den VerpfUchtungen 
nachkonunen, die ihm seine Handelsoperationen auferlegten. 

Die Abwicklung dieser Geschäfte zog sich noch das ganze Jahr 1419 
hindurch und erst im September 1420 erscheint er wieder in Lübeck im 
alten Geleise. Freundlich begrüßt man den bewährten Vertreter der Ver- 
gangenheit und betraut ihn sogleich mit einer öffentUchen Funktion. Bald . 
darauf hat er' sich dann zur zweiten Ehe entschlossen. Sein Auge fiel auf 
Mette van Lune in Lübeck, die ihm 1600 Mark Lüb. mitbrachte. Am 
24. Februar 1421 bekennt er, die Mitgift von den Brüdern bekommen zu 
haben*). Der Gedanke der Wiederverheiratung hatte ihn schon in Köln 
beschäftigt, uud er war nicht gerade leichten Herzens zu seiner Verwirk- 
lichung geschritten. Damals schon einige 50 Jahre alt und durch die trüben 
Ereignisse der letzten Jahre bedrückt, schien es ihm zweckmäßiger, ins 
Kloster zu gehen und weltlichem Treiben ganz zu entsagen. „Dat my vele 
tidiger und nutter wesen solde vor myn lyf und seyle dat ic eyn ander leve 
anneme Gode to deynen und dechte op den langen wech, wand ic hebbe al 
myn levedage vaste der werlde deynt und na titlyker nerynge ghestaen unde 
groten arbeyt ghedaen, dat were nu tyt Gode to deynen"'). Man muß es 
in dem ft'iefe vom 24. November 1418 selbst nachlesen, mit welcher Naivität 
er dem Bruder berichtet von den mehrfachen Anträgen, die ihm von ver- 

1) nr. 186. 2) nr. 190. S) nr. 196. 4) nr. 120. 5) nr. 202 S. 228. 

6)nr.261. 7)nr.l94. S. 217. 



— Lni — 

schiedenen Seiten für seine Wiederverheiratung gemacht wurden. Die 
Rücksicht auf seine Kinder und die im Auge zu behaltende Verbesserung 
seiner materiellen Lage ließen ihn indes diese Schwächeanwandlung über- 
winden. 

. Der erneuerte Aufenthalt Siverts in Lübeck ist dann offenbar günstiger 
für ihn ausgeschlagen. Bald ist er in vollem Fahrwasser und führt seine 
Geschäfte, die wie von Köln aus nach Brügge und Venedig gehen, mit 
Erfolg. Im Jahre 1420 lohnt er zwei Söldner ab, die dem Rate, ihm und 
einigen anderen Privatpersonen Dienste geleistet haben, wahrscheinlich 
wohl seine Warenvorräte gegen drohende Übergriffe geschützt haben^). 
ESnige Monate später bekundet Johannes Lammesheim aus Frankfurt, ihm 
zur nächsten Frankfurter Messe den Betrag von 358 Mark Lüb. und 11 Schill, 
schuldig zu sein. Zweihundert Mark soll er vorher behufs Verminderung 
der Schuld von der Verwaltung des Weinkellers in Wismar erhalten*). 
Auch außerdem treibt er Geschäfte mit glücklicher Hand. Mit seinen 
Schwägern Bertold und Arnold van Lune, den Söhnen eines gleich ihm 
im Jahre 1408 freiwiUig fortgezogenen Mannes, beginnt er verschiedene 
Unternehmungen gemeinsam. Mehrfach erscheint er im Niederstadtbuch 
teils als Gläubiger, teils als Schuldner. 

Insbesondere ein Geschäft aus dem Jahre 1424 erweist ihn als fem- 
bückenden und unternehmungslustigen . Geschäftsmann, der bestrebt ist, 
Verluste früherer Zeiten durch gewinnbringende Unternehmungen wieder 
auszugleichen. Im genannten Jahre schloß eine Gesellschaft von vier Kauf- 
leuten in Lübeck, unter ihnen Sivert Veckinchusen, mit dem Amte der 
Paternostermacher einen Vertrag, laut dem dieses fast das ganze Produkt 
der beiden nächsten Jahre g^n vorher vereinbarten Preis ... das Pfund 
zu 34 Schillingen . * . den Kaufleuten überließ. Die Bernsteindreher ihrer* 
seits verpflichteten sich weder in Venedig noch iu Nürnberg, Frankfurt a. M. 
oder Köln als Mitwerber der Kaufleute sich geltend zu machen« Die Kauf- 
leute versprachen jedem Amtsmeister, deren es 12 gab, bis zu 80 Pfund 
jährUch abzunehmen. Die 960 Pfund Rosenkränze, die die Gesellschaft 
jttirHcb vertreiben wollte, bedeuteten einen Einkaufswert von 2040 Mark 
Lüb.»). 

Fielen von diesem Betrage auch auf jeden der vier Teilnehmer nicht 
mehr als 500 Mark Lüb., wenn auch zwei Jahre hindurch, so ist damit doch 
der Beweis geliefert, daß Sivert, sei es, daß ihm die beschlagnahmten Güter 
zurückgegeben, sei es, daß er sein Vermin durch die Mitgift der zweiten 
Frau aufgebessert hatte, wieder in geordneten Verhältnissen sich betätigen 
konnte. Die gleiche Vermutung drängt sich auf, wenn man ihn im Jahre 
1430, kurz vor seinem Tode, als Mitbesitzer der Saline zu Oldesloe genannt 
sieht. Wiederum eine Gesellschaft von 4 Geschäftsleuten übernimmt von 
den Herzögen von Schleswig die Verwaltung des Salzwerks und verspricht 
dabei das Beste tun zu wollen. Die Saline zu Oldesloe war damals in guter 
Blüte. Zehn große Pfannen und verschiedene kleinere waren im Betrieb 

1) U. B. d. St. Läbeek 6 nr. 278. 2) U. B. d. St. Lübeck 6 nr. 423. 3) Lfibigche 
Benuteindreher in Mitteil. d. Ver. d. Lflbeck. Gesch. 1886 S. 108. 



— LIV — 

and so viel warf die Unternehmung ab, daß einer ans dieser Kompagnie 
kurze Zeit darauf drei Salzpfannen für einen Betrag von 1200 Mark Lüb. 
verkaufte*). 

Es bleibe dahingestellt, ob alle vier Kaufleute zu gleichen Teilen an 
der Ausbeutung der Saline interessiert waren. Immerhin ist das materielle 
Wohlergehen unseres Kaufmannes nicht in Zweifel zu ziehen. 

In anderer Beziehung ging es ihm allmählich nicht mehr nach Wunsch. 
Allerdings hatte er die Freude, eine seiner Töchter verheiraten zu können, 
aber das konunende Alter machte ihm zu schaffen. Ein Augenleiden ergreift 
ihn, und so lang und ausführlich seine Briefe früher ausgefallen waren, jetzt 
schrumpfen sie mehr und mehr zu kleinen Zetteln zusammen, die nur das 
Notwendigste enthalten. Im April 1421 schildert er dem Bruder ein Leiden, 
das ihn befallen hat und neben einem Ausschlage (schorv) in Anschwellung 
der Drüsen bestand. Die ihn behandelnden Chirurgen waren sich in der Be- 
handlung nicht einig. Der eine wollte die Drüse ausschneiden, der andere 
die Geschwulst zu vertreiben versuchen. Sivert sdbst glaubte durch Be- 
nutzujig eines Balsamtuches sieh helfen zu können, um dessen Überlassung 
er den Bruder bat'). Im November 1422 fällt er einer schweren Krankheit 
zum Opfer, von der er sich nur langsam erholt. Nach einem Jahre klagt er, 
daß die Augen und sein Körper noch immer nicht gesund seien. „Ic hebbe 
ju vor desser tyt vele screven myn ogen unde al myn lyf es cranc unde kan 
nicht vele mer n Ute werden in desser werft*). Myn lyf es nicht stark", 
schreibt er am 26. Mai 1424 dem Bruder Hildebrand^ „unde wan ic 3 dage 
stark sy, so moet ic 8 dage inne sytten unde ic vri chte dat welle nicht lange 
met my waren*)." 

Indes braucht man vielleicht diese Beteuerungen nicht so tragisch zu 
nehmen. Es li^ in seinem Interesse, sich elender und schwächer hinzustellen 
als er tatsächlich war, um dem Bruder, der ihn wiederholt fast leidenschaft- 
lich um Hülfe in seinen Angelegenheiten anging, ausweichen zu können. 
Denn in demselben Jahre, in dem er seine körperliche Schwäche beklagt, 
unternahm er das weitausschauende Geschäft mit den Rosenkränzen, und 
wenige Jahre später fühlte er sich kräftig genug, um auch noch die Bewirt- 
schaftung des Salzwerks in Oldesloe mit zu überwachen. So lag der Gedanke 
an das Jenseits ihm vielleicht weniger nahe, als er dem Bruder glauben 
machen wollte. Erst 1430 oder 1431 hat er das Zeitliche gesegnet, nachdem 
ihm sein Bruder Hildebrand in die Ewigkeit vorausgegangen war. 

Über das Verhältnis der beiden Brüder zueinander und über sein tat- 
sächliches Unvermögen, dem in Bedrängnis geratenen Bruder Hildebrand 
helfen zu können, ist es selbst bei den ausführlichen Briefen unmöglich, ins 
klare zu konunen« Hildebrand hat stets aii der Auffassung festgehalten, 
daß Sivert helfen konnte, aber nicht wollte, und diesem Gedanken mehrfach 
unverhohlen Ausdruck verliehen in den Briefen an seine Frau, in denen er 
sich wohl auch am rücksichtslosesten und unbefangensten gegeben haben 
dürfte. Mit am schärfsten ist der Brief vom 1. September 1420 gehalten, 



1) ü. B. d. St. Lübeck 7 nr. 410, 460, 660, 741. 2) nr. 363. 3) nr. 377. 



— LV — 

in dem er sich bitter beschwert, daß Sivert nie seine Bereitwilligkeit, der 
Schw^erin in der Zeit der Abwesenheit ihres Mannes mit Rat und Tat 
beistehen zu wollen, zum Ausdruck gebracht hätte. „Dat dunket my krancke 
broderschap sin, wel hey nicht anders don, dan hey noch ghedan hevet, so 
Salt 1 dont werden, dat nicht gud sal sin, wante ick hebbe emen so velle 
segbet unde to kene gheven unde beden, al dat ick ghedan hebbe unde doy 
in den stueken . . /' Gleichzeitig ist er bei allem Zorn ängstlich darauf 
bedacht, daß nichts von diesem Zwiste an die Öffentlichkeit dringt. Frau 
und Tochter werden beschworen, niemandem ein Sterbenswörtchen davon 
zu sagen. „Wat solden dey lüde seggen, sind dey 2 broder es nicht eins, 
dat solde den enen leyf sin, den anderen leyt"'^). Einige Monate später, als 
unterdessen Sivert in Lübeck wieder eingetroffen war, drückt Hildebrand 
seine Genugtuung darüber aus und hofft, daß seine Frau immerhin einigen 
Trost durch seine Anwesenheit haben würde. „Vorsuckesi wat troestest 
du an emen ms^hest hebben, dat scryf my, darna mach ick my rychten 
unde du mede"^). Sehr hoffnungsvoll auf die brüderliche Liebe klingt das 
nicht, so wenig wie die Annahme, daß Sivert wegen angeblich kranker 
Augen ihm aus Lübeck noch nicht geschrieben hätte. „God beter sin oghen", 
fügt &r zweifelnd hinzu, „op dat hey ju in den saken do so seck dat ghebort"'*). 

Dem gegenüber klagt Sivert über den Leichtsinn und die geringe Ge- 
schäftskenntnis oder Unvorsichtigkeit des Bruders, die ihn sich in Geschäfte 
verwickeln ließ, aus denen er später sich ohne Schaden nicht herauszufinden 
vermochte. Ohne unterlaß wird er nicht müde zu behaupten, daß er außer- 
stande sich sehe zu helfen. Schon Frau Elisabeth nahm 1414 dem Schwager 
gegenüber diesen Standpunkt ein. „Oc so wetet, dat is Syvert nicht bet in 
konde, wente wy syn hyr alto vele geltz schuldych"*). Sivert aber läßt 
sich vier Jahre später strafend dem Bruder gegenüber vernehmen: „ic 
hebbe ju lange beden, dat gy ju nicht to hoge beslogen unde were my ok 
gud ghewesen unde ic hebbe ju er seget, dat es beter eyn beholden dan 2 
vordorven"*). Und im November 1418 hält er dem Bruder vor, daß dieser 
ihn bedrohe, weU er nicht nach seinen Wünschen sich richte. Aber meint 
Sivert: „Got weyt wol, dat ic mer ghedaen hebbe dan ic wol vormach, men 
dat es ju al nicht wol dank, Got betert al umme to ewycheyt"*). Also auch 
Undankbarkeit wirft er dem Bruder vor, der nicht genug Anerkennung 
für alle Opfer gezeigt haben soll, die Sivert gebracht haben will. 

Wie soll man unter diesen Umständen das Richtige herausfinden ? Auf 
mich machen die Hildebrandschen Briefe den Eindruck der größten Wahr- 
haftigkeit und Zuverlässigkeit. Es wird ihm ernst gewesen sein, wenn er in 
einem nicht erhaltenen Briefe, auf den sein Freund Tideman Brekelvelde an- 
spielt^), beteuert, er wolle alle seine Schulden bezahlen und dann meinet- 
wegen mit Frau und Kindern betteln gehen, nur um die Ehrlichkeit seines 
Namens zu retten und auf sich und sein redliches Wollen keinen Schatten ge- 
worfen zu sehen. Der Empfänger des Schreibens hat keinen Zweifel daran 
geäußert, daß Hildebrand es mit solchen Auslassungen ehrlich meinte, denn 

1) nr. 261. 2) nr. 306. 3) nr. 319 S. 338. 4) nr. 98. Jb) nr. 180. 

6) nr.l93. 7) nr.293. 



— LVI — 

er bemerkt ihjm treuherzig: „Ach, leve Hildebrant, dat were enbarmelich 
dont unde en hart dont. Grot geve, dat et ju mit juwen wive unde kinderen 
dar nicht to enkeme''. Hildebrand hat also sicherlich die Dinge so beurteilt, 
wie er sie zu sehen glaubte, und den Gedanken auf die Hilfe des Bruders 
Siverts nicht fallen lassen. Es fragt sich nur, ob er richtig sah, und ob nicht 
vielleicht die Lage des Bruders Sivert derart war, daß er nicht helfen konnte. 
Seine andauernden Beteuerungen, daß er alles täte, was in seinen Kräften 
stände, und mit Bücksicht auf die Seim'gen nicht mehr tun könne, machen 
kopfscheu. Man sieht auch nicht, daß er bar Geld gegeben oder der 
Schwägerin tatkräftig beigestanden hätte. So bleibt man mißtrauisch und 
hält es unwillkürlich mit deifa vielleicht leichtherzigeren aber sympathischen 
Bruder Hildebrand, der seinen Mitmenschen zuviel Vertrauen schenkt und 
.für solche Leichtgläubigkeit bitter genug bestraft wird. 

Sivert VecMnchusen ist so wenig eine geschichtlich bedeutsame Persön- 
lichkeit wie Hildebrand. Aber der Schilderung ihrer Lebensverhältnisse 
und Geschäftsunternehmungen wohnt zweifellos eine allgemeine Bedeutung 
inne. Das wechselvolle Leben, das auch Sivert zu führen genötigt war und 
in das er durch die Festigkeit seines Charakters, die mit den Aufrührern in 
Lübeck jede Gemeinschaft verschmähte, geraten war, ist dazu angetan, die 
Schwierigkeiten erkennen und würdigen zu lassen, mit denen der Handel 
jener Tage kämpfte. Langsamer Nachrichtenverkehr, unzureichende Kom- 
munikationsverhältnisse, mangelnder Rechtsschutz, Kriege, politische Un- 
ruhen machen das kaufmännische Geschäft zu einem risikoreichen, den Ge- 
winn häufig zu einem illusorischen. 

Gleichwohl erscheint der deutsche Kaufmann in beiden Brüdern von 
einer bewunderungswürdigen Seite. Mit zäher Energie hält er an seinen 
Tiden fest. Kein Hindernis ist so schwer, daß er es nicht überwinden kann. 
Vorübergehendes Ungemach trägt nur dazu bei, seine Kraft zu stählen, 
und schließlich sieht er seine mühevolle Arbeit auch belohnt. Wenn Hilde- 
brand nach seiner Befreiung aus der Gefangenschaft nicht wieder hoch- 
kommt wie Sivert nach seiner Rückkehr aus dem selbstgewählten Exil, 
so hat nur sein frühzeitiger Tod diesen tragischen Ausgang bewirkt. Er 
hätte die Fähigkeiten, die ihm und den Seinigen einen besseren Lebens- 
abend beschieden hätten, sicher noch voll zur Geltung gebracht. Vorsichtige 
Erwägung bei der Inangriffnahme von Geschäften, weiter Bück über das 
zu Handelsoperationen geeignete Feld, genaue Rechnunpführung zeichnen 
beide Brüder aus. Ob alle Kaufleute jener Epoche mit gleichen vortrefflichen 
Eigenschaften ausgezeichnet waren, muß man natürlich dahingestellt sein 
lassen.^ Allein dieser Grundzug war ihnen wohl allen eigen: hervor- 
ragende persönliche Tüchtigkeit und unermüdete Arbeitskraft. Mit solchen 
Gaben verstanden sie, was das Zeitalter bot auszunutzen, und trugen damit 
zum Ruhme und Glänze des Vaterlandes bei. Damals stand der deutsche 
Kaufmann im Mittelpunkte des Welthandels und beherrschte ihn. Früher 
als andere Völker war das deutsche darauf gekommen, die reichere Bildung 
und Kultur vorgeschrittener Gegenden den zurückgebhebenen zugänglich 
machen zu wollen. Sonst hätte die Hanse nicht die Kontore in Nowgorod, die 



— LVII — 

deutsche Brücke in Bergen, die Niederlassungen in Riga und Beval be- 
gründen können. In Bergen hatte der Engländer, der vor dem Deutschen 
da war, gegen die Normannen, nichts auszurichten vermocht. Nach 
Wisby, nach Livland und Gotland, an die preußische Küste strebten 
Engländer und Holländer erst, nachdem sie wahrgenommen hatten, welche 
Aussichten dort blühten, und was die Deutschen dort errungen hatten. Es 
blieb stets der Kummer der Engländer, daß sie im deutschen Ordenslande 
besonders in Danzig, nur vorübergehend festen Fuß fassen konnten. So 
haben die deutschen Kaufleute ihre kolonisatorische Kraft früh betätigt 
und dadurch zu ihrem Teile an der Zivilisation der gesamten Menschheit 
mitgearbeitet. Wenn im letzten großen Kriege alle diese vielhundertjShrigen 
Beziehungen verloren gegangen sind, so soll uns das nicht entmutigen. Im 
Gegenteil muß man auf den Augenblick hoffen, wo die Taten unserer Vor- 
fahren der gegenwärtigen Generation wieder deutlicher zum Bewußtsein 
kommen und damit eine neue Zeit beginnen wird. Dann wird man sich dank- 
bar auch wieder der Gebrüder VecMnchusen erinnern, die sicher in ihrer 
Zeit mit dazu beigetragen haben, das deutsche Volk als das erste unter 
den damaligen handeltreibenden Nationen zur Geltung zu bringen. 



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1. Der Rath von Danzig erklärt, dass Hüdebrand und Sivert 
VeckincJmsen und Gerd vam Hove zu Vormimdem der Wittwe 
Langerbehe und deren Kindern gewählt seien, — 1395 März 15. 

Rev. SL'A. Orig, Perg* TJrh, Auf der Rückseite die Spuren des grünen 
Sekrets. 

. Vor allen lüden de dessen breef zeen edder hören lezen, bekenne wy 
raomanne der stad Dantzik openbare unde bethughen, dat de wisen manne 
der stad Dantzik, richter unde scheppen, vor uns openbare hebben gethugit 
mit gehegedem dinge, dat vor en quam in ein geheged ding de erbar vruwe 
Hanna^), wedewe des erbaren mannes Hildebrandi Langerbeke unses 
mederadmannes unde settede makede und kös in voremunderschop erer 
sulven un de erer unmündigen kynder Hildebrand Veckynghüzen unde 
Gerde vamme Hove afwesende likerwis ift se jegenwordich weren gewesed 
unde Syfridum Veckynghusen bewiss desses breves to eren vulmechtighen 
hovetmannen unde voremundem van erer unde erer kynder wegen to 
vordrende to manende unde up to hevonde alle de schuld, de men Hilde- 
brando Langerbeken vorscreven in Vlandem schuldech blef, do he starf 
seliger dechtnisse unde gaf en vulle macht alle ding by der schuld, 6r sy 
lutzel edder vele, unde se sta, under wene se sta, to donde unde to latende 
likerwys ift de vruwe edder erer kynder voremundere sulven jegenwordich 
wSr. Hirumme bidde wy alle heren unde richter, dar desse breef tokumpth, 
in der gerichte Hildebrand Langerbeke voregenant schuld heft nagelaten, 
dat gi Hildebrando Veckynghusen Gherde unde Syfride vorscreven in der 
utmaninghe dersulven schuld ghuden willen be wisen unde s!t en behulpen, 
dat en de sulve schuld gentzliken sunder togheringe werde betaled. Dat ^' 
wille wy vordenen, wor wy konen edder moghen. Gescreven in deme jar 
Cristi 1395 an deme mondage vor Gerdrudis der hilgen juncvruwen under 
nnseme secrete. 

2. Sivert Veckinchusen bekennt die Eigentumsrechte an einigen 
Häusern in Brügge Andern überlassen zu haben. — 1395 Äug. 31. 

St.-A. Köln; Or.^ Pergament^ am Pergamentstreif hängt das wohl- 
erhaUene Siegel, dessen Umschrift: [ >> [r ^ 
Zyvert Veckenchusen; Hausmarke: \/ 

1) Hansen liegt Helina. Beiträge II, 205. 

Briefe und Urknnden, 1395—1441. 1 

I 



-. 2 — 

Witlic si allen luden, de dessen breff zullen seyn ofte hören lesen, dat ic 
Zyverd Veckinchus bekenne unde vorlye in dessen breve, dat dat virdepart 
van den dren husen int Corte Ghepthof staende up den hoke bi sunte Gillis 
brucghe, dat up my ghescreven steit unde ghekoft waren van loriis van Rüsele, 
dat sulve virdepart van den vorscreven dren husen tobehoret Johans van 
den Broke, Hinric Bathuse unde erer selschap, unde daran so enhebbe icney- 
nerleyepart noch deel. Unde belove ok vor my unde vor myne erfnamen, dat 
ic up dat vorscreven virdepart van den vornomden husen nicht en sal soken 
noch anspreken in tocomenden tiiden sunder arghelist. Unde des to eynen 
tughe der wareit so hebbe ic Zyvert Veckinchus vorscreven myn inghe- 
zeghel ghehanghen vor dessen breff, int jar uns Heeren 1395 upten lösten 
dach in augusto. 



3. Series VecMnchusen und Kurt Visch in Riga cm Hüdebrand 

Veckinchusen in Brügge, — 1398 Juli 1. • 

Rev. St'A', Orig. in 2 gleichlcmtenden Exemplaren. 

Das eine Exemplar trägt unter der Unterschrift der Briefschreiber fol- 
gende Bemerkung von H. Veckinchusen' s Hand: Ick Hildebrant 
Veckinchusen do kunt allen denghenen, dey dessen breyf seyn, 
also van den 100 marc Ryghes, er dat ick to ennyngen dingen 
volbort gheven wolde, so solden dey 100 marc to mynem wyUen 
sin, nicht to myns heren ; dät wyllen dat wort my toghezeghet 
unde ok ander dinch, dat syck wol vinden sal, es ok alle sake 
vollentoghen na utwysinge desses breyves, dat wyl syck ok wol 
vinden also et tyt ghevet. Ick Hildebrant VeckinchlÄisen hebbe 
desse 4 ryghen hirop screven. 

Adr.: An Hildebrand Veckinchfisen to Brügge haec littera detur. 

Vruntlike grote vorgescreven unde wes wy gudes vormoghen. Hilde- 
brant hir es een erbar borgher, de heid Engelbrecht Witte, de wolde sich 
gheme met uns bevrfinden, de hevetenesfiverhkejuncvrouweto euer dochter 
van 15 jaren, de wolde he dy gheven gheme to der ee, es et gode beheghelik. 
Des hebbe wy wol werde met em gehad unde hebben en ghedeghe- 
dinghet to dyner beheghelicheid, dat he ^ wel gheven met syner dochter 
200 ^ gr. unde kost unde cleder. Unde wes eme vorder bord to donde an 
cleynoden unde an ingedome als men euer juncvrouwen pleghed mede to 
ghevende, dat wel hey er vuUenkomeliken mede gheven. Unde uns dun- 
cked, dat dit gude weghe sin unde bidden dy, dat du dit ghoutliken tho dy 
nemest unde wes dy de hilge gheest anwiset, dat dy nütte duncket an seile 
unde an lyve, darvan gheef en ghoutlik antworde sinen gesellen Johannes 
Hebten unde Wolter Boden unde wy en weten in dessem lande neyne beter 
weghe to desser tyd. 

Unde ok heved uns geseghed Engheibrecht vorscreven, dat der juncvrou- 
wen siner dochter sin ghegheven 100 mark, de sin er ghegeven to spelpeninghe, 
de en sin nicht gerekent in de vorscreven summen unde de vader wel von 



— 3 — 

dessen vorscrevenen 100 marken synen willen hebben, oft he der dochter dar 
wes van tokeren wel edder nicht, do wol und nemditto horten undeghef synen 
gesellen vorscreven een ghoutlik antworde an do hem Lydemanne van der 
Nyggenbrfiggen unde hem Cord Vissche unde my duncket, dat dit gute weghe 
sin. Es dat du to dessen vorscreven saken vulbord ghevest, so bevel myn 
dingh Syverde unsen broder und unsme neven Johaense. Blif salich unde 
gesund met Code. Gescreven 8 daghe na sunte Johannes daghe to midden- 
somer anno 1398. 

By uns Seriges Veckinchusen unde Cord Visch in Ryghe. 



4. Series Oldendorp bekennt dem Hildehrand Veckinchusen die 
Summe von 100 englischen Nobdn zu schulden. — 1400 Juni 23. 

Reo. St.'A. Orig. Perg. Utk. m. 4 S. Eines derselben ist abgefallen^ 
die anderen 3 mangelhaft erhalten; 2 von diesen sind grünlich^ 
das letzte roth und enthält die Aufschrift: S. Hi(nri)ci Dovendeghe. 

Witlik si allen ghennen, de dessen bref seen oder hören lesen, dat ik *" . \^ 
Ceryes Oldendorp bekenne unde betughe openbare in desme breve, dat 
ik unde mine erven schuldich syn van rechter warliker schult deme erbaren 
manne Hildebrande VAckinghu^en unde sinen erven hundert Engheische 
noblen gut van golde unde sware ghenoech van ghewichte; doch so heft 
he umme woldaet wille my dach ghegheven vyf jare van desser jeghen- 
wardighen tyt an to rekenen under eynes navolghende sonder dan schal 
ik oder mine erven deme sulven Hildebrande ofte sinen erven gheven unde 
betalen jewelkes jares to sunte Johans baptisten daghe to middensomer < 
sonder tögheringe twintich Engheische noblen gut van golde unde sware 
ghenoech van ghewichte binnen der stad to Lubeke bet so lange, dat de 
ganze summe wol betalet schal wesen. Weret sake, dat ik oder mine erven 
des nicht endeden, dat God verbede, wat schaden hinder kAste unde teringe, 
de wjss Hildebrand oder sine erven dar dan umme don unde liden. Dat 
schal ik unde wil unde mine erven en ghansliken unde tomale uprichteus, 
unde wederleggen umbewaren. Vor dit vorscreven ghelt upsegge ik unde 
wederspreke alles gheleydes vrieheit unde velicheit vor my unde myn 
ghut to ewighen tiden, des ik van jenighem mynschen brüken unde ghene- 
ten mochte. Alle vorscrevenen stücke love ik vor my unde mine erven 
deme vorbenAmeden Hildebrande ofte sinen erven unde to erer truwe 
hand deme ghennen, de dessen bref heft, mit eren willen, he si geystlik 
eder werlik, stede unde vast to holdene sonder jenigherleye arghelist 
unde hulpe rede unde hebbe truweliken gebeden de erbaren lüde Hinrik 
uppen Orde, Herbord van Lynne unde Hinrik Dovendighen, borgere to 
Lubeke, dat se to eyner witlicheyt ere ingheseghele an dessen bref ghe- 
henget hebben mit minen ingheseghel. Datum anno domini millesimo 
quadringentesimo in vigilia nativitatis beati Johannis baptiste precursoris 
domini. 



— 4 — 

6. SivertVecJcmchusen cmerkennt eine mit einem Andern gemein- 
sam eingegangene Schuld. — Lübeck 1401 Juli 2. 

Lübecker Staatsarchiv. Inscription des Lübecker Niederstadibuches 
vom Tage Visitacionis Marie. 

• 

Herbordus van Lynne et Sifridus Fockinghusen presentes libro 
recognoverunt se coniuncta manu teneri Johanni Meteier in 400 et 34 marc 
Lub. penthecoste proxime futuro persolvendis^). . 

6. Sivert Veckinchusen anerkenrU eine mit einem Andern gemein- 

sam eingegangene Schuld. — Lübeck 1401 Oktbr. 9. 

Lübecker Staatsarchiv. Inscription d. Mb. Niederstadibuches vom 
Tage Dyonisii. 

Herbordus van Lynne et Sifridus Fokkinghusen praesentes libro 
recognoverunt se et suos heredes coniuncta manu teneri Tidemanno Vol- 
mesteen et suis heredibus in quingentis et 35 marc. Lub. den. in festo sancti 
Michael proxime futuro expedite infra civitatem Lubicensem persolvendis'). 

7. Der Rath zw Riga an die Adterleute und den gemeinen Kauf- 
mann der deutschen Ha/nse in Brügge. — 1403 Juni 28. 

Rev. St.'A. Orig. Perg.y auf der Rückseite Spuren des gelben Secrets. 

Den beschedenen mannen olderluden und dem ghemeynen copmanne 
der dutschen hense to Brügge in Vlandem wezede, borgermestere und die 
gantze rad der stad Rige vruntschap und wes wy gudes vormogen to- 
voren screven. Leven vrunde wiUet weten, dat Engelbert Witte, unse 
\p\ borgere, in unser jegenwordiget körnende uns kenlich dede, wo dat hie 
ene rekenschap myt Hinrico Snoyen uttostande hadde, dar hie unune 
sake willen em anliggende nicht jegenwordich bykonunenne kan, de to 
untfaende. Des hefft hie vor uns Hilbrande Vockinchusen und Tideman 
Böden wiser des brefs, de nicht jegenwordich synt,oft se jegenwordichweren 
vulmechtiget die vorbenannte rekenschap in al, wo sich de hebben mach, 
to untfande van Hinrico vurscreven, likerwyse ofte hie dar zulve by wer 
und wes sie darby dot, dat wil hie stede und vaste holden, warumme wy 
juwe beschedenheit mit vlithe bidden, dat gi Hildebrande und Tideman 
vurscreven behiüpen sin, dat en die vorbenomede rekenschap tor gnoge 
ge^an werde. Wete wy welken dar gud vorwogen, wes en van der vor- 
screven rekenschap geantwert wert, dat dar nenige namanunge in toko- 
menden tyden upkomen sali, des gi ene ^anze thovorsicht to unsen dessen 
breven hebben mögen. Grescreven to Rige an dem avende der hilgen apostole 
Peter Pauli ind jar 1403 under unsemsecret, torugge in tuchnisse der 
warheid an dessen bref gedrucket. 



1) 14. 

2) 29. 



Mai 1402. 
Sept. 1402. 



— 5 — 

8. Engdhrecht Witte aus Riga an Hüdebra/nd Veckmchuaen in 

Brügge. — 1404 Octbr. 6. 

Rev. 8t.'A. Orig. Pap. Adr: An Hylbrant Veckinchfisen tho Brügge 
sal desse brief detur. Darunter von H, V. Hand: 1904 19 in de- 
sembere. 

Vruntlike grote thovoren ghescreven und wes ich guedes vormacht 
an mynen leven swagher Hyllebrant Veckinchüsen. Wetet, dat ic juwen 
brief wol vernomen hebbe. Und Evert, myn neve, is wol overkomen und 
quam 8 dage na sünte Mychghiel. Und God danke, leve swagher, dat ghy 
uns dinc süverliken untfangen hebbet und süverliken weder van j& ghe- <C 
sant hebben. Und swagher, als ghy my scriven van unserer handelinge, 
dat ic jft ghelovet solde hebben hftndert marc, dat ghy tughen up her 
Kort Wyscht, dat en sal my her Kort nicht overtüghen, of nyement over- 
tflghen, went dat wyl io wol bewisen myt unsen dedingesluden, de darover 
und an weren, de heb ic vor des sittendes stoles des rades ghehad, dar j& 
broder teghenwerdicht sat und her Kort Wisch, dar wart juwen broder 
overtughet. Wenner ghy der hundert marc nicht untberen wolden, so solde 
he se utgheven. Desse dedinge sint in des Stades boek ghescreven, wes ic 
jft dar lavede. Und wyl ghy et van juwen broder manen, dat moghe gy 
doen und wyl gy et van my hebben, dat ic en darum mane, dat wyl io 

echter doen. Und jft broder is deghene, de de unnfltte dedin dar en tus 

sehen ghemaket hevet, anders niemet. Und swagher, ghy maket vele to 
doen um de hftndert marc und ic wylt betugen myt al den ghenen, de dar «— 
over und ane weren, dat ic er jft nicht plichtich en sy to gheven. Mer wolde 
ghy komen by uns, et en solde nicht to doende wesen umme 3 hftndert 
marc ofte 4 undgy maket vele to doen um de hftndert marc. Und swagher, 
als my de dedin vorkomen sint und ghescreven vert, dat ghy dar wat um 
don wolden, dar möge gy up denken, dat mftchte jft und den jftwen gheringe 
schaden en dftsent marc ofte mer, went wy en en hebbet mer en leint, went 
sla ghy to verdriet myt my an, so wyl ic al an rent leggen und wyllet wol 
maken, dat es jft nicht vele tor haut enkome, nocht anderen vrunden. 
Denket hir des besten in und scryvet my en antwort, als ghy irste kftnnen ; 
doet wol, leve swagher. Also van den schepen, dar hadde ic inne 13 schip- 
punt was und en tunne Werkes und inyn geselle Kort Vorsei ok en tunne 
Werkes und an Boutin hadde ic en sestiendeel und he was my schuldicht 
en marc Big. und mynes wasses was 17 stucke. Vortmer so is in der tunne int 
irste en dusent troienisse, de sin ghebftnde by 10 und by 15 und nocht 
8 timmer troienisse, de sin van den besten und nocht jn dersulven tunne 
3000 und 23 timmer und en tendelinc Smoelensch werk und nocht 12 
timmer rodes Werkes und 4 timmer packinge myn en tendelinc und 4 dusent 
schevenissen myn en quartier. Doet wol und doet dat beste hirby. Vort- 
mer so hadde Bemt darinne an kleinut, an hemes und an klederen 2 kysten 
und an dingen, dat he mede had, de wy gherekent hebben up 70 nobelen. 
Doet wol und ramet des besten unmie al und ghebiet uns to allen dat wy 
vermögen. Doet wol und nemet es nicht to unwyllen, dat ic jft dus varliken 



<^ 



— 6 — 

ghescreven, went gy en sült es anders nicht wynden. Darmede wart wol 
und blivet ghesont to ewygher tyt. Und gruetet uns dochter zere und al 
vrunt. Gescreven acht dage na sunte Myhghael. 

By my Engheibrecht Wjrtten. 

9. Testament des Sivert Vechinchusen — 1406 Mai 9. 

Lübecker StofUsarchiv^ Sammlung von Testamenten. Perg. Orig. Rucks. : 
testamentum Sifridi Vockü^husen anno domini 1406 compositum. 

In den namen Codes amen, ik Sivert Vockingh&sen, wolmechtich 
mynes lyves myner sinne und redelicheit, isset, dat ik vorwunnen werde 
van deme dode, so setke ik aldfts myn testament. To dem ersten sy to 
wetende, dat ik gheve 1 marc to beterende weghe unde steghe. Item wil 
ik dat myne vormundere scholen maken 20 marc ewighe rente, der myn 
broder her Lodewich to tüden sines levendes bruken scal und na sinen 
rade und anwisinghe scholen se komen na sinem dode to eyner ewighen 
vicarien, dar he do levest hebben wil. Item to den buwe unser leven 
vrowen korken binnen Lubeke gheve ik 10 marc pennige und den anderen 
korken binnen Lubeke und to sfinte Joryane und to sfinte Ghertrude 
yewelker stede gheve ik 5 marc Lub. Item yewelkem convente to Lubeke 
gheve ik 2 marc Lub. Item den carth&seren to der Arnesboken gheve ik 
20 marc Lub. to euer ewighen dechtnisse myner sele. Item to Darpte 
gheve ik to sunte Annen capellen in der korken sunte Johannis und to 
unser vrowen korken und to den prediker broderen, yewelker stede, 10 marc 
Lub. myner seien to guder dechtnisse. Item schal men maken Rixen 
Vockinghusen, .clostervrowen to Cerntyn, 6 marc Itifliker rente to eren 
levende und den clostervrowen darselves gheve ik 10 marc Lub., malkem 
sin part in de haut to donde, dat se unsen heren Got vor my bidden. 
Item to dem hospitale achter deme hilghen gheste gheve ik 5 marc Lub. 
Item to der korken to Rode vor dem wolde gheve ik 10 marc Lub. to 
dem buwete. Item gheve ik Gotschalkes kindern van Woesten 30 marc 
Lub. Item her Hinrik Scrivers kinderen to Darpte gheve ik 60 marc 
Lub. Item her Zories Vockinghüsen kinderen to Righe gheve ik 30 marc 
Lub. Item Hildebrande mynem brodere gheve ik 200 marc Lub. und 
2 van mynen mynnesten siüvern kannen und 3 van mynen mynnesten 
sulvem schalen. Item her Alberte Trolpe und Hinrike Tyten yewelkem 
gheve ik 20 marc Lub. Item gheve ik Tydeman Brekelveldes 20 marc 
Lub. Item gheve ik Hinrik Sparken kinderen 10 marc Lub. Item gheve 
ik Johan Tymmen kinderen 10 marc Lub. Item gheve ik Greten hern 
Peters wedewe van Hereke und hern Alberte van Dorptmunde eren sone 
und mester Hinrike, erem brodere, yewelken 10 marc Lub. Item gheve 
ik Herbordes kinderen van Lynne 100 marc Lub. Iten^ äinrike up dem 
Orde gheve ik 10 marc Lub. Item gheve ik Comelies mjmem sone 100 marc. 
Item gheve ik Dedeken van den Bokele, myner suster, 12 Rinsche ghulden. 
Item gheve ik erem sone Johannes van den Bokele 10 marc Lub. Item 
^ sy witlik, dat ik mjmem wive Liseke hebbe ghemaket 10 marc lyfliker 



rente. Item so hebbe ik in dem rade to Lubeke 21 marc wicbelde rente. 

Item hebbe ik in der Slüterschen hüse 6 marc wicbelde rente and in Her- 

man Bredeveldes huse in der smedestraten 18 marc wicbelde rente. Desse 

vorbenomeden rente bescheide ik und gheve Lyseken mynem wive und 

al ere cledere, de er to eren live ghesneden 3ynt, myt alleme smide, ghulden 

Bulvem und vorghuldet, dat dar to behoret und ere ghuldene breetzen 

and ere ghuldene vingheme und vorspanne und mjrne besten sulveme 

kannen und 2 grote sulverne schalen und 1 crfidenap. 'Darto gheve ik 

eer den eghendom mynes hfises, dar ik jmne wone, dat se des bruke like 

varende have als he my varende to screven steit in des Stades boke to 

Lubeke und dar boven gheve ik er al myn inghedöme half utenomen m3m 

siilvern smide. Hirmede schichte ik und vorscheide se van alle mynen 

gude beweghelik und unbeweghelik. Item sy to wetende, dat ik noch hebbe iK 

in deme rade to Lubeke 25 marc wicbelde rente und in Rughen huse in 

der Waghemans Straten 8 marc wicbelde rente, und in Arendes huse van 

Dorptmunde 7^ marc wicbelde rente. Ok so hebbe ik na mynes wives 

Lyseken moder dode 20 marc wicbelde rente in Hinrikes huse van Stade. 

Ik bescheide und wil, dat myne kindere, de God mjmem wive Lyseken 

und my vorlenet heft, und noch vorlenen mach, desser vorscrevenen rente 

scholen brüken und 1200 marc reyder penninge und darto de helfte al 

mynes inghedomes, utenomen myn siüvern smyde, under also danne 

underscheyde, isset dat myn dochter Margrete so langhe levet, dat se 

manbaer wert, dat men er dann gheve 1200 marc und myn inghedome 

half utghenomen dat sulvem smyde, to eren brutschatte. Hirmede 

scholen myne kindere gheschichtet und ghescheiden wesen van al mynem 

gude beweghelik unde unbeweghelik. Item gheve ik mynen vormunderen A 

10 marc pennige to wynpennighe und ejmem ysliken eyne sulvem schalen. 

Item al myn ander ghfld beweghelik und unbeweghelik scholen myne^ 

vormundere gheven in de ere Codes, vor en dat älder best dunket besteden 

wesen to tröste myner seien. Mine vormundere kese ik Hildebrande 

Vockinghusen mynen broder, Johanne Tymmen, Hinrike up dem Orde, 

Herborde van Lynnen, Tydeman Brekelvelde unde Willem Richardes 

unde Boden van Stockem. Alle desse vorscrevene stucke wil ik stede 

unde vast holden, so langhe dat ik se witliken wedderspreke myt leven- < 

digher 8tempne(!). Datum et actum Lubeke anno domini millesimo 

quadringentesimo sexto dominica qua canitur cantate domino cantia 

nomine alleluia. Testes sunt discreti viri ac domini Marquardus de Damen 

et Nicolausde Stiten, consules Lubicenses. ^ 

10. Das Testament des Ludwig VecHnchusen. — 1406 Mai 13. 

Rev. St.'A Kopie, Papier, arg beschädigt. Auf die letzte Seite hat eine 
Hand, die der Hildebrand Veckinhusen^s ähnlich sieht, gesch rieben : 
God van hemelryke ghena her Lodewyghes Veckinchusen [ i j^ 
seyle unde allen kersten seyle; dyt es sin testament \^^ 



— 8 — 

Eine zweite^ Sivert Veckinchusen^s Hand ähnliche Schrift derselben 
letzten Seite besagt: dey vormunder syn her Johan Swager 
vyckarius in unser leyven vrowen kerken to L— ^) und Hylde- 
brand Vockinchusen und Zyverd Vockynchusen. Got hebbe 

dey seyle und ^) genedych und barmehertych und alle 

kersten seylen amen. 

In nomine domini amen. Ik Lodewych Vockinchuss propst*) van 
Godes genade gesunt unde "wol torek, bete und schicke dat testament 
mynes lest'en wyllen sunder nascreven wyse. 

Int erste bevele ik myne sele in de hande des almetyghen Godes. 
Int erste ys dat sake, dat unse leyve here Got dat syre by my dot, also 
dat ik sterve des nat&rliken dodes, so keyse ik mjne graf t to deme op den 
domes wrythofe, dar ene sal men mynen steyn legen op myen graf. Item 
ys dat sake dat ik to Lubeke sterve, so geve ik den byscop van Lubeke 
16 sl. Lub. nicht anderes; item den heren to unser leyven vrowen to Lu- 
beke 4 marc Lub. und de solen my 1 vigilien nasyngen unde 1 seylemysse ; 
ys dat ik to Lubeke sterve. 

Item sal men husarmen geven 2 marc Lub. Item sal myn broder 
Hildebrant hebben 3 ^ gr. und dat nye myssebok sal men ok keren in de 
ere Godes, dar myne broder Hildebrant und Syvert best dunket syn, in 
ene arme korke, doch hadde ik dat leyvest to Darpte in myne capellen, 
de Gobele van der Enepen hevet laten maken in unser leyven vrowen 
kerken. 

Item so geve ik Ryzen myner moddere 6 marc Lub. und Tallen myner 
modderen 1 marc Lub. Item so geve ic der praoren Ermegart van Pentzen 
1 marc Lub. 

Item geve ic deme proveste van der Byghe 1 marc Lub. her Johan 
van Zost. • 

Item geve ic mester Hinrio (Os')senbrugge mynen langen blawen kerle 
met märten gevodert ; myn begeerte ys (da(s) (h^)ey en selven dregen wille 
beyvart. 

Item geve ic Gotschalt Woste (s')ynen broder Johannes 2 nobelen. 

Item so sal hebben Johannes Wys •) unde syen broder Evert 

to Dorpmunde 4 Ryns gülden und 1 svarten reymen met silver (b*)esla- 
gen met slichten spangen. 

Itemsal hebben myn suster Druden sone Johennes Vincken 1 nobelen. 

Item so sal heven myn swager her Hinric Scriver mynen swarten 
kerle met mus4| vodert eder en ander gud kleyt, dat eme nutte ny to 
dregene. 

Item sal men geven der Medebrekesche, de to Darpte wonede, 14 marc 
Ryghesch. Dat do ik darunune, wente ic hadde van der Vincken wegen 



1) Papier ist abgerissen. 

2) Die Auflösnng der Buchstaben war firaglich; könnte auch als prover = Unter- 
sncher, Prüfer gelesen werden. 

3) Das Manuscript ist an dieser Stelle durchlöchert. 



— 9 — 

2 jar lank 1 vickerrye und dat gelt gaf sey ut und my wart van der vickerye 
byl4marcRyghesch und desse 14 Byghesch sal men ere wedergeven, sey 
plach to wonende by sunte Johannes Eerkhove. 

Item dat myssegewende, dat ik hebbe, dat sal men senden to Darpte 
in unser leyven vrowen kerken und dat hadd egehort Johannes Voekinchuss 
und dat dede my syn sone Zergus. 

Item sal men geven Hilbrant Ongevelde 4 nobelen edder van mynen 
cleyderen edder ander dingen, dat also vele dreien mach also 4 nobelen 
und hey vart by Hilbrande an den Bokele to Darpte. 

Item myner suster Deduken 4 dochteren 2 Nobelen Engelsch. 

Item geve ic Johannes Eanenghel, de plach boven deme rathuse to 
wonende to Darpte, de de rente plach uttogevende to Gobelen vickirie 
▼an der Enepen 2 nobelen edder synen retken erven. Item so geve ic 
Johennes Scherer, de to Darpte vonet, boven deme rathuse 1 no1)elen. 
Summa 61 marc^). 

Item so geve ic mynen broder Zyverde myne besten badecappen met 
den gronen streypen unde mynen swarten reymen meyt sylvere beslagen 
met vlackmak gemaket und 2 tynnen vlaschen und 2 grote stalen vlaschen 
und 1 hellem wat to bernende und 1 groten noppensack und 1 hovetpole, 
darto 4 marc Lub. 

Item so geve ik to Bostoke 6 marc Lub. dat sal men senden an magister 
Hinric Bibbe. Item so geve ic Ludeken Mülen mjm Uchtblauen kerle 
e3mwachtych. 

Item so geve ic her Johan Bostiken, de nu provest wart geviet to 
paschen und hadde 1 scriver gewesen, mynen satgronen kerle met roden 
werke gevodert. 

Item so geve ic her Johan Swager mjmen grauwen hoken und darto 
m3rne graue kogele. Item* so geve ic magister Wulfardz Scaden mjmen 
copendium in theologica veritate*) und sjmem broder magister Johan 
Scaden geve ic 1 ^bok, dat geyt relygio nova^) Immaculata und 1 clejme 
bock over canones, op perment gescreven. 

Item geve ik mynen ome her Johan Wonckhusen to JKyge vickarius 
1 bok over de 10 bode Godes und de 1 dotsunte und ok ander suverlike 
dink. 

Item geve ik her Johan van Santon mounick to Bu(gis) welde^) mjmen 
grauven wepen und 1 marc Lub. 

Item so geve ik her Bernt Houvet mynen lange s(warten) grauwen 
kerle. 

Item so geve ik her Hinric Holthousen eyn vick(arie)*) in unser 
leyven vrowen kerken to Lubeke 1 marc Lubisch. « 

Item geve ic myner suster Lyseken myn beste ghevede hantwelen 
und mjme crude laden und ere dotker Greyteken 1 ander hantwelen oc 
ghevetdet und myne votkyste und Hildebrande creme sone myne schip- 



1) Hier endet das erste Blatt des Manuskriptes. Manuskript zerlöchert. 

2) unleserlich. 



— 10 — 

kisten und myn swert und 1 par sporen und Zyvert, ok ereme sone, 1 no- 
belen. 

Item geve ik noch myner modderen Ryxzen 6 stolkusschen. 

Item sal men laten maken 1 alven und mynen 2 vleykeden kakenen 
und de sal men geven in de kerken und myne besten hantdwelen ghe- 
wracht. 

Item so geve ich 2 corpurale met twen voderen in der Oldestloschen 
capellen. 

Item so geve ic myner suster Greteken, myns broder Hildebrandes 
wive, 1 noblen. 

Item geve ic mynen broder Johennes Vockinchusen 1 suverlik bok, dat 
geyt an „quam brevis finitur missa et in urbis et in terre nominis etc/' und 
ok 1 ander bok, dat geyt an „in dey tabernaculo''. 

Item so es my schuldich her Johan Wanchusen 5 marc Ryges ; hirvan 
geve ik 1 marc Riges und her Nicolaus Swerys 1 Ryges capellen to Ryge. 

In erste es my schuldich myn Zyvert 40 marc Lub. 

Item so hebbe ic noch an reyden gelde 12 nobelen Engelsch. 

Item so hebbe ic noch 1 gut breviarium dat kostede my 7 nobelen 
Eoghelsch, also nu is^ 

Item so hebbe ic noch eyn ander cleyne breviarium, dat kostede my 

3 nobelen also nu is. 

Item so hebbe ic noch eyn passionale növum^), dat kostede my 

4 noblen Engheisch. ' 

Item so hebbe ic noch 1 suverlik bok oppe perment gescreven und 
sint sermones de apostoU Pauli beati super evangelia dotalia^), dat kostede 
my 2 noblen Engheisch also nu is. 

Item so hebbe ic noch 1 biblen, de is werdich by 10 marc Lub. 

Item so hebbe noch ander suverlike boke und ok hebbe ic noch 4 
sexterne supra passione domini de kosteden by 10 sl. Lub. und ok ander 
4 grote sexternen, de kosteden by 8 sl. 

Item so hebbe ic 1 dymnale, dat kostede my 1 marc Lub. und 4 sl. 

Item so hebbe ic noch hanschen wol op 1 marc Lub. 

Item so hebbe ic 1 bok in gramatica, dat hört her Johean van Reven 
edder^) anders genenet, wessek geboren und wonaftich to Darpte, dyt 
leynde hey my, dat sal men eme weder senden, is dat her Johan van Her- 
vorde dat nicht betalet hevet van myner wegen. 

Item hebbe her Johan Herwarde gescreven, dat hey dat eme betalen 
sal, dat is^) werdyvh by 1 marc Ryghes. 

Item so sal men geven de blawen sartze in de ere Grodes. 

Item wes hir mer over blivet, dat sal men in ere Grodes geven, dar 
dat mynen Vormunden best dunket syn, anno domini 1400 und 6 jar, 
8 dage vor ascencionis domini. 



1) Unleserlich. 



— 11 — 

11. Engdbrecht Witte aus Riga an Hüdebrand Vechinckusen 

in Brügge — 1406 Mai 23. 

Reo. St.'A. Orig. Pap. Adr. : An Hillebrant Veckynkusen tho Brügge 
sal desse bref. Darunter von H. V. Hand: op den ersten dach in 
Julius 1406 jar V/^ . Der zusammengelegte Brief enthielt 2 wei- 
tere Papierstrei /)\ /ew, der eine «w5 2V^. 1. unverkennbar von der- 
selben Hand, die den Brief schrieb, der andere svb N. 2 von 
anderer Hand, aber dem Inhalte nach zweifellos zu diesem Brief 
gehörend. 

Vruntlyke grute tho allen tyden bereyt an mynen leven swager 
Hillebrant Vechkenhusen. Weten schole gy myn leve swager unde dot 
wol unde van Tydeken Roden 13 punt unde 16 sl. unde vraget Tydeken, 
wes he anderen schipperen gegeven hebbe, alzo Hillebrande Johannessone 
unde van Vredryk Stevenssone und van Johan AUerdessone, dat nemet ok 
tot ju, wes dar is, unde dar provet myn beste by unde kopet my jo nen 
dutevare laken unde kope uns allerhanne laken, est Got tho gelde beret ; 
dot wol, leve swager, unde vorvarpet unse werk edder unse was nicht, 
wente et gelt hyr wol 23 marc; dot wol, leve swager unde en schepet unse 
dynk nycht, et sy mit vloten, wer et, dat wy wat to schepen hedden; dot 
wol unde onschepet uns ok nycht in en schep altowele. Unde ik hebbe 
geschepet in Prusen 9 schypunt unde 8 lyspunt, der stukke is 15 unde 
ißset, dat et dar nycht vorkoft wort, so sal et ju myn oem Evert Sneye 
bryngen. Grotet myne dochter Greteken unde juwe dochter Gertrut, 
wente alle vrunt syn hyr nu all gesunt nu tor tyt. Vart wol to Gode. Ge- 
screven des sondages na unses heren hemmelvart. 

By my Engelbrecht Witte. 

1. Item so wetet, dat ik ju sende eyne carpe met vlesches. Got 
geve, dat se mit leve overkomen mote und dot wol unde ^n latet se ju 
nycht vorsman. 

2. Wetet, dat i^, juwen brief wol vemomen hebbe und heb de laken 
untfangen. Doet wol und sendet uns wat lichtvar laken wat Popersch 
und .wat mer Valentinsch und wat Tomasch und van allen wat und ok 
en 10 Eumsche al van paren. Desse laken en künne wy nicht wol quit 
werden myt den Bussen, wy en hedden ander laken darby. 

12. Engdbrecht Witte aus Riga an Hüdebra/nd Vechmchusen 

in Brügge. — 1406 Septbr. 21. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrant Veckjmkhusen tho 
Bru^e sal desse bref. Darunter v. H. V. \^ 
Hand: op den ersten dach von Julius 1406 jar /\ 

Vruntlyken grot thovoren gescreven an mynen leven swager Hylde- 
brant Veckynkhusen. Wetet leve swagher, dat wy hir quade tydjmge 
hebben van den schepe, dat dar utgesegelt was vor Palmen^). Got geve, 

1) Vor dem 4. April. 



— 12 — 

dat wy dar nycht in enhebben. Vortmer so doet wol, leve swager, und 
vorwerpet unse dynk nycht; is dat wy dar wat hebben, wente et is wol 
suen, dat et unyrede wesen wyl myt den Bussen myt den Pleskouwers. 
Und ok so is hir akeleye guet tomale d&re: was gelt hir 23 marc Byg. 
Und Evert Snoye, myn neve, sael hirnegest, of Got wyl, nakomen myt 
deme, dat Got vorlenet hevet. Vart wol und blyvet gesunt tho langer 
thyt und bet to my, wes ic vonnach und grotet Greten ser und or dochter. 
Geschreven 8 dage na des hylgen kruses dage. 

By my Engelbrecht Wytten. 



13. Die Stadt Riga an den Kaufmann der deutschen Hanse in 

Brügge, — 1407 Aug, 11. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. mit den Resten des Wachssiegels der Stadt. 
Adresse fehU. 

Den ersamen vorsichtighen mannen olderluden des copmans ut der 
dutschen hense to Brugghe in Flandern borghenneistere unde raat der 
stat Bige vruntlike grote mit wünsche alles heyles. Juwer vorsichtighen 
t ^^ leve begheren wy witlik to donde in dessem breve, dat in unser jeghen- 
wordicheit wesende de beschedene man Engelbrecht Witte unsser mede- 
borgher uns hefft to vorstände gegheven, wo dat he vor etliken jaren 
eynen geseUen, gheheten Hans Wakaven, wedderleghet hadde, de nu over 
dem jare in der stad Dantzik in Prusen afflivich is gheworden unde wente 
Engheibrecht vorgenant van dem vorscreven Hans Wakiaven van der 
vorscreven wedderlegghinge nenerleye schichtinge hefft entfanghen noch 
ymande anders, dem he dat bevolen hadde, alzo he dat myt synen rechte 
unde geswornen eden vor uns hefft war gemaket, dat he sodane schich- 
tinge to entfande nymande anders wen Hans Stokstorpe bevolen hadde, 
so hefft Engheibrecht vake genant vor uns gesät unde gemaket to synen 
rechten waren unde vulmechtigen procurator unde#vorderer Hillebrand 
VocMnkhusen, affwesende, likerwys offt he jeghenwordich were, to ma- 
nende, to vorvolghende, to vorderende upptoborende unde to entfande 
na vruntschoppen edder mit rechten sodane gud unde ghelt alze Enghel- 
brechte van der vorscreven schichtinge weghene von Hans Walraves 
gude mach to geboren, wor unde under wem Hillebrand Vockinchuss 
vorscreven dat mach bekomen mit vuUer macht darby to donde allent 
dat Engheibrecht Witte doen schulde unde mochte went dat he sulven 
jeghenwordich were unde wes Hillebrand van Enghelbrechtes weghene in 
der vorgerorde sake donde wert, dat schal vidkomene macht hebben 
likerwis off Engheibrecht dat sulven dede, des schole gi gantzen geloven 
unde sekere tovorsicht to uns hebben, wente wy van Engheibrecht vake 
genant nogafftige vorwissinge darvor entfangen hebben, worum bidde wy 
juwe vorsichtigen leve mit sunderghen vlite, dat gi Hillebrand er genant 
behulplik willen wesen, dat en van Enghelbrechtes weghene in der vor- 
screven sake recht unde redelicheit weddervare. Desgelik wy ju unde 



— 13 — 

den juwen gherne doen willen to allen tyden. Gescreven is desse breff 
to B^e in den jaren der gebnrt Christi 1407 des neghesten daghes na sunte 
Laurencius daghe under unsem secrete tor tuchnisse der vorscreven sake 
torugghe on dessen breff ghedrucket. 

14. Engelbrecht Witte in Riga an Hüdebrcmd V ecHnchusen in 

Brügge — 1407 August 16. 

Reo. St'A. Orig. in zwei gleicKlaiUenden Exemplaren^ die sich nur 
insoweit voneinander unterscheiden, als auf dem einen die Adresse 
bis auf einige Buchstaben wegradiert ist und das Postskriptum 
fehü. Adr.: Deme erbaren manne Hillebrande VecUnchasen to 
Brügge kojme desse breff. 

Vruntliken grot tovoren ghescreven an mynen leven swagher Hille- 
brant Veckinchusen unde myne leve dochter. Weten schole gi, dat ik ju 
zende in Gert van Minden 18 stucke wasses, der döt dat beste by, dar 
bidde ik ju umme. Vortmer leve swager, alze ik ju wol eer gescreven 
hebbe van den zaken alze van Walraven weghen unde hebbe my beklaghet, 
dat my nu redelicheyt is gheschen van der wedderlegghinghe, de wi hadden 
tosamende, ik en künde siner nerghen nakomen, dat my mochte redelicheyt 
scheen zint dat Lambrecht Junghe wart ghenomen zint een qwam hee ny 
in dat land to Lifflande, dat hee my weide doen schichtinghe. Hirumme 
leve swagher, so zende ik ju enen breff, de is open unde is buten besegelt 
myt des Stades inghezegel van der Rige, na deme breve moghe gi ju richten, 
kan ju wes van em ghewarden, dat gheve ik juwen kinderen. Item zende 
ik ju by deme sulven schepperen ene tunne, dar is inne 2 droghe lesse, 
butthen unde stromlinghe alzo gud alze ze zin. Item leve swagher, so 
d5t wol unde zendet my neen solt meer; et is zun, et wart hir komen 
uppe 5 mark edder 6, wante eet gelt hir rede 8 mark Rig., dat beste, dat 
hir is ; schulde ik dat Lissebundesch solt vorkopen, dat gi my lest zanden 
in Stolteken, ik een kundes vor 6 mark nicht gheven, wente et is swart 
unde is eyslik unde hebbe nu pund darvan vorkofft. Vortmer zo bidde ik 
ju, dat gi wol dön unde dÖn dat beste by mynen dinghen, dat gi dar 
hebben alze gi gerne dön, wente dat was steyt 21 mark zunder allerleyt 
ungelt, hirumme ramet des besten alze gi allewegen gerne d6n. Item d6t 
wol unde kopet over to Lubeke an juwen broder Syverde 5 punt edder 
10 pund groten edder 6, dar he my mede moghen kopen, des ik behove in 
myme huse. Item leve swager so schole gi dat gelt vinden van Walravens 
weghen under enem, de heyt Henrencius Scherer. Item dot wol unde 
ghevet deme scheppheren 10 Schilling groten to halver vracht. Nicht meer 
to desser tyd, wy zin van Godes weghen alto male gezunt, desgheliken 
gheve ju ok God to langhen tiden. Varet wol unde bedet alleweghen to 
unde grotet Marghareten unse dochter sere unde alle unse vrunt. Ge- 
screven to Rige, des anderen dages na unser vrowen daghe erer hemmel- 
vart in den jaren 1400 in deme 7. jar. 

By my Engelbrecht Witte. 



— 14 — 

Wetet, leve suader, alze dat Walraven vele gudes gheervet hevet, 
alzo ju dat noch wol wert to wetende, alzo dat he vele gudes in Prutzen 
hevet vorgheven, dar my nicht ein pennik is van ghewarden; ok so is dar- 
over gekofft in Vlanderen boven alle, dat he hevet vorgheven, wol 17 pund, 
groten unde 100. 



15. Hartwych Stenhus in Riga cm Sivert Vechinckusen in Lübeck. 

- 1407 Dezbr. 20. 

iZev. &t.'A. Orig. Pap., leider steUenweUe so zerfetzt, dass der Inhalt 
tmleserlich geworden. Adr.: An Sivert Vockenhus tho Lubeke 
detur. Dazu hat Hild. Veck.^s Hand geschrieben', her Hartwych 
Stenhus es tachter op dyt ghelt 33 marc 18 ore, dat maket in Vla- 
meschen ghelde . . , . Myn broder Syvert hevet noch by den 80 marc 
Lub. also hey uns rekenschap scryven sal; na desser rekenschap 
sal men alle dinch siechten, also my Sivert scryvet myn broder. 
Eine a/ndere Bemerkung, bei deren Handschrift ich nicht zu be- 
stimmen vermag, ob sie dem Briefschreiber oder H. Veckinchusen 
angehört, lautet : item Syvert so scryf my somals ty dinge ut Flandre. 

Vruntlike grote myd gode Sivert, leve vrunt, dy genoghe tho weten, 
dat ich dy hyma rekenschap scrive, wes ich ontfaen und weder gesand 
hebbe van unser zelschap vegen. Int jar 1405 jar ontfaen by scypper 
Tengel 2 pac, dar was inne 45 Hyldensche, elk stunt 24 sl. Item ontfaen 
8 Wysmersche, elk stunt 3 marc 4 sL 3 ^ linen kanifas 2 marc 12 sl. 8 ^ 
Lub. summa dat desse lake staen m3rt allen ungelde 123 marc 12 sl. 8 ^. 
Item betalt heyl vracht wingelt upthovoren vor beyde pac 3 ferd. 10 ore 
1 artige. Item vorcoft 45 Hyldensche, elk 5 ferd. m3m 1 sl., summa 66 marc 
und 1 ferd. Item vorcoft 8 Wysmersche, elk 9 Vi ferd, summa 19 marc, 
summa thosamen van dessen 2 packen 85 marc and 1 ferd. schlachdek 
genk binnen. Afgheschlagen flyt vorscreven ungelt summa net 84 marc 
13 ore 2 artige. 

Item up deyselve tyt ontfaen by scepper Tengel 2 rolten l3mvandes, 
dar was inne 2545 eilen Luhes, elk 100 steyt 3 marc m3m 2 sl., summa dat 
desse 2 rollen staen med beschlaen 61 marc 2 % sl. Lub. Item betalt heyl 
vracht ander ungelt 24 ore; item was des l3mvandes h]^ 2155 eilen. Item 
vorcoft dyt lynvant overhovet dat 100 9 ferd. und 1 % ore, summa 49 marc 
ane 8 ore, algeslagen vracht, sunmia net dat vor dyt l3mvant komen es 
48 marc 32 ore. 

Int jar 1405 jar 3 weken vor sunte Mychele ontfaen by scepper Hey- 
dorn 2 pac dar was inne 85 Kursche, elk stont 23 Yz sl. summa myt linen 
kanifas 126 marc und 7 sl. Luhes, algeslagen heyl vracht wingelt uptho- 
voren 1 marc 10 ore. Item vorcoft desser Eursche 45, elk 1 marc und 4 ore, 
summa 49 marc myn 1 ferd., afgeslagen d3rt vorscreven ungelt, sunama 
net 47 marc 26 ore, summa in al, dat ich up dey tyt vorcoft hebbe, afge- 
slagen dyt vorscreven ungelt 180 marc 23% ore 2 artige. 



— 15 — 

Item gecoft myd dessen gelde 12 Tomasche, elk 1 ferd. und 9 marc, 
summa 111 marc; item noch gecoft 8 Tomasche laken, elk 9 marc und 
15 ore, sununa 74 marc und % marc, summa in al van dessen laken 185 marc 
und % marc. Item desse laken upthovoren 3 grote ferd., summa an gelde 

2 marc 3 ore, summa dat desse laken staen myd ungelde 187 marc 27 ore, 
aidus up dey t3rt mer utghegeven daen up dey t3rt ontfaen 7 marc 3 ore 
1 art. Item vorcoft desse laken tho Ploskau, elk 3% stucke, sunmia 
70 stucke. Item wart h]^ was angenomen tho Byghe tho leveren dat 
scyppunt vor 7 % stucke, summa an wasse 9 scyppunt 6 lispunt 12 % marc- 
punt und 1 dorden del van enene marcpunt. 

Item gesand up dat vorscreven gelt int jar 1406 Jar am daghe na 
Phylyppy Jacopy^) by scepper Stekemes 16 stucke wasses, dey wegen 
hyr 9 scyppunt und 3 lyspunt. Aldus bleve ich hyr noch tho schuldich 

3 lyspunt 14 marcpunt una 1 dordendiel van eneme marcpunt, summa 
an gelde 3 % marc 9 ore, dyt af geslagen, so blivet my unze zelschap 3 marc 
18 ore 1 art. 

Item ontfaen 1 vat, dar was inne 30 lyspunt und 4 marc U messinges. 
Hyrvor betalt vracht ungelt upthoschepen 17 ore. Item gesant dyt vat 
und 40 Kyrsche the Darbte, dyt selve vat und 40 Eyrsche tho Ryghe 
veder gevort, sunmia van ungelde 9 ferd. und 4 ore. Item vorcoft 40 
Eursche, elk 5 or myn daen 1 marc, summa 35 marc 3 ferd. und 4 ore. 
Item voch dey messing hj^ 22 lyspunt. Item vorcoft elk lyspunt 22 ore, 
summa 10 marc 9 ore und 5 ^ ; desse messing stunt tho Lubeke 22 marc 
Lub., sunmia van Kyrsche und van messinge 46 marc 16 S\ 14 ^^), afge- 
slagen dyt vorscreven ungelt, summa net 43 marc 16 ore und 5 Lub. Item 
Sivert dedes tu mester Eerstian 34 marc 14 sl. Lub.; ontfaen hyrvor 
18 nobele, dey nobele gerekent 5 ferd. und 5 ore, summa 24 marc 18 ore. 
Item Sivert so santhu du my 4 Kurze, elk coste 2 marc, summa 8 marc 
Lub. Item vorcoft 4 Eurze, elk 3 ore myn 6 ferd. summa 6 marc myn 
1 ferd. Item wederlegestu Hans vanme Hamme up 4 marc 3 sl. Lub. 
Item hevestu ghegeven her Nyclaus Croppelin van mester Eerstians 
vegen 7 marc Lub. Hyrvor hebbe ich hyr ontfaen 4 % marc Ryg. und 8 ore ; 
summa in al, dat ich ontfaen hebbe, up 200 nobel, dey wy in zelschap 
legeden, 300 marc 87 marc 6 sl. 8 ^ Lub. Item Sivert so heves du gerekent 
dat vor 200 nobelen, komt 387 marc 14 sl. 8^, afgheslagen, dat ich ont- 
faen hebbe, so blives du noch unzer zelschap 8 sl. Lub. Item so screves 
du my Sivert, dat my Roland Piagel solde geven 4y2 Eng. nobele, hey 
zeget, hey en weyt dar nicht af , dar mottu en umme manen. Aldus blive 
ich unzer zelschap, dat ich mer ontfaen hebbe daen van my gesant 78 marc 
6 ore 5 Lub. Item blef my unze zelscap hyrthovoren 3 marc 18 ore 1 art., 
summa net, dat ich schuldych blive 74 marc 3 ferd. und 5 Lub. Item 
Sivert so screvestu my, dat dey 15 stucke vasses wogen tho Lubeke, dey 

1) 2. Mu. 

2) Der Schreiber hat versehentlich zwei Mal „Pfennige'* (^) gesehrieben; welche 
Mfinze gemeint ist, Iftßt sich jedoch nicht bestimmen, da die Summe überhaupt falsch 
berechnet ist. 



— 16 — 

ich dy, santte, 11% schippunt 8%lyspunt; hyrvan wart blyvendestho 
Lubeke 342 marc myn 2 den. Lub. 

Item hyrup veder ontfaen, dat my Bode van Stocken santte. Int 
erste 39 Kursche, elk stunt 31 sl. Item 4 Tomasche elk coste 14 marc. 
Item 4 Kampensche^) elk coste 10 marc^ 12 sl. Item 8 Wysmersche, elk 
coste 3 marc 2 sl. Item 1 bla Lechan slacdok, dat coste 31 sl. Item % tunne 
Salpeters, dar was inne 110^, elk ^ coste 34 ^. Item ontfaen 20 En- 
gelsch nobelen, elk coste 2 marc und 4 ^. Item ontfaen 25 Hyldensche, 
elk coste 2 marc. Item 10 Swarinsche, elk coste 23 sL, sonmia in al 338 
marc und 5 sl. Lub. Aldus blef hirvan Bode unzer zelschap 3 marc 11 sl. 
myn 2 den. Lub.. Item vorcoft 39 Lechansche, elk 6 ferd. 8 ore, summa 
1 ferd. und 55 marc. Item y9rcoft 1 satbla Tomas, 1 ferd. myn, doen 11 
marc. Item vorcoft 3 Tomasche, elk 9 marc^und 4 ore, summa van den 
Tomaschen 38 marc. Item vorcoft 4 Kampensche^), elk 1 ferd. myn, doen 

7 marc, summa 27 marc. Item vorcoft 8 Wysmersche elk 9 ferd., summa 

18 marc. Item vorcoft 20 Engels nobele, elk 5 ferd. und 2 ore, summa 
25 marc 3 ferd. und 4 ore. Item vorcoft 88 U Salpeters, dey woch tho 
Lubeke 110 ^, dat U 5 ore, summa 9 marc 8 ore. Item vorcoft 1 Lech(an) 

vor 5 ferd., summa ich vorcoft hebbe 170 *) marc 32 ore, item 

vracht, wingelt 45 ore, summa net . . . .2) 23 n^arc 35 ore. Item sy ich 
unzer zelscäp hyrthovore schuldich 74 marc 3 ferd. 5 Lub., summa tho- 
samen ....') 59 marc myn 4 ^. 

Int jar 1406 jar ontfaen by Gerde van Umme 2 . . . Salpeters, hyrvor 
betalt bordinggelt upthovoren 14 ore. Item voch desse salpeter hyr 
3 scyppunt 3 lyspunt 11 .... äf, vorcoft elk ä( 5 ore, summa 132 marc 

19 ore, afgeslagen dyt vorscreven ungelt, summa net 132 marc und 5 ore. 

Item vorcoft anno 7 14 dage na sante Jacopy') 30 Hyldensche, elk 
5 ferd. und 4 ore, summa 40 marc. Item vorcoft 10 Swarinsche, elk 
1 marc, summa 10 marc; item heyl vracht wingelt upthoschepen 3 ferd. 

8 ore, summa net 49 marc und 4 ore. Sununa in al, dat ich ontfaen und 
vprcoft hebbe, 439 marc 32 ore und 5 Lub. Item noch ontfaen 1 tunne 
myd swevel, dey is noch unvorooft. 

Int jar 1407 jar int dat erste van den jare gheschepet by scypper 
Palbome, deme God genadich sy, 31 last rogen gecoft 17 last, elke last 
3 Yz marc, summa 59 marc und % niarc ; item gecoft 14 last, dey ladt 1 ferd. 
und 3 marc, sununa 45% marc; summa in al van dessen rogen 100 und 
5 marc. Item tho barke under dessen rogen 3 ferd. und 2 art. Item vor 
nagele 6 ore, dar dey bark mede genagelt wart. Item vor dey seck . . 

van der *) dey last 1 sl., summa 31 sl. Item *) dregers 

vor elke last 2 sl., summa ....*) ferd 10 ore 2 art. Item ....*) vor 
elke last 8 ^ ; summa 28 ore 5 Lub. Sununa in al dat desse roge ste . . • 
myt int scyp 109 marc 2 ore 2 Lub. Item sal dey scypper hebben 36 marc, 

1) AnflOsmig zweifelhaft, da man auch Kammerykesche auflösen könnte. 

2) Hier ist nur ein Teil der Zahlen erhalten, das übrige fehlt. 

3) 8. August. 

4) Lücken im Original. 



— 17 — 

hyrran hebbe ich hyr betalt 27 marc. Item dey ander 7marc^) tho Lubeke 
betalt. Item tho wingelde van der last 1 ore. summa 31 ore ; summa in al 
dat desse roge steyt myt allen ungelde 1^6 marc 33 ore und 2 Lub. Item 
noch in dessen schepe gesant 200 vagenscott, elk 100 coste 34 ore, sunmia 
5 ferd. 8 ore. Item gaf my dey scypper tho halver vracht van kabelgar ne, 
dat hey in deme selven schepe hadde, 34 ore, dey ander halve vracht 
solde hey dy tho Lubeke geven. Sunmia in al van dessen vorscreven 
rogen und holte, afgeslagen 34 ore vor dey halve vracht, 237 marc 19 ore 
2 Lub. 

Int jar 1407 jar 8 daghe vor pinxsten^) gheschepet 1 tunne an m3men 
broder by scypper Laurens Stein, dar was inne, dat an unze zelschap 
horde, 5000 scons werks; item 13)4 tymmer troenisse, dey staen ein halb 
tausend scones Werkes, elk 1000 coste 1 ferd. myn daen 14 stucke, item 
steyt elk stucke 1 ferd. m3m daen 11 ferd., summa an sylvcjj; 67 stucke 
und IVz groten ferd., summa an gelde van dessen sylver 182 marc 22 ore 
2 art. Item cost dyt werk tho ungelde myd tho By^e 32 ore myn 1 art. ; 
item vracht, wingelt % marc, summa in al myd ungelde van dessen werke 
183 marc 30 ore 1 art. 

Item up dey selve tyt gheschepet myt Laurens Stein 1 tunne an 
mynen broder. 

Item afgeslagen hyrvor ^ elk 1000 H stucke van upgifte, so blivet 
dey summa, noch als hyr vorscreven steyt. 

Item up dey selve tyt gheschepet 1 tunne an mynen broder, dar 
hadde wy inne 3 tausend 7 böte scons Werkes; dey 7 böte dat is dey up- 
gyfte, elk 1000 coste 1 ferd. myn daen 13 stucke. Item noch in desser 
tunne, dat uns thohort, 1 böte und 21 tymer troenisse, dat 1000 coste 
12 stucke, summa 10 stucke und 1 ferd. myn 5 grossen, den grossen vor 

1 sl. gerekent, summa an gelde 27 Vz marc 5 ^ ore 2 art. Item coste dyt 
werk myd ungelde myd hyr 24 ore 2 art.; item vracht wingelt 16 ore 

2 art., summa in al, dat ich uns in desser tunn egesant hebbe, 132 marc 

3 ore und 2 art. Sunmia in al, dat ich uns veder over gesant hebbe, 454 
marc 5 ore und 2 Lub. Aldus blivet my unze selschap 25 marc 20 ore 
und 2 art., des hebbe ich hyr noch tunne swevels, dey noch in unze zelscap 
hört. Item Sivert, so steyt uns dyt werk by dem meysten, hedde ich dyt 
thovoren gew3rt, wy hedden dat wol ein ander vech myn getoget, es wart 
mynre by my gecopt by 40 tausend al umme rede sylver, dat 1000 13 
stucke myn 1 ferd., ok wart dat dar ny myn gecoft in deme winter, war 
ich my over eme jare heimkerde, dar hadde ich gein eventur tho Bevel 
wart al unze werk gecoft und gehütet tho 17 stucke, dat scade mynen 
broder und my wol 100 stucke, layt lopen hyr negest, betert of God wyl. 
Item van dyme sucker, dar wyl ich dy hyrna myd den ersten schepen 

rekenscap scriven, men is dar noch 2 marc van sculdich. Arste was 1 ^) 

onik und hey is doyt, ich . . . ,*) vor quade betalinge. Item *) 

Gerlakus noch 2 lyspunt sculdich, wes my wert, dat wyl ich dy myt den 



1) stimmt allerdings nicht» 2) 8. liaL 3) verwischt im Original. 

Biiefa and Urkunden, 1896—1441. 2 



— 18 — 

ersten 8chepen senden. Item Sivert, so genoghe dy tydinge tho weten 
van Gerlakus als du my in veyl breven gescreven heves, dat ich dey körte 
sold gaen myd Gerlakus und nemen, wes dar were, dat wy unzes geldes 
mede mochten genaken, hyrup wete Sivert, dat ich my besprak myd 
vrunden, dey meynden, ich en künde mynen eyt dar nicht ane vorwaren. 
Aldus hebbe ich dat noch al laten bestaen, nu is her Tydeman van deme 
Nyenlo gekomen myt eme wyl ich spreken, mach ich darby komen als 
dat men des my nicht macht vorkeren, so wyl ich dar unze beste by daen ; 
ok weyt ich dat wol, dat et dy leyt were, dat ich anders dede, ich en mochte 
dat myd eren doen. Item Syvert, so is men my scoldich van unzen grauen 

laken 84 marc hebbe ich zee vul vorleget, allike wol hebbe ich eer 

noch nicht, tho sunte Mychele solde ich zee ghehaet hebben, dey gezellen 
verloren an den laken, nu togeren zee voste, wo zee lenk kunnett und 
mögen. • 

Item Sivert als wy under uns beyden eins worden tho Lubeke, dat 
wy solden nemen h]^ up rente 3 of 400 marc, dat en is nicht tho bekomen 
in genicher wys, dat gelt is h]^ binnen eme jare so leyf gevorden und so 
dure, dat du des nicht en loves. Hyr sin nobele gecoft 4 ore und 1 marc 
4% ferd., dat is dey meyne gank. Item Sivert als ich dy er . . . . gescreven 
hebbe sodaen gelt als uns Heldebeke noch sculdich was, dat hebbe ich 
ghegeven Gotslach van dem Bökel und hejisalt manen van Heldebeken, 
want et vare, wo et wyl ich . . . es jo Bökel lever daen dat uns dey ander 
.... myd vrevel solde vorontholden, aldus love ich wol dat et dy 
ark sy. 

Sunderlinges en wyt ich dy nicht tho scriven; dat orloge steyt noch 
myt den Pleskauers. Item dey koning van Erakau, dey koning van Mos- 
kau, dey mester van Pruzen, dey mester van Lyflande solen enen dach 
holden na twelften tho Kauen in Lettauwen, wes zee dar dedinget, des 
wert man gewar. Item zegede my dey mester, dat dey Pleskauers eme 
onboden heb1)en, dat hey sole komen myd siner macht, zee wyllen myd 
eme stryden, wint hey den strüt, so wyllen zee syk under en setten ; item 
so Is dey copenschap al by eren olden pryzen, laken und werk, wat dar 
up den winter van werden wyl, des wert men gewar ; dey roge es hyr dure 
by 5% marc. Item Boyssolt 7% marc, Lyssebones 1 ferd. und 9 marc, 
wyt Vlams solt 1 ferd. und 10 marc, gein losinge anders nicht. BljjLge- 
^ sunt myd Gode. Grote my Lyseken vruntliken, scryf my antworde van 
desser rekenscap und scryf mynen broder, wes dy genoget tho doende by 
unzer zelscap gelde, war men dat best an bewere, ramet des besten. Ge- 
screven tho Ryghe an sunte Tomas avende. 

Hartwych Steinhus. anno 7. 

16. Bruchstück einer Abrechnung eines ungenannten, etwa Erwin 
Marschede für Hildebnmd V ecTcmchusen. — 1407 bis 1409. 

Rev. St.'A. Orig. Das Stück ist nicht unterschrid)en. Die Handschrift 
ähneU der des Erwin Marschede. 



— 19 — 

Vrentlike grote vorgescreven. Hildebrant, gftde vrent jüwe geleve 
to wetende, dat ic jA nü rekenscap scryve. 

1400 int 7 jar 14 dage na paschen^) do behelt ik hir int lant, dat in 
unse selscap horde 404 mark unde 4 scot. Op desse sülve (tyt) untfenck ic 
ut Johannes Allerdessone 1 terlinc; hirop genk to allen ungelde 18^/2 Schill. 
HJrut Yorkoft 19 gekrfimpene unde geschorene, de heeden lank 4^ unde 
4 ele, elk 100 golt overhovet 18 mark unde 18 scot; 1 Eamerikes ton slach- 
doke golt 6 mark unde % fr. Summa blivendes geldes van dessen terlinge 
es toho{)e 90 mark 20 scot unde 4 ^. ^ 

Op desse sftlve tyt ut Elwer van Bremen 1 terlink. Hir genk op to 
allen ungelde 9 schot. Hirut vorkoft 28 Gertbergesche, elk vor 4 mark 
unde 1 fr, unde 1 Domsch gesnedenton slachdoke, golt 6 mark unde % fr. 
Summa blivendes geldes von dessen terlinge es tohope 128 mark myn 
1 fr. 

Noch op desse selve tyt 1 terlinc ; dar genk op to allen ungelde 9 scot. 
Hirut vorkoft 17% Akesch, elk golt overhovet 6% mark unde 4% scot, 
noch 1 Eonditsch, golt 2 mark unde 4 scot. Summa blivendes geldes 
van dessen terlinge es 128 mark 8 scot myn 7 ^. 

Damest 8 dage vor sunte Michgele') do untfenk ik ut schepper 
Schfllten 18 tunnen ryses, de koste myt allen ungelde myt op de wage 
1 fr. Hirut vorkoft 241 stene unde 6 punt ryses, elk sten golt 1 fr. Summa 
blivendes geldes van dessen ryse es tohope 60 mark unde 29 ^. 

Item op desse selve tyt untfenk ik ut 1 schepe van Schone 11 tunnen 
myt dadelen; darvan gaf ic to allen ungelde vracht winegelt unde ander 
ungelt to Schone, sunmia tohope 16 scot unde 22 ^. Hirut vorkoft 
82 stene unde 10 % punt dadelen, elk sten golt overhovet 15 scot myn 
4% ^. Summa blivendes geldes es to hope van dessen dadelen 50 mark 
4 scot myn 1 ^. 

Item so untfenk ic ut Albrechtes terlinge van Senden 1 Mechgele 
unde 34 laken myt 1 jodenvarwe. Desse 2 stficke gülden tohope 20 % mark. 

Item alzo ic jft wol er gescreven hebbe, dat ic her Hartwich Stenhfise 
molt sante tor Ryge wart; vor dit molt sante he my wedder 2 scheppunt 
3 markpunt wasses Bygescher wichte unde ic gaf em % mark to dat he 
mer utgaf vort was den em vort molt wart. Noch gaf ic hirvor to ungelde 
van Ryge myt hir 8 scot. Dit was sante ic jftwen broder to Lfibeke wart. 
Hirvor sante he my 2 leste heringes unde 1 kip Bergervissches. Desse 
herynk kostede to vracht unde to allen ungelde 21 scot. Summa tohope 
van al dessen ungelde van Byge hir unde wedder van Lubeke myt hir 
myt y% mark, de ik her Hartwige to gaf 1 y^ mark unde 5 scot. Item de 
vysch golt 1134 mark unde 2 scot. De herink golt tohope 26% mark. 
Mdüs soes de summa tohope in al dat ic wedder untfangen hebbe vor 
dat vorgescreven molt 36 mark unde 9 scot. 

Item 1400 int 8 jar 8 dage na paschen^) do untfenk ik ut Mychgele 
van der Borch unde ut schepper Tameken 2 vate m3rt peper. Ifir genk 



1) 10. April. 2) 22. September. 3) 22. AprU. 

2* 



— 20 — 

op to allen ungelde myt op de wage 9 Schill. Hirut vorkof t 38 % sten myn 
% punt pepers, elk 8ten golt 3 mark myn 7 34 scot. Summa to hope van 
dessen peper blivendes geldes es 103 mark 6% scot unde 6 ^. Darnest 
op sftnte Jakoppe^) untfenk ik ut Cleys Vredelande 10 böte Wins, de 
hebben gekostet optoschepen to kellerhfir unde to f&Uewine tohope 
5 mark myn 7 sl. Item so hebbe ic elk vat wins gerekent op 8 mark. Aldüs 
so es de sunmia hirvan blivendes geldes to hope 75 mark unde 7 schul. 
Noch untfangen ut Reineken Wememanne 1 pach, dat kostede to allen 
ungelde 14 scot unde 1 schul. Hirut vorkoft 30 Vallentinsche, elk vor 
4 mark myn 2 schot. Summa hir van dessen packe blivendes geldes 117 
mark myn 6 schiU. Noch untfangen ut Bassekoppe unde ut Vrederyk 
Bertoldessone 2 terlinge, de kosteden myt allen ungelde 14 scot. Hirut 
vorkoft unde unvorkoft 30 Eftmesche, elk rekene ic vor 6 mark; noch 
2 gesneden Maboüwesche rekene ic vor 7 mark. Aldfis so es de summa van 
dessen twen terlingen blivendes geldes wan se alzo vele gelden alzo ik se 
gerekent hebbe 186 mark unde 10 scot. 

Aldfls so es de sunmia in al dat ic untfangen hebbe myt den 404 mark 
unde 4 scot, de ik hir behelt, do ic jfl ok rekenscap screff — 1389 mark 
unde 21 scot myn 2 ^. 

1400 unde 9, 2 dage vor unses heren hemmelvart^) do untfenk ik ut 
Gert van Ummen 18 Edingesche, elk golt 5 mark, besonder 3 sin gerekent 
dat Stücke vor 4 mark. Vorkoft )4 Maboflwesoh ton slachdoke, dat golt 
8 % fr. Summa hirvan 89 mark unde % fr. 

Op desse sfilve tyt untfangen ut Peter van Bussen 22 Mestensche, 
elk golt overhovet som myn soen mer 5 mark m3m 9 scot. Vorkoft 2 Eon- 
ditsche vor 4)4 mark. Summa hirvan 106 mark unde 1 fr. 

Op desse sfilve tyt ut Johan van Pingesten 14 Tomoldesche, elk 
golt 7 mark unde 2 % scot unde % Eondisch, golt 9 fr. Summa hirvan to 
hope es 100 mark unde 7 fr. myn 1 scot. 

Item so kosteden desse 3 terlinge to puntgelde, palgelt, optoschepen, 
to keller hfir, de slachdoke totosteken 3 mark. Aldfis so blivet de sunmia 
tohope blivendes geldes van dessen dren terlingen 224 mark unde 2 scot. 
Noch untfangen to bäte vor den rocgen in Detmer van Ingeren 18 mark. 

Op desse sfilve tyt untfenk ik ut lohan Wfilve 15 vate myt rosinen, 
de kosteden to pfintgelde unde to anderen ungelde myt in den keller 

2 mark unde 12 scot. 

1400 in den 7 jare 5 dage vor pingesten^) do sante ik Hildebrant 

Voickinchflsen to Vlanderen wart in schepper ^) 1 tunne, dar was 

inne 5500 unde lYz timmer schonesches Werkes; dat 1000 stont erstes 
kopes 30 mark, to ungelde ^hirop 11 scot myn 6 ^. Summa van desser 
tunne myt int schep 167 mark unde 16 schul. Damest 9 dage na pingesten ^) 
kofte wy van Tydeken van der Heyde 13 scheppunt unde 7 lyspunt talges 
Bygescher wichte; dat scheppunt stont myt allen ungelde myt int Swen 

3 mark unde 9 scot. Summa hirvan 44 mark 7 scot unde 10 ^. 

1) 25. JuU. 2) 14. Mai. 8) 10. Mai. 

4) Der Platz für den Namen ist freigelassen. 6) 24. Mai. 



— 21 — 

Damest 14 dage na pingesten^) gesant in Vrederyk Bertoldessone 
1 txinneken dar was inne 3000 9% timmer lasten; dat 1000 stont 33 mark 
myn 8 scot; to ungelde 2 scot. Summa hirvan myt int schep 109^ mark 
8 scot nnde 9 ^. 

Damest 14 dage vor sunte Johannes dage^) sante ik em in Engel- 
brecht Wernssone in Albrechtes kysten van Senden 2000 myn 18 lasten. 
Desse lasten horden half in unse selscap unde se standen to unsen dele 
myt int schep 24 mark 4^ scot unde 8 ^. 

Damest 6 dage vor sunte Johannes dage^) gesant in schepper Bftm- 
pinge 1 tunne, dar was inne 8000 boUardes ; elk 1000 stont 17 mark sünder 
2000, stonden to 15 maiken unde 1 fr., to ungelde 8 scot. Summa van 
desser tunne myt allen ungelde myt int schep 132% mark unde 7 scot. 

1400 in den 8 jar 3 dage vor Palmen'), do sante ik Hildebrande in 
schepper Wragen unde in Peter Johannessone 6 stro w^sses, de wougen 
tohope 9 scheppunt unde 12 markpunt; dat scheppunt stont 14 mark 
unde % fr., fo ungelde 14 scot unde 1 Schill.; Sunmia hirvan 121 mark 
5 scot unde 2 ^. 

Damest op uns leven heren hemmelvart*) sante ik em in B.e3meke 
Wememanne 1 tunne, dar was inne 6000 Swetsches werkes; elk 1000 stont 
10 mark unde 10 scot mer op den hop; to ungelde op desse tunne 9 scot. 
Sunmia hirvan 63 mark unde 7 scot. 

Damest 6 dage na sunte Mertine^) sante ik em in Stormer 16% last 
rocgen, elke last stont 8 mark unde 4 scot, to ungelde op elke last 2 scot unde 
1 ^. Summa von dessen rocgen myt int schep 136 mark 3 % scot unde 2 ^. 

Op desse selve tyt in Brant Bou jensonne sante ic em 11 leste rocgen; 
elke last stont 8 mark myn % fr., to ungelde op elke last 2% scot. Summa 
hirvan es 89' mark unde 11 scot. 

1409 jar des anderen dags na sunte Marquarde*) sante ic em in 
Werner Grollen 1 tunne, dar was inne 7000 Swetsches werkes ; elk 1000 
stont 13 mark unde 13 scot, to ungelde 22 scot unde 6 ^. Sunmia hirvan 
desser tunne myt int schep 95 mark 17 scot unde 5 ^. 

Op desse selve tyt in Peter Vogeler 1 tunneken, dar was inne 2000 
20 timmer Swetsches werkes; dat 1000 stont 12% mark unde 17 schill. 
myn 4 ^, to ungelde hirop 9 scot myn 6 JS\. Summa tohope hirvan es 
36 mark myn 16 ^. 

17. HechenschafUahlegwng des Gotschalk Stenhus in Brügge. — 

1408 lehr. 3. 

Rev. St.'A. Orig. Auf der zum Teil von Stenhus seihst beschriebenen 
Rückseite des Blattes hat Hüd. Veck.^s Hand vermerkt: dyt es dey 
rekenschop dey wy myt Gotschalk Stenhusen hadden unde myt 
sinen brode her Hartwych, hyr 
wort my van 40 i^ 18 sl. 7 gr. 




1) 29. Mai. 2) 10. Juni. 3) 18. Juni. 
4) 24. Mai. 5) 16. November. 6) ? . 




— 22 — 

Mynen denst und wes ick gudes vormach. Wetet Hildebrant leyve 
ghevader, dat ick ja hirinne rekenschap screyye als van dem gude, dat 
ick imtfanghen mach hebben, dat in onse selschap boret, dey wy togadere 
ghemaket hadden, gy unde ju broder unde m3m broder unde ik in deme 
jare 1405 jar op den 3ten dach in oste. 

XN. ^ Ay Item int jar 1407 jar op den 14ten dach in julyus untfangen 
-^ ^2 van Reyghen van meyne broder in Laurencius Steyn 1 tunne 
aldus, dar was inne, dat in desse selschap horde 5000 schönes Werkes unde 
13)4 timmer troniss; hir en brack ane y% timmer als myn broder screyyet 
van 14 timmer. Item vorkoft 5000 schönes Werkes, elk 1000 vor 9 U gr,, 
sunima 45 U gr. Item vorkoft 13% timmer troniss, et ipOO gherekent 
vor 8 ^, summa 4 ^ 6 sl. 5 gr. Item gheven hirvan to halver vrachi;, 
byrghelde, optoslaen, to loteghelde, to stutelaghe in al 3 sl. 7 gr. Item 
gheven to mekellerdye 2 sl. 10 gr., summa blyrendes 49 U gr. 

Item int jar 1407 jar op den 148ten dach in jul3nis noch unt- 
fanghen van Reyghe ut van mynen broder 1 tunne, aldus ghe- 
merket, dar vas inne dat in desse gheselscap horde 3000 7 böte schönes Werkes 
unde 21 timmer troniss unde 1 böte. Item vorkoft 3 tausend 7 böte schönes 
Werkes, elk 1000 vor 9 U myn ene kröne op dey hop, summa 27 2if 9 sl. 
3 gr. Item vorkoft 21 timmer 1 böte troniss et 1000 vor 7 ^ gr., summa 
5 ^ 19 sl. gr., sunmia dat hir ut komen es als hir vorghescreven stet 
33 ^ 8 sl. 3 gr. Item gheven hirvan to halver vracht unde unghelde to 
schutelaghe, optoslaiie, to loteghelde in al 3 sl. gr. Item so koste dyt 
werck to Andorp to vorene unde dar to hushur 4 sl. gr., gheven to mek- 
lerdye 22 gr., summe blyvendes 32 U 19 sl. 5 gr. Item gheven to schote 
2 sl. 3 gr., sunmia, dat hir tosamene blyvendes es van ghevorden also hir 
vor gheschreven stet 81 U 17 sl. 2 gr., van ik hir van betalt sey hirvan. 
Hirvan bort ju unde juen broder 40 U 18 sl.' 7 gr., den hebbe ik in al reyde 
afgherekent an deme ghelde, dat gy my schuldych sit, darop so moghe gu 
juve rekenschop darvort opmaken unde screyvent vort an juven broder, 
de andere 40 U 18 sl. 7 gr., de hebbe ik meynen broder unde mey to ghe- 
rekent. Ok so en weyt ik nicht wol, wes hir mer in dey gheschelscap hört, 
darvan sal uns ju broder unde myn broder al besehet van screyven. Sey 
hebben et mest hantyrt, dyt moghe gy ene ok screyven, dat sey uns be- 
sehet hirvan screyven, so moghe wy es under enst en ende maken. Nicht 
mer op desse tyd. Bleyvet ghesunt. Gheschreven to Brughe op den 3ten 
dach in feberwarius in dem jare 1408 jar. 

Ghosschalk Stenhus. 

i5. Haifis Lcmgerhen in Hamburg an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1409 Ja/n. 13. 

Rev. St.'A. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. Von Hild. Veck.^s Hand hinzugefügt: 26 in jannewario 
untfangen 122 cronen. 

Mynen willegen denst und wat io gudes vormacL Wetet leve juncher 



— 23 — 

Hillebrand, dat myn juncher Syverd my bovel, dat ic ju solde senden 
200 cronen. Nu weren neyne bynnen Hamborch to kope ufld de munt- 
mester de hadde 35 cronen, de dede he my unde de hebbe ic Spyritus 
gedan demer loper, de sal se ju bryngen und de synt gemerket met dys- 
sen merke I i [Y \^U . Item wart my noch 37 cronen und dar synt mede 
und dar \^^ V^' sjrnt mede SGentsege nobelen und 8 Engeische no- 
belen. My enkonde er nicht mer werden op desse tyt^ Anders nycht men bey- 
det over my. Ghescreveh Sdagelia der hilgen Skonj^nge dach 1400 int 9de]ar. 

Hans Langerben to Hamborch. 

Item wart my noch van Werner 4 Gentsche 5 Eyngelsche nobelen 
32 cremen und 9 nobelen, dar synt summa tohope over al nobelen und 
cronen 22 cronen und hundert. 

19. Sivert V echmchusen^ Peter Ka/rhow und Heinrick Slyper in 
Köln an Heinrich op dem Orde und Hildebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1409 Apr. 14. 

Rev. St.-A. Orig. In dorso von der Hand des Hildebrand Vechinchusen 
1409, 17 Aprylle. Adr.: An Hynric op Orde unde Hyldebrand 
Veckynchusen to Brügge 



littera detur. 



w 



Vrentleke grote vorscreven. Hinrik unde Hildebrant, leve vrende, 
weit weten, dat wy hir unser selscop sake oversproken unde ok en deel 
overrekent hebben, Peter unde Hinrܣ Sliper unde ik, unde ok overdacht 
hebben, alse hima gheschreven steet. 

Item int eyrste so dunket uns guet na deme dat de gheselscop vor- 
ghestaen hevet op 5 deel alse by namen Hinrik op me Orde unde sin broder 
een deel, Hartwich Erukkuwe unde Mertin Ossenbroughe een deel met, 
Tideman Brekelvelden unde dat dor deel Peter Karbouwe, dat veyrdel 
Hannes van Mynden, dat vifte Hildebrant Vockinchusen unde Sivert, 
elk deel 1000 mark Lub. 

Item dama wart inghenomen Hinrik Sliper met 200 marken unde 
ander junghe ghesellen, elk met en deel geldes unde elk solde winnen na 
penninktalle. Aldus so hope wy dat dese gheselscop wol de helfte ghe- 
wunnen hebbe, wan al guet vorkoft unde scult inkomet, dat wy hopen, dat 
al seker si, so es der gheselscop hovetguet wol llOOOmarkLub. wert of beter. 

Item hirop es unse guetdunken, de wille men de selscop met desem 
hovetgude nicht ghehantheren en kan, dat mallek van uns utlegghe so 
vele, dat der gheselscop hovetguet 20 000 mark Lub. si. 

Item dat es to verstaue, dat Hinrik op me Orde unde sin broder so 
vele utlegghen solen, dat se an deser selscop hebben 4000 mark Lub. Item 
her Mertin Osenbruggen unde Hartwich Erukkouwe unde Tideman 
Brekelvelde so vele, dat se ok an deser selscop hebben 4000 mark Lub. 
Item Johannes van M3mde(n) unde Platensclegher,* Gronhaghen, dese 
dre ok 4000 mark Lub. Item Hildebrant unde Sivert Vockinchusen 



— 24 — 

4000 mark Lub. Item Peter Earbouwe unde Hinrik Sliper ok 4000 mark 
Lub. • 

Item aldns were dit gelt an 5 deel ghedeelt. ünde were welk, de met 
sinem vrende nicht also vele inlegghen en wolde, de vindet dat met eme 
anderen wol, de wat mede in sin part legghen off men rekene junghe ghe- 
sellen mede in er part. Item wat jungher ghesellen wy mer hebben, de 
er gelt utgheleget hebben unde nicht in dese 6 part gherekent en were 
off namals bi uns quemen, de solen op der gheselscop kost winnen na 
penninktale gheliek uns allen und wy menen op ju behaghen unde wellen 
van desem daghe vort alle eventur staen to winnen unde to vorlese op dese 
vorscreven 20 000 mark Lub. Item by aisulken vurworden dat men alle 
guet, war et es, rekenen sal na redelichet op desen dach vort op een sum- 
mum geldes unde dat to delen tia penninktalle alle den ghenen, de aldus 
langhe er gelt in der gheselscop ghehat hebben. Wan dat dan ghescheen 
es, so sal elk op er vifte deel so vele utlegghen, dat elker parteen 4000 
mark Lub. vul utgheleget werden. Item, dat Got vorbede, dat of ennich 
guet vorlorren worde van desem daghe vort, et wer in wat maten et wer, 
oat to deser gheselscop horde, dat in wat maten dat scheen mochte, dat 
sal op de 20 000 mark Lub. malkem na penninktalle vorloren sin. Got 
gheve beholden rese amen. 

Item so es dit unse guetdunken, dat wy des besten ramen, wanner 
wy euer rekenscop holden, dat wy dan overseen, we mest arbedes heet 
ghehat, dat wy deme mest vordels doen. Ok so menet I^eter, he en welle 
sunder vordel to Venedien nicht ligghen also dat ok wol moghelik es. 
Item so dunket uns guet sin, dat wy breve maken op dese selscop wo se 
vortstaen sal unde dat elk mechtich si to done unde to laten in elker 
stede, war elk legghet, dat wy eme al bystendieh sin unde schadeloes 
holden van alle deme, dat he in dat beste doet, dat wi dat gheliek staen 
na penninktalle to winnen unde to vorlüse, op dat elkeliek vorwart si to 
winnen unde to vorlüse, et si by leven of by sterven ; want wy sin al doetlik. 
Item Hinrik, leve vrent, wy hebben overdacht unde oversproken alse 
ume de sark, de ghi herghesant hebben. Uns dunket best, dat ghi dese 
sarke overgheven sollen in unse selscop, wante wy hebben se op unser 
selscop eventur nu vortghesant unde menen, wy wellen ju vor juwe kost 
unde arbeet doen, wan wy to pinxsten by ju komen, dat wy menen, Ju 
sole wol ghenoghen. Wante et en wel sik anders nicht vinden unde welle 
ghi himest over meer, ju sal geldes ghenoech werden. Ok so mene wy 
under uns dreen, of Got wel, van nu to sunte Jakoppes daghe^) over 
1 jaer over mer to tSnde. Wante Peter ment, uns alle dink to bestellen, 
dat wy in 12 weken weder to Venedien sin. Unde he wel selver mede. 
Unde welle ghi darop beyden, dat dunket uns guet sin. Wy wellen teghen 
de tit geldes dar ghenoech hebben, wanne et es beter teghen den winter 
over ipeer to varen dan teghen den somer. Item leve vrende, et moste 
vorwisset sin de we|sel, so men bögest unde best konde. Hirume vraghet 

1) 26. Juli. 



— 25 — 

na deser selscop he3rten deVitzis van Florense, hedde de er selscop toBnig- 
gen, dat wer et best an en vorwisset, de hebben düs lange unse wessel be- 
talt to Borne unde de sin best unse gadinghe unde wy hopen under uns 
dreen by ju to Andorpe to sm unde dar alle d^nk overspreken. Unde elk 
denke harde wol, wat unser selscop beste «in welle unde dat wy dese sel- 
scop met ernste angrippen unde hantteren, alse uns dunket dat uns noet 
si. Anders nicht, mer scrivet her unde to Lubeke al juwen willen unde 
gutdunken van desen breve sünder stbnen, of ju icht an desen saken schelle. 
Got si met ju. Ghescreven op den eyrsten sündi^ch na paschen 1409 jar. 

By uns Sivert VocMnchusen unde Peter Earbouwe unde Hinrik 

Sliper to Collen. 

Item wel Slyper syn grot arbeyt nicht umme nicht daen hebben, 
dat hey umme unser selscop wyllen aldus lange daen hevet unde ok wel 
hey vordan nicht arbeyden umme nicht. Hey meynet vordel tovom ut 
to hebben. Wy wellen met eme eynes werden, op dat wy ^nnen van deme, 
dat aldus lange wesen es, men wey vordan vele arbeydes hevet, dey wel 
ok vele vordels hebben, dat moet hymest overdacht S3m. 

Zyverd Vockynchusen, Lubeke. 

20. Sivert Vechinchusen in Köln an HUdebrand Vechinchusen 
und Heinrich op dem Orde. — 1409 April 21. 

Rev. St.'A, Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen unde Hynric 
op Orde littera detur. In dorso von der Hand des Hildebrand 
Veckinchtuen: Dyt hört in dey Venedyssche sellschap. 

Untfangen to Venedyen an werke: 

Item erste vorkoff EYanssysco Mady 10 000 sohons werx to 80 du- 
chaten, summa 800 ducaten. 

Item noch eme 3000 sehende werx to 72 ducaten, summa 216 du- 
caten. 

Item noch 2000 schons werx vor 140 ducaten. 

Item noch 2000 schon werck vor 140 ducaten. 

Item noch 1000 unde 433 vel, dat dusent 70 ducaten, summa summa- 
nun 100 ducaten 9 (grote?) unde 3 bemer. 

Item noch 2000 werx vor 140 ducaten. 

Item summa van allen 20 000 unde 400 unde 33 vollen to gelde net 
1800 unde 80 ducaten. 

Item Marco Bodolvo 3000 werx to 75 ducaten, summa 225 ducaten. 
Sunma net, ungelt afslagen 200 unde 26 ducaten unde 6 grote. 

Item Alberto dem golslegher 4000 werx to 73 34 ducaten, summa net 
294 ducaten. 

Summa netto reyne 296 ducaten unde 6 grote 29 berner. 

Item Nyclay dey Monte 1 % schons werx to 71 ducaten unde 12 grote 
summa reyne 100 ducaten unde 8 ducaten 1 grote 9 bemer. 




— 26 — 

Item Pyre Marcello 1100 schons werx, dat dusent 72 ducaten summa 
reyne 88 ducaten unde 16 grote unde 28 ^. 

Item noch Jacomel de Syngelo 4000 unde 900 unde 13 vel luchs 
wenc to 62 ducaten, summa reyne 306 ducaten. 

Item noch Antoni Eomer 4000 Bosyteschwerx to 66 ducaten, summa 
reyne 200 unde 25 ducaten 18 grote unde 10 ^. 

Item Donad Sygetlo 4000 schons werx, elk 1000 74 ducaten. 

Item noch 2000 to 70 ducaten noch 75 vel vor 3^ ducaten. 

Summa reyne 400 unde 36 ducaten unde 1 grote unde 28 ^. 

Item Lüce Malepyro 1000 werx vor 72 ducaten, sunmia reyne 
72 ducaten 13 grote unde 14 ^, 

Item Franssysco Pelegryne 2000 werx to 74 ducaten, summa reyne 
149 ducaten 3 grote unde 10 ^. 

Summa van desser syden 50 000 unde 21 vel. Summa to gelde 3000 
unde 869 ducaten unde 24 bemer. 

Item Pawel Swane 8000 unde 3 Yz schonswerx to 75 ducaten, summa 
reyne 641 ducaten unde 1 grote 26 ^. 

Item Marco Lardany 4000 unde 500 schonswerx to 74 ducaten. 

Item noch 1000 werx vor 68 ducaten. Summa reyne 400 unde 4 du- 
caten 2 grote 30 ^. 

Item Almarode Pyro 5000 unde 875 vel to 75 ducaten, summa reyne 
443% ducaten unde 15 grote unde 6 ^. 

Item Maryn de Spyrs 6000 werx to 272 ducaten, summa reyne 
435 ducaten 8 grote unde 25 ^. 

Item 1 heren in dene Dudeschen hus 1000 werx vor 70 ducaten, 
summa reyne 70 ducaten 13 grote unde 2 ^. 

Item Marco Bodolvo 300 vel vor reyne 21 ducaten 3 grote unde 
25 ^. 

Item noch Marco Rodolvo 300 vel vor reyne 24 -ducaten unde 4% 
grote. 

Item Jerolymus Veri 1000 ducaten unde 380 vel lusch to 55 ducaten, 
summa reyne 80 ducaten unde 15 grote unde 31 ^. 

Item Marco de Ponte 1000 und 400 schons werx to 70 ducaten, 
summa reyne 98 ducaten unde 18 grote 12 ^. 

Item Franssysco Korne 1000 werx vor 70 ducaten, suriima reyne 
70 ducaten 13 grote 4 ^. 

Item Drera Battury 1000 werx to 75 ducaten summa 226 ducaten 
17 grote unde 8 ^. 

Item Pawelo Tran 5000 schon werx to 70 ducaten, sunmia reyne 
352 ducaten 17 grote unde 16 ^. 

Item Franssysco Bonekamen 1000 werx vor 50 ducaten, summa 
reyne 50 ducaten unde 9 grote. 

Item eynen kesener 500 unde 35 utworpen werk, sunmia reyne 
22 ducaten 8 grote 31 ^. 

Item Pyro Franco 6000 schons werx to 67 ducaten, summa 400 unde 
5 ducaten 3 grote unde 12 ^. 



— 27 — 

Item Marco Vargedyn 3426 vel. Item noch 2000 unde 250 vel to 
70 ducaten. Summa 5500 unde 176 vel, summa reyne 400 ducaten 
9 grote 31 ^. Item noch 1000 vor 70 ducaten, summ» jeyne 70 ducaten 
13 grote. 

Item Jakomel Almal 600 vel, summa reyne 34 ducaten 4 grote 
unde 4 ^. ^ 

Item Andrea Barcfttsy 1000 werx vor 68 ducaten, summa reyne 
68 ducaten unde 12 grote unde 24 ^. 

Summa in desser syden 54 000 unde 800 unde 16 vel. Summa to- 
screven to gelde 3921 ducaten 23 grote unde 13 ^. 

Van werke. ' 

Item vorkofft Nycolae Maresyne 6000 werx to 72 ducaten, summa 
reyne 433 ducaten 5^4 grote unde 3 ^. 

Item noch eme 23 000 schons werx to 70 ducaten, summa 1600 
unde 22 ducaten unde 1 grote unde 26 ^. 

Item noch 2 dusent werx to 80 ducaten, sunmia reyne 161 ducaten 
unde 4 grote unde 26 ^. 

Item 30001u8ches werx to 70 ducaten, summa 200 unde 11 ducaten 
unde 13 grote unde 26 ^. 

Item noch 900 unde 80 vel, 1000 to 80 ducaten, summa 78 ducaten 
unde 23 grote unde 18 ^. 

Item noch 661 vel lu§ch to 70 ducaten, summa 46 ducaten 23 grote 
28 ^. 

Item noch Marco Meresyne 14 000 schons werx, elk 1000 70 ducaten, 
summa 900 unde 80 ducaten. Item noch 7000 unde 250 lusch werx to 
60 ducaten, summa 435 ducaten. Item noch 4000 schons werx, dat 
1000 80 ducaten, summa 300 unde 20 ducaten. Summa reyne 1743 ducaten 
unde 23 grote. 

Item noch Nycolaya Meresyne 7000 unde 200 schons werx to 80 du- 
caten, summa 576 ducaten. 

Item noch 5000 unde 500 unde 82 vel lusch to 70 ducaten, summa 
390 ducaten 17 grote 24 ^. 

Item, noch 8000 schons werx to 80 ducaten, summa 600 unde 
40 ducaten. 

Item noch 8000 schons werx to 68 ducaten, summa 544 ducaten 
gelt, myn effte mer, dat vynt syk wol. 

Item noch 3000 unde 500 schons werx to 70 ducaten. Item noch 
800 lusch werx to 60 ducaten. Summa 293 ducaten. 

Item van 9a 000 unde 900 unde 73 vel summa to gelde 6741 duchaten 
unde 18 grote unde 7 ^. 

Item Jacmel Bave 2000 werx to 80 ducaten, summa reyne 161 du- 
caten unde 26 ^. 

Item Mevio Memo 4000 werx to 80 ducaten, summa reyne 322 du- 
caten 11 grote 22 ^. 



— 28 — 

Item noch Bentke Tasker 2000 werx vor 1)4 ducaten, beyde summa 
reyne 151 ducaten unde 4 grote. 

Item noch Franssysco Sane 2000 unde 250 utvorppen werx, summa 
reyne 44 ducaten. 

Item noch Donale Fascore 1000 unde 200 werx, summa reyne 96 du- 
caten unde 17 grote unde 28 ^. 

Item Franssysco Fancs 2000 werx, sununa reyne 141 ducaten 
1 grote unde 6 ^. 

Item Jacmel Sys 4000 werx to 80 ducaten, summa reyne 300 unde 
22 ducaten unde 11 grote 22 ^. 

Summa van desser syden 100 000 unde 11 000 unde 400 unde 23 veL 
Summa 7980 ducaten 22 grote 15 ^. 

Item 7jro Franco 4000 werx to 80 ducaten, summa reyne 323 du- 
caten, 11 grote unde 19 ^. 

Item noch Gerel Bevor 2000 werx to 80 ducaten, summa reyne 161 du- 
caten unde 4 grote unde 26 ^. 

Item noch Jacomel Menyo 8000 unde 700 schons werx to 80 ducaten, 
summa 696 ducaten. 

Noch 2000 lusch werx to 70 ducaten, sunmia 140 ducaten. 

Item noch 1 dusent unde 50 vel utworppen werck vor 63 ducaten. 

Item noch 12 000 schons werx to 68 ducaten, sunmia 800 unde 46 du- 
caten. 

Item summa over al van Jacomel Menyo 1700 unde 45 ducaten. 
Sunmia van al reyne 1751 ducaten. 

Item noch Pyro Besany 2000 unde 73 vel schon werck to 70 ducaten, 
summa reyne 147 ducaten unde 1 grote unde 20 ^. 

Item noch Franssysco Pelegryne 2000 unde 500 to 80 ducaten, summa 
reyne 200 unde 1 ducaten unde 12 grote. 

Item Marco Lordaen 12 000 unde 100 schons werx to 80 ducaten, 
summa 900 unde 68 ducaten. Summa reyne 975 ducaten unde 12 grote 
unde 10 ^. 

Item Jerolmo von 1100 unde 87 vel utvorpen, summa reyne 65 du- 
caten 21 grate unde 30 ^. 

Summa van al desser syden 47 000 unde 600 unde 10 vel, 3623 du- 
caten 16 grote. unde 9 ^. 

Summa van al 4 summen van verke — 200 000 unde 63 200 unde 
60 vel. Summa to gelde over al reste 18 900 unde 35 ducaten 14 grote 
31 ^. 

19 000 unde 300 unde 95 ducaten 14 groten unde 31 A affslagen 
vor 7000 unde 150 koft werk 460 ducaten. 

Item es noch to Venedyen 2000 unde 100 unde 29 vel. Summa van 
allem wercke 200 000 unde 65 000 unde 389 vel. Hirup es in geren in elk 
1000 3 vate, dat maket overal 7500 unde 200 unde 30 vel. Aldus es de 
summa van al, dat Peter an werke van Lubeke unde van Brügge untfangen 
hevet, 200 000 unde 73 000 und 100 unde 19 veL 



— 29 — 

Hir syn ingherekent, dat Peter to Venedyen kofft hevet 4000 van 
Johannes Mylys van Breslowe, 3000 und 160 van eynem manne van Frage, 
aldus es reyne worden es yan den wercke dan van Lubeke unde van Brügge 
komen es 200 000 i}nde 66 000 myn 31 werx. 

Hynric Slyper unde Zyverd Vockynchusen. Keinen. 

Leyve vrunde, Hynric unde Hyldebrand, wy hebben grot eventür 
staen unde nicht Tele wunnen an dessen wercke, also gy wol orerreken 
mögen. Hedde men dyt werk umme 80 ducaten to borge vorkoft, dat solde 
nns wol 2000 ducaten batet hebben unde of es an deme gude, dat hey uns 
butet hevet, neyn grot profyt wesen. Dat moet hymest anders handelt 
syn. Hymest sal ju al rekenscop van Lubeke komen. Dama mach men 
dan des besten ramen. Ghescreven 14 dage na Paschen 1409 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Eolnen. 

21. Heinrich Slyper in Köln an Heinrich opme Orde und Hilde- 
brand VecTcmchusen in Brügge. — 1409 Juli 3. 

Rev. St'A. Orig. Adr. : Hinrik opme Orde unde Hildebrant Vockin- 
chusen to Brftgge. 

Vrentlike grote vorescreven. Hinrik unde Hildebrant ju weit wetenj 
dat se fiy dese rekenschop unde dessen bref hirby es van Lubeke isanten 
unde screven, dat ik es ju kopie senden solde; nfi sin dit de kopien. 

Item so wetet, dat ik en mynen sin und antworde abrede hirop ghe- 
screven hebbe, dat es, dat my wundert, dat se Hannes Vranke vor eventur 
bäte gherekent hebben, wante hedde de selschop verloren, he en hedde 
nicht enen ^ ghehat den schaden med^ to belegghen. 

Vort so hebben se Peter vor 1000 mark winninghe gherekent unde 
ik en wüste nicht dan van 700 marken, de he in der selscop hadde unde 
wy solen unse gelt vor sunte Jakoppen daghe ingheleget hebben unde 
he sal vort inlegghen, wan he et hevet unde sal een viften deel an der 
selscop hebben aUene alse ghi in erren breven hirby wol vomemet unde 
sal groet vordel hebben unde sal grote kost driven unde grote staet op 
unse selscop unde sal alle sine maghebort voren to Venedien an desse rese 
op unse kost. 

Item Hinrik unde Hildebrand, vrende, aldus grot vordel en doen de 
Norrenbergher nicht noch ok unse borgher, de de selve rese varen. Dit 
scrive ik ju unde ik hebbe et en ok to Lubeke uterlike ghescreven unde 
ik wel et Peter ok selver seghen, wan he herkomet. 

Item ik hebbe en ghescreven, ik hedde lever dat 2 man 1 viften deel 
hedden, de uns in scaden mochten staen dan 1 allene de uns nicht enen 
^ en kan vorlegghen, dem wy vorlegghen moten, mer boven al, wat jft 
allen güet d&nket, dat es myokleef. Item so en es Sivert nicht hir, ik 
mene et ensole eme ok nicht al behaghen. 

Item Hildebrant, so hebbe ik jftwen bref wol vomomen, (de) ghe- 
screven war op den 268ten dach in junneijus, ik wel met allen dinghen 



— 30 — 

et beste doen mer my en sin noch ghene sardoke komen unde ik mene 
Peter sole binnen kort hir sin unde so sol he vort to Venedien wart. Item 
Hinrik, wat breve my van ju komen sin, dar wel ik et beste in doen. Got 
si met jü beyden. Ghebeidet alle tit over my. Ghescreyen op den derden 
dach in jullio 1409. 

Hinrik Sliper to Collen. 

Item so seget Hannes LosUnghe, dat louwant en si noch nicht komen 
dat my seer vorwundert na deme he my seghede. 

22. EUsaheth Veckmhusen cm Hüdehrand Veckinhusen in Brügge 

s.a. —etwa 1409. EndeOktbr. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren mann Hildebrant Vockinchusen 
to Brügge littera. Darunter von H. V.'s Hemd: 1409, 20 in novem- 
ber Sivert sal unser selschap weddergheven 36 marc 10 sL Lub. 
van den 18 marc Prusch 8 scot. 

Vruntlike grote vorscreven. Wetet mjn leve hole Hildebrand, dat Tütke 
Swartte wol over gekomen is, Got sy gelovet. Item so wetet, dat ik unt- 
fangen hebbe van Boden van Stockam 250 marc Lub. alles geldes und dar- 
to heft he betalt de 24 U gr. und hf secht uns, he en hebbe noch neyn gelt 
mer iik gemant. Item so wetet, dat ik untf angen hebbe de 800 ngu'c van 
myns holen Thomases weghen. Item van Tytken Swarten wegen 83 marc. 
Item van T3rten wegen 71 marc 4 sl., summa tohope 1203 marc 4 sl. Hurop 
hebbe ic ju weder gesant 1500 stokvisches, de stunt met alleme ungelde 
wentte to Hamborch 82 Vi marc myn 6 den. Hirop hebbe gy untf angen van 
Johannes Hoenstene 24 marc 11 sl. 4 d. Item sende ik ju by Herman Pia- 
tensleger 20 Gellerssche gülden und 10 cronen. Item sende ik ju by Cord 
Schellepeper 25 GeUerssche gülden und 5 cronen. Item sende ik ju by Hanse 
van der Merke 16 ^ nobelen und 7 Yz cronen und 4 Gellerssche gülden, summa 
an gelde, dat ik ju sant hebbe 83 marc und 1 sl. Item so hebbe ic Hanse van 
Mynden gegeven 36 marc 10 sl. Lub. vor de 18 marc Prusch 8 schot. 

Item so hebbe ic in der Venedyesschen selschop gelecht 677 marc Lub., 
summa, dat ik weder utegeven 900 und 3 marc 14 sl. mjn 2 den. Summe, de 
ic van desseme vorbenomeden gelde schuldich blyve 302 marc 6 sl. 2 den, 
alle tyt to guder rekenscap. Item so wil ik de 30 ^ gr in Prusen maken tegen 
wynachten by Gosschalke van den Boekele. Item bevol ik ok Hanse van der 
Merke 1 stro wasses, dat sende hir Reynolt Swartte und hört in Tyten sel- 
schap. Item so hadde ik ju nu gerne gelt gesant, men ik en kondes hir nicht 
bekomen op dusse t]^, ik wil gerne des besten ramen, dat ik ju gelt to der 
haut schicke, also ic erst kan. Item so wetet, dat hir nu de stede tohope 
weren des vridages vor sunte Symon Juden dage^) und se menden, se wol- 
dent gevatet hebben tuschen deme olden rade und deme nien und dar en 
wart do nicht af und se hebbet enen anderen dach geramet, de sal wesen 
to alle Godes hilgen dage') und so hopet men, et solde dan gud werden. 

1) 26. Oktober. 2) 1. November. 



- .31 - 

Nicht anders op dusse tyt, men ik wQ gerne des besten ramen by allen 
dyngen. 

Item 80 wetet, dat Johan van Staden wol op de Elve komen is, Got sy 
gelovet. Item so wetet, daf Hinric Losekync den terlinc Tomasche laken her- 
wart geschepet heft, want hir kumpt, so wille wy gerne des besten darby 
ramen. Hirmede vart wol in Gode mid grotet myn suster Greteke sere und 
alle vrunt. Gescreven des dynxdages vor alle godes hilgen dage. 

Liseke Vockinchusen. 

23. Elisabeth Vechinhusen <pu8 Lübeck an Hüdebrant Vechin- 

kusen in Brügge 1409^ 3. Dezbr. 

Rev. St'A. Pap. Eine Adresse fehU; wohl aber hat eine andere Hand 
als die der Briefabsenderin oder des Schreibers auf der Rüdeseite an 
3 verschiedenen Stellen bemerkt: Veckynchusen Slyper to Kolne — 
dyt es Lysseken rekensehap — koppye van Ljrseke breyve an 
Bildebrande. 

Vruntlike grote vorscreven. Wetet myn leve hole Hüdebrant, dat Tytke 
Swarte van hir toch des sundages na smite Andreas dage^) to deme Sunde 
over lant und wolde vord in Prusen. Item so wetet, dat Clawes Swarte de 
2 terlinge Eamerikeschen und Akeschen lakene vorkoft hevet und he heft 
ghegeven de Akeschen lakene, elk laken vor 19 marc Sundesch; und de man 
het Herman Eemerynge und salt betalen up pinxten; und beiden to kort 
2434 den und de slachdok de is noch unvorkoft. Item de terling Kamerike- 
sche heft he ghegeven, elk laken umme 18 marc Sundesch, umme rede ghelt, 
des sal he betalen 2 laken up wynachten und 4 laken up vastellavende ; de 
slachdok de is noch unvorkoft und se holden to kort 3 elen und 1 quartir. 

Item so is de terling Tomaschen laken wedder van Schonen komen 
und de heb ich em ok ghesent und Tytke Swarte, de wolde eme dar seggen, 
wes he mede don solde. Item so sin wy es eens gheworden mit Boden van 
Stochem, dat he minen holen Johanne van der Brugghen geven sal up sflnte 
Johannes dach to middensomere^) vor unse deel van den lakenen, de noch 
unvorkoft weren, 264 marc 8 sl. Item so hebbe ich van Boden untfangen 
300 und 14 marc Lub. und he heft sulven betalet de 24 ^ gr., de gi hir over- 
koften und he secht uns, he hebbe neen rede ghelt meer, dat uns boren mach, 
wente wenner he mer geldes inmanet, so wil he id maken bi Hanse van Minden. 
Item so hebbe ik untfangen van mines — ^) Thomases weghen 800 marc und 
van Tytke Swarten weghen 83 marc und van Hinrych Tyten wegen 70 marc 
4 sL Item so bin ik ju schuldich van miner eghenen weghen to betalende 
Yt groen Ypersch, summa 3 ^ 2 sl. Und juwe halve is noch unverkoft und 
juwe halve scharlaken nemet Tytke Swarte mede to Prusen wart. Item so 
hebbe gi untfangen van Hans Hoenstene 24 marc 11 sl. 4 ^. Item sende 
ik ja bi Herman Platenslegher 20 Ghebressche gülden und 10 krönen. Item 
sende ik ]u bi Konraet Schellepeper 25 Ghehrsche gülden und ö krönen. Item 



1) 1. Dezember. *) 24. Juni 1910. ') Lacke im Original« 



— 32 — 

sende ich ju bi Hanse van der Marke 16 nobele und 8 cronen und 4 Ghelre- 
sehe gülden, summa an gelde dat ik ju ghesant hebbe 83 marc und 1 sl. Item 
so sande ik ju ok in deme sommere 2 bodeme wasses dat horde Wilhebn 
Dalhusen und Zyy^de. Item hebbe ik ghegeven Hanse van Mynden 36 marc 
und 10 sL, vor de 18 marc Prusch und 8 schot. Item hebbe ik in de Vene- 
diessche selscap ghegeven 677 marc van juwer weghen. Item de 30 U gr. 
in Prusen to betalen, item so solde ju geven Andreas Zyrenberch 8 ^ gr. 
summa darvan 50 marc Lub. Item so hebbe ik de 30 U siden wol untf äugen 
ut Johan van Staden und dat want is noch to Hamborch. Item so sal ju 
Zyverd schicken payment van Eobie vor 80 Rynsche gülden. Item wes gi 
te achter sin van unser wegen, dat dot wol und kopet dat hir over up Jo- 
hannes van Minden, de heft my ghelovet, dat he dat to dancke wol betalen 
wil. Item so wer et, dat my Zyverd ghescreven heft, dat ik to eme comen 
sal to Kobie und Hans van Mynden, de blyft allike wol in unseme hus und 
ik meine van hir to teyende 8 daghe vor wynnachten.^) Item so wetet, dat 
Ziverd heft sine borghersscop hir laten iipsegghen, beide vor deme nyen rade 
unde ok vor deme. olden rade. Hirumme so love ich wol, dat ju Ziverd wol 
sulven ghescreven hevet, wo gi syn dinge dar holden solen. Anders en wet 
ik ju nicht to schryven men ik wU gheme des besten ramen by allen dingen. 
Hir mede so varet wol to Gode und grotet myn suster Greteken zere. Ghe- 
screven des dynxdages vor sunte Nicolauwes daghe 1409 jare. 

By my Lyseken Vickynkhusen to Lubeke. 

24. Sivert VecTcmhusen in Frankfurt an Hüdebrand Vechin- 

husen in Brügge. — 1410 März 20. 

Rev St.'A. Adr.: Hyldebrand Veckynchusen Brügge littera detur. 
Darunter von H. V.^s Hand 400 Bynsche gülden Johan Pot. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet dat ic hyr nomen hebbe van Johan 
Pot .400 Rynsche gülden, darvor gevet Everd van Megen to dancke und ver- 
togert en nicht, vor elk gülden 33 grote, wand hey my d]^ gelt ghedaen 
hevet in myner not, wand ic künde hyr neyn gelt anders opnemen. Grotet 
alle vrunt. Balke sal my hyr ok 500 gülden geven van Böden wegen, 
dey hey dar van eme opnomen hadde. Nemet ummer dey 4000 gülden myn 
500, dey Balke utgeven sal, ic sande ju dey breyve lest, scheide daricht ane, 
dat scryvet hyr sunder sümen. Ghescreven des guden donredages vor paschen 
1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Vrancvord. 

25. Sivert Vockinhusen aus Kein a/n Hüdebrand Vechinohusen 

in Brügge. — 1410 Aprü 2. 

j Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen Brügge littera 
detur. 



1) 18. Dezbr. 



— 33 — 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet, dat ic juwen breyf wol vomomen 
hebbe und ok Slypers breyf, des uns sere wundert, dat gy dey wuUe afleggen 
hebben laten. Doet wol und sendet dey wüUe herward und al ander dync, 
dat gy koft hebben met den eyrstendat gy kunnen, dat were wol 20 cronen 
werd, dat dey wulle nicht afgheleget were, so hedde wy dey lange van hyr 
vertan sand den Byn op. 

Item so gevet Gerd van Balgen ofte Amd Wachedorppe 600 gülden, 
vor elken gülden 33 gr. und weset Amde vruntlyk wand hey unse vrunt. 

Item gevet Everd van deme Hegen van Poltes wegen 400 gülden, vor 
elk gülden 33 gr. Item gevet Hyldebrand Wystraten ofte Clawes Balken 
500 gülden, des sole gy eme geven 300 cronen, je 4 cronen vor 6 gülden und 
wat eme mer dan 300 cronen bord, dar sole gy eme vor elken gülden 33 grote 
geven. Item untfangen van Balken 500 gülden, dey Tydeman Bode eme 
dar daen hadde, aldus es dey sunmia ^an al, dat gy darvan den 4000 gülden 
utgeven solen met den 500 gülden van Balken summa 2000 gülden. Aldus 
beholde gy noch 2000 gülden, dar kopet uns al werk mede, gud schone 
werk und lusch werk und sendet dat herward sunder sftmen op dat dar werk 
komen es, des gy kop kunen kopen, ic hope wy weUen al gud tuschen hyr 
und pynxsten noch Wol to Venedyen ward schycken, wand wy hopen dey 
crych sole syk wol eyne tyt vortogen und wardet ok krych in dessen landen, 
so wolde wy doch wol gud van Mechelen to Straseborch to senden, dar vard 
aldage wagen tuschen, dat es eyne gude strate gud henne to vame, dar dencket 
op ofte des noet werde, wand wy vrüchten hyr al vor eynen groten erlege 
den 'Ryn op. Item also gy my in der rekenscap scryven, so duncket my som 
dync schelen an gude und an gelde, dat ic ju eversand hebbe; hedde ic myne 
rekenscap hyr, so mochte ic ju dar scryven. Ic scref ju van deme Sunde 
rekenscap und al besehet van allen dyngen, es ju dey rekenscap worden, 
so scryvet dey ut und sendet my dey, so.meyne ju al besehet wol to scry- 
ven. Ok also gy screven lest und ok nu scryven van deme gelde, dat met 
unser selscap mercke mercket was, dat meyne ic dat my dat bysunder horde ; 
hordet ok in unse selscap, so were ic des doch tachter van der selscap wegen, 
ok duncket my, dat wy unse selscap und rekenscap nicht wol eyndygen 
und to eyner vasten rekenscap brengen, er wy rekenscap ut Lyflande und 
ut Prusen und van al umme hebben, dar wy noch gud hebben. Got geve 
beholden vard al umme ; est dat gy eynych gud mer to der see ward senden 
ofte hanttyren wellen van unser beyder wegen, dat scryvet op eyne nye 
rekenscap und dat al olt dync bysunder eyrst slecchtet werde to eynen 
gantsen eynde und ramet des besten in allen dyngen und grotet alle vrunt 
und bydet over my. Ghescreven 11 dage na paschen 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen Kolne. 

« 

Item so hebben my dey olde rat to boden, dat sey mynen broder und 
Hynric opme Orde und Tydeman Brekelvelde und Hans van Mynden und 
my vordegedingen wellen und wy alle und unse gud sole unghehyndert 
blyven, woe wy neyne borger to Lubeke syn, gy und ic syn ummer tovom- 
in neyne borger, darumme dorvewy nicht sorgen. Ef Got wel, gy und ic ok, 

Briefe und Urkunden, 1395 — 1441. 3 



— 34 — 

hope ic, dat desse andern und al unse selscap solen aller ansprake wol letych 
blyven und ok werd uns breyve van deme konynge, wan my dey komen, 
so wel ic ju utscryft senden. 

Item so hebbe ic to den olden rade screven, dat wy 2 tunnen werk op 
GoÜande hebben ofte dey bekumerd syn, dat dey ghevryet solen werden, 
dyt hebbe ic her Herman Yborge mynem swager screven, ic hope unse gud 
und selscap sole sunder angest van der achte blyven, ef Got wel, mach men 
vrunden loven, ic hebbe myn best daen an dessen saken und in unser sel- 
scap; mach neyn borger gud van Lubeke blyven ofte wy solden des alle 
untgelden; ok dyt senget Hynric opme Orde, dat he dyt ok vrunden scryve 
op dat wy sunder schaden blyven. Item so sal 03^ dachvard werden to Ham- 
borch van den meynen steden, dar hope ic dat men ok umme dey Lubesche 
sake spreken sole, werdet dar nicht vorlyket, so vrücht ic, dat et nummer 
gud werde, so wel ic Lubeke overgeven und seyn umme 03^ hüs inne to 
wonen. Plaggal wel my syn hus doen to eyner tyt, weit nicht beter werden, 
so vare ik dar in tegen Mychele und my unbreket men al retschap, dey ic 
in deme huse behove. Welt nicht anders to Lubeke werden, so 6s myn rat, 
dat wy hyr 1 jar ofte 2 jar tohope wonen und darbynnen unse dync säten 
und geven uns hyr tovreden und deynen unsen leyven hem Gode. Ic hope, 
wy wolden uns hyr wol bergen met der hulpe Grodes. Siechtet al dync imd 
latet ims unsen leyven hem Got bydden, dat uns to voge dat uns gud sy to 
ewycheyt. Grotet alle vrunt, helpet Losekinge des besten to allen dyngen 
und scryvet my al tydynge weder. 

Item Amd Wachedorp sal vele werk kopen, est dar hey kop hebben 
mach und ok ander dync, hey sal dar wol 1000 U gr. bewem reydes geldes. 
Dyt latet by ju bynnen. Kopet uns werk bytyden und sendet uns dar met 
den eyrsten. 

26. Sivert Vechinhtisen in Köln an Hüdebrand Vechinhusen in 

Brügge. — 1410^ April 6. 

Rev. 8t.'Ä. Orig, Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Bru^e lit- 
tera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet dat Bernd myn knecht weder 
komen es van sunte Gallen und hevet dar 600 gülden van unser selschap 
wegen brecht, dyt segget Slyper und gevet dar Losekynge 360 gülden ofte 
deme hey syn dync bevolen hevet. 

Item my duncket, dat dey bynnen Lubeke gud und huse bekummerd 
hebben, dat Amd Wachendorp tohoert; ofte niyn gud ok bekummerd syn 
möge, des wet ic nicht men es dat bekummerd, so est quat, so moet 
ic eynen andem rat dencken na vrunde rade, vomeme gy solkes wat, so 
scryvet my ju gudduncken, hedde dey konync levet, so wolde ic mynen 
schaden wol nakomen hebben, dyt latet by ju blyven. 

Item hedde dey wulle to Mechelen togaen und vord na Straseborge und 
vord to Eostnisse, dat solde batet hebben mer dan 200 gülden und Hans 



— 35 — 

Vrancke scryvet my nu, dat hey angest hebbe, dat men neyn gud in dat 
gheberge voren möge, wand dey hertoge van Oestryche hevet groten krych. 
My syn vele breyve komen van Ausborch und van Venedyen, dey holde ic 
al hyr, wend Slyper komet. 

Peter hevet dat leste olde werk vorkoft umme 90 gülden op 3 maent 
dach und claget syk sere umme gelt und meynt, sole hey al gud met vromen 
vorkopen, so mote hey gelt by dat gud hebben al woe men eme doet, dey 
vele geldes hedde, dey mochte vele bedryven. Holdet ju an werk, also gy 
mest kunnen, schonewerk und gut Smollensches werk, were gud, mochte gy 
des kop hebben, doch meyne ic Smollensches werk sole op dat eyrste dür Val- 
ien, in schonen werke sole dat beste profyt vallen, men neyn harwerk dar 
manc, men neyn gud kopet mer dan werk, wand wy seyn war dat hennewelle. 
Gevet dey lacke umme dat sey gelden wel, doch meynt Peter dey lacke, dey 
in den galleyden komen, sal sik mest underwegen vorkoft werden und sole 
wol by gelde blyven. Anders nicht, men ramet al umme des besten. Grotet 
alle vrunt. Ghescreven 14 dage na paschen 1410 jar. 

Zyverd Vockynchüsen. Kolnen. 

27. Sivert VecJdnkusen in Köln an Hüdebrcmd VecJdnhusen und 
Heinrich Slyper in Brügge. — 1410 Mai 24. 

Sev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen und Hynric 
Slyper littera detur Brügge. 

Vruntlyke grote vorscreven. Wetet leyve broder, dat dey Eomesche 
konynk doet es und ok dey pawes Allexzander. An deme konynge hebbe 
wy vele vorlan ^underlynges umme vele sake wyUen. Got hebbe er aller 
seylen. Dyt wel ok tegen dey olden Lubeschen sake sere wesen, ic vruchte 
dey olde rat solet nu to quat hebben, doch dat recht mot ghelyk wol vord 
gaen; al weit syk vortogem. Gy vomemen dar ok al dync wol, ramet des 
besten und segget ummer Eulen, dat gy dar hebben 440 gülden to des olden 
rades behof. Dat eyrste dat ic tidinge hebbe, dat dat gelt Yorwisset sy to 
Ltineborch, so sal men eme dart gelt antworden; ok doet Eulen den eynen 
breyf , den dey olde rat an en screven hevet, dey es by mynem breyff bunden 
und bestellet also, dat ic neyn imdanc vordeyne; dat mochte uns anders 
mer schaden. Item so hevet Bernd 500 gülden to sunte Gallen ward bracht 
und gevet Losekynge 350 gülden, dey andern 150 gülden wel ic hyr hebben. 
Es Losekynch dar nicht, so gevet dey Johannes Bockel ofte weme Lose- 
kynk syn dync bevolen hevet. In al ramet des besten und scryvet my al ju 
gud duncken. Wy moten ummer dencken, wo et al unmie gud wolde werden, 
dat wy tovreden mögen komen eynen wech ward. Dey Lubeschen deged3^ige 
wellen uns to lanc werden. Grotet aUe vrunt, sendet my ummer Tydeman 
Brekelvelden breyf weder, den ic ju lest sande. Ghescreven des andemsunna- 
vendes na pyngesten 1410 jar. Wy hebben neyn tydynge van Venedyen. 

Zyverd Vockynchüsen, Eohien. 

Screven met hast, al vrunt syn ghesunt. 



— 36 — 

28. ErJdärung Tideman Swartes über die Abfindung mit der 
Handelsgesellschaft, deren Mitglied er gewesen wa/r. — 1410 

Mai 25. 

Reo. St.'A. Orig. mit den Resten der auf das Papier gedrückten Siegel. 
Das Papier ist eben ausgezahwt^ ein Zeichen, daß es aus dem anderen 
Exemplar der Erklärung, daß T. S. vieUeicht selbst behielt, geschnitten 
wurde. In dorso fxm HUdArand Vechinchusens Hand: 79marc Prusch 
stau in Prusen [riY n^ 
in schulden. \^' y/\ 

/\ Witlik sy allen luden, de dessen breyff sein unde hören lesen, dat ik 

Tydeke Swarte bekenne openbare, dat ik van Gosschalke van dem Bökel 
unde van Lodewich Bficgendale alle rekenscap unde gelt wol untfangen 
hebbe van der selschap wegen, de se myt Hildebrant unde Sivert Voctin- 
ch&sen in vortyden gehat hebben besflnder 79 mark stan noch in schfllden 
van der selschap wegen wes van dessen gelde nicht betalt en wert, dat sal 
Hildebrant unde Sivert Vockinchflsen half vorleysen unde wes darvan betalt 
wert, dat sal Gosschalk van dem Bökel unde Lodewich Bftcgendal Hilde- 
brande unde Siverde half! senden ofte vor sey utgeven. Unde to einer be- 
tftchnisse der warheyt, so sin desser breyve twe, de ene ut dem anderen ge* 
sneden. Unde ik Tydeke Swarte unde Lodewich Bficgendal hebben unser 
beyder insegel in beyde breive gedr&cket to ener rechten betftchnisse der 
warheyt, dat desse dink aldfis geschein sin. Gescreven in dem jare Christi 
1410, 14 dage na pingesten. 

29. Sivert Vechmhusen in Köln an Hüdebrand Vechinhtisen in 

Brügge. — 1410 Juli 8. 

Rev.St.'Ä. Orig. i4dr.; An Hyldebrand Veckynchusen Brügge. Darunter 
von H. Veck.'s Hand: 1410, 23 in jullejus. 2 Blätter. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet, dat ic juwen breyf by Negeler 
wol vomomen hebbe, ghescreven na sunte Johannes dage, hedde gy my dey 
Sundesche rekenscap lange sand, so hedde ic ju lange al rekenscap ghescre* 
ven, ic kan ju nicht wol er rekenscap scryven, wan ic dey overseyn hebbe, 
so wel ic ju alle rekenscap weder senden, dey gy my lest sanden und ok 
nu und al besehet darby queme, my ok myn rekenscap unbreke van Lu- 
beke so behovede ic der nicht. 

Item also gy scryven van den 122 cronen, dat dey 126 marc stonden 
und in unse selscap horden, des sal ic al wol loven men ofte dey mede in dey 
rekenscap komen syn ofte nicht, des wet ic nicht men ic meyne neyn, ic 
meyne gy vynden unmier al dync wol uterlyken in mynen breyven, wand 
ic scref ju unmier al tyt al besehet wan ic ju wat sande. 

Item also gy scryven van deme gelde van Boden wegen 263 H marc, 
dat dey in myn schult syn komen, dat es nicht, nemet dat gelt op Johan 
van der BrAggen also gy eyrst kunnen, word dat nicht betalt, latet my den 
schaden staen, men dey 330 marc van Losekynge syn in myn schult komen. 



— 37 — 

des ic doch nicht lovet hadde, wand ic hadde en screven war sey gelt afmaket 
solden hebben, dat hebben sey vorsümet, my duncket al truwe es in der 
werlt Ute, 6ot betert, ic moet roede lyden. 

Item dey 275 marc nemet op Hans van Mynden van Scryvers wegen. 
Item dey 200 marc van deme terlynge wandes möge gy ok opnemen tegen 
unser andern vrowen dage^) to Lubeke to betabie, so sal my Hans van myner 
wegen opboren 360 marc van sardoke, dey solde men umme reyde vorkoft 
hebben, nu moeste men dey vor vorborgen; ok hope ic; my sole mer geldes 
inkomen to Lubeke van schulden und gude bynnen kord, wordet wol vor- 
staen, men my duncket al trüwe es ute, nu ic dar nicht weder komen wel, 
sey scryven s^ den dach, ic sole dey borgerscap weder begem und komen 
dar weder, dyt doet Johan van der Brfiggen mest und gy wegen wol, solde 
ic den achtißbreyf krygen vor ju und my, ic moste vor ju und my loven we- 
der dey achte nicht to doene dat en were dat dey olde rat wes gunnen wei- 
den, dat solde to en staen umme desser sacke wyllen und sole wy unse gud 
buten beholden so moet ic holden, dat ic vor uns und unse selscap lovet 
hebbe doch so hevet uns dey olde rat tyt ghegeven went paschen ; ic me3me 
dey tyt werde uns wol lenger. Latet dey 440 gülden utgeven und segget 
Eulen, dat hey nicht van my segge und scryve van Slyper untlangen und 
nicht op my wand dat kome Slyper to. 

(2. Blatt.) Item leyve broder, dey schade es to grot met den Tomasschen 
laken. Got geve uns wat weder werden mote, dat was ovel vorsümet, dat 
men dat schep allene leyt segelen met den groten gude. Got geve ok dat 
unse 2 tunnen werk met leyve overkomen, dey op Gotlande wem und al 
gud, dat wy in Lyflande hebben, wel aldus ovel by der see staen, so grüwet 
my vor schaden, so wolde ic, dat wy al unse gud in der Venedyesschen 
selscap hedden. Boven al ramet des besten und sendet elkeme dat syne 
weder also gy eyrst kunnen ah guder bekerynge also ju screven es. 

Item so solen uns noch wol 60 vardele sardoke komen van Oeusborch, ef 
Got wel, und unser wuUe es 13 sak to Venedyen komen und hope al unse 
gud sole mestlyc alreyde dar syn. Got gevet, dat were gud mer werx koft 
künde gy wat to borge krygen, ok were dey lake gud vorkoft und werk weder 
mede koft und ok were der lake gud noch wat mer to Lubeke sand, sey sal 
dar mest gelden. 

Item leyve broder, nemet dey Venedyessche selscap to hertten, also gy 
best kunnen, wand dar leget uns dye und vorderf ane m3mesdels ummer und 
Peter moget sere, dat gy eme nicht by allen lopem, dey van Brügge ut to 
Venedyen wart teyn, al tydynge scryven van crude und wercke und van 
allerleye kopenscap imd van allerleye nye tydynge und gude und my duncket, 
dat künde ju nicht vele schaden na deme dat Peter eynen wyllen darinne 
hevet und ok mochtet uns grot profyt inbrengen und dat were Peter ok eyn 
wylle und grot ere, dat hey unmier by allen lopem breyve hedde lyk andern 
luden und gy heylden al dey loper wol to vunde met cleynen dyngen und re- 
kend al breyve gelt und unkost der selscap und also doet ok Slyper hey geve 
noede y^ ^ und hey rekend und scryvet dat aL Peter moget neyn dync 

1) 8. Septbr. 



— 38 — 

mer men dat gy eme nicht scryven und neyn dyno op ju nemen doe van der 
selscap wegen eynych gud to kopen in dey selscap. Gy mosten ok sulven 
som als pro! yt dencken und doen met wessele met kopen und met vele saken 
und senden Peter somals laken und allerleye ander dync dat gy vomemen, 
dat dey Norenberger kopen und Lumbarden und ander lüde, wand gy moch- 
ten dar vele dynges vomemen dat ju Peter noch wy nicht al scryven kunnen. 
Doet wol und ramet al dync to hertten van der selscap wegen also gy best 
kunnen und spard neyn dync, wand uns allen macht hyrane. Ok wundert 
Slyper und my, warumme gy dey hermelen dar holden, nu dey koft syn. 
Bamet des besten in al und nemet dyt int beste und gy dorven Slyper dyt 
nicht scryven noch Peter, dat ic ju dyt screven hebbe. 

(Bückseite des Blatt 1.) Leyve broder my duncket al dync wel met 
den van Lubeke anders vallen dah vele lüde meynt hadden dat komet al 
by des konynges doede to, hedde dey konync ghelevet, men solde bynnen 
kord ander tydynge vreschet hebben ; ic hebbe al dync in den besten daen, 
Got voget noch to den besten, des behove ic wol. Gy mögen wol to Lubeke 
komen und vam wan gy wellen bynnen eynem jare ofte twen jaren dama 
dat et ju punttet, gy hebben ju borgerscap nicht opseget, ok sal ju dey olde 
rat wol gunnen juwe beste to praven boven dat ic vor ju lovet hebbe. Scry- 
vet to Lyflande ward dat sey den achtebreyf neyriiande wysen noch lesen 
laten. Ic wolde ok dat en to Brügge neymand lesen hedde. 

Item also gy scryven vele d3mges to slychten, dat es al myn wylle wol, 
jo wy imse dync slechter holden jo my leyver es, ic hope noch er paschen 
also vele geldes in unse selscap weder to brengen also ic darin schuldych 
sy, wand ic hope umme myn schulde solen ummer betalt werden bynnen 
desser tyt; hevet ok dey selscap nu schaden van my, ic weit wol weder betem, 
ef Got wel, op dat ic leven mach, welle gy ok Hynric Losekynge und Hans 
lenger in unse selscap hebben dat scryvet my. Dey 3 jonge broder syn weder- 
leget. Van juwer dochter und myner dochter wegen helppet en des besten. 
Got geve to guder tyt dat hevet my kostet mer dan 200 marc Lub. Dat eyne 
met den andern wand ic hebbe em gelt tovorn geven und darop weder leget 
also ic ju hymest al wol scryven sal, hedde ic to Lubeke bleven und by 
nerynge bleven, hedde ic wolde noch bet ghedaen hebben. Wel my ok Got 
helppen, so« wel ic al dync wol betem. Sorget nicht, al dync sal noch gud 
werden, ef Got wel, op dat ic noch 1 tyt leven ma<5h. Got geve beholden 
vard und geve dat uns dey Tomassche laken weder werden und dey vedder 
so mach al dync gud werden. Ghescreven met hast 14 dage na sunte Jo- 
hannes dage 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

30. Sivert Veckinhusen in Köin an Hüdebrand V ecTcmhusen 

in Brügge. — 1410 Juli 21. 

Bev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebränd Veckynchusen to Brügge 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet dat ic juwen breyf wol vomomen 



— 39 — 

hebbe, ghescreven 5 dage vor sunte Margreten dage.^) Got hebbe lof, dat 
dey 2 tunnen werx overkomen syn, Got geve, dat Albrecht van Boreken 
beholden reyse overkome und nicht nomen sy, des were wol noet. Item 
sendet ummer Hoensteyne syn dync weder in guden schepen by sommer- 
dage. Item ic scref ju lest und ok nu bynnen kord al antworde op breyve 
und begere op al dync antworde weder met den eyrsten und ic kan dey reken- 
scap nicht wol eynden und ju darop scryven,^ er ic myne rekenscap van 
Lubeke hebbe. Item dey 264 marc Lub. nemet op van bodengelde op Johan 
van der Brüten, ic sy eme nicht schuldych met alle scryvet eme, dat hey 
ju Vz Tpersch laken vorkope. Item dey 275 marc und das gelt van deme 
naten terlync wandes nemet U op Hans van Mynden also gy eyrst kunnen. 
Hey Salt betalen, ic wolde dat gy dar lange opnomen hedden, sendet Scryver 
syn dync over met den eyrsten. Item doet wol und maket my over in dey 
Vrancvorder mysse 400 gülden ofte gy kunnen, est ok, dat gy nicht, so moet 
ic dat opnemen in der mysse, dat gy dar to Brugghe utgeven, wand ic sy 
et hyr schuldych an der myssen to betalen, men es my vele geldes to Lubeke 
schuldych, my wel neyman betalen, ic moet al dync utreyden also ic best 
kan, wand unse leyve here Got aldync beter maket. Got voget al dync to 
den besten al umme des behove ic wol, hedde myn dync und gud van Lu- 
beke, ic geve nicht vele darumme, dat ic al m3m dage hyr bleve, doch so 
meyne ic hyr 2 jar to blyven wand in dey Akenvard, ef Got wel, dar bynnen 
mochtet beter werden eynen wech. 

Item Slyper hevet ju screven, dat gy neyn werk kopen solen und men 
sole ale werk to Lubeke kopen. Ic vrüchte dat sole syk to Lubeke nicht al 
wol vynden; künde gy guden kop kopen, so were gud, dat gy dar ok wat 
koften eyn del unune reyde und 03^ del to borge ok eyn del SmoUenssches und 
luschwerk, van al were gud koft, gy moten ok somals sülven des besten 
ramen met kopen. Ic meyne gy solen dar nu wol betem kop werk kopen 
dan to Lubeke. Uns solen ummer vele sardoke komen, dar mach ummer 
gelt van werden, dey selsoap gelt uns mest, darumme mote gy sey sere mede 
vordem. AI hedde wy noch 1 tausend werk, des were al wol noet, solde wy 
dat werk allene to Venedyen in banden holden. Anders nicht, men beydet 
over my und grotet myn suster und alle vrunt vruntlyken. Ghescreven op 
sunte Maryen Magdelenen avent 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen Kolnne. 

Item segget Tydeman Kastorppe, dat syn wyf hyr es und let en bydden, 
dat hey hyr kome met den eyrsten und doet Hynric opme Orde dessen breyf 
und es hey dar nicht, so beslutet en in juwen breyf und sendet eme to Lu- 
beke und scryvet uns al tydynge van al umme. Item so wetet, dat ic ghe- 
leynt hebbe Hans Slyppen met Steynhuse 6 Rynssche gülden, dey nemet van 
eme und sendet my dey weder met den eyrsten. Ic behove alle dage gelt. 
Item ic hebbe hyr lovet vor eynen heyt Herman Schottelken van Ryge 
vor 32 gülden, vraget darumme ofte hey dey betalt hebbe, ic moet hyr alle 

1) 12. Juli 



— 40 — 

dage wat umme vrimde wyllen doen. Hyr geyt morgen eyn romervard an 
van pyne und schult und ste]^ 8 dage und sal alle jar twe warf gyn ; Got geve 
dat wy des alle delaftych werden möten. Ic wolde dat gy und myn suster 
hyr 8 dage umme wesen mochten met jüwen vromen und wyUen. 

31. Hüdebrcmd Vecldnchusen in Brügge an Johcmnes von idyn- 

den. — 1410, Jvli 27. 

Bev. St.-A. Paf. Die Handschrift ist eine cmdere als die gewohnliche 
H. Veck^s. Eine Adresse ist nickt fmrhanden. 

Vruntlike grote rorgescreven Johannes van Mynden gude vreint. Ju 
geleive to weten also, dat ic ju bescheit scrive van mynen properen dii^en, 
dat my angeit dat hedde ic gerne dar. Ton ersten kofte ik op ju, dat gy be- 
talden van myr wegen Johannes van den Berge 30 & gr. dat ^ gr. umme 
6 marc 6 sL, des vomam ic na dat gy qualiken int gelt weren van myr wegen, 
do kofte ic ju over by Tydeman Boden, dat gi dar untf angen solden 36 Kf gr. 
to 6 marc 5 sl. Lub., aldus so leip ju darvan over 36 marc Lub., dey bleive 
gi my darvan sculdich. 

Item so nam ic damest op ju van Herman Sten 100 & op sunte Johannes 
dach to 6 marc 6 sl. ; des vomam ic ok do dat ju myn gelt ter haut quam 
van myr wegen, des makede ic ju do over by Johannes van den Bökel 60 ^ 
imde by Johannes Spiker 56 & gr. Hirvan betalde gi dey 100 'ä gr. vor- 
screven, aldus so blive gi my darvan schuldich 94 marc 12 sl. Lub., dei gi 
darvan over holden; aldus so sy gi my to hope van den 2 prosseilen schul- 
dich 130 marc unde 12 sl. Lub. Item Johannes gude vreint, so sy gi my hir- 
to schuldich van den 2000 scones Werkes, dei gi to Lubeke verhoilden 23 ^ gr. 
Item Johannes so sante ic ju in Ifinrichkes tunne op Morde 7 eilen lakens, 
dei stonden 27 sl. gr. 

Item Johannes so geleive ju to weten, dat ic op ju hir opkoft hebbe op 
Johannes Bardewik, dat hei dat betalen sal van juwer wegen Hinrich Stel- 
hörn to twin tyden tohope 40 ä( gr., des kofte ic 20 X/ vor 6 marc 5 sl., dei 
andere 20 ^ to 6 marc 6 sl. 

Item so kofte ic noch van Amt Byken 12 ^ to 6 marc 6 sL, dat sal ok 
Bardewik betalen van juwer wegen. Dit sint tohope 52 Ü gr. Hirvan sla 
ic ton ersten dei 23 & gr. van den 2000 scones Werkes, aldus so blivet dar 
noch over 29 ^, dei rekene ic op Lub. gelt 183 marc 12 sl. Lub. Hirvan sla 
ic af dei vorscreven 130 marc 12 sl. Lub. unde ic sla af vor dei 27 sl. 8 marc 
4 sl. Lub., dat es tohope, dat ic afsla van der summa 139 marc; aldus so , 
blive ic ju hir schuldich van desser summe geldes, dei ic op ju koft hebbe 
44 marc 12 sL Darmede so love ic, dat unser beider rekenschap sleicht sy 
dit over rekent siecht, schelt ju dar icht, dat scrivet my, so wil ic alle 
dinch siecht maken unde don alle dinch ut. 

Item Johannes gude vrent, so wetet, dat my myn broder Syvert ge^ 
screven hevet, dat ic op ju kopen sole van hir Hinrich Scrivers kinderen 
wegen 275 marc Lub., dey meme ic op ju to kopen myt den ersten imde hir- 



— 41 — 

af myne ic ju dat gelt an aftoslan also dei 44 marc 12 sl., aldus so solde ic 
dan noch op ju to kopen 230 marc 4 sL Lub. Anders ein weit ic ju nu nicht 
mer to scriven van dessen stucken. Scrivet my ein antworde hirvan myt 
den ersten ; anders nicht men vart wol in Gode. Gescreven 2 dage na sunte 
Jacopes dage 1410 in Brügge. 

Per me Hildebrant Veckinchusen. 

32. Sivert Veckinkusen in Köln an Hans Loseking in Brügge ( ?). 

— 1410 Mi 31. 

Vruntlyke grote vorscreven. Wete Hans Losekync, dat ic nu breyve 
van dynen broder hebbe, dar scryvet hey my inne, dat hey dy und Lode- 
wyge und Reymer und Hildebrand ghedaen hevet van mynem gelde op 
wederle^ynge o ver al 85 14 marc Lub. Dyt salt tu aldus vorstaen. Ic gaf 
ju 4 brodem 20 marc Lub. tovom und doe ju 20 marc Lub. dartegen op 
wederleggynge, dat es tohope 40 marc und hey hevet ju noch op dat gelt 
daen, dat gy buten hadden dat dynen jungen brodem horde 45% marc, 
dar hevet hey ju 45 Vs marc van m3men gelde tegen doen in den namen Godes. 
Dyt is tohope dat hey dynen brodem und dy doen hevet met deme, dat ic 
ju geven hebbe, also vorscreven es 85 Vi marc Lub. und wes tu tovom had- 
dest, dat horde my half to also du wol west, dar was nicht utscheden. Dyn 
broder meynde wol, du heddest gelt vordeynt met lopen to sunte Gallen 
und met deme dat du syn dync vorstondest to Brügge, dat soldestu allene 
holden, doe segede ic weder so soldestu ok dey kost to Bmgge und al umme 
betalen, also dat wy des eyns worden, dat my al half solde tohom, dat du 
haddest, dat en were, dat dy sunderlygs gelt ut Westfalen were komen. 

Item so ward ic met dynem broder hyrvort eyns op dey sulve tyt, dat 
al dat du und dyne jungen 3 broder hebben und hanttyren in kopenscap, 
dat sal my al half hören, nichtes utscheden und du und dyne broder solen 
neyn gud buten hebben ofte hanttyren in neyne wyse, dat en were dat ju 
eynych gelt ut Westfalen queme ofte anstorve, dat sole gy my scryven, 
dar sal ic ju also vele tegen doen op wederleggynge und welle gy eynyge 
vry selscap met eymande maken in Ihiisen ofte war gy me3men, dat gy pro- 
fyt doen mögen, dat es myn wyUe wol, men dat sole gy my vorscryven und 
sal my mede gelden also vorscreven es. Hans aldus hebbe wy desse vor- 
warde vast maket un& ic hebbet aldus in myn bok screven, aldus scryf du 
dyt ok in dyn bok besohedelyken; ok hebbe ic djrt mede bescheden, dat du 
noch dyne broder nicht van my scheden solen noch van mynen kyndem 
aldewyle gy m^t eymande selscap holden wellen und op dat et myne ga- 
dynge es selscap met dy und dynen brodem to hebben by alsolken vorwarden 
also vorscreven staen, hebbe ic dy und dynen broder dyt vordel daen und geve 
darumme scryftlyk und segge ok mynem broder ofte du dyt aldus holden 
wolt alse Vorscreven is vor dy und dyne broder so mach ic my hyma rychten. 
Und soes myn wylle, dat myn broder und du denckebreyve hyrop maken 
eyn ut den andern sneden, op dat elk vorward sy in tokomenden tyden. 
Wan dat scheyn es, so wellen myn broder und ic seyn, dat wy ju vord des 



— 42 --- 

besten raden und helppen, dat gy, ef Got wel, gude lüde mögen werden, op 
dat gy wol wellen und doen na unsen rade und nemen jüwes dynges war. 

Item Hans nem neynen homot an und doe mynem broder to wyllen 
und scryf my al tydj^nge und boschet weder, wat du koft hevest met den 
350 gülden und oftet al wol overkomen sy und lere scryven und al ander 
dync, dat dy to gude komen mach und maket also dat du guden loven met 
den luden lörygen mögest und holt alle manne, dat dt en lovest und betale 
wol, dat sal dy op dey lengede to gude komen und scryf dynen brodem alty- 
dynge in Prusen in Lyflande, op dat sey dar wat by leren und sende en so- 
mals jo eyn cleyne aUerleye prunselynge und dat sey dy altyt weder scry- 
ven, wat dar best sand sy. Grote alle vrunt. Ghescreven op sunte Peters 
avent in der amen 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen. Eolnen. 

Hans ic hebbe desse scryft darumme an mynen broder aldus open sand 
darumme op dat hey dy alles dynges met den munde berychten, op dat du 
aldync bet vorstaest und op eynen guden vasten voet mögen setten und 
dat my myn broder eyn vast antworde weder scryve met den eyrsten. Dar- 
umme tu dar neyn dync in imd maket also dat et al umme vaste stae. Got 
geve beholden vard al umme. Yard to Gode ward; ic doe ju darumme also 
grot vordel und hebbe also groten wyllen to ju umme des wyllen gy syn 
junge lüde und wolde Got helppen und vrunt, dat gy gude lüde mochten 
werden, so hopede ic gy solen unsen kyndem des gheneyten laten. Men 
wyste ic, dat gy doen wolden also nu vele junger lüde doen, wan sey icht 
bet mögen, so vorgeten sey al der genen, dey en hulppen und god daen heb- 

ben, so were my leyt ^) gy ju also vele hulppen hadde also ic 

und myn broder ah-eyde daen hebben, ic hope gy solen wol doen lyk also ic 
ju betrüwe. Got geve met leyve to leven in ewycheyt amen. 

33. Sivert Veckinhusen in KÖl/n an Hüdebrand Vechinhusen in 

Brügge. — 1410 Aug. 1. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen Brügge littera 
detur. Es nuuM den Eindruck als ob der Anfang fehlt, der vielleicht 
auf einem anderen Blatte stand. 

Item also gy scryven van deme gelde by Hans van Mynden, dat nemet 
op also gy eyrst kunnen und also ic ju erscreven hebbe und bewerd her 
Hynric Scryver ummer dey 275 marc Lub. also gy eyrst und best kunnen 
und sendet eme dey; ic hadde Hans van Mynden van Vrancvord sand 5 balle 
sardoke, dat hey dey umme reyde gelt vorkopen solde und betalen myne 
schult. Nu hevet hey dey to borge vorkoft op unser andern vrowen dach, 
darumme kopet dat gelt op ene und liemet den dach also gy lengest kunnen 
al schadet my dat eyn cleyne, dat moet overseyn syn, ok des ghelyk nemet 
dey 330 marc Lub. op Hynric Losekynge und ok den dach also gy lengest 
kunnen, wand my sal ummer vele geldes inkomen van gude und schulden 

1) 2 Löcher im Papier. 



— 43 — 

vor unser leyven vrowen dage der besten. My duncket al trüwe in der werlt 
es Ute, dat bevynde ic eyn del bynnen Lubeke wol met vele saken. Got 
betert al umme. Dey sydenwerckerscap syn my mer dan 1200 marc Lub., 
Got unbarmet, dat ic gy an dey sydenwerckerscap kernen sy, dat sol my 
vele schaden, ic wolde dat ic dat gelt op 500 marc na al in hedde. 

Item ic scref Boden unmie dat gelt op sunte Johannes dach, dat wel 
hey Johan van der Brüggen geven, dat nemet ok op wan gy weUen und hey 
scryvet, dat hey van den schulden nicht mer den 100 und 20 marc an Sun- 
deschem gelde inmaent hebbe und hey welle unmie dat ander teyn imd manen 
also hey best kan, ic wel eme scryven dama hey dat inmanen kan, dama 
sal hey dat Hans van Mynden geven und ju overscryven und ic scref eme 
ok van synem pard (I) selscap, dat blyvet staende also dat vorstond und hey 
weit nicht anders maken. Item so hevet Hans van Mynden vor dey 30 Ki gr. 
utgeven dey Tydeke Swartte ut Prusen overkofte vor elk marc Prusch 
35 sl. Lub. summa van den 30 U gr. 223 marc 3 % sl. Lub. Aldus möge gy 
dyt scryven by dey rekenscap. 

Item jüWen breyf ghescreven des sundages na sunte Johannes dage^) 
und hope Tydeke Swartte sy nu wol by ju und ok dey 2 tunnen werx van 
Gotlande. Scryvet my aJ tydynge darvan, ic hebbe Qawes Swartten lange 
screven al myn gudduncken, ic wel ju bynnen kord wol mer von den Lube- 
schen saken scryven, wand ic hebbe mynen knecht to Lubeke und Limen- 
borch sand umme al tydynge van vele saken und ic lat Lyseke wellen, ef 
Got wel, bynnen 12 dagen efte er in eyn hus varn, Got geve to guder 
tyt; inghedoeme sal my vele geldes kosten, ic moet hyr 50 ^ gr. hebben, 
sal ic al dync hyr utreyden, darumme vordüpet ju nicht in schulden to hoge 
dat wel ovele staen by der see und men seget hyr dar sy eyn schep nomen, 
dat nu lest to Lyflande ward segelde, Got geve dat Zergys und de Toma- 
schen laken dar nicht inne syn. 

Item ic sende ju dey kopye van den breyve, also myne borgerscap op- 
seget ward. Ic meyne, dat steyt wol ghenoch mach my dat helppen, ic wel 
an den byschop senden umme eyne kopye under synen inghesegele, es dat 
sey my myn gud nemen, so mot my dat mer kosten, Got gevet beter. Item 
grotet Gobelen van deme Sternen vruntlyken van myner wegen, ic hebbe - 
syner vroven screven m3men wyllen und latet herward komen, ic wolde dat 
et ahreyde hyr were, dancket eme vruntlyken. Item umme mester Gerlach, 
dat es gud, dat gy eme vruntscap doen, men ic vrüchte dat sole nicht vele 
inbrengen, men moet vele doen umme beters wyllen, Got geve der sake 
eynen guden eynde al umme. Tut Hynric opme Orde to Lubeke ward, so 
Salt eme varlyc noch syn, doch ic meyne sey sollen nicht gerne alsolke bor- 
nger unbem, doch eme es noet gude vaste vorworde ic wel to Lubeke nicht 
nochtan scryvent my som vrunde to male hartlyken, dat ic darummer weder — 
komen sole und sole hem imd ander vrunde bydden, dat sey my vor my scry- 
ven, dat ic dey borgerscap weder krygen mochte ; ic wel nicht vleyn, er men 



1) 29. Juni; scheinen einige Worte ausgelasBen, etwa „hebbe ik wol veistan'* oder 
ähnlicnes. 



— 44 — 

* 

my jaget, ic wet my recht, met der hulppe Godes wel ic my ok unrechtes 
wem, also ic best kan, myn here van den Berge und ander vrunt wellen my 
vordegedyngen und to rechte helppen. Got geve, dat et beter valle. Ic 
wel noch neyn borger werden, er ic wet wo et to Lubeke vam wel. Got voget 
to den besten al umme. 

Item umme dey 400 gülden, Hynrio Slyper hevet dat op syk nomen und 
scryvet darvan syn gudduncken; bekummerd ju dar nicht mede. Hedde 
wy bewarynge so wer dat gelt gud utgeven, wolde Kule dey 440 gülden hebr 
ben, worde uns dey bewarynge nicht bynnen 34 jare dat hey uns dan dey 
500 gülden efte 440 gülden weder geve, aldus salt Slyper ok scryven und dat 
Werner altyt Kulen vul beyde. 

Item wan dey rys kernet, so wel ic des besten darby ramen, ic me3me 
wy solen wol to gelde komen, wynd^) moten hymest hyr und to Vrancvord 
wunnen werden an sayen konynen und andern dyngen. 

Item umme Lyseken temelyken to holden, dat es noch gud to doene, 
wand sey hevet ununer noch nicht men 2 rocke, dey nicht vele dogen. Amd 
Wachendorp helt hyr syn wyf int hogeste, dar werd Lyseke umme vor- 
spfoken, doch wel ic des besten ramen int myddel also ic best kan. Item 
werk were gud koft to Venedyen ward, künde wy dat wol utreyden, ic wolde 
dat wy al unser seLscap gud an wercke to Venedyen hedden und dat et dar 
op 34 jar vorborget were, op dat wy mer met reyden gelde mochten kop- 
slagen. Ic wet neyn selscap dar ic mer trost to hebbe dan to derVenedyesschen 
selscap, wel Got beholden reyse geven. Dat wel ovele to der see ward staen 
und ok in andern landen umme Lubeke ut, dey clot lach noch nicht met der 
achte, dat sal men wol bevynden, men sal noch in vele landen van der achte 
holden mer dan som lüde moet hebben, werd ok eyn nye konync, so mach 
-»dat noch al wunderlyken vallen. My es leyf, dat ic ut Lubeke sy, wand ic 
hadde dar also vele unghemakes, dat my dar nicht weder vorlanget und 
myne gude meynynge und grot arbeyt werd my ovel loent, mochten som 
lüde raden, men ic hope Got und recht sole my helppen. Grotet myn suster 
und alle vrunt. Scryvet my weder eyn antword und gudduncken op dey 
utscryft also myne borgerscap opsaget es und nemet rat Ynet vriden. Ghe- 
screven op sunte Peters avent 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

34. Sivert VecTdnhusen (ms Köln an Hüdebrcmd Veckinhusen 

in Brügge. — 1410 Aug. 2. 

R^. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand/Veckynchusen Brügge 
littera detur. Der Brief macht den Eirdrvck eines Fragments; der 
Anfang, wohl auf einem anderen Blatte, scheint verloren. 

Item wetet leyve broder, dat ic meyne, dat unse selscap van my nicht 
mer tachter sy dan 262 marc 6^ sl. Lub. und darto dey 24 marc Prusch, 
dey ic over 2 jaren inPrusen van unser selscap gelde nam. Dey ISmarc Prusch 

1) Win-Denare, d. h. Gewinn-Pfennige. 



— 45 — 

und dey 30 ^ gr. quemen my al nicht to und hebben dar neyn doen mede. 
Lyseke 86get my, sey hebbe dey van jüwer wegen betalt und utgeven und 
ic meyne sey komen in unse selscap, eft des nicht, so scryvet Johannes van 
Mynden wo et darumme sy, dat hey ju dat scryve. Anders nicht men sendet 
my dat % arckes poppyrs weder, dar dey rekenscap an steyt und scryvet my 
ju ghebrek darvan und scryvet my wat gy vomenen van Albracht van 
Boreken und van allen andern dingen und ramet des besten alle wege. 

Item künde gy my 1 gud rot laken kopen van 5 ^ gr. efte dar by, Me- 
chelsch efte Eortrykesch efte eyn ander lakßn suverlyke varwe, dat sendet 
my, wand ic moet dat hyr vorgeven Slypers wyve und syner suster und Sly- 
per. Eunne gy ok an dat lak«n nicht komen, so moste gy my werk senden 
op 3 ^ gr ofte op 3 % äf gr. Wan gy dar laken künden krygen und leyten 
dat crymi^en und scheren und dor eyn teyn, dat ek eyn weynych dama 
roke, dat hedde ic leyvest. Hyrvan scryvet my met den eyrsten eyn ant- 
worde und gudduncken. Item verkopet dey lasten also gy eyrst kunnen 
und beydet over my. Ghescreven des eyrsten dages na sunte Peters dage 
a vyncla 1410 jar eyn antworde van allen saken. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

35. RechenschaftsaUegung des Hans von Mynden. — 1410 

Aug. 13. 

Rev. St.-Ä. Orig. Das Papier stellenweise arg zerfetzt, so daß rdchJt AUes 
mehr lesbar. Auf der Rückseite 2 Adressen, die letztere von der Hand 
SiverCs Veck inchu sen. 1) An Syvert VecMnchusen to CJohme lyt- 
tera detur | j pt 2) Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 

Uttera detur. 



w 



Vruntliken grot tovoren Hildebrant leve vrunt, dyt is juwe rekehscop 
unde de myne in dem jar unsses heren 1410 jar, do bleve gy my 44 marc 
12 sl. Item do was ik ju wedder 275 marc van her Scryvers wegen afsclagen 
de 44 marc 12 sL, zo blef ik ju schuldich 230 marc Lub 4 sl. Item so bin ik 
ju schuldich 244 marc 10 sl. 2 ^. van de sum gelde. Item so bin ik ju van 
enen terlink wandes 205 marc. Item so bin ik ju van Bodem van Stocken 
264 marc Lub. hir hadde ik my eme vorscreven, summa 943 marc 14 sl. 
2 ^, dat ik ju blyve. 

Item so hebbe ik betalt JohanBindewile 28^ gr. summa 179(mare) 12sl. ; 
item betalt Bramsteden 25 ^, summa 159 marc 6 sl. Item so hebbe ik be- 
talt Gerd Sahnensten 216 marc Lub. vor de Rynsgulden, de Syvert juwe 
broder up my kofte in der hervest mysse, do scref he my, hadde ik nen gelt 
by my van synar wegen, zo solde ik et van den juwen nemen. Item so sy 
gy my schuldich 60 ^ gr., de ik hir gaf ut de malen to gelde,dat punt vor 

6 Vz marc minus 8 ^, summa 390 marc 2 (!) 10 sl. summa 944 marc 6 sl. 

aldus blive gy unde 2 10 sL Lub. 

Item leve vrunt alzo gy scryven van de 80 ^ gr., de solle gy afsclan 
wedder de 600 Rynsgulden, wente ik hebbet in myne rekenschop nicht no- 



— 46 — 

men. Aldas vorliket ju myt juwen broder unde ik mene gy ,sollens under 
ju beyden wol to der warde komen. It is my leit., dat ik et aldus nicht scre- 
ven hebbe, der man (I) des anderen rekenscop, zo hadde gy wol vorstan 
na al juwer breve, so is juwe rekenschop unde de myne wol ens sunderl60 
marc, de juwe broder tostaen screven van Boden van Stocken unde dat gelt 
van Gert Salmensten de 216 marc Lub. Hirmede (blivet) sunt unde 

bedet over my. Unde ik wil de selscop hir ha enen ende 

afmaken. Blivet sunt. Scriptum am den mytweken post Laurencium . . . 

Hans van Mynden. 

Minen denst Hildebrant, leve vrunt. Hir wete gy juwes broders reken- 
scop is gicht ; stunde darane, dat ju tohorde, zo mochte gy ju under ju beyden 
vorgaen in punte. So bin ik em 117% marc Lub., de antworde«my Johan 
van der Brughen. Item zo antworde my Langerben 14 marc. Item Syverdes 
wyfes moder 10 marc Lub. Item antworde my Langerben 11 marc Lub. 
Item antworde Langerben 17 marc Lub. Item antworde my Johan van der 
Brugen 18 marc Lub. Item Hanzele 12 marc Lub. Item zo hebbe ik unt- 
f anghen 84 marc 6 sl. vor 1 ballen dok. Item hevet my geven Hinric Lozekinc 
130 marc Lub. Item Bodo van Stocken 160 marc Lub. Item hebbe ik unt- 
fangen 249 marc 18 ^ vor 3 ballen doke, sununa dat ik van Sywerdes wegen 
unliängen hebbe 722 marc Lub. 

In primo zo is my Ziwert wedder schuldich 58 marc Lub. van syner 
vrouwen. Item zo gaf ik Arend Wogher vrouwen 24 maic Lub. Item Jacop 
Jachgauwer 10 marc Lub. Item gaf ik vor de luken to tomakende 3 m. Lub. 
Item zo gaf ik vor 30 K6 grote, de de warden up my wedder umme koft ut 
Pruissen 200 m. L. minus 4 m. L. vor de marc Prus gaf ick 35 sl. Herten van 
den Hove. Item gaf ic vor stocwys, de em sant wart, 6 m. L. Item hebbe 

ik geven var vorloen 23 gülden Tydeman Brekelvelde 40 m. L. 

e man to der 16 sl. Item vor de tunnen oire, de to EoUen wart 

sant, 2 m. 3 sl. Item Hans Krouwel 10 m. L. vor de rente. Item zo mande 
my Stert von Zyverdes wegen unune 24 sl. van verendel botter ; der maget 
to lone 1 m. L. Item so was Heyle schuldich 6 m. 4 sl. Steven vor 1 tunne 
vort. Item zo gaf ik Hildebrant Vockinchusen 275 m. L. van Scriver; item 
der ammen vor de pels 18 sl. ; item Billevelde 8 sL ; item 1 marc Lub. in dat 
kloster; item vor Vinken 8 sl. to der schölle; item den schumaler (1) 25 sl.; 

item den Hildebrant Vockinchusen heyle unde rof vor 4 m. L. ; item 

gaf ik Hinrik Doryngh 25 m. L. 8 sl. vor de 30 Binsgulden (Ha)ns Krou- 
wel nte 10 m. L. sununa 719 m. L. 4 sL Aldus blive ik (Siv)erde 

4 m. L. Leve vrunt Hildebrant aldus isset tusgen juwen broder unde my. 
Item zo is he^jiy schuldich 32 m. L. van der koste ut den huse, do ik dat 
hus vorstunt. ^ürunche ( I) hevet my geven Hormen Platenscleger 26 m. L. 
unde van der anderen rekenschop hirumme 4 m. L. Aldus sal my summa 
bliven 13 m. Item zo hebbe ik Syverde juwe rekenschop wed^or ok aldus 
scriven up dat gy ju sulven undergan myt der rekenscop. 

Item zo scryve gy van pagemente op my to koppende van Syverdes 
wegen und van juwen wegen. Ik bin ju nicht schuldich van dar to Syverde, 



— 47 — 

wente solde ik pagemente betauen, ik moste ok dat gelt van juwen wegen 
weten. Hirumme zo vordreget ju enander. Hebbe ik wat utgeven, dat ju 
tokomet, dat nemet van juwen broder. 

36. Sivert Y eckinhusen aus Köln an Hildebrand Vechinhusen in 

Brügge, — 1410 Aug. 19. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge lit- 
tera detur. Darunter vcmHüd. Veck.^s Hand: 1410, 27 in den ouste. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet dat ic juwe-breyve und reken- 
scop al wol vorstaen hebbe und dey ic al over seyn wel und scrfven dey 
rekenscop in myn bok und schelt my ofte ju hymest ergen icht ane, dat sal 
al tyt to guden rekenscop staen sunder begryp und sunder torn; und my 
wundert, dat gy nicht also vele umme mynen wyllen doen wellen noch doen 
doin dat gy al solke gelt opnemen wellen also ic ju doch vele screven hebben, 
dat gy dey 26434 niarc wol op Johan van der Bruggen overkopen mögen 
und ok dat gelt op Johannes van Mynden van deme naten terlync wandes, 
dat es vor myn schult nicht betalt also ju Johan van der Brüggen wol scry* 
ven saL Nemet dat gelt op Johannes van Mynden und op Johan van der 
Brfiggen; kunne gy nicht 1 ^ gr. umme 6 marc 6 sl. kopen, so kopet dat 
umme 6% marc, ic moet dat gelt hebben, komet dar schaden op, latet my 
dat eventür staen. Ic dorfte wol na juwen scryven doen, al welle gy nicht 
na mynen breyven doen und ok dar nicht an loven. Johannes van Mynden 
und Johan van der Bruggen solent wol betalen, ok hebbe ic Johan van 
der Bruggen screven, dat hey dey 264)4 marc Johannes van Mynden geven 
sal, wand gy solent op Johannes van Mynden overkopen al kofte gy 100 ^ 
gr. op Johannes van Mynden van myner wegen. Hey leytet nicht weder 
bverkomen, also wol bewet ic my met eme, kopet dyt gelt over sunder 
sAmen al wat dat kostet op mynen schaden, ic wel dar gud vor syn, ef 
Got wel, ok sole gy dar neyn schaden noeh schände van hebben. 

Item also gy scryven dat gy also vele afnomen und rekent hebben, also 
ic der selscop schuldych sy, dat es myn wylle wol und dey 20 ^ 5 sl. scry- 
vet my ok to, dey ic ju sand hebbe, wand na deme dat gy dey 128 marc 7 sl. 
afreken, dey ander rekenscop solden unbreken hebben, so kunnen gy ner- 
gen in neynen rekenscop vynden, 'dat ic dey 122 cronen afscreven ofte to 
rekenscop bracht hebbe. Aldus unbreken my dey 20 ^ 5 sl. gr. ; ic wel al 
ju rekenscop in myn bok scryven und wat my an elker summa und an der 
rekenscop unbrekt, dat wel ic ju weder scryven allewege op ju vorbetem. 
Gy loven Tydeken Swartten worde bet dan mynen breyven. Hedde gy dat 
gelt overkoft, ic wolde ununer 100 nobelen wedden ofte weder overkomen 
hedde; dat es my neyn gunst, dat gy nicht doen na mynen breyven na deme 
dat ic ju dat also vele screven hebbe. Nemet dat gelt op wand, ic moet in 
der myssen opnomen 400 ofte 600 gülden dey ic dar schuldych sy, darumme 
sitanet dar nicht mede und setet ju to deme gelde, wand ic wel also vele op- 
nemen also dey 2 sunune geldes toseggen 464% marc Lub. Ic kan nicht 



i\~ 



— 48 — 

bet op desse tyt. Item aJso gy scryven van den 18 marc Prüsch, scryvet my 
warvan dey in myn rekenscop komen syn, wand ic wet des ummer nicht; 
al ander sak:e van unser rekenscop late ic staen to guder rekenscop und wel 
ef Gotokto Vrancvordwardbynnen kord und damawel ic ju al antworde scry- 
ven und dat sal, ef Got wel, also gud werden met allen dyngen dat wy, ef 
Got wel, unses dynges wol eyns solen blyven. Ic wel al dat doen, dat gy 
weHen und vele mer dan gy meynen, ic meyne al dync gud. Got geve dat 
aldync to den besten vallen mot to ewycheyt amen. 

Ic hebbet op neyn arch ghelaten, dat ic ju nicht lange volget hebbe 
met der rekenscop. Ic was des nicht vroet und sy des noch nicht al vrot, 
ic wolde wol dat al dync lange siecht wesen hedde und heddet ummer also 
gerne sl9bht, also gy met allen dyngen hedde dat unlucke to Lubeke daen, 
so were desser sake und vele ander sake neyn noet. Item also gy scryven van 
der Venedyesschen selscop, dftt gy dat juwe darut hebben wellen nach scheyn, 
dey rekenscop sal wol scheyn in der vasten, ic hope dey rekenscop sole sJso 
wol Valien, dat wy dat unse dar al mnme gerne inholden solen und hedde 
wy mer geldes wy solden dar gerne mer inieggen, Got geve beholden vard al 
umme. 

Item also gy my screven hebben van unser veddern Tomas, Got geve, 
dat et gud werde, so est my leyf , ic meyne dat sole anders vallen in Lyflande 
des ic vrüchte; jo dat unse vrunde bet voren jo my leyver were, dey lop der 
werldes gemelyc nu aldus. 

Also Got vorsey unse beste to ewycheyt. Item ic scref ju by Balken 
umme syden wat ju daran gud duncket, dat doet, men ic meyne dar sole 
neyn schade ane wesen, est dat gy neyn syden kopen to unser behef , so kopet 
umme in dey selscop 200 punt und sendet over sunder sümen. 

Item umme Lubeke, dar wel ic nicht weder henne dencken bynnen 
2 jarn, men gy mögen dar wol in wan gy wellen; ic woldet wol bestellen met 
deme olden rade, dat gy dar wol weder in mochten teyn sunder er begryp, 
men ic wet nicht wat nutte wesen wel, ic wel ju na der myssen wol myn gud- 
duncken scryven, sey meynen op sunte Eygydyus dach^) solen dey kor- 
vorsten to Vrancvord syn umme eynen nyen konync, Got geve eynen 
guden konync und voge al dync to den besten al umme. 

Item Lyseke es to unser leyven vrowen to den eynsedelygen togen byn- 
nen 3 dagen, Got geve, dant wy des alle betert werden. Grotet myn suster 
und ju dochter Drudeken und al vrunt, ic hebbe dey 7 gülden wol untfan- 
gen, ok meyne ic Balke sole my ok wol betalen. Item my es leyt, dat gy also 
vele tachter syn op unse selscop, ok solde Hynrik Tüte dey rentte ut der 
selscop betalt hebben alle jar, dat hadde ic eme ok allewege screven na 
deme dat dat gelt in der selscop es, so werd ok mogelyc dey reyntte ut der 
selscop to nemen. Ic kan des nicht wol vrot werden, woe unse selscop steyt, 
es unse selscop tachter in beholdener reyse, dat es. tomale gemelyc, my 
hevet lange na der selscop vorlanget to weten dey legenheyt darvan sey 
mach ummer nicht tachter syn also ic hope, Got geve beholden vard sd 



1) 1. Septbr. 



— 49 — 

umme. Scryvet Slyper und my al tydynge in dey myssen to Vrancvord 
und al umme van aUerleye gude und van al wat gy vomemen ut allen 
landen, dat steyt al umme ovel in der werlde und sunderlynges to der see 
ward weit ovel staen. Got bewaret al umme. Ghescreven des dynsche- 
dages vor sunte Bartolmeus dage 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

Item leyve broder also gy my screven, dey rekenscop van unser selscop 
wat gy untfangen und van ju sand hebben, dat hebbe ic al wol vorstaen des 
hedde neyn noet.wesen, ic holde ju neyn rekenscop van der selscop wegen 
na, wan gy my screven hedden, dyt hebbe gy to der see^ward sand und 
dyt hedde wy in selscop und wor elk dync were und wat gy tachter ofte 
tovom darop wem, so hedde ic bet wyst woe unse dync staen, hedde 
dan nu dar were my des ghenoch ane wesen overslaet al dat wy in selscop 
und an gude al umme hebben leget und sand und scryvet wat gy tachter 
syn, so mach ic ds^t ok scryven by desse rekenscop und eyn cleyne sal 
uns ummer nicht schelen, ,ef Got wel, Got geve beholden vard al umme. 
Leyve broder kopet ummer dat gelt over und latet des nicht also ic ju 
vorscreven hebbe, wand ic kan des nicht unbem, ic hadde wyllen eynen 
knecht darumme to senden, nu gy dat jo nicht opnemen wolden, dey 
soldet my an gelde bracht hebben, nu steyt dat ovele in allen eynden, 
men ic vorlate my op dyt gelt und hebbet nu to Lubeke ward screven, 
dat dar neyn togerynge invallen sal, dar twyvelt nicht ane. My were also 
^eyt, dat dar togerynge inkomen solde als ju; wolde Hans van Mynden 
dey syden senden, so nemet dat gelt ok op ene. Hans sege gerne, dat gy 
und hey und ic dey syden in banden heylden, ok hedde sey dey seLscap 
gerne. Est dat gy sey uns nicht kopen wellen, so kopet ummer 1 balle 
in dey selscap. Kunde gy ok eyn del wytte kopen also ic kofte, doe ic 
dar by ju was, dar kopet ok wat in al, ramet des besten und beydet over 
my in al dat ic vormach. Je wolde dat gy hyr komen künden tegen den 
wyntter 4 weken ofte darby umme vele sake wyllen, gy hebben ju bor- 
gerscap nicht opseget, ic mochte ju myn hus und reyntte laten toscryven 
und al dat ic bynnen Lubeke hebbe. Und gy screven my weder to dat wy 
buten hebben und wolden vele dynges siecht maken op eynen vasten 
voet, dat wy al umme vor ward worden; scryvet my al ju gudduncken 
men sal noch bynnen kord vele myes vreschen. Got geve gude tydynge 
van al umme. 

37. Sivert Veckinhusen in Köln an Hüdebrand Veckinhusen in 

Brügge. — 1410 Aug. 19. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge littera 
detur. Darunter von H. Veck.'s Hand: dyt es 1 rekenschop van 
ein dels unses dynges na myns broders sine. 

Broderlyke leyve vorscreven in juwer rekenscop und breyven hebbe 'ic 
vomomen, dat gy meynen dat ic der selscop schuldych sy over al 864 

Briefe and Urkunden, 1895—1441. 4 



— 50 — • , 

marc 11% sl. Lub. Hyran rekene ic ju weder 122 cronen, dat syn dey 
128 marc, dey gy meynen, dat ic an der eyrsten rekenscop vorrekent 
hedde, dey rekenscop was met deme gelde recht, also ic meyne dat ic ju 
• noch wol underwysen welle, doch allewege to guder rekenscop. 

Item Johan van der Brüggen sal des nummer seggen noch scryven, 
dat tey.myn schult met den 264% marc Lub. betalt hebbe, dey hey 
von Boden van Stockam untfenc. 

Item ic sande Hans van Mynden 5 balle sardoke, dar hey myn schult 
mede hevet betalt und Hans van Mynden hevet my screven, hedde gy 
dat gelt op ene koft, hey woldet wol betalt hebben, doch hey hadde meynt 
dat gelt van d«n terlync wandes hedde my tokomen. Gy scryven von 
220 marc, ic meyne vor den terlinc wandes sy nicht also vele worden. 

Item gy scryven, ic sy ju 36 marc 10 sl. vor dey 18 marc Prusch. 
Kunne gy dat my bewysen, dat my dey 18 marc Prusch tokomen syn, 
so wel ic des der selscop nicht reken, men ic wet dar nicht van, des my 
dencket. 

Dyt is overal dat ic ju weder afscryve an der selscop schult 649 marc 
2 sl. und noch es an den 30 ^ gr. 20 % marc 4 sl. to schaden komen na 
jüwen scryven es dat by my tokomen, dar wel ic Lyseken umme vragen, 
P\ — so est mogelyc, dat ic dey gelde. 

Item na jüwen.scryven, so ic ju propper schuldych van Tyten und van 
Swartten und vor 1 Ypersch laken overal 188 marc myn 6 ^ Lub. Dat 
laken wel ic gerne op my reken, men ic wet nicht woe ic dar an kome. 
Lyseke segede my, sey hadde ju umme % laken scryven, so sunde gy er 
eyn hei Ypersch laken und screven men solde dat halbe op ju eventür 
vorkopen, dat steyt noch by Johan van der Brügge unvorkoft, doch so 
schelt dar nicht ane, ic meyne ummer, dar sole gelt af werden. 

Item gy senden my 10 bale rys, wat darvan werd, dat wel ic ju wol 
scryven, dar es noch men 1 bale van vorkoft. 

Item also gy afnemen van unser selscop vor dat ic unser selscop 
schuldych sy und ju propper schuldych syby 224^gr., ichope nicht, dat 
des noet sole syn, wan gy nu dey 649 marc 2 sl. weder afscreven hebben 
und vorkoft hebben dat gelt vorscreven, so mögen gy hyr nest afnemen 
van elken mannes wegen 150 U gr. van mynen 160 ^ gr. neme weder 
af wat ic ju propper schuldych sy und der selscop schuldych sy, dat sal dan 
also vele clarer werden bjnonen desser tyt, so mochte Got geven, dat uns 
wat gudes ut Lyflande queme und dat wy vele dynges mochten op eynen 
vasten voet screyven, ic meyne sunder arch allewege to guder rekenscop. 

Item also gy scryven van den lasten und van Tyten selscop und 
van vele andern saken, dat blyvet al staende na der myssen und wel ju 
dan wol dey rekenscop dar scryven, wes ic van tyden Tyten und unser 
selscop wegen hanttyret hebben cleyne und grot to eynem gantsen eynde, 
men ic haddet allewege meynt men solde dey reyntte ut der gantsen 
selscop betalt hebben, so dorfte men aldus danne na rekenscop nicht 
holden hebben. 

Item doe ic Tyten best rekenscop scref van al deme, dat ic van der 



— 51 — 

delscop wegen hanttyrt hadde, doe blef ic der selscop oreial schttl4fch 

4 marc 9 sl. Lub. und ic hadde vor selyge Gosscalc van der Woesten den 
jungen utgeven vor allerleye dync also ic doe Tyten scref 43 marc und 
234 b1. Lub., dey nam ic doe darvan af und scref Tyten, dat hey also vele 
geldes van der reyntte, dey men den kyndern geven solde, weder in dey 
selscop legede und scref eme ok, doe dat my best düchte, dat men den 
kyndern alleweger er reyntte geve ut der selscop dat were alle jar 20 marc 
Ryges, dat hey dey al jar in Lyflande den kindern afgeve to reyntte, so 
dorfte elk syn gelt nicht bysunder utleggen, des duncket my nu dat Tyte 
scryvet, dat hey my torekent hevet vor dat gelt, dat ic vorworsten ut- 
geven hadde 25 marc m3m 1 sl. Byges und hevet dey 25 marc vor uns to 
reyntte geven, dey bord ju my half weder to keren, des bord uns beyden 
vor 200 marc alle jar 10 marc to geven, dat es van 4 jar 40 marc, dat es 
ju* 20 marc und my 20 marc, so blyve ic tachter van den 25 marc myn 
1 sl. und to achter 5 marc myn 1 sL Wan ic noch 1 sl. utgeve, so hebbe ic 
vor 5 jar vor 100 marc betalt, betalt gy ok 25 marc dar tegen vor 5 jar. 
Hebbe gy nu 5 ^ gr. in der selscop leget, so bord ju noch 10 marc utto- 
geven vor dyt tokomende jar, dyt scryvet aldus Tyten men wan dey 

5 jar umme syn so late men dey reyntte ut der selscop betalen, dat maket 
dey ryngeste rekenscop. Darmede es dyt siecht, men nu blyve ic der 
sebcop schuldych dat gelt vor dey 25 marc myn 1 sL, dey ic tovorn af- 
rekent hadde an Lub. gelde 43 marc und 3 sl. Lub. und 4 marc 9 sl. van 
eyner resten, summa 47 marc 12 sl. Lub., dey scryvet to unser selscop 
van myner wegen weder also vele sy ic ju mer schuldych dar mede möge 
gy dan reken woe dey selscop steyt. Ic wel nummer, dat dey selscop tach- 
ter gaen sy, ic hope ummer wy hebben wunnen und nicht verlorn, over- 
rekent dat also gy eyrst und best kunnen und ramet des besten al umme. 
Scryvet my aldync weder. Grotet alle vrunt. Ghescreven 5 dage vcr 
sunte Bartolmeus dage 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

Item leyve broder dey eyrst rekenscop, dey ic ju lest scref van Lu- 
beke und van deme Sunde, dey sol recht syn met den 122 cronen, dar- 
umme menget dey rekenscop in desse lesten rekenscop nicht; ok dorve 
gy dey 122 cronen nergen anders inscryven, est dat gy in der rekenscop 
nicht vomemen, so wel ic sey ju gernne noch eyns scryven der rekenscop 
wel ic anders'nieht maken my unbruck 540 Inarc 9 sl. 4 ^, darvor hebbe 
gy my toscreven 85 U gr. Darmede es dyt siecht und gy solen dyt recht 
vynden altyt to guder rekenscop. Ic bydde ju, dat gy desse rekenscop 
hyrop släten, wand ic hebbe dyt aldus screven to Lubeke und hyr. 

Item also gy scryven van Lyseken rekenscop van deme dat sey up- 
bord und utgeven hadde, dar vylfd syk allewege wol, sey hevet untfangen 
1273% marc Lub., dey summe es recht; darop hevet sey weder utgeven 
1164 marc 9 sl. 10 ^ und gy meynen, sey hebbe men 1107 marc 3 sl. 
10 ^ utgeven. Dyt schelt 20% marc 4 sl. an den 30 U gr. to schaden 
syn komen est by uns Vorsümet so est mogelyc, dat ic den schaden hebbe. * 

4* 



— 52 — 

Lyseke est to sunte Eynwolde, ic wel er underschet darumme vragen, 
ok schelt dyt 36 marc 10 sL, dat gy meynen dar my dey 18 marc Pmsch 
tokomen, est dat sey my tokomen, so es ju summe recht, komen sey my 
to, so es m3m summe recht. Na jüwer summe, so were ic ju in der selscop 
hyrvan schuldych 166 marc 4 sl. 2 ^, na myner summe so unbreke der 
selscop 108 marc 14 sl. 2 ^. Dyt schelt under uns beyden overal 57 marc 
6 sl. Lub., also vorscreven es. 

Item sy ic ju by sunder van Tyten und van Swartten wegen und vor 
dat Ypersch laken, dat wel ic gerne op my reken, summe dat ic ju propper 
sy 188 marc myn 6den Lub. 

Item sy ic in dey selscop vor 24 marc Prusch vor 50 marc Lub. rekent. 

Item dey 264 Vi marc van Boden van Stockam, staen by Johan 
van der Bruggen und by Hans van Mynden, dey mochte gy lange wol op- 
nomen hebben, dar Reynolt Swartte seget men wolde myn schult mede 
betalen by Swartten tyden was dey dach noch nicht umme komen ; und ic 
sande dar 5 baUe sardoke, darmede myn schult betalt ward und ic scref 
ju, 'dat gy dat gelt opnemen, also scryve ic ju noch. 

Item umme dat gelt van den terlync wandes, woe vele des es dat 
nemet op Johannes van Mynden, hey scref my hey wolde dey 30 K6 gr. 
mede untrychten, doe scref ic eme dat gelt horde ju to, dat hey myn schult 
untrychtede van den sardoken und van mynen propper gude, des hevet 
hey my weder screven, hedde gy dat gelt opnomen, hey weidet wol betalt 
hebben, welle gy des nicht loven, ic wel ju gerne Hans van Mynden 
breyf senden, nemet desse 2 summen geldes op, komet dar schaden op, 
ic wel den schaden gerne oprychten und sümet hyr nicht mede. 

Item gy scryven nu in juwen breyve und rekenscop, ic sy ju schul- 
dych 36 marc 10 sl. van den 18 marc Pruschen, komen my dey 18 marc 
Prusch to, so wolde ic dar nicht reken ok seien dey dan in dey rekenscop 
nicht komen, ok en dorve gy dan nicht scryven, dat ic ju dey schuldych sy. 

Item gy scryven ic sy ju und der selscop schuldych 1053 marc Lub. 
5 sl., der scryvet weder af dey 128 marc, dey gy meynen, dat an der reken- 
scop unbreken, wand ic wet wol dey rekenscop sal recht syn met den 
122 cronen. Scryvet ju weder to dey 264% marc Lub. van Boden van 
Stockam wegen und kopet dey over. Item scryvet ju weder to dey 220 
marc von deme naten terlync wandes, dey staen by Hans van Mynden ; 
wat van deme terlync wandes komen es, dat kopet ok over. 

Item dey 36 marc 10 sl. vor dey 18 marc Prusch scryvet my ok af 
est dat sey my tokomen to betalen, aldus es dey summe, dey ic van den 
1053 marc 6 sl. weder afcryve an 4 porselen, summa 649 marc Lub. 
Nu möge gy reken, worvele ic ju schuldych sy, dat der selscop angeyt 
und ju propper angeyt. 

Item nemet ummer dat gelt op Johan van der Brüggen und op Hans 
van Mynden also gy eyrst kunnen, wand ic moet ummer 400 ofte 500 
gülden op ju overkopen ut der myssen to Vrancvord, künde ic dat ok met 
eynem cleynen schaden kern, dat ic also vele geldes op schaden neme in 
dey ander mysse, dat wolde ic gemne doen, op dat gy dat gelt in handen 



— 53 — 

heylden, wand dat es my let, dat gy also vele dar int land tachter syn. 
Got geve dat ju ununer gud kome vor den wyntter. Item also gy scryven, 
dat gy also vele geldes ofnomen hebben ut unser selscop also ic ju propper 
und der selscop schuldych sy, des hope ic sole neyn noet doen also vele 
aftonemen. Gy hebben tegen my schult, dey ic der selscop und ju solde 
schuldych 83m afnomen by 224 U gr., wan gy afnemen wellen, so latet 
uns elk 160 ^ gr. afnemen van myne 150 U gr. nemet gy to ju, dat gelt, 
dat ic propper schuldych und ok dat gelt, dat ic der selscop schuldych, 
so meyne ic, dat sole dey siechtest rekenscop werden. Na der mysse wel 
ic ju wol scryven, wovele ic behove optonemen, wan dat scheyn es, so 
weUe wy dan elke rekenscop op eyn eynde slüten; bynnen desser tyt möge 
gy ok weten woet umme dat gelt to Lubeke es und rekenscop van al umme 
krygen ; ic hope al dync sole sonder begryp syn. Grotet alle vrunt. Ghe- 
screven 5 dage na sunte Bartolmeus dage 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

38. Sivert VeckinhtLsen in Frankfurt an Hüdebrand Veckmhusen 

in Brügge. — 1410 Aug. 20. 

Rev. St.'Ä. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to 
Brügge littera detur. Darunter von H. Veck.^s Hand: 18 in 
settember 150 Bynschgulden. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet leyve broder, dat ic ju bydde, 
dat gy geven Johan Enechteken ofte brenger desses breyVes van syner 
wegen 150 Rynsch gülden, vor elken gülden gevet eme 33 gude gr. to 
dancke und ic van dessen 150 gülden sal Johannes van den Bockel ut- 
geven 50 gülden, dey hebbe ic hyr geven Johannes Veckynchusen to 
terynge und ic wel nicht mer op ju overkopen op dat eyrste. Ok meyne 
ic ju 5 ballen sardoke to senden also ic e^rst kan, dar gy gelt afmaken 
mögen. Ic wel ju hyr nest van, Kolnne al dync scryven. Grotet alle vrunt. 
Ghescreven des myddewekens na unser leyven vrowen dägel410 jar. 
Sardoke gelden hyr dey valbe 91 gülden. 

Zyverd Veckynchusen Vrancvord. 

39, Sivert Vechinhusen in Köln an Hüdebra/nd VeckinJvusen in 

Brügge. —1410 Aug. 22. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to 
Brügge littera detur. Von Hüd. VecL's Hand: 400 gülden; 
1410, 25 in setember. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet, dat ic ju bydde dat gy geven 
Johan Enechteken ofte dey ju mynen breyf brenget 150 gülden, des sal 
Johannes Boekel 50 gülden betalen van Johannes Veckynchusen wegen. 

Item hebbe ic opnomen to Lubeke ward 216 marc Lub., dey sal 
Johannes van Mynden betalen van juwen gelde, dat gy op eme overkoft 
/ 



— 54 — 

solden hebben, doch bebbe gy dat al op ene opkoft, so salt doch wol be- 
talt werden, hebbe gy neyii gelt op ene overkoft, so kopet op ene over also 
ic ju erscreven hebbe sunder desse 216 marc. 

Item scryvet my sunder sümen wat Osborger sardoke dar gelden 
und okLembersches was, wand ic hebbe 6 balle sardoke und ok was, meynet 
Ju to senden, op dat gy gelt maken mochten, wan ic wet, wat dat dar gelt, 
darumme scryvet my besehet, ic wil ju ef Got wel van Kolnne al tydynge 
scryven. Dey rys blyvet hyr eyn del unvorkoft, dar sol nicht an wimnen 
werden. Hyr syn vele nyer gülden, dey hebben hyr den marcket vor- 
dervet. Grotet myn suster und al vrunt. Ghescriven des vrydages na 
unser leyven vrowendage 1410 jar. 

Zjrerd Vockynchusen, Kolne. 

Ic hebbe noch opnomen 400 gülden, sole gy utgeven, dar wel ic ju 
sardoke und was tegen senden, gy solen dey 400 gülden by sunte Mertyn^) 
utgeven. Got geve met leyve to leven. Sardoke hebben hyr 91 gülden. 



40. Sivert Vechmchusen in Mainz an Hüdebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1410 Septbr. 22. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr. : An Hyldebrand Veckynchusen Brügge 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet dat ic ju bydde, dat gy geven 
Knechteken 150 gülden, des sal Boekel 50 gülden utgeven van Johannes 
Veckynchusen wegen to dancke. 

Item sole gy geven Duvel deme Norenberger 300 gülden 14 dage vor 
sunte Mertyn*). Dyt segget en to geven. Lyseke sal ju van Kolnne senden 
met den eyrsten 6 balle sardoke, dey gevet umme, dat sey gelden wellen, 
ok meyne ic ju vor sunte Mertyn eyn del geldes to senden to hulppe to 
jüwer schult. Nemet vrylyken eyn del geldes op van myner wegen op 
Johannes van Mynd«n, hey salt wol betalen also ic meyne. Grotet alle 
vrunt. Slyper sal ju al dync wol scryven. Ic moet hyr to rechte gaen 
umme geldes wyllen dat unser selscop angeyt und moet hyr wol 10 dage 
blyven ofte mer. Grotet myn suster und alle vrunt vruntlyken. Ghescre- 
ven 8 dage vor sunte Mychele 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen Mentze. 

Dey konync van Ungern sal keyser werden, also men meynt und 
seget. Got geve, dat et nutte sy vor al dey krystheyt. Vordüpet ju in 
neyn schult in dey Venedyesche selscop, my duncket wy syn hyr al umme 
ghenoch tachter van der selscop wegen, dat es gud scryven, men dar hord 
gelt to, wy hebben hyr grote noet leden umme gelt, darunmie wachtet ju 
dar vor schulden und ramet des besten al umme. 



1) 11, Novbr. 2) 28. Oktober, 



— 55 — 

41. Sivert VeckinJmsen in Köln an Hüdebrand Veckmchusen in 

Brügge. — 1410 Oktbr. 22. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Ädr,: An Hyldebrand Veckynchusen Brügge 
littera detur. Darunter von H. Veck.^s Hand: 1410, 28 in october 
80 a< gr. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet jüwen breyf hebbe ic wol vor- 
nomen und ghescreven 16 dage in octeber. 6ot hebbe lof, dat Albracht 
van Boreken inkomen es, Got geve, dat wy dar vele inne hebben, so mochtet 
al gud werden op dat gy und wy al umme ut den schulden komen mochN;en. 
Got gevet uns, ward hyr my also bange. Got geve uns eynen guden eynde 
van al umme. 

Item vorkopet dey 5 ballen sardoke, wan dey m3m gelden dan gude 
Oeusberge van den besten ossen und lowen, dat sal uns dey selscop op- 
rychten, wand Slyper beheylt gude sardoke hyr und sande ju dey snoden, 
darumme maket gelt, war gy kunnen. 

Item also ic wol wet, dat gy grot by schult syn, dat my leyt es van al 
mynen hertten, künde ic dat wol keren, doch so hebbe ic hyr sproken 
myt Hans Greveroden, dey hevet my vorkoft 80 ^ gr., dey sole gy unt- 
fangen van 2 luden 14 dage darna dat gy en er breyve wysen und by den 
breyve syn quyttansyen, dey en gevet nicht van ju, er gy dat gelt hebben 
und latet ju van stunden an seggen, ofte sey ju dat gelt geven wellen ofte 
nicht und scryvet my dat wedder sunder sümen, wand ic moet Greveroden 
dyt gelt hyr geven und betalen bynnen 5 weken und ic hopet ummer to 
vortogem, also ic best kan und also ic lengest kan, wan ic ummer nicht 
bet kan, so wel ic dyt gelt weder op ju overkopen op den langesten dach 
dat ic kan; bynnen desser tyt mochtet beter werden. Were wy al umme 
desser grote sorge quyt, so moste wy mer bet toseyn dat wy in also groten 
schulden nicht dorften wesen, wand dat es grote sorge in solken groten 
schulden to wesen, dey dat wol betern künde. 

Item ic hope wy wellen dey 9300 gülden wol togern noch 4 weken 
op dat lengeste und bydde ju, dat gy des mynsten schaden ramen, den gy 
kunnen met der wessele to Venedyen ward, wand wat geldes wy op- 
nemen to Venedyen ward, dat doet uns al dubbelden schaden, wand dat 
sal dar al unse kopenscap vorderven tegen dat jar, doch wan men nicht 
bet kan, so moet men doen, alse men best kan, dey wessele moet betalt 
syn al wat dat kostet. 

Item künde gy met Tydeman Roeden spreken und van eme nemen 
400 gülden ofte myn, dat wy dey weder in der mysse betalen mochten 
mynen hem van Byge, al neme gy 32^ gr. vor den gülden ofte dat gy 
werk von eme nemen an dat gelt und vorkoften dat werk al, wat schaden 
men an desser wessel deden, dat were al gud kop ; ic wolde, dat wy 20 S gr. 
an 3000 gülden schaden doen hedden in dey mysse und dat wy neyn gelt 
op Peter dorften wesselen, wand dat sal al unse selscop to schaden maken. 

Wy hopen al unse gud sy wol to Venedyen mest komen und solde wol 
al unmie gud werden, woe wy desser wessele quyt wern sunder groten 



— 56 — 

schaden. Item werd, dat gy qaytansyen nicht gud ghenoch wern, dey 
Hans Greverode by dessen breyve dar sand hebben, so spreket en darvor 
und scryvet hyr wat quytansyen sey hebben wellen, dey sal hey wol 
senden, dar möge gy wol gud vorsyn, op dat gy dat gelt krygen mögen. 
Item umme dat gelt also 264 34 marc, dey wyste ic wol, hedde gy dat 
opkoft, dat hedde wol betalt worden overlanc. Doet wol und nemet al 
gelt op, also ie ju wol screven hebbe und ramet des besten al umme. Item 
ic hebbe Buggener ghelovet, est dat hey dynschedage op den dach dar- 
komet, so sole gy eme eynen Bynsehen gülden geven van der Venedyesschen 
selscop wegen, queme hey ok op den dach nicht dar, so gevet eme neyn 
gelt, dyt hevet hey my lovet. Slyper scryvet in al synen wyllen, dar na 
ramet des besten, also gy best kunnen; und wy hebben Peter Earbowen al 
unsen wyllen screven, also wy best kunnen. Grotet myn suster und alle 
vrunt vruntlyken und beydet over my. Ghescreven des eyrsten dages 
na der hyllegen 11 000 megede dage 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

42. Sivert VecTdnhusen in Köln ow Hüdebrand Veckinhusen in 

Brügge. — 1410 Novbr. 1. 

Rev. St.'A. Orig. Ad/r.: An Hyldebrand Veckynchusen Brügge littera 
detur. Daru/nter von H. Veck.^s Hand: 1410, 19 in november 
550 Bynsche gülden, 

' Broderlyke leyve vorcsreven. Wetet dat ic ju bydde, dat gy geven 
Johan Enechtken 100 gülden Bynsch ofte 33 gr. vor den gülden, dey tyt 
es op Mertyne und geyt my propper an. Aldus hebbe gy van myner wege 
betalt 500 gülden, dat es Knechtken tovom 100 gülden, dey 50 gülden 
gengen Bockel an; nu Enechtken 100 gülden und Byrckenerss selscop 
300 gülden, dyt gelt nemet van den 5 ballen sardok und wellen dey sardok 
nicht 5 Vz sl. gr. gelden, so gevet dey umme 5 sl. ef te myn und betalt dyt 
gelt to dancke und scryvet my woevele dese sardoke myn gelden dan gude 
Oeusborger ossen und lewen. My was leyt, dat ju Slyper myn sardoke 
nicht en sande. Item scryvet my ok, ofte ju dey 80 ^ gr. worden syn op 
dey rechte tyt, also dey breyf utwyset und scryvet my al tydynge und 
gudduncken und beydet over my. Ghescreven op aller hyllegen dach 
1410 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

43. Sivert Veckinhusen in Köln cm Hildebrcmd Vechinhvsen in 

Brügge. — 1410 Novbr. 9. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Das Papier ist auf beiden Seiten vollständig 
beschrieben. Raum für eine Adresse ist nicht Vorhemden. 

Broderlyke leyve vorscreven. Ic screve ju dey rekenscap tuschen 
Hans van Mynden und my also hey my dey sulven overscreven hevet, 



— 57 — 

dar hey nicht neyn to sal seggen, hey scref my, dat hey my schuldych 
bleve 60 marc myn 2 sl. Lub. des hevet hey seder van mynen wegen unt- 
fangen vor 4 balle sardoke by 430 marc Lub. und mer. 

"^ Item Van Hynrio Losekynge hevet hey opbord 130 marc Lub. reyde 
gelt und hey hevet van andern dyngen opbord ok mer dan 100 marc Lub., 
darto hevet hey van Boden wegen opbord 264 % marc Lub. 

Van al dessen gelde solde hey ju toseryven dat gelt van deme naten 
terlync wandes 210 marc und van Scryvers wegen 275 marc Lub. und van 
Boden wegen dey vorscreven 264 Vi m^rc, aldus est, dar hey ju toseryven 
solde overal 750 marc myn 8 sl. Lub. 

Aldus steyt unse rekenscop tuschen eme und my wan hey ju desse 
750 marc myn 8 sl. toscryvet und vor ju utgevet, so sal ic eme nicht 
schuldych boven 150 marc Lub., wand hey hevet noch vor my utgeven 
216 marc Lub., dar hebbe ic eme tegen screven, also vele geldes to nemen 
van mynen schulden ofte op mynen schaden. Aldus sal men desse reken- 
scop in der warheyt vynden, ef Grot wel und hey hevet my altyt screvenj 
hey wolde gerne betalen, wat gy op en overkoften, men my duncket dey 
love und trüwe sy ute ; wey deme andern gud doet, dey doet eme nummer 
gud weder, doch wet ic wol hedde gy dat gelt opnomen in rechter wessele, 
dat hedde wol betalt worden, dat wet ic wol, men hey es van der selscop 
wegen also vele schuldych, dat hey ju und my ghetogert hevet dar ic to 
male sere umme moeget sy und hebbet eme ok wol hartlyken ghescreven 
also dat ic ju noch bydde dat gy opnemen dyt vorscreven gelt dey 750 marc 
myn 8 sl. Lub. op myn eventüre, werd dat nicht betalt, ic wel den schaden 
hebben, sorget nicht dat komet nicht weder over, dat wet ic wol, ic hebbe 
damu alsolke breyve henne screven, dat et wol betalt sal werden, ef Got 
wel. Ok hebbe ic Boden alsolke breyve screven, dat gy des ok wol eyn 
eynde krygen, ef Got wel. Ic was Scryver schuldych 275 marc und gy 
scryven Reynolt sole eme vor 210 marc 96 marc Ryges ofte nobelen geven. 
Wes gy dar ane doen, dat es my leyf , my es let dat hey lange syn gelt 
nicht ghehat hevet; werdet eme van Reynolde nicht, so wolde ic wol dat 
gy ^me guden kop laken over wyntter mede koften. In al ramet des besten 
und beydet over my. Ghescreven 2 dage vor sunte Mertyne 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

Item umme dat gelt, dat Steynhus gerne van der selscap wegen, 
dar hevet my Steynhus vele umme screven, dat hey gelt in Lyflande van 
der selscap wegen vorborget hedde, werde eme dat nicht van der schult, 
so moste eme dey selscap den schaden oprychten, also duncket my dat 
wy dey helfte van deme, dat hey tachter es, betalen moten und sey beyde 
broder dey ander helfte betalen moten, dar möge gy met Gosscalc Steyn- 
huse umme spreken und wat gy dar an doen, dat es myn wylle wol. Item 
vorkopet dey sardoke, al woe gy sey geven, my es leyt dat gy also grot in 
schulden syn, mach ic raden, des sal neyn noet mer doen, ic wel leyver 
dey my wynn^ dan gy und ic also grot in sorgen solen syn ; Got helppe 
uns al umme met leyve hyr ut. My duncket, wy werden altyt in Lyflande 



— 58 — 

vorsümet, wes schult dat es, des wet ic nicht, Grot geve beholden vard 
al umme. 

Item Bylevelt was hyr, den scholt ic sere, dat hey ju dat gelt nicht 
weder sand hadde, doe clagede, hey mochte >to Lubeke also lange nicht 
blyven, men hey hevet my lovet, dat hey ju dat gelt sunder sümen schycken 
wel, wan hey to Lubeke komet. Ic hope hey sy dar alreyde wol, dey 
syden was noch unvorkoft, ic meyne dat gelt sole ju drade komen, hey 
sal ju ok mer geldes overmaken van myner wegen, kan hey van mynen 
schulden wat inmanen, ic kome tomale ovele to, da^myn schult also 
lancsam betalt werd bynnen Lubeke. My komet bynnen kord antworde 
van Lubeke, woe sey dat met mynen gude bynnen Lubeke holden wellen, 
dama wel ic hyr dan doen met mynen borgerscap to wynnen und ju al 
dync scryven. Got geve gude tydynge. Lubeke moet vorderven, er 
icht lanc, Got betert und voget bet dan et süne es, ic kan nicht weten 
wo et to Lubeke also gud werden kunne by unsen dagen, dat et. dar half 
also gud werden kunne also dat^wesen es by unsen tyden; ju wy uns des 
ertrosten jo uns dat beter es. Doch mote gy dar myt vreden und myt 
nerynge noch 1 % jare blyven und ic hyr 1 % jar, wand in dey Akervard, 
dar bynnen mochte men seyn, war dat al umme henne wolde, wand dat 
steyt al umme ovele in der werlde. Got und unse leyve vrowe mochte 
uns b5mnen desser tyt vorseyn, dat wy ummer eyn stede kregen, dar 
wy unse tyt hennebrochten. Got vorsey unser allerbeste to ewycheyt 
amen. 
V — - — Item al es dey Venedycfeche selscap vordretlyc wesen met groter 
wessele und met vele arbeydes, woe wy ut desser schult wem met leyve 
komen, so were my noch bet, dat wy in desser selscap nicht ghekomen 
wern. Desse selscap sal uns, ef Got wel, to groter wolvard helppen. Latet 
uns al umme des besten ramen; dey selscap sal, of Got wel, gud werden 
bynnen kord, were wy men to rekenscap komen, so mach dan elk syn gud- 
duncken vort brengen dama mach men dan des besten ramen. Anders 
nicht, men grotet alle vrunt und myn suster und beydet over my. Ghe- 
screven 2 dage vor sunte Mertyne 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolne. 

44. Sivert Vechinhwen in Köln an Hüdebrand Veckinhusen in 

Brügge. — 1410 Novbr. 18. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: Dem erbam Hyldebrand Veckynchusen Bragge 
littera detur. Darunter von H. Veck.^8 Hemd: 1400, 9 in janewario 
140 ^ gr. 

Broderlyke leyve vorscreven doet wol und gevet van der selscap wegen 
Godert van Stümmele 140 & gr. aldes gheldes, dat men heyt bütdreger, 
op Eerstmysse nest komende^) sunder eynych vortoch und sümen, al wat 
dat kostet. Wy künde nicht bet op desse tyt, wy hebben dyt gelt also 

hoge vorborget und vorbunden to dancke to betalen, darumme sätet ju to 

— ~— . • 

1) 25. Dezbr. 



— 59 — 

gelde met den eyrsten und ramet des besten al umme. De^ser manebreyve 
syn 2; in deme eynen steyt Godert van Stümmele nicht ghenomet. Bey- 
det over my. Grotet alle vrunt. Ghescreven 8 dage na sunte Mertjrne 
1410 jar. 

Zyverd Vockj^chusen, Kolnne. 

45, Sivert VecTcmhusen m Köln an Hüdebrcmd Veckinhusen m 

Brügge. — 1410 Novbr. 24. 

Rev. St.'A. 

Broderlyke leyve vorscreven juwe breyve hebbe ic wol vornomen und 
ok dey breyve ut Lyflande, dey breyve wem gud, hedde wy dat werk 
vor dey laken, my duncket in Lyflande wel unse djrnc nicht vordgaen /: 
lyk andern luden. Wes schult dat es, deme vorgeve et Got, ic sende ju -*^— 
dey breyve weder, ic wel ok al djrnc to Lyflande ward scryven und to 
Lubeke ward, also ic best kan und hebbet ok alreyde daen overlanc, men 
my duncket my scryven hulppet nicht vele, my doet neyman recht to 
Lubeke sunderlynges. Hans van Mynden moget my also vele, dat hey 
unse gelt underhelt und also groten schaden doet, ic hebbes ummer nicht 
vordeynt; nemet dat gelt op also ic ju vele screven hebbe, des en latet 
nicht, dat sol wol betalt werden, dar twyvelt nicht ane, ic wel met den 
80 ^ gr. togern also ic lengest kan. Hedde ic hyr 200 gülden, künde gy ^ 
my dey senden, dat ander solde wol staende blyven wand in dey myssen, 
dey moet ic ummer hebben und kan der nicht opnemen, al soldet my vele 
schaden. Ic me3rne Bylevelt sendet ju dat gelt al ofte, dat steyt al to 
Homborch Hans van Mynden, doet my mer unghelykes dan ic vordeynt 
hebbe, ic hebbe eme al dync ghescreven uterlyken also ic best künde, '^ 
woldet wat helppen, my es ok van al mjrnen hertten leyf, dat gy myt 
alles weme nejn hat weten und gy met den olderluden und allen guden 
luden wol eyns syn. Got beholdet ju und uns lange. Ic hadde angest vor 
som luden, dey ju unghelyk und Ungunst tovogeden. Grot beware uns 
allen an eren und gude, des behove wy wol to bydden nademe also dey * 
werlt nu steyt. 

Item Got geve ju und myner suster Greteken vele luckes und leyves 
met juwer jungen dochter also vele also ic sulven gernen nemo und es 
my leyf, maket ju vrolyc und holdet ju wol, dat sal, ef Got wel, al gud — /\ 
werden, ic hope Lyseke welle ok dat siechte meren op den somer, God 
gevet, und voget al unmie to den besten to ewycheyt. Und also gy scry- 
ven, hyr borger to werden in der vasten, dat es mjrn wyllen, dat gy hyr 
komen tegen dey vasten und beysent hyr und byunen desser tyt mach 
my ok eyn gans eynde van Lubeke komen und doen dan vrunde rade. 
Got geve dat beste al umme to raken. 

Item leyve broder my duncket gud, dat gy neynen schaden spam 
und betalt ummer al schult myt eren und vruntscap al wat dat kostet, 
my es leyt, dat gy und wy al umme in desse grote sorge komen syn met 
schtdden, Got betert al umme; were ic eyns ut desser noet, wy wolden uns 



— 60 — 

des mer wachten, mochtet na mjrnen wyllen gaen. Scryvet to Lyflande 
und to Lubeke ward al juwen wyllen und al tydynge und gudduncken. 
Item unmie unse vedderkeh Ryszen, ic wel to Lubeke ward myn 
gudduncken darop scrjrven und weit bestellen redelyke nottroft sal er 
op dat eyrste werden; hyrnest möge wy dencken wo et best werden wel, 
wan wy, ef Got wel, by eyn komen. Ic hope, er sole wol nottroft van deme 
hove werden, sey hevet my alreyde vele kostet unvorweten sy dat Gode, 
were ic to Lubeke bleven, so solde sey nicht clagen hebben dorven, hedde 
ic tydynge van Lubeke, dama wolde ic doen met der borgerscap hyr to 
wynnen. My vorlanget sere na tydynge van Lubeke. Got geve gude 
tydynge van al umme. Grotet myn suster und alle vrunt vruntlyken und 
beydet over my. Ghescreven op sunte Katerynen avent 1410 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Eolnne. 



46. Sivert Veckmhusen in Kein an Hüdebrand Veckynchusen to 

Brügge. — 1410 Dezbr. 2. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. Dazu von Hüd. Veck.^s Hand: 1410, 22 in desem- 
ber 140 & gr. 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet dat wy hyr opnomen hebben 
van Peter Strynmaker also vele geldes, dat gy eme ofte S3rnen vrunden 
geven solen 140 ^ gr. aldes geldes, dat men heyt but dragers. Dyt gelt 
moste wy hyr hebben und hebben dat also hoge vorborget dat moet to 
dancke betalt syn, alsolde 1 ^ twe kosten. Darumme sätet ju op gelt 
al, wat dat kostet, dar leget macht ane. Beydet over my. Ghescreven 
8 dage na sunte Katerynen dage 1410 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 



47. Gert Elrik bekennt von Hüdebrand Veckmhusen eine Summe 
Geldes erhalten zu haben für einen Schiffsanteü. — 1410 Dezbr. 16. 

Rev. St.-A. Orig. Papierurk. mit darauf gedrucktem Signet. 

Ik Gert Elrik^) kenne dat ik untfangen hebbe van Hildbrant Wek- 
kinchusen 10 ^ groten 3 groten unde also van her Albert Stockmans 
wegen up dat sesten del schepes van Wuette3( I ) holke van den Englisschen 
paimente. Hii van love ikHübrande schadelos to holden vor alle namanynge 
desser vorgescrevenen sunmie geldes van her Albert Stokmans wegen; 
In kennyss der warheit hebbe ik Gert Ehik myn singenet umme up dess 
spasigum ghedrftkket. Ghedan int jar 1410 des dinstdages na sunte Läs- 
sigen. 



1) HADsen: a. a. 0. U S. 209 Nr. 120 liest Olink. 



— 61 — 

48. Sivert Veckinkusen in Köln an Hädebrand Vechinhusen in 

Brügge. — 1411 Jan. 9. 

Rev. St.-A. Orig. -Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckj^nchusen Brügge 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet dat my Tomas Vectdnhusen, 
unse vedder, screven hevet, dat hey 900 mjn 4 marc op sunte Johannes 
dach hebben wel unde Johannes Bockel hevet my screven, ofte wy dat 
gelt to Lubeke utgeven wellen, dat sole wy eme scryven,. so welle hey dat 
to Lubeke bestellen, weme wy dat geven solen. 

Item hevet my Johannes Hoestejrn screven, woe hey met Tüten 
sproken hebbe umme dey selscap, dat Hoesteyn dar mede in leggen wölde. 
100 marc Ryges ofte mer und vorstaen dey selscap in Lyflande bet dan 
sey aldus lange vorstaen es. Tüte hevet my ok hyrvan screven, dat et 
eme mede gudduncket. Duncket ju dyt gud, so byddet ju Hoestejrn, 
dat gy eme lenen also vele dat hey den verden Jdt an der selscap hebbe und 
bewern darmede in dey selscap und senden eme al to Bevele an kostelen 
Tperschen und an Tomaschen und an guder godynge, to Darpte, dat dey 
300 marc noch 2 jar in der selscap mögen blyven. Wat ju in al dessen 
saken gudduncket, dat sette ic al in ju des besten und ju gudduncken 
van over to Lubeke und in Lyflande to scryven met den eyrsten. Item 
also gy scryven, dat gy 80 ^ gr. opnomen hebben to Lubeke ward, dat 
hope ic sole wol betalt werden. lo hebbe Johannes van Mynden screven 
ju rekenscap to scryven van al juwen dyngen hey hevet van deme gelde, 
dat ju mede angeven, my nicht toscreven. Ok hevet hey ju 275 marc 
van wegen toscreven. Hyma möge gy ju rychten met allen dyngen. 
Eft dat gy wat op en overkopen, so nemet den dach also gy lengest kunnen, 
wand hey es to dene Sunde ward togen. Slyper hevet orveyde daen, 
künde dey selscap icht mer vordem op dey van Keinen dat Slyper und 
der selscap mer vor dessen hoemoet scheyn mochte, dar dencket op, des 

were uns allen wol noet sal desse selscap ut dessen quaden 

komen. Dyt wel ic ok to Lubeke ward scryven. 

Item my kan neyn eynde van Lubeke werden ofte sey my myn gud 
volgen wellen laten ofte nicht. Hedde ic dat antworde so mochte ic m3rn 
dync dama ansetten met borger hyr to werden. Ic vrüchte wol dat welle 
to Lubeke lancsam weder gud werden, men ic wolde, dat ic dat m3rne 
van Lubeke hedde und dar nunmier solde wonen. Got voge al dync to 
den besten. 

Item ic moet in der myssen 800 gülden hebben, dey sy ic schuldych 
al wat dat kostet schycket al dync also dat wy ut den schulden konmien 
und dar nicht wedA inkomen also drade. 

Item hedde wy gelt so were grot gelt to wynnen to Breslowe ward 
mer dan in manygen jam gy ghewand. Ander lüde wjrnen dar grot gud, 
nu men dor Prusen nicht en mach, wey kan dat al utreyden. 

Item my duncket Slyper wel der selscap gud nicht gernen mer vor- 
staen doch dyt latet by ju blyven. Kunde wy men to rekenscap komen, 



— 62 — 

so moch wy seyn wes wy doen künden und wat nuttest were. My düchte 
best, dat dey rekenscap to Eolnen schege und gy darby quemen und eyn 
van Lubeke. Dyt scryvet gy ok to Lubeke ut ju stdven, dat sey dar al 
dync also ansetten dat dey rekenscap na paschen^cheyn möge idso men 
eyrst kan. Ic vruchte ok, dat in der selscap neyn Lubisch gud Uyven. 
möge, sal dey selscap sunder schaden blyven, wand Lubeke moet in ander 
noet komen. Got betert al umme. Scryvet hyr und to Lubeke und to 
Venedien, dat men al dync also bestelle, dat dey rekenscap unmier schey 
met den eyrsten na paschen umme vele sake wyllen. Grotet mjn suster 
und al vrunt. Ghescreven 3 dage na der hyllegen 3 konynge dage 1411 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolne. 

49. Sivert Veckinchusen in Köln an Hüdehrand Vechinchusen 

— 1411 Jan. 10. 

Rev. St.'A. Eine Adresse ist nicht vorhanden. Das BlaU^ das den 
eigentlichen Brief darstelU, auf beiden Seiten beschrieben^ lag 
in einem arideren kleineren^ das nur auf der einen Seite beschrieben 
ist und auf der Aussenseite den Vermerk trägt: Sivert Amt Wachen- 
dorp. 

Broderlyke leyve vorscreven, jüwe rekenscap und breyve by Swartten 
und Wyllem hebbe ic wol vomomen und hebbe der tyt nicht wol, datic sey 
to ejrnen eynde oversey, doch love ic wol aldync sole syk nu bet vynden 
dan also gy vorscreven hadden. Hedde gy dat afslagen, dat Hans van 
Mynden opbord hevet und gy mede in dey 864 marc und 12 sl. rekent 
und afslagen hebben, dat hedde also gud an den 864 marc 12 sl. afslagen 
wesen, also ic dat noch afslaen sal. My schelt darane also ic ju erscreven 
hebbe 264% marc Lub. van Boden van Stockam, dey gy my toscreven 
und torekenden und damest 220 marc Lub. van deme naten terlync 
wandes, dey Johannes van Mynden ju rekent hevet. 

Item ic hebbe vor 18 marc Prusch gelt utgeven 36 marc 10 sl. Lub. 
utgeven, dey reken gy ok in dey vorscreven 864 marc 12 sl., dey sole gy 
afslaen unde my wedergeven van der Venedeschen selscap gelde ofte 
weme dat tokomet. Gy hebben Lyseken screven, dat sey dat gelt utgeve. 
Anders heddes Lyseke nicht utgeven. Darumme seyt gy, weme dat to- 
kome, dyt solde my 73 marc 4 sl. Lub. schelen. Und ic hebbe dey eyne 
betalt und gy wellen, dat noch van my eyns hebben van afreken. 

Item. also gy scryven und reken in dey vorscreven sunmia 128 marc, 
dey an mjrner rekenscap solden unbreken, dar rekent in dey stede dey 
122 cronen und rekent ok vorlos op dey 30 ^, dey ic in Prusen solde 
betalen, dat es myn scholt nicht, hedde ic to Lubeke wesen, des solde neyn 
noet syn ghewesen und ok met Scryvers gelde. Hedde ic to Lubeke, 
so hedde ic dat wol also wol betalt und utghereydet also ic to mannygen 
tyden vor ju und my dycke manych dync sunder schaden utrychtede. 
AI dede ic som tyt schaden umme geldes wyllen, ic rekede my ju und 
reydde al dync ut sunder schaden also ic best künde. Also dot recht was 



— 63 — 

und ic sende ju Johannes rekenscap van Mynden weder. Doet wol and 
slaet an den 864 marc 12 sl. af , wat darvan afbord aftoslaene. Ic meyne, 
gy vynden al dync wol, ic sande ju lest juwe rekenscap weder, dar gy my 
inne scriven warvan dey 800 marc und 64 marc 12 sl. wem. Wan ic dat 
wyste, so wolde ic dat hyr wol slychten. 

Item my duncket gy hebben dey 24 marc Prüsch in dey rekenscap 
nicht screven und ok also gy scryven van 9 ^ gr. ic hebbe uns men rekent 
men 18 ^ gr., dy Hoesteyne gaf, ic rekende uns der 9 ^ gr. nicht, dey 
ic eme van Swartten wegen also dath, kunnen gy des underwysen, so 
moet ic dat weder utgeven. Gy vynden aldync dar in m3rner rekenscap. 
Hans van Mjrnden hevet my ok rekent vor den naten terlync wandes to 
ungelde 3 marc Lub., dey sy ic ok tachter, est dat gy dyt al nicht siechten 
kunnen, so scrjn^'ct my ofte ju ergen icht an schelt und scryvet my, war- 
van dey 864 marc 12sl., so wel ic dat wol siechten. Dyt möge gy wol vor arch 
nemen, dat ic ju also vele möge, doch so hedde ic gerne ejn. vast eynde, 
dama wolde wy al dync al older rekenscap siechten und den eynde in 
unse boke scriven und dama vord des besten ramen. Item ic hebbe to 
Lubeke an schult an den sydenwerckers by 400 marc, dey sal Johan van 
der Brüggen inmanen to Tomas Veckynchusen behof , deme hebbe ic dat 
toscryven laten und hope dat sole mest vor sunte Johannes dage inkomen. 

Item dey 100 synttener wasses hebbe ic Arad Wachendorppe half 
laten to wynne und vorluse, dat quam also to: ic solde borgen setten vor 
dat was und hadde seget, wan Slyper to hus queme, dey solde vor my 
besegelen und loven, des en wolde Slyper unmie neyn djrnc doen und dar 
ic umme in also groten noten was, des ic ju nu mer to vullen clagen kan 
und hedde gerne 50 gülden darumme geven dat ic dat was ny koft hedde, 
also danckede ic Gode, dat Arnd dat was half staen wolde und mede 
besegelde; darumme doet dat beste darby und nemet dyt int beste und 
vorkopet wan ju best tyt duncket und kopet guden kop laken mede und 
holdet dey rekenscap van den 100 synttener wasses und ok van 15 stucken 
bysund er el k dat syne und ic sende ju by scheper Do^newolde dey 15 stucke 
abdus rny -^ , und 4 stucke aldus r^T_i i und drei stro aldus rpi, , 
in den \^^ nJ^ 3 stro syn in ejrnen v^T^ stro syn 12 cleyne V^ 
stucke und in eynen 10 stucke und in eynen 5 stucke. Dey schepper sai van 
den 19 stucken hebben van elken stucke 2 gülden m3rn 1 ord, van den 3 stro 
6 gülden und hebbe eme hyr nejrn gelt geven, betalt ene dar. Item gy 
screven my lest van gelde, dat gy meynden dat ic manc gelde hedde, dat 
ja Hans van Mynden sand hadde, dar scryvet my noch besehet van und 
ic moet umme der vencknisse wyllen vaui Slyper und ok umme Peter 
Earbowen wyllen to Francvord und wet nicht, woe drade ic wederkome. 
Darumme siechtet gy al d3rnc, ic hebbe in myn bok screven, dat ic al 
dync met ju siecht rekent hebbe op juwe rekenscap und hebbe myn ghebrek 
darby screven altyt op gude rekenscap. Wan gy my den eynde scryven, 
so wel ic dan'al dync clax scryven op eyn eynde. Grotet alle vrunt. Ghef^ 
screven 4 dage na der hyllegen 3 konynge dage 1411 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 



— 64 — 

Item so doet wol und kopet uns ejn. gude tunne schon • werx. Eoime 
gy dat myn dan 12 ^ gr. kopen ofte umme 12 ^ gr. op dey 15 stucke 
, wasses, wand dat gelt mote wy ummer in der mysse betalen, dar holdet 
bysunder rekenscap van und kopet uns met deme andern gelde dat van 
deme andern wasse werd guden kop laken, dar gy meynen, dat mest 
profyt anvallen volle tegen vorjarn ofte wy an den wasse vorleysen op 
dat wy an den laken weder wynnen mögen; und Arnd wel neyn gud to 
der seeward eventüren, wy wellen ju in der vasten al unse gudduncken 
wol scryven, ramet des besten. Ic wolde, dat gy uns 100 kopele frütes 
sand hedden, mest vygen, dar künde neyn vorlus anvallen, hedden sey 
uns met den eyrsten komen. In al ramet des besten und beydet over my. 
Wy wellen ju bynnen kord al dat ander was senden, dat to den 100 synt- 
tener hord, des es noch 11 ofte 12 stucke. 

50. Sivert Veckinhusen in Köln an Hüdebrand Yechinhusen in 

Brügge. — 1411 Jan. 16. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebr&nd Veckjrnchusen to Brügge littera 
detur. Eine teils neben der Adresse, teils am Schlüsse des Briefes 
stehende Zuschrift von H. Veck.^s Hand lautet: Item broder do ick 
vomam, dat du hebben mostes dey 80 J^ gr., do werestu my 
schuldych 16 äf 8 sL, do blef ick dy do 63 g^ 8 sl. ick love wol 
dat du dat hevest dey 80 ^ gr. Ick hebbe hir noch ander 
breyve dey to dessen ghelde deynen. 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet dat ic van Lubeke nicht gudes 
vornemen kan. Got berade uns anders und voge uns to, dat uns gud sy. 
Ic vrüchte dat wy lancsam to Lubeke weder met soUer vromede wonen 
komen to Lubeke also dat vor wesen es und dat were hyr gud wonen, dey 
hyr nerynge künde dat men syk mede bergen mochte, dat es \ljc kostlyc 
und wy weten hyr neyne nerynge. Met cleynen gelde kan men syk hyr 
ovele bergen. My duncket gud, dat gy lajc komen tegen paschen und 
lyggen hyr 14 dage ofte lenger und beseyn dat hyr hardde wol. Dat es 
nutte, dat wy al dync hardde wol overseyn und dencken, er wy eynych 
dync anslaen, wand wan wy uns hyr legem, so endoch uns nicht weder 
opbroken ejrnen andern wech weder varn wonen. 

Item doet wol und siechtet al unse rekenscap to eynen eynde also 
gy best kunnen und ic hebbe Hans van Mynden to Lubeke screven, dat 
hey ju al rekenscap scrjrven sal dar na möge gy payment opnemen vÄn 
deme gelde, dat ju und my angeyt, darwan es nicht in mjrn rekenscap 
komen, dar na möge gy ju rychten. 

Item ic hebbe Hans Bylevelde hartlyken screven, dat hey ju gelt van 
der syden to Hamborch maken sal sunder sümen. Ic wolde dat wy al unse 
gud an syden to Brügge hedden, wand dey syde wel düre werden also uns 
Peter van Venedyen screven hevet. 

Item umme dey 5 ballen sardoke, dey gy van myner wegen lest vor- 
koften, dar doet wol und scryvet rekenscap hyrover, wat dey myn gülden 



— 65 — 

dan gude Aasborger vardele. Gy screven lest eyn del darvan hyrover, 
men nicht eyncket, woe vele dat scheide, ic kome dar nicht wol mede to, 
hedde Slyper ju myn sardoke sand, dat hedde reyde gelt ghewesen, doe 
sey ju eyrst nemen und dey sardoke slogen na der tyt af und gy moten 
my darane besorgen dat my vul sohey. Also gy lest screven hadden, so 
düchte my dat my vele to kord schege. Scryvet Slyper und my al besehet 
met den eyrsten darvan. 

Item Slypper sendet ju was, dat hord my half, dat vorkopet met den 
eyrsten dat gy kunnen, des sal van hyr mer darward komen, darumme 
ramet des besten darby also best kunnen ; dat was sal by 800 gülden werd 
syn Rynsch. ^ 

Item leyve broder ic sy in der mysse schuldych 1100 gülden, des hebbe 
gy 80 ^ gr. untfangen und nu sal ju an wasse komen to m3rnen dele by 
400 gülden. Dyt hebbe ic by ju tegen desse schult vorscreven. Ic bydde 
ju, dat gy al djne also bestellen, dat my in dey mysse eyn del geldes werde 
500 ofte 600 gülden, dat ander wel ic ut der mysse wol op ju overkopen, 
wand ic wel my, ef Got wel, alle schult quyt maken und wel ut dessen 
schaden, ef Got wel, wesen. Ic sal an dessen 1100 gülden mer dan 70 gülden 
schaden daen hebben, ic weit, ef Got wel, nicht mer doen, sey handelen my 
to Lubeke ovele met vele saken, den ic al gud doen hebbe, doen my weder 
also; sey wellen ic taehter gaen eyn grot gud in 3 jam, Got betert al umme. 
Ic moet mjn dync anders ansetten t^gen dat jar, sal ic bestaende bljrven. 
Item weset Dyryc Polk und Cryspyn vruntlyk, wand sey doen my vele*^/\ 
güdes und ok Lyseken, dey solen ju ok eyn del van Kölschen sede wol 
Seggen und underwysen. 

Item ic wet nicht oftet nutte sy, dat dey Venedysche selscap noch 
1 jar sunder rekenscap stae.ofte dar men nu rekenscap holde na paschen. 
Scryvet ju gudduncken al umme utin sulven und ramet des besten. Grotet 
myn suster und al vrunt. Ghesoreven op sunte Antonius avent 1411 jar. 

Segget Tydeken Swartten, dat ic den stör wol untfangen und dancke 
emen und synen broder und Hoensteyne. 

Item sendet in Eyngeland umme dat payment, dar solde grot profyt 
an Valien, wan men dar e3nrst an queme. ^ Item Lubeke moet overgeven 
syn, est dat et dar nicht anders werd. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

61. Sivert Vechinhusen vn Köln an Hildebrand Vechmhusen in 

Brügge^ s. a. — 1411 Jan. 26. 

Rev. St.'4* Orig. Adr.: Dem erbam manne Hyldebrand Veckyn- 
chüsen to Brügge littera detur. Der Anfang des Blattes macht 
den Eindruck^ cds ob der eigentliche Beginn des Briefes verloren 
gegangen ist. Das Jahr nach dem Briefe Nr. 52 bestimmt. 

Item leyve broder sendet ummer in Eyngeland an dey Bergervar 
umme dat payment, welle gy dar umme arbeyden laten, so möge gy vele 

Briefe und Urknnden, 1895—1441. 5 



— 66 — 

geldes in Eyngeland inmänen und opboren myt groten vromen und lange 
darna dat gy dat gelt opnomen hadden, so mochte men dat eyrst to Lu- 
beke weder utgeven. 

Item broder also ic ju erscreven hebbe, so moet ic op Vrancvorder 
mysse 1100 gülden betalen dar tegen hebbe gy dey 80 i6 gr. und dat was, 
Got geve dat et ju met leyve komen mote, so vorkopet dat und maket my 
dat gelt to Francvord also gy eyrst und best kunnen wyssen luden. Ic 
meyne wan gy dat gelt nu utdoen wellen, gy solen den gülden wol vor 
32 Vi groten kopen, in al ramet des besten und beydet over my. Grotet 
myn süster und al vrunt. Johannes Bockel sal ju ummer 50 gülden geven 
van Johannes Veckynchusen wegen. Ic wolde wol dat wy ut aJlen schulden 
wem und neynen schaden mer dorften doen. Wolde uns Got helppen, dat 
wy unse dync also mochten ansetten, dat wy unse leven hyr mochten 
eynden und Gode deynen und uns myt Gode und eren mochten bergen, 
\\ men mach hyr alto wol redych leven met cleyner kost dey syn dync darna 
wel ansetten. Eyn man sal hyr wol und rykelyc leven met 200 gülden ofte 
myn sunder cledynge und grote gastryge. Som lüde leven hyr wol myn 
dan 150 gülden, gy solden hyr vele myn teren dan to Brfigge, men al dat 
my mest hyr schelt, dat hyr quat gelt to wynnen es, men wan wy al unse 
gelt dat wy in selscop al umme by eyn hyr hedden, so wolde wy met der 
huippe Godes uns hyr wol bergen. Sole wy ok hyr wonen, so tröste ic 
my op neyn djrnc mer dan op dey Venedyessche selscop, dey ftolde uns 
wol vorden, wan wy al umme recht doen wolden, men solde wy hyr wonen, ' 
so wet ic nicht beters men dat wy al unse gelt mest ut allen selscopen van 
der see her ward vordern und brengen leyten, wan men vynt seiden selscop 
ofte ghesellen dey umenden lyk ofte recht doen, wan men darvan es, doch 
woe wy dat makeden al worden wy hyr, nochtan meste unser eyn dar 
allewege mest to Brügge by der band syn und mochten unses dynges 
neymande to gründe loven, wand dey truwers ut der werlde war eyn 
man ut den ogen es, des werde ic wol ghewar to Lubeke met mynen saken, 
dat sol my grot gud schaden, dat ic van Lubeke sy und my schut neyn 
trüwe bynnen Lubeke, Gode unbarmet. Ghescreven 8 dage vor unser 
leyven vrouven dage lechtmyssen. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Broder dat were uns gud an lyve und an seyle, dat wy hyr uns bergen 
künden und wy solden hyr wol 10 jar lenger leven dan to Lubeke und wy 
mochten hyr met vreden und sunder grot schot und beswarynge leven 
und mochten hyr under uns leven, woe wy wolden sunder grote kost; 
und hyr es gud kop huses to humen, dey lustych und wol belegen buten 
weges, wor men dey leyvest und best hebben wel. Wey al selscop hyr 
utholden wel, dar höret vele geldes to, wey ok syn dync na syner nerynge 
wel anslaen, dey mach leven, woe hey wel met lychten gelde. Ic vrüchte, 
dat sole to Lubeke lancsam weder gud werden al werdet dar wol weder 
anders, so sal dey stat doch also vele tachter komen, dat men met groten 
schote des jars nicht sal kunnen tokomen. Ok kome wy dar nu ut unser 



^ — 67 — 

nerynge und handelynge to Lubeke, dar wy quat weder by komen kunnen 
doch al dync moet staen wend in dey Akervard, er ic icht vastes anneme 
dar byimen mach dat noch al gud werden. Grot vorsey unser allerbeste 
to ewycheyt amen. Doet wol und sendet my 50 punt mandelen und 
50 punt ryses und 25 punt rosjrnen und 25 punt vygen in Polkes ofte in 
Cryspyns tunne beslagen. 



52. Sivert Vechinchusen in Köln an Hüdebrcmd Veckinchasen in 

Brügge. —1411 Febr. 13. 

Rev. SL'A. Orig, Pap, Adr.: Dem erbam Hyldebrand Veckynchusen 
to Brügge Uttera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet dat ju Slyper sendet dey cronen 
und nobelen, dar hey syn lyf solde umme vorlom hebben, dat doch grot 
Jammer were ghewest, dat eyn gud man umme alsolker saken wyllen solde 
to schänden komen hebben und dar gy und wy alle, dey in der selscap 
syn, unmie to schänden komen hedden, dar ßot wol vorhort he^^et met 
syner grotlyken ghenaden wand hedde ju bewysinge nicht so ghfit.ghe- 
komen, so heddet eme süme wesen vorderflyc to werden. Op dat gelt es-^-- ^\ 
eyn isterment ghemaket, dat en darf ju Slyper nicht senden, er hey dar 
vorder umme sproken hevet; to den saken moste ummermer scheyn met 
scryyen ofte met andern saken, al woe gy eme doen unmie vele sake wyllen, 
Slyper werd nummer tovreden, est dat dey selscap nicht mer to dessen 
saken doet, wand hey mach nicht mer doen myt worden noch met wercken 
bynnen ofte buten Kolnne. 

Item io wolde dat gy van Hans van Mynden rekenscap hedden van 
al unsen dyngen und dat wy al unse Ajnc siecht mochten maken. Item 
my düchte god, dat Tomass Veckynchusen screven, dat wy eme dat gelt 
hali geven wolden op sunte Johannes dach und dat hey dey ander helfte 
noch 2 jar staen leyte ofte 1 jar, wand sal men dat nu al betalen dat solde 
al unse selscap to schänden maken. 

Item Peter hevet uns screven, dat hey ut Venedyen sand hevet an 
eyngevere und andern crüde mer dan op 8000 ducaten und wel uns gudes 
ghenoch senden, men al dey wessele, dey hey betalen mote, sole al unse 
selscap to schänden maken. Grotet myn suster und alle vrunt. Ghescreven 
11 dage na unser leyven vrowen dage lechtmyssen 1411 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Doet wol und antwordet elken synen breyf sulven in dey band ofte 
es her Jorden dar nicht, so schycket eme dey breyfe by wyssen luden 
ofte holdet dey, wand hey dar weder komet, dat dey breyve ummer nicht 
vorbystert werden. Item doet wol und maket my hyr over van den wasse 
400 gülden also gy eyrst kunnen hyr ofte met den erysten in der mysse 
to Vrancvord to untfangen und ic moet in der mysse 600 gülden opnemen, 
dar reydet ju tovor dey 80 ^ gr., dey ic ju lest overmakede. 



\ — 68 — 

Grotet Dyryc Polke und Cryspyn und weset en vruntlykön, war gy 
kunnen, sendet my vygen und rosynen und mandelen und rys in dat hus 
in Cryspyns ofte Polkes tunnen, elk 50 punt. 



53. Schuldverschreibung des Sivert V echinchusen un,d Heinrich 

Slyper. — 1411 April 8. 

Rev. St.'A. Orig. Das Papier weist mehrere Einschnitte auf. Unter 
dem Texte von anderer Hand: bet(alt) 32 ^ 11 sl. 8 ^. und: 
Item 1411 jar 9 dage in juneyus do betalde ic op dessen breyf to 
Andorp Peter den Euper 36 ^ 3 sl. 4 gr. 

Ich Zyverd Veckynchüsen und Hynric Slyper bekennen met dessen 
breyve, dat wy Peter Eüper van Andorppen schuldych syn 400 Fran- 
ckesche cronen in Bruggermartte bynnen Brügge to betalen nest körnende 
sunder al argelyst und wedersprake. To kennisse der warheyt hebbe wy 
unse syngette .under an desse scryft ghedr&cket des myddewekens vor 
paschen 1411 jar. 



.(5t '± 



54. Sivert Veckmhusen in Frankfurt an Hüdebrand Veckm- 

husen in Brügge. — 1411 April 8. 

Rev. St.-A. Adr.: An Hyldebrand Veckjrnchusen to Brügge littera 
detur. Hild. Veck.^s Hand hat hinzugefügt: 400 cron, 1411 8 in meye. 

Broderlyke leyve vorscreven. Ic bydde ju, dat gy geven Peter Eäper 
ofte synen wysseboden und dessen breyfbrenger 400 cronen to dancke 
und to wyllen und dey syn my met groter noet und vruntschap worden, 
wand hyr was ne3rn gelt to bekomen optonemen und ic künde nicht bet 
op desse tyt. Grotet myn suster und al vrunt vruntlyken. Ghescreven 
des myddewekens vor paschen 1411 jar. 

Zyverd Veckynchüsen, Francvord. 

55. Sivert Veckinchusen in Köln an HUdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1411 April 19. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchüsen Brügge littera 
detur. 

Broderlyke leyve vorscreven juwen breyf by Schütten hebbe ic wol 
vomomen und scryve op al dync neyn antworde, wand Slyper es to Bergen 
ward myt vele gudes und sal gelt maken, also hey mest kan, und komen 
sulven by ju und reyden al met ju ut, also he best kan und hope gy solen 
al schult wol utreyden met syner hfilppe. Bamet des besten in allen dyngen 



- 69 - 

also gy best kunnen. Ic hebbe noch hyr van juwer wegen 384 gülden, dey 
hedde ic ju gerne sand, men ic meyne, gy nemen dey op darumme dorfte 
ic ju der nicht senden. Ic wet ju wat mer scryven, ic wel juwen breyf to 
Lubeke und myn gudduncken darby scryven und ic sende ju 2 breyve, 
dey yan Lubeke komen syn, dey latet utscryven met den e3nrsten und 
sendet my dey breyve weder, ofte Peter bynnen kord queme, dat dey 
breyve hyr syn und gy mögen met Slyper ok dey scryft overseyn und 
ramen al umme des besten. Anders nicht, men grotet myn suster und al 
vrunt. Ghescreven 8 dage na paschen 1411 jar. 

Zyverd Veckynchusen Kohine. 

Item segget Slyper, dat }\ej my kope 2 verdel guder bottem und 
kopet gy my 2 dordel Tomas, rot und bla, den kyndem ofte van eynen 
Eyngielschen ofte van eynen andern laken, crumppen und schom, und 
nicht alto kostlyc und ok Lyseken sward wand, also ic ju erscreven hebbe. ^/4- 
Grotet Slyper und al vrunt. Ghebeydet over my altyt. 

56. Ludwig Btiggendal in Da/nzig an Hüdebrcmd VeckincJmsen 

in Brügge. — 1411 Juni 30. 

Ben. St.-A. Orig. In dorso von der Hand des Empfängers: 1411, 2 in 
den ouste. Adr.: An den erbaren man Hildebrand Yeckinchusen 
to Brucghe sal disse breff . 

Minen wilghen deinst nu unde to allen tyden bereit an mjrnen leven 
vrunt Hildebrant Yockinchusen. Weten schole ghi, dat ic juwe breve wol 
vomomen hebbe also gy my schriven, dat gi my senden in schipper Noytte 
Stevenson 5 Hemborger tunnen engevers. Disse vorscreven schipper es, 
Got si ghelovet, myt leve wol overkomen unde dit gud en is noch nicht 
opgheschepet ; wanner God gifft, dat et myt leve opkomet, so wil ic 
gerne dat beste darby doen myt alle mynen vormogen na utwysinghe 
juwer breve. Vort so wetet, dat hir de punttol wedder op is ghekomen 
unde men moet van dem ^ gr. 1 sl. to puntgelde geven. Vort so wetet, 
dat hir aldus langhe gude losunghe hevet ghewesen van wände. De laken 
hir hedde ghehad over somer, de solde wol rede gelt hebben ghekofft. 
Ic wil ju hirnest wol alle tidinghe toscriven. Nicht mer dan blivet ghesunt 
myt Gk)de. Grotet alle vrund sere. Ghescreven 8. daghe na sunte Peter 
unde Pauwels dach 1411 in Danczeke. 

Lodewich Bu^gendaell. 

57. Ludwig Buggendal in Danzig an Hüdehrand Veokmchusen in 

Brügge. — 1411 Juli 12. 

Rev. St.'Ä. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrand Yockin- 
chusen to Brucghe kome dise breff detur. 

Minen wilghen deinst unde wat ic gudes vermach an mynen levey 
vrund Hildebrand Yockinchusen. Weten sole ghi, dat ic juwe breve wol 



— 70 — 

vernomen hebbe also gy my scriven, dat gy my senden in Norde Stevenson 
*ö Hamborgher tunnen myt engever; des wetet dat de Schipper, Grod si 
gelovet, myt leve over is gekomen unde ic hebbe juwe gud, Grod si gelovet, 
wol untfanghen na utwisinghe juwer breive. Vort so wetet, dat hir nu 
neymand envraget na engever unde dar en is gein losinge van. Ic wil gerne 
dat beste darbi doen na alle mynem vermögen. Vort so wetet Hildebrand, 
gude vrund, dat hir aldus langhe gude losinge von wände is gewest und 
de hir op dessen dach hedde gude gadinghe van laken also Herentalsche, 
brede Dornsche unde Busschessche unde sodane gude laken Amster- 
damsche unde Leitsche, de solde hir nu wol rede gelt kopen unde ok Gert- 
bersche. Item peper gUt hir nu wol 7 mark, ic en kan ju alledinck nicht 
also uterliken toscriven, dat maket dat Gerwin nicht tho hus en is. Ic wil 
ju himest alle tidinghe toscriven unde wil gerne des besten ramen bi allen 
dinghen. Hirmede vart wol myt Gode unde grotet alle vrunt sere. Ghe« 
screven op sunte Margreten avend 1411 in Danczeke. 

Lodewich Bucgendaell. 

58. Eine Rechenschaf ts-A Uegung des Hans von Mynden. — 1411 

Aug. 10. 

Rev, St.'A. Orig. Unter die Schrift^ die ohne Jahr und nicht unterschriAen 
ist^ hat Sivert Veok.^s Hand hinzugesetzt: Hans van Mynden 
rekenscap ; desse rekenscap scref my Hans van Mynden by sunte 
Lovrensus dage 11 jar und duncket my sere unrecht syn ofte hey 
hevet syk vorscreven ; an deme utgeven schelt by 400 marc Lub. 
rekent gy dar. Ic hebbe Hans ok desse utscryft weder sand und 
mynen syn ejrn del screven, ic meyne hey scryve ju noch eyns 
al rekenscap. Hey hadde my ok bysunder rekenscap, dar scheide 
my ok vele ane, ic wolde dat wy al unse dync al unune siecht 
hedden. Hey hevet my van ungelde screven, dat hey vor uns 
beyden utgeven hevet, ok hebbe ic ungelt utgeven, dat welle 
wy altyt wol vynden, doet wol und siechtet al dync und scry- 
vet my al rekenscap met den eyrsten. Vermutlich sind diese 
Worte Siverfs an Hildebrand Veckinchusen gerichtet^ dem er die 
Myndensche ^Rechnung zwr Einsichtnahme zuschickte. 

Zyverd gude frund vruntlike grote tzovoren. Aldus steyt tusschen 

juwen broder und my und alzo sjrne breve ut ^). To deme ersten 

male zo bleff my Hildebrand schuldich van eyner rekenschop, alzo he 

und ich *) breve erscreven 44 marc 12 sl. Des byn ich eme weder 

van juwer wegen, dat ich eme gaff to Hinrik Scryvers behoff 275 marc 
Lub., uwe affslaghen 44 marc 12 sl. de he my bleff so bly «) eme schul- 
dich und och syn breff aldus utwyzet 230 marc und 4 sl. Item so bly ve 
ich em de summa 244 marc 10 sl. 2 ^. Item so blyve ich em van dem 
terlinch wandes 205 marc Lub. Item van Boden weghen* weghen van 

-4 

1) völlig VOTwischt, etwa: wyien. 2) völlig verwischt. 



— 71 — 

Stocken 264 marc Lab., summe overal dat ich juwen broder byn 943 marc 
14 sl. 2 ^. Item so is he my weder schuldich 28 ^ gr., de gaff ich Johaa 
Bardewick, hir is de summe van to gelde 179 marc 12 sl. Item betalet 
Bramsteden 26 U gr. und 159 marc 6 sl. Item Hans Birkheymer und 
Gerd Salmesten 242 marc Lub. van den gülden ut der hervestmysse, de 
gy sulven overkofften, summe dat ich weder hebbet fitgeven 944 marc 
6 sl. Aldus blyvet my Hillebrand 10 sl. 2 ^. 

Vordreget ju under eynander. Hebbet gy wat in juwer scryfft, dat 
eme tokumpt, dat gevet eme; dyt dfls ik myt juwer beyder orlove, dat ik 
juwer en des andern rekenscap scryve. 

59. Sivert Veckinhusen in Köln an Hädebrand Vechinhusen in 

Brügge. — 1411 Aug. 10. 

Rev. St.-A. Ofig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchüsen to Brügge 
littera detur. Darunter von H. Veck.^8 Hand: 1411, IQ in den 
ouste. 

Broderlyk leyve vorscreven juwen breyf und rekenscop hebbe ic by 
Beyner wol untfangen und vorstaen, dat gy juwe rekenscop slüten wellen 
und dat unse rekenscop darop staen mote, dar sohelt my nicht ane, wor 
gy juwe rekenscop sluten, ic scref ju best al myn ghebrek, mestlyc doe ic 
ju dey rekenscop weder sande, darna möge gy dey rekenscop clarmaken, 
men heddet ju behaget, so mochte men dey rekenscop vele kortter und 
vaster ghesloten hebben, dat gy my vele toscryven und weder afscryven, 
dat maket vele lemerynge. Gy scryven my gelt to von Tomasschen 
laken van Bodem van Stockam und van Hans van Mynden und van vele 
dyngen van 18 marc Prfisch und van vorluse an den 30 ^ gr./ in Prfisen, 
dar scheide ane 21 marc 4 sl. und van 128 marc, dey an der rekenscop 
scheiden solden, und tegen al dyt gelt hebbe gy also vele afrekent. Ic 
kan ju op desse tyt alle schelynge nicht also uterlyken scryven, also ic 
ju doe scref, doe ic ju ok desse rekenscop weder sande, doet wol und seyt 
al dey scryft over und rekent al dync to eynen gantsen eynde, also gy 
best kunnen und siechtet eyn dync tegen dat ander und scryvet my dan 
al rekenscop, so wel ic dan al myn dync overseyn, schelt my dan icht an 
eyiLYgen dyngen, dat gae ju mede ofte my tegen dat wel ic ju dan al scry- 
ven to guder rekenscop allewege op unser beyder vorbeterynge sunder 
al begryp. Wan gy my dey rekenscop aldus senden, so wel ic dat dan, 
ok also gy scryven, in myn bok scryven und siechten al unse dync op dey 
puntte na dar wy schelachtych umme syn, dey puntte late wy dan buten der 
rekenscop blyven also lange dat wy des hardde wol wys werden. Ok solt, 
ef 6ot wel, umme eyn cleyne tuschen ju und my nuinmer schelen, djt 
nemet int beste und scryvet my al besehet van den vorscreven porsseylen, 
also ic ju dar lest ok scref van Johan van der Bruggen und van Hans van 
Mynden und van den 18 marc Prfisch und van allen andern dyngen also 
gy best kunnen, Got geve, dat ju al dync ut Lyflande kome, so sal al dync 
wol siecht werden. Unse rekenscop kan ummer nicht schelen wan wy 



— 72 — 

dey rekensGop annemeii, dar wy dey leyten, doe ic lest by ja was und doe 
al unse dync siecht makeden to eynem gantsen eynde, des es ummer 
nicht lanc al dat send. Handelt es van uns beyden dat es gad to vynden, 
wan elk syne breyve und scryft oversftt. Ic sande ju eyne rekenscop van 
deme Sunde, wan gy dey allene hedden, so were vele dynges neyn noet, 
doch wy weUent al wol vynden, ef Got wel, vorrekent were neyne quyt- 
scheldynge unser neyn begert anders dan recht ok schelt my dar nicht 
ane woe gy juwe rekenscop slüten, schelt my dan icht darane, dat wel io 
ju wol scryven, also doet gy my ok al in broderlyker leyve und trüwe, my 
were wol also leyf dat wy al unse dync siecht hedden aTso ju nmme vele 

P^ ^'^ sake wyllen, wy syn alle sterflyc. Item dat ic ju schuld^h sy van allen 
lösten porsselen 28 ^ 13 sL gr., dat wel ic al wol vast scryven und noget 
my wol ane. 

Item gy scryven van deme gelde van Tomas Veckynchusen und van 
deme gelde van Boden van Stockam, dyt es al in unse selscop komen, 
darumme duncket my best, dat gy dat ut unser selscop weder betalen 
und dat darane doet reken dat maket dey siechteste rekenscop. 

Item ic hebbe eyn del ghetekent op juwe rekenscop, dat in dey reken;- 
scop deyet van der selscop wegen. Item an den ryse ward verlorn und 

-u.- — nicht wunnen, ic hadd en mestlyc to Francvord in dey mysse und kundes 
nicht quyt werden und nam sedever daran eyn del, ic wolde dat ic dat 
gelt over eynem jare al weder hadde, ic wel ju neyn vorlus reken, darmede 
es dat siecht. 

Item ic sy in Tyten und unse selscop noch schuldych 47 marc und 
11% sl. Lub., dat schycket en also gy eyrst kunnen, also hebbe ic vor 
dat gelt to mynen dele to reyntte geven 26 marc myn 1 ferd Ryges van 
4 jar reyntte also vele sole gy ok utgeven, so hevet elk van uns allen 
100 marc Ryges vorreynttet 4 jar lanc, dyt scryvet und schycket dat dyt 
wol vorward werde. Aldus hebben 25 marc Ryges op myn del utleget, 

^ sal darane verlorn syn, dat es ummer wj^derlyc, wand dey selscop hevet 

ummer beholden vard ghevard sunder schaden grot hebbe lof , darumme 
est noet, dat men dar besehet van wete ic wel van den mynen wol reken- 
scop doen, wan men wel wat ic des under harden hot hebbe, latet ju re- 
kenscop doen dey der selscop gud under hod hebben. 

Item gy scryven dat na som lüde scryven solde dey helfte kernen 
syn an der selscop dat geve Got, doch ic hope wy seien ummer bet mede 
vam dan met der Nouwerschen reyse my were noch leyt, dat wy in desse 
selscop nicht unse gelt nicht gheleget hedden. Got beward vordan und 
dat uns van al umme gude rekenscop komen mote, dama möge wy dan 
sey wat elk doen wel. Gy scryven an der Nowerschen reyse sole nu gelt 
staen to W3^nen umme des wyllen, dat dey borch of es, men sal bynnen 
1 jare wol vomemen, woe dat vam sal dar bynnen mach men ok seyn 
woet met der selscop gaen wel, dama komet dan dach und rat, Got geve 
met leyve to leven. 

Item also gy scryven ic sole ju besorgen, dat ju wat vor ju arbeyt 
werde, dat wel ic to male gemne, woe gy dat uterlyk^n scryven wellen 



— 73 — 

by dey rekenscop, dat moet eyrst ut ju ]i;omen gy mögen dar hartlykea 
lUDine seryven, men scsyvet nicht woa vele gy hebben wellen, men eschet 
ommer wan 4 jarn vordel darna dat men andern luden doen hevet und 
noch doen sal, so mach men ju nicht myn beyden dan andern luden. 
Grotet alle vrunt. Ghescreven op sunte Lourensus dach 1411 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

lo wel juwe grote rekenscop weder senden also ic eyrst kan. Desse 
man wolder nicht dregen. 

(2, Blatt) 

Item gy scr3^en in der rekenscop dat ic der selscop schfildych were 
863 Vtll Vz sl. Lub. Hyr scref ic ju doe weder op dat gy op van Johan 
van der Brflggen 264% marc Lub. kopen solde und op Johannes van 
Hynden 220 marc van deme naten terlync wandes. Item 36 (I) 10 sl. vor 
dey 18 marc Prusch syn in myn propper rekenscop nicht komen, dat wet 
ic woly wand ic nergen neyn gelt dar untf angen hebbe mer dan dey 24 marc 
Fmsch. Gy scryven my lest, gy wolden my besehet darvan scryven, dat 
besehet wyste ic gemne dat were gud by tyden siechtet. 

Item sal ic dey 21 marc myn 4 sl. allene vorleyssen an den 30 ^ gr., 
dey in Pmsen overkoft wem, dat vynt syk wol,.ic mejrne dey schade sy 
also grot nicht dey my tokomen solde ofte ic den schaden ummer allene 
dregen solde, wan men wyste wat dey marc Prusch doQ van Lubeke ut 
overgolt to wesselne. Hans van Mynden hadde ghelovet dat gelt in Prusen 
nttogeven, wat schade darop komet, den sal Hans betalen, also ic meyne, 
men des kan nicht 31 marc myn 4 sl. syn. 

Item gy, scryven dat an myner rekenscop unbreke 128 marc, dar 
rekent tegen 122 cronen, also ic ju vele screven hebbe, dar mejrne ic, dat 
dey rekenscop mede recht syn sole und nicht unbreken solde. Aldus sal 
an den 800 marc und 64 marc 12 sl. weder afgaen an dessen vorscreven 
5 porsselen also ic meyne 669 marc 14 sl. ofte darby. Dyt scryve ic myn 
rekenscop nicht, er ic dat dar weyt und ok dorve gy neyn gelt an unser 
selscop dartegen afscry^en, er dat siecht es. Ic hebbe aldus in myn bok 
screven, dat Lyseke opbord hevet to Lubeke van Tomas Veckyncfiusen 
800 marc, item van Boden van Stockam 263% marc Lub., item vor eynen 
terlync Tomasch laken 210 marc sunder slachdok, summe van al dat 
Lyseke untfangen hevet 1263% marc Lub. Des gaf sey weder ut in der 
Venedyesschen selscop 672 marc Lub. ; item ju an stocvysche sand 82 marc 
7 % sl. Lub. ; item Hoensteyn gaf ju 24 marc 11 sl. 4 ^ ; item ju an golde 
Versand 83 marc und 1 sl, item vor 8 Ä< gr. utgeven 50 marc Lub.; 
item vor 18 marc und 8 schot Prusch utgeven 36 marc 10 sl. Lub., item 
vor 30 K6 gr. utgeven 210% marc 4 sl. Lub., summe van al weder utgeven 
1164 marc 9 sl. 10 ^. Aldus unbreke ju an desser summe 262 marc 6% 
sl. Lub. 

Item sy ic ju van Tyten wegen 70 marc 4 sl. und van Swartten wegen 
83 marc 3 % sL und vor dat gro Yppersch 34 % marc, summe van dessen 



~ 74 — 

3 porsselen 188 marc myn 6 den; item vor 34 marc Prusch 60 marc Lub., 
summa van al dat gy van my tachter syn, also vor«creven es 400 mare nnd 
6 sl. Lub., aldus vele möge gy hyr tege» wol afscryven ut unser selscop. 

Item hebbe ik ok screven, dat gy my rys sand hebben vor 13 ^ myn 
1 gr., dar möge gy ok wol also vele tegen afscryven. 

Item hebbe ic ghescreven dat ic ju nu op dat nye schuldych sy 28 U 
lä sl. gr., dar möge gy ok also vele tegen afscryven van der selscop. 

Item hebbe ic ghescreven, dat wy Tomas Vockynchusen ut unser 
selscop schuldych syn 894 marc, dey betalt Tomass ut der selscop. Item 
hebbe ic ghescreven, dat wy Boden van Stockam geven solen vor syn 
pard in der Venedyesschen selscop 470 marc 3 sl. 8 ^, dey betalt ok ut 
der selscop wand dyt roret syk al in dey selscop, darumme siechtet dyt 
al ut der selscop to eynen eynde. Unbreket dar dan ane ofte lopet darover, 
dat welle wy wol vynden, ef Got wel, und rychtet al dync ut also gy best 
kunnen, wat schaden gy unmie eynyge betalynge doen ofte nemen, den 
wel ic gernne mede betalen und anstaen, also dat recht es, wand ic hebbe 
neyn gelt met alle in banden ut to leggen. Hedde my dat gelt to Lubeke 
mögen volgen, so wolde ic uns dat gernne leynt und utgheleget hebben 
und ic wet woe umme gelt doen ic hyr tachter vele geldes und moet leynen 
und borgen, dat ic vorteren sal, Got geve, dat al gud met leyve ut Lyf- 
lande und van al umme in juwe hande kome, so wel ic vele sorge to eynem 
eynde maken met jüwen rade und hulppe und dat wy ok eynen guden 
eynde krygen met der Venedyesschen selscop, darna dat dey rekenscop 
Valien wel, darna mote wy unse dync ansetten op eyn vaste dync, welken 
wech un profytelykest duncket. Solde ic hyr wonen, so were my dey 
Venedyesdche selscop best und handelynge in dessen landen und my 
duncket, gy hebben mest ghenochte to der see ward. Est dat ic hyr blyven 
wonen, so meyne ic myn handelynge mest in dessen landen to hebben und 
to Venedyen ward und v^n som selscop to scheden by der see, wand men 
vynd neyne trüwe selscop gheselscop wan eyn man dar nicht sulven vor 
ogen wesen mach. Ic scryve ju al dync int beste und wel, ef Got wel, 
met in gud und arch lyden na aller mogelychejrt. 

Item doet wol und scryvet my besehet van deme gelde dat Wyllem 
Dalhusen und ic by ju hebben van wasse und ok al besehet van den lasten 
to eynem eynde und es wat van den lasten unvorkoft, dat vorkopet, ic 
wolde dat al siecht were. 

Item also gy my vele screven hebben, dat ic manc Hans gelde van 
Mynden eyns ghehad hedde 24 cronen, dat scryvet my ok ju wytlycheyt van. 

60. Ludwig Buggendcd und Gertvin Marschede an Hüdebrand 
Veckinchusen in Brügge. — 1411 Aug. 14. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen in Brügge detur 
littera. 

Vrentlike grote vorgescreven an unsen leven vrent Hildebrant Vockin- 
chusen. Weten sole gi, dat wy noch van juwen engever nicht vorkoft 



— 75 — 

hebben. Wy hebben dar wol to 6 malen koplftde overgehat, se wellen uns 
nicht 5 mark beyden vor den sten, hedde wy en konen von 5% mark 
vortgeven, so hedde wy en wol vorkoft men er wy en geven vor 5 mark, 
darvor wiUe wy en stan laten myt wy juwen willen weten unde wy willen 
darby doen ofte he unse egen were. Scryvet uns juwen willen. Item de 
hir nft gude gedelike laken hedde, de g&lden wol reyde gelt alzo wol unde 
het den in 8 jaren mochten doen. Anders en wete wy jft nicht to scryven 
den Got sy myt jü. Gescreven op unser leven vrouwen avent to worce- 
winnge 1411. 

Lodewich B&cgendal, Genßn Marschede. 

Item Hildebrant wy meynen de laken solen hir jarlank wol by gelde 
bliven sflnder Mestensche unde K&mesche unde Tomasche, der es hir vele. 
Item gflde Dellerm&ndesche gelden hir n& op dessen dach 6 mark, Gert- 
bergesche 4 mark unde 4 scot, ok mer dama se sin, Myddelb&sche 4 mark 
myn 1 frd., gfide Herentalsche 10 mark, Leydesche 8 mark. Hir möge gi 
op dencken, kone gi provit doen. 

4 

61. Gert Elrik bekennt von Hüdehrand Veckinchusen für einen 
Schiffsanteil eine Summe Geldes erhalten zu haben. — 1411 

Oktbr. 15. 

Rev. St.'A. Orig. mit auf dem Papier aufgedrückten Signet. 

Jk Gert Elrik kenne, dat ik untfangen hebbe van Hilbrant Wek- 
kinkhfisen van Gosschalk Ewinkhusen wegen up sin part schepes van 
Engelbrecht Bonettes holke van dem Englischen gelde der beialinge 
10 ^ gr. 3 gr. 1 Engelsch. Hir love ik Hilbrant schadelos vor to holden 
vor namanynge van Gosschalkes wegen. In kennynsse so hebbe ik myn 
singenet unmie op dessen spasiftm ghedrucket. Ghedaeen ipt jar 1400 
und 11 jar 14 dage na Bamisse. 

62. Bruchstück eines Briefes von Hüdehrand Veckinchusen an seine 

Schudegermutter in Riga (?). — 1411, Oktbr. 21. 

Rev. St.-A. Einzelnes Blatt, kann der Entwurf des Briefes gewesen 
sein. Adresse fehlt. ^ 

Item so untfench ic noch ut Bemt Olrykes 1 tunne, darop quam to 
ungelde 34 gr. Item so hebbe ic ut desser tunne vorkoft 7000 21 tynuner 
scones Werkes, dat 1000 golt 11 U 10 sL gr. Item hirvan gheyt to me- 
kelerdye 4 sL, aldus so es dey summe van desser tunne 89 U 16 sl. 6 gr. * 

Item so antworde my Evert Snoyen 1 tunne, darut vorkofte ic 1000 
myn 2 boyte troieniss, dey hebben golden 7 ^ 14 sL 8 gr. Item so was 
hir inne 42 tymmer lasten, dey sint noch unvorkoft. Dyt es al dat werk, 
dat ic untfangen hebbe unde vorkoft unde nu moghe gy weten wat alle 
werk ghegolden hevet. Aldus hadde ic dat ghescreven:^ mynen swager 



— 76 — 

Evert Snoyen, dat he ja dat solde to kennen gheven op dat gy alle dinch 
wysten. 

Item so hebbe ic hir 29 stucke wasses, darvan wort my blyvendes 
geldes 107 ^ 4 sl. 11 gr. Dyt ghelt hebbe ic bewert unde hebbet Snoyen 
sant under dessen merke \^ unde ic hope, gy solen ju wol vorliken 
umme dey laken, woy sik //\ dyt hevet, dat wet gy bet dan ic. 

Item vrouwe so ghele3rv6 ju vort to weten, dat ic hisbbe untf anghen 
van den gude ut EinghelaÄt van myns heren wegen ton ersten 30 6 gr. 
myn 1 gr. 

Item so hebbe ic ok van des scheppes part Bonnyttes 10 U 10 est ; 
hört ju dat to, dat vint sik wol. 

Item so antworde my Gosschalk Stenhus van Kort Borstel wegen 
5 ^ 5 sl. 5 gr. 

Item so hebbe ic untfangen van Ludeken Stenhorst unde van Tyde- 
man Boden also van Boytins scheppe up myn heren part 39 sl. 4 gr. 

Item so hebbe ic untfangen van Johannes Kouvolde dat unghelt, dat 
ic utghegeven hadde op dat vorscreven gut, dat in Einghelant genomen 
was van den Einghelsschen, 4 ^ 5 sl. 6 gr. 

Item vrouwe, hir hebbe gy nu alle bescheit van allen gude, des ik 
hir hebbe, int laut van juwer wegen. Ic meyne ju, ofte Got wyl, den 
mestendel to hant to schicken to vorjaren, ofte Got wil. Unde ic hebbe 
ju in anderen breyve al mynen willen screven. Darvan begere ic 1 gut 
antworde myt den ersten. Hirmede so moyte ju Got bewaren. Ältos 
ghesereven 3 weken vor sunte Mertyns, 1411 in Brügge. 

Item so sante ic ju by Johannes Eoylhasen allerleye crude, dat stont 
33 sl. 7 gr. 

Hildebrant Veckinchusen. 

68. Tidernum Brekdvdd cm Hüdebrand Veckinhusen in Brügge 

— 1411 Oktbr. 28. 

Rev. St'A. Ofig. Adr.: An Hyldebrant Vockynchusen to Brüge detur. 
Darunief von H. V.'s Hand: 1411, 15 in desember 
Dyt es dey antworde van myner rekenschap van Lunen- 
borch. Dey schade van den 80 ^ gr. es 3 ^ 3 sl. 2 gr. 1 osten. 
Das Papier ist gegen den ScJduss verwittert und durchlöchert^ so dass 
der Inhalt teilweise nicht mehr feststellbar. 

Vrentlike grote vorscreven wetet Hildebrant dat wy juwp rekenscop 
overghezen hebben und gy hebben ghesereven, wo gy ghegeven hebben 
Hans Lozekyng 400 gülden und wy en konen nicht gheweten vor van efte 
van wes wegene. Item Hildebrant so schryve gy, wo ghy ghegeven hebben 
vor lacke 30 sl. 3 ^ to ungelde, item noch to ungelde vor lacken 3 ^ 
18 sl. 5 gr. desse 3 ^ 18 sl. 5 ^ hebbe ghy weder afgherekent und wy en 
weten nicht, of gi de 30 sl. und 3 ^ hirto gherekent hebben of nicht. 

Item hebbe gy de summe summe gherekent dat gy utghegeven hebben 
4513 ^ 3 sl' 3 ^ und wy en vynden nicht mer dat gy utghegeven hebben 




— 77 — 

dan 4600 und 12 116 13 sl. 6 ^, aldus schelet dar 10 sl. und 4 ^, dar gy 
nicht 80 vele utghegeven hebben alze ju summe torecht. Item hebbe 
gy weder untfanghen na juwen schryven 4400 und 78 lU 19 sl. 3 gr., da * 
schelet 12 groten, dat gy mer untfanghen hebben alze gy afgheslagen hebben 

13 lU 12 sl. 11 gr. de gy ghegeven hebben Lambrecht van Sune to ungelde 
und dan noch 3 sl. 11 gr., de gy ghegeven hebben to ungelde vor muschaten, 
80 is de summe recht op 12 groten na, also juwe bok utwyset. 

Item so vynde wy schelynge in juwer rekenscop da gy untfangen 
hebben, aldus hebbe gy gescreven also hima ghescreven steyt. 

Item hebbe ich untfanghen van Slipers wegene da he ut hadde geven 
vor 1 pak van enes Lumbardes weghene 4 gülden, darvor hebbe gy unt- 
fanghen 9sL 3dn. Item so gaf my Francisco van Peter Earbow wegene 
van 35 ducaten 2 %f 2% sl., dit en is unmier nicht recht. Item so sande 
my Hans Francke 4 swarte sardoke, de gülden 22 sl. groten, aldus stet 
in juwen poppir gheschreven. , 

Item Hildebrant so was Slipers rekenscop hir und dar vynde wy 
inne, dat gy solden opghebort hebben van enen Lumbarde to Bruge 

14 gülden und 34 sl. Colsch; item noch van enen Lumbarde 16 gülden, dit 
en vynde wy in juwen boke nicht, doch so wissen wi dat gy de 15 gülden 
ghescreven hebben op 2^ 2 sL 6 groten, de dar stan na den ducaten, 
aldus so hebbe gy vorgheten de 14 gülden to schryven und dan wes gy 
untfangen vor 35 ducaten. 

Item Hildebrant so en hebbe gy ok nicht ghescreven de 10 i6 gpoten, 
de wi Andreus van Hacheden ghegeven hebben. 

Item Hildebrant so hebbe gy de 8000 Podolsches Werkes in juwe 
summe gherekent, doet wol und latet dar stan up dat nyet, wante wy 
doen dar noch rekenscop hirvan. Wy en hebben noch anders nicht unt- 
fanghen van dem gude, dat wy in Prusen ghesant hebben 

sulke alse wy dat wers ghesant hebben wente wolde gy dar en 

und wy hir, so werdet twie gherekent, hir unmie so latet dat werk 

by sik staen. 

Item Hildebrant ik hebbe hir drade 2^^ weken ghewest und ik en 
byn alles dynges noch nicht vele wizer, dan do ik herquam unser een en 
kan des anderen nicht vomemen nochtan kone wy alle wol düdesch. 
Item als gy ghescreven hebben van Studen alse van 80 ^, de ju weder 
over ghekomen syn, wo gy meynen dat de selscop den scaden dreghen sole 
und gi nicht, Hildebrant also deghene her comen de de selschop op eyn 
ende rekenen solen, wo se dat dan maken dat behaget my wol. Hirmede 
blyvet ghesunt. Ghescreven ipso die Simonis et Judae apostolorum anno 11. 

Tideman Brekelvelde. 

64. Sivert Vechinkusen in Köln an Hüdebrcmd Veckinhusen in 

Brügge. — 1411 Novhr. 7 und 8. 

Rev, St.'A. Orig. Pap. Beide Briefe lagen ineinander und nur der 
letztere trägt die Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen Brügge 



— 78 — 

littera detur. Darunter von H. V.^ 8 Hand: 1411, 13 in november 
50 ^ gr. Offenbar sind heue Briefe gleicheeUig abgegangen. 

Broderlyke leyve vorscreven leyve broder. Slyper es, ef Got wel, 
wol to Lfinenborch und sal, ef Got wel, vor uns allen syn, est dat hey 
dar komen es my duncket Slyper muste darby, solde dey rekenscop eyn 
eynde nemen. Got voge aldync to den besten to ewycheyt amen. Item ic 
wel, ef Got wel, op sunte Mertyn by myme hem van TVere wesen umme 
Slypers vencknisse wyllen und hope met hern und vrunde hulppe, der 
sake eynen betem eynde to krygen und dat wy dat gelt nicht al solen 
dorven utgeven. Got geve beholden vard al umme. 

Item ramet gy des besten in allen dyngen, also gy best kunnen, ic 
hebbe ok to Lubeke screven, dat men ju werk kopen sole met deme gelde 
und sendet hyr to Eolnne to ; sch&t dat so est my leyf . Scryvet gy al umme 
ju gudduncken und scryvet my al rekenscop und ju gudduncken und 
grotet myn suster und al vrunt. Ghescreven des sünnavendes vor sunte 
Mertyne 1411 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Eolnne. 

Item jfiwen breyf by Wyllem umme dey 60 ^ gr. hebbe ic wol vor- 
nomen und ic gan ju dey 50 & wol in broderlyker vruntscop und trfiwe 
wel, und my were let, dat gy icht tachter van my wem, ic kenne gy hebben 
vele daen und ic hebbe ok nicht cleyne ghedaen. Gy scryven welle ic 
50 ^ g^. nicht geven, dat ic dan van elken punt gr. geve 4 gr. Ic hebbe 
ummer nicht myn ghedaen by der selscop und by jüwen dyngen und by 

und by vrunden, dat uns ok beyden angenc dan my borde und 

künde ic vele mer daer hebben, doe hedde ic gerne doen na al myn ver- 
mögen. Scryvet my al rekenscop dar und vaste to eynen eynde, wan dat 
scheyn und eyndyget es, so sole gy van den 50 ^ gr. neyn nadegedynge 
holden hebben. 

Scryvet to Lubeke und to Venedyen, dal? gy neyn gelt mer betalen 
wellen met alle dat en sy dat men ju gelt by den wesselbreyve sende und 
ic sende Peters Karbow breyf to Lubeke ward, dar sol grot schaden op- 
komen op dey 2800 ducaten. 

Item Slyper es, hope ic, wol to Lubeke und al dync sal, ef Got wel, 
al gud werden men wat ic doen wel by der Venedyesschen selscop, des kan 
ic nicht en scryven, er dey rekenscop scheyn es, dat wel also ghereyt nicht 
syn also gy meynen. Item by der Nowerschen und Prfischen reyse to 
blyven, dat blyvet al op dey rekenscop und ramet gy in allen dyngen des 
besten und begeren al rekenscop siecht to hebben also gy eyrst kunnen 
und to Lubeke to woenen, des gaen ic ju wol, woet ju nutte sy, men ic wel 
dar nicht er ic beter tydynge vomeme und rade ju ofte nemande eyn hus to 
kopen, er gy beter tydynge vornemen. Ic scref ju eyns wolde gy to Lu- 
beke woenen, ic wolde ju hus und al dat ic dar hedde oplaten und hedde 
ju ok wol volget, dat es nu to spade. Got mach dat al umme noch wol 



— 79 — 

gäd maken, dat wel also Ryge nicht togaen, also som lüde meynen, ic 
gysse my to Kolnne to blyven, dat en werde noch anders. 

Item dey 200 gülden solen van Slypers wegen wol betalt werden, 
ef Got wel. Nemet ummer van deme Lombarde eyne gude quyntyasye 
op dey 300 gülden. Item gy scryven dat ic in Kolnne blyve, dat dede 
ic gerne, wyste ic wey unse dync hyr int land doen wolden. Slyper hevet 
syk utschottet vor 1700 gülden und dat hevet alreyde mer dan 400 gül- 
den kostet und ic wel, ef Got wel, morgen van hyr an mynen hern van 
Trere und hope hern und vrunde und God und recht to brüken op dat 
wy dey 1700 gülden nicht al solen utgeven und wel des besten alumme 
ramen na al myner macht. Vorkopet gy al gud, dat gy dar hebben und 
in dey Venedyesche selscop hord, al woe gy dat geven; al spysserye sal 
afslaen, dat es sfine. Item ic hebbe Eerstaen van Molnnen ghedaen 1 sak 
brysylienholt, weget 118 punt met dem sacke und hebbe Kerstaen be- 
den to vorkopen ofte hey kan, est das nicht, so sal hey ju dat senden. 
Vorkopet al dat gy kunnen und grotet alle vrunt. Ghescreven 3 dage vor 
sunte Mertyn 1411 jar. 

Zyverd Veckinychusen, Kolnne. 



65. Sivert Veckinhusen in Köln an Hüdebrcmd Vechmhusen in 

Brügge. — 1412 Jan. 5. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchfisen to Brügge littera 
detur. Dazu von H. Veck.^s 



Hand: 15 stucke wases 



^l 



Broderlyke leyve vorscreven also gy my Hans van Mynden rekenscop 
senden und scryven, ic sy in unse selschop schuldych 864 marc 11% sl. 
Lub. Hyr schelt my ane also ic ju erscreven hebbe 264% marc, dey Hans 
van Mynden van Boden van Stockam untfangen hevet und van deme 
naten terlync wandes 220 marc, dey gy my toscreven hadden und Hans 
van Mynden in juwe rekenscop brecht hevet. Item schelt my -dar noch 
ane 36 marc 10 sl. van 18 marc Prusch dey my nicht tokomen, ic sal dey 
36 marc 10 sl. weder hebben ofte weten, woet darumme sy. Item schelt 
my 128 marc, dar hebbe gy tegen 122 cronen, dar mede sal dey rekenscop 
dar siecht syn. 

Item ic meyne gy untfangen ok eyns gelt manck Hans van Mynden 
gelde, dat my propper angenc, dat sette ic to ju ward wat daran sy, by 
mynen besten, dyt schelt my hyr ane. Men Hans van Mynden hevet van 
myner wegen in juwe rekenscop bracht van Salmesteyn 216 marc, dey sy 
ic ju mer schuldych, dey solde Hans van Mynden my toscreven hebben. 
Leyve broder nemet nicht vor ovel, ic begere eynen gantsen eynde und 
maket al dync siecht. 

Item ic sende ju in scheper Doenewolt 15 schyven Lemborgesch was, 



' — 80 — 

dat hord Arnd Wachendorppe half und ju und my half aldus 1 i iV -fe^ 
dat sal overal wegen 4554 punt, elk 100 steyt 16 Rynsche gul- V3a^ >< 
den sunder al ungelt. Doet wol und vorkopet dyt was also in best tyt 
duncket und künde gy un& kopen 1 tunne schons werx ofte also vele schon 
werk also dyt was gelden mach. Kunne gy schone werk kopen urnme 5 sL 
myn dan 12 U gr. kunne gy dat darumme nicht kopen, so kopet uns dat gelt 
in dey mysse to Prancvord to untfangen int eyrste van der myssen by 
wyssen luden wand wy moten dat gelt vor dyt was int eyrste van der 
myssen betalen. Wy kunnei^ dyt was nicht wol mjrn dan 500 marc tflgen, 
ic meyne dat sole mer gelden. Bamet ummer dat wy nicht vorleysen 
dorven. 

Item ic sende ju mest al unse was in Doenwolde vorscreven 4 grote 
stucke und 3 stro, dar syn inne 27 cleyne stucke und ic mejrne dar noch 
in to schepen also ic mest kan. Desse schepper sal ju dyt was al to Brfi^e 
levem und sal van elken groten stucke 2 gülden myn 1 ord hebben und 
vor dey 3 stro vor elk stro sal hey 2 gülden hebben. Ic wel ju al besehet 
ok by deme scheppern scryven. In al doet dat beste und scryvet uns al 
tjrt sunder sümen al tydynge van den wasse. Ic hope dar sole profyt ane 
Valien. 

Item to Lubeke es neyn was und ic vr&chte sey kopen uns nicht. 
Item so wellen alle hem bpholden op dey dey den van Lubeke tovoren 
und afvoren und hebben grot gud opholden und dat wel nu eyrst to reyden 
ovel to staene met den van Lubeke, also ic ju hyr nest wol scrjrven wel, 
Got voge al dync to den besten, ic kan ju van der Venedyeschen selscop 
noch nicht scryven, ic wolde dat wy unse gelt weder hedden, doch ic hope 
wy solen nicht vorleysen men uns kan met der hast neyn reyde gelt werden, 
er op den sommer. Got voge al dync to den besten al umme. Grotet alle 
vrunt. Ghescreveji op der hyllegen 3 konynge avent 1412 jar. Got geve 
uns allen eyn vrolycji salych nye jar and vele Iftckes, des behove wy woL 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 



66. Ludewig Buggendal an Hildebrant Veckmchusen in Brügge. 

— 1412 Jan. 6. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. mit den Resten des briefschUessenden Seorets. 
Adr. : An Hildebrand Veckinchusen to Brügge detur littera. 

Minen denst wetet Hildebrant, güde vrent alzo gy my scryven van 
dem engever unde wy wolden en also gerne vorkopen, alzo gi et gerne 
Segen, wan wy konden, des möge wol geloven, wy willen dat beste darby 
doen; dat erste dat wy eymande konen krygen, de dar an wel, so wiUe 
wy en gerne vorkopen. Got late jft gesftnt. Gescreven op der hilligen 
3 konige dage 1412. 

^ Lodewich BuggendaL 



— 81 — 

67. Sivert Veckmchusen in Keim, an Hüdebrand Veckinchusen in 

Brügge. — 1412 Jan. 13. 

Rev. St'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckjmohusen to 
Br&gge littera detur. 

Item leyve broder ic sy ju van Lysekens rekenscop nicht mer schul- 
dych dan overal na j&wer egen rekenscop men 166 marc 4 sl. und 2 ^, 
dat es recht wan gy darane afslaen vor 18 marc Prusch 36 marc und 10 sL, 
80 bleve ic darvan nicht mer dan 127 marc und 10 sl. Lub. 2 ^. Dey 
36 marc 10 sl. nemet weder, dar sey van boren to nemen, und scryvet dey 
in unse selschop, men ic meyne, dey komen ut der Venedyeschen selscop 
to nemen« Lyseke hedde dar 36 marc 10 sl. nicht utgeven, hedde gy er 
dat nicht screven, darumme kan dat neyman bet recht maken, ic sy er 
nicht schuldych, dat wet ic wol. 

Item ic (sy) noch schuldych vor 24 marc Prusch 60 marc Lub. Item ic 
sy noch schuldych 216 marc, dey Gerd Salmesteyne geven worden, komet 
dyt al in unse selschop, so nemet ofte rekent dar also vele tegen af van deme 
dat gy my toscreven hadden und dat Hans van Mynden untfangen hadde 
und gy my to rekent hadden in dey 864 marc 11 H sl- und siechtet also 
dat eyne tegen dat ander. Item so sy ic ju propper van Tyten und Swartten 
wegen und 1 Ypersch laken tohope 188 marc myn 6 ^, item noch vor den 
rys 13 ^ myn 1 gr. und gy scryven dat gy allentelen vor my utgeven 
hebben 46 ^ 4 sl. 9 ^4 gr. Ic bydde ju, dat gy my dar ok rekenscop van 
scrjrven op dat ic aldync dar scryven möge. Item umme dey 50 i4^ gr., 
dey ic ju ok propper schuldych sy, dar sy wy wol eyns umme dyt hebbe 
ic aldus in bok screven op gude rekenscop also lange, dat gy my al besehet 
weder scryven, so welle ic dan al rekenscop siechten und doeden op eyn 
eynde, dyt nemet nicht vor ovel, dat ic ju also vele möge met desser re- 
kenscop. Item doet wol und ramet des besten in allen dyngen sunder- 
lynges by deme wasse ofte wy in ejrnen wech vorleysen, so wynnen wy 
eyn an deme andern weder. Item Hans Losekyno sende ic an Bertram 
Herrentrey und sal des dages 2 gr. vortem und berychtet Bertram warumme 
ic en van ju nemo und an en sende und byddet ene, dat hey dat nicht vor . 

ovel neme und weset gy Losekynge lyke vruntlyk und behulpplyc, hey — --\ 
sal ju ok ghelyk underdanych syn. Wolde Got geven, dat et to Lubeke 
gud werde, so mochte dar profyt an vaUen und so wolde gy und ic des 
wol eyns met ju werden und grotet alle vrunt und myn säster und beydet 
over my. Ghescreven 8 dage na der hyllegen 3 konynge dach 1412 jar. 

Zyverd Vookynchusen, Kolnne. 

Item leyve broder my duncket gud, dat gy my eynen machtbrejrf 
senden dar gy my inne mechtych maken juwes parttes und selschop dey 
gy met Sljper und my und Peter Karbow hebben, dyt es nutte umme vele 
, sake wyllen oftes noet werde. Slyper hevet my ok mechtych maket und 
ic wel to Francvord ward und weten nicht, wo et Peter met uns vord holden 
wel und wolde hey ovele des sal hey, ef Got wel, neyne macht hebben. 

Brief« und Urkunden, 1895— Uil. 6 



— 82 — 

Wy moten uns wol holden to dessen saken bet dan uns wol noet were, 
dat sal, ef Got wel, noch al gud werden und ic wel des besten ramen. 

Item scryvet uns sunder sumen, ofte gy Arnd Wachendorp ok 1 tunne 
werx kopen kunnen op unse was umme 12 U gr. ofte myn dat gud sy, est 
des nicht, so mote gy uns dat gelt van den 15 st&cken wasses to iSranc- 
vord int eyrste van der mysse maken al wat dat kostet. Item ic moet 
propper hebben 400 gülden in dey mysse dey ic op schaden nomen hebbe, 
Got geve, dat dat gud van Lubeke vor dey 700 marc met leyve komen 
mote. Doet wol und sendet Herbborde und Tydemannen eynen besegelden 
breyf, ic wel ju, ef Got wd, wol schadelos holden. Ic hope ok dat sole 
to Lubeke bynnen kord gud werden, ic wel, ef Got wel, to Lflnenborch 
op den dach na paschen^) wesen. Got geve met leyre to leven, so wel ic 
myn gud wol vry und quyt krygen und moet dat op deme dage gud werden, 
ef Got wel, Got gevet. 

68. Sivert Veckinchusen in Keim, cm Hüdehrcmd VecTdnohusen in 

Brügge. — 1412 Jan. 16. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen Brftgge 
littera detur. Darunter von H. Veck.^s Hand: 1412, 22 in janne- 
wario 300 gülden to 34 gr. 

Broderlyke lejvQ vorscreven, ic bydde ju, dat gy geven Bartolmefis 
Eppelebes 300 gülden Bynsch, 14 dage na dessen breyve vor elken gülden 
34 gr. Dyt gelt moste ic hebben und gevet dat ut van den 15 stucke wasses 
und woe gy dat over gelt van dem wasse to Francvord overkopen, also 
wel ic oc dey 300 gülden to Francvord utgeven ofte nemet van eme andern 
300 gülden in dey mysse to betalen. Betalt dyt gelt to dancke und latet 
my den schaden betalen und beydet over my. Ghescreven 10 dage na der 
hyllegen 3 konynge dach 1412 jar. Ic hebbe dyt gelt van Symon nomen 
und eme 2 wesselbreyve geven. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

69. Sivert Veckinchusen in Köln an Hüdehrand V ecTdnchusen 

* in Brügge. — 1412 Jan. 17. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. Darunter von Bild. Veck.^s Band: 300 Bynsche 
gülden betalt deme Lumbarde. • 

Broderlyke leyve vorscreven juwen breyf by Hans van der Marcke 
hebbe ic wol vomomen. Hyr es nu eyn 1000 werk nicht mer to kope, ic 
heddes over 14 dage wol 20 tausend to 94 gülden koft op sunte Mychels, 
dyt es nicht scheyn, dey tyt es gheleden. Item Arnd Wachendorp bydde 
ju, dat gy eme kopen 4 ofte 5 tausend gudes schons werx met deme gelde 
dat van den 15 stucke wasses vaUen sal und sendet eme dat op syn even- 
tür, so sal hey dat gelt utgeven to Francvord vor dat was. Item betalt 

1) 4, April. 



— 83 — 

gy ok umme dey 300 gülden den Lumbarde 14 dage na synen breyve to 
dancke, vor elken golden 34 gr., ok von den 15 stucke wasses und scryvet 
my wat dey gülden dar gelt in dey mysse to betalen also rekent my den 
und komet schade op dey 300 gülden, moet ic betalen, den rekent my to. 
Item wan gy my scryven besehet van den 864 marc, dey ic in den selscop 
sal schuldych syn, warvan dey syn und slaen dar af , dat my nicht tokomet ; 
aller rekenscop sole wy wol eyns werden sunder allene van der vorscreven 
summe. Dar meyne ic, dat gy nicht tegen dorven ut der selscop afslaen, 
wan gy dartegen afslaen, dat Hans van jULjrnden in juwe rekenscop reket 
hevet, so sal my noch unbreken, ic hebbe in myn bok screven, wat gy van 
der selscop wegen dar int land hebben, also 194 U und sl. und scr3rv% 
vord dat ic ju propper schuldych sy und wan gy my nu besehet van al 
scryven, so wel ic dan al dync doeden und to eynem eynde scryven. War- 
umme solde ic my toreken und met ju afslaen und gy dun my na weder 
toscryven, des in myn rekenscop nicht komet und ic nicht untfangen 
hebbe. Dyt nemet nicht vor ovel. Dat eyrste dat ic ledych werde van 
der Venedyeschen selscop und van Sljrpers vencknisse wegen, so wel ic 
dan al juwe und myn rekenscop und breyve overseyn und bydde ic eynyge 
sehelynge mer in unser rekenscop dat kome ofte my to, dat wel ic ju scry- 
ven und begere juwes 1 ^ nicht und wellen al dync dar maken und setten 
al unse djrnc vast woet vord anstaen sal met allen dyngen. Provet in 
allen dyngen des besten und vorkopet al was und maket also, ofte wy an 
den wasse vorleysen, dat wy an laken ofte an andern gude weder wynnen 
mögen. ^ 

Item also gy scryven van Losekinghe, helppet eme des besten, welle 
gy nicht mer vor ene spreken nodh loven, so möge gy dat laten, ok wel ic 
nicht gerne vor 300 U ofte 4 staen men vor 40 U gr. ofte 50 ^, dar wel 
ic wol gud vor syn dyt jar lanc dar möge gy wol vorspreken. Ic hope dat 
sole sunder sorge syn, provet al unmie dat beste und b'eydet over my al 
tyt und grotet myn suster vruntlyken. 

Item ic hebbe Hynric van der Schuren geven 200 gülden also beholde 
ic hyr noch 24 gülden, dat hey mer hebben sal op Lechtmyssen, dat maket 
hyr over; hyr es neyn gelt to bekomen myn dan 34 gr. met nower noet 
to krygen und ic kan op lechtmyssen nicht to hus syn, darunmie maket 
dat gelt an Lyseken ofte an Slyper also gy eyrst und best kunnen. 

Item scryvet Hynric opme Orde, dat hey vrylyken vor dat gelt segele, - 
wy wellen en wol schadelos holden, ef Grot wel. 

Item Jflrgen Betken es in Eyngeland und in Braband und in Frank- 
ryke van des orden wegen, künde gy en ergen laten opholden, hey moste 
ummer betalen; doet dat beste künde wy wat krygen dat were vunden 
gelt. 

Grotet myn sftster und al vrunt. Herbbord Tasche sal her Clawes 
Swartten dochter hebben und Grot geve gherucke und uns allen und scry- 
vet my ummer al tydynge. Item wat gy beholden kunnen van der Vene- 
dyeschen selscop gelde, dat were gud wand uns sal lancsam eynych gelt 
in banden komen al man dey gud hevet, dey sal dat holden, ic sy vele 

6» 



— 84 — 

tachter ut der selschop. Doch wat gy hyran doen kunnen, dat doet al 
* ut ju sulven und nicht, dat ic ju ergen van screven hebbe, dat sal noch, 
ef Got wel, al gud werden, dar twyvelt nicht ane uns sal, 6ot wel, unse 
hovetstol wol weder werden, al velt dat lancsam wy moten doen ofte wy 
also vele vorlorn hedden. Vorkopet dat brysylyegenholt to borge op 
eyne tyt, so dorve gy dat nicht utgeven, ic wel des besten al umme ramen 

Aund hope dat sole al gud werden bynnen kord, ef Got wel, maket ju 
.- — VTolych. Ghescreven op sunte Antonys dach 1412 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 
^ Sendet my 1 gude lechelen synttryns olye met den eyrsten. 

70. Sivert Vechinchusen in Köln an Hüdehrand Vechinchusen in 

Brügge. — 1412 Jan, 20. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchüsen Brügge. 

{Der Anfang scheint zu fehlen.) 

Wetet dat Syverd van Kerppen und Johan Balke nicht to hus syn 
und ic vr&chte, dat my neyn gelt werden kunne und ic hebbe Balken 
synen breyf to Dorpmunde sand, werd dat nicht betalt, so wet ic nicht 
woe, ic vrüchte men mote dat weder overkopen darvorward ju ane. Item 
ic hebbe al breyve met Slyper overlesen und vord an sand und vele lüde 
wellen^ nicht kennen dat ander lüde ok arbeyt had hebben umme der 
selscop wyllen. Item ic hope dat sole beter van vallen met Peter Earbowen, 
dan et s&ne es ghewesen, ic wet ju wat «ner scrjrven men in allen dyngen 
ramet des besten to Lyflande und to Prusen und al umme. Wolde Got 
geve, dat wy unse gelt weder in banden künden krygen, so wolde wy unse 
dync anders anseften. Ghescreven op sunte Ancgneyten avent 1412 jar. 

Zyverd Veckynchüsen, Eolnne. 

71. Eine Schuldverschreibung des Sivert Vechinchusen; Frank- 

furt a. M. 1412 zwischen dem 6. und 20. März. 

Rev. St.'A. Orig. Auf der Rückseite hat H. Veck.^8 Hand vermerkt: 
Ic hebbe hirop betalt by Jacop Haghelsten den jungen 94 cronen 
2 gr. Item so hebbe ic emen betalt by Herbort Tusschen hundert 
Frankesche cronen. Item so hevet Johannes Lossekinch betalt 
Peter op sine 200 gülden 160 Frankesche cronen. Item so hebbe 
ic emen bewyst by Herman Grusen 8 ftf gr. dey maken an cronen 

^), hirto hebbe ic eme gheven 22 gr., aldus so hevet hey 

300 cronen, dat es soni cronen to 4 myten, som to 6 myten. 

Ich Zyverd Vockynchusen bekenne dat ic nomen hebbe van Peter 
Blyterswyk 500 Rynsche gülden, darvor belove ic eme in Bruggermard 

1) im Original onausgefüllt geblieben. 



— 85 — 

nest komet 400 gülden cronen weder to geven sunder eynyge togerynge. 
War dat nicht en schege, so belove ic Zyverd vorscreven und myne erven 
Peter vorscreven allen schaden und kost optorychten. To merer sekerheyt 
hebbe ic dessen breyf met myner band screven und myn pytzet neden 
an dey scryft drücket int jar 1412 jar in der vastmyssen to Francvord. 



72. Hüdehrcmd Veckinchusen in Brügge an Tydenum Brehdvdd 

in Lübeck — 1412. März 17. 

Bev. St.'A. Pap. Adr.: An Tydeman Brekelvelden in Lubeke lyttera 
detur. a. b. c. Lj [y Darunter von derselben Hand: Tydeman 
Brekelvelde he- v"/^ vet my rekenschop gedan van dessen 
3 terlinge wandes. 

a, b. c. Vrentlike grote vorgescreven Tydeman Brekelvelde gude vrunt, 
L t l^^ ju geleyve to wetende dat ic ju sende to Hamborch wort noch op 
\^^ myn propper eventur 3 terlinge wandes, aldus gemerket. 

Dey terlinch myt den a es in schepper Hinrych van Ryppen; hir 
synt inne 18 Tomasche laken myt den sclachdoke, also 2 satblau, dat ene 
is gesneden unde es ton sclachdoke 3 grone 1 hemelblau 4 persche 4 san- 
wyn 4 rode. Item dey terlinch myt den 6« es in schepper Heyne Gher, 
hir is inne 17 helle Tomasche laken, also 2 satblau 2 grone 1 hemelblau 
4 persche 4 sanwyn 4 rode. 

Item so es to den sclachdoke 1 snede pers van sunte Ttmass, dyt 
sint tohope in 2 terlinge 35 Tomasche laken myt den sclachdoke unde 
ic bydde ju, dat gy also wol weit don unde vorkopet my desse 2 terlinge 
laken ton mynen besten profyte umme ret gelt unde gevet sey, so sey mest 
gelden kunne, hirane so ramet myn beste umme myns vordenstes willen. 

Item so es de dorde terlinch myt den c in scheper Petter Wyllemes, 
dat is inne 13 Tomasche laken, also ein'' satblau 1 grone 3 persche 4 rode 
3 sanwyn unde 1 hemelblau unde hir is ton sclachdoke 1 pers Tomas ton 
sclachdoke. Desse terlinch antwort Boden van Stocham unde seget emen, 
dat he den terlinch neme in mynerynge van der schult, dey wy eme schul- 
dich syn van Earbouwen wegen. Got geve, dat Peter anders vordach 
moyte werden eme seget Boden, dat he de laken vorkopen den hogesten 
pryse unde holde dat gelt in mynerynge van uns. 

Item dey is dey eine tunne myt der syde in Snydewynde. Anders 
en wet ic ju nu wat mer to scryvende, mer ramet des besten dat de laken 
vorkoft werden. Ic hope ic fynt gude gadinge van laken wert, ok dat dar 
welk varve inne weren ein ofte 2, dey de lüde nicht hebben wolden, so lat 
se utsteken. Anders en wet ic ju nu wat mer to scryvende mer. Wart 
wol in Gode. Gescreven 17 in merte 1412 in Brügge. 

Item desse terlinch hebbe ic gescreven to Hamborch an Albracht, 
cranmester, dey sal se untfangen unde sol se ju vort senden. Got geve 
beholden wart. Amen al umme. 

Hildebrant Veekinchusen. 



— 86 — 

73. Ladung Buggendal an Hildetrand VechincJmsen in Brügge. 

— 1412, März 23. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Vockinch&sen to Brügge detur 
littera i riy 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vrent. Hildebrant, 
dat ic j& sende op den engever, den ic vorkoft hebbe, in Tewes Ludekens- 
Bone 1 stro wasses, dar es inne 7 st&cke wasses, de wegen 17)4 sten 5 punt 
unde 1 ferdendeL Elk sten statt erstes kopes 7 frd. unde 2 scot, summa 
es 32 mark 10 scot myn 6 ^. Dyt was kostede to wegen 18 ^, to besegelen 
16, to beriven myt int schep 2 scot, to puntgelde 4 scot unde 10 ^, summa 
in al 32 mark 3 frd. myn 22 JBi. Hir es harde beweringe ut, dat wet Got. 
Item Hildebrant, ik wil des besten gerne ramen by den engever na j&wen 
briven, dar wil noch neimant an. Dat erste, dat Got gevet, dat dar eimant 
anwel, so wil ic darby doen ofte he myn were, des möge gi my wol geloven. 
Got late jft gesünt. Gescreven des mytweken vor palmen 1412. 

Item wy hope hir to Gode, et solde schir vrede werden. Got gevet 
unde sin leve moder. 

Lddewych Bucggendal. 



74, I/adwig Buggendal aw Hüdebrand Vechinchitsen in Brügge. 

— 1412 März 23. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hillebrant Foekinchusen to Brügge schal 
disse bref. 

Int jar Christi 1412 des mytwokes vor palmen 1 i [Y do sante ik Hille- 
brande Mrop in Tewes Ludekensone 1 stro wasses, K^y' dar weren 7 stucke 
wasses inne, de woigen 1734 sten 5 punt unde 1 ferdendel; elk sten stAyt 
erstes kopes 7 ferd. unde 2 scot, summa to gelde 32 mark unde 10 scot 
mjrn 6 ^. To ungelde hirop int erste to weghen 18 ^, to besegelen 16 ^, 
to beriven mit int schep 234 scot, to puntgelde 4 scot 10 .3^, summa mit 
allem ungelde mit int schep 32 mark 3 frd. myn 22 ^. Item wetz leve 
Hillebrant, dat ik juwen bref wol vomomen hebbe also gy my screven dat 
ik den enggevar scheide geven umme 6 mark, des en kan ik nicht don up 
desse tyt unde ik wil des besten hirbi ramen unde scrivet my. juwen willen. 
Item wetet, dat der scult, de in de selschop hört, ju unde juwen broder 
unde my, dar en is my nicht mer af geworden noch tor tyt den 5 mark, 
de wü ik ju senden in kort unde wes dar wert vort in gemanet, dat wil ik 
uns holden to guder rekenschop. Item so seght men uns hir, dat wi solen 
enen guden steden vrede hebben. Ist sake, dat et vrede wert ahnen uns 
recht, so scholen de lakene wol gelt gelden up dat jar. Nicht mer up disse 
tyt, men blivet gesunt unde grotet alle vrunt sere. 

By my Lodewich Buggendal. 



— 87 — 

75. Sivert Vechmchusen m Frankfurt an Hüdehrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1412 März 31. 

Rev, St.'^A. Orig. Das Papier weist zum Zeichen der erledigten Schuld, 
von der es handelt, einen dreieckigen Einschnitt auf. 

\^\\ Broderlyke leyve vorscreven leyve broder gevet Johan dey 
V^' Wapmaker van Mechelen 100 Rynsche gülden, darvor gevet eme 
80 cronen in Bniggermard to dancke op dat was gelt. Ghescreven op 
den guden donnerdach 1412 jar. 

76. Sivert Vechinchusen tn Keim, em Hüdebra/nd Vechinchusen in 

Brügge. — 1412 Mai 29. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchftsen to Brügge 
littera detnr. Darunter von H. Veck.'s Hand: 1412, 4 in junejos. 

Broderlyke leyve vorscreven juwen breyf by Osebomne hebbe ic 
wol vomomen, dat gy meynen dat ic met Hans van Mynden aldync siechtet 
hebbe. Ic hebbe neyn dync met eme siechtet men also syn rekenscop 
ntwyset, dey hey ju overlanc sande, dar steyt dat noch uppe und ic hadde 
wol hopet gy solden my dey rekenscop lange dar screven hebben, wand 
ic hebbe ju vele screven, wat my an juwer rekenscop unbrak, gy hebben 
vele geldes afrekent und afslagen, dat my nicht tokomet. 

Int eyrste hebbe ic myn dync aldus screven, dat ic ju propper schul- 
dych sy also ju rekenscop ok utwyset int eyrste 166 mark 4 sl. und 2 den. 
Lub., des slae ic hir weder af 36 marc 10 sL vor 18 marc Prusch, dey my 
nicht toquemen, so bleve ic ju net 139 marc 10 sl. 2 .3^. 

Item sy ic ju noch vor 24 marc Prusch 50 marc Lub. 

Item Salmesteyne es ghegeven van mjmer wegen, dat ju Hans van 
Mynden torekeilt hadde 216 marc Lub., sunmia van al 3 screven 395 marc 
10 sL 2 ^. 

Item sy ic ju noch dat ju propper angeyt, van Tyten wegen van 
Swartten wegen und vor 1 Ypersch laken, dar dey sunune van es 188 marc 
myn 6 ^. 

Item sy ic ju 13 ^ gr. van ryse, den gy my eyns sanden, dar ward 
nicht ane wunnen. 

Item gy scryven, ic sy ju 46 ^ gr. 4 sL 9% gr., dar schelt my ane 
2 8^ 18 sl. 3% gr., dey gy my toscryven vor reyntte van Tyten selscop, 
dar hadde ic Tüten op geven op myn del 25 marc myn 1 fr. Kyges, bord 
my mer uttogeven, dat wel ic ju gemne wedergeven, ic meyne my bore 
nicht mer uttogeven. 

Item ic sy ju op dat nye schuldych vor vastenspeyse 23 sl. 8 gr. 

Item ic sy ju dat vorlus van den peper und van den wasse, dat rekent 
van unser beyder selscop af und uns sal ef Got wel gelt inkomen van der 
Venedyeschen selscop, dar wy dey 800 gülden van betalen wellen in der 
mysse to Francvord bestellet, dat ju al dync ut Lyflande kome und van 
al umme dar wy wat hebben und betalt al unse schult und seyt dan, wat 



— 88 — 

wy beholden. Ic hebbe neyn proper gelt dat ic van betalen kunne, dat gy 
my al to scryyen wat wy Tomase schuldych syn, dat latet noch 1 jar 
staen und siechtet nu ander djmc, also gy best kunnen. 

Item scryvet my wat van den wasse und van den wetcke worden 
es, dat ju van Lubeke quam und slaen dat af an deme gelde, dat ic ju 
propper schuldych sy und wat ju dan unbreket, dar rekent ju also vele 
tegen af an unser selscop. 

Item gy syn my ok noch dat gelt vor 24 cronen dat ju by Hans van 
Mynden gelde quam, dat gy my noch nicht to rekent hebben. 

Item scryvet my ok wat gy van der selscop wegen hebben, dat Wyllem 
Dalhusen angenc und ok woet umme dey lasten sy und unune dat darvan 
worden es und slaet dat al af an, deme ic ju schuldych sy und maket dan 
inscryft ofte wy tachter blyven op unser beyder selscop und woe unse 
selscop dan vord anstaende blyvet, dat welle wy al siechten to eynem 
gantzen eynde men wat ut der Venedyeschen selscop werd, dat welle wy 
vord tohope laten in den namen Grodes, op dat et uns op beyden syden 
behaget, wan wy al ander dync siechtet hebben. Ic hope ummer wy solen 
noch gelt in selscop hebben boven dey Venedyesche selscop, wand wy 
hebben ummer overal in dey Venedyesche selscop nicht leget boven 
. 350 U gr. Unse selscop solde unmier vele beter syn und gy weten wol, woe 
hoge wy dey selscop rekenden, doe wy lest by eyn to Brügge wem und wy 
hebben ummer ok send gelt wunnen also ic hope und ic hadde unse sel- 
scop vorslagen op 900 U gr. met den 350 U gr., dey in dey Venedyesche 
selscop leget worden. Doet wol und siechtet al dync to eynem gantsen 
eynde also gy vast kunnen op eynen vasten voet ; gy dorven ummer dar- 
unune nicht by my komen, gy yynden unmier al dync scryft wol wat 
gy send dat wy by eyn to Brügge wem van ju sand hebben und wat gy 
weder untfangen und opbord hebben und vormengen al dync met deme 
dat gy my toreken van Hans von Mjrnden wegen und ander dync, dat 
my nicht tokomet, dar solde gy tegen afmaket clar, wat gy send der reken- 
scop utgeven und untfangen hebben, dat ene tegen dat ander und scryven 
my vor schult to dat ic untfangen hebbe. Wan gy al afslagen hebben, 
dat ic by ju hebbe, sy ic dan der selscop ofte ju propper icht schuldych, 
dat welle wy dama wol slychten. Ic meyne gy hebben ut unser selscop 
vuste gelt to terynge und to andern dyngen nomen bynnen 5 jarn ofte 
in 8 jam send unse selscop staen hevet, hebbe ic dartegen utnomen, dat 
vyndet syk al wol, ic wyste gemne ofte wy in 5 jam ok wunnen ofte vor- 
lom hedden an unser selscop. Ic wet nicht mer von unser selscop dan dat 
in der Venedyeschen selscop es. Item woe unser jungen ghesellen dync 
steyt, dat vememe gy wol an Reynolt Swartten und my duncket gud, 
dat gy eyn nye bock maken, wat gy dyt jar van ju sand hebben und dat 
sal staen op dat gelt van den wasse und op dat gelt van den wasse sal 
men ut der Venedyeschen selscop, ef Got wel, betalen. Es an den wasse 
vorlom, so mach ander bewerynge weder wunnen werden; latet uns al 
alt dync siechten und latet uns 1 nye selscop annemen met deme dat ut 
der Venedyeschen selscop komen mach und latet uns al alt dync siechten. 



— 89 — 

dar bydde ja tunine. Des es noet umme doetlyke wyllen und scryvet my 
met den eyrsten eynen vasten eynde und latet uns al rekenscop und al 
breyve doeden und tonichte maken und eyn nye vast dync und selscop 
maken und ic love, dat ic myn levedage liyr blyven welle, doch dat mochte 
bynnen 1 jare vele anders werden to Lubeke und ok op ander eynde und 
ramet in allen dyngen des besten also wel ic ok doen. Und scryvet my, 
woet met Zergys Veckynchusen und met Woesten und met al unsen 
jungen ghesellen geyt und doet des besten na Hoensteyns breyven und 
scryvet jny altyt besehet van unser selscop und helppet des besten ramen.. 
Und ic wel Hoensteyns noch 1 jar ofte 2 staende holden in den namen 
Godes. Bestellet gy al dync to Prusen und Lyflande ward und beslaet ju 
nicht to hoge in schult, er wy unses dynges eyn eynde hebben. Gy hadden 
Tomasche laken to Lubeke sand, dey bäte sal cleyne vallen und lancsam 
gelt und dey lüde hebben al sulven noch to doene met eren egen dyngen. 
Item spreket met unseme oeme Woesten umme den hof, dey hyr in 
Westfalen es, dat my dey mochte oplaten werden, so wolde ic ene wol an 
unsen vrunden bestaden den des wol noet were und ic hebbe Woesten 
dar erumme screven, est dat hey my den hof nicht oplet, so est sflne, hey 
werd eme und den synen nummer to nutte, wantte hey es alreyde in 
alsolken banden, dar hey lancsam utkomet und solde ic ene ut den banden 
krygen, dat solde my noch mer den 20 gülden kosten. Eyn antworde 
begere ic van al und grotet myn suster und alle vrunt. Ghescreven 8 dage 
na pynxsten 1412 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Ic blyve noch wol 14 dage op dat lengeste to hus, darumme scryvet 
my al dync, ic hebbe dyt al met hast screven, aldync sal sunder begrype 
syn. Sendet my dessen breyf und ju gudduncken weder. 

77. Sivert Vechinckusen in Augsburg an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1412 Juli 13. 

Rev. St.'A. Orig. ohne Adresse, als Einlage in einem Briefe desselben 
an denselben v. 22. Juli aus Augsburg. 

Vruntlyke grote vorscreven leyve broder. Ic hebben to Lubeke 
screven, dat sey ju 700 marc Lub. an gude und gelde senden solen, dey ic 
in der selscop by sunder hadde, dey Hans van Mynden vor my iniecht 
hadde. Scryvet gy Tydemanne ok darumme, dat dey selscop my dey 
700 marc ut der selscop nemen late und nemet dat to ju and ic mot to 
Kölnne und in dey mysse to Francvord gelt hebben, myn schult mede 
to betalen. Dey selscop es my schuldych van leynden gelde 500 gülden, 
mer dat kan my ok nicht werden, darumme helppet my dey selscop seggen 
my dat gy vele gudes van der selscop wegen underhebben, dar möge gy 
niy myn gelt wol van geven, darumme helppet my also gy best kunnen 
und eyrst kunnen. Konde gy Lyseken met 300 gülden helppen, dat sege 
ic gemne und doet dat beste in allen dyngen und wy wellen hyr dat beste 



— 90 — 

doen. Scryvet ju Lyseke ergen umme, dar helppet er mod^ also gy eyrst 
und best kunnen. Ghescreven op sunte Margreyten dach 1412 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Ausborch. 

Lyseke lat dyt utscryyen 2 und scref mynem broder, est dat, dy icht 
unbreket, hey ssd dey wol helppen. 

^) Item bole Hylbrant, is her Hartwych Steynhus dar, so seghe dem, 
wyl hey Syvert wat, dat mach hey eme scryven tho Kollen. 



78. Sivert VecJdnchusen in Augsburg an Hüdehrand VecTdn- 

ohusen in Brügge. — 1412 Jvli22. 

Reo. St'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. In diesem Brief lag ein anderer desselben an den- 
selben vom 13. Juli gleichen Jahres. 

Broderlyke leyve yorscreven wetet, dat wy hyr Grod danck wol 
ghesund syn van der ghnade Grodes und al dync sal, ef Got wel, gut werden, 
men uns kan ut der selscop neyn gelt werden vor desser mysse, darumme 
dencket op gelt also gy mest kunnen, dat ic ut den schulden möge komen 
in der myssen. Int eyrste umme dey 800 gülden van deme wasse und ic 
sy ok gelt bysunder schuldych und moet ummer 400 gülden hebben 
alsolde my 1 i) twe kosten, sal ic ut den schulden komen, darumme maket 
dat, woe gy kunnen und schycket my gelt und ic hope in dey mysse to 
komen ofte er to Eolnne, Grot geve beholden vard al unmie und ramet des 
besten in allen dyngen und beydet over my und grotet al vrunt und be- 
slaet ju in neyn schult und ic wel neyn dync begynnen er ic ut den schul- 
den und ut vele noeden sy und holdet und vorkopet al dat gy van der 
selscop wegen in banden können krygen und ic wol, dat gy noch vele mer 
in banden hedden. Ic meyne, sey senden ju van Lubeke vele mer gudes 
van unser selscop wegen. Ic hebbe mer dan 400 gülden utleynt in dey 
selscop, my kan 1 ^ nicht weder werden. God betert, men ic hope unser 
selscop sal neyn vorl&s kommen, woe vele recht scheyn möge also ic hope, 
dat wol scheyn sole. Got gevet und voge al dync to den besten to ewycheyt. 
Grotet myn suster und al vrunt. Ghescreven op sunte Maryen Magda- 
lenen dach 1412 jar. Slypper Hans van Mynden doen ju sere groten. 

Zyverd Vockynchusen, Ausborch. 

Item doet wol und segget Hans Losekynge, dat hey nicht late, hey 
make dat gelt in dey mysse to Francvord van den 2 ballen sardoken, dey 
moten betalt syn, al wat dat kostet. Dat arbeydet hartlyken met eme 
und doet dat beste in allen dyngen. 

1) Von einer anderen Hand, wie es scheint, die Lyseke Veck/soder ihres Schreibers. 



— 91 — 

19. ßivert VecMnohusen in Augsburg an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1412 Aug. 15. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. Darunter txm H. Veck.^8 Hand: 1412, 15 in settem- 
ber. Im zusammengefalteten Brief lag em kleiner von der Hand 
des Briefschreibers beschriebener Zettel folgenden Inhalts: ic hebbe 
to Eolne soreven, dat sey eynen boden an ju wynnen, op dat 
my eyn antworde kome in dey mysse, darumme sümet nicht mede. 

Broderlyke leyve vorscreven juwen breyf to Eobine screven hebbe 
ic wol vornomen und es my leyt, dat ic nicht to Eolnne op dey tyt was 
umme vele sake wyllen dar uns op beyden syden wol grot macht an legen 
hedde. Item also gy scryven von den 800 gülden, kan ic nicht betalen, 
alsolde ic darumme vor ewelych vorderven und est dat gy my neyn gelt 
oversenden noch overkoft hebben, so sal ic quat doen hebben, wand ic 
sal neyn gelt kunnen opnemen, wand ic hebbe des loven nicht, my sal nu 
neymand also wol loven mer loven also vore umme des schaden wyllen, 
den wy an Earbowen nomen hebben und ic moet betalen ofte dey staet 
rfimen met schänden des ic nummer vorwynnen künde. Darumme helppet 
my ut den noeden und gy mögen meynen, ic hebbe gelt und wellet nicht 
utleggen, ic weit op myn seyle nemen, ic sy to Eolnne und to Francvord 
mer dan 600 gülden mer schfildych, dar ic eyn del pande vorsat hebbe 
und moet woeker darvan geven und kan ju myn noet nicht also hoge 
clagen also my wol noet were. Und kryge ic neyn hulppe van ju tegen 
desse mysse, so est süne, dat ic al myne loven kome und grote noet lyden 
moet mer dan ic ju scryven kan und bydde ju dat gy by my doen also 
gy wolden, dat ic by ju doen solde, oftet ju also legen were, dar ju Got vor 
behoede, und help uns ut aller noet. Uns sal van Peter nicht mer werden 
bynnen kord, Got helpe uns to eynem betem eynde dan uns hyr werden 
kan. Wy wellen ju van Vrancvord al dync scryven, ic wolde dat elk 
dey helfte van syme gelde weder hedde op dat eyrste, so mochtet noch 
al gud werden, Gode unbarmet. Item doet wol und bestellet dat my myne 
van Hoensteyne und van al unser selschop werde van Swartten und van 
al deme dar ic pard mede an hebbe, dat mot syn. Ic mot my mede redden 
und helppen ut desser noet und wolde 50 gülden myn nemen dan my werden 
sal, dat ic dat reyde hedde op dat ic mede by loven und eren blyven 
mochte, dyt nemet to hertten und helppet my by tyden, ic wel den scha- 
den gernne dregen wat my des tokomet, gy weten wol ic hebbe ummer 
dat, was op unser beyder eventäre koft, und hadde des nummer hopet, 
dat uns hyr nicht solde worden hebben. 

Item doet wol und segget Hans Losekynge, dat hey my dey summe 
gülden vor dey 3 vardele sardoke in c^ey mysse brenge ofte sende sunder 
sfimen, hevet hey des alreyde nicht daen, wand ic moet dey hebben, 
dyt arbeydet hartlyken by emen und spard dar neyn dync ane und. dar 
leget my grot macht ane also vorscreven. Ic hebbe ju ok er van Lose- 
kynge screven umme dat gelt, gy hebben my nicht weder scieven, dey 



— 92 — 

sonune es bey 370 gülden und Tydeke Swartte und Losekyno screven my 
beyde umme dey.sardoke, ic hedder anders nicht koft, an dessen 2 summen 
gülden leget my grot macht 800 gülden vor was und 370 gülden, summe 
1170 gülden. Ic kunder nunmier al opnemen noch met eren betalen, 
quemet my nicht van Brügge in dey mysse und dat mot betalt syn, sal 
ic by eren blyven. 

Helppet my Got ut desser schfilt, ic kome nummer in also grote 
schult, ic wete dan mer hulppe dartegen und wel, ef Got wel, ut der schult 
alsolde ic nicht 1 ^S^ in selscop noch an kopenscap nocn in cleynode be- 
holden, dar bydde ic ju, dat gy my to helppen, dama mach my God vordan 
helppen, dat ic wat weder in banden kryge van schult und selsohop und 
vrunden, dar ic weder by nerynge mede kome. Und queme ic ut deme 
loven, so künde ic nunmier weder by nerynge komen, woe ic nu loven 
holden künde, so solde my met der hulppe Godes nicht schelen. Hyr 
leget my dye und vorder! ane, darunune helppet my nu, ic hope wan ic 
dat myne van al umme weder by eynbrenge, so welle ic noch wol by 
nerynge und bestaraide blyven boven dey 1170 gülden. Sy ic van myner 
egen wegen wol schuldych by 600 gülden, dey moet ic ok hebben, ic hadde 
in der selscop by 1300 marc Lub. bysunder, dey met Hans van Mynden 
in dey selscop quemen, dar hope ic dat my by der heUte vor weder werden 
sal. Und dey selscop es my schuldych, dat ic utleynt hebbe 2 jar lanc by 
600 gülden; künden my dey ok weder werden, so mocht ic ut der schult 
komen und al dync solde, ef Got wel, beter werden. Nemet dyt nicht vor 
ovel, gy mögen dencken, des doe my neyn noet, ic wolde ju noede unrecht 
scryven, ic wel al myn selschop breken und nummer also vele selscop mer 
hebben, also ic ghedaen hebbe und wel by eynbrengen al dat ic kan und 
seyn dan met juwer hulppe, dat ic my berge also ic best kan. Kunde my 
hyrnest dat myne ut Lubeke werden, so weret gud, sorget nicht, woe ic 
ut desser noet kome, so sal dat noch al gud werden bynnen kord, ef Got 
(wel). Bamet des besten in allen dyngen und scryvet my sunder sümen 
antworde; est dat gy my neyn gelt schyoken in dey mysse, so sätet ju 
op gelt und ok segget Losekynge, hevet hey my dat gelt nicht sand, so 
moet ic dat overkopen also solde ic vor 1 Rynschen gülden 1 crone geven 
to Brügge, dyt moet syn. Got geve, dat ic daran komen kunne und my 
dey lüde gheloven weUen, so est al gud. 

Item vorkopet al dat gy hebben van der selscop wegen und maket 
gelt war gy kunnen und ic wolde dat sey ju van Lubeke mer gudes sand 
hedden; to JFrancvord es neyn gud, dar uns icht van werden möge. Slyper 
sal syn leynde gelt nowe inkrygen. Anders nicht, men latet al dync by 
ju blyven und doet dat beste al umme. Grotet myn sfister und al vrunt 
Ghescreven op unser leyven vrowen dach asumptyonis. Got und unse 
leyve vrowe helppe al unser sorgen eynen guden eynde, des were wol tyt 
und ok wol noet. 

Zyverd Vockynchusen, Ausborcb. 



— 93 — 

^0. Sivert Veckinchusen in Kein an Hildebrand Veckinchusen in 

Brügge. — 1412 Septbr. 28. 

Rev. SL-ä. Org. 2^ Bog. Pap. in Quart gefaltet und ein Zettelchen, 
alles mit einem Bindfaden zusammengehalten. Adr.: An Hylde- 
brand Veckynch&sen to Br&gge littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet dat ic j6we breyve wol ver- 
nomen hebbe und es my leyt ghenoch, dat ic nicht to h&s was, doe gy und 
Bertram Herentrey und al ander unse vrund hyr wem umme vele sake 
wyllen, wand my lange na ju und andern vnmden verlanget hadde. 
Und ic kan nicht van dessen wyntter by ju komen und sorge, ic mote op 
Kerstmysse^) weder to Lünenborch met Karbowen. Wy künden neyn 
eynde to Ausborch krygen, hey wolde uns nicht geven und al dync es an 
den rat ran Lfinenborch ghesand, Got geve uns dar eynen guden eynde. 
Wy hebben eynen bösen man under banden, dar wy sunder groten schaden 
nunmier van scheden kunnen, Gode unbarmet. Ic wolde nicht gerne 
mer(!) dar mer dar und teyn noch ryden. Dey lande staen ovele und ic 
kome ut al myner nerynge und sy schuldych und weyt, woe ic ut der 
schult komen sal, Gode unbarmet, ic wel ju hymest wol mer van dessen 
saken seryven. AI gud dat in dey selscap hord, dat ^y war dat sy, moet 
stylle lyggen unvorkoft, wand na Eerstmysse unvorkoft. 

Item broder ic bydde ju, dat gy dey 400 cronen to dancke betalen, 
dey Amd Wachendorp op ju wesselt hevet, wer et dat gy ummer neyn 
gelt hedden, so kopet op Hans van Mynden 40 ^ gr., dey solen sey dar 
wol to Lubeke betalen; ic hebbet Ty demanne und Hans van Mynden 
screven, dat sal wol betalt werden, men nemet den dach also gy lengest 
kunnen. Item also gy my screven van den 25 ^ 10 sl. gr., dey ju weder 
overkomen solden van ]Liubeke. Schege dat, so kopet dey weder over op 
Tydemanne und Hans van Mynden. Ic sy hyr also van Hans van Mynden 
scheden, dat dey 25% %( gr. und ok dey 40 ^ gr. wol betalt solen werden. 
Men leyte gy eynych gelt weder op my overkomen, dat were myn vor- 
der!. Ic sy hyr doch mer dan 400 gülden schuldych und wolde, dat ic 
schaden doen künde umme gelt, ic moet noch 400 gülden hebben al, woe 
ic eme doe, alsolde my 1 .3) 2 kosten. 

Item ic scryve ju vele umme rekenscap und gy scryven my altyt'weder, 
ic sole afslaen dat gelt van Hans von Mynden. Ic wel noch op noch of- 
slaen; ic hebbe ju rekenscap screven van al deme, dat wy send der tyt 
handelt hebben, send dat ic lest by ju was to Brügge in selscap. Sy gy des 
nicht vroet, so wel ic dat noch gernne eyns scryven. Also scryvet my 
weder to eynen gantsen eynde, ic wel in myn rekenscap nicht schreven 
noch rekent hebben, dat in myn rekenscap nicht hord und ic nicht unt- 
fangen hebbe. Ic hebbet ju vele screven, war my dat an schelet al were 
wy wol by eyn, so mochte wy doch nicht afslaen, dat my nicht toqueme 
und nicht untfangen hedde. 

1) 26. Dezbr. 



— 94 — 

Item gy screven my eyns over eynen jare rekenscap und nemen ut 
unser selscap by 224 U gr., also vele meynde gy, dat ic ju und in dey* 
selscap schfildych were und nu scryve gy, ic sy ju 100 und 10 U 19 sL gr., 
dar sole ic weder afslaen, wat Hans van Mynden rekenscap vorclaret, 
dat ju tokome. Ic weyt woe dat afslaen, hedde gy elk dync op dat syne 
screven und rekent und elk rekenscap by sunder screven, so mochte ic 
mydarut untreyden. Ic hebbe ju vele screven, wat my unbreket, wolde 
gy dat afslaen und elk op dat sine reken, dat were my leyf . Hedde gy unse 
selscap bysunder laten staen und screven, so heddet lange siecht wesen. 

Item my ghebreket, dat gy toscreven und afslagen hebben na mynen 
besten steyt in den andern breyve met kortten worden. My unbreket mer, 
dat welle wy wol siecht maken, wan gy my al rekenscap scryven. Scheit 
' ju ok icht an myner rekenscap, dat scryvet my weder, dat wel ic gemne 
betem. Ic hadde dat mest al screven, er my ju breyf by Gerwyn quam. 
Item ic hebbe op dat was betalt 300 myn 5 % gülden Bynsch und gy seien 
500 gülden betaJen ofte darvor 400 cronen ; so es dat was betalt. 

Item van den brysylyenholtte es overal worden 350 gülden und 7 % 
Tomsche, des hebbe gy untfangen 13 gülden und 12 ^sl. an gelde und ic 
hebbe vor dat was geven 300 myn 5 % gülden. Aldus beheylde ic van deme 
holtte 42 Yz gülden Bynsch. Gy mögen meynen, dat ic dat gelt van dem 
holtte in der ander mysse untfangen hedde, dat wolde ic met Wachen- 
dorppe Slyper wol wysen, dat et my nu eyrst ward. Sey maenden dat van 
myner wegen. Und uns es noch eyn, heyt Kuntze Budeler van Mentze 
by 50 gülden und hevet met uns und andern luden termyne maket in 10 
jam to betalen, darane hebbe wy dey 42^ gülden. Aldus steyt desse 
rekenscap van dem holtte. 

Item also gy screven ic solde by ju komen, ic hope des sy neyn noet ; 
ic hebbe in eynen jare nicht 16 weken to hus wesen und ic sorge ic moete 
tegen Kerstmyssen to Luneborch, darunmie nemet dat nicht vor ovel, 
ic sy hyr nutter dan dar. Nemet Bertram Herentrey und Boekel to hulppe 
und doet dat beste al umme. Item also gy scryven van Tyten sy uns 
2000 werk worden, dat were vele verloren und grot eventüre staenden. 
Ic wyste gernne dey rekenscap darvon, salt al umme vorlus syn, so motet 
Grode unbarmen, ic hadde hopet wy solden dar daranne wonnen hebben. 
Tüte scref my van den 48 marc, dey hebbe gy unmier rekent. 

Leyve broder latet ju der tyt nicht vordreten und scryvet my al 
— dync clarlyken to eynen gantsen eynde, dat es nutte vor uns bey^en 
und nemet dat nicht vor ovel, dat ic ju also vele scryve. Ic seget gemne 
gud und hedde gemne eyn eynde und latet uns nergen op dencken, er wy 
eyn eynde van al unser schult und rekenscap hebben und bestellet al 
umme dar wy gud hebben, dat wy dat in korden krygen. AI wat dat 
kostet, dama möge wy dan by eyn komen und dencken und raden, woe 
wy unse handelynge annemen wellen met allen dyngen. 

Item gy scryven gy hebben 160 ^ gr. vor dey selscap utgeven und 
hebben nicht vele in banden; ju es unmier vele gudes van Lubeke send 
komen: meckyn und ander gud, ic hope gy hebben ummer mer dan 200 ^gr. 



— 95 — 

in handen von der selscap wegen. Scryvet my al dync und ramet des 
besten. Also wel ic ok doen und grotet mjn suster und al vrunt und holdet 
]u wol und hebbet guden moet und latet unse terynge na unser nerynge 
annemen, des behove wy wol. 

Item latet Komelys scryven und walsch leren, men ic wel dar neyn 
gelt anleggen, wel eme dey moder helppen, dat es my leyf. Hey es eyn 
wylt Schalk, hey sal bet by ejme andern dyegen dan by my ; darmede geve 
ic en eyn tyt over und laten syk vorsoken. Helppet und radet gy eme 
des besten al umme sunder jüwen groten schaden. Segget eme, hey dorve 
nummer under myn ogen komen, hey en neme syk bet an dan hey noch 
doen hevet. Ic sege gerne, dat hey wol scryven künde ; welken wech gy 
dan meynen dar hey best vellych henne ( 1) es, dar mach men en henne 
senden. Ic bevel en ju und geven ju, 'ic wel eme hyrnest scryven, dat 
hey syk op my nummer vorlaten noch dregen dorve, hey hebbe my al 
reyde mer kostet dan my leyf sy und dat hey sey, des hey syk sulven be- 
helpe, dyt sal deme jungen güd syn, hey solde syk anders to sere op my 
dregen. In al doet dat beste. Ic hebbe dessen ghesellen hyr al betalt, gy 
mögen eme 2 gr. geven to vordryncken und schycket gy elken synen 
breyf und scryvet my ofte Reynolt Swartte in Prusen blyven welle und 
al jtt gudduncken. Ghescreven op sunte Mychels avent 1412 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

Vomemet al dync bet dan ic ju screven hebbe und scryvet my al juwen 
wyllen weder. Som lüde seggen, dat welle in^Prusen weder orloge werden. 

Leyve broder desse rekenscap hebbe ic ju wol erscreven, hyr vynde 
gy inne dey 80 marc Lub. van ' Steynhüses wegen und ok dey 128 marc 
Lub., summe 208 marc, scryvet my dey eyrst weder to. Doet wol und 
scryvet my al rekenscap van begynne an send dat ic lest by ju to Brügge 
was to eynen gantsen eynde und scryvet wat gy doe by ju hadden und 
send untfangen hebben. Darna scryvet wat gy weder van ju sand hebben 
und wat gy utgeven hebben, dat sy in dey selscap gheleget ofte Tomass 
geven ofte Boden van Stockam geven und brenget elk op eyne summe, 
utgeven bysunder und untfangen bysunder, so möge wy vynden war- 
an wunnen ofte vorloren es und woe imse dync steyt. Darna scryvet wat 
ic der selschap schuldych sy und warvan und darna wat ic ju bysunder 
schuldych sy, gy hebben Hans rekenscap van Mynden hyrby und ok 
hebbe gy Lyseken rekenscap und ok hebbe ic ju al myn ghebrek vele 
screven wot my an elken dynge bysunder schelt hevet. 

Int eyrste schelt my dey 80 marc van Steynhüse und 128 marc van 
den 122 cronen. Damest 9 ä( gr. van Hoensteyne, damest 36 marc 10 sl. 
vor dey 18 marc Prüsch, damest 220 marc van eynen terlync wandes, 
damest 264% marc van Johan van der Brüggen, damest 2% äf gr. van 
Tyten wegen ic hadde 25 marc op myn del reyntte utgeven. Item 21 marc 
Lub. dey an 30 i4^ gr. solden vorloren syn. Scryvet my wat men vor elk 
Ä gr. to Danschke solde geven hebben. Gy solen my ok toscryven 24 cro- 
nen, dey gy by Hans gelde van Mynden untfengen. Gy hebben ut unser 



— 96 — 

selscap nomen 224 U gr., dey ßcryvet dar weder in und lat uns seyn, woe 
gud unse selscap sy und war unse selscap sy, wey dan tachter sy van deme 
andern, dey neme dan mest af ut der selscap. War dey selscap nicht to- 
reken kan, so geve, wey mest inhevet deme andern to und rekent al dync 
in dey rekenscap, dat wy send wy lest by eyn weren dat wynnynge ofte 
vorlust in dey rekenscap wand op desse tyt und latet uns al scryft doeden 
und siechten to eynen eynde, und latet darmede unser eyn dem andern 
vTolychen helppen, dat beste dat elk kan und hebbet guden moet dat sal, 
ef Got wel, al gud werden. Jo wy uns mer moegen und clagen, je wy mer 
schaden hebben. Ic hope, dat sy op dem ergesten dat sal, ef Got wel, 
beter werden. Kämet gy dar des besten, also wel ic gemne hyr doen na 
al myner mocht. 

Int jar 1412 jar op sunte Mjrchels avent scryve ic ju rekenscap van 
al deme dat ic van ju send untfangen hebbe dat ic lest by ju was to Brügge 
van unser selscap wegen also ic ju ok erscreven hebbe. Int eyrste unt- 
fangen, 1 tunne werx ut Lyflande, darvor ward blyvendes to Lubeke 
an Lubeschen gelde 700 und 8 marc Lub. Item untfenc lacke ut Vlandern, 
dey stont to Brügge 29 Ä B sl. 6 gr. Hyrvan ward blyvendes to Lubeke 
266 marc 5 sl. Lub. Item untfangen 1 tunne werx ut Prusen, darvan ward 
blyvendes 321 marc 7 sl. Item noch lacke metWyllem Pattynenmaker, 
stond to Brügge 45 ^ 4 sl. Lub. ; darvan ward uns blyvendes 392 marc 
10 sl. Lub. Item quemen ut Prusen 2 stucke wasses, wogen 2 scheppunt 
und 7 % lyspunt, darvan ward blyvendes 67 marc 11 sl. Lub. Item noch 
3 quartyr anygen, darvor ward 39 marc. Item ut Steynhuses und unser 
selschap untfangen 80 marc myn 5 ^, dey hebbe gy my nu propper aff- 
slagen. Item van Herman opme Orde to der kaxtuser behof 100 marc 
Lub. Item vor % wyt Eyngelsch laken ward 7 marc Lub. Item vor 4 last 
und 7 tuQjien vygen, darvan ward blyvendes 92 marc 14 ^ 3 ^. Item 
vor 50 baue ryses ward blyvendes 311 marc Lub. Item ut Tüten tunnen 
werx vorkoft 8000 schoen werx, summa net 430 % marc Lub. Item van 
Johan Crowel untfangen 20 ^ gr. summa 125 marc Lub. Item Bertolt 
van der Oesten 10 U gr. summe 62 marc 3 sl. Lub. Item noch 2 vate 
pepers, darvor ward blyvendes 227 marc 14 sl. 4 ^. Item by Hoensteyne 
1 terlync Tomasch laken, darvan ward blyvendes 194 marc 12 sl. 3 ^. 
Item van Ryge 6 stucke wasses, te woch to Ryge 4 scheppunt 2 lyspunt, 
darvan ward blyvendes 128 marc und 4 sl. Item lacke stond to Brügge 
56 punt 11 sl. gr., darvan ward blyvendes 500 unde 5 marc Lub. Summe 
van al untfangen tohope an Lubeschen gelde 4060^) marc und 8 sl. 10 ^ Lub. 

Hyrop weder utgeven int eyrste sand to Lyflande ward 50 nobelen, 
standen 100 marc 25 sl. Lub. Item betalt 46 U 12 sl. 11 gr. an paymentte, 
dat myn broder op my overkofte, ic gaf vor elk i4^ gr. 6 marc 6 ^ summe 
281 marc 6 sl. Lub. Item in dey Venedyesch selscap leget 606 marc 10 sl. 
8 den. Item sand mynen broder bly op 45 marc. Item sand to der Pemowe 
an lowande op 9 marc Lub. Item noch in dey Venedyesch selscap leget 



1) Die Zahlzeichen andeatlich. Die Addition ergibt einen andern Betrag. 



— 97 — 

533 marc 5 sL 4 JS^. Item sand mynen broder an gelde 183 marc 14 sl. 
2 d. Item gaf ic Hymic van deme Sode vor was 603 marc 5 sl. Lub. 
Item Eastorppe 27 ^ gr. to 6 marc 4 sL, summa 171 marc 14 sl. Item 
Arnd Flore 26 2%f g^, elk punt 6 marc 45 den, summa 162 marc 10 sl. 8 d. 
Item Hans Sdmmer 20 ^, elk punt 6 marc 4 al., summa 125 marc Lub. 
Item Hengestaken 15 ^ gr., elk punt 6 marc SYz sL summa 93 marc 
7 sl. Lub. Item Herman Hoppener 30 ^ gr., elk punt 6 marc 3^ sL, 
summa 186 m^rc 9 sl. Lub. Item Erumvot 100 & gr., elk punt gr. 6 marc 

4 sl., sunmia 625 marc Lub. Item Hynrlc opme Orde 30 ^ gr., elk punt 
gr. 6 marc 4 sl., sunmia ISlYz marc Lub. Item Zergys Veckynchuseii 
7 ^ gr., elk punt 6 marc 4 sl. 3 d., sununa 43 m. 13 sl. 3 d. item Zergys 
op wederleggynge 40 nobelen summe 83 m. 12 sl. Lub. Item Hans Hoen- 
steyne 18^ gr., elk punt 6 m. 4 sl. 3 ^, 'sunmia 112 marc 12% sl. Lub. 
Item Dyryc B^unynchusen boven eynen terlync wandes 183 m. 6 sl. Lub. 
Item sande ic ju eyn perd stond 25 m. Lub. Item hebbe ic geven to punt^ 
tolle und andern ungelde 20 m. Lub. op rekenscap. Item unbrak an der 
lake, dey Wyllem Pattynenmaker und uns horde, 12 % m. Lub. Item 
unbrak an den vygen 2 ^ m. Lub. Item sande ic by Langerbeyne 122 cro- 
nen, stonden 126 m. Lub. Item an 100 ^ gr. ward vorlom 6 m. 4 sl. L. 
summe van al weder utgeven 4603 marc Lub. 10 sl. 6 d. Aldus unbrak 
my doe, dat ic utgbeleyt hadde 543 marc Lub., darvor screve gy my to 
85 ^ gr., darmede was dat siecht op dey tyt. 

Das Zettelchen: Item also gy wol weten int 6. te jar, doe wy tohope 
rekenden to Brügge, dat unse selscbap also gud was 742 punt und 10 gr.; 
ut desser selscap hebbe ic in dey Venedyesche leget int eyrste 666 marc 
10 sl. 8 d. und ic gaf vor 500 m. in der selscap Hans van Mynden 533 m. 

5 sl. 4 d. Item darna ward in dey selscap leget to Lubeke 677 m. Item 
so hebbe gy B6dem van Stokam geven vo syn del 470 m. 2 sl. 8 ^, sunmie 
dat an reyden gelde ut unser selscap met den gelde van Boden in dey 
Venedyesche selscap gheleget es overal 2700 m. Lub. dar by. Got geve, 
dat uns dat unse met leyve ut der selscap werden mote. Ic hadde hopet wy 
solden mer dan dey helfte darane wunnen hebben, hedde uns ok recht 
seheyn, ik he<^de nicht dey helfte to wynnynge ghenomen. Got beterd, 
dat neyn truwe in der werlt es. 

81. Sivert yechmhusen in Kein an Hüdebrcmd Vechmhusen in 

Brügge. — 1412 Oktbr. 21. 

Reo. 8t.' A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. Dazu von HiJd. Veck.^s Hand bemerkt: 1412, 28 in 
october. 

Broderlyke leyve vorscreven. Juwen breyf ghescreven 4 dage vor 
sunte lAicas dage^) hebbe ic wol vdrnomen, also dat gy neymande behoven 
dey vor ju blyve, dat et my leyf und behaget my wol, also wolde ic dat ic 

1) 14. Oktober. 

Briefe and Urkunden, 1895 — 1141. 7 



— 98 — 

hyr ok were, so hedde ic hyr also vele dey beter doen. Dey hyr 2 ballen 
sardoke sal hebben to borge, dey mot borgen setten alswoe eyn es. Ic 
wolde to Lubeke bet 6000 marc hebben borget dan hyr GO(l gülden. God 
betert al lunme. Item ic kan nicht by ju komen van dessen wjmtter, ic 
hebbe in eynem jare nicht ISweken to hus wesenumme der »elscop wyllen. 
Icmoet tegen Eerstmysse^) to Lünenborch syn, darunune denchet nicht, 
dat ic dar kome und scryvet my al rekenschop. Est dat ic ergen an un- 
recht screveQ hebbe, dat wel ic gerne aflaten, wan ic ju rekenscop hebbe. 
Er kan ic neyn dync dar maken. Hevet Hans van Myndeii icht vor my 
aitgeven van unser selscop gelde, dat es recht, dat ic weder in krege, ic wel, 
ef Got wel, nicht 1 .S), dar ic neyn recht to hebbe, ic hebbe ju screven, wat 
ic untfangen und weder utgeven hebbe. Also scryvet my ok weder, wey 
dan mest untfangen hevet, dey gevet weder ut. Vorscryven es neyn 
betalynge, wan gy my dar rekenscop screven hebben, untfangen und 
utgeven, so scryvet unser eyn deme andern syn ghebrek wol. Ic kome dar 
nicht van dessen wyntter. Item my es let, dat gy an Eornelys also vele 
leget hebben, hey hadde cleder noch ic wel neyn gelt mer an ene leggen, 
hey mot syk by vromeden luden vorsoken. Kunde hey men scryven. 

Item ic wel Hoesteyne mynen wyllen scryven. Doet dat beste na 
synen breyven. Ic meyne hey sole tegen vorjam overkomen, Got geve 
beholden vard al umme. Item ic hebbe in rekenscop van den brysylyen- 
holtte und den wasse screven und hebbe hyr betalt 300 myn 5 ^4 gülden 
und gy 400 cronen; rekent wat an den wasse vorlom es, dat kopet half op 
my hyr to Keinen, dat wel ic betalen, so est dat siecht und darf in der 
rekenscop nicht komen. 

Item dey 25^ ^ gr. und dey 6 marc und 6 sl., dey darop to schaden 
syn komen, dey nemet vrylyken op to Lubeke ward op Tydeman und 
Hans van Mynden, dey komen der selschaft to und sole ut der selscop 
gelde betalt werden, dey solen wol betalt werden und nicht weder op ju 
overkomen. Ic hebbet en also to Lubeke screven, dat sey des neyn danc 
solen hebben, darmede sy ic des untslagen also ic meyne. Item also gy 
meynen 40 ^ gr. to Lubeke overtokopen, dat latet bestaen, ic weit to 
Lubeke scryven dat sey ju wederscryven solen wat sey vor my utgeven 
kunnen. Ic hadde nu eynen breyf van Lubeke, my schfif nergen neyn 
trüwe; men es my to Lubeke schuldych by 500 marc, my es 1 ^ nicht 
inkomen. Ic hadde ok hopet, dey selscop solde my 700 marc ut der selscop 
vorut geven hebben, nu scryven sey, sey hebben neyn gelf und kunnen 
my nicht geven und wysen my al, dat gy vele geldes van der selscop inne 
hebben. 

Item scryvet my van Tüten und allen andern dyngen besehet ofte gy 
wellen doch hedde wy unse rekenscop siecht, so werde dat wol siecht. 

Dat moet met den Lubeschen anders werden bynnen kord, dat mot 
vorbeydet syn. Got voget to den besten to ewycheyt, dat wel en ovel 
gaen, dyt holdet hemelyc, also ic love bynnen dessen jare mach vele Scheyn. 

1) 26. Dezbr. 



— 99 — 

Item ic hebbe den las untfangen, Got dancke Tomas. Item Tomas 
mot syn gelt hebben, Got rade, war men dat nemen sal. 

Item dat Beynolt Swartte 10 scheppunt wasses vorlom hevet, Gode 
unbarmet, dat wy al umme schaden nemen, dat were tyt, dat ok dey 
W3rnynge queiae, dat es drade 6 jar al vorlus ghewesen un dat dey Swartten 
unmogelyc dync begern, dat wel ic nicht overgeven, ic meynde sey mochten 
uns wol daacken, dat wy wol by en allen daen hedden. Gevet dsurane nicht 
over, ic wetet dan mede, ic meyne sey hebben alle unse gelt und al dat 
profyt, dat sey alle daen hebben ofte noch doen dat sy unse half und dat 
sey ok nicht van uns scheden solen, deywyle sey eymandes gelt of sei- 
scop hebben wellen hebben, ic hebbe lange tyt wol sorge had, dat sey uns 
abe solden staen, wan sey ut deme drecke wem komen und sey bet doen 
künden, scryvet my er begerynge darna wel ic ju dan scryven. 

Item sy ip eyn ^) der Venedyesschen selscop, woet 

darunmie es, dat sal syk wol vynden, doe dey heldfte wunnen was over 
4 jam doe wolden ander lüde den danc hebben. Hedde uns dey böse- 
wycht recht daen, so hedde wy bet daen dan met der Nowerschen reyse, 
ic vomeme neyn grot gud, dat wy in 5 jam wunnen hebben an der No- 
werschen reyse, aldync es int beste scheyn, ander lüde hebben ok schult. 

Item ic wet neyn unvruntschap met Slyper; hey hevet der jungen 
ghesellen 4 to syk, dey vore in unser selscop wem und by der selscop ok 
opkomen syn und dey voren syn gud t&schen Lubeke und Keinen und 
solen gudes noch wynnen al anaer dync hevet hey overgeven, hey wet 
wol to doende, al scryvet hey ju nicht vele over, künde wy ok profyt doen 
des were uns wol noet, ic sy hyr vele schuldych und hebbe in 5 jam neyn 
profyt daen, men io moet alle jar wol 50 gülden to woeker geven sol ic 
tergelt hebben, ic moet dat op schaden nemen. Got helppe my ut dessen 
noeden, ic hebbet ju vele scryven, ic sy mer dan 500 gülden tachter und 
gaen alle jar tachter wat ic vortere, und wynne nicht und doe ok neyne 
kopenscop me^ alle; ic hebbe in der selscop bysunder 1500 marc Lub. 
boven dat gelt, dat ic und gy darinne hebben, künde uns wat weder werden, 
so wer et gud. Got geve uns to Lfinenborch eynen guden eynde, so mochtet 
noch al gud werden, wat helppet vele scryvens, elk doe dat beste in allen 
dyngen und scryvet my rekenscop to eynen eynde und beydet over my. 
Ghescreven op der hyllegen 11000 megede dach 1412 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

Item Hans Bentsem hevet my hosen und wand int hus brecht, ic 
weit vorkopeUy so ic eyrst kan und schycken eme dat gelt, dar sal crancke 
wynnynge ane wesen, also my Slypers knecht seget, ic weit beste doen, 
dyt segget juwen knechte. 

Item my banget sere na unser rekenscop eyn eynde to hebben und al 
were ic by ju, so moste gy my doch al dync in scryft geven und ic ju weder, 
dat moste elk doch koregeyrn und overseyn. Scheit ju icht an myner 

1) verwischt. 



— 100 — 

rekenscop, dat scryvet my und scryvet my juwe rekenscop ok, wy wellens, 
ef Got wel, wol eyns werden, war ic unrecht an hebbe, dar wel ic gerne 
aflaten. Item my duncket Lubeke moet elk overgeven met kopenscop 
dey buten Lubeke wandern welle. Dyt latet by ju blyven, gy Bolen bynnen 
kord wol mer vornemen. % 

Item my duncket dat styxjhte van Ryge sole weder by myn hem den 
byschop van Ryge komen, so mochtet dar noch gud werden bynnen kord. 

Item in' dessen jare weit vuste to mercken syn, want al umme heven 
wol und dama möge wy seyn, war wy hennewellen und war wy unse dync 
opsetten wellen. Got geve uns des besten to doene to ^wycheyt. Grotet 
myn suster und al vrunt. Ghescreven op der hyUegen 11000 megede dach 
1412 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Eolnne. 

82. Tomas Vechinchusen an Sivert Veckinchusen in Köln. — 

1412 Dezbr. 23. 

Rev. 8L'Ä. Orig. Pap. Adr.: An Ziver VocMnchusen to KoUen of 
wor he is littera detur. 

Minen denst tovoren ghescreven unde wes ic gudes vermach to allen 
tyden bereit. Zivert vedder, ju gheleve to wete also ic ju vake unde vel 
ghescreven h^bbe, also umme dat gelt, dat gy noch uppe rente hebben, 
myn vedder Hildebrant unde gy. Ic bydde ju vruntliken up allen denst, 
dat gy wol doen unde bestellen dat also my myn gelt up sunte Johannes 
dage to Lubeke werde untrichtet werde; wente weren hir lüde, de hir 
gelt utgeven willen imde untfangent to Lubeke wedder unde dar were 
wol bäte an. Dit dencke ic to donde, wante gy myr jo ghescreven hebben. 
dat gy it nu to sunte Johannes dage willen utgeven, enschege des nicht 
dat Got vorbede, des mochte ic in groten schaden komen, des ic doch 
nicht en hope et en werde dar wol untrichtet. Hirumme leve vedder en 
vorsumet my dar ju nicht an; de rente van den 450 marken lopet sie by 
den 53 marken, dat is tosamende dan 500 mark Lub. Myn suster Fieken, 
de sal hebben Hildebrande van den Eken, deme mot ic nu 100 mark unt- 
richten. Ic wolde wol, dat gy unde ju broder hir in dem lande ghebleven 
weren, wolde gy ju hir noch geven int laut, ic mene dat en solde tegen 
ju nicht Wesen, were wy by den anderen, so mochte unser en dem anderen 
somtides in scaden stan, ny sy wy leider to vere van den anderen, Got 
van hemelrike, de voge uns to dat uns nutte sy an sele unde lif. Ic en 
wet ju sunderinges nu nicht to scriven, men alle vrunt si]^ van der ghenade 
Godes ghesunt unde wol toreke. Ic hebbe van Wulve 4 dbke untfangen, 
der en kan ic nicht vorkopen, wante de doke en sin hir gene gadinge. 
Item Hannes Langerben, de hevet 8 mark, dar hebbe ic eme 8 tegen 
ghedan. Anders nicht uppe dusse tyt dan blivet ghesunt in Gode unde 
grotet myn susteken unde alle vrunt sere. Ghescreven 2 dage vor Eerst- 
messe 1412 ]ar. 

Tomas Veckinchusen. 



— 101 — 

83. Thomas Veckinhusen cm Hüdebrand V ecTdnlvasefn in Brügge — 

1412 Dezbr. 23. 

Rev. SL'Ä. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant Vockinchusen tho 
Bru^e litera detur. DarurUer von H. Veck.^8 Hand: 1412, 28 in 
merte.^) Ein zweites fast gleichlatUendes Exemplar dieses Mahn- 
briefes schUesst mit den Worten: Ghescreven in unser leven vrowen 
avende to lichtmysse. Tomas Vockinchusen und ist undatierte 

Mynen wÜlegen denst thovoren ghescreven un wes ic gudes vermach 
tho allen tyden. Hildebrant vedder ju gheleve to weten also ju wol vor 
dencken mach also van den 800 mark Lub., de ic ju und mynen veddern 
Zyverde uppe rente dede, de gy 2 jar bruken solden unde geven van 100 
marken 6 mark de rente. Van den twen jaren is 100 mark myn 4 mark 
Lab., des hebl^e ic untfangen 200 nobelen de stan 450 mark Lub., so bleve 
gy my noch 450 mark myn 4 mark, des wert nu to sunte Johannes dage 
to komen 2 jar. Hirumme ic ju vruntliken bydde leve vedder dat gy 
wol doen unde bestellen dat also dat mi inyn gelt up de tyt to Lubeke 
werde, wante ic en mach es mi nicht lenger unberen dat kent Got, wante 
ic hebbe de rente alle jar hir utghegeven den Mnderen unde ok.mot ic 
nu 100 mark Byges geven Fieken mede to beraden. Werde et nicht ut- 
ghegeven, dat solde my grot schaden und ic hope ummers dat gy mynen 
schaden nicht enbegeren, wante hir sin lüde de geldes behoven to Lubeke 
uptoboren und hir uttogeven. Hirumme doet wol unde voget dat also 
dat ic hirin nicht vorsumet en werde, wante my mjrn vedder Zyvert jo 
ghescreven hevet, dat he et dan utgeven wyl. 

Hirumme kan ic es ens ghewerden met den luden so dencke ic et over 
to kopen, ic hope ummers dat gy my hirin nicht en vorsumen dat gy et 
dan to Lubeke nicht ut en geven dat God vorbede, ic mochte es in groten 
schaden komen. Anders nicht uppe dusse tyt, dan blivet ghesunt in Gode 
und ghebedet ,over my; mochte ic^ icht doen dat ju lef were, dar solde 
gy over ghebeden. Grotet myne susteken unde alle vrunt sere. Ghescreven 
2 dage vor Eerstmesse 1412 jar. 

Tomas Vockenhusen. 

84. Sivert Veckinhusen in Fra/nkfurt an Hüdehra/nd Veckinhusen 

in Brügge, s. a. Vermutlich 1412. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge littera 
detur. Darunter von H. Veck.^s Hand: [ t IV^ rTjt dyt es dey 
rekeuÄchop van den brussylghenholte, \*y/ V^/ dat stont 
47 äf 18 sl. 4 gr. Hirvan es worden blyvendes 350 gülden Rynsch. 
Der Brief besteht aus 2 Blättern^ die zusammen gebunden waren 
und 3 anderen Blättern; von denen 2 als Schuldscheine und Be- 
kundungen der Verbindlichkeiten^ um die es sich hier handelt^ 
wohl aus der Hand des Besitzers nach der Einlösung in die des 



1) Der Emplftnger rechnete also noch nicht mit dem Gircomcisionsstyl, d« h. mit 
dem Anfange des Jahres am 1. Januar« 



— 102 — 

Ausstellers^ H, V. zurückkehrten. Die hier abgedruckten Blätter 
sind nicht unterschrieben^ doch ist die Handschrift Sivert Veck.'s 
unverkennbar. Am Fusse des ersten Blattes hat H. Vech^s Hand 
hinzugefügt: -^ Item so solde ick van den wasghelde wed- 
dernomen vjj^ hebben 13 gülden 12^2 wytten ^, des es noch 
nicht gheschejü. Arnt Wachendorp solde op synre helfte betalen 
18 sl. 15 gp. ofte ßVz gülden unde 6 wyte ^ 1 osten. 

Broderlyke leyve vorscreven. Ic bydde ju dat gy gevenTeter Blyters- 
wyck 400 gülden cronen, der sal Hans Losekync utgeven 160 cronen vor 
200 gülden dey syn broder Hynric hyr opnomen hevet, dey Hans to Lu- 
beke ward overkopen sal op syn broder. 

Item hevet my Hans van Mynden screven, dat ic 180 gülden op 
ene overkopen sole, dey hebbe ic gherekent op 128 cronen,, dey nemet op 
Hans van Mynden und op Tydeman Brekelvelden met den eyrst^n dat 
sal wol betalt werden. 

Item gy solen op dat was gelt utgeven op dat was 112 cronen, dyt es 
tohope 400 cronen, dey betalt in Brflggermard to dancke. 

Item so wetet, leyve broder, dat ic noch opnomen hebbe yan Johan 
Wapenmaker van Mechelen 100 gülden, darvor gevet eme op dat was 
gelt 80 cronen. Aldus hebbe ic op al dat was betalt vor dey 15 stücke 
und vor ungelt, 780 gülden und 12 y^ wyt ^ Kölsch. Dartegen hebbe ic 
untfangen int erste 42 y2 ^ gr. vor elk 33 gr. 1 Kynsch gülden, sununa 
to gülden rekent 309 gülden myn 3 gr. Item Amd Wachendorp hevet 
utgeven 30 ^ gr. vor elk 33 gr. 1 Kynsch gülden, summa to gülden re- 
kent 218 gülden und 6 gr. und gy solen nu geven vor 100 gülden 80 cronen 
Johan Wapenmaker; noch sole gy geven vor 140 gülden 112 cronen, dyt 
es overal dat ic op dey vorscreven 780 gülden 12% wyt ßi untfangen 
hebbe an den vorscreven 4 porselen — 767 gülden. Aldus unbreket my 
van dessen wasse van deme ic utgeven hebbe 13 gülden uöd 12% wyt ^. 
Desse vorscreven 13 gülden scryvet ju to van den wasgelde op dat bry- 
sylyenholt, op dat dyt wasgelt siecht werde van deme, dat ic hyr ut- 
geven hebbe. Wan gy al dyt wasgelt betalt hebben also vorscreven es, 
wat dan mer van al dessen wasse werd, darmede sole wy hyr in der an- 
dern mysse 1600 gülden betalen. Got geve dat wy to gelde mede komen 
moten, ic wel to Kolnne met Amd Wachendorppe spreken, woe hey dat 
met syne helfte holden welle, hey wel syn del nicht to der see ward hebben, 
my duchte best dat was vorkoft met den eyrsten und elk met syner helfte 
geldes syn beste provede. f 

Item ic sy met Amde Wachendorp eyns, dat gy al dat was vorkopen 
und nemen unse helfte geldes to ju und doet unse profyt mede welken 
wech ju best duncket und holdet eme syn helfte geldes, wand hey ju synen 
wyllen scryvet, wat gy darmede doen solen. Ic hope nummer, dat wy , 
also vele vorleysen solen also gy scryven, doch woe deme es al dync es int 
beste scheyn, dencket dat wy den'sciiaden met deme gelde nakomen, dat 
sy to Prfisen ofte to Lyflande ward, welk ju^best duncket. 



— 103 — 

Item synt dar 50 Ärascbe vorlom, dat es quat, dat wy al umme vor- 
leysen solen, Got betert al umme. 

Item ic ryde to Lunenborch in den namen Codes und hope, dat sole 
to den besten komen umme vele sake wyllen, ok es Peter Karbow dar, 
dar mochte wy eynen eynde mede krygen und io blyve hyr schuldych by 
300 gülden, kan men hyrnest nicht bet, so moet Lyseke dey opnemen, 
wand ic hebbe Slyper moten leynen 200 gülden dey hevet hey in dey 
selscop utgeven und kan my der nicht wedergeven, künde gy dar also 
vele van den gronen eyngever und brysylyeholtte vorkopen, dat gy dey 
200 gülden afnemen 'op dat brysylyenholt, dat gy my sanden, doch hebbe 
ic dat holt nergen na al vorkoft umme reyde gelt, men blyret my darvan 
schuldych op dey ander mysse by 200 gülden. Und hyr leget 40 punt un- 
vorkoft, dat blyvet hyr lyggen und es to cleyne to Bergen to senden. 

Item das holtt was overal an Francvorder wychte 333 punt und ic 
hebbe dyt holt al vorkoft op 40 punt na, dat reken ic elk punt op 1 Bynschen 
gülden, wan dat also vele gulde, so were vor dat holt worden wan al schult 
betalt werde 356 gülden Bynsch; des hebbe ic vor dat holt utgeven to 
vore wand to Francvord 3 gu^en und van Brfigge wand to Kolnne 3 
Rynsche gülden. Aldua möge gy dey rekenscop op dat holt scryven op 
350 gülden, gelden dey 40 punt liiyn ofte mer, dat vynden wy wel. 

Van dessen holt es eyn borger bynnen Kolnne schuldych, heyt Johan 
van den Büsche op dey hervest myssen to betalen 120 gülden. Item es 
eyn schuldych, heyt Euntze B&deler to Mentze 43 gülden ok op dey ander 
mysse to betalen und hyr leget 40 punt holtz unvorkoft. Item my steyt 
noch mer in schulden van dessen holtte dat reken ic op my; aldus hebbe 
ic reydes geldes untfangen overal 143 gülden. Des sole gy van den was- 
gelde ]U toreken 13 gülden und 12 Hwytv5i Kölsch op rekenscop van den 
holtte, künde gy van der selscop gude my toscryven 200 gülden, dey 
nemet op dat brysylenholt vor 5 gülden 4 dtonen. Slyper aegede dat ic 
dey 200 guldan op ju overkofte; und vorkopet wat gy hebben van der 
selscop wegen al, woe gy dat geven ; al spysserye sal myn gelden. 

Item ic hope uns sole vor der hervest mysse unse gelt den mesten del 
ut der selscop werden, Got geve met leyve to leven, so salt noch, ef Got 
wel, al gud werden. Scryvet my al ju gudduncken to Lunenborch in 
Clawes Gronhagens hus und my düchte gud, dat wy Boden syn gelt nicht 
al geven, er wy met Peter eyn eynde hebben, ok hebbe io Johan van der 
Bruggen schult bevolen intomanen by 400 marc, wat darvan inkomet, 
dat sal hey Tomas Veckynchusen geven an syn gelt. Ic wel, ef Got wel, 
vele dynges §lecht maken to Lunenborch und soryven ju dan al dync 
also ic best kan. Item gy scryven van deme gelde van Hans Mynden, dat 
sole ic afslaen, des kan ic nicht afslaen, hebbe gy my dat torekent so 
rekent my dat ok weder af , dat duncket my dat meste recht syn. Ic hebbe 
ju vele screven, woe und wat my daran scheide, dat was nicht allene 
Hans gelt van Mynden, dar scheide ok Prüsch gelt ane. 

Gy scryven ic were ju schuldych 864 marc 11% sl. Lub. Darop scref 
ic ju weder by mynen lösten, dat my darane scheide an Johan van der 



— 104 , — 

Bruggen 264% marc. Item schelt an eynem terlync wandes 220 marc 
Lub., dey my ok nicht toquemen. Item vor 18 marc Prfisch 36 marc 
10 sl. Lub. 

Item rekende gy my dat an myner summe und rekenscop unbreken 
solde 128 marc dartegen hebbe gy 122 cronen, darumme s^ryvet my dey 
128 marc weder to. Item gy scryyen my ok eyns dat gy van Hans van 
Mynden gelt untfangen hedden, dat my angenge. Ok scheide my an andern 
gelde, dat Woesten op rentte geven were und ok van gelde, dat Gosscalc 
Steynhuse na geven es und ok vuste ander gelt, des ic nu met der hast al 
nicht vynden kan, doch hebbe ic ju dat al erscreven; wan gy al dync 
overseyn hebbe gy my wat to screven, dat ic nicht untfangen hebbe, 
dat scryvet my weder af op dat al dync siecht werde. Ic late al dync op 
ju st^n, dat gy dat siecht maken. Ic hebbe met andern dyngen also vele 
to dencken und to doene, dat ic op unser beyder rekenscop nicht vele 
dencken kan. 

I 

85. Beurkundung eines im Jahre 1404 zwischen Engelbrecht 
Witte und Hüdebrand Vechinchusen in Riga abgeschlossenen 

Vertrages. — 1413 Febr. 10. 

Rev. St.-A. Kopie. Pajner. 

Anno domini 1404 feria sexta ante festum sancti Johannis baptista^)« 

t\ Witlik sy dat dusse erbaren lüde nagescreven alse her Gotschalk Bredeke 

Hynrik Bove bekant unde betuget hebben vor deme rade unde ere recht 
dartu geboden hebben, diit dusse nascrevene sake aldus gevallen sunt 
tuschen Engelbrecht Witten unde Hildebrant Vekkynchusen, do em En- 
gelbrecht syne dochter lovede, do weren sie schelaftich umme hundert 
mark Big. Deme wolde Engelbrecht Witte nicht vörgeven al gynge dee 
werscop nummer tu. Dartu antwardede her Tzorges also eer dee blidescop 
darumme nableve -unde wolde syn bruder der hundert mark Big. nicht 
enberen, hee wolde dee hundert mark vorleggen. Dusse vorscrevene sake 
geve wy Engelbrecht Witten unde synen vrunden tu erkennende. Do 
sprak Engelbrecht vorscreven, sendet see my her Tzorges, ik sende see 
Hüdebrande vort. Oppe desse vorscrevene sake wart dee sulve blidescop 
. vullentogen. Desse vorscrevene her Gotschalk unde Hynric Bove vuUen- 
togen dee eede an den jaren unser herren dusent verhundert druttejrne 
des vrydages na sunte Dorotheen dage. 

86. Bode van Stochern an Hüdebrand Vechinchusen in Brügge. 

— 1413 März 24. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hyldebrant Vyckinchusen to Brugghe sal 
dusse breeff. H. Veck.'a Hand hat hinzugefügt: Bode van Stochern 
1413 op half meye. 

1) 20. Juni. 



— 105 — 

Vruntlyke grute tovoren an mynen guden vrund Hyldebrant Vyckyn- 
chusen. Wetet dat ik juwen breff wol verstan hebbe, den my nu Lanker 
de loper in der vasten brochte, dar gy me scryven rede, dar ik ju up desse 
tyt nicht weddef up scryven kan, mer ik wyl my holden und rychten an 
juwer beyder breve, juwe und juwes broder Syverdes. Hadde Peter Kar- 
bouwe bdier rekenscop dän dan he doet, gy en solden my dan nicht vele 
dar af gescreven hebben alse gy doet. 

Item do ik ju lest rekenschop scref also dat gy my do noch schuldych 
bleven 274 marc 12^ sl. Lub. Item hirup hebbe ik weder untfangen int 
erste van Bylvelde 1 dubbelt Arrasch roet, dat golt 9 marc, item 1 grün 
Tomasch gesneden, golt 12 y% marc, item 1 swarte mfitse, de behelt ik to 
mynes sulves dregende, dar rekende ik vore 20 sl. Lub., item noch \y^ 
dosyn mutsen gülden 2 1^ marc, item noch untfangen 21 eleu kampkat, 
dat en ys noch nicht vorkoft, dat rekene ik uppe 3 marc. Item de 5 eleu 
grawes, dar gy van scryven, dat hadde Hans van Mynden entfanghen — 
de summa hirvan ys 28 marc 4 sl. Lub. 

Item so hebbe ik noch entfanghen van Tydeman Brekelvelde 1 ter- 
linch, dar was ynne 13 Tomasche, de syn utiö gekomen to 15 marc overr 
hovet )ind der steyt noch 4 in schult. Item so was hir ^ Tomasch to den 
slachdoke, dat gaf ik vor 6 ^ marc. Item gaf ik vor dessen terlingh to 
ungelde 15% sl. Lub. also to vore und to leydegelde. Item Tydeman 
Brekelvelde sal ik noch 7 sl. Lub. gevenen vor werktollen vor ungelt to 
Hamborch, de summa blyvet van den terlinge 193 marc 9% sl. Lub., 
dat ungelt afgerekent. 

Aldus so ys de summa altohope also vorscreven steyt, dat yk ent- 
fanghen hebbe 221 marc 13% sl. Lub. 

Aldus so blyve gy my noch 52 marc myn 1 sl. Lub. Hyldebrant gude 
vrund schicket my desse ^ mjrt den ersten, wente wy weten wol woelange 
des ys, dat ik se solde gehat hebben: also juwe breve hir wol wyset. Hir- 
ume so scryvet my en antworde. Hirvan varet wol myt Gode. Gescreven 
up unser leven vrouwen avent er bodeschop 1413. 

Bodo van Stockem. 



57. Thomas VeckinJmsen cm Hüdebrand und Sigfrid Vechin- 

husen in Brügge. — 1413 März 24. 

Reo. 8U'A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant und Zivert Vockin- 
chusen tho Brügge litera detur. 

Minen denst thovoren ghesereven unde wes ic gudes vormach tho 
allen tyden. Ju gheleve to weten Hildebrant und Zivert, vedderen, also 
ic ju vake unde vele ghesereven hebbe also umme dat gelt dat gy my noch 
sehuldich sin dat sie nu to supte Johannes dage to mytsomer met der 
rente lopet by den 500 mark Lub. worumme ic ju vruntliken bydde up 
allen denst, dat ghy wol willen doen unde schicken dat also dat gelt uppe 
sunte Johannes dach to Lubeke utkome, wante ic mot dat gelt den kin- 



— 106 •— 

deren utgeven unde ok so wil myn broder Johannes sin dinc hebben 
wes eme boren mach; solde ic nu dit al utgeven van mynen gelde dat solde 
my schaden doen wante ic wil my ok van en suchten; hirumme ic ju vrunt- 
liken bydde dat gy my hirin vorsen unde scrivet my en antworde met den 
ersten des bydde ic ju und neme des in gen arcl^ dat ic ju dar also utter- 
liken umme scrive wanner dat ic den kinder untrichtet hebbe •willen ju 
dan de vormunders dat gelt uppe rente doen, dar megen se dan vor raden, 
anders en wet ic ju nu sunderinges nichts to screven dan mochte ic icht 
doen, dat ju to profite queme, des en wolde ic nicht laten. Blivet gesunt 
in Gode und ghebedet vor my. Ghescreven in unse leven vrowen avende 
in der vasten 1413 jar. 

Tomas Vockinchusen. 

■ 
88. Sivert VecTdnhusen in Lüneburg an Hüdebrand Veckin- 

husen in Brügge. — 1413 April 15. 

Rev. St.'A. Pap. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchüsen to 
Brfigge littera detur. 

Broderlyke trüwe vorÄcreven, wetet dat ic juwe breyve wol vor- 
nomen hebbe, dey gy Slyper screven hadden, dat hey neyn gelt op ju 
kopen dorfte und gy neyn gelt van dem dynge kopen künden. Und Slyper 
hevet uns dey breyve sand und uns screven, hey welle 400 gülden op ju 
overkopen, eft dat gy dey nicht betalen wellen, dat gy dey dan to Lubeke 
overkopen. Dyt duncken my van em wunderlyc syn, ic hadde eme screven, 
dat hey 30 gülden to schaden leyver dede, ic sey dar ok 300 gülden van der 
selscop wegen schuldych, dat hey dat al betalt hedde, Got sal uns, ef Got 
wel, tegen dey ander mysse geldes und gudes ghenoch schycken van unser 
selscop wegen. Nu hevet my Slyper screven, hey dot gelt vor my ok nicht 
betalen, darumme ic in groten sorgen sy und wet nicht, woe eme Lyseke 
doen sal umme dat gelt to betalen. Und heddes Slyper nummer ghelovet, 
ic sy hyr in groten sorgen und arbeyde umme unser allor wyllen; und 
my kan myn leydengelt nicht werden van Slyper, wel ic my to Kolne in 
der schfilt losen und sal myme loven to Keinen komen, mochtet an Slyper 
lyggeö. Ic hebbe andern guden vrunden to Keinen screven, dat sey 
helppen dat betalen und hyr es neyn gelt met alle. My kan van Lubeke 
nicht also vele geldes werden, also ic hyr vorteren sal und sey clagen al 
to Lubeke sey syn alle vele tachter. Dat sal, ef Got wel, drade al umme 
gud werden. 

Item Hans Grfiter es dey noch dar, deme doet synen breyf und eschet 
van eme by 350 marc Lub., dey hey der selscap schuldich nu op paschen 
to Lubeke to betalen also Hans van Mynden und ic eme screven taebben. 
Und wy hebben eme also screven, dat hey ju dat gelt al geve ofte hey 
kan und est, dat hey dat nicht al utgeven kunne, dat hey ju dan 50 U gr. 
op rekenscap geve also lange wand hey to Lubeke kome und est, dat hey 
dat nicht utgeven kunne, dat hey ju dan 50 & segge to Lubeke to betalen 
van weme gy dat op nemen. Und est, dat hey dat doen wel, so neme also 



— 107 — 

vele geldes op und holdet dat gelt inne vor myn schult, dey ic tachter 
sy, und schycket Lyseken to Kolne 300 gülden darvan op dat ic dar ut 
der schult kome. Est ok dat Slyper gelt opkopet, dat sette ic to ju, woe 
gy darmede doen wellen. Ramet des besten und gevet Grfiter gud quyttan- 
syen van deme, dat hey ju gevet und scryvet my al dync weder und doet 
in allen dyngen also ic ju wol trüwe. Ic lygge hyr in groter sorgen und 
kan neyn profyt doen ghelyk al ander in der selscap doen. Wy hope alle 
eynes guden eyndes und sal, ef Got wel, beter vallen dan et süne, Got 
voget al umme to den besten. Item Tydeman Swartt scryvet my ut 
Frfisen al laken syn dar wol by gelde. 

Grotet myn suster und al vruntlyken und beydet over my. Ic blyve 

hyr noch wol wand pynxsten. Ghescreven op palmen avent 1413 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Lfinenborch. 

89. Hüdebrand VeckincJmsen in Brügge an seinen Bruder Sivert 

— 1413 April 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap, ohne Adresse. 

Broderlike leyve tovoren. Leyve broder, dynen breyff ghescreven 
up unser vrouwen dach in der vastene latest vorleden, ynneholdende, 
wu dat Peter Earbouwe imser Venetscher geselschop sal hebben over- 
ghegeven elken man inghescrif f te , darmedde he handelinge van der 
vorscreven geselschop wegen int kopen unde vorkopep sal gehat hebben, 
des he desgelykes van unser geselschop wedder sal beghert hebben, darup 
dat du van my uten namen van unser vorscreven geselschop begherende 
bist, dat ick dy wille overscriven elken man, darmedde ick in myner 
Personen van der vorscrevenen geselschop weghen int kopen unde vor- 
kopen handelinge mach gehat hebben. Warup, leyve broder, wille weten, 
dat ick unser vorscrevenen geselschop to dren tyden de rekenschop van 
alle dem gude, dat ick van der vorscrevenen geselschop ghehandelt hebbe, / 

uterlike ghescreven hebbe. Unde na utwisinge van der rekenschop, so - 

hebbe ick ju myner personen alle gad vorkofft unde wedder ingekofft to 
der vorscreven gheselschop behoeff unde hebbe darby gedaen, alse ick 
dat vor Gode imde vor der meynen werlt uncje vor allen rechten wil be- 
kant wesen. Leyve broder, dit en sals du unde unse unse geselschop vor- 
screven also nicht vorstaen, dat ick my hyrmedde meyne to untsecghene 
ju myne. rekenschop van elken manne overtoscrivene alse vorscreven ys, 
men want ick in unse vorscrevene geselschopp manigerleye cleyne parchele ^ 

ghekofft hebbe und wedder vorkofft, so solde my zeer moyelyck zyn ju / ' 

van elken porcele de namen overtoscrivene, alse ghy selven wol moghen 
merken. Doch so hebbe ick alle cleyne parcele in grote parcele in myne 
rekenschop vergaddert, so dat ick wol overgeseyn hebbe, dat myne reken- 
schop van den cleynen parcelen to den groten unde van den groten to 
den cleynen overeyndraghen van alle dem gude, dat ick van der vor- 
screvenen geselschop untfangen hebbe unde darvan vorkofft unde wedder 
ingekofft mach hebben. Unde wert sake, dat enighen manne in enighcn 



— '108 — 

poenten van myner yorscreviBnen rekenschop icht meshaghede offt ghe- 
breke, de wille hyrkomen to Brucge unde danne, wes ick met truwerdigen 
erbaren luden, alee makelars unde copluden van den dat ick van der 
vorscrevenen geselschop weghen mach vorkofft unde wedder ingekofft 
hebben, nicht bewisen en kan, elk gud to synen pryse unde weerde, dat 
wil ick vulkomen, alse ick van rechte schuldich bin to done, up dat ny- 
mand denken en dorve, dat alse hyrran enighe wesheyt schele, men dat 
ick alle redelicheyt unde rechtverdicheyt in allen dessen dinghen gedaen 
hebbe, alse ick wolde, dat God van hemelrike myner zielen don wolde 
ten utersten daghe, de welke dy unde alle unse vrende mote hebben in 
zyner hilghen hoede. Ghescreven to Brücge up ten 29ten dach in aprille 
int jaer 1413. 

Hildebrand Veckinchusen. 

90. Thomas VecTdnhusen an Hüdebrand Vechmhusen. — 1413 

Mai 11. 

Rev. St'A. Orig. Pap. Die Schrift ist stark verblasst Adr.: An Hilde- 
brant Vockinchusen tho Brügge litera detur. 

Mynen denst tovore ghescreven unde wes ic gudes vermach; wetet, 
Hildebrant vedder also ic ju vake und vel gescreven hebbe also umme dat 
gelt dat gy my noch schuldich sin dat sie nu lopen sal met der rente nu 
to sunte Johannes dage by den 500 mark Lub., worumme ic ju vruntliken 
bydde, leve vedder, up allen denst dat gy wol doen up allen denst, dat gy 
dat also vogen dat dat gelt uppe sunte Johannes dach to Lubeke utkomeJ 
Ic solde my anders schaden doen, wante ic mot dat gelt utgeven den kin- 
deren, dat wete gy doch sulven wol, dat kent Got. Ic hebbe mer dan 
100 mark vor .se utghegeveii unde nu mot ic Fieken ok 100 mark mede 
geven unde myn broder Johannes, de wil dat syne ok upme lande (I) 
hebben unde en wil es nicht lenger eventuren. Vor so wort und solde ic 
dan myn geldeken ut der haut geven, wes solde ic my dan sulven bergen. 
Hirumme leve vedder so makedet jo also dat ic hirin nicht vorsumet en 
werde. Hir screvet my en antworde van, dar bydde ic ju umme. Wante 
ic ju vake dervan ghescreven hebbe. Ic en wet nu sunderinges nicht to 
scriven; alle vrunt sint van der ghenaden Godes wol ghesunt. Blivet 
ghesunt in Gode unde grotet my susteken unde alle vrunt sere. Ghe- 
screven 18 dage na paschen 1413 jar. 

Tomas Vockinchusen. 

91. Hans HSnstede in Reval a/n Hyldehrand Veckynchusen in 

Brügge. — 1413 Mai 14. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: AnHyldebrandVockynchusen thoBrugghe detur 
littera. Auf fTTY [Tli der Rückseite des BlaUs hat H. Veck.'s 
Hand bemerkt: V^A^ V^* van den 19 stucke wasses es bly vendes 
worden 82 ^ 11 sl. 7 gr. Item so es ghe worden van den 2000 



— 109 — 

8 % tymmer ßcones werkes 27 äf 7 sl. 6 gr. Item so es gheworden 
van 7 quartytr 2 timmer lusches werkes 17^ 2 sl. 3 gr. Hir af 
sal gan to unghelde 5 sl., aldus so es dey Bumme van wasse unde 
werke tohope blyyendes 126 Ki 16 sl. 4 gr. Dyt gud stont alto- 
male 398 marc 16 ore, aldus so komet op elk 4 marc 1 ^ 5 sl. gr. 
Aldus so bort vor dey 364 marc 8 ore Byghes, aldus so komet hir- 
vom tohope 198 ^ 11 sl. 4 gr. Aldus solde Syvert to boren vor* 
1000 lasten 6 timmer 15 lasten und 35 wynmereken 7 ^ 5 sl. 
Item so es nicht mer worden van den wasse unde werke afrekent 
dat unghelt dan 116 ^ 4 sl. 6 gr. Aldus hebbe ick dat screven in 
myn poper. 

Mynen denst tho voren ghescreven an mynen leyven oem Hyldebrand ^ 
Vockynchusen. Wetet dat ik van juwer wegen hebbe ent fangen 56 Nye- 
dernsche lakene, de ju und juwen broder Zyverde tho behörden. Desse 
laken hebbe ik vorkoft also ik ju ok wol er ghescreven hebbe, ik gaf islych 
laken i^mme 7 marc Ryg. myn 8. Item noch entfangen 3 ghesnedene 
Popersche laken, de gaf ik vor 10% marc Byg. Item noch entfangen 
2 stuven wandes, hyr es vor ghekomen 5 marc Byg., summa in al, dat my 
gheworden es vor desse vArghescreven laken also 398 marc Ryg. und 

16 ore. 

Item so sende ik ju in schypher Beyneke Werleman alse 8 stro 
wasses, hyr es de vracht unde wynnegheld van betalet. Item so 
sende ik ju noch in schypher Hermen Schoff 5 stro wasses, aldus ghe- 
merket, hyr hebbe ik ok de hele vracht und wynnegheld van betalet. 
In dessen 13 stro syet 18bodem unde wegen thosamen 12 schyppund 
myn 4 lyspund. Item so sal ju Kort Swarte noch antworden 1 kleynen 
bodem, dat es de neghenteynde bodem und es myd den anderen ghewogen, 
dat schyppund stet 20 marc Ryg. und 1 ferd., summa van dessen wasse 
239 marc Ryg. Item so hebbe ik vor dyt was utegheven de hele vracht 
und wynnegheld und vört ander ungheld byt in dat schyp 7 marc Ryg. 

T HY Item so sende ik ju noch in schyppher Herman Schoff 1 tunne werx 
U' aldus, hyr es interste ynne vor den rechten bodem 2000 myn 1 quar- 
^1 tyr lusches werx; item noch 2000 8% tymmer scones werx, dat 
^7^ 1000 stet 41 marc Ryg. und dat lusche werk stet 3034 marc, summa 
van dessen werke 150 marc Ryg. myn 3 ferd. Jtem so stet de tunne 18 ore. 
Summa in al, dat ik ju hebbe ghesand in tlessen twen schepen an 
wasse und an werke 395% marck Ryg. und 6 ore, aldus so enbreket ju 
noch an desser vorghescreven rekenschop also 11 ferd. myn 2 ore, där- 
mede alle dynck slycht. 

Item Hyldebrand, oem, hedde ik hyr bet by k&nd hebben ghedan, 
dat hedde ik ghem ghed&n unde allend, wes ik hyr by hebbe ghedän, dat 
es in dat beste gheschen. God de gheve dat alle dynck to den besten möte 
vaUen. Nycht mer op desse tyd dan God, de sy med ju unde ghebedet 
over my. Ghescreven tho Revel 3 weken na paschen 1413. 

Hans Hönstede. 



T^ 



% 



— 110 — 

Item so s&l ju Kort Swartte antworden 3 kanfas und 2 lynen, de syet 
in Sergys Veckynchusen tunne, de derde lyne es unune der tunne. Item 
so sende ik ju noch 2 tymmer lusches werx de staeif 10 ferd. Desse 2 tym- 
mer werx sal ju EArd Swarte antworden, aldus so blyve ik ju noch schul- 
dich 10 ore darmede alle dynch slycht. Item so säl ju Kort Swarte wol alle 
tydynge segghen, ik en weyt ju sunderynge nycht tho scryven, men God 
lie mote juw bewaren. 

92. Bürgermeister und Hat der Stadt Riga an Hildebrand Veckm- 

husen in Brügge. — 1413 Juni 24. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. mit den Spuren des gelben Sekrets. Adr.: Deme 
rorsichtegen manne Hildebrand Vokkynghusen to Brügge in 
Vlandem kome desse bref. 

* 

ünsen vruntliken grut unde wes wy gudes vermögen vorscreven. 
Leve Hildebrand, wy begeren ju witlick tu synde, we vor sunt gewesen 
Engelbrecht Witte unde syn müder myd eren vrunden unde hebben uns 
gegeven tu vorstände, wo gy en wedderstal dun an ereme gude, dat gy 
en vore entholden an vorpandjmge ume etlekes geloftes willen, dat ju 
Engelbrecht seleger dechtnisse schole hebben gelovet tu brutgifte myd 
syner dochter unde ok ume gifte willen an synen testamente ju bescheden. 
Darvan des brutkoftes wegen, so sende wy ju hirynne besloten ene se- 
dulen ut unserm denkelbuke gescreven van worden tu worden^). Unde 
dartu, so hebben see vor uns getoget Engelbrecht testament, dat wy vor 
uns hebben laten lesen, dat myd ingesegele wol verwaret is myd vul- 
macht na rechte darane wy neue punte kenen erkennen juwe personen 
anrurende efte juwe wif, wen dat ju Engelbrecht tu sjrner lösten wolvard 
hebbe gegeven hundert Bigesche mark. Hirumme dud wol unde erkennet 
sulven wes see ju hir enboren an dessen saken plichtich mögen wesen unde 
sendet en dat ere. Wente wy nicht konen vornemen, dat see ju vurder 
van desser punte wegen wes plichtich syn. Were over, dat se ju vurder vor 
ane recht weren dar sunt wy erer mechtich ane tu allem rechte dat ju doch 
an vruntschop nicht willen weggern tu dunde. Got beware ju sunt tu 
langen tyden. Screven unde unserm secrete an deme dage sancti Johanni 
Baptiste int jar 1413. 

Borgermester unde rad der stad Rige. 

93. Hildebrcmd VeckincJmsen in Brügge an Hartwych Steinhcms 

und Evert Snoye in Riga. — 1413 Aug. 1. 

Rev. St. A. Orig. mit gut erhaltenem Sekret. Adr.: An her Hart- \jy 
wych Stenhus unde Evert Snoye to der Ryge lyttera detur. //\ 

Vrentlike grote vorghescreven, so wes ick gudes vormach. Her 
Hartwych Stenhus unde Evert Snoye swagher unde vedder, ju beyden 

1} etwa die Beurkondang vom Febr. 1413. 



— 111 — 

gheleyve to weten, also ja wol vordenken mach, do ghy hir weren, also ic 
myt ju sprack also dat ick schellinge unde ghebrek hadde, also dat ic mochte 
esschen sin myner vrouwen ut den namen mynes heren Enghelbrachtes 
Wytten, ded God ghenedych sin moyte unde aJIe zeylle, amen. Dat ghe- 
brek unde schelinghe hebbe ic myner vrouwen nu al ghescreven unde hadde 
altos eins gudes antwordes verhopet van er, des ic nu kryghen konde van 
er noch van crem sonne Einghelbrachtes myns swaghers. Nu hebbe ic 
eixen breyf van der stat van der Ryghe, woy dat myn vrouwe Einghel- 
brachtes Wytten wedewe imde myn swagher Einghelbracht myt eren 
vrenden vor deme rade to Ryghe hebben wessen unde hebben gheclaghet 
woy ic er gud vor untholde vor pandinghe. Na dessen donde unde claghe, 
so dunket my wol, dat dey vrentschap harde deynne es, des ic nicht ghe- 
hopet hadde; dat were mer vrentschap ghewesen, hedde dyt ein ander 
don wolt dus danne dachte op my, dar solden sey van rechtes weghen 
vorhebben wesen myt er macht. Nu dunket my, sey wellen deyghenen 
syn, dey my myt wyve unde kinderpn vorderven solden, weret in er macht 
unde hope to Gode, sey solen my noch so velle ere don vor deme rade 
van der Byghe also sey my schände dan hebben. Hirvan dessem donde, 
so gheve ic ju beyden to kenen myn ghebreke dat ic hebbe op mynne 
vrouwen. 

Int erste so was my toghezeghet myt mynem wyve 100 maro Ryghes, 
er ennych dinch volgheynch. Dey 100 marc Ryghes hebbe ic mannych 
worf hesschet, sey mochten my nu werden, Gode syt gheclaghet. Dey 
100 marc weren in den tyden wert 127 Einghelssche nobbelen, dey synt nu 
wert hir in Brugghe 43 ^ 19 sl. 7 gr. Dyt ghelt solde van rechte rentet 
hebben desse 14 jar lanch 112% Einghelsche nobbelen unde ok, dat dey 
rente nicht betalt es ghewest das langhe to desser tyt to dar mach op- 
komen ok van rente 22 % nobbel. Aldus solde dyt sin tohope 262 nobbe- 
len Einghelsch. Dyt maket myt punt groten talle op desse tyt 86 ^ 7 sl. 
2 gr. Stet dat lengher, dat sal mer sin unde werden, hedde my desse 
100 marc worden, so dorfte ic sey nu nicht esschen. 

Item na deme dat myn here my vorgheten hevet myt wyve unde 
kinderen sunder myn dochter Trudeken myt den 100 marc Ryghes in 
synem tesstemente, darinne sy ick nicht ghefraghet na deme dat Greteken 
tovom in den ersten tesstemente bedacht was myt 100 U gr. also ic 
meyne. Ic hebbe mjrns heren gud aldus langhe ghehantyrt, dar hey enen 

vrommeden solde wol van i) geven hebben 40 ^ gr. Desse 40 U gr. 

meyne ic to hebben na deme dat et myner vrouwe ^) aldus myt 

my an beghint to slande. Dyt es dat ander punt. 

It^m dey 100 marc, dey Trudeken gheven sint in den lesten tesste- 
mente, dey rekenne ic op 33 ^ 6 sl. 8 gr. Dyt es dat dorde punt. 

Item dat verde punt es also. Myn swagher, her Kort Vysch wol 
vordenken mach, dat my myn here lovede Yz last wasses to helpe enem 



1) Band abgeriaBon. 



— 112 — 

huBe; des wasses es my ok noch nicht gheworden. Dat wa« es op desse 
tyt wert 40 äf' gr. unde den schaden wyl ic, of God wyl, ok hebben. 

Item dat vyffte punt, dat my schelt, dat es dey cronne, dey se op 
crem hovede hadde, do ic Greteken, deynu myn wyf es, trouwe, dey hört 
er to unde ok som ander dynch, dat er hört, also dat ju myn wyf wol sal 
to kennen gheven myt scryfte also des tyt es, ofte God wyl. Dey cronne 
rekenne ic myt demme, dat Greteke tachteringh sin, tohope 30 ^ gr. 

Dyt sint 5 punte, dey ic esschen sy, dey maken tohope in al simder 
den schaden van des wasse, des ic dus lange unboren hebbe — 236 ^ 2 sl. 
6gr. 

Item so gheleyve ju to wetende. In den tyden, do myn here starf, 
do hadde ick hir int lant also dat myn yrouwe wol in scryfte hevet 352 ^ 
4 sl. 3 gr. unde 42 tymmer lasten. Hirop so gheleyve ju to wetende, dat 
ic myner vrouwen sent ghesant hebbe op dyt ghelt also myne breve wol 
vorclaren, 212 m 15 sl. gr. Aldus so solde er einbreeken van desser summa 
gheldes sunder lasten 139 lU 8 sl. 10 gr. Dyt ghelt sla ic af an den ghelde, 
dat sey mysint, aldus so einbreket my dat my myn vrouwe schuldych 
es hirvan 96 U 13 sl. 8 gr. Des so behelt sey 42 timmer lasten by my, dey 
stan in schulden imde hebben golden 8 lU myn 21 gr. Darein teghen sy 
ic tachter van prundelingen ein dels gheldes. Ick bydde ju beyden, dat 
gy myner vrouwen segghen, dat sey my dey 96 U 13 sl. 8 gr. schycke efte 
dat sey my scryven, wor ic dat nemen sol. Wante ic meynne dat to hebben 
leyver myt vrentschapen dan anders unde ok so wel ick, dat sey my so 
velle ere vor deme rade don, also sey my schände dan hebben sunder 
twyvel. Ic weit aldus nicht lyden laten, dat segghet myner vrouwen vry- 
lyken unde mynem swagher. Dunket ein, dat ic es nicht beter einwete, 
holden sey my vor ghek ofte sot, sey solen my so nicht holden also sey 
noch begynnen, dat segget ein vrylyken. 

Int jar 1412, 27 setember, do gy Evert swagher hir by my weren, do 
antworde my Tydeke Swarte von juwer weghen 35 J5^ gr., dey myner 
vrouwen sol den tohoren. 

Hirto antworde my Renolt Swarte ton ersten 2000 14 timmer scones 
Werkes, dat 1000 golt 10 U 15 sl, darnest antworde hey my 1000 amugen, 
dat golt 10 ^ 12 sl. gr. Darnest antworde hey my 2^ quartyr troeniss, 
dey gülden al 5 ^ 2 sl. 8 gr. Darnest antworde hey my 33 märten, dat 
stuck golt 15 gr. Aldus so es my worden von werke unde ghelde tohope 
79 ^ 17 sl. 5 gr. Hir op dat werk quam to ungelde 9 sl. 8 gr. 

Item so sante ic myner vrouwen op dyt ghelt op Schonen in Halle- 
water by Heynneman van den Börnne 2 terling Tomasche laken, dar was 
inne myt den slaohdoken 28 Tomasche laken. Desse 2 terlinge stonden 
myt unghelde tohope 61 ^ 6 sl. 4 gr. Aldus so einbreket myner vrouwen 
hir an 18 ^ 11 sl. 1 gr. Dyt ghelt sla ick af an den 96 ä( 13 sl. 8 gr. Aldus 
so blyvet my myn vrouwe dan noch schuldych op desse tyt 78 Ä^ 2 sl. 
7 gr. Evert, vadder, desse rekenschap van dessen lösten gelde unde gevet 
myner vrouwen over in scryfte, also hirinne screven stet, op dat sey alle 
dinch wetten mach. Unde ok so lesset myner vrouwen dessen breyf vore, 



- 113"- 

wyl sey syk hirna den rychten, dat es my lef , wel sey ok nicht, so gevet desse 
sa^e to kennen mynem swagher Konrat Vysch unde mynem swagher 
her Tydeman van den Nyenloee unde mynem swagher Gotschalk Stal- 
byter. So wes dat den 3 gud unde redelyk dunket mytgaders ju beyden, 
dar wyl ic wol na werken in allen redelyken saken, ic wyl anders nicht 
begheren den rechtverdychheyt, otte God wyl. Anders ein weyt ^o ju nu 
wat mer to scryven op desse tyt mer God moyte ju wol bewaren unde alle 
unse vreynde to eywghen tyden amen. Ghescreven op sunte Peters dach 
ingande ouste 1413 in Brügge. 

By my Hildebrant Veckinchusen. 

Item so hadde ic dey 100 marc gherekent op 262 nobbelen, dat es 
nicht mer dan 241 nobbelen, dat es by ^ gr. talle 86 ^ 7 sl. 2 gr. Aldus 
so blyvet myn vrouwe 71 ^ 13 sl. 11 gr.; op dessen syn hebbe ic ein alle 
bescheyt ghescreven. 

94. Bode von Stochern an Hüdebrcmd Veckinchusen in Brügge, 

— 1413 Aug. 20. 

Rev. 8t.'A. Orig. Ad/r.: An Hyldebrant Vyckynhusen to Brugghe 
sal dusse breeff. H. VecWs Hand hat hinzugefügt: 1413, 18 in 
settember Bode van Stochem 52 marc myn 1 sl. Lub. 

Vruntlyke grute tovoren und wat ik gudes vormach an mynen guden 
vrunt Hyldebrant Vyckinchfisen. Wetet also ik ju lest rekenschop scref, 
do bleve gy my noch schuldych 52 m^c myn 1 sL Lub., gude vrunt 
dot wol und schicket my dyt gelt hir over, wente dat wert nu to sünte 
Mycheles dage 2 jare, dat yk dat leste gelt scheide gehat hebben na ut- 
wysinghe juwer breve und doet my, also gy wolden dat ik ju don solde, 
hirvan en antworde; varet wol myt Gode. G^bedet over my. Gescreven 
des sundaghes vor sunte Bartolombäe dag 1413. 

Bode van Stockem. 

95. Tideman BreTcdvdde in Lübeck an Hüdehrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1413 Dez. 3. 

Revaler 8t.-A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge 
littera detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, ju gheleve to wetene, 
dat ik ju by Pyrituy Aldutti ghescreven hebbe, wo vele dat van der eyr- 
sten zyde gheworden is, alse se nu al betalt wert. Item so gheleve ju to 
wetene, dat ik van dessen lesten zyde vorkofft hebbe 18 U dat ^ vor 
5 mark min 2 sl. alse ik ju ok abrede ghescreven hebbe. Item so vor- 
koffte ik gysteren 31 U unde 3 lot, dat i6 vor 5 mark min 6 sl. Hilde- 
brant aldus vele hebben de 49 haspen gheweghen, de in der tunne weren, 
dar. de sickeltun inne weren. Aldus — hebbe ik noch unvorkolft de 100 

Briefe und Urkondon, 1805-- U41. B 



— 114 — 

haspen. Ik hope to Gode, dat de vrowen hir nesten umer mer syden ko- 
pen Bolen. Ik en wet hir nu anders neine syde to kope dan de wy hebben ; 
besunder Hartwych Kopmans vormunders hebben noch wol en 60 U 
unde dan de Hans Bilevelt van my nu kofft hevet. Hildebrant, ik wel des 
besten ramen, so ik best kan. Item Hans Stenwech unde ik hebben noch 
dallink 2 schippunt unde 7 lispunt wasses ghekofft, dat schippunt vor 
18 mark, to betalene op vastelavent. Wo vele wasses dat wy alrede to 
Hamborge hebben, dat hebbe ik ju abede ghescreven. Ok hebbe wy hir 
gekofft, Herten unde ik, 4500 343ote schons Werkes, dat is to unser behoff 
half! unde Merten halff, dat 1000 vor 18 mark 4 sl. Item, Hildebrant, 
na deme also my dunket, so en wel Peter Earbou nicht bekennen, dat 
he enich ghelt off gut hebbe. Et was ghedeghedingget, dat he der selscop 
geven solde by 9000 mark an ghelde unde an gude; nu, do he dat ghelt 
unde gut overwizen unde vorwissen solde, do enkunde he nicht mer dan 
by 6000 mark tosamen brenghen. Dit screff my Syvert. Wo dat et nu 
vortghan wil, des en wet ik nicht. Anders nicht dan blivet ghesunt. Ghe- 
screven 3 dage na sunte Andreasdage, anno 13. 

T. B. in Lubeke, 

Item, Hildebrant, ik denke juwen terlink mit den Warstensohen to 
Prutzen wart to sendene hir nesten alzet en luttik wort ankomet na winach- 
ten. Item ik en vomeme noch nicht van juwen Tomaschen laken. Ik 
mach hir gude neringe van Tomaschen laken hebben ume 15 mark, to 
betalene op paschen. Hirume, Hildebrant, ik enwet nein profyt an den 
Tomaschen laken. Item, Hildebrant, ik hope, dat gy noch ter hast nein 
payement op my en kopen, waifte ik hebbe umer (!) nu gekofft by 9% 
schippunt wasses, dar uns de helffte van tohoret unde des gheliken de 
helff te van 4500 3 böte schons werkes. Hildebrant, dar is werk unde was 
ghekomen in Prutzen, dat hir wesen sal. Hedde dat hir gekomen, ik 
wolde unse profiit wol bet ghedan hebben, dan ik nu ghedan hebbe, 
wante seker, Hildebrant iz et, dat gy dat payement overkopen solen to 
6 Vi mark, dar gy de Tomasche laken mede betalen solen, so ensole wy an 
den 3 terlingen nicht 25 mark Lub. winnen. Nochtant so rekene ik elk 
laken by 15 mark Lub. dat dunket my (deine bäte wesen dar men also 
vele eventurs van stan mot. Hildebrant, hir nicht mer van, men ramet 
des besten, desgheliken wel ik ok don etc. 

96. Bruchstück aus einem Briefe Hüdehrand Vecktnchusens 

datiert Brügge 1414, Jan. 2. 

Bev. St.-A. Konzept von H. Veckinchusen^s Hand. 

Int jar 1412, 22 in desember, do hadde ic hir int lant van der selschap 
weghen ton ersten 2 fate einghevers gronen, dar mochte inne sin by den 
385 punt, dat punt was gherekent op dey tyt, dat punt 16 gr. ; hirop komen 
to unghelde 17 sl. 8 gr. Aldus so was dey summe darvan blyvendes 24 ^fi 




— 115 — 

5 sl. 8 gr. Desse einghever es in Pnisen noch imvorkoft, also ic anders 
nicht ein weyt. Ghelt dey einghever myn ofte mer, dat es op der selschap 
profyt win unde vorlus. 

Item so hebbe ic noch 247 punt musschaten Lub. wychte, dey worden 
gherekent op 16 gr., dey summe darvan was do 15 ^ 8 sl. 9 gr. Dey 
musschaten sint nu ergher 1 ^ 7 gr. 

Item so hadde ic do noch 2 stucke allewe, dey weghet, so hey es, 
114 punt. Des was do gherekent op 5 Ä^ gr. dey es nu so gud nicht. Ic 
kans nicht quyt werden to profite. Desse 2 stucke lyggen hir ok. 

Item so helt ic noch op dey sulven tyt 2 feteken musschaten blomen. 
Dar was inne bey den 125 punt blomen. Dat punt was gherekent op 
32 gr., dey summe darvan es 16 U 13 sl. 4 gr. Hirvan vorkoft 1 fat, dar 
was inne 67 punt 3 quartyr, dat punt golt 32 gr. Dey summe darvan es 
untfangen 9 ^ 8 gr. Dat ander fat es wol 15 sT. gr. ergher dan dat ghe- 
rekent was. 

Item so helt ic do sulves 32 y^ punt gallegans, dat punt golt 24 ^ gr. ; 
dey sunune darvan es 3 ^ 6 sl. 4 gr. 

Item so hadde ic do noch 93 punt sedevers, dat punt golt 10 gr., 
summe 3 ^ 17 sl. 6 gr. 

Item 46 punt wormcrudes, dat punt golt 16 gr. Dey summe darvan 
es 3 ^ 2 sl. 4 gr. Aldus so es my tohope worden van den crude 19 U gr. 

6 sL 8 gr. Des sal dar afgan dey mekelerdye, dat wyl io wol vinden also 
dat leste dinch vorkoft es. Aldus so wete gy hir dat ghelt, so wes my 
hirvan worden es unde so wes dat unvorkoft es. Nu moghe gy aldinch 
to der lesten rekenschap brejrnghen, dar vinde gy al dinch dar inne, woy 
syk dat hevet, so wes ic darinne van reyden ghelde behelty op dat krut. 
Mer wylle gy ein dar einde hiraf maken, so rekent dat dinch dat noch 
vorkoft es 4 äf 10 sl. gr. myn dan dat vorslaghen es, so wyl ic myn eventur 
darvan nemen, wylle gy ok nicht, sta dey selschap eventur. 

Item so hevet Slyper opkoft 312 Rynsche gülden; darvor gaf ic 
57 8( 7 sl. 2 gr. Dyt scryvet af an myner summe. 

Item ghelyk also ic ju wol er ghescreven hebbe in myner anderen 
rekenschap, so scryve ic ju noch, dat my gheschey vor myn arbeyt ghelyk 

du broder my to screvest int erste also wol Ifirmede so moyte 

ju God alle ok bewaren unde vorlennen ju allen 1 gud sallych nye jar 
unde na dessen levende dat ewyghe levent amen. Ghescreven int jar 
1414 2 in jannewario in Brügge. 

Hildebrant Veckinchusen. 

97. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebrcmd Vechin- 

chicsent in Brügge. — 1414 Febr. 16. 

Rev. St'A. Orig. Stellenweise durchlöchert. Adr.: An Hildebrant 
Veckinchusen to Brügge littera detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet, Hildebrant, dat ik ju sun- 
derlingen nicht to screven en wet, anders dan ik ju wol alrede screven 

8» 






— 116 — 

hebbe. Ik en hebbe de 20 U grote noch nicht betalt. Dat komet dar by 
to, dat ik et van hir nicht senden en kan. Ik hebbe Hinrik Salhome scre- 
ven, dat he et daropneme, ik weit hir betalen. Ik ride, off Got wel, morghen 
off en aschedag to Luneborge wart unde ik hebbet bestellet, dat dar ghelt 
betalt sal werden. Hildebrant, ik sy van de Venedieschen selscop wegen 
tachter by 200 mark Lub. van gelende ghelde. Ik behoffte wol, dat ik 
dat ghelt hedde. Item ik en hebbe van der syden nicht mer vorkofft, 
dan also ik ju screven hebbe. Item juwe Tomasche laken sin ok noch 
unvorkofft. Hildebrant, hir enhevet mit all neine lozinge van wände 
ghewest, dat komet dar by to, dat dat water al tovroren wesen hefft, mer 
ik hope, dat hir nu kort handelingge werden sole. 

Item, Hildebrant, ik scheppede juwen terling mit den Warstenschen 
laken ghysteren to Pratzen wart in schepper Ladeken Mak. Got geve dat 
he mit leve overkome. 

Item, Hildebrant, ik hebbe (da)t scharlaken abrede in ene tonne 
ghedan onde hebbet bevolen, dat ment senden sole to Hamborge wart. 
Ik hebbe dar ok 3 quartir min 1 böte rodes Werkes inne, de qaemen my 
ut (P)rutzen; nu en is de tunne noch nicht vul, also dat ik dar noch en 
luttik mer indon mot. Hildebrant, is des to done, so wel ik dat wol gut 
maken, dat et by my nicht gheschein en is. Ik wolde, weret Grodes wüle, 
dat gy de Ypersche ny kofft en hedden. 

Item, Mdebrant, ik en hebbe noch nicht vele gheldes entfangen van 
enem terlinge Tomaschen laken. De lade en können to neine ghelde 
raken. Ik en wet wo don ume ghelt. Item, Hildebrant, de ^rowen hebben 
noch Yoste zyden, danune so mot ik vorbeden. Ik en wel nicht gerne te 
done hebben mit den dar ik my nicht ane vorwart en wet. Hirmede blyff 
ghesont. Ghescreven des vridages vor vastelavende anno 14. 

T. B. 

Item, Hildebrant, hir en is noch neine tidinge komen ot Lyfflande 
also van der kopenscop. 

98. Elisabeth VeckincJmsen in Köln an Hüdebrand Veckin- 

chusen in Brügge, — 1414 Juli 16. 

Rev. St.'A. Orig. Adr,: An den erbaren man Hyldebrant Veckin- 
chusen to Brügge littera detur. 

Vrontliche groysse vorscreven wetet leve hole Hylbrant, dat ic de 
11 golden und 7 placken van Hammaker intfangen hebbe. Item so wetet 
dat Syvert is to Spyr, man seycht hyr de koninck van Ungern sy dar oc. 
As gy schriven dat Sivert neyn gelt up jo kopen sal, des wetet dat Syvert 
hyr hatte opgenomen 100 golden van Symon deym Lombarde, er he van 
hyr toch, darum dot wol ind maket, dat dat gelt dar to dancke wyrt be- 
taylt, wente wy quemen dar anders in ungeloven ; und oc so wetet dat is 
Syvert nicht bet in konde, wente wy syn hyr alto vele geltz schuldyoh. 
Item so schryve gy oc dar inne van veyl anderen pünten dar in kan io ]& 



— 117 — 

neyn antwort up geschryven. Wan Syvert, of Got wyl, to hfis komt, so soyl 
gy jü wol verlyken. Item so heb gy dar oc v|ui pfinten in geschreven, dat 
ic vorwayr wol weyt, dar gy jftwen brodem unrecht an bedencken. Wente 
ic weyt, dat wol dat jü broder jfi und j& wyf und jü kinder anders nicht in 
menet dan as eyn trüwe broyder dem anderen van rechte doyn sal, dar- 
umme moiet it my, dat gy dar al sfllke wort schrivet, doch boven alle so 
soyl gy is, of Got wyl, wol eyns blyven. Leve bole, doyt wol und over- 
seyt den breyf , de bet wente myn doychter en kan noch nicht woyl schry- 
ven und oc en wolde ic en anders nement laten schriven. Anders nych 
up deys tyt dan vart wol an Goyde und grotet my myn suster Greytgyn 
und aUe vrunt. Geschreven op sente AUexus avent 1414 jar. 

By my Lysbet Vockinchusen. 

99. Sivert Vechinchusen in Lüneburg cm Hüdebrand Veckin- 

chusen in Brügg . — lil4 Aug. 11. 

Rev. St-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veck3mchusen to Brügge 
littera detur. Lj 1/ Indorso von der Hand des Empfängers: 
Desse reken- vJT^ schap quam my wedder van Lunenborch 
by Wydouwen. 

Broderlyke leyve vorscreven. Wetet, dat ic juwen breyf wol vor- 
nomen hebbe, ghescreven 5 dage na lechtmyssen^). Nu dat anders nicht 
syn mach met Reynolt Swartten unde synen brodem, so kunnen wy 
nummende by uns holden ane synen wyllen unde sal my wol behagen. 
Men ic wel mynen Verden denar an schonen wercke to Eolnne sand hebben 
met den eyrsten, dat hey dat utgeven kan. Dyt hebbe ic em ok screven 
unde bydde ju, dat gy em darto helppen, dat hey myn del met den eyrsten 
an schonen wercke to Eolnne sende unde dat hey my ok scryve, wat my 
to mynen dele boren möge. Wand ic moet myn del in banden hebben, 
myn schult mede to betalen unde kan nummer vrolych werden, er ic ut*— ^^ /\ 
der schult komen sy. Unde ic bydde ju, dat gy Reynolt an mynen Verden 
denar nicht hyndern wellen unde helppen em dat hey my dat ja an schonen 
wercke to Kolnne sende, also hey eyrst kan ; wand ic wel myn del nerven 
to hebben, men myn schult mede to betalen. 

Item wy hebben noch neyn gelt unde gud van Peter Karboven boven 
int land untfangen unde moten dar nye breyve henne senden unde hopen 
jo noch des besten unde dat uns jo noch van em wat werden sole, al weit 
grot arbeyt kosten unde lancsam vallen. Dyt mot al met em utghearbey- 
det unde utgheheidet wesen al wat dat kostet. Got wet wol, dat et my 
swar unde to grotem schaden unde vorsflmenisse komen wel, darume 
wel ic nicht aflaten of Grot wel unde wet nicht, wan ic by ju komen kan 
unde wan dyt hyr eyn eynde nemen welle. Got geve eynen guden eynde, 
des behove ic wol. Item ic vrüchte, dat et nicht vele inbrengen wel, eft 
dat gy myn suster Greteken in Lyflande senden, und vrüchte, wel sey 

1) 7. Februar. 



— 118 — 

in Lyflande nicht blyven, dat et ju dat clejrne vromen welle. Doch gy 
weten al dync bet dan ic ju scryven kan,- woe gy ju dync holden wellen. 
Wolde gy sulven mede in Lyflande unde dar woenen, so mochtet ju wät 
inbrengen unde my dfichte best, dat sey dor den Sfind segelde : dat were 
dey mynneste kost unde arbeyt. Wan gy my al juwe meynyge screven 
hedden, so mochte ic ju myn gudduncken uterlyken weder screven hebben; 
ic wel, ef Got wel, jo van dessen sommer by ju komen, wolde my Got van 
dessen bösen menschen helppen. Ic kan ju noch nicht scryven wat eyndes 
uns van em werden sal. Wy hebben nye boden utsand umme dat gud. 
Got geve, dat uns jo wat werden mote. 

Item also wy juwe dync overslagen unde rekent hebben, Tydeman 
unde ic, so sole gy overal by ju hebben, dat op ju screven steyt, also dey 
rekenscop utwyset: eyrst 120 ^ 9 sl. 7 grote sunder dat ju Slyper scryven 
sal. Unde ic sy op dey selscop tachter mer dan 400 Rynsche gülden, dat 
ic utgheleynt unde umme der selscop wyllen vortert unde utgeven hebbe. 
Dey hedde ic hyr gerne weder unde nu wysen sey my hyr al op dat gelt, 
dat gy by ju hebben unde seggen, sey syn al umme tachter unde gy syn to 
voren unde sy mogelyc, dat gy my myn gheleynt gelt weder geven unde 
ok hedde ic to myme gelde also gud recht ghehat, also dat gy dat Slyper 
geven unde my nicht. Gy moten my umer noch met eyn del geldes van 
der selscop gelde to helppe komen unde ok wete gy wol, dat wy eyn vyften 
del tohope in dey selscop legeden. Wat gy nu by ju hebben, dat komet 
jo uns beyden ghelyk to up unse del. Hyr scryvet my eyn vast antworde, 
op dat ic my na rychten möge. Ok hedde ic gerne ander gelt van ju unde 
wyste gerne al rekenscop unde bydde ju noch, dat gy my al rekenscop 
to Eolnne senden, wand, kan ic van hyr, so Volde ic gerne vor Paschen 
to Francvord in dey mysse weesen unde vord to Eolnne, so mach ic na 
juwer rekenscop ok myn rekenscop overseyn unde kommen dama dan 
by ju unde maken ^ unse dync siecht. Unde my wundert to male sere, 
wat gy meyne, dat gy my neyn rekenscop scryven wellen. Wy syn doch 
alle doetlyc unde dey werlt steyt wunderlycken. Ic kan ju nicht mer van 
scryven, men doet in al dat beste unde grotet myn suster imde al vrunt 
vruntlyken. Ghescreven 10 dage na sunte Peters dage 1414 jar. 

Zyverd Vockynchusen, Lunenborch. 

100. Ha/ns Höhte aus Riga an Hädebrand VecHnhusen in Brügge. — 

1415 April 25. 

Rev. SL-A. Orig. Pap. Adr.: An eynen erebaren man Heilbrand Vycken 
kflzen to Brügge lyttera detur. Darunter von H. V. Hand: \A 
1415, 16 in junejus. //\ 

Vnmtlike grote und wes ik gudes vermach. Wetez Hylbrand, leve 
swager, hir qwam my nu to wynter eyn breef , den gy an my in Pruzen ge- 
screven hadden, alze van welken zaeken und geschele zo weet dat staed 
tuschen dessen vrunden und jfte und gy begeren van my, dat ik hirin des 



— 119 — 

besten innen werken zole med toscryven an dese vründe, dat et in vrunt- 
schope werde berycht; des wetez, leve swaeger, dat ik meynde desse zeke 
weren deer lang berychtez na utwysinge der lofte und verenynge, dar wy 
uns mede scheden, do er twe jaer, do her Hartwych, Evert Snoy und ik 
med jue daraf spreken. Nu vomemen wol beyde in juwen breve und van 
den vrunden hir zo, wes gy dans doe loveden, des en hebbe gy nycht geholden, 
zo worumme dat God gelaeten hebben, dar scrpe gy my eyn del zaeke 
aef und de zaeke en dfincken my upe gene reden staen. Item zo duchte 
my noch wol gued und raedez vor dat beste, dat gy demzelven zinne volgen 
alzoe wy et med jue doe utreden und alzo gy uns loveden toe doen, dat was 
aeldus zoe woe vele, dat gy mer wen 100 ^ gr. van deser vrunde wegen in 
banden heden, dat zolde gy doe Evert Snoyen geantwort heben, zo hede 
gy 100 U gr. beholden upe de zaeke, dat gy uppe desse vründe manen zin. 
Item zo lovede gy uns zo welke pfinte und zaeke, dat gy van en manen 
und eschen weren, dat zole gy hir an juwe vrunde scryven, dat zolden zee 
ere vrunde by schicken; zo wes de vründe underlang eue kennen können, 
de zolden des an beyden zyden mechtich zin inne to entscheden in redelycheyt 
und in vräntschopen; aldus zo steyd uns dren dese zaeke to vordenken und 
est zaeke swaeger, dat gy jue deser zaeke noch weygeren to doen, zo myne 
ik, dat jue gen maen zael recht geven. Item zo raede ik ju, leve swaeger, 
upe a^lle leve und vruntschop, dat gy desem zelven zinne nach voelgen 
wyllen, zo wes gy van dessen vrunden eschen und manen zin, dat scryvet 
juwen vrunden te den ges^) beloven, zo wes daen in myner macht is, dar 
wyl ik gerne meden besten to helpen dat in vrüntschopen hengelecht werde. 
Und alze ik vememe swaeger, of des nycht en schid, zo bezorg ik my, dat 
daer in tokomen tyden eyn erger aefschen mach und gy we werken^) dar 
vele vrunde mede. Item zo wetez leve swager und.moder Margrete, dat ik 
my des vor gezaed hebbe, dat ik my nycht en meyne my weder to voran- 
deren sunder ik hope my dat to tezaeten, dat ik, of God wyl, myn leven hir 
by deser hylgen kerken und by desen vrunden meyne to enden, gaens my 
God. Item were myn wylle wol und unzer vrunde, of et juwer beyder zin 
geve^) und gaedynge were, dat gy juwen wyllen solden herwert keren her 
to komen to wonen, wente hir is gut vrezezam wonen, des duchte my wol 
nuttest zin umme juwer kynder wylle. Hirmede zo behelde ju God beyde 
gesund und juwe kynder und gebedez to my alzo to juwen vrund. Ge- 
screven to Ryghe upe sunte Markus dach und ok zo hebbe ik jue hir beveren 
des loeves^) gelyk to Pruzen to gesand, of zee jue geworden zin. 

By my Hans Holste*). 

101. Hartwig Steinhi^ urSd Evert Znoe aus Riga ark, Hüdebrartd 

VeckinJmsen in Brügge. — 1415 Aprü 30. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hulde- \jO brant Vockinchus tho 
Bruge detur. Von H. V. Hand /\ 1415, 16 in junejus. 



^ 1) Unleserlich. 2) Der ganze Brief schwer leserlich. 



_ 120 — 

Vruntlike grote vorscreven. Huldebrant leve vrunt unde swager, als 
jü wordenken mach, doy wy latest by ju tho Bruge weren myt Johan Holsten 
unde spreken myt jü van gebreke unde scellinge, dey gy hadden myt jüwe 
heran Engeibrechte, deme God genade, do gy uns doy muntliken zegeden, 
dat gy alle jü sake unde scellinge over wolden scryven an herm Gort Visch 
unde an herm Tydeman Nyenlo. Unde gy wolden by den twen unde by 
my Hartwich Steinhus alle jüer sake blyven, dyt zegede wy hyr den vrunden, 
doy wy hyr quemen, dey weren des gevrauwet unde zee wolden jü myt 
allen redeliken saken ontegen gegaen hebben; düt en is nicht geschein, 
dat uns leyt is, dar gy jü selven to cort anegedaen hebben. Gy und jü kinder 
mochten des entgelden. Worumme uns noch gud dunket, dat gy redelike 
saken vomemen unde vorliken jü myt jüer vrauwen unde s wager in vruntliker 
achte. Wes gude lüde kennen kennen, dar gy recht tho hebben, des en 
wullen zee jü nicht veygeren unde wfillent jü lever vorbeteren dat vorergeren. 
Leve Hulbrant, doyt wol, voget dyt also, dat deze sake geendichet werden, 
dat dunket uns zeker to beyden parten nutte wesen. BUvet gesunt, grotet 
uns Greteken vruntliken. Gescreven tho Byge by sunte Phylypus unde 
Jacopus avent anno 15. 

Hartwich Steinhus, Evert Snoye. 



102. Evert Znoe aus Riga an HüdebranA Veckinfmsen in Brügge. 

— 1415 Mai 1. 

Rev. 8t,-A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant Veckinchftsen tho Brügge 
sal desse briet Darumter von H. F. Hand: \j^ 
1415, 17 in junejus //\ 

Vruntlike ghrote thovoren uiid wes ich ghuedes vormacht tho allen 
tiden an mynen leven swagher Hildebrant Veckinchüsen. Wetet, dat ic juwen 
brief wol vomomen hebbe, also ghy scriven van mynre süsteken und van 
Engelbrecht mynen leven swagher. Also van juwen saken, künde ic dar 
wes guedes to don, des en wolde ic nicht laten, hoe sole wy et maken, hede 
by den saken ghebleven als her Hertwicht und Holste, doe wy darto by 
jü weren, hede ghy et doe hirover ghescreven an den gueden luden und 
heden jüwen wyllen daran ghescreven, so müchte wy et up en gued einde 
bracht hebben, wente seker, sy ludet dar beide wol tho, sye meinet, sint se 
ju icht plichticht, dar ghy recht to hebben, des en wylt se ju nicht untholden. 
Doet wol leve vadder und blivet nocht by gueden lüden und scrivet en juwen 
wyllen ofte komet hir sulven over; hoe sole wy et den einde maken, went 
hir niement en is, de mechticht is van j&wer wegen, darum denket darup 
leve swagher und maket, dat et in gueden pünten hinne gheleght werde. 
' Werliken dat es my leit is, dat de twydracht tusschen ju aldüs staet, wente 
et en doet nene vromen an beiden syden. Vortmers also van den wine als 
van rekenschap; des wetet, dat Ennborst, de in Lettoüwen enweken is, 
de is nocht 18 mark schuldicht vor twe vote, dar is vare an, dat dar nicht 
af en wart, wente ic was to winters tor Villen in Lettoüwen und hedde gerne 



— 121 — 

by en weset, ych en kftnde nicht tho siende komen, dat ghy des quit sint, 
dar is vare an; wes myn oem vorkoft van den win, dat en wete nicht wol 
hoe et darum is und ic wyl Engheibert spreken, dat wy by boeck komen, 
dat ic dat inscrif neme und scrive ju de rekenschap dati rste, dat ic kan.. 
Und hir is to male harde kopenschap in deme lande und wetet, dat et vrede 
de Dfine up is, darmede wart wol und blivet gesunt tho langer tyt und grue- 
tet myn vadderen sere, und al dat siecht und nucht icht doen dat in lif is, 
dar biedet over. Ghescreven on mey dage tho Rige.^) 

Evert Znoen. 



103. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebrani Veckinhuam 

in Brügge. — 1415 Mai 9. 

Rev. St'A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vermach. Hildebrant, gude vrunt, 
ju gheleve to wetene, dat ik ju screff gy Wydowe deme lopere enen breff 
upten 7 dach in majo unde dar scref! ik ju vuste inne, wes ik ju to scrivene 
wiste, also dat ik noch nicht en wet, wat ju Tideman Swarte ghesant hevet 
op unse dink. Hir en wet ik noch nicht 1 wort van, dat my seker tomale 
wunderlick dunket wesen, dat he my hir nicht van ghescreven en hevet 
unde he doch wol wet, dat et my mede tohoret unde dat ik min eventur 
mit ju stan wolde, do unse heren van hir opwart to deme consilium ghesant 
worden. 

Item Hildebrant, so hebbe ik unsen rys unde tymean, den ik hir hadde, 
al vorkofft, mer van deme tymeane en hebbe ik des gheldes noch nicht unde 
van deme ryze hebbe ik entfangghen by 72 mark Lub^ Also veleis darvan 
gheworden off darby; ik en hebbe des noch nicht mit deme manne over- 
gherekent. Item van dessen 72 mark 4 off 5 sl. mer off min dan 72 mark 
Lub., dar sal ik noch al ungelt affnemen, wes ik darvor utghegeven hebbe to 
ungelde. 

Item Hildebrant, alse gy wol weten, dat ik ju in enem breve screven hebbe, 
den ik screff des dinschedaghes na deme sundaghe in der vasten, alse men 
sanck reminiscere.') Dar screff ik ju inne, wo ik unse dink hir vorslaghen 
hadde, also dat ik ju ghesant unde vor uns utghegeven hadde, dat ik nu 
al betalt hebbe summa is: 1700 unde 12 mark unde 13 ^. 

Hirop so hadde ik weder vorkofft unde van unser wegene hebben solde, 
op dat ik al betalt werde summa was 800 unde 77 mark 7 sl. 4^ ^. Item 
we uns do schuldich was van deme ghelde, dat screff ik ju do in deme sulven 
breve, besunder 27 mark, de me uns schuldich was van 3 sickeltun, dar en 
screff ik ju do nicht van, mer ik screff et ju na in enem breve, Hildebrant, 
van deme ghelde, dat men uns do schuldich was, darvan hebbe ik entfangghen 



1) Der ganze Brief ist schwer leseriich. 

2) 1416 Febr. 26. 



— 122 — 

van Taleke van Rostoke 37 mark 10% sl. Item van Ghezeken Vridaghe 
15 mark. Dit iz et al, dat ik darvan entfanghen hebbe, doch so hope ik 
wy en solen nicht missen, off Gott wel. HUdebrant, nochtant so hadde ik 
doeke entfanghen, dat ik uns vor rede ghelt op de tut rekende op 59 mark Lub. 
Hildebrant, ik screff er ju do (unde scrivet ju noch^)), alse ik ju den breff 
screff des dinschedaghes na reminiscere: do ik dat ene theghen dat ander 
rekende, wes ik uns ghesant unde vor uns utghegeven hadde, thegen dat ik 
* vorkof f t hadde, so hedde ik noch tachter ghebleven van unser wegene, alse 
ik al betalt hedde west, 800 unde 34 mark 9 sl. 8%, unde ik screff ju do, dat 
gy wol deden unde weren darop vordacht, dat gy my to helpe quemen theghen 
paschen mit ghelde, dat ik de lüde betalen mochte. Nu dunket my, dat gy 
my noch ghelt noch breve en senden imd, laten my in der sorghe allene be- 
sitten. Ik hedde gerne ene wessel op ju ghemaket, nu en konde ik boven 
6 mark unde 1 sl. vor dat ^ grote nicht hebben unde dar hedde wy tomale 
vele ane verloren. Nu hebbe ik noch min beste ghedan unde hebbe 400 mark 
ghenomen op rente tuschen dit unde sunte Johannes daghe. Wes ik hirvor 
geven sal, des en wet ik noch sulven nicht, unde dat ander ghelt hebbe ik 
van mines sulves ghelde al betalt, wante gy weten wol, dat men solk ghelt 
alse van wasse unde werke betalen mut alse de dach komet. Hildebrant, 
dit komet my to groteme schaden, dat ik uns min ghelt aldus leven mot. 
Et hedde beter vor my ghewest, dat ik darmede koff t hedde bosse( ! ) unde 
ander wäre unde hedde dat to Lyfflande wart ghesant, dan ik mines gheldes 
aldus enberen mot. Hirume, leve Hildebrant, so weset darop vordacht, 
dat gy my wat gheldes her over maken, so gy ersten binnen, wante ik en 
hebbe hir nicht mer van unser wegene to vorkopene dan de moyerde van 
Tomaschen laken unde dan de syde. Ik en hebbe noch nicht mer vorkofft 
van unser syden sint paschen^) dan 17 U unde 4 lot. Item noch 4 U min 
3 lot van der Witten syden. Dit is al de syde, de ik sint paschen vorkofft 
hebbe unde, Hildebrwt, ik vruchte, dat ik ju de witte syde weder senden 
mote, wante se is alto kort ghe wunden, alse dat men hir neine retschop 
darto en hevet, dat men se arbeden kunne. Hildebrant, vomemet al dink 
bet, dan ik et ju scriven kan, wante ik en hebbe mines scrivens unde mines 
dingges sint mitvasten nicht vele warghenomen. Ik hadde ghenoch to donde, 
dat ik der arbedeslude wamam, wante ik hebbe ene nye kamere in minen 
hoff ghelecht, dar hebbe ik ghenoch mede to donde hat. 

Item, leve Hildebrant, alse ik ju ok ghescreven hebbe by Wydowe, deme 
loper, wo ik hir in des Stades boke ghescreven sta mit Herborde van Linnen 
vor solk gut unde ghelt, dat wy ju unde juwen brodere ghesant hebben, dat 
Zyverde juwen brodere tohoret off de rat, dar ichtes wat von(!) to seggene 
hebben, dat wy dan vor dat ghelt antwor[d]en moten. Nu wete gy wol, 
Hildebrant, na deme alset mit Herbordes dingge gheleghen is, weret dat 
de rat dat ghelt unde gut hebben wolde, dat se dat soeken wolden an my 
off an minen erven off an vormunderen, wat miner to kort were* off werde, 



1) Das Eingeklammerte ist nachträglich übeigcschrieben. 

2) März 31< 



— 123 — 

alse dat doch biimeii kort nicht vele 8uner en was mit my. Doch unse Herre 
Got hevet my noch dach ghegeven, Hildebrant, wy sin al sterfflich unde 
mine vrunde hebben my ghesproken unde gheven my wol rakennene van deme 
ghelde dat (wy)^) ju unde juwem brodere ghesant is, dar ik ok vor ghescreven 
sta in der stajk boke, lik alse vorscreven stet unde wisten my to seggende, 
dat ik wol wiste, wo dat et vore na doder haut, ok op welker siit dat et were 
unde vragheden my, off de rat dat ghelt van my jotonns hebben wolde, war 
ik dat nemen wolde, se leiten dat stan off miner to kort were unde hebben 
my so vele underwizet, Hildebrant, dat min begherte van ju is, dat gy my 
so vele gheldes hir weder maken, alse wy ju ghesant hebben van juwes bro- 
der wegene off maket my solke vorwaringghe hir binnen, off miner to kort 
worde, dat mine erve dat nein kost noch vordreyt van hebben en dorfften. 
Hildebrant, dit moghe gy Zyverde aldus scriven, wante ik en wel nicht lengher 
in des Stades boke ghescreven stan. Ik en wete, war ik des gheldes wamemen 
moghe, off et darto queme, dat et de rat hebben wolde. Hir scrivet my en 
kort antwerde. Darmede blivet ghesunt. Ghescreven 9 daghe in majo 
anno 15. 

Tvdeman Brekelvelde. 

Ik danke Willem Rücherdes van miner weghene, dat he my dat so wol 
seghede, dat he darwars wolde unde dat he my ok so wol gude nacht se- 
ghede. Vellet my, so ik wolde eme des gheliken don. 



104, HüdebranA Veckinhusen in Brügge an Sivert Veckinhusen, 

— 1415 Juni 7. 

Rev, St.'A, Offenbar Konzept des Briefes. 

In den namen uns heren Jhesus. Broder Syvert so wete dat ick untfench 
int jar 1410 unune trent 12 in october 5 bale sardoke van dyr weghen, darvan 
worden my blyvendes 59 S 6 gr. Des so koftes tu op my 450 Rynsche 
gülden, darvor gaf ick tohope 61 äf 17 sL 6 gr.^), aldus so bleves tu my dar- 
van schuldych do 2 ^ 17 sl. gr. Item so betalde ick Johannes £nechteken 
100 gülden, darvor gaf ick 13^ 15 sl. gr., aldus so bleves tu my do broder 
16 g^ 12 sl. schuldych. 

Item broder so untfench ick van dyr weghen do van Johannes van 
Werden unde van Osterman 80 S gr., darvan sloch ick do, also ick dy ok 
wol scref, dey 16 ^ 12 sl. gr., des so blef ick dy do op dey tyt van den 80 ^ gr. 
nicht mer dan 63 ^ 8 sl. 

Item broder so weres tu my van her Hartwych Stenhus weghen myt 
mer worden 11 ^ 17 sl. 6 gr., dey sloch ick do af an den 63 ^ 8 sl, des so 
blef ick dy do schuldych 51 ^ 10 sl. 6 gr. Item so gaf ick Stenhus na to 
dynen delle noch 18 gr. Item so antworde ick Slyper to dyr behoyf % laken. 



1) Das Wort ist nachträglich ohne Rücksicht auf den Satz eingefügt. 

2) Hier ist im Papier ein Zeichen gemacht and zu demselben am Rande vermerkt: 
Johannes Duvel 300 gmden, Eerstegan von Mnnhem 160 gnlden, snmma 460 golden. 



— 124 — 

stont 2 ^ 4 sl. gr. Item antwort emen noch 1 rot sneden Tomasch, stont 
31 b1. gr. Item so makede ick dy over by Ghert van Halleghem, dat hey 
dy gaf to Franckenvorde in der mysse 400 Kynsche gülden, dey stonden 
55 äf gr. 

Item dama 8 in meye 1411, do brochte my Johan dey>JKuper 1 breyf 
also dat ick emen gaf vor 500 Kynsche gülden 400 gl. cronen, darvor be- 
talt 68 U 15 sl. gr. aldus so es unde was dey summe darvan tohope 127 U 
11 sl. 6 gr. Item broder hir af sloych ick do dey vorscreven 51 lf6 10 sl. 6 gr. 
Item so gaf my Bökel do vor 50 Rynsche gülden 6 ^ 17 % sL Item so worden 
my van den 15 stucke wasses dey helfte van 90 ^ 8 sl. 11 gr., darvan horde 
dy to also van der helfte 45 ^ 4 sl. 5^ gr., aldus so es dey summe in al 
also hir vorscreven stet 104 äf 12 sl. 5 % gr. 

Aldus so rekent dat ene keghen dat ander, so bleves tu my dan schuldych, 
dey 80 116 dot gherekent, 24 ^ 19 sl. 1 gr. Item so weres tu my van Nydauwes 
Hennemer 18 sl. 4 gr. Item so sante ick dy by Slyper van Ändorpe 7 eUen 
wandes, dey stonden 24 sl. 5 gr. Item ^o sante ick dy by Beymmer 20 eilen 
myn % quartyr lakens stont 2jf6 11 sl. 2 gr,, aldus so bleves tu my hyr 
schuldych 28 ä( 13 sl. gr. Broder Syvert vindet syk desse 28 äf 13 sl. ein 
ander wech, des ein weyt ick noch nicht. 

Item broder also umme dat ghelt van den wasse myt Amt Wachen- 
dorpe, dat stont 1600 synttener unde ok was dar ander was, also dat Wa^hen- 
dorp unde dey rekenschap dar hadden, also dat uns blef to unsen delle 
80 ^ 5 % gr. Hirop sante ick dy brassylleghenholt, dat stont 47 Ä 18 sU 
4 gr. Item hirto so hades tu rys op 13 ^ myn 1 gr. broder, hir hadestu so 
volle also dyne rekenschap vordaret, dey darop horde also dat du dey 80 ^ 
5V2gr. vol haddest, ako syk dat noch wohl vinden sal, ofte God wyl. Item 
broder dat vorleys op dat was es to myrien parte 15 & myn 2 gr. 18 myten, 
dat sy ick dy schuldych. 

Item broder so wort my van den ghelde van Lubeke, dat worden was 
van dynen husse unde rente tohope 103 ^ 16 sl. 3 gr. Item hir einteghen 
wers tu my schuldych 110 gf 17 sl. 2Hgr. broder hirto so soldes tu ut- 
gheven dey helf , dey Tomass VecMnchusen brach, also 70 ffi unde darto 
des Bode van Stochem einbrack, woy syk dyt vinden wel also wy to 
rekenschap komen. 

Item broder also umme dey 97 & 15 sl. 9 gr., dey ick behelt van Jo- 
hannes weghen Hostens, darvan betalde dey 500 Rynsche gülden, dey 
Amt Wachendorp op my kofte van dyr weghen 70 Ä^ 11 sL 1 gr. unde darto 
betalde ick dey 25% jf^ gr., dey du na der tyt betaldes Syrenberghe also 
dey 30 ^ gr. Broder hir sint in rekenschap also ick dey to gader hebbe 
unde alle dynch over ein brenghen, so sal dyne rekenschap tomale sere 
schellen, dammme so en vorlate dy dar nicht sere to, dat ick dy volle 
schuldych sy, du salt seker an dynen donde volle myssen, dat sal nicht 
also sm also du lychte meynest rechtverdycheyt moyt, vortgan ofte 
God wyl. 

Dessen sin hebbe ick mynen broder screven int yar 1415, 7 in junejus. 

Hildebrant Veckinchusen in Bru^e. 



— 125 — 

105. Hüdebfaiid Veckinhusen legt seiner Schvnegenmüter und seinem 
Schwager Engelbrecht Wytte dem Jüngeren Rechenschaft ab. — 

Brüggey 1415 Juni 23. 

Rev. SL'A. Pap. in Oroßfclio^ das den Eindruck eines Entwurfs macht. 
Auf der vierten Seite^ getrennt von dem übrigen und in keiner direkten 
Verbindung mit der" Sechenschaft verschiedene Bemerkungen des 
Schreibenden^ die wie Notizen sich ausnehmen, die er für sich selbst 
gemacht hat: Item so was dey summe untfanghen blyvendes, 
afgherekent to puntghelde 40 ^ gr., 400 ^ myn 17 gr. 2 sterl. 
Item so solde ick em darop ghesant hebben unde overkoft tohope 
310 ^ 6 al. 4 gr. Aldus so brack em do dat ick em blef 89 & 11 sl. 
10 gr. 1 est. Hirop so weren sey my wedder schuldych op dey 
100 marc myt der rente 86 ^ 7 sL 2 gr. Item so weren sey my 
van J4 vasse wasses 40 ^ gr. Item so sin sey my van der cronen 
myt der tobehoringe 30 ä^ gr. Aldus gherekent dat ene keghen 
dat ander, aldus so blyven sey my her schuldych 66 ^ 15 sl. 2 est. 

Item hir bueten desser rekenschap stet Hinrych Woikendorp 
myt den achtendel scheppes wes darvan komen es ofte komen 
sal, dat moyt unde wyl ick to der rekenschap brynghen. 

Item so hebbe ick Tomas mede dan 1 rekenschap op den sulven 
sin, mestelyk also 4ur boven screven stet, mer dat es eindels op 
enen anderen sin. Dey rekenschap sal Tomas Veckinchusen myr 
vrouwen unde Einghelbracht lesen vor her Eonrat Vysch unde her 
Tydeman van den Nyenloe unde her Hartwych Stenhus unde Gos- 
Schalk Stalbyter unde Wolter Boden unde Evert Snoyen, dar solen sey 
seyn, woy sykdesse rekenschap Jievet tusschen myr vrouwen unde my. 

Vrentlike grote vorghescreven, so wes ick \7t gudes vormach, vrouwe 
unde swegher, ju beyden gheleyve to weten //\ de, do ick mynen heren 
Einghelbrecht Wytten, des God ghenedych sy unde alle seylle, latest reken- 
schap scref, dat was int yar uns heren 1410, 8 daghe vor pinxten op dey 
tyt,^) so blef my myn here do schuldych do 18 sl. 1 gr. Item so blef hey my 
do ok schuldych 34 groten, dey ick Tydeman Brekelvelden gaf van ung- 
helde. Item so leggede ick in Johan Allesons schep up sin achtendels 
scheppes 5 ^ 10 sl. gr. Item so cb dey summe tohope van dessen 3 porsellen 
also vorscreven stet 1 fX 11 gr. 

Item vrouwe unde swagher darto blef my myn here do schuldych dat 
punt wat ick van syrweghen ghehanttyrt hadde tot dessen dag to; dat sal 
syck hima wol vinden aftoslande, ofte God wyl. 

Item vrouwe unde swagher ju beyden gheleyve to wetende, also 
myn here starf, do hadde ick hir int lant van syrweghen also hima ghe- 
screven stet. 

Int erste so hadde ick untfanghen ut schepper Ghert Bokessloe 1 tunne 

1) Mai 4. 



— 126 — 

Werkes, hirop quam to allen unghelde 13 sl. 5 gr. Item vorkoft hürvan 5000 
5 tymmer scones Werkes, elk 1000 golt 11 Ä 7 sl. gr., summe blyvendes hirvan 
58 ä( 6 sl. 7 gr. Item so untfench ick do sulves int jar 1410, 15 in jullejus 
ut scheper Lunenborghe 2 tunnen werkes, hirop quam 9 sl. 1 gr. Item vor- 
koft ut er tunne 8000 scones Werkes, dat 1000 golt 11 U 15 sl. gr. Summe 
hirvan es tohope blyvendes 93 ä^ 10 sL 2 gr. Item vorkoft ut der anderen 
tunne 3000 1 quartyr lussches werkes, dat 1000 golt 9 ä^ 16 sl, gr. Item 
vorkoft damest 1 quartyr rodes Werkes, dat golt 2 ^ gr. unde 15 tymmer 
harwerkes, dat golt 5 äf 8 sl. 6 gr. Item vorkoft noch 10 tymmer harwerkes 
by 15 unde by 20 bunden, darvan wart 3 gf 7 sl. 7 gr. Aldus so es dey summe 
van desser tunne blyvendes gheldes tohope 52 ^ 6 sl. gr. 

Item so untfench ick, do sulves na der tyt ut Bemt Olrykes 1 tunne 
Werkes, hirop quam to unghelde 6 sl. 10 gr. myt mekelerdye. Item so hebbe 
ick vorkoft ut desser tunne 7000 21 tymmer scones werkes, dat 1000 golt 
11 ^ 10 sL Summe hirvan es 89 lU 16 sl. 5 gr. Item so antworde my Evert 
Snoye 1000 myn 2 böte harwerkes, dat hevet ghegolden 7 gf 14 sl. 8 gr. 

Item so hadde ick hir 42 *immer 10 lasten, dey golden blyvendes to- 
hope 7 Ä^ 18 sl. 4 gr. Int jar 1410, 11 in desember, do antworde my Johannes 
Kouvolde van den Einghelschen gude 30 K6 myn 1 gr. 

Item so untfench ick noch do sulves op 1 part scheppes Einghelbra<^htes 
Wytten weghen van Bonnjttes 10 U myn 10 osterl. Item so antworde my 
Gosschalk Stenhus van Kort Borstelle weghen to myns heren behoyf 
5 ä^ 5 sl. 5 gr. 

Item so untfench ick noch van Johannes Kouvolde op dat unghelt 
van den Einghelschen gude 3 äf 5 sl. 6 gr. 

Item so antworde my Ludeke Stenhorst unde Tydeman Rode van 
1 part scheppes Boytyns 39 sl, 4 gr. 

Item so es dey summe hirvan toTiope van dessem vorscrevenen ghelde 
360 ^ 13 gr. 1 est. 

Item so gheleyve ju to weten swagher unde vrouwe, also dat my Evert 
Snoye dede gheven in der Ackervart 35 K6 gr. 

Item so dede my Evert Snoye do antworden na utwysinghe som scryf 
by Renolt Swarten ton ersten 2000 14 timmer scones werkes, dat 1000 golt 
10 U 15 sl. gr. Damest antworde hey my 1000 annigen, dat 1000 golt 
10 » 12 sl. gr. 

Item do sulves antworde my Swarte 2 % quartyr troenisse, dey gülden 
al 5 ^ 32 gr. ; damest 33 märten, gülden 2 ^ 15 gr. Hirop quam to unghelde 
aldus tohope 9 sl. 8 gr. Aldus so es dey summe tohope van dessen porsselen 
79 ^ 17 sl. 5 gr. 

Item so es dey summe nu tohope untfanghen van gude unde an ghelde 
439 ^ 18 sl. 6 gr. 1 est. 

Item vrouwe unde swagher, so gheleyve ju to wetende na deme dat 
myn here, des God ghenedych sy, my vorgas myt wyve unde kinderen in 
sinen testemente sunder allenne myne dochter, der hey gaf 100 marc, so 
ick vorstan hebbe na deme, dat et dat aldus ghescheyn es, so nenrnie ick 
dat puntghelt van allen synen gude, dat ick ghehouryrt hebbe van sjrrweghen 



— 127 — 

by den 10 jar lanch, dar hey doch enen anderen puntghelt van solde gheven 
hebben, so meynne ick, dat ick so wol puntghelt eyghe also ein vrommet 
man. Aldus so slach ick hiraf to puntghelde 40 gr/ Ick holdet darvorn, dat 
et wol so velle kommen sal also vorscreven es unde hope des to Gode, dat 
gy my des nicht weygheren ein wellen. 

Aldus so solde gy by my beholden dey summa van 400 Ü gr. myn 17 gr. 
2 esterl. 

Item, vrouwe unde swagher ju beyden gheleyve to wetende, dat ick ju 
ghesant hebbe op desse vorscrevene summe gheldes ton ersten in schepper 
Vrederyk Koleffessonne 300 soltes, dey stonden myt der halver vrucht 
41 a^ 8 sl. 6 gr. 

Item 1412, 26 in merte, do sante ick ju to Bevelle wort in Amt van 
Hasseite 2 terlinghe, dar weren inne 28 Tomasche laken, desse laken stonden 
myt heller vrucht 58 ^ 7 sl. 8 gr. 

Item so gheleyve ju to weten vrouwe unde swagher, dat ick ju to Dansseke 
hirop betalde by Tydeken Swarten 50 ^ gr. to 3 marc 18 scot. 

Item op sunte Johannes avent to myddensommer,^) do sante ick ju 
to der Ryghe wart in Evert Bomnehoyff 200 saltes, dey stonden myt halver 
vrucht 23 Ä^ 7 sl. gr. 

Item so sante ick damest ju in scheper Nyenborghe 100 soltes dat stont 
9 » 13 sl. 4 gr. 

Item so sante ick in Johann Allerssonne 1 tunne myt crude unde ander 
dynch, dey stont 4 ^ 9 sl. 2 gr. Item so was noch in der tunne 2 benchlaken 
unde 3 par hosen, y^, sardok, dyt stont tohope 2 ^ 15 sl. 1 gr. Item so sante 
ick ju damest to Pmsen wart 1 tunne myt 2 scharlaken, dey stonden 16 ^ 
4 sl. 10 gr. Item so sante ick ju by Kolhassen crade op 33 sl. 7 gr. Item 
so reckenne ick hirto dat ick tovom tachter was also dey sunmia van 
1^6 11 gr. Item so sante ick ju by Heynneman van den Bornne op Stoven 
2 terlinge, dar was inne 28 Tomasche laken, dey stonden 61 ^ 6 sl. 4 gr. Aldus 
so es dey summe tohope dat ick ju ghesant hebbe unde overkoft in Prasen 
276 ä( 6 sl. 5 gr. 

Item so gheleyVe ju vort to weten swagher unde vrouwe, dat ick desse 
sunune gheldes afsla an der vorscrevenen summe gheldes, aldus so behelde 
gy do by my noch 123 ^ 12 sl. 1 est. Vrouwe unde swagher, so nenmie 
ick van desser summe gheldes dey 100 marc ßyghes, dey myn her gaf , des 
God ghenedych sy in synen testemente myr dochter Trudeken. Dey 100 marc 
rekenne ick in den tyden, do hey starf myn here, op 33 8^ 6 sl. 8 gr. Item 
vrouwe unde swagher, so gheleyve ju vort to wetende also umme dey 100 marc 
Byghes, dey Johannes ^sebach juwer dochter Greteken ghegeven hadde, 
er sey myn wyf wart, dey 100 marc worden my clarlyken toghezeghet to 
gheven, er ick enich volbort to juwer dochter wolde gheven to wyve to. 
nemmen myt mer noden^) dey dar vellen, also des her Kort Vysch lychte 
wol ein dels vordenken mach, dey 100 marc Kyghes, dey weren in den tyden 
wert na golt taUe unde by punt groten an Vlameschen ghelde 44 U 19 sl. 



1) 23. Juni. • 2) roden! 



i^- 



— 128 — 

5 gr. Dyt ghelt mochte wol gherentet hebben by 17 jaren wol 41 gf 7 81. 
• 9 gr. Dyt es tohope 86 ^ 7 d. 2 gr. Were my dyt ghelt do gheworden, so were 
gy des do untslaghen wessen, so einkonde ick ju nicht eschen. Das so meynne 
ick dyt ghelt to hebben unde dar aftoslande. 

Item vrouwe unde swagher so gheleyve ju vort to weten, er ick Jawort 
wolde gheven to jnwer dochter to trouwen, do weide iok ein hus hat hebben, 
myt mer worden, do wort my toghezeghet to gheven van myns heren weghen, 
des God ghenedych sy, % last wasses. Darop vorantworde ick wedder do 
sulves efte ick 1 hus solde kopen myt y^ last wasses; ick wolde an gheyne 
sake, er ick 1 hus hedde. Do wort my toghezegget aldus, dat ick dey 34 last 
wasses annemen solde op ein betören van mynen heren. Das amiemmede 
ick dey ^ last wasses op ein vorbeteren van mynem heren, wan ick ein 
hus kofte. Aldus so rekenne ic 40 U gr. vor dey % last wasses unde ick 
hope unde meynne, vrouwe unde swagher, dat gy my dey vorbeterynghe 
wol don sollen. Aldus so late ick dey vorbeteringhe op ju beyden stan. 

Item vrouwe unde swagher, so gheleyve ju vort to weten also umme dey 
orone, dey Greteke op er hovet hade, do ick sey trouwe to wyve in den 
namen Codes unde mjrt anderen dyngen, dey er einbreket, also sey ju dat 
wol sal to kennen geven myt scryf ofte myt munde efte sick dat also vellet, 
darvor rekenne ick 30 ^ gr. Unde weret sake, dat mynem wyve Greteken 
dey crone also gheantwort wert myt alle ander dynghe also darto behoren 
mach, also dat ialle dynch so volentoghen wert, also my ghelovet wort, dar 
ick juwe dochter op trouwode, so est recht unde wyl ju van dey 30 ä( gr. 
- wedder gheven, also dat recht unde moghelyk es. 

Item so es dey summe tohope also vorscreven es, dat my ghebort 
van ju 189 U 13 sl. 10 gr. Hir afnommen dat ick sy also vorscreven es also 
dey 123 äf 12 sL 1 est. Aldus so solde gy my hir schuldych blyven, dar ick 
recht to hebbe, also ick des hope to Gode 66 ä^ 21 gr. 2 est. Vrouwe unde 
swagher, so doyt wol unde latet my weten, wor gy my dyt ghelt betalen, 
wante ick ein welles nicht unberen. 

Item vrouwe unde swagher na deme male, dat gy to der Ryghe vor 
deme rade wessen hebben to twen tyden myt juwen vrenden unde hebben 
dar breyve an den kopman hir nomen unde an my , so wat dey breyve inne- 
hebben, dat vindet syk wol, also dat tyt wert. Hirumme vrouwe unde swagher, 
so beghere ick van ju beyden, dat gy myt juwen vrenden to der Ryghe vor 
den rat gan unde vorlaten my aller sake dar gy my unde sey unune screven 
an den kopman hir, also dat sey my underwyssen solden, dat ick juwe gud 
solde senden wedder toder haut unde des ghelykens, so beghere ick, dat 
gy ok breyve an den kopman hersenden, also dat gy my allersake vorlaten, 
dar gy den kopman umme screven hadden my to underwyssende myt mer 
worden, also dat my hir vor den kopman unde der stat Ryghe op deme rat- 
huse so volle ere wedderschey , also my achterdel scheyn es. Gy hebben my 
in der lüde dappen bracht to der Ryghe unde hir unde ok anderswor, dat 
ju van rechte nicht ein to behorde. Hedden gy recht bedacht ghewesen, 
hedden gy desse sake an ein anderen gheseyn, dey my dus handelen wolden 
ghehandelt hebben, also gy ghedan hebben, gy solden dat ghekert hebben 



— 129 — 

mjrt juwen lyve unde gude unde myt vrenden unde moghen. Alhedde ic 
10 000 gülden in handen hat, doy myn here starf , gy solden des nicht 
ghedan hebben, dat gyi dan hebben, ick solde so node des juwes begheren, 
also gy des myns. Hirumme vrouwe unde swagher, so begher ick van ju, 
dat gy alle desse sake voUenbreynghen, also hir vorscreven stet unde scryvet 
my des ein gud kort antworde myt den ersten, also dat dyt gheschey. Unde 
wert sake, dat dyt nicht ghescheghe, also ick ju ghescreven hebbe, so moste 
ick vrende brücken unde seyn, dat ick also dede, dat et vor my unde mynen 
kinderen were unde vor wyf. Wante ick wyl dey man nicht sin, ofte God 
wyl, dat dey lüde seggen sollen, dat ick juwe ghelt unde gud vonmtholde 
boven recht unde reden. Unde ick hope to Code, so wes ick in dessen saken 
dan hebbe, dat sey my groten reden unde beschede ghescheyn, also dat ick 
hope, dat my dar neymant inne begrypen sal myt reden. Unde ick scref ju myt 
groten reden unde beschede, do myn here storven was, des God ghenedych sy, 
also dat ick alle sake wolde siecht hebben, er ick al dat gud van my sende 
na myns heren dode. Hedde gy dey breyve recht overseyn unde hedden my 
des ein gud antworde serevet unde hedden alle sake in vrentschopen heven 
laten leghen, also dat syk wol ghebort hedde vor Gode unde vor aller der 
werlt, also heddet erlyk unde gud ghewesen vor uns allen. Mer gy konden — " t 
den wech bet op dat rathus vinden, God dey moyt et beteren. Vrouwe unde 
swagher, seyt dar harde wol to, dat gy noch myt dessen saken also vortvaren 
also dat vor uns allen sy, dat rade ick int beste. Item vrouwe unde swagher, 
so sante ick der jare ene rekenschap van juwen saken, also van gelde unde 
gude an her Hartwych Stenhus unde Evert Snoyen. Ick love dat es sere op 
dessen sin van desser scryf , also dat sey ju dey solden laten besten. Weret, dat 
gy dar nicht in ghepaghet weren in der rekenschap, so solden sey dey reken- 
schap laten lesen hem Eonracht Vysch unde her Tydeman van den Nyenloe ^ 
unde Gosschalk Stalbyter. Wat den dren dan gudduchte myt ju dren, 
wan my d^t ter kennysse quemme, so wolde ick dan seyn wes ick to donde 
hedde mer in dessen stucke unde in allen saken, dar wyl ick unbegrepen sin. 
unde alle ander scryf, dey ick ju screven hebbe. Wante ick seghe ghemne 
also dat alle sake gud weren.* Hirmede so moyte ju God altos bewaren unde 
uns allen unde vorlenen uns na dessen levende dat ewyghe levent, amen. 
Ghescreven int jar 1415 op sunte Johannes avent to myddensommer in 
Brügge. 

Hildebrant Veckinchusen. 

106. Tideman BreJcdvdde (in Lübeck) an Hildebrant Veckinhusen 

in Brügge. — 141S Jidi 20. 

Reo. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brugg littera 
detur. In dorso Von der Hand des Empfängers: .1415, 31 in 
Jullejus. Stellenweise ist das Papier durchlöchert. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vormach. Hildebrant, gude vrunt, 
juwen breff, ghescreven 5 daghe na sunte Peters daghe^), hebbe ik wol vo- 

1)4 Juli. 

Briefe und Urkunden» 1805—1441. 9 



■\ 



— 130 — 

nomen, alse gy scriven, dat gy gerne de rente wellen betalen van den 400 mark. 
Hildebrant, himesten alset so veme komet, dat ik van unser wegene nicht 
tachter en sy, so wel ik ju dan also vele reken, alse ik dat van ju nemen 
wolde. 

Item so hebbe ik wol vomomen, wo uns Swarte ghesant hevet in Peter 
Johannessone 1 tunne mit werke. Ik hedde ghemeint, dat gy se alrede 
over lanck ghehat hedden. ünse Herre Got geve, dat se mit leve komen mote. 
So ramet des besten darby. Item so hebbe ik wol v[or]nomen, wo gy ok 
3 stucke wasses entfanghen hebben unde wo he noch van unser wegene 
hevet by 80 mark Prusch. Item ik hebbe eme ghescreven in vele breven, 
dat he ju vortsende wes he dar noch hevet unde ik hebbe Everde van Borstal 
unde eme ok ghescreven, dat se aldink vorkopen unde sendent ju weder 
ter hant. Item so hebbe ik wol vomomen, dat ik nicht mer hebben en sal 
vor dat i6 grote dan 6 mark unde 7 % sl. Lub. Dit behaghet my wol. Item 
Hildebrant, alse gy scriven van den 3 % Tomaschen laken to vorkopene unde 
scriven dat ghelt by de 20 U grote, des wetet, dat er 1 % vorkofft is unde 
ik hebbe hir noch 2, alse 1 grone unde 1 rot, uftde dat grone en stet hir nicht 
to vorkopene, wante et is alto licht; künde ik et vorkopen to Lyfflande 
wart, dat mach ik don, dar wel ik des besten inne ramen. 

Item ik hebbe noch 4 van unsen moyerden, alse 2 grone, 1 rot unde 
1 pers. Der grone is ok ein so licht, dat et hir nicht en stet to vorkopene. 
Hildebrant ik en wet noch nicht off uns de slachdok mede tohoret off nicht, 
et is 1 Mabosch laken. Gy screven my, dat he Baphone allene tohorde unde 
Raphon henz Merteii ghescreven, dat he uns halff höre. Item Hildebrant, 
alse gy screven, dat ju ghesecht sy van euer ballen witter syden, de fin sale 
sin, iz et dat de haspen lank unde gut sy, so welle gy se to unser beder behoff 
kopen. Dat behaghet my wol. Unde weret dat se solk were, alse de ik ju 
sante, de solde uns gheldes ghenoch ghelden. Desse witte syde, de gy my 
sant hebben, dat is breffsyde, doch so wolde ik er wol quiit werden, were 
dat de haspen lank weren: se en hebben hir neine retschop, dat se de wingen 
künden, darume so mot ik se ju weder senden. 

Item Hildebrant, ik vorkoffte ghisteren 20 U syden, dat ^ vor 4% 
mark unde 1 sl. unde gy screven, dat ik se to my nemen solde, ume dat se 
wert were. Hir op wetet, Hildebrant, dat my gut dunket, dat ik unser beder 
beste darby do, dat ik doch gerne don wel unde van Godes wegene, so en 
kan ju desse syde, de hir noch unvorkofft is, nicht so vele dreghen alse uns 
de Edingesche unde Ipersche laken dreghen, de wy in Prutzen hebben. Unde 
ok so hope ik to Gode, dat ik noch neine syde vorkofft en hebbe, se en sole 
uns wol betalt werden al wert et en luttik lancksem. Item so gy screven, 
dat gy in minen breven vomemen, wo ik meine, dat gy part an der syden 
hebben solen, de Ludeke Lutterke vorkopet, dar hebbe gy my op ghescreven, 
dat des nicht en sy unde wo gy des ny en dachten, des love ik ju, wante et 
en hedde so nicht gut ghewest. Item so hadde Ludeke Lutterke nu 1 balle 
witter syde, de was groff unde was an langhen haspen. Desse syde vorkoffte 
he altomale ume rede ghelt unde gaff se dure noch. Hedde ik solke balle 
syden ghehat, ik wolde vuste ander syde mede quiit gheworden sin unde. 



— 131 — 

Hildebrant, ik en twivel dar nicht ane, de vrowen, de my äff pleghen to 
kopene, dat de van Ludeken nicht en kopen, op dat ik en vorkopen wel 
unde loven wel, al wo seer dat he ok to en gheet unde biddet se, dat se van 
eme kopen. Bir sin 2 vrowen, den leet Diderik Letberch syde bringhen, 
wante he hevet erer beder modder; en were dat, so wolde ik mest aide vrowen 
to miner behoff hebben, wante de sin van aldinges vrunt hir to hus ghewest. 
Queme my nu solke syde, alse ik ju van hir sante, dat solde uns vrome don. 
Hildebrant, ik wel des besten ramen, desgheliken bidde ik ju ok to donde, 
unde iz et, dat gy icht van my vomemen anders dan gy et van my nemen 
wolden, dat scrivet my vriliken, iz et dat ik war unrecht ane hebben, ik 
weis altos by ju bliven.^ Hirmede blivet ghesunt unde grotet alle juwe ghesinde, 
dat is wüf unde kindere unde des lovet my to guder truwe alse veme al^et 
juwe Wille were unde gut were, so wolde ik, dat ik Drudeke juwe dochter 
alret hir mit my were unde ik hope to Gode, dat et hir noch gut werden sole, 
so en hedde ik ju in der werlt nerghen lever dan hir. De leve Got voghet, 
aJset vor uns allen [gut] sy amen. Ghescreven 20 daghe in julio. 

Tydeman Brekelvelde. 



107. Tideman Brekelvelde (in Lübeck) an Hildebrant VeckinJiusen 

in Brügge. — 1415 Aug. 6. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Bru^e littera 
detur. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vormach.' Hildebrant, gude vrunt, 
ju gheleve to wetene, dat ik juwen breff, ghescreven 13 daghe in julio wol 
vomomen hebbe alse gy screven, dat Peter Johannessone, dar wy de 4000 
9 tymmer unde de 7 quartir Werkes inne hadden, wol in de Maze komen sy, 
unse leve Herre, de sy ghelovet beholdene vart. Dot wol unde ramet des 
besten darby, dat et vorkofft werde. Ik hedde ghemeint, gy heddfent alrede 
over lanck entfanghen hat. Gy screven in deme sulven breve, dat gy nicht 
vele Seggen noch scriven en kunnen unde gy en kennen der nyen werlt 
nicht, seker, Hildebrant, wo gy dat meinen, des en wet ik nicht mer, gy 
moghen my des wol beloven, dat ik my ok mit der nyen werlt nicht behelpen 
en kan. Doch ik hope, dat gy my dar nicht mede en meinen. Item alse gy 
my screven, do gy uns de moyerde^van Tomaschen kofften, dat gy do 1 ghe- 
sneden Tomasch kofften to juwes neven behoff, darvor were eme worden 
3 ^ 16 sl. grote unde 34 stuck sulvers. Hildebrant, dat eventur is de bäte, 
al hedden my duzent worff de moyerde sulven toghehort, so hedde ik dar 
nicht bet by don kunt dan ik ghedan hebbe: ik en kan den luden boven eren 
willen nicht vorkopen. Hedden de laken ume rede ghelt ghekofft west, 
ik hedde se abrede over lanck to Lyfflande wart ghesant, wante de Ucht- 
grone insin hir neine ghadinge. 

Item Hildebrant, ik hebbe op dat nye van unser syden vorkofft 5 34 ^ 
min 3 lot to 5 mark, mer my is sune, dat ik dar doeke vor nemen mot, sal 

9* 



— 132 — 

I 

ik bet^t werden. Item konde gy raken, op de balle witter syden mit den 
langhen haspen dat solde uns to bäte komen to der andern syde. Ludeke 
Lutterke hadde nu ene balle witter zyde, de was groff , de vorkoffte he dure 
noch by mynen besten un^e 5^ mark unde nam altomale sin rede ghelt. 
Desulven vrowen, de van my pleghen to kopene, de kreghen dar ok wat van 
unde gheven eme dat ghelt unde ik mot des enberen. Item, Hildebrant, 
dot wol alse veme alset ju ghenoghet unde stat, dat eventur mede van der 
syde, de ik hir noch hebbe to vorkopene. Ik en wel dar anders nicht by don, 
dan ik van ju nemen wolde unde ik meine, dat wy anders neine kopenscop 
dar ghekofft en hedden dan slechssyde, dat et vor uns solde west hebben. 

Item, Hildebrant, des witten wandes es to luttik to eme rocke off clede, 
anders hedde ik dat ahede vorkofft; doch ik wel des besten ramen. 

Item unse Here Got geve ju vele gheluckes mit juwen junggen sone, 
unde ik hope to Gode dat et hir binnen kort so werden sole, dat gy her- 
komen solen mit den olden unde nit den junggen unde mit Margreten mede. 
Dat vorlanghet my unde ok som ander vrunde tomale seer na. Hildebrant, 
na al minen 5 sinnen, so en wet ik nerghen, dar et ju beter were dlui hir, 
alse veme als et op 1 punte komet alse ik hope, dat et don sal, wante unser 
statscriver is averlank ghekomen unde unse heren van hir ut der stat sin 
op deme weghe herwardes, unde ik hope, dat et al ghevleghen sole werden 
alse mit den van buten. Hildebrant, wes hirane is, dat sal my in 5 daghe 
wol to wetene werden unde so wel ik et ju scriven mit den ersten. Dit moghe 
gy ok Tideman Borstal seggen. Hirmede blivet ghesunt. Ghescreven 6 daghe 
in augusto anno lö. 

Tydeman Brekelvelde. 



108. Thomas Vechinhusen in Riga an HUdebrmd VechinhtMen in 

Brügge. — 1415 Septhr. 30. 

Bev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant Vockinchusen to Brügge 
littera detur. ' 

Minen denst thovoren ghescreven, wetet vedder Hildebrant, dat ic 
van der ghenaden Godes wol in Prusen ghekomen bin, Got sy ghelovet. 
Item so wil my hir Tydeke Swarte untrychten 60 mark Prus, nu my nicht 
mer werden en kan, nu wil ic de 50 mark van eme nemen. Leve vedder 
doet wol, also ic ju ok bat unde vorwart dat io also hir, dat ic in den ghelde 
nicht vorsumet en werde uppe wynachtetf ). Unde scrivet my met den 
ersten, van wem ic et eschen sal hir, wante my duncket, dat Tydeman Swarte 
overten wil, wante ic hope hir lychte tegen wynachten wedder to wesen 
edder hir enen to senden. My duncket dat dat ghelt hir unwert is, de nobelen 
gelden hir by 10 fr; al sante gy hir nobelen, gy solden also wol doen also 
met ander wäre. Hirumme sal ic to mynen ghelde wedder komen, so moet 
ic by tyden sen, wes ic mede to doende hebbe. De grossen de sin hir ok dure. 

1) 25. Dezbr« 



— 133 — 

Hir scrivet my en antworde van met den ersten, wor ic my to vorlaten mach 
anders nicht dan. Blivet ghesunt in Code unde grotet alle vrunt zere unde 
scrivet my jo tydinghe wat dat gut in Vlanderen doet unde ok vlas unde 
hanp. Ghescreven des mandaghes na sunte Mychele 1415. 

Tomas Vockinchusen. 

Item so gevet Beinolt Swarten 4 Engheische nobelen, de sy ic sinen 
broder schuldich. 



109. Tidemcm Brekdvdde an Bildband VecJfinhusen in Brügge. 

— 1415 Nov. 2. 

Rev. St.'A. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera detur. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vormach. Hildebrant, gude vrunt, 
ju gheleve to wetene, dat ik Riicherde van der Linden juwen breff laes, 
alse gy my ghescreven hadden unde he claghede my to male sere, dat gy 
ene unde ju an den 2 noblen vorsumet hebben , de he Lodewige van den Eyken 
to juwer behoff gheantwort hadde ubde gy hebben ghescreven van 8 eilen 
des wetet, dat he sin recht dar to don wel, dat es nicht mer dan 6 eilen We- 
sen en saL He seghede my to male vele, wo he ju unde juwen broder in 
werlde vrunt ghewest hedde unde en hedde nicht ghemeint, dat gy em also 
solden toscreven hebben. Hildebrant, mit körte ik hadde vele wort mit 
eme, also dat ik et so veme mit eme bracht hebbe, dat he ju noch 2 Engheische 
nobel geven wel. Doch vor de 2 nobelen hebbe ik eme secht, dat he ju 5 mark 
Lub. geven sal, so wert ju 3 sl. Lub. mer dan 2 nobele alse veme alse gy 
wellen. Seker Hildebrant, op dat et ju gelevet, so nemet 5 mark unde latet 
ene quiit. Weret my so gheleghen, ik neme 5 mark unde leitet gut wesen, 
waz^e men en kan alsolk dink nicht al op rapen. Wes juwe wille hirinne is, 
dat scrivet my. 

' Item, Hildebrant, ik hebbe wol vomomen, wo de 54 centener koppers 
in dat Swen ghekomen weren. Ik ho})e 76 sin dar, off 6ot wel, ok ghekomen. 
So bidde ik ju, dat gy wol don unde vorkopen koper unde werk, dat my wat 
gheldes werde, unde don darby alse gy dat van my nemen wolden. 6y 
weten wol, wo alle dink stet. Hirmede blivet ghesunt. Ghescreven 2. die 
in november aqno 15. Item ik wet wol, dat ik vuste ghelt tachter sy dat 
wete gy ok wol. 

Tideman Brekelvelde. 

Iteni, Hildebrant, dat erste dat my de oghen wat bet to rehe werden, 
so wel ik ju dan all dink uterliken scriven. Item ik en hebbe van deme - 
tymeane ut Prutzen noch nicht vomomen, off he vorkofft sy off nicht. 
Item juwe witte laken en is noch nicht vorkofft. Ik wolde wol dat et vor- 
kofft were. Item ik hebbe ju van al anderen dinggen in anderen breven 
ghescreven. 



— 134 — 

110, Tideman Brekdvdde an Hüdebrand Veckinhusen in Brügge. 

— 1415 Nov. 20. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vnmtlike grote tovome screven. Hildebrant, gude vrunt, ju gheleve 
to wetene, dat ik nu ter stunt enen breff van ju hadde enen breff by Hinrike 
dem loper, de vort an sal to Lyfflande wart. Wes gy my darinne screven 
hebben, dat hebbe ik al wol vomomen. Gpt geve, dat Unrouwe mit leve 
komen mote. 

Item, Hildebrant, desse rekenscop brachte my Lammeke van Tideman 
Swarten unde ik liebbe se overghelezen men nicht overgherekent, doch so 
misse ik dar noch inne, dat rode scharlaken unde 1 tunne mit tymeane. 
Hir hebbe ik Everde van Borstal unde Tideman Swarte van ghescreven, 
unde my dunket, dat de lüde jo 1 quak inne beholden, alse de lüde rekenscop 
screven. Seker, Hildebrant, ik en kan my drade in der werlt nicht ghe- 
^ berghen. 

Item, Hildebrant, ik wel dama wesen, dat ik de syde in al weghen wel 
laten unde rekenen de op 1 summa gheldes, gheldet se mer off min, dat sal 
unse sin, de sydenwerkersche klaghen altomale over quade lozinge van doc- 
ken. Ok wel ik ja screven, wat my in schulde stet. Ik weit maken so dar 
alse ik best kan. 

Item wes ju Tideman Swarte sant hevet, dar in de boze selscop höret, 
dat hebbe ik ok wol vomomen. Ik meine umer, dat gy dat kopper vorkofft 
hebben. Item, Hildebrant, wes gy my screven hebben van Hinrike opme 
Orde unde Hinrike Sliper, dat hebbe ik al wol vomomen unde wet ok al 
dink alse wol, alse gy et my screven hebben, wante Herten unde ik hebben eme 
dar mannichwerve van ghesecht, men he en nam des nicht vele to horten. 
He hevet alrede wol 10 off 12 daghe to Hamborge ghewest alse he herkomet, 
so wel ik eme darvan seggen. Anders nicht op desse tut dan blivet ghesunt. 
Ghescreven des midwekens vor sunte Katherinen daghe anno 15. 

Tydeman Brekelvelde. 

111. Kein an Graf Günther zu Schwarzburg^ Herrn zu Ranis, wegen 
einer VoUmacht für Sivert Vechinhusen. — 1415 Novbr. 30. 

Sl-A. Köln, Kapidmch 5 fol. 133 b, 1415 Nov. 30. 

Üch dem edelen wolgebomem herren graf Günther grafen zo Swartz- 
burg ind herren zu Raneis des allirdurluchstigen f ursten uns lieven gnedigen 
herren herm Sygmontz, Roempschen coenyncks zu allen ziiten merer des 
riichs ind zo Ungaieren Dalmacien Croatien etc. coeninx hoefrichter unbyeden 
wir burgermeystere ind rait der stat zo Coelne unsem fruntlichen dienstz 
ind waz wir alziit gutz vermögen ind begeren uch zo wissen mit kuntschaft 
dises brieves daz vur uns komen ind ersehenen sjnat die ersamen personen 
Gathrina elige huysfrouwe wilne was Hinric Sliipers unser samentbui^er 
dem Got gnade, Nella ind Aleyt desselven wilne Hinric Sliipers susteren 



— 135 — 

I 
ind hant uns clegelich f urbracht ind gezont wie daz die edelen juncher Johan — ^ 

ind Juncker Golfrit gebroedere greven van Zegenhagen ind yre gewalt 
vur ziiden denselven wilne Hinric Slüper yren man ind broder in yrme 
lande ind geleyde so as he van wegen suleher geselschaf as he mit Syfarde 
Veckinchusen zo haven ind zo hantyren plach ussgeschickt were gefangen 
ind in yrme gefencknisse gehalden geschat ind algedrongen haven 1700 
Reinsehe gülden ayn alsulchen gelt pert ind cleynoide as yem zo den ziiden 
van yn nyet genoymen ind haven dat gedain uf eynen ertzenbuschof van 
Coelne uf den noch ouch uf syn gestichte 'wir noch unser stat ind bürgere 
doch nyet pantbur noch bedepUchtich en syn as daz aUis wale kundich ist 
wilch vurscreven afgeschatte gelt der vurgenante Syfarde uf syn eygen 
cost ind anxst versorgt ind bestalt ind van yne gemeyme geselschaft goide 
zo lastungen des egenanten Hinric Sliipers bezailt ind verriebt habe daromb 
daz he dye vurgenanten greven van Zegenhagen beydesament ind dye 
stat van Treyse vur des vui^enanten unss gnedigen herren des Boempschen 
coenynx hofgerichte geladen ind in des heiligen riichs achte bracht habe as 
wir daz gentzlich verstanden haben also hant dye vurscreven Cathrina 
Nelle ind Aleyt desselven wilne Hinric Sliipers nyeste erven ind navolger / 
eyndreichtUchen wie sie biUigh doin seulden ind beste moechten alle die 
vurgenante sache vorderonge ind anspraike van der vurgenanten 
schetzongen ind geschichtz wegen ind so waz cost ind schaden daruff ge- 
gangen ist ind so waz reichtz oder deils yn davan in eyncherwyse geburt 
oder geboeren mach vur uns mit guden vryen willen gantz ind gar gegeven 
erlaissen ind ufgedragen dem vurgenanten Syfarde Veckinchusen in syne 
hant ind gewalt ind yn daroever eynen volmechtigen vormunder 
ind procuratoir gemacht ind ordinyert die vurscrevene clage ind an- 
spraike uff die vurscreven gebroedere die greven van Zegenhaen be- 
sampt ind besunder uf dye stat Treyse ind uff alle dyeghene dye daz mit 
antreffen mach ind der sachen pflichtich synt vur dem vurgenanten hof- 
gerichte uf yn zo erfolgen urteyl ind reicht davan zo neymen ind zo geven 
ouch mynne ind vruntschaf mit yn zo dadingen ind anzogayn umb die 
vurgenante schetzonge heuftgelt gewalt ind alle coste ind schaden die 
daru^egangen synt qwiitancie van dem untfencknisse zo geben qwiit zo 
scheiden ind zo verzüen ind vurbaz in^desen vurscreven sachen zo doin 
zo laissen ind vurzokeren allis daz sich na reichte ind gewoenden des hof- 
gerichtz vurscreven darzo heischt ind geburt oder sust in mynnen oder 
gutlicheit zom besten erkant wurde ouch in der selven macht ind gewalt 
ander vurmonder ind procuratoir in syne stat zo setzen wa oder wie ducke 
des noit geburde ind so wat der vurscreven Syfart oder S3rne ersatte sub- 
stitueirde procuratoir in allen vurscreven sachen in mynnen oder in reichten 
doende oder laissende werdent daz hant dye vurgenante Cathrina Nelle 
ind Aleyt var uns bekant ind in guden truwen geloift vaste ind stede zu 
halden sunder eynche wederreyde ind ayn alle argelist ind dis zo gezuge 
der wairheyt so han wir unser stede ingesegel ad causas an desen brief 
doin hangen. Datum anno domini millesimo quadringentesimo decimo 
quinto ipso die beati Andree apostoli. 



— 136 — 

112. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebfßnd und Sivert 
Veckinhusen in Kein. — 1415 Dec. 22. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrand iinde Syverd Veckinchusen to 
Collen littera detur. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vonnach. Hildebrant ik hebbe juwen 
breff wol vomomen, den gy to Collen screven hadden unde gy scriven my, 
dat unse kopper noch unvorkofft were. Hildebrant, dat is my leet ghenoch, 
dat et also lancksem to ghelde kernet unde my dunket, dat des drade wol 
tut were, dat et weder to ghelde queme, wante des is alrede alwile dat de 
laken ghekofft worden unde gy weten wol, dat ik noch vele gheldes tachter 
sy van unser selscop wegene also ik ju himesten, off Grot wel, wol screven wel. 
Item Tideman Swarte hevet uns rekenscop ghescreven van allen dinggen 
besunder van deme roden scharlaken unde van deme tymeane. Dit hebbe ik 
ju wol in anderen breven ghescreven. He hadde an my de rekenscop ghe- 
screven unde screff my, dat ik se ju vort senden solde. Dit hebbe ik ghedan 
unde hope, dat de rekenscop to Brügge queme, er gy to Collen quemen. 
Ok hevet he rekenscop screven van deme gronen engwer. Item so scriven 
gy, wo Zyvert to Costans sy. Got geve, dat he mit leve komen mote. 
Ik wolde wol, dat he by de haut queme, wante de böse seLscop hevet lan- 
ghe noc& ghestan sunder ende darvan to makene. He hevet my vuste ghe- 
screven, dat ik eme rekenscop scriven sole unde maken alle dink hir siecht. 
Dat dede ik gerne, weste ik wol, wo ik dat don solde. Hir legget muschaten- 
blomen unde loze syde ; ik wolde wol, dat elk sin deel darvan hedde. Item 
ik hebbe an ghelde entfangen ume trent by 200 mark Lub. imde men is uns 
nu schluldich van linwande op winachten by 300 unde 60 mark Lub. unde 
ik hebbe noch 4 stuck unvorkofft. Item Hans van Minden is schuldich 600 
mark Lub. Darvan solde he betalt hebb^n 300 op Michelis unde de anderen 
300 nu op winachten. Item darto so wer he noch schuldich van syde un- 
de van anderem ghelde wol op 70 mark. Item dat hus to Luneborghe is 
noch unvorkofft. Her Qawes hevet my ghescreven, et en welle nicht mer 
dan 700 mark ghelden. Ik hebbe eme screven, dat he dat vorkope unde 
neme dat meste ghelt. Anders en wet ik . ju nicht to screven dan blivet 
ghesunt.; Ghescreven des sundaghes vor winachten anno 15. 

Tiideman Brekelvelde. 

Item, Hildebrant, so hebben hir tosamene west de stede alse Stetin, 
Gripeswalt, Sund, ßostok, Wismer, Luneborg unde Hamborg ume den 
anevank den de konink van Denemarkete op desse stat ghedan hevet op 
Schonen unde der sake wel desse stat bliven to ere unde to rechte by den 
steden mer anders neine sake der sake alse van des olden rades wegene 
der enwel desse stat by niemende bliven dan by deme Bomeschen koninghe 
unde unse rat hevet enen breff van deme Bomeschen koninghe an den konin- 
ghe van Denemarkete, de quam dallink ersten hir. Iz et sake, dat de koning 
van Denemarkete na deme breve don wil, so salt wol gut werden. Wes 
hir nu van schüt des werden wy wol ghewar. 




— 137 — 

113. Engdbrecht Wytte, der Jimgere^ aus Riga an Hüdebrand 

Veckinhusen in Brügge. — 1416 Febr. 24. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyllebrant Veckmchusen to Brügge 
sal desse bref. Darunter von 
H. V. Hand: 1416, 13 in aprylle 

Vruntlike grote tovom gescreven unde wes ik gudes vormach. Weten 
schole gy leve swagher, dat ik in juwen ersten breve unde in den lasten wol 
vomomen hebbe, de gy myner moder sanden,de erste de gescreven was 8 dage 
na sunte Mycheles dage^), de ander 10 dage vor des Kerstes dage^), also 
gy wol scryven, untemelyck scryvent mochte ik wol underwegen laten, — . /\ 
Were ik recht bedacht, wes ik ju gescreven hebbe, dat wyl ik allewege be- 
kant syn vor Code unde vor allen guden luden, wor es to donde is« Umme 
sodane punte dorve gy my nycht drouven, wente ik en vrage dar nycht na. 
In gudeme geloven heft ju m3rn vader selyger dechtnysse syn gut gesant, ^ 
den guden geloven, den solde gy met uns na syneme dode geholden hebben, 
so hedde uns wele wemodes gen behoef gewest unde der stat breve an den 
kopman unde an ju, wente wy et so lange vorwolgende met unsen breven, 
des en mochte uns nycht helpen nochtan, so en mach uns des Stades d'enke- 
boek unde ere breve nycht helpen unde dat gude lüde vor den rade betuget 
unde beswören hebben, dar en boven pande gy uns myt unseme gude, wente 
wy gen bescheyt en weten, worumme dat gy et don unde ok so scryve gy, 
dat gy tachter syn gewesen van mynes vaders wegen by den 16 jaren gy 
hopen de oldeste schult, de schal ers betalet werden ; dat scheide gy gescreven 
hebben, dewyle dat myn vader levede, wante gy hantereden syn gut so- 
lange, hedde he juwes gewest, ge hedden do wol gesproken. Unde hedde myn 
vader dyt geweten, dat gy myner moder unde my dyt wolden gedan hebben, 
he solde dat dan anders bevaret hebben, di^t wy myt ju sodane vordiet 
nycht dorven myt ju gehat hebben. Ik wolde gerne weten, wes gy tachter 
weren van syner wegen, wat de punte syn, dat scryvet uns, dar bydde wy 
umme. Ik hope to Gode wes ju myn vader lovede myt myner suster, dat 
is ju wol untrychtet, dat wete ik vorwart wol, wente gy et ok wol weten, 
wan er dat gy et weten wyllen. Unde ok so wetet, dat ik in juwen breve wol 
vomomen hebbe, also gy scryven, dat wy dar solen harde wol to sen, dat 
wy also don, dat et uns allen nycht en. Leuve swager sulke drouwebreve 
dorve gy uns nycht mer scryven, hyr is en gut recht. Ik wyl ju to aJleme 
rechte staen, also en gut man don sal. Komet her by uns, sy ik ju wes, 
dat wyl ik ju allewege lever don myt vruntschoppen dan myt rechte na 
unser beyder vrunde seggent. Isset, dat wy uns nicht scheden konen myt 
vruntschoppen, so schedet uns wol en recht. Unde wer et sake, dat gy unse 
gut noch nycht wedder senden wolden, so wyl ik mjrner vrunde bruken 
unde wyl et soken also ik et allerhoghest kan myt rechte, wente swager ik 
en wyll es nycht lenger untberen met nychte, dar ik recht to hebbe. Wes 

1) 1415 C^tbr. 6. 

2) 1416 Deibi. 10. 



— 138 — 

ik ju sy, dat wyl ik ju allewege lever doen met vruntschoppen dan myt rechte. 
Unde ok so scryve gy wol in juwen breven, dat gy edder mjrn suster wolden 
herkomen met uns to sprekende dat danket my nycht nutte wesen, dat se 
herqueme, wente dar en is genre wyve dedynge scholt in, wes up uns komet 
her by unsen vrunden unde by den juwen, wes gude lüde kennen konen, 
dat wyl ik ju allewege lever don myt vruntschoppen dan myt rechte. Der- 
gelyken dot my wedder, darumme en isset geinre wyve dedinge. Latet se 
dar, wente se is genoch gevoret over de lande, ünde ok so wetet swager, 
dat gy wol scryven also van som andern punte, dat schole syk hir neghest 
wol wynden, wans darto kommet. Hebbe ik ju wes ungelykes gescreven, 
des wyl ik blyven by guden luden unde by myner scryft, dergelyken dot 
uns wedder unde de hyndemysse, de wy van juwer wegen hebben, der wylle 
wy unvorsumet wesen; nycht mer uppe desse tyd. Got late ju gesunt to 
langer tyd an sele unde an lyve unde grotet myne suster seire myt eren kyn- 
deren unde alle vrunt. Gescreven by sunte Mattyas dage. 

By my Engheibrecht Wytte. , 



114. Werner Scherer in Köln an Hüdehrand Veckinhusen in Brügge. 

— 1416 April 23. 

Rev. St-A. Orig. Adr.: An den erberen man Hyllebrant Veckinchußen to 
Brügge kome desse bref. 

Vruntlike grote tovoren an mynen leven vrunt. Hillebrant Veckinchusen 
wete sole gy, dat wy de 10 laken wol untfangen hebben unde ok dat pack 
met den packe bomwuUen, Got hebbe danek, unde wy wellen des besten 
ramen in allen saken; unde wy hebben hir ein vat, dar is in by 19 tymmer 
märten unde ein 1000 werx, dat welle wy jü senden net den ersten karren, 
de van hir vart. Ok so welle wy darto noch 2 fardel senden, wy hedden se 
jo lange gesant, mer wy einkonden vor der myssen nycht hebben unde ik 
was to Vranckvort, mer ik einsach nu quader market van allerleyge gude 
dan dar was, lyck also jü ok juwe broder Sivert wol scriven sal unde de hope 
ik dat van dessen dage hir wesen sal, Got de geve myt leve. Item Hylle- 
brant so einhebbe wy noch nicht al gedaen myt Hinrick oppem Orde, mer 
ik hope dat erste dat juwe broder komet, dat es dan ein ende wesen sal, 
oft Got wel, wente de bruwers de sin nu bet mede to spreken dan se int 
erste weren, Got de beholde se in den guden sinnen. Ok Hillebrant vraget 
dor dar, wat dat Stypensche golt dar gelt, op spolen gewonden dat ^, unde 
scrivet dat Beiner met den ersten, des einlatet nycht, ik mochte es to Vran- 
ckevort hebben gehat wol oppe 1400 gülden, de twe del ein jar to boi^e 
unde dat derdendel to der Andorper market to betalen unde ik ein dorfte 
es nycht eventuren, dat quam darby to ik ein wyste nycht wat it dar golt, 
mer overme jar doe wonne wy gelt daran. Anders ein wet'ik jü wat scriven 
dan ik mene in kort by jfi to sinde. Unde grotet my myne moder Greten 
unde juwe dochter Druden unde den boven Benolt Zwarten vruntlyken 
van myner wegen; unde myn wyve doen jfi sere groten unde IPasken mede 



— 139 — 

unde gebedet over my, aJse over juwen guden vnint. Gescreven oppe sunte 
Jorgens dage in KoUen 1416 jar. 

Wemer Schere. 

Item so wetet, Hyllebrant, dat des werx is, dat wy hir hebben, dat wy 
jfi senden wellen by 3000 unde dat 1000 stet by 31 gülden overhovet unde 
ik mene, dat men it noch in 3 dagen laden saL 



115. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hiidebrcmd Vechinhusen 

in Brügge. — 1416 Mai 1. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hüdebrant Veckinchusen 
to Brfl^e detur littera. 

Vrentlike grote vorgescreven. Wetet Hüdebrant, gude vrent, wes ik 
jfi sante in schepper Tolke, dat vinde gi wol in anderen breven. Vortmer 
so wil ic jü nfl senden in Tewes Ludekensone unde Meyster Johan Güs- 
kouwen, so ik meste mach. Ik kan dat gelt nicht krygen van den luden. 
Vor de laken hir es to male qüade betalinge, dat gy des nicht geloven. Ig 
hebbe jfi 3000 werkz gekoft unde ok sulver, dat ic jfi senden wil. Item umme 
de gülden, der hebbe wy gekoft mer den de helfte to 8 schoten und to marken 
unde ik meyne se wol vertan alzo to krygen. Hir es to male quade beweringe 
unde de lüde stervet hir unde in dem lande to male ser; unde hir es dfir 
tyt. De tyt es nfi to Dantzeke, dat ein arman wol gelt hevet, he kan dar 
neinen roggen noch brot vor krygen to kope. Unse leve here Got, de moete 
et drade wandelen myt sinen genaden; imde hir en es neine losinge van wände, 
wat et doen wil op den herwest, des wet ic nicht. Ik hebbe sorge ovel to 
stan, men Got mach et noch gfit maken. Was gelt hir 60 mark ? Schone- 
werk es hir gegeven vor 95 mark, sal 10 mark, botter 8 mark unde nicht to 
krygen. Hir enkomet neimant ut Sweden, dar wil et ok ovel stan, als men 
uns seget. Got sy myt jfi. Gescreven op meydach 1416. 

Gerwin Marschede. 

Item in Lyfflande stet et ok nicht wol. Dar moet noch neimant op to 
Noftwerden varen by lyve unde by gflde; aldfis secht men hir. 



116. Reynart NoUtgin (in Köln) an Wemer Scherer im Hause des 

Thomas Bone. — (1416) Mai 4f?). 

Sev. St.-A. Orig. Adr.: An Wemer Schere in her Thomas Bonen hfis. Xll 
In dorso von der Hand des Hildebrand Veckinchusen: || 
Li Iv 1416, 16 in meye, 2 ballen fystens. Hirvan bet^lt 14 sl. 
vJT^ 8 groten. Item vorkoft by Kastelot Bussen 2 ballen f ostens 
to 7 sL untfanghen op dey wesseÜe to Peters Fyfoyden 15 äf 15 sl. 
unde van den clerk to Bottins 15 ^ 10 sl. 6 groten blyrendes 
Hirvor gheven vor 5% sintenner to 18% wyten d. summa 14 sl. 
8 groten. Summa blyvendes van dessen 2 ballen 30 & 10 sl. 10 großen. 



— 140 — 

Mynen dyenst. Wißt, Werner, gode vrunt, dat ich uch send 2 fardel 
myt Wolter Fluich, de hau ich bestait vur 634 ziiider beidsamen unde he sal 
han vur den minder 18^4 wit d.,* unde sint beid, half ossen, half leven, unde 
sy geldent hi gereyt gelt 12 gülden unde 100. Nu mucht yr proven, vat 
sy wortme kosten solen. Darumb slait sy yan der haut myt den yersten, 
as gy moicht huftgelt krigen. Ich han euch den sin bes gescreven in zwein 
anderen breven, sy sint ouch alsus gemirckt. Nich me zo deser ziit dan 6ot 
sy myt uch. Gescreven des manendages da^) meidach. 

By myr Beynart 
Noiltgin. 



f 



117. Sivert VechinhaserCs Rechensdiafts-AUegung in Ängdegen- 
heüen des GeseUschaftshandds. — Köln 1416 Juni 2. 

Rev. St'A. Orig. Auf der Rückseite: dyt es unser selscap rekenscap und 
dazu von H. V. Hand: 1416, 12 in jullejus. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet also gy my lest scriven, dat ic ju 
scryven solde, wat gy my schuldych weren, broder dyt hebbe ic ju vele 
screven und weit op myn seyle nemen, dat ic des nicht beter wet, gy weten 
wol doe wy unse selscap rekeden to Brügge int 6^ jar, doe blef unse selscap 
also gud also 742 punt 10 gr. ; war an dat was und al bescheyt wyset juwe 
rekenscap wol beschedelyken ut. 

Dama int 11 jar 29 in desember screve gy my 1 rekenscap in 9 arx 
poppyrs dat gy na der eyrsten rekenscap untfangen hadden van desser 
selscap wegen op dat nye also dey rekenscap dar utwyset 2189 punt 3 sL 
11 gr. Hyr untegen hadde gy weder utgeven also dey sulve rekenscap ok 
utwyset 1994 punt 5 sl. 4 d. Dyt eyne tegen dat ander afslagen, doe solde 
by ju blyven op deyt 194 punt 18 sl. 7 gr., darto were gy der selscap van der 
ersten rekenscap int 6 te jar rekent 2 punt 19 sl. 4 gr. Item darto untfenge 
gy van den wasse to unsen parte, dat wy met Amd Wachendorppe koft 
hadden 80 punt 5^4 gr. Item untfenge gy van den nyen Domschen dat 
ut Lyflande quam 116 punt 4 sl. 6 gr. Item van dem Sundeschen gelde wart 

1 punt gr. mer dan gy vore rekent hadden. Item van 6000 lasten ward 
ju 22 punt 12 sl. 2 gr. Item van Tiiten selscap ward ju 22 punt 9 sl. 10 gr. 
Item van dem gelde, dat ut Prüsen in Lyflande sand ward, untfenge gy 
10 punt 13 sl. 4 gr. Aldus %s desse sunmie, dat gy mer untfangen dan utgeven 
hebben 450 Ül 18 sl. 3 gr. 

Item tegen desse 450 ^ 18 sl. 3 gr. hebbe gy weder utgeven boven dey 
1994 ^ 5 sl. 4 gr. dey vorscreven staen. Int eyrst Tomas Vockynchusen 
by Johan van der Brfiggen 2 terlynge wandes, stonden tohope 69 äf 6 sl. 

2 gr. Item geve gy op dat was ut eynen wessel, dat op ju overkoft ward, 
500 gülden summe 70 i5( 11 sl. 1 gr. Item sande gy my brysylienholt, stont 
48 ^ myn 20 gr. Item vorlore gy an peper 7 Ä^ 6 sl. 8 gr. Item verlöre 
gy an saygen 42 % ^ gr. Item Tydeman Swartten af slagen 39 sl. gr. Item 



1) Wohl: na. 



— 141 — 

sol an juwer rekenscap weder afgaen 4 iSf gr. vor 24 cronen, dey gy my geven. 
Summe over al, dat gy an den vorscreven 450 U 18 sl. 3 gr. weder afnemen 
solden, also vorscreven es, 260 Ü 15 sl. gr. 

Aldus bleve gy unser selscap schäldych, dat eyne tegen dat ander afslagen, 
190 2if 3 sL 4 gr. Also ic al dyt mest na juwer egen rekenscap ghescreven und 
rekent hebbe sunder dyt ghebrek also na screven steyt. Item ic meyne 
gy solen noch to rekenscap brengen 263% marc, dey ju Lyseke van Boden 
van Stockam wegen to rekenscap brachte» Item Hans van Mynden brachte 
ju' ok van Boden van Stockam wegen to rekenscap 264 marc. Item Lys($ke 
brachte ju ok to rekenscap 210 marc van 1 terlync Tomaschen laken. Item 
Hans van Mynden berekende jfi noch vor 1 terlync Tomasch laken 205 marc, 
desse 4 summen meyne ic sole gy mer by ju hebben dan dey 190 punt 3 sl 
4 gr. Est mer eder myn, dat sal altyt syn to guder rekenscap. 

Item ic sy in unse selscap vorscreven schuldych, also ic ju vele screven 
hebbe, van eyner rekenscap van Lyseken wegen 106 marc 4 sl. 2 d. Item 
Hans van Mynden gaf vor my ut van der selscap gelde Salmesteyn 216 marc; 
item ic untfenc in Prusen 24 marc Prusch, suimne maken 50 marc Lub. 
Aldus es dey summe van al, dat ic der selscap schuldych sy, 395 marc 10 sl. 
2 d. Des es my dey selscap weder schuldych, dat ic to Tomas gelde betalde 
to Lubeke 26 marc. Item unbreket my 36 marc 10 sl., dey Lyseke to Lubeke 
utgaf der selscap vor 18 marc 8 schot op juwe breyve, dey gy Lyseken screven 
in wat fekenscap dey deynen, dat wete gy best. 

Broder ic en wet nicht mer dat ic der selscap schuldych sy, wete gy 
icht, dat sal al tyt ^yu to guder rekenscap und wan gy dyt al overrekent 
hebben wes my darvan dan noch boren mach, dar nemet gy 50 ^ gr. dey 
gy vor kost und ander dybc hebben wolden und scryret my dan wes my 
hyrvan noch boren möge und schelt ju an eynegen puntten icht, dat tekent 
bysunder op dyt ars poppyrs und juwe ghebrek darby und latet desse 
gantse rekenscap darumme nicht unghesloten. Dat es beter dat wy umme 
eyn del puntte twedrachtych syn dan umme dey gantse rekenscap und wan 
ic juwe ghebrek wet, ic hopes ju myt breyven wol to underwysen und hebbe 
ic ergen an unrecht, so wel ic gemne aflaten und wel, ef 6ot wel, nummer 
unrecht begeren, dar ic dat beter wet. Grotet al vrunt. Ghescreven 5 dage 
vor pynxsten anno 16. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

118. Rechenschaft des Sivert Vechinhusen — Köln 1416 Juni 2. 

, Rev. St.'A. Orig. Auf der Rückseite: dyt es myn propper rekenscap. 
Dazu von H. Veck.8 Hand 1416, 12 in jullejus. Eine besondere 
Adresse nickt vorhanden, da die Rechenschaft zusammen mdt dem 
Briefe vom 27. Juni 1416 abging und in des Empfänger^s Hände 
am gleichen Tage, dem 12. Juli 1416, gerieth. 

Item broder gy scryven my eyne propper rekenscap int 12*® jär 9 dage 
vor unser leyven vrouven dage lechtmyssen^), dat gy my doe schuldych 

1) 1416 Januar 24. 



— 142 — 

bleven 63 punt 8 sL gr. Darna untfenge gy van wasse, dat Slyper und ic 
ju Banden to myme dele 45 ^ 4 sL und 5 ^ gr. Item gaf ju Boekel 50 gülden, 
sunune 6 punt liy^d. Item untfenge gy 24 cronen van Hans van Mynden, 
summe 4 ^ gr., item von Wyllem Dalhusen wasse 8 ^ 12 sl. 3 gr. ; item unt- 
fenge gy van lasten 7 ^ 5 sl. gr. ; item untfenge gy dat van myme huse 
van Lubeke ward 107 ^ 16 sl. 3 gr. ; item untfenge gy van Hans Hoensteyne 
97 üi 15 sl. 9 gr., summe van al vorscreven 340 ä^ 19 sl. 2% gr. 

Hyrop hebbe gy weder vor my utgeven Gerd van Balgen 400 gülden, 
45 ^ gr. ; item dem Efiper to Andorppen 400 cronen, 68 ^ 15 sl. gr. ; item 
vor allerleye cleyne porseylen summe 22 ^ 16 sL 11 gr. ; item noch an cleynen 
porseylen allerleye 23 sl. 8 gr. ; item vor Komelys 3 äf 15 sl. gr. ; item Ly- 
seken vor gra wand 25 sl. 5 gr. ; item vor rys 13 ^ myn 1 gr. Summe van al 
weder utgeven 65 ^ und hundert f(g 15 sl. 11 gr. Aldus dat eyne tegen 
dat ander afslagen, so bleve gy my schuldych 175 punt 3 sl. und 3^ gr. 

Item hyr tegen sy ic ju weder schuldych dat ju propper angeyt int 
eyrste van Tyten wegen 70 marc 4 sl. Lub. ; item van der Swarten w^en 
83 marc 3 ^4 sl. Lub. ; item vor 1 Ypersch laken 31 % marc, summe dat ic 
ju propper weder schuldych sy 183marc 3^sL Lub. Dey reken icop 302if gr., 
des sey gy my noch weder schuldych 4% 8^ gr. van Johannes Woesten 
wegen. Aldus al dat eyne tegen dat ander afslagen, so duncket my, dat 
gy my hyr van schuldych bleven 150 {$f 3 sl. 3% gr. 

Broder aldus hebbe ic ju desse rekenscap erscreven und sand und 
wet er nicht rechter na al mynen vyf synnen al solde ic ok morgen sterven, 
hebbe gy my van desser summe send, icht ghesand eder vor my utgeven, 
dat möge gy hyran afslaen unb^epen altyt to guder rekenscap und ic 
hebbe in dyt poppyr also grot ghelaten op dat gy my in gudduncken und 
ghebrek mögen op dyt sulve poppyr weder scryven und senden to Andorppe 
eder hyr myt den eyrsten; es hyr icht inne dar ju icht an schelt, dat rekent 
ut und scryvet my ju ghebrek, kan ic ju dan nicht weder bescheden met 
scryven, so sette dat punt malk in syn boek also lange dat wy, ef Gt)t wel, 
by eyn komen, so est ok beter dat wy umme eyn punt eder 3 eder 4 puntt 
schelen, dan wy al dey rekenscap in schelynge leyten staen. Wes gy meynen, 
dat gy my hyrvan und ok vord van der selscap«wegen schuldych syn, dat 
staet my to op dat ander. Scryvet my juwe ghebrek op dat wy doch eyn 
del to eyme eynde mögen brengeh umme sterflyke und vele ander sake wyUen 
und op dat wy ok vertan mochten weten, war elk gherekend were. Ghe- 
screven 5 dage vor p3rnxsten anno 16. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 

119. Gerwin Marschede in Danzig an Hüddmmi Vechinhusen in 

Brügge — 1416 Jimi 6. 

Sev. St.-A, Orig, Air,: Dem erbaren manne Hildebrand Vockinchusen 
to Brflgge detur littera. In, dorso von der Hand des Empfängers: 
1416, 6 in juUejus; untfanghen dat stucke sulvers by Johannes 
Marschede 16 in juUejus. 



— 143 — 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vrent. Hildebrant Vockin- 
ohusen weten sole gi, dat ik sende an mynen broder in Albrechte von Barken 

1 tunne, dar es inne 55 timmer bogenwerkz; elk timmer stet 11 f er dinge 
myn 1 scot. Van dessen werke sole gi untfan op de 3 terlinge 20 timmer unde 

2 timmer güder scheveniss, de sint an 1 timmer bogenwerkz geb&nden, de 
stan 5 ferd., to ungelde hirop 8^ sl., summa 55)4 mark 3^ schill. 

Vortmer so hebbe gi in desser tunne, dat jfl allene to bort op de Aresche 
30 timmer Vinsches schone werkz, dat timmer stet 3^4 mark 1 scot erstes 
kopes, summa 6 mark 1 ferd., op to ungelde, puntgelt, persen, to schepe to 
bringen tor tunne 3 ferd., summa 107 mark. 

Item 80 sende ik jfi ifl Qawes Swarten tunne in schepper Baüterde 
1 stocke sulvers, weget 12^4 mark 1 quart, de mark stet 6 mark 13 sL, summa 
hirvan es 87 mark 18 Vz scot. Summa dat ik jfi nfl sende es tosamen 195 mark 
myn 5% scot. 

Vortmer so hebbe ic jfiwe Aresche myt rade Qawes Swarten vorbötet 
vor 70 sentener lebenter koper. Desses kopers hebbe ic untfangen 38 sin- 
tener 32 punt, dat ander sal ik untfangen 8 dage na sunte Johannes 
dage^). Item desse 38 sintener 32 punt hebbe ic geschepet in Johan Melschop 
to Engelaut wart an Kort Swarten. Deme möge gy scryven, wes he jfi mede 
doen sal; wan my dat ander wert, so wil ik et em ok senden. De anderen 
100 Aress stan noch unvorkoft, 50 hebbe ik er to Tome gesant, men b&t 
my 6 mark vor dat stflcke, de ik hir hebbe unde noch nein reyde gelt. Hir 
en komen noch ter tyt neine koplude, de op sunte Johannes solden kopen 
in den market to Bresloft unde alzo vro als sunte Johannes dach vor es, 
so moten de Aressche stan op den wynter. Hirunmie so dede ik et int beste, 
dat ik er 50 vorbfltede. 6ot geve, dat et int beste valle. Anders so en wet 
ic jü nfi nicht mer to scryven den Got late jfi gesunt. Grescreven op pingest 
avent 1416 jar. 

Item so en wet ic jfi neine tydinge to scryven van laken. Aistedesche 
laken sint hir nfl gegeven vor 16 mark 16 scot dat par ok myn ok 2 scot 
mer, Kfimesche by 13 mark, Mestensche by 11 mark 1 ferd., ok 11^ mark 
op dat hogeste, Konditsche 5 mark 8 scot, Gertbergessche 9 mark, Leyde- 
sche, Amsterdamesche 18 mark, gude Kolsoster 20 mark ok 22 mark ok 
23 mark, som m3rn som mer, dama de lüde sint unde ok de war,, de men dar 
annemen moet unde ok darna dat de borch es. Et en es hir nicht alzo als et 
plach, et es alz vorkart in körten tyden wol alzo ser als et jfi mochte schein 
in 1 lande, des loven vele lüde nicht. 

^ Gerwin Marschede. 



. Sivert Veckinhusen in Köln an Hüd^and Vechinhusen.in 

Brügge. — 1416 Juni 27. 

Bev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brflgge littera 
detur. Dazu von H. Veck.8 Hand 1416, 12 in jullejus. 

1) 3. Juli. 



— 144 — 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet dat ic ju nicht wares scryven kaa 
van Lubeke, men dey olde rat sal weder inne syn, men woe al d3rnc ghemaket 
eder vort an staen sal, wan my dat to weten ward, dat wel ie ju dan wol 
8cryven dama mote wy uns dan som "rychten. Got geve uns altyt wol to 
doene und voge al dync to den besten. 

Item Hans Losekynch hadde dar noch 1 pak Monstrolsche laken by 
Tydeman Swartten herward to senden, my wundert, wer dat blyvet, dat sal 
uns schaden, dat et also lancsam komet. Helppet dat my bescheyt darvan 
werde myt den eyrsten und ok herward konie und scryvet, wat gy van Lu- 
beke vomemen und al ju duncken. 

Item also gy my segeden, dat gy unse rekenscafi besegelt lyggen hedden 
to Brügge, darop sende ic ju ok myn rekenscap, dey ju hadde wyllen to 
senden vor pynxsten, dat ic doe doch na leyt umme des wyllen ic eyne wyle 
neynen wyllen to Andorppe to wesen und ic ok nicht meynt hadde, dat gy 
dar solden komen hebben. Also sende ic ju desse rekensci^ noech dama 
möge gy ju rychten und helppen uns desser soi^e to eyme eynde. Grotet 
al vrunt, m3rn suster, juwe kynder und Beynolt und Tydeman und beydet 
over my. Ghescreven 3 dage na sunte Johannes dage mytsommer anno 16. 

Zyverd Vockynchusen, Kolnne. 



121. Rechenschaftsciblegung des Sivert VecJcinhisen in seinen eigenen 
und der Gesellschaft Angelegenheiten. — 1416, Juli 12. 

Rev. St.'A. Orig. ly^ Bog. Papier in Quartformat zusammengebogen. 
Ein halber Bogen trägt die Adresse: Hyldebrand Vekynchusen 
Brügge detur und ist im iibrigen rein gMiAen. Die a/nderen 8 Blatter 
sind nickt vollständig beschriAen und unpaginiert, so daß für die 
richtige Reihenfolge nidtt voüe Sicherheit gewonnen toerden konnte. 
Der Anfang ist gleuMedeutend mit der Rechenschaft vom 2. Juni 
1416. (N. 117) 

Dyt es myn propper rekenscap. 

(1) Int jar 1412 jar 9 dage vor unser leyven vrowen dage lechtmyssen^), 
doe scref my myn broder rekenscap van mynen propper dyngen, also dat 
hey dar by syk beheylt van myner wegen 63 äf 8 sl. gr. Dama untfenc hey 
van myner wegen op dat nye van wasse, dat ic und Slyper em sanden, to 
mjrnen partte 45 ä^ 4 sl. 5 % gr. Item gaf em Boekel van myner wegen vor 
60 gülden summa 6 ^ 17^2 sl. Item untfenge gy 24 cronen summe 4 ^ gr. 
Item van Wyllem Dalhusen wasse untfangen %1U 12 sl. 3 gr. Item untfenge 
gy yan lasten bl3rv^6ndes 7 ^ 6 sL gr. Item untfenge gy van Lubecke van 
wasse und wercke, dat em Tydeman und Herbbord van myner wegen sanden 
107 gf 16 sl. 3 gr.^). Item untfenge gy van Hoensteyne van myner w^n 



1) 1416 Januar 24. 

2) An dieser Stelle bat H. Veck.'s Hand hinzugefügt: hirvan wedder gan vor 
myn eventur to mynen parte 4 ^ gr. 



— 145 — 

97 ^ 15 sl. 9 gr. Summe van al, dat myn broder untfangen heft, also vor- 
screven es, 340 ^ 19 sl. 2% gr.^) 

Tegen desse vorscreveii 340^ 19 sl. 2^ gr. heft myn broder weder 
utgeven also nascreven steyt. Int eyrst Gerd van Ballegen 400 gülden summe 
55 W gr. Item dem Eflper vor 400 dronen, summe 68 ü 15 sL gr. sunune 
van al 123 U 15 sL gr. Item 1 sward la^en, stont 2 ^ 4 sl. gr. Item 1 rot 
Tomas 31 sl. gr. Item van Niclawes Hflbener 18 sl. 4 gr. Item 7 eilen wandes, 
stont 24 sl. gr. Item 20 eilen 1 quartyr by Slyper 2 ^ 11 sl. mjrn 10 gr. 
Item by Slyper 2 ^ 6 gr. Item van Hynrio van dem Tomne 30 gülden, 
summe 4 ^ 3^ sl. gr. Item H tunnen bottem 13 sL gr. Item van Tyten 
wegen lU 13 sL, summe van al dessen cleynen porsselen 22 lU 15 sl. 11 gr. 
Item noch vor my utgeven 1 mutze 4% sl. gr., item vor vygen, rosynen 
7 14 sl. gr. Item rys, dadelen 3 sl. 8 gr. ; item olye 4 sL 8 gr. vor kumppost 
2 % sl., summe van dessen 23 sl. 8 gr. Item untfangen an ryse 13 U myn 1 gr., 
item hadde hey vor Eomelys utgeven 3 ^ 15 sl. gr., item Lyseken wand 
ghesand vor 25 sL 5 gr. Summe van al, dat hey weder vor my utgeven 
hevet, over al, also vorscreven steyt, 165 U 15 sl. 11 gr. dyt afslagen tegen 
dey vorscreven 340 iä^ 19 sl. 2% gr, aldus blyvet my myn^ hirvan schuldych 
175 n 3 sl, 3y2 gr. 

Item tegen desse vorscreven 175 iSif 3 sl. 3^ gr. sy ic mynen broder 
weder schuldych dat em propper angeyt. Int eyrste van Tüten wegen 70 marc 
4 sl. Lub. Item van Swartten wegen 73 marc 3% sl. Lub. Item vor 1 Ypersch 
laken 31% marc Lub,, summe van dessen 3 porsselen 183 marc 3% sl-» 
dey rekene ic op Vlamesches gelt vor 29% ä^ gr., dyt afslagen an den vor- 
screven 175 J5^ 3 sl. 3% gr. so blyvet my myn broder noch schuldych van 
dessen vorscreven rekenscap blyvendes 145 ^ 13 sL 3% gr. Darto blyvet 
hey my ok 4 % ^ gr. van Hans van der Woesten wegen. 

Aldus blyvet hey my hyrvan schuldych 150 ^ 3 sl. 3% gr. Altyt to 
guder rekenscap hebbe gy icht mer vor my utgeven send der rekenscap, dat 
scryvet my hyran af , Eunne gy my icht vorder underwysen dat gy myn oder 
mer untfangen eder utgeven hebben, dat sal al staen to guder rekenscap. 
60t wet wol, dat ic nicht men recht und vruntscap begere und kunnen wy 
uns umme desse rekenscap nicht vordregen, dat duncket my wunderlyk 
ghenoch wesen und wy kunnen ok nummer op beyden syden to vreden 
komen, er wy al unse rekenscap siechtet und to eynde brocht hebben. 60t 
geve eynen guden eynde, dat heft grote unvruntscap und schaden inbrocht, 
dat wy der rekenscap nicht eyns syn ghewesen. 

Item broder aldus komet dey schelynge to, gy scryven my af in juwer 
rekenscap dat ic der selscap schuldych sy 864 marc 11% b1. und ic sy der 
selscap nicht schuldych dan 345 marc 2 sl. 2 ^. Dyt schelt akeyde 519 marc 
9 sl. 4 ^, dyt es eyn grot gheschel. Darnest scryve gy my af van Stejmhuse 
wegen by 12 ^ gr., dey scryvet der selscap af und my bysunder nicht. 
Item gy wellen my bysunder afscryven, wes gy Boden van Stockam und 



1) Hier hat H. Veck.'s Hand eingeschaltet: hir af sal gan dey vorscreven 
Ati p:. 2) SIC. 

Briefe und Urkunden, 1896—1441. 10 



— 146 — 

Tomas Veckinchusen geven hebben, dat betalt al van unser selscap gelde. 
Item gy wellen my propper afscryven dat vorlus van den Araschen und 
peper und wasse und brysylyenholtte und vele andern dyngen, dat wy al 
in selscap handelt hebben, dat scryvet also der selscap af und to und seyt dan, 
oftet myn schult sy, op dat gy neigen an twyvelen darven, so sende ic ju 
juwe rekenscap und breyve und al dat ic vynden kan dat ergen to deynen 
kan und kan ic mer vynden, dat darto deynen kan eder dar ic ju mede 
underwysen kan, dat wel ic ju gerne scryven und senden. Aldus hebbe ic 
ju nu screven der selscap rekenscap und myn propper rekenscap und wes 
ic van der selscap w^en inne beholde und van gy juwe rekenscap nicht 
maken. Hebbe ic dan mer inne dan gy eder gy mer dan ic, dat vynt syk 
al den dach woL 

Item ic sy ju propper schuldych van Tftten wegen 70 marc 4 sl., item 
sy ic ju van Swartten 83 marc Sy^A., item vor 1 Ypersch laken 34% marc 
Lub., summa 183 marc myn 6 ^ Lub. Darvor slae je ju af an mynen 
propperen dynge, also gy in myner propperen rekenscap wol vynden 
mögen 29% Ä( gr. 

Item broder ic hebbe juwe breyve und rekenscap wol overseyn und 
wan gy elk dync op dat syne screven hedden, so scholde dar nicht vele an 
wan gy myn propper dync in dey selscap nicht mengeden und der selscap 
dync nicht weder in myn propper dync und setten elk by syn rekenscap, 
so wolde wy des wol ejnas werden. Ic sende juwen breyf weder, dey es recht 
wend an dat cruse +, dar gy my 63 iS{ 8 sl. gr. schuldych bleven. + Damest 
slae gy my af 11 iSf 17 sL 6 gr. Steynhuse geven, dama 18 gr. ok van Steyn- 
hus wegen; desse 2 porssele komen my propper nicht to, wand ic hebbet 
unser selscap berekent, dar ic dat untfangen hebbe, hebbe gy dat nu weder 
utgeven, so sole gy dat van unser selscap gelde weder utgeven und nicht 
van mynen proppem gelde, dyt en komet an den 63 » 8 sl. nicht af. Item 
dey an der rekenscap, also gy in dem sülven breyve vord scryven, dat gy 
untfangen und utgeven hebben, dat vyndet syk ok wol wend an dey 80 & 
5% gr. + dey scryvet m dey selscap untfangen und dat brysylyenholt my 
in dey selscap weder sand und dat gy 600 gülden op dat was weder ut 
der selscap betalt hebben. Ic hebbe op dat was nicht mer untfangen 
dan also vorscreven es soket' myn rekenscap van den brysylyenholtte, 
dey ic ju doe scref, dar vjnide gy wol inne, wes van den brysylyen holtte 
ward und woe vele my noch unbrak an den wasse boven dey 500 gülden, 
dat nam ic af van den brysylyenholtte und scref ju dey rekenscap, darvan 
siecht op dey tyt. 

+ Item gy scryven van eyner groten rekenscap 110^ gr. 17 sl. 2% gr., 
dat vynde gy in juwer rekenscap wol, dat ic der nicht schuldysch sy, dat 
syk dey rekenscap also nicht vynden sal. 

+ Item wes gy Tomas und Boden van Stockam geven hebben, dat scryvet 
van unser selscap gelde betalt und rekent des nicht in myn propper rekenscap. 

+ Item dey 25% ^ ghaf ic Syrenbei^e to Lünenborch; woe mochte gy 
dey dan twye betalt hebben, dat mach nicht syn, dat wet ic woL 

Item broder al desse punte, dar dey crüse by staen screven, wan gy 



— 147 — 

dey in dey selscap scryven, elk op dat syne, so kunne gy daran nicht vele 
wynnen noch vorleysen. Vynde gy dat in der eynen rekenscap nicht, so 
vynde gy dat in der ander rekenscap wol, dat wy, ef Got wel, neigen an 
reyssen wellen noch twedrachtych over werden wellen, woe gy dat Vecht 
scryven wellen und ic sende jfiwen breyf weder, dar vynde gy crfise boven, 
war my wat an schelet. 

Item oftife gy dey rekenscap van den brysylyenholtte vorgeten hebben, 
so est dyt dey rekenscap noch eyns. Van den brysylyenholtte ward blyvendes 
350 gülden und 7 % Tomsche, darvän gaf ic vor dat was to Francvord 300 
myn 6% gülden. Und ic seief ju, dat gy van paymente solden opboren 
op dat brysylyenholt 13 gülden und 12 % sl. an gelde. Aldus blef ic doe 
der selscap van dessen brysylyenholtte schuldych over al 42% gülden 
Rynsch, des was men my darvan schuldych by 50 gülden quader schult, 
dat hebbe ic al mest inghemaent, dar werd 2 % gülden an vorloren, aldus 
sy ic der selscap schuldych 40 gülden, dey scryvet op my by dey 345 marc 
2 sl. 2 ^, aldus wete gy den eynde van den brysylyenholte. 

Zyverd Veckingchusen rekenscap van der selscap wegen. 
I I [X ly- li Item broder aldus vele sy ic unser beyder selscap 

\U^ v^J* schuldych also ic ju ok erscreven hebbe, dat Lyseke .mer 
untfangen dan utgeven hadde dey 18 marc Prusch afslagen, dey gy 
soreven an Lyseken, dat sey dey Tydeman Brekelvelden geven solde, 
darvor gaf sey 36 marc 10 sl. doe blef ic der selscap noch schuldych 
129 marc 10 sl. 2 ^. Item so blef ic noch der selscap vor 24 marc 
Prusch, dey ic in Prfisen untfenc 50 marc Lub. Item noch gaf Hans van 
Mynden van unser selscap gelde vor my ut Gerd Sahnesteyne 216 marc, 
summe van al dat ic der selscap schuldych sy vorscreven over al tohöpe 
375 marc 10 sl. 2 den Lub. 

Hyrvan gaf ic Tomas Veckynchusen to Lubeke van mynen egen gelde 
by Johan van der Bruggen 26% marc Lub. Item segget Tomas, dat ic 
vor synen broder Hyldebrande utgeven, dat hey hadde an cledem und schoen 
und schole gaen sunder al kost, dat my Hans van Mynden van syner wegen 
rekende 11% marc Lub. Item heft my nu Tomas screven van Ryge, dat 
hey noch vän myner wegen inne hevet 12% marc, dey slet hey'my ok af 
an deme gelde, dat wy em schuldych weren. Summe van al, dat ic Tomas 
geven und betalt hebbe, also vorscreven es 50% marc Lub., dyt rekent 
aldus met Tomas, darmede sal hey al betalt wesen, also syn rekenscap 
utwyset, men in syner rekenscap heft hey 11 % marc nicht van synes broders 
Hyldebrandes wegen. Item afslagen desse 50% marc an den 395 marc 
10 sL 2 den, so were ic der selscap noch schuldych 345 marc 2 sl. 2 den. und 
ic sy noch ungelt tachter, dat late ic staen des es nicht alto vele, wän wy also 
na eyns syn, so vynd syk dat wol; mer sy ic der selscap nicht schuldych 
altyt to guder rekenscap und meyne, men solt anders nicht vynden by 
mynen besten, al solde ic ok sterven, doch solt syn to guder rekenscap op 
ju vorbetem. Item wan gy den eynde nu weten, wat gy der selscap schuldych 
syn, so vynde gy dyt by my also vorscreven es 345 marc 2 sl. 2 den. und darto 

40 gülden van dem brysylyenholtte. 

10* 



— 148 — 

122. Hildebrand von dem Bohd (in Reval) cm HUdebrand Vechin- 

hvsen in Brügge. — 1416 JuLi 30. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hüdebrant Vockinchusen to Brügge 
littera detur. 

Mynen willygen denst und wes ik gudes vonnach to allen tyden, wetet 
leve om Hildebrant Vockinchusen, dat ik juwen bref wol voinomen hebbe 
und de vygen und dat solt hevet myn om Johannes Enggel wol untf angen 
van myner wegen, dat erste dat ik dar kome, so wil ik gerne des besten ramen 
darby. Men ik hebbe sorge de fygen solen nicht also vel gelden willen, 
also gy schryven und ok is dar var ane, dat van dessen wynter to Nour- 
werden en vert, und Uggen to Revel vel fygen unvorkoft und to Nourwerden 
dergelike; men syn se gut und wes dat mach darto helpen, dat se van der 
haut gan. Item so wetet, dat hir harde kopenschop in den lande is van aUer- 
leye gude men kan soten gein was hebben umme gude Tomassche laken, 
umme 24 stukke, to Revel geven se nu 6 leste soltes bosakket vor 1 stukke 
wasses. Itemtydinge: schonewerk 19 stukke, annyge 18 Iferd., clesem 18 
und ok 1714, luswerk 15, lasten 11 ok 11^, märten 6, sobel 10, 12 ok 15, 
dama dat se syn, hemelen 5 gr. f erd. Anders en weyt ik ju sunderlinges nicht 
to schryven, men unse leve here Got und S3rn leve moder spare ju gesunt 
to langer tyt und beydet over my to allen tyden und grotet myn susteken 
und juwe kynder vruntliken sere und alle vrunt. Gheschreven sunte Peters 
avende avynkele 1416 jar. 

Hildebrant van dem BokeL 

Item so dot wol leye om und schykket jo dessen bref mynen broder 
Hanse, dat he eme jo sulven to der haut kome, wante my leget dar macht 
ane, de hirby bunden is; dar bydde ik ju vruntliken umme. 

123. Hans von Emden an Hildehra/nd Veckinhusen in Brügge. 

— 1416 Aug. 1. 

Sev. St.-A. Orig. Adr.: An Hyldebrant Vokinkh&sse to Berflghe komet 
desse bref. Von H. V. Hand: HTj Hirvan geven to vracht 4 sl. 
2 gr., op to brenghen 5 gr. Dey ^ ander tunne hadde ick to An- 
dorpe, desse blef to Brügge to hushüre 2 sL Item gheven van der 
ersten tunnen to Andorpen to brenghen unde wedder to Brügge 4 sL 
Darto so es my Johan van Emden dey vracht van der ersten 
tunnen, sumjna tohope van ungelde 10 sl. 7 gr. 

Item so hebbe ick Johan van Emden wedder antwort sin 
2 tunnen Werkes int jar 1416 op den ersten dach van desember, 
darto so hebbe ick alle dinch siecht gerekent. 



Vruntlikegrot tovoren an mynen sftnderyen vrunt. HelydeberantVokink- 
hüssen wetz, dat ik ju sende in Kleys Worm 1 tunne Unghersches Werkes, 
dar is in 5000 unde 1 tymer; ilik 1000 dat stet 45 mark erstes koppes. 
Grot unse here de ghevet dat et myt leve jue to der haut kerne. Hir dot 



— 149 — 

myn beste by, dar byde ik ju ume, ik wyl vordennen myt deme, dat ik gudes 
yermach. Item so ^etz Hyldeberant, dat ik nicht wol ene wet woveUe dat 
der oter weren, de in der tünnen weren, de ik ju sande in mester Johan 
Gfltzkoven, hebbe ik my daranne verscriven dat vinde gi alike wol. Item 
so wetz, dat imse ratlftde weder inkomen, de hir uteweren. Item so wetz, 
dat men hir nu nye ghelt slan sal, des sal 1 mark 2 ghelden des alten, dat nut 
tor tut get. Nicht mer, men belivet myt Gode unsen heren. De tunne is ghci- 
merket aldülis "XJ Screven des sonnendages na sunte Peter dage. 

"^ By my Hans van Emde. 

124, Reynart Noütgin (in Kein) an Hüdebrant VecJMiusen in 

Brügge. — (1416) Aug. 6. 

Bev. St.'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Vickinchusen 
to Brug. In dorso von der Hand des Empfängers: 1416, 14 in 
den ouste. 

Mynen dyenst unde vat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Vickinchu- 
sen, gode vrunt, dat ich uch ouc gescreven hain, dat ir soult ur gelt nemen 
van deim goit. Nu dünket Werner reyt goit sin, dat wy eynich varvick 
macken in unsme gelt, alsus nemet van Werner Schere 13 gülden. Dat 
gebreck van den gelt, dat wil ich uch senden na der missen myt den eir^ten, 
off 6ot wilt; unde ju stuck graes lakes is noch unverkocht. Auch so heb ich 
dat pack myt den laken wail untfangen, Got sy geloft, unde wil oich gern 
dat beste darby doin. Nicht me zo deser ziit, dan Got sy myt uch. Gescreven 
des dünresdach yur sent Laurentis dach. Unde groist myn jfinwrau, ju 
gode wiff. 

By myr Beynart Noittgin. 

125. Hans van der Woesten aus Beval an Hildebrand Veckinhusen 

in Brügge. — 1416 Aug. 9. 

Bev. St.'A. Orig. Pp. Adr.: An Hyldebrant Vockinchusen Brügge 
lyttera detur. 

Vrüntlike grote vorscreven, wetet Hyldebrant oem, dat ic juwen bref 
wol vomomen hebbe, dat gi my en hundert Lisbons soltes gesand hebbeg; 
dat heft Hyldebrant in enen kelder slan laten myt den vygen. Ic en hebbe 
des soltes nycht entfangen. Hyldebrant dey es to Darpte; dftt is alrede twe 
jaer vorgän, dat wy erst kopslageden, nu sende gi my de helfte, aldus wert 
my myn dynch pluckende in de hant. Ic en weyt es nycht, war ic es varinge 
war sal nemen. Ic meynde gi solden my gevordert hebben und by dat solt 
tohope gesant hebben, also dey 15 last, so mflchte ic myt profit medde 
gedän hebben, des ic nu groten scaden hebbe, so hedde ic myn dinch ge- 
pikntet und gemaket hjrr tohope, dat ic to jare rede by ju gewest hedde. Ic 
wyl dat solt liggen laten to der tyt, dat JSyldebrant hyrkömt und my dat 
levert edder ic wyl beyden, dat gi my dat ander zenden, wat sael ic dar 
50 pluckende daran entfan. Vort so screve gi my van Vynken, dat he dar 



w 



— 150 — 

kommen solde, hey heft so vele myt sinen lantgude to donde, dat hey nycht 
se^elen en kän; wente es is vele vorsaet dat solde hey gerne inlosen und 
hey moet syne schulde aflegen, ic hedde ene anders dar lange to ju gesand. 
Kämet des besten boven al, dat my dat ander sölt werde, so mach ic tegen 
dat vorjare seggelen. Blivet gesund in Gode to langer tyt und gebedet over 
my to allen tiden und grotet alle vrund sere. Gescreven up sunte Lauwrentius 
avende anno 16 jaer. Kevel 

Hans van der Woesten. 

126. Germn Marschede (in Danzig) cm Hildebrand Veckinhusen 

in Brügge. — 1416 Aug. 28. 

Rev. St'A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinchusen 
to Brügge de- 
tur littera. 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vrunt. Hildebrant Vockinc- 
husen weten sole gy, dat ik jü sende in schipper Clawes Hofimanne 2 stflcke 
wasses, de wegen 3 Yz scheppunt 2 % lyspunt myn 1 markpunt ; dat scheppunt 
stet erstes kopes 50 markto ungelde; op dyt was myt int schep 5 fenL Sununa 
myt allen ungelde van dessem wasse es 82 mark 21 ^ sl. Wat mer so sende 
ic jü noch in Hoümanne 1 i [Y 1 clene tunne, hirhebbe gi inne 17 timmer 
werkz in den har, äl myt \U^ swarten eggen boven gemerket. Elk timmer 
stet 3 mark 1 ^ scot., noch 3 timmer sint tosamen gebunden, de stan 5 ^ mark, 
noch 2 timmer hermelen stan beyde 9 mark. Hirop to ungelde 6% schot, 
summa hir van 6634 mark 8 scot. 

Vortmer so sende ik jü to Lunden wart in Heine Somer 7 tunnen, dar 
es inne 31 sentener unde 32 punt Lebenter koper, noch 4 vate osemundes, 
de stan 13 mark. Anders so en wet ik jü nicht to scryven op desse tyt, men 
ik kan neine laken vorkopen noch vorbuten. Hir en es neine kopenscap. 
Got sy myt jü. Gescreven des vrydages na sunte Bartolomewes dage 1416. 

Tydeman Swarte hevet in desser tunne 8% timmer 9 märten. 

Gerwin Marschede. 

127. Hildd>rand von dem Bökel (in Beval) an Hildebrand Veckin- 
^ husen in Brügge. — 1416 Septbr. 26. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen tho Brucghe sal 
dusse breff . Pap. in 2 gleichUmtenden Exemplaren bis auf den ein- 
zigen Unlerschied^ daß das in dem hier abgedruckten Exemplar 
hinter 50 mark stehende ,,ryg.^'' in dem andern fehU. Den Empfangs- 
vermerk hat H. V. nur auf das hier abgedruckte Exemplar gesetzt. 
^ Dar. V. H. V. Hand: [TV 
1416, 9 in desember. vJA 

Meinen wilgen deinst und wes ik gudes vermach, wetet leve oem Hilde- 
brant Veckinchusen, dat ik juwe breve wol vomomen hebbe und juwe vighen 
und laken wol untfangen hebbe, men ik en hebbe dar noch nicht van ver- 



— 151 — 

kofft. Van den Tomaschen weren 3 vorkofft, de hadde de worm alzo sere 
getan, dat se my wedder gheworpen worden. Item so wetet, dat na den 
yigen nemand en vraget; myt alle wolde ik er 4 tunnen vor 1 sl.^) gheven, 
van den besten, de nemen se wol. Von poppelen unde von troiniss und er 
is hir noch to male vele, de den Dutschen tohoren, beide to Nouverden 
und hir unverkofft. Hirumme hebbe ik soighe, dar ghi dar klene bäte ane 
solen hebben. Item alzo ghi my scriven umme stör, des wetet, dat ijc es 
hir nicht bekomen en kan. Item so hebbe ik juwen breff wol vomomen 
bi Lubbert Travelmanne, alzo dat ik eme gheven sal gelt van juwer weghen 
alzo vor 45 ^ 16 sl. und 8 groten, he wil rede gelt hebben und ik en wet 
nicht wor, dat ik et van maken sal. Wante sunder schaden to doende en 
kan ik gein gelt ghemaken, hirumme wunder des my, dat ghi dar gheven 
vor dat U groten hir to betalen wante hir en kan neymand gein rede gelt 
ghemaken van neynerleye wäre, alzo leff is dat gelt, nu de munte tostan. 
Ghi seien ju lU groten neuweliken oppe 4V2 mark utbrenghen. Item so' en 
vomeme ic noch geyne tidinge van Bocholte dar de 200 soltes inne wesen 
solen. God geve, dat he myt leye vort kome. Item so wetet, dat ik juwe laken 
to Darpte wort hebbe ghesant an Engelke Veckinchusen und dat beste darbi 
to doende -^und sol dar Lubberde gheven 50 Ryg. Anders en wet ik ju 
Sonderlingen nicht to scriven, men vart wol myt (Jode und ghebeidet over 
my und grotet myn susteken und de kinder und alle vrund sere. Ghe- 
screven des sunnavendes vor sunte Michaele anno 1416 jar. 

Hildebrand van dem Bokell. 



128. Beyna/rt Noütgin (in Kein) an Hüdebrant Vedcinhiisen in 

Brügge. — (1416) Okt. 15. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den eirberen manne Hildebrant Wickin- 
chusen to Brug. I r [y In dorso von der Band des Empfängers: 
1416,«2inoctober. vj/^ 

Mynen dyenst und wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickino- 
husen, gude vrunt, dat ich he hain l^en fardel, de wil ich uch senden myt 
den eirsten, de ich kregen mach. So hette uns koiffludden al gern wol und 
bidten wast dama; ich hain in gesant, si soll balde komen. Hir provet dat 
beste in. Oich wil ich uch senden linen und kannef as myt den eirsten. 

Und ich han noch zo verkopen bi zwentzich stftck graes van al unsen 
laken und ich hain bezalt uren broder 28 gülden myn 1 engeis imd ich hain 
uEfergewist up Werner 13 gülden van minre wegen, do hie lest van heyn 
reyt. Anders heit ich uren broder dat gelt zomail gegeven; und ju stock 
graes heb ich nu verkocht up winacht zo bezalen. By den anderen stuck 
wil ich dein dat beste na urs broders rait Nicht me zo deser ziit dan Got 
sy myt uch. Gescreven des dunresdach na sent Gereonis dach. 

By mjrr Reynart Neultgin. 

1) Auflösung des Zeichens: l-XT zweifelhaft, vielleicht Golden^ 



■P^ 



— 152 — 

Wist, Hildebrant Wickinchusen, gude vnmt, tusschen ju und myr in 
bichten gescreven, so danck my Slipers wiff und syn suster myt bodenwor- 
den myns groissen arbeitz, den ich eym ducke hain gedain und Werner hyr 
geit oich wail eycht e^s hey mjrr eyn wort tosprech wolde si sich alsus teren, 
so meist ich anders denken. 

129. Reynart Noütgin (in Köln) an Hüdebnmt Yechinchusen in 

Brügge. — (1416) Okt. 16. 

Sev. SL'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickin- 
chusen to Brug. 1 . 1 Iy In dorso von der Hand des Empfängers: 
1416,22 in october.\<Jp^ 

Mynen dyenst. Wist, Hildebrant Wickinchusen, gode vrunt, dat ich 
uren breiff wail hebbe verstanden, den gy my heb gesant by Willem deim 
loper, dat gey gern wolde wissen, wat de scropellinge hedden gegfUden und 
vat ich dairvan hain gelevert na Franckvorder verunge. Dat moicht ir 
he besein in deser schritt und ich hedde lange gern fardel gesant. Unde er 
waren geyn feil und hebbe sy nu und ich en hebbe geyn woir und ich wil sy 
uch senden myt den eirsten, off Got wilt, dat ich ummer mach, und wil uch 
weder bystendich syn myt gelt und myt goit, dat yr myr und salt geyn 
schult geven, off Grot wilt. Nu moicht yr wort sein, we ich de scropellinge 
hain verkocht. Item verkocht 200 scroppellinge vur 6 gülden. Item noch 
verkocht 400 scroppellinge myn 30 vel, de gaiff ich vur 13 gülden myn 2 Tomys. 
Item noch verkocht 1 half 1000 scroppellinge vur 15 gülden. Item noch 
verkocht 200 scroppellinge vur 6 % gülden. Item noch verkocht 1600 scrop- 
pellinge, dat 100 vur 3 gülden. 

Item noch verkocht 400, dat 100 vur 3% gülden. Item noch verkocht 
460 scroppellinge, dat 100 vur 1 ort und 3 gülden. Item noch verkocht 25 vel 
vur 3 ort eyns gülden. Item noch verkocht 3000 und 400 scroppellinge, dat 
100 vur 3 gülden. Item noch verkocht 600 gehre scroppellingp, dat 100 vur 
1 % gülden. Item noch verkocht 800 scroppellinge, dat 100 vur 3 gülden. 
Item noch verkocht 400 dat 100 vur SYz gülden. Item noch verkocht 500 
scroppellinge, dat 100 vur 3 gülden. Item noch verkocht 100, dat 100 vur 
3% gülden. Item noch verkocht 400, dat 100 vyr 3% gülden. Item noch 
verkocht 250 scroppellinge, dat 100 vur 3 gülden. Item noch verkocht 
500 scroppellinge myn 30 vel vur 12 gülden. Item noch verkocht 100 scrop- 
pellingen vur 3 gülden. Summa van desen vellen na Franckvorder verungen 
is 10800 myn 35 vel. Hir was under desen scroppellinge 100 unde 25 tegenvel, 
de giff ich zosamen vur 2 gülden. 

Summa van al den scroppellio^en, so wat dairvan komen is, 323 ^ gülden 
und 1 Tomys. Hiraf f hain ich geloist : Gents gels 55 gülden. Dit weer goit 
gelt vur dese scroppelhnge, mer des ungels is zomail zo wil. Hiraff behalde 
wir blivendes gels 252 gülden myn Twitte d. Nicht me zo deser ziit, dan Got 
sy myt uch. Gescreven des vridachs na sent Gereopis dach 

By myr Beynart Noütgin. 



— 153 — 

Hette wir 2 seck off 3 der beste wuUen, dat duehte mych goit, 
hirin provet ir dat beste. 



^^ • 

130, Reynart Noütgin (in Köln) an Hüdehrant Veckinchusen (und ^ 

Wemer Schere) in Brügge. — (1416) Nov. 24. 

Bev. St.'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickin- 
chusen to Brug littera detur. QI|v In dorso von der Ha/nd des H. 
Veckinchusen: 1416, 4 in des- vj/^ sember. Dyt es dey recken- 
schap. 

Mynen dyenst und wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinchu- 
sen und Wemer Schere, dat dit is myn rechenscap van ahne gode, dat ich 
heb verkocht, dat yn unser drygger geselscap gehoyrt, usgescheiden de 
10 secke wullen, de .nu zome lesten quamen, de han ich gescreven up ein 
nu rechenscap. 

. Zome eyrsten untfangen 36 stucke gras, dar is affcoemen blivendes 
geldes 300 unde 62 gülden min 12^ witte d. Item damest 10 gralaken, dar 
is affcomen blivendes geldes 100 unde 29 gülden myn 4 witte d. 

Item damest 4 secke bonwuUen, hyr is affcomen blivendes geltz 200 
unde 70 gülden unde 9 witte d. 

Item hemest 3 secke wullen, dar is affcomen 260 gülden unde 9 mftrgen. 

Item hemest 20 ^ safferains, dar is affcomen 58 gülden unde 7 witte d. 

Item hemest 2 secke wullen, dar is affcomen 137 gülden 18^ witte d. 

Item hemest 5 stuck gra, dar is affcomen 48 gülden unde 1 ort. 

Item hemest 12 000 unde 300 kaneinsvel, dar is affcomen 100 unde 
80 gülden 6H sl. 

Item hemest 1700 scroppellinge noch 10 000, dar is affcomen 250 gül- 
den- myn 7 witte d. Item in desen scroppeUingen was noch 125 geisvel, dar 
is affcomen 2 gülden. 

Item hemeyest 16 Estdinsche laken unde 4 gewerftde laken. Item her- 
nyest 28 Monstroillese. Vän desen 48 stucke is comen 563 gülden myn 1 ort. 

Summa hiraff blivendes geldes 2261 gülden myn 1 witte d. 

Dyt hayn ich üch gescreven umb der kint wil mer, wil yr eynich ander 
bescheit wissen van eyniche stucke, dat laist mych wissen. Ich wil yt uch 
gem scriven unde wan disme vurgescreven gelde ys men myr noch wil schul- 
dich. Alle dinck gescreven zo goder rechenscap up sent Eatherinen avent. 

By mjrr Reynart Noiltgin. 

Van den 10 seck wullen is komen blivendes geldes 200 gülden unde 
40, unde 1 ort up noch seck äff zo slain, de sint noch uner den weveren, 
mer, dat en drait nyet wil. Dyt hain ich fich darumb gescreven, off jrr yt 
myt woilde rechenen in de eirst summen, dat yr al bescheit wisten. Oi ch 
so het myr Amolt Wachendorp gej^ fardel gelevert van Wemer Scheres 
wegen, dat sollt yr eym sagen, want hie en is nyet to hus unde heft deym 
wiff nyet bewolen. , 



— 154 — 

131. Reynart Noütgin (in Köln) cm Hüdebrant Veckinchusen und 

Werner Schere (in Brügge). — (1416) Nov. 24. 

Rev. St.'A. Orig. Eine Adresse fehlt. In dorso von der Hand des H. Ve- 
ckinhusen: j .i [y 1416, 4 in desember. Ein dels van der rckenschap 
van der sei- v^/ schap Wemners unde Noyltgin. Item so hat Ren- 
ner untfanghen ton ersten 2251( ?) myn 1 vysch d. Darto van 
10 sak wullen 240 gülden 1 ort. Summa darvan es: 2491 gidden 
1 ort myn 1 vysch d. Hirvan es dey summa, dat Reynner van 
syk sant hevet 1681 gülden Rynsch. Item so sint dey 20 sack wullen 
rekent up 450 gülden myn 4 sl.^) 

Mjmen dyenst und wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen und Werner Schere, gude wrfinde, dat dyt is de rechenscap van deme 
goids, dat ich hajm üch gesant. Item in deme eyrsten, so hayn ich uch 
uffergewesselt 100 gülden up Amolt Schulten. Item damyest 1 Ausborger 
vardel, dat cost 100 gülden myn eynen halven. Item dama 11 tymmer 
märten und 2^ vel, üe costent 200 und 96 gülden. Item so hebbe ik ein 
noch gesant eia 1000 imd ein ^ 100 gesloten ekhomne, dat 1000 stont 32 Vz 
gülden. Item noch uch gesant 1750 und 1 boeten ekhome, dat 1000 stont 
30 gülden. Summe dat de ekhome stat zosamen, 86 gülden und 13 witte d. 
Item so was dar noch inne 2 fluwynen, de stonden beyde 16 witte d. Item 
so stonden desse märten und dey ekhomne van Vrancwort tot to EoUen 
unde tot oppc karren 3 gülden und 3 witte d. Item so hebbe ik vortert na 
desen gude zo Wrancwort, doe ik yt kofte, 5 % gülden. De summe dat dese 
märten und ekhom staynt myt allen ungelde tot oppe de karren 392 gülden 
und 15 morken. Alsus heft yt Werner Schere gerechent und gescreven in 
myn boich und yt is oich also. 

Item hemyest 2 Osborger vardel, de costent beyde 200 unde 36 gülden. 
Item hemygest 42 märten, de stonden 28 gülden Bins. 

Item hemyest 2 vardel Osborger, de costent beyde 200 und 25 gülden 
Bins. Item hemyest 2 Osborger vardel, de costent 200 gülden und 2 gülden. 
Zo der selver ziit han ich geleynt Hildebrant Wickinchusen 1 Osborger 
vardel, dat cost 100 gülden und eynen. Item hemyest 2 Osboi^r vardel, 
de costent 200 gülden myn 3 gülden. Item hemyest 1 Osborger vardel, dat 
cost 100 gülden und 1 gülden. Hirmede so wart wol. Zo goder rechenscap 
gescreven op sent Katherinen avent. 

By myr Eeynart NoUtgin. 

132, Reynart Noütgin (in Köln) an HildebrarU Veckinchusen in 

Brügge. — (1416) Nov. 24. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickin- 
chusen to Brag üttera detur. 1 | ly In dorso von der Hand des 
Empfängers: 1416, 2 in des- \y^ sember. 

1) Der letzte Satz ist ausgeflossen und daher schwer zu lesen. 



— 155 — 

Mynen dyenst und wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinchu- 
Ben, gude vrunt, dat ick uch heb gesant 2 Ausborger fardel myt Gerit van 
Geershein to Berghen, want ich en had geyn woir to Brug und Gerit sal sy 
ju wort uffersenden. Die 2 fardel costent eirstes kopes 200 gülden unde 2 gül- 
den. Noch hebbe ich üch gesant 2 Ausborger fardel myt Wolter van den 
Loyp, de costent eirstes kopes dat eyn 96 gülden, dat ander 100 unde 1 gül- 
den. Noch hebbe ich fich gesant 1 fardel to Andorpen an juwen wyrt in de 
gans, de sal yt ju wort schicken to Brug, dama moicht gy ju gerichten. Oich 
80 hebbe ick uch 1 fardel he geleynt, dat seilt gy uns to Brug bezalen in 
uns geselscap, so wat de anderen geldent. 

Wan desen 6 stucke unheb ich noch geyn antwort van ju, off gy sy 
untf j,ngen heft, off nyet, dar warlangent my zomail seir na, wo it darumb sy. 
Unde wolden unse schult gemarent yt bezalen, ich wolde ju balde mer senden, 
off Got wylt. 

Oich so hebbe ich de 10 seck wuUen verkocht und dar is affcomen bli- 
vendes geldes 200 gülden und 40 unde 1 ort vurt ufferslagen. Mer der sint 
noch seck äff zo slain uner den weveren, wat de wighent, des en weis ich 
nyet. Dys 10 seck wuUen heb ich gescreven up eyn nu rechenscap, off yt 
ju goit dfincket. Düncket yt ju nyet goyt alsus, so rechent yt up de eirsten 
surnme. Gy seyt hir in wale, wat darwan komen ys blivendes geldes up de 
seck äff zo slain, dat is eyn cleyn gecelle(!) my duchte goyt, hette wy der 
wuUe me, want sy was zomail gojrt, an 2 seck, waren seyr steynnetich bissyn- 
nen in, dar hoyt ju wur; und ich hebbe ju wil bescheid gescreven van allen 
dingen, mer ik en weyt nyet, off ju de breiff worden sint off nyet unde ich 
moe my harde sejrr darumb, dat ik uer to Brug imberen sal, unde ich hadde 
wail gehop, ich wolde my myt ju aldus wail heb gevert. Mer wolde uns 
Goyt vrede verlenen van synre genaden, so hoft ich, wir wollen tusschen 
Collen und Lubeke des jairs mallich wal eynen rock wordenen myt Goitz 
hulpen. Herfip wil wyr dencken, duncket yt ju goyt. Nicht me zo deser, 
dan Got sy myt uch. Gescreven up sent Katherinen avent. 

By mjjr Keynart Noiltgin. 

133. Gerwin Marschede in Danzig an Hildehrand Vechinchusen 

in Lübeck. — 1416 Nov. 29. 

Bev. 8t.'A. Orig. Ohne Jahresangdbe. Das Jahr erhellt aus dem Briefe 
Marschede^ 8 vom 15. Dezbr. 1416, Adr.: An den erbaren man Hilde- 
brant Veckinchflsen to Lubeke littera detur. 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vrent. Hildebrant Veckino- 
husen juwen breyff hebbe ic wol vorstan, alzo gi my scryven, dat gi wol 
geldes to doende hedden to Lubeke, dar en wet ik neine wege to, wante ik 
en kan der Marstrechteschen nicht vorkopen noch vorbuten noch vorborgen. 
Ik konde noch ni alzo kloftk werden, dat my vor 1 laken 1 mark werde ge- 
boden, wante alle, de se hebben gehat tovoren, wellen er myt nichte nicht. 
De Lentselsche stan noch al stille. De Ypersche hebbe ic vorborget op 
passchen, men 50 sintener lebenter koppere nam ik daran, also ik jft ok wol 



— 156 — 

er gescreven hebbe. Vor de Eerentalsche hebbe ic jfl to Lubeke wart gesant, 
1 tunne werkz, alzo ik jfl er gescreven hebbe. Dat werk es droge unde nicht 
wol gebflnden. Hirumme wert sake, dat gi et dar vorkopen wolden, so mochte 
gi et tovoren laten smeren unde to maken. Ik moste et myt der hast laten 
persen, do ik et kroch, dat ic et nicht doen konde. Vortmer so hebbe ic 
der Mestenschen 5 verborget op Vastel avent^) unde 4 op paschen^) und ic 
hebbe ir noch, weren de Trechtesche, Efimesche, Mestensche ofte Gertberge- 
sche, Aistedesche, Oldenardesche ofte alsfllke laken gewesen, ik wolde se 
wol verkoft ofte vorbfltet hebben lik ander luden, men ik dede gerne, er we) 
noch ter tyt neimant. Ein terlink Herentalsche quam my van Lubeke, de 
moet stan myt to Lychtemissen^) wart, dat de lüde wedder to Bresloü wart 
tein; op mytvasten^), so wel ik gerne des besten darby doen lik ofte se myn 
weren, ofte Got wil. Item de 54 Aresche stan noch Tome unverkoft, de 
moten ok stan myt to der vasten wart. Anders kan ic jfl nft nicht scryven, 
men Got sy myt jfl, Gescreven op sunte Andrewes avent. 

Gerwin Marschede. 



134. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hüdebrand Veckinchii^en 

in Lübeck. — 1416 Dezbr. 13. 

Rev. 8t.'A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrand Veckin- 
chflsen to Lflbeke littera detur. In dorso von der Hand des 
Empfängers: 1417, 27 in jannewario. Dey tunne Werkes, dey to 
Lubeke es, stet by 420 mark Lub. 

Vruntlike grote vorgescreven. Wetet Hildebrant, gude vrunt, juwen 
breyff, de op sunte Simon judendach^) gescreven was, hebbe ik wol vorstan, 
älzo dat gi my scryven, dat gi gelt op my kopen wellen, das en doet 
nicht, wante ik kans nicht betalen, wante ik en kan der laken nicht vorkopen, 
ik gelo ve (de) duvel es in den laken ; ik wolde gerne quade war dar annemen 
unde geve gerne van mynen Gelde darvan to anderen schaden darane, 
ik kan einen mechschin^) dar nicht to bringen, de my doch 1 mark wolde 
beyden vor % laken. Gi screven my lesten, ik solde se myt gesellen to Lettofl- 
wen wart senden. Hir en es neimant, de er si]^ underwinden wel unde ok 
solde ik se darben senden, so moste ik dar ton mynnesten 100 schok grossin 
mede senden unde dat ik de wol hedde, ik en sente er dar nicht hen, wante 
ik besorge'de my, se solden lancsam wedder komen, wante et stet ovel 
unde ik besorge my, dat et ein orloge wil werden op den somer myt den 
Polen unde den heren. Ik wolde, dat Got wolde, dat ik myn dink in banden 
hedde unde mochtet 1 anderen wech senden, wante et wel hir nicht mer dogen. 
De heren beschatten de lüde, dat se drade ni^:bt mer hebben. Vortmer 
dat solt es wol to Revel gekomen, ako ik van luden gehört hebbe, men ik 
hebbe dar neue brive van unde ik screff Hildebrande van dem Bökel, dat 



1) 23. Februar 1417. 2) U. April 1417. 3) 2. Februar 1417. 4) 23. Februar 1417. 
6) 28. Oktober. 6) Etwa verschrieben fOr „minschen''« 



— 157 — 

gy my gescreven hedden, wert sake, dat he geldes behovede van juwer 
wegen, dat he dan op my kofte ofte neme en 50 oft 60 nobelen, de wolde ik 
hir untrychten, hiruimne 80 en sende ik em nein dink darhin unde est sake, 
dat he dat gelt hir overkopet, so wil ic et, ofte Got wil, betalen. Ik wolde 
gerne juwe beste, wente dat wet Got likerwis, off myn egen were, ik hebbes 
neine macht. Wert sake, dat et hir were als et in vortyden was, dat men 
mochte gan unde vorkopen 1 terlink laken unde geven 1 laken 1 f erd. myn den 
de lop darvan were, so wolde ik jft al ju dink to banden schicken an gelde, 
vorwar Hildebrant, des en es nfl nicht unde ik en dar my dar nicht op yorlaten, 
dat wet Got. Item so es my 1 terlink HerentaJss gekomen van Lubeke, de 
ander es to dem Sfinde bevroren. Item de 50 Aress stau noch to Tome, Clawes 
Swarte was nu dar, he konde er nicht vorkopen. Anders so en wet ik j& 
^nicht to scryven, men et stet hir tomale ovel in der stat unde op dem lande, 
al20 gi lychter bet mögen vomemen ran anderen luden den ik et jft scryven 
kam. Got wandel ton besten. Got sy myt jft. Gescreven op sunte Lfttzien 
dach 1416. 

^ Gerwin Marssde. 

Item jftwe om Hildebrant es wol hirgekomen unde kofte hir 1 pert, 
1 sieden unde vor to ßyge wart des vrydages vor sunte Lfttsyen dage.^) 

Item de timne werkz, de ic jft to Lubeke wart sante by Ty^^^^ Velt- 
Bteden, de stet by 420 mark. Dat werk mote gi tolaten maken unde smeren, 
dat es droge, ofte gi et to Lubeke vorkopen wolden. Ik hadde der tyt nicht 
dat ik et doei\ konde, do ik et des avendes krech, do moste ik des andern 
dages perssen unde schepen. Grot sy myt jft. 



135. Reynart Noütgin in Köln an Hildebrant Veckinchusen in 

Brügge. — (1416) Dec. 18 ( ?). 

Eev. 8t.-A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickin- 
chusen to Brug littera detur. [ ] [y In dorso von der Hand des 
Empfängers: Int jar 1416 op \y^ sunte Johannesdach na 
kerstmysse.^) 

Mynen dyenst unde wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickmc- 
husen, gude vrunt, dat ick unser wullen 8 seck hayn verkocht uff al van den 
20 seck, mer dar en is geyn gereit äff zo kregen in geynre weis bys up den 
somer. Got kus uns myt lieve levenc Dys wulle en was nerental also gode 
und as de 10 seck wullen: dys ys gele und kurt imd de ander was wiis imd 
schein und euch lanck van hären. Hema wist uch zo richten unde mich 
duncket7 dat kranck profyt is an den fardelen. Also heb ich 100 gülden, de 
wil ich uch dar wesselen myt den eyrsten, dat ich mach, unde wü ich uch 
darzo noch 1 fardel, off Gott wilt, also vro, as ich yt kregen mach. Unde 
schrivet my den prit van den märten unde oich van den fardelen, so wat de 
geldent; dama weis ich mych zo richten. Unde weer de wulle also got ge- 



1) 11. Dezember. 2) 27. Dezembei. 



— 158 — 

west as de 10 seck wullen waren, ich meyn, ich hette sy reyde al verkocht. 
Noch hoff ich sy wail zo verkopen, off Got wilt. 

Unde also as ich uch hain gescreven van den 6 stuck gra«s Monstar- 
veleirsen, dat de gelden soDen 18 wiis d. Nu, meynt der man, synt sy besser, 
he wilt myr me darumb geven, up dat goit van warfen synt. Nicht me zo 
deser ziit dan Got sy myt uch. Gescreven des v[ri]dachs vur kyrsavent zo 
Collen. 

By myr Reynart Noiltgin. 

13)6, ReynoU Noiltgin (in Köln) an Hüdebrant Veckinchtisen in 

Brügge. — 1416 Dec. 21. 

Bev. St.'A. Orig. Adr.: An den eijberen man Hildebrant Wickinchusen 
to Brug littera detur. 1 r [y In dorso von der Hand des Empfängers: 

1416, 5 daghe na \y^ kerstdaghe^). Tydeman Swarte sal 
my gheven vor 100 gülden to 35 groten. üntfanghen dey 100 
gidden to 35 groten. 

Mynen dyenst unde wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen, gude vrunt, dat ich heb juwen broder gedaen 100 gülden, dat de sal 
Tydeman Zwarten bezalen to Brug, den gülden vur 35 groten unde ich wolde 
wail hebben gekregen bäte up den gülden van anderen luden, mer ich hebbe 
juwen to Vrantsce(l) gedaen. Wort heb ich juwen breiff wail verstanden, 
dat gy dese fardel heb untfangen, des sy Got geloft, want my heft dama 
verlanget seer umb tydinck dar äff to vememen. Dich heb ich wail vememen 
in juwen breiff, dat gy myn rechenscap wail heb untfangen, de hebbe ick myt 
den kürtzsten overrechent. Is ju daran eynich gescele van eyniche stucken, 
dat schrivet my, so wil ich fich gern besser bescheit schriven. Vort so 
staint ju laken up der halle unde ich wil gern dat beste darby doin unde ich 
meyn uch noch uch 1 fardel to senden, want ich en kan hir to geyme reyde 
komen. Van deser wullen is verkocht 8 seck unde ich hop de ander oich 
wail zo verkopen, off Got wylt, unde ich hedde sy reyde wail verkocht, mer 
sy en was nyet also gode as de eirste 10 seck. Noch wil ich des besten 
ramen myt der hulpe Godes. Nicht me zo deser ziit dan Got sy m}/! uch. 
Gescreven des maindach vur kyrsdach. 

By myr Reynolt Noiltgin. 

Unde schrivet my den pris van den märten unde oich wat de vustene 
dar geldent unde oich den pris van den gülden, so wat xle geldent. 

137. Reynart Noiltgin in Köln an Hildebrant Veckinchusen in 

Brügge. — (1417) Jan. 2. 

Rev. St 'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickinchusen 
to Brug littera detur. I i ly In dorso von der Sand des Empfängers: 

1417, lOinjannewario. \y)^ 



1) 30. Dezember. 



— 159 — 

Mynen dyenst und war ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen, gude vrunt, dat ick juwen breiff wail hebbe verstanden, also as gy 
my gescreven hait, dat ic gern wissen soilt so we der man to Lubeke were, 
de wolde gesebcaff myt myr anstain; De heist her Hinrich Vrunt und 
plach in vurtyden by Hinrich Sliper zo sin, deme Got synre seien genade, 
unde heft Hans wiff van Havren, de to Lubeke plach zo wonnen, da Got, 
de sele äff haiff, unde is eyn gode, truwe geselle, as ick vemomen hebbe, 
unde versteyn sich wail up tohsen(!) penvert. Dat were sere vur ims, solde 
wir geselscaff dar haven, Herup moicht yr denken, so wes wy hiraff to 
doin hebben, des selven gelichnis wil ich gern dein. 

Item so hebbe ick wail verstain, dat gy my schrivet, dat ick ju behulplich 
sal sin myt juwe laken. Dat wil ick zomsdl gern doin myt juwes broder rade 
unde ich hebbe reyde 2 stuck darvan verkocht, mer dar is korde gereyde 
gelt äff zo kregen. 

Oich heb ich noch 8 seck wulle owele van den 20 seck. Were de 1 ver- 
kocht, so moicht wy sy brengen in de ander rechenscap. Dat were my zo- 
male leyff, ik sal sy darumb desde ere van der haut slain und ick hebbe 
juwen broder gedain 100 gülden, de sal hie ju dar bezalen den gülden wur 
35 groten. Unde ich meyne ftch noch 1 fardel zo senden, off Got wilt, dat 
eyrste, dat ich yt kregen mach, wänt in al Collen en weis ich gegen wle^), 
de sy haut; wylent ywe noch nyet verkopen, ich hedde yt uch ander lange 
gesant, mer ich hoff, sy sollen sy balde vele beden. Oich heb ich wail ver- 
standen de zidinck van den märten. Dat ys my leyff, dama wil ich mich 
richten. Nicht me dan Got sy myt ju unde grotet my Werner Schere sere. 
Gescreven in Collen des anderen dages na jairsdach. 

By myr Reynart NoUtgin. 

Oich so wolde ich wail, dat yr myr sent myt den 6 stuck graen, dar 
ich uch äff gescreven hain, Monstaveleirs 1 swarte Doesch laken myt den 
smalen listen, dat da ^oit were. Dar bin ich umb gebeden unde wy mochten 
oich wat daran verdenen, is yt Godes wille. Und ich hebbe myn mfttze 
untfangen und ich wolde wail, dat sy ejn half cluen(!) wider were. Unde 
schrivet my dan, wat sy byde costent. 



138. BeinhM NoUgin (in Köln) an Hüdebrand Vechinchusen in 

Brügge. — c. 1417 Jan. 2. 

Rev. St.'A. Orig. ündatirt. Der Zettel ist an den Brief vom 2. Januar 
1417 gesteckt und stammt vermiUhlich aus derselben Zeit wie jener. 
AUein ist er trotz seiner eigenen Adresse kaum expedirt worden. 
Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickinchusen to Brug 
üttera 1 i [v |> 
detur. VTTr 



1) = vule, wulle. 



— 160 — 

Safferayn van Ort gilt he wail 14 mark off 14^, de gode is, Ballengeir 
12 mark off darby mer. De en is zo Collen nyet also nfttz as safferayn van 
Ort. Hirin provet dat beste. 

By myr Reynalt Noiltgin. 

139. Gerwin Ma/rschede (in Danzig) an Hildehrant Veckinchiisen 

in Lübeck. — 1417 Jcm. 5. 

Reo. St'A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinchüsen 
to Lubeke off wor he es littera detur. In dorso von des Empfängers 
Hand: 1417, 3 in feberwario. 

Vrentlike grote voi^escreven au meynen leven vrunt. Hildebrant 

Veckinchüsen, juwen breyff hebbe ik wol vorstan, alzo dat Hoftman wol 

overkomen es, Got sy gelovet. Ok meine gi, dat Heine Somer over sy in 

Engelant, dat geve Got, dar leget my macht ane. Item so en es Albrecht 

Ludekenssone unde Runge unde ok de derde schipper hir nicht gekomen. 

Wy meynen hir, dat se in Norwegen sin, Got geve unde sin leve moder, dat 

se myt leve komen moten, so wü ic gerne de vigen helpen vorkopen. Vortmer 

so es schipper Clawes von Dorpmfinde to dem Sflnde bevroren, dar es de 

terlink Herentälsche inne, dar de 2 lychte blawen inne sint, den andern 

terlink hebbe ic wol untfangen. Der laken hebbe ic en dels vorkoft umme 

gelt to maken, wante van ddh Letselschen noch Mostrechteschen kan ik 

nein gelt kopen, dat et my ok grote noet dede, ik hebbe hir geweten(I) dat 

ik alsftlke Lentselsche hedde gehat, ik wolde er nicht 8 dage veyle hebben 

gehat, men nfi en wel er neimant, dat maket der Aistedeschen unde der 

Olden&rschen unde Gentschen es hir nfi vele, der en plach hir in vor- 

tyden nicht to komen. Ok so en wellen de wantsnider nft nicht alzo gerne 

Eamerykesche unde brede Dortuke kopen alzo tovoren, dat maken al desse 

vorgescrevene laken, de sint en vele bequemer de halven den de helen laken 

unde van Aistedeschen Oldenardeschen hebben se ere köre. Oldenarsche 

gelde nü op desse tyt 7 ^ mark, Aistedesche 8 mark nicht gerne. Aresche 

wellen nicht gelden boven 5 mark 16 scot. De 50 Aresche sint my weder- 

komen van Tome, de moet ik vorkopen umme dat se gelden wellen, wante 

my quam dallink ein breyff van Engelken Veckinchüsen, dat he to Byge 

opgenomen hevet 60 Engeische nobelen, de sal ik in 14 dagen betalen unde 

de nobelen gelden 3 mark 8 scot. Vortmer so doet wol unde scryvet my wat 

ik doen sal by den Trechteschen, wante ik besorge my, dat ik er na proyite 

nicht vorkopen kan unde jo se hir dan lenger stonden, jo jflwe schade grotter 

wer; mochten se to Lubeke 5^ mark gelden, so weren se dar vdebeter 

vorkoft den hir. Item de lüde, de n& ut Lyfflande quemen, de se^en, dat 

et noch allensch stet myt den Rfissen, men se moten to Ploczko wol tein; 

ok so solden se nft op sunte Steffenschdach^) tohope sin to dage myt dem 

meyster. Wo se et dan maken, des wet ik nicht. Anders so en wet ik jft 

nft nicht sunderlinges to scryven den Got sy myt (ju). Grotet unse vrende 



1) 3. August. 



— 161 — 

vrentliken. Gebeydet over my. Gescreven op der hi lügen dryer kroninge 
avent 1417. 

Gerwin Marschede. 

Item alzo gi my scryyen dat men dat lU gr. overkopei umme 10 unde 
7% mark, se hebben et ok dflrer overkoft; men de laken willen dar nicht 
na gelden alzo se stan by Ü gr. tale. Ik gelove wol de laken solen nicht ser 
rysen, wante de lüde clagen sere dat se quäde marte gedaen hebben to 
Kiakaft, to dem Bryske, to der Nitcze, to Breslafl, dar sint de laken fflste 
Stande gebleven, men doch woldet vrede bleven, so mochte et noch g&t 
werden. Got gevet. 

140. Iteynart Noütgin in Köln an Hüdebrant Veckinchuaen in 

Brügge. — (1417) Jan. 17. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickinchusen 
to Brug littera detur. I i ly In dorso von der Hand des Em- 
pfängers: 1417, 26 in \J/^ jannewario. 

Mynen dyenst und wat ich godes vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen, gude vrunt, dat ick juwen breiff wail heb vemomen, also as yr myr 
schriivet, dat ich de wulle soil verkopen und oich de laken und komen to 
Brug. Dat wil ich gern doin und ich hain noch to verkopen 7 seck wuUen 
und van den laken en is noch numme verkocht dan 2 stuck. Unde were de 
wulle al verkocht, so moicht ich gans rechenscap brengen. Wer dit anders 
west to rade, dat schriivet myr und sechget Werner Schere, dat ych eym 
han gesant 1 tessche myt Schollegin deme karbesteder, also as hie myr 
gescreven hadde. Nicht me zo deser ziit dan Got sy myt uch. Gescreven in 
Collen myt der haist up sent Thonis dach. 

By myr Beynart Noiltgin. 

141. ReynaH NoiUgin in Kein an Hildebrant VeckincMisen in 

Brügge. — 1417 Jan. 23. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: A n den eirberen man Hildebrant Wickinchusen 
to Brug littera detur. I i ly In dorso von der Hemd des Empfängers : 
1417, 6 in feberwa- \/^ rio, do untfench ich by Heynen Bonen 
2 Ollemesche ferdelle. Darvan gaf ich tor vracht 5 Rynsche gülden 
13 groten. Item so leyt ich wedder op dey selven karen 36 koppelle 
frutes. Van der koppelle soUen sey hebben to vracht 3^ marc 
Gols. Hirop lent 15 Rynsche gülden. Ick gaf ick to unkoste wente 
op dey karen Lj ly 
6 sl. 6 groten. vj/^ 

Mynen dyenst unde wat ich gotz vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen, gude vrunt, dat ich uch sende by Wolter Fluix gaste 2 Olmer fardel, 
de costent 228 gülden unde sy gehorent in unser drygger geselscap. Und de 

Briefs and Urkunden, 1806—1441. 11 



— 162 — 

Tracht is 20 witte cL vur den zinder und sy wighent 5^ zinder. Summa 
5 gülden und 1 34 ort. Nicht me zo deser ziit, dan Got sy myt uch. Gescreven 
des satersdach na sent Tagneten^) dach in Collen. 

By myr Reynart Noiltgin. 

142, Gerwin Ma/rschede (in Danzig) cm Büdäyrand Veckinckusen 

in Brügge. — 1417 Jan. 27. 

Ben. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchüsen 
to Brflgge littera detur. In dorso von der Hand des Empfär^ers: 
1417 op den ersten dach van merte. 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vrfint. Hildebrant juwen 
breyff, 2 dage na nijars dage^) hergescreven, hebbe ik wol vorstan int erste 
umme de 40 ^ gr., de wil ik, ofte Got wil, untrychten unde ok de 60 nobelen, 
de Hildebrant van dem Bökel hir over henz laten kopen. Item so moet 
ik de 60 Aresche darumme vorkopen, de en solen nicht mer gelden wellen 
op desse tyt den 6 mark myn 8 schot unde ik geve se dar unmaten node 
unmie, doch ik besorge my (se) solen nicht mer gelden wellen. Vortmer 
unmie de 2 terlink Herentalsche laken, der en es my noch men 1 gekomen, 
de anderen es to dem Sfinde bevroren alzo ik jft wol er gescreven hebbe to 
Lubeke wart. Ok alzo gi my scryven, dat ik 2 Herentalsche sole geven vor 
1 schippunt wasses, efte gy en konen n& nicht wol beholden, des so wetet, 
daf ik des nicht doen en kan, wante er en wel neimant darvor nemen. Ik 
hebbe er 15 vorkoft ut 1 terlinge, de my komeu es, darvan stet op paschen') 
to betalen 140 mark, de solen wol utkomen by 23 mark; al weren se myn 
gewesen, ik hedde se nicht bet weten to vorkopen noch ter tyt, wat himest 
schein mochte, des wet ik nicht. Vortmer, alzo umme de Trechtesche, der 
wel neimant to borge, ik swige, vor war ik wolde se gerne vorkopen, ik kan 
ejmen man nicht darto bryngen, de my ychtes wat beyden wel darvor. Vort- 
mer der Lenti^chen hebbe ik 1 terlink vorborget op paschen'), dat stucke 
vor 14 mark 1 fr. Item alze gi my scryven, dat ik jft scryven sole, wat laken 
hir best wellen tegent vorjaren, des en (wet) ik nicht; wat men an laken 
leget, dat es al vorloren, wante se en wellen dar nicht na gelden dat se stan, 
dyt möge gi lychte ok wol hören van anderen luden, de ere Aresche geven 
hebben vor 5 mark 16 scot., Aistedesche myn den 8 mark, Oldenarsche 
nicht vele dflrer den 7% mark, Meddelbüsche myn den 7% mark, Kon- 
dytsche 6 mark, Tomesche 6% mark; ok werden hir de Mestensche to 
herweste gegeven vor 10 mark op paschen') to betalen. Hirby so möge gi 
merken, dat hir neine böte van laken en es. Wo et werden wel op ten somer, 
dat wet neimant, et es hir gut gewesen. 

Item de vigen sint noch nicht gekomen. Got geve, dat se myt leve 
komen moten, dat sal groten schaden doen an dem gude, dat se alzo lange 
sin; wan se, ofte Grot wil, komen, so wil ik des besten darby doen, dat ik 



1) Wohls:: Agnotentagi — Jaiiaai21i 2) 3. Januar. 3) 11. April. 



— 163 — 

§ 

kan linde vortan by den anderen dingen ny jflwen breyven, so ik allerbeste 
kan, dar ik es macht hebbe. Anders nicht, den Got sy myt jfl. Gescreven 
2 dage na sunte Pauwels dage vor lychtmisse int jar 1417. 

Gerwin Marschede. 
Gameveit es wol hirkomen. 

143. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hildd)rand Veckinchitsen 
in Brügge. — 1417 Februa/r 2, mit Nachschrift vom folgenden Tage. 

Rev. Sl-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge Uttera 
detnr. In dorso von der Hand des Empfängers: i417, 21 in feberwarjo. 

Vruntlike grote tovomv screven. Wetet, Hüdebrant, dat ik juwen breff , 
ghescreven 16 die in januario, wol vomomen hebbe unde, alse ik vomeme, 
so hebbe gy de syde ghekofft dar gy my ene haspe van sanden by Hermanne 
deme lopere unde gy scriven, dat er wesen sal in al 69% ^, dat ^ hebbe gy 
ghekofft ume 13 sl. grote. Hüdebrant, dit ghelevet my wol, doch so iz et 
to vele gheldes, künde gy nu op en sorte komen van 10 sl. grote off darby, 
dat wy de ene by der andern hebben mochten. Hir mote gy op vordacht 
sin, wante en deels vrowen en wellen nicht gerne hogher ghan dan 4 ^4 mark 
et ^. Damme so moeste wy ok ander syde darto hebben. Item, Hüdebrant, 
ik bidde ju, dat gy wol don unde scriven my nu rekenscop van der syde, 
also van dessen 59^4 ^> de gy nu ghekofft hebben unde ik van der syde, 
de gy uns tovome sanden unde rekent dar entheghen wovele dat uns van 
deme kopper gheworden is unde vort wes gy van unser wegene noch hebben 
unde scrivet my ok wanner dat men desse 59% ^ syden betalen sal unde 
maket all dink dar, des bidde ik ju. Ik wel ju binnen kort scriven, wovele 
gheldes dat wy hir in al hebben solen, op dat wy al betalt werden. 

Item so hebbe ik wol vomomen, dat gy uns senden by enen boden 
gheheten Seghebode, 13 ^ syden, alse van den 59% ftf. Got geve, dat he 
mit leve komen mote. 

Item alse gy my ghescreven hebben van den 32 ^ groten, de ik hir 
toseggen sal to betalene 8 daghe na paschen^), dit hebbe ik den luden toghe- 
secht. Her ik hope to Gode, dat gy desulven hir betalen solen, wante hir 
sin lüde, den tomale sere vorlanghet. 

Item myvordmt tomale sere, dat gy de 25 ^ grote so lancksem be- 
weren: ik mflt dar mede liden. Item Diderik GrUe was hir unde he is weder 
enwech ghereden unde he lovede my, dat he binnen kort weder komen wolde. 
Unde wovele dat he my in al schuldich is unde darvan geven hevet, dat hebbe 
ik ju alrede in andem breven screven. 

Item alse dat gheleyde van hir ghet, so wel ik de tunne Werkes mede 
oplegghen. Iz et ok, dat her wat komet ut Pmtzen, alse gy screven hebben, 
dat wel ik ju ok senden. Hirmede blivet ghesunt. Ghescreven op unser 
vrowen dach purificacio anno 17. 

Tijdeman Brekelvelde. 



1) 18, April. 

11' 



— 164 — 

♦Item, Hildebrant, dot wol unde kopet my 6 eilen van eneme swarten 
Dfifische, dat gut sy, unde nemet van Tideman Borstal dat ghelt, wante ik 
hebbe eme vuste van mannigherleye dinghe ghescreven, dat he my kopen 
sal; ik sy anders ta rade worden.* 

Item scrivet my rekenscop mit den ersten. Ik wel ju, off Got wel, ok 
al dink scriven by deme ersten lopere, de van hir ghet. Item, Hildebrant« 
Hinrik Stalhom hevet her 1 vat ghesant mit mandelen; dat quam her dallink 
unde he scrivet my, dat juwe vyghen de besten nicht en sin, also dat he dar 
noch nicht van vorkofft en hevet. Ok scrivet he my, wo dat gy 40 äf grote 
op eme kofft hebben. Anders nicht dan ik bidde ju, dat gy my rekenscop 
scriven. Ghescreven op sunte Blasius dach. 

T. B. 

144. Engdbrecht Wytte aus Riga an Hüdebramd Vecldnckusen in 
Brügge 8. a. etwa Januar — März 1417. 

Rev. Stadtarchiv. Orig. Adr.: An Hyllebrant Veckinchusen tho Bruggke 
sal desse breff. X/^ In dorao von der Hand des Empfängers: 
1417, 13 in y^ apryUe. 

Vruntlyke grote to vom ghescreven unde wes ik gudes vormach. Weten 
schole gy, leve swagher, dat ik in juwen ersten breve unde in den lasten wol 
vomomen hebbe, de gy myner moder sanden, de erste, de ghescreven was 
8 dage na sunte Mycheles dage^), de ander 10 dage vor des kerstes dage^). 
^ -^ Alse gy wol scryven untemelyk scryvent mochte ik wol underweghen laten ; 
were ik recht bedacht, wes ik ju ghescriven hebbe, dat wyl ik alleweghe 
bekant syn vor Gode unde vor allen ghuden^uden; wor es to donde is unmie 
sodane punte dorve gy my nycht drouven, wente ik en vrage dar nycht na. 
In ghudeme gheloven heft ju myn vader selygher dechtnysse syn gut ghe- 
sant, den guden gheloven den solde gy met uns na syneme dode gheholden 
hebben, so hedde uns wele wemodes ghen behoef ghewest. Unde der stat 
breve an den kopman unde an gy, wente wy et so langhe vorwolgende met 
unsen breven, de en mochte uns nycht helpen nochtan so en mach uns des 
Stades denckebock unde ere breve nycht helpen unde dat gude lüde vor den 
rade betughet unde beswören hebben, dar en boven pande gy uns myt 
unseme ghude, wente wy ghen bescheyt en weten, worumme dat gy et don. 
Unde ok so scryve gy dat gy tachter syn ghewesen van mynes vaders weghen 
by den 16 jaren, gy hopen de oldeste schult, de schal erst betalet werden; 
dat scheide gy ghescreven hebben dewyle dat myn vader levede, wente gy 
hantterenden syn gut, so langhe hedde he ju wes ghewest. Gy hedden 
do wol ghesproken unde hedde myn vader dyt gheweten, dat gy myner 
moder unde mg dyt wolden ghedan hebben, he solde dat dan anders bevaret. 
hebben, dat wy myt ju sodane vordret nycht dorven myt ju ghehat hebben. 



1) Das zwischen Sterne gestellte ist durchstrichen. 

2) Vermutlich 1416, Oktober 6. 

S) Vermutlieh 1416, Dezember 14. 



— 165 — 

Ik wolde gerne weten wes gy tachter weren van syner weghen wat de punte 
syn, dat Bcryvet uns dar bydde wy umme. Ik hope to Gode wes ju myn 
vader lovede myt myner suster, dat is ju wol untrychtet, dat wete ik vor 
wäre wol, wente gy et ok weten, wan er dat gy et weten wyllen. Unde ok 
80 wetet, dat ik ju juwen breve wol vomomen hebbe also gy scryven dat 
wy dar solen harde wol tosen dat wy also don, dat et uns allen nycht 
en ruwe. Swager sulke drouwebreve dorve gy uns nycht mer scryven, hyr 
is en gut recht. Ik wyl ju to alleme rechte staen alse en gut man don sal; 
komet her by uns, sy ik ju wes, dat wyl ik ju in alle wege lever don myt 
vruntschoppen dan myt rechte na unser beyder vrunde segghent. Isset 
dat wy uns nycht scheden konen myt vruntschoppen, so schedet uns wol 
en recht unde woret sake, dat gy unse gut noch nycht wedder senden wolden, 
so wyl ik myner vrunde bruken unde wyl et soken also ik et allerhoghest 
kan myt rechte. Wente swagher, ik en wylles nycht lengher untberen met 
nychten, dar ik recht to hebbe. Wes ik ju sy, dat wyl ik in alle weghe lever 
doen met vruntschoppen dan myt rechte. Unde ok so scryve gy wol in 
juwen breven, dat gy edder myn suster wolden herkomen met uns to spre- 
kende. Dat duncket my nycht nutte wesen, dat se her queme, wente dat 
en ys ghenre wywe dedynghe. Scheit ju wes up uns, komet her by unsen 
vrunden unde by den juwen, wes gude lüde kennen konen, dat wyl ik ju 
alle wege lever don myt vruntschoppen dan myt rechte, derghelyken dot 
my wedder, darumme en isset gheinre wywe dedynghe, latet se dar, wente 
se is ghenoch ghevoret atter de lande, ünde ok so wetet swager, dar gy 
wol scryven also van som ander punte, dat sehole syk hymeghest wol 
vynden wans darto kommet. Hebbe ik ju wes unghelykes ghescreven, des 
wyl ik blyven by guden luden unde by myner scrj^t, derghelyken dot 
uns wedder unde de hyndemysse de wy van juwer wegen hebben, der wylle 
wy unvorsumet wesen. Nycht mer uppe desse tyd. Grot late ju ghesunt 
to langher tyd an sele unde an lyve; unde grotet myne suster sefe myt eren 
kynderen unde alle vrunt. Ghescreven up sunte Mattyas daghe. 

By my Engheibrecht Wytte. 

145. Reynart Noütgin (in Kein) an Hüdebrant Veckinchusen in 

Brügge. — fl417) März 5. 

Rev. SL'A. Orig. Adr.: An den eirberen man Hildebrant Wickinchusen 
to Brug littera detur. 1 i iy In dorso von der Hand des Empfängers: 
1417, 12 in mertte; \/^ 3 Oustborgher ferdelle op Danckers 
karen 6^ gülden 2 wysse d. 

Mynen dyenst und wat ich goits vermach. Wist, Hildebrant Wickinc- 
husen, gude vrunt, dat ich noch sende 3 Ausborger fardel, half oissen und 
hall leven, myt Gerit Dankarts karen, unde he sal hain zo vracht, vur de 3, 
6% gülden und 2 wis d. Gols. ünde ich wil ywe uch noch me senden, oft 
Got wilt, und dese fardel dis en dogen nu nyet verkocht in geynre wis. 

Want sy solde dar groten schaden annemen, an eyme stuck by eventure 
wail 10 gülden, want hir en sint geyn fardel zo krygen, men mois sy nemen 



,— 166 — 

80 wat sy geldent 14 dach na paisschen. Dat sal wail by 10 gülden schelen 
an deme koiff an eyme fardel, so as sy nu geldent und dan gelden solen, as 
men meynt, und sy geldent nuhe 2 gülden my dan 100 Ausborger, de Olmer 
8 gülden und 100 und sy slaynt van dach to dage up. Darumb laist de fardel 
lygen und sprecht myt Clais Balken, dat wy gelt krygen in de mysse to 
Andorpen zo bezalen. Darup moicht gy dan wessel machen, so verkoyp 
wy dan des fardel und bezalen dat Andorpen. Dyt dunket mych de mynste 
schade syn, want ich noch nyet en weys, wat de fardel solen gelden 14 dach 
[na] paisschen. Hyrin provet dat beste und ich wil ywe uch me senden, 
off 6ot wilt, dat eyrste dat ich sy krygen mach. Nicht me zo deser ziit dan 
Got sy myt uch. Gescreven des anderen vridachs in der wasten. 

By myr Reynart Noiltgin. 

Wist, Hildebrant, dat de wygen sint al verkocht und ich en heb dat 
gelt noch nyet al. Und ich hain wail verstanden, dat gy dat gelt gern hedden 
to Brug unde ich wolde, dat gy yt reyde dar hedden de ziit dunket mych 
nu zo kort sin, dat gelt dar zo senden und weder in de mysse zo komen, 
und ich hoffen oich, ich wil uns gode nutz myt doin in der mysse, off Got 
wilt und unse lieve wrauwe. 

146: Hüdebrand Vechinchusen in Brügge cm Tydeman Brekdvelde 

in Lübeck. — 1417 März 17. 

Sev. St.-A. Zweifelhaß ob Original oder Entwurf. Adr.: An Tydeman 
Brekelvelden in Lubeke lyttera detur. r^\^ Unter der Adresse: 
Tydeman Brekelvelde hevet my re- ulj/^ kenschap ghedan van 
dessen 3 terlinge wandes. ^^ ' 

a. b . 0. 

rrlX Vrentlike grote vorghescreven, Tydeman Brekelvelde, gude vrunt, 
\~r^]^ geleyve to wetende, dat ic ju sende to Hamborch wort noch op 
myn propper eventur 3 terlinghe wandes, aldus ghemerket. 

Dey terlinch myt den a es in schepper Hinryck van Ryppen; hir sint 
inne 18 Tomasche laken myt den slachdoke, also 2 satblau, dat ene is gesneden 
unde es ton sclachdoke, 3 grone, 1 hemelblau, 4 persche, 4 sanwyn, 4 rode. 

Item dey terlinch myt den b es in schepper Heyne Gher; hir is inne 
17 halb Tomasche laken, also 2 satblau 2 grone 1 hemelblau 4persche 4 sanwyn 
4 rode. Item so es to den sclachdoke 34 snede pers van sunte Tomass. Dyt 
sint to hope in 2 terlinghen 36 34 Tomasche laken m3rt den sclachdoke unde ic 
bydde ju, dat gy also wol weit don unde vorkopet my desse 2 terlinghe laken 
ton mynen besten profyte umme ret gelt unde gevet sey so sey mest gelden 
kunen. Hi rinne so ramet myn beste umme myns vordenstes willen. 

Item so es de derde terÜnch myt den c in scheper Petter Wyllemes; dar 
is inne 13 Tomasche laken, also ein satblau, 1 grone, 3 persche 4 rode 3 sanwyn 
unde 1 hemelblau. Unde hir is ton sclachdoke 34 pers Tomas ton sclach- 
doke. Desse terlinch antwort Boden van Stochem unde seget emen, dat he 
den terlinch neme in mynerynghe van der schult, dey wy eme schuldych syn 
van Karbouwen wegen. Got geve dat Peter anders vor dach moyte werden, 



— 167 — 

amen. Seget Boden dat he de laken vorkopen den hoghesten pryse irnde 
holde dat gelt in mynerynge van uns. 

Item dey ik dey eine tunne myt der syde in Snydewynde. Anders ein Vet 
ic ju nu wat mer to scryyende, mer ramet des besten, dat de laken verkoft 
werden. Ic hope it synt gude gadinge van laken. Wert ok dat dar welk^ 
varve inne weren, ein ofte 2, dey de lüde nicht hebben wolden, so lat se 
utsteken. Anders en wet ic ju nu wat mer to scryvende; mer wart wol in 
Gode. Gescreven 17 in merte 1417 in Brügge. 

Item desse terlinch hebbe ic gesant to Haonborch an Albrecht, cranmester, 
dey sal se untfangen unde sal se ju vort senden. Got geve beholden wart, 
amen al umme. 

Hildebrant Veckinehusen. 



14:7. Gefwin Marschede (in Danzig) an Hüdebrcmd Veckinehusen 
in Lübeck. — s. a., aber vermuäich 1417 Aprü 10. 

Rev. St.'A.Orig. DasDatum ergibt sich aus dem Brief eN^^ . . ,*wm 23. Aprü 
1417. Adr.: Dem erbaren mane Hildebrant Veckinchflsen to Lubeke 
littera detur. 

Item so wetet Hildebrant, gude vrflnt, dat ik j& hebbe gescheppet 
in Hanneke Tröste to Flandern wart de 60 sentener keppers. Darvor sal 
he hebben 13 sl. gr. Hir es noch men 1 schip dat to Linden segelen sal, de 
Schipper wolde nicht myn nemen vor de 50 sentener den 19 sL gr. Darto 
80 en wert he nicht reyde vor pingesten. Item so wel ik j& senden in Albrecht 
van Barken to Flandern wart 1% scheppunt wasses. Ok so sal my noch 
mer wasses ofte werk werden van den de my vor juwen laken schuldych 
sint; unde wat my wert, dat wil ik jfl al to Flandern wart senden. Nicht 
mer to desser tyt. Got sy myt jfi. Giscreven op paschavende. 

Gerwin Marschede. 



148. Gerwin Ma/rschede (in Danzig) an Hildebrand Veckinehusen 

in Brügge. — 1417 Aprü 23. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrand Veckinehusen to 
Brflgge. GT^ 

Vruntlike grote vorgescreven an mynen leven vrunt. Hildebrant 
Veckinehusen ju geleve to weten, dat ik jft sende in dem namen Godes to 
Lubeke wart in Ludeken Detmer 2 stro, darinne 13 stucke wasses, wegen 
3 schippunt 2 Us^ myn 3 mark^. Dat scheppunt steit erstes kopes 

50 Vt mark, to wegen, linen, riven, puntgelt 13 scot. — summa es 156 ^ mark 
5%sL 

Item «0 sende ik j& to Flandern wart in Albert van Borken 1 stro, 
darinne 8 stucke wasses, de wegen 1% scheppunt; dat scheppunt steit 

51 Vi mark, to ungeld^ hirop mit int schep H mark, summa 77 mark 3 sl. 



— 168 — 

Item in schepper Albrecht van Barken 2 stro, darinne 16 stucke, wegen 
2% schippunt 1 3^ lis ^ 1 mark^; dat scheppunt steit erstes kopes 52 mark 
myn 8 scot., to ungelde 20 scot., summa hirvan mit ungelde 134 mark 2 sl. 

Item in Albert Ludekessone 1 stucke, weget 27V^lispunt; dat scheppunt 
steit 62 mark, to ungelde 31 sL, summa hirvan es 71 mark 42 sl. 

Item noch in Albert Ludekenssone in myns broder tunne 2000 Letto- 
wessches Werkes; dat 1000 steit 47^ mark, to ungelde hirop 26 scot., summa 
96 mark 2 scot. Item noch in desser tunne 1 stucke sulvers, weget 7 mark 
1 scot., de mark steit 6 mark 10% scot., summa hirvan es 45 mark 8 scot 
myn 3 ^. Noch hebbe gi hir 1 kannephas inne und 1 line umme de tunne. 

Item so sende ik ju in Hanneke IVoste 12 tunnen 1 mese, hirinne sint 
50 sentener libenter koper, de sentener steit erstes kopes 4 mark, to wegen, 
dregen van elkem sentener 1 sL, vor de tunne 36 sl. to toslan, to scheppen 
van elkem sentener 1 sl. to scheppe to voren % sl., to puntgelde 1 mark, 
summe des ungeldes 3 mark 9 scot. 1 sl. Summa in al dat dit kopper steit 
203 mark 9 scot. 1 sl. Aldus so is de summa in al dat ik jfl sende to Lubeke 
w&rt unde to Ilanderen w&rt in all 784 mark 21 scot. 3 ^. Item so giEif ik 
Hanneken Smede lYz mark 2 scot. Item Hildebrant, so steit my noch ute 
vele geldes van juwen laken. Item so es my noch Johan Byler schuldich 
de 241 y2 mark, de bflt my werk und kopper darvor to geven, wante hir steit 
to male ovel gelt to krigen, men ik hedde lever dat rede gelt. Hirumme so 
moet ik em noch ein luttik stünden unde gevet he my dat gelt, so wil ik 
et jfl an sulver ofte an wasse to Lubeke wart senden, so ik erste kan. Item 
de rys es noch unverkoft up 2 vate na, de sint vorkoft an lentelen stenen. 
Item so hebbe ik darmede gefunden 2 vate, dar es water in gekomen, also 
dat dar wol by 6 stenen ane vorvolt sin mid aUe unde ofte et mer es dor 
manck, des weit ick nicht. Unde ik sprak mit Smede darumme, wo he et also 
vorwart were, do segede he my, dat et tusschen Brügge unde Slus ge^cheen 
were in de polleyten, dar were vele waters inne gewesen. Item de komel 
•eB noch al unvorkoft, der vigen es ok noch by 50 korven unvorkoft, dat es 
tomale snode gut; de lüde willen er nicht kopen. 

Item (ik) wil des besten gerne ramen, dat ik kan. Got sy myt ju. Ge- 
screven des anderen vrydages na paschen 1400 int 17 jar. 

Gerwin Harschede. 



149. Gerwin Marschede in Danzig an HUdebrand Vechinchusen in 
Lübeck oder in Brügge. — 14J7 April 23. 

Rev. SL'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrand Veckinchflsen 
to Lubeke ofte to Brflgge littera detur. 1 t IV In dorso txm der Hand 
des Empfängers: Int jar 1417, 18 in \U^ meye. Ein stucke sul- 
vers woych 7 marc 1 scot., dat woych Hinrik üzmant myn 7 % esterL 
De marc golt 22 sl. gr. Hirop untfanghen 6 ^ gr., dey untfench 
Johan dey Galleper. Item 4 stroy wasses; 50 sintener kopers 
in Troyste, betalt 13 sl. unde dat wynghelt. Item dey 4 stroy 
wasses sin vorkoft to 52 marc 1 quart, sey woyghen 9 wagen myn 



— 169 — 

1 nagheL Dey summa in ghelde es 33 U 19 sl. gr. ; overwyst dyt 
ghelt Stasin. ' 

Dyt was stont altomaUe to rekent dey wychte 5 scheppimt 
9 lyspunt 1 marcpunt; dyt stont 183 marc. Dat golt 52 marc 
1 quartyr. Ick vorleys an den wasse 2 Yt naghel. 

Item van Marscheden dat stucke sulvers unde 2000 Lettouwes 
Werkes hebbe ick untfanghen, dey 2000 Werkes hebben golden 
12 U 10 sL gr. 

Vrüntlike grote vorgescreven an mynen leiven vrunt. Hillebrand 
Veckinchusen jft geleive to weten, dat ik jft sende in dem namen Codes to 
Liibeke wart in Ludeken Detmer ^ stro darinne 13 stücke wasses, wegen 
3 scheppunt, 2 lyspunt myn 3 markpunt. Dat scheppunt stet erstes kopes 
50% mark, to wegen, linen, ryven, puntgelt 13 scot., summa es 156% mark 
5% sL 

Item so sende ik jft to Flanderen wart in Albrecht van Borken 1 stro, 
darinne 8 stftcke wasses, de wegen 1 % scheppunt, dat scheppunt stet 51 % 
mark; to ungelde hirop myt int schep % mark, summa 77 mark 3 fr. 
Item in schipper Albrecht van Borken 2 stro, daritme 15 stftcke, wegen 
2% scheppunt, 1% lyspunt 1 markpunt. Dat scheppunt stet erstes kopes 
52 mark myn 8 scot., to ungelde 20 schot., summa lurvan myt ungelde 134 
mark 2 Schill. 

Item in Albrecht Ludekenssone 1 stftcke, weget 27% lyspunt, dat 
scheppunt stet 52 mark,, to ungelde 31 sL, summa hirvan es 71 mark 42 schill. 
T ]^ Item noch in Albrecht Ludekenssone in myns broder tunnen 



w 



2000 Lettouwessches werkz, dat 1000 stet 47 % mark, to ungelde 
hirop 26 scot., summa 96 mark 2 scot. 

"W Item noch in desser tunne 1 stftcke sulvers weget 7 mark 1 scot. ; 

y\ de mark stet 6 mark 10% scot. Summa hirvan es 45 mark 8 scot. 

myn 3 ^. Noch hebbe gi hir 1 kannepftas inne unde 1 line umme de tunne. 

Item so sende ik jft in Hannneke Tröste 12 tunnen 1 mese hirinne sint 
50 sentener lebenter kopper; de sentener stet erstes kopes 4 mark, to wegen 
dregen van elkem sentener 1 sl., vor de tunnen 36 sl., to toslan to schepen 
van elken sentener 1 sl., to schepe to voren % fr., to puntgelde 1 mark, 
summa des ungeldes 3 mark 9 scot. 1 sl. Summa in al dat dyt kopper stet 
203 mark 9 scot. 1 schill. 

Aldfis so es de summa in al dat ik jft nft sende to Lubeke wart unde to 
Flandern wart, in al 784 mark 21 scot. 3^. 

Item so gaff ik Hanneken Smede 7 % mark 2 scot. 

Item Eildebrant so stet my noch ve}e geldes ute van jftwen laken. 
Item so es my noch Johan Byler schuldych de 215 % mark. He bftt my werk 
unde kopper darvor to geven, wente hir stet to male ovel gelt to krygen. 
Men ik hedde leyver dat reyde gelt. Hirumme so moet ik em noch ein Iftttik 
stonden unde gevet he my dat gelt, so wil ik et jft an sulver ofte an wasse 
to Lubeke wart senden, so ik erste kan. Item de rys es noch unvorkoft 
op 2 vate na, de sint vorkoft an lentelen stenen. Item so hebbe ik darmede 
gefftnden 2 vate, dar es water in gekomen aJzo dat dar wol by 6 stenen ane 



— 170 — 

vorf Alt es myt alle unde ofte er mer es dar mank, des wet ik mcht unde ik 
sprak Smede daruimne, wo he et alzo vorwart were, do segede he my, dat 
et tfisschen Br^e unde Slfls geschein were in der polle3rten, dar were vele 
waters innen gewesen. Item de komel es noch al unvorkoft, der vyyen es 
noch by 50 korven unvorkoft, dat es tomale snode gut, de lüde wellen er 
nicht kopen, ik wil dar gerne des besten by döen sfinder vele scryvensch 
myt hfilppe unde rade Hinryk Gamevelde. Item so dencke ik jfl noch wat 
mer to senden in kort toLubeke wart. Item de Herentalche hebbe ik vorkoft, 
dat stftcke vor 23 mark, 10 scot. op pingesten^) to betalen. Hir es neine 
bäte an laken ut Manderen. Anders nicht den Got sy m3rt jA. Gescreven des 
anderen vrydages na paschen 1417. 

^ Gerwin Marschede. 

Item leve Hildebrant, ik kan jfi to desser tyt keine rekenscop scryven. 
Himest, ofte Got wO, so wil ic jü wol scryven to Lubeke to ofte Got (wil). 
Ok so wete gi wol, wat gi my gesant hebben unde ik j& wedder; ik en wel 
myn provit myt jfiwen gelde hir nicht doen; alzo et my van den luden wert, 
alzo wil ic et jfl beweren unde senden jfl wedder. Hir es to male quat gelt 
to krygen van den Iflden unde hir es qflade beweringe. Got geve, dat et 
in kort beter mote werden. Item alzo gi my scryven, dat ik jfl scryven sola 
wat gi my solen senden van laken, ut Brflger marte, des en kan ik jfl nicht 
gescryven, wente ik en wet nicht, wo et noch werden wel myt den orloge. 
Wy hopen et sole yfede werden, ok besorge wy uns vor orloge. Item na 
dem komel vraget neimant ; unde hir sint lüde, geven eren rys vor 20 schot. 
unde wan ik jflwen rys darvor geve, so solde gi nicht 8 mark krygen vort ^ gr. 
Dat dflncket my quade kopenscop sin. Ik en kan neine bäte kennen tflsschen 
dyt unde Flanderen. 



150. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hüdebrani Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 April 23. 

Reo. St.'A. Orig. Ad/r.: j Tiy An den erbaren man Hildebrand Veckin- 
chflsen to Brflgge \J' littera detur. 

Vrentlike grote vorgescreven. Wetet, Hildebrant, gude vrflnt, dat ik 
jfl sende in Hanneken Tröste 12 tunnen 1 mese, darinne 50 sentener koppers. 
Darvor sol de schipper hebben to vracht 13 sl. grote. Den kinderen gaff ick 
to winegelde 5 sl. 

Item so sende ik ju in Albrechte van korken 3 stro wasses. 

Item in Albrecht Ludekensone 1 stro wasses unde in mynes broders 
tunne 2000. Lettouwessches Werkes unde 1 stflcke sulvere 1 kannepflas 
1 line; wat dyt dink stet, dat vinde gy wol in anderen breyven. Got geve 
beholden reyse, amen. Got late jfl gesflnt lange myt leive. Gescreven des 
anderen vrydages na paschen 1400 int 17 jar. 

Gerwin Marschede. 



1) 30. Mai. 



— 171 — 

151. Genoin Ma/rschede in Da/nzig an Hüdehrand Veckinchusen in 

Brügge. — 1417 Aprü 23. 

Reo. St'A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hyldebrand Veckinchusen 
to Brftgge littera detur. 

Vrftntlike grote vorgescreven an mynen leven vi^ent. Hildebrant Vec- 
kinchusen weten sole gi, dat ik jfi sende in Hanneke Tröste 12 tunnen 
1 mese myt kopper. De schipper sal hebben darvan to vracht 13 schill. gr. 
Den kinderes gät ik 2 scot. to winnegelde. Item so hebbe ik et int beste 
gedan, dat ik jü dyt kopper to Flanderen wart sende. Ik weitet hebben ge- 
schepet in Peter van ßflssen to Lunden wart; de wolde hebben 19 schill. 
unde he wert noch lange nicht reyde. 

Item so sende ik jü nfl in Albrecht van Borken 3 stro wasses. Item in 
Albrecht Ludekenssone 1 stro wasses unde in mynes broder tunne 2000 Let- 
toftwessches werkz, dat 1000 stet 47% mark. Item 1 stücke sulvers, stet 
45 mark 8 scot.^ unde wat dyt was unde dink mer stet, dat vinde gi ofte 
Grot wil in anderen breyven wol. Got geve beholden reyse. Item so wil ik 
jft ofte Got wil in kort mer to Lubeke wart senden. My stet noch fflste 
gelt Ute van juwen laken. Gescreven des anderen vrydages na paschen. 

Gerwin Marschede. 

152. Tideman Brekdvdde (in lAiheck) an Hildehrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Mai 1. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, gude vrunt, ju ghelewe 
to wetene, dat ik den terling scheppede in Gherd Vosse unde de seghelde 
van hir des dinschedaghes dama alse gy des midwekens van hir reden unde 
ik hope, dat he wol overkomen sy. Item. Hildebrant, ik hebbe de 32 ^ grote 
wol betalt unde Hinrik SeiUehom de screff her enen breff op sunte Marcus 
dach^), dat ik altohant moste utgeven 95% mark; also screff he my, dat 
gy eme schuldich weren. Aldus gsdff ik de 95 % mark ut op den sulven dach, 
alse my sin breff quam. Item so hebbe ik Hans Crowel ghegeven 10 mark 
to hushure, mer dar hevet he mede ju bescheden, dat gy dat ghelt nicht 
weder hebben en solen, dat gy vor den myst utgeben tovome unde dat in 
deme keiner unde op deme bone licht, dat wel he drade enwech laten voren. 
Hildebrant, dit vorscreven gelt is al betalt unde wy en vomemen noch nicht 
van Ludeken Detmers, dar ju de 3 scheppunt mSde wasses seiden inne 
kernen. Got geve, dat he mit leve komen mete, wante hir sin vuste scheppe 
ut der Wisel ghekomen, sint dat gy van hir reden, na Dedeghissen, dat he 
nicht utkemen en konde, unde ok so en was he nicht alte stark. 

Item, Hildebrant, ik hebbe noch by 12 ^ syden unvorkofft van der 
syden, de ik hir hadde alse gy van hir reden. Item alse ik vomemen hebbe, 



1) 2Ö. April. 



, \ 



— 172 — 

so sin de 20 U syden nu to Hamborghe ghekomen unde ok de 7 Arrasch 
aldus hebbe ik vornomen. Mer ik en vomeme noch nicht van den 2 mutzen, 
de ju Borstal ghedan hadde, off se ok to Hamborghe sin, off nicht. Sunder- 
linge en wet ik ju nicht to scriven, men dat ik ju bidde, dat gy wol don unde 
ramen in allen dinggen des besten mit syden to kopene unde ok qiit andern 
dinggen mede wante nademe ake ik vomeme, so en iz et noch nein vrede 
mit den Nowerders. Hirmede blivet ghesunt. Ghescreven op sunte Philippi 
et Jacobi dach anno 17. 

Tijdeman Brekelvelde. 

Item, Hildebrant, alse ik dallink vomomen hebbe, so dunket my, dat 
et noch ter tijt nein vrede mit den Nowerders wesen en welle, alse ju vrunde 
wol berichten solen, de nu to ju komen etc. Kämet in allen di%hen des 
besten, lik alse gy van my begheren wolden. Dunket ju, dat gy profijt 
don kunnen van gude herwar4ers to sendene, so wel ik gerne dat eventur 
mede stan ; mer dat scri vet my umer mit den ersten. Item Ludeke Detmers 
is noch in der Wisel. 

4 

163. Hildebrand van dem Bökel (in Reval) an Hildebrand Vechin- 

chusen in Brügge. — 1417 Mai 5. 

Rev. SU'A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen tho Brucge sal 
dusse breff. 

Minen wilgen deinst unde wes ik gudes vormach. Wetet, leve oem. 
Hildebrand Veckinchusen, dat ik Lubbert Travelmanne wol vornoget 
hebbe van juwer wegen de 200 mark unde 17 ^ mark und 9 ore. Item so wetet, 
dat ik Johannes Woesten hebbe gheleveryret van juwer wegen 8 leste 
lissebons soltes myn 41 lispunt. Item so hebbe ik noch vorkofft juwe 6 To- 
masche slachdoke, elk lake golt 8 mark Ryg. unde 10 ore. Item noch vor- 
kofft juwe 6 Mestensche, elk laken vor 5 mark unde 1 fr. 

Item so hebbe ik noch untfangen ut Prussen van juwet weghen 10)^ 
last soltes unde 4 schippunt unde 4 lispunt, des hebbe ik eyn del to Dorpte 
vorkofft, alzo 4 leste unde 2 secke lo 12 marken elke last, unde 1 % last to 
14 marken de last, unde en del licht es noch op dem weghe unde en del 
hebbe ik es ok nu to der Narwe wart ghesand. Dit hebbe ik unsem neven 
Hildebrande Veckinchusen bevolen to vorkopen. Ik en kan ju dar geyne 
rekenscap van ghescriven er et al vorkofft is, et hedde lange al vorkofft 
ghewest, heddet eynich winter ghewesen. Item so steit dat stuveken unde 
dat Arras noch unvorkofft Item so wil ik juwe vigen myt dem ersten to 
der Narwe wart senden, dar is äff vorkofft 9 tunnen, elke tunne vor 6 fr. 
unde Hildebrand sal se to Pleskouwe wart voren. Item so sole ghi krancke 
bäte hebben van dem solte, dat ut Prussen quam, wante ik hebbe darvan 
ghegeven to vracht unde to wynnegelde 16 mark Rig 9 ore unde 1 artig; 
darto hevet de junghe Qeys van Egeren ok vfkste gelt utghegeven to ün- 
g(aren), dat he wedder to Brucghe an sinen omen ghescreven hevet, alzd 
- ju alrede wol witlik mach wesen. Item so hebbe ik sorge, dat et van dessem 
somer myt den Russen neyn vrede en sole werden, so sal dat solt myt alle 



— 173 — 

nedderliggen unde alle de gene, de ghekopslaget hebben van dessem winter, 
de hebben tomale duren kop ghekofft. Dat was hebben se ghebutet 
umme 27 scot., dat 1000^) lunme gude Tomassche lakenunde dat schone 
werk umme 20 scot. Item so kopen se hir nu dat was umme 33 mark unde 
den ro^en umme 15 mark et is al dure kop, dat men hir hebben ^al. Anders 
en wet ik ju sunderUnge nicht to scriven. Mer ik hebbe, off God wU, willen 
to Lubeke wart to segelen myt den ersten schepen, alzo veme alz wy gude 
tidinge vomemen von der se. Ghebedet over my unde grotet myn susteken 
unde de kinder unde alle vrund sere. Ghescreven des middewekens na sunte 
Philippi Jacobi anno 1417 jar. 

HQdebrand van dem BokelL 

154. Tideman Brekdvelde (in Lübeck) a/n Hädebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1417 Mai 14. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet, Hildebrant, dat ik de 7 Arrasche 
entfanghen hebbe unde de lüde en wellen er nicht hebben unde se^en, dat 
de varwe so gut nicht en sy also gy en ghelovet hadden, unde ok so en weren 
se so gut nicht also de ersten. Ik hebbe se en ghelaten to 3 sl. min dan to 
8 mark, nochtant so en wellen se er nicht. 

Item so hebbe ik de 20 ^ syden entfanghen, mer ik en hebbe dar noch 
nicht van vorkofft. Ok so hebbe ik hir noch by 12 ^ unvorkofft alse ik ju 
latesten ok screff. Item, Hildebrant, so is hir 1 tunne ghekomen ghemerket 
mit juwen merke, dar sin Arrasche inne, men wy en weten nicht, wovele unde 
ok wat de varwe is unde ok wat dat se stan, wante dar en sin neine breve 
by ghekomen, des uns wunder hevet ; hirume so en wete wy nicht, wat wy 
darby don solen to der tijt dat wy breve hebben. 

Item so is juwe was nu ghekomen, dat ju Marschede sant hevet in 
Ludeken Detmers, doch so en iz et noch nicht opghescheppet unde ik en 
vomeme noch nicht, dat ju Marschede mer sende, dat my sere vorwundert, 
wante pinxsten is op 14 daghe na hir, so mot ik de 60 ^ 5 sl. grote betalen, 
alse gy wol weten. Got geve, dat uns redinghe kome, dat wy neine maninghe 
en liden. Ik wel dit wol vorkopen to den schönsten dat ik kan. 

Item ik hebbe de 32 ^ grote overlanck betalt, ok so makede ik Seilhom 
over 9534 mark Lub., ok so hebbe ik Crowel ghegeven 9^ mark, alse ik 
ju ok wol er ghescreven hebbe. ünde dit ghelt quam my umer hastekken ut- 
togevene, er ik darop ghedacht hadde. Doch, Hildebrant, wes ik don kan 
ume juwen willen, dat wel ik altos gerne don unde en weit anders nicht don, 
dan ik van ju nemen wel. Sunderlinge en wet ik ju anders nicht to smvene, 
dan dat gy des besten ramen in allen dinghen, lik alse gy van my nemen wellen. 
Wy hebben hir tidinghe, dat gy to Utrecht beseijn weren des midwekens vor 
Brugger markete. Ik hope, dat ik binnen kort breve van ju hebben sole 



1) Dürfte die Bezeichnung des Pelzwerks ausgelassen sein. 



— 174 — . 

van Bnigge herwardes unde ok so hope ik, dat gy, off 6ot wel, binnen kort 
na pinxsten ^) hir wesen solen, wante Zyvert meint hir binnen kort na pinxsten 
to wesene, Got geve mit leve. Item wy en hebben noch sunderlinge neine 
tidinghe ut Lyfflande, anders dan alse do gy van hir reden utfde ok so en 
sin hir noch neine Lyfflantsche scheppe ghekomen. Hinnede blivet ghesunt. 
Ghescreven des vridaghes vor der crucewecken anno 17. 

Tijdeman Brekelvelde. 

155. Gerwin Ma/rschede (in Danzig) an Hüdebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1417 Mai 20. 

Rev. St.-A. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchäsen to 
Brü^e littera detur. i t [X Irh dorso von der Hemd des Em- 
pfängers: 1417, op \jr pinxtendactf). 

Vrentlike grote vorgescreven an mynen leven vränt. Hildebrant Vec- 
kinchusen weten sole gi juwen breyff des dingestages vor paschen*) hebbe 
ik wol vorstan, dar gi my inne scryven, dat ik jfiwe dink myt der hast vor- 
kopen unde wedder to der hant senden sal, des ik leyder neine macht en 
hebbe; anders so wolde ik et alzo gerne doen alzo gi et gerne sogen, dat 
wet Got. Hir en stat neine laken to vorkopen umme reyde gelt, men en 
wolde er dan tomale groten kop geven, wante men sorget sik vor orloge. 
Dat wölk es arm unde wel nicht kopen. Do Bresloftwer wellen neine Aresche 
noch laken kopen. Juwe Aresche unde lange van Tynen stan al unvorkoft ; 
er enbegert noch ter tyt neimant ; se beyden vor de Aresche 5 % mark unde 
nein reyde gelt. Ik was to Marye^borch op meydage^) unde hadde 3 gude 
terlink laken, der vorkofte ik nicht mer van den 8 halve laken to borge; 
unde ik solde dar gehat hebben 550 mark, dar wort my 1 ^ nicht van den 
40 mark. Dat es doch de beste jarnferket in dessen lande, hirumme möge 
gi merken, welke losinge dat wy hir hebben. Unde ik hebbe jü gescreven, 
dat gi my neine laken droften senden, alzo scryve ik jfi noch; en sendet my 
neine laken mer, wante gi en mögen nein provit doen. Got geve, dat gi 
jo neine laken mer gekoft hebben; de vigen sint noch by der helfte unvor- 
koft; de rosinen sint al unvorkoft; de rys es by der helfte vorkoft unde den 
rys moet neimant van hir varen to Palerlande wart, darumme es he alzo 
neddervellych geworden; de komel es al unvorkoft, es en begert neimant. 
Item* so sende ik jft to Lubeke wart an Tydeman Brekelvelde in Hinryk 
Cerentine 2 scheppunt 5)4 lyspunt 2 markpunt wasses. Dat scheppunt 
stet 51 ^ mark unde ik wil em noch jo wet mer senden; wat ik em nfi senden 
kan, dat eme umme en trent pingesten ^) komen mach, dat wil ik doen, dat 
ander gelt moet he to Lubeke opnemen. Djrt hebbe ik em gescreven. Hir 
es tomale qüade betalinge unde tomale q&ade kopenscop, hir kan neimant 
to gelde komen, alze gi ok lychte van anderen luden wol vorstan mögen. 
Johan Biler es my noch de 215)4 mark schuldych; van den Lentselschen 



1) 30. Mai. 2) 6. ApriJ. 3) 1. Mai. 



_ 175 — 

stet my noch ute by 170 mark unde van Mestenschen by 48 mark. Ik kan 
des geldes nicht gekrygen van den luden. Ik hebbe' dar vele maninge unde 
groten tom umme; se beyden my kopper unde werk darvor, dat es jü nicht 
even to Lubeke wart, dar kone gi to Lubeke nein gelt van maken na provite 
unde est sake, dat et nü orloge wert, alzo men sik hir tomale sere beweget, 
so wert et hir myt alle vordervet, so stan hir neine laken to vorkopen ney- 
nerleye wys, unse leve here Got moth et wol wandelen. De Krakoftwer solen 
nu komen tegen pingesten hir van Krakoä ut dem marte, kan ik dan jfiwer 
laken unde Aresche nicht vorkopen, so wet ik nicht, wo ik dat gelt untrychten 
sal, dat wet Grot wol. De Breslouwer plegen hir alletjrt de Aresche opto- 
kopen, de en wellen er nü myt alle(!) nicht. To Bresloü stet et ok ovel. An- 
ders nicht. Unse leve here Got late jü lange myt leve gesünt. Gescreven 
20 dage na meydage. 

Gerwin Marschede. 

156. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebrand Veckinchusen. 

in Brügge. — 1417 Mai 21. 

Sev. St.'A. Orig, Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detitr. 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, juwen breff, ghescreven 
11 in maio hebbe ik wol vomomen. Gy scriven my, dat ik ju sole weten 
laten van deme eghendome des huzes. Des wetet, dat ik ju dar nicht van 
scriven en kan, wante Margrete biddel^Gode, altos, dat se den dach nummer 
mer en leve, dat gy dat hus kopen. Hirume so iz et best, dat se 
levenich blive unde dat gy en ander hus kopen off huren, ik en hure ju 
noch en kope ju nein hus mer. • 

Item, Hildebrant, dat was, dat in Ludeken Detmers quam, dat en wel 
nicht mer dan 19% mark ghelden: also vde wart my darvor gheboden, er 
de scheppe van Kevele quemen. Nu en wet ik nicht, wat dat et my ghelden 
wel. Doch hir en is also to wis nein was noch werk van Revele komen. Ik 
wel des besten ramen. Item Gherwin hevet my ghescreven, dat he van 
juwen dinghe in Prutzen nicht vorkopen en kunne. Doch so hevet he noch 
ghescheppet in schipper Cerentyn 9 bodeme wasses, de weghen 2 schippunt 
unde 5^ lipsunt, 2 mark^. Got geve, dat he mit leve komen mote. 
Ok scrivet he, dat he sin beste darto don wil unde senden ju noch by 4 schip- 
punt. Hildebrant, aldus en wet ik nein rat to den 60 ^ grote to betalene. 
Item so scrive gy my, dat ik ju scriven sole van vorsoeke theghen de Schon- 
schen reyze. EQldebrant, ik late dar alen ume dat gy nein dink to miner 
behoff en kopen to Schonen wart, et en were, dat gy sunderghen op guden 
kop komen künden, dat ik mer koffte, dan ik wol betalen künde unde ik 
maninge liden solde, des en wolde ik nicht gerne don. 

Item weret, dat ik op guden kop van werke off van wasse queme, so 
wolde ik unser wol denken. 

Item, Hildebrant, de 40 Arrasche sin wol her ghekomen unde ik hebbe 
den luden darvan ghedan 22 de de dubelden hadden elk vor 5 mark min 6 sl. 



— 176 — 

to betalene op sunte Michel^). 6y scriven to vorkopene ume rede ghelt, 
dat en stet nicht to donde. Hir sin noch 18, 6 rode, 6 grone, 2 bla, 2 ni^hel- 
varwe onde 2 swarte. Ik wel gerne des besten ramen, doch de tijt is drade 
Ute. Ik en wet ju op desse tijt anders nicht to scriven dan blivet ghesunt. 
Ghescreven 21 dach in maio anno 17. 

T. Brekelvelde. 

Item, Hildebrant, de andern 18 Arraschen sin ok vorkofft to 5 mark 
min 6 sl. unde dar wert Greteken van 40 mark redes gheldes, dat ander op 
Michel. 

157. Tideman Brekelvelde (in Lübeck) an HüdebranA Veckinchusm 

in Brügge. — 1417 Mai 31. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet, Hildebrand, dat wy de 15 
Arrasche vorkofft hebben, dat stucke vor 5 mark min 6 sL Darvan hevet 
Margreyte entfanggen 40 mark, dat ander is to betalene op sunte Michel. 
Item so spreken my de ludeerghisteren van den 60 ^ groten unde beden my, 
dat ik w(ft dede unde makede dat ghelt nu rede in desser tokomende wecken, 
dat ik quat to donde hebbe, wante dat was, dat ik entfanghen hebbe ut 
Ludeken Detmers unde ut Hinrik Zerentine dat stet hir noch unvorkofft. 
Ik mochte, dat ut Ludeken quam, ghegeven hebben, er de Revelsche schippe 
quemen, dat schippunt vor 19^ mark, nu weit boven 19 mark nicht ghelden. 
Doch ik wel des besten ramen. Item alse my Gherwin Marschede screven 
hevet, so hevet he noch herwardes ghesant in Johan Snider unde in Bertolt 
HoAover 2 stro wasses, de stan 100 unde 72 mark und 9 schot 13 ^. Item 
noch in Johan Snider 1 stucke, dat stet 99 mark 14 sl. Item noch in Johan 
Sniders kisten 2 stucke 'sulvers, de stan 62 mark 10^ sl. Hedde wy dit 
vorschreven was unde sulver al hir unde dat et dan al vorkofft were, so 
wolde wy eme wol don. Doch ik wel des besten ramen. Ik hope to Gode, 
dat gy binnen kort hir wesen solen. Item ik en hebbe langhe wile neine 
syden vorkofft unde ok so en wert my nein ghelt van den vrowen, wante se 
en vorkopen nicht. Anders nicht dan alle juwe ghesinde is wol to punten, 
besunder Hildebrant, de is in deme munde seer. Got de sy mit ju. Ghescreven 
des mandaghes to pinxsten anno 17. 

Tijedeman Brekelvelde. 

158. Tideman Brekelvelde (in Lübeck) an Hildebrand Veckinchusen 

in Brügge. -*- 1417 Jtmi 8. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. In dorso von der Hand des Empfängers: 1417, op sunte 
Peters unde Pawels avent*). 

1) 29. September, 2) 28. Juni. 



— 177 — 

Vruntlike grote tovorne screven. Wetet, Hildebrant, dat ik juwen breff, 
ghescreven des dinschedaghes to pinxsten^) wol vomomen hebbe unde ik 
wel gerne des besten ramen by deme hiize mit Erowel, eise gy my ghesereven 
hebben. - Margreite was wol 3 daghe krank in den hilghen daghen to pinxsten 
unde Drudeke en is ok nicht alto stark, wante se hevet dat kolde. 

Item de 40 Arrasch sin wol herghekomen unde ik wel gerne des besten 
ramen alse de ghesellen komen van Bostoke ut deme markede. Item, Hilde- 
brant, so hebbe ik dat was dallink vorkofft, dat my quam in Ludeken Det- 
mers unde in Zerentine, dat schippunt vor 19 mark unde et hevet hir ghe- 
weghen 6 sehippunt 6 lispunt unde 4 mark ^, wante de lüde en wollen des 
gheldes van den 61 & b sl. grote nicht lengher beden. Item so is schipher 
Johan Snider ok nu ut Prutzen komen, dar is ju inne komen by 5 schippunt 
unde 5 lispunt wasses in Prutzen gheweghen. Ok so is dar sulver inne komen 
op 62 mark unde 10^ sl. Prusch. Hildebrant, hir wel ik gerne des besten inne 
ramen. Mer seker nu dat was in Vlanderen nicht ghelden en wel, nu en 
weit ok hir nicht ghelden unde al de ghene, de was hebben, de wellen alle 
rede ghelt hebben. Item alse gy scriven, dat ik de syde al vorkope, dat en 
wel ik nicht vorsumen wanner dat et my stedet unde ok alse gy scriven, dat 
gy en deels van juwen parte affnemen wellen alse gy herkomen, so wel ik 
dat mit ju holden, wo dat et ju ghelevet. Item weret dar gy op syden komen 
künden mit profite to kopeae ume rede ghelt, so ramet des besten unde 
kopet en deels gheldes over op my. Item so scrive gy, wo juwe brodere to 
Andorpe komen sole unde van dar welle gy uns wol scriven, wanner dat 
gy komen kunnen. Dat sin alrede ander wort dan gy hir segheden, wante gy 
segheden, dat gy her weder ut Andorper markede komen wolden. Dit en 
wel ik Hinrike opme Orde nicht seggen, dat gy my aldus ghescreven hebben. 
Hirmede blivet ghesunt. Ghescreven 8 daghe in junio anno 17. 

T. Brekelvelde. 

1S9. Oerwin Marschede (in Danzig) an Hildebrant Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Juni 11. 

Rev. St.-Ä. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinchftsen 
to Brflgge littera detur. In dorso von der Hand des Empfängers: 
Item untf anghen Qauwes Worm 1 tunne, hirut vorkoft 200 Werkes 
to biff myn 3 sl. Item untfang Einghelbracht dat ghelt, gaf hey 
Rolande. Item 2 timmer harwerkes vor 19 sL 4 gr., untfanghen 
dat ghelt. 

Minen deinst to allen tyden. Hildebrant gude vrent, ik sende jfl in 
Oawes Wormme 1 tunne, dar es inne 6000 werkz, elk 1000 stet 38 marc. 
Item so wil ik jft senden in Solttrfimpes tunne 11 timmer hermelen, 21 timmer 
ganwerkr, 2 timmer schönes werkz. Dyt es al reyde gepersset unde dyt 
werk nam ik vor 2 Ypersche. De lank van Tynen sint noch al unvorkoft. 
Hir en stet nein gelt to kopen na provite. Kan ik in kort mer vorkopen ofte 



1) 1« Juni« 

Briefe nnd ürkanden, 1S96— 1441. 12 



— 178 — 

Yorbflten, so wil ik jft mer senden; ik wil ]& ok 7 tunnen botteren senden, 
kan ik se to schepe krygen. Dar gaff ik 1 rot Tpersch vor. Got sy myt jü. 
Gescreven des anderen vrydages na pingesten. 

Gerwin Marschede. 



160. Gerwin Marschede (in Danzig) an HUdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Juni 15. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinchflsen to 
Brftgge littera detur. i i [X In dorao van der Hand des Empfängers: 
1417, 2 in jullejus in \jr CJauwes Worm 6000 Werkes van 38 
marcken. Noch in Smerbarde 11 tymmer hermelen, 21 timmer ganc- 
werkes to 5 sl. gr. ; 2 tymmer scones Werkes; noch 7 tunnen boteren. 
2 tymmer harwerkes gülden 19 sl. 8 gr. Dey boter golt to 16 sl. 
Von dessen 6000 werkes es worden overal 27 ä^ 10 sl. Dey hermelen 
sint sant to Enghelant wart. 

Vrftntlike' grote vorgescreven an mynen leven vrunt. Hildebrant 
Veckinchusen jftwen breyff gescreven 6 dage vor pingesten^) hebbe ik wol 
vorstan, konde ik dar wol na doen, so were et to beter. Gy scryven my, 
dat ik j&wer dink sftnder sflment vorkopen sal, ik en hebbes neine mächt 
alzo ik jft wol er gescreven hebbe, wante et es hir nü nicht, alzo et in vortyden 
plach to sin. Hirumme so hebben arme gesellen alzo ik unde myne geUken 
qftat doent. In vortyden wan ein man eynen terlink laken wolde geven 
4 ofte 6 mark myn den de lop darvan was, so mochte he sin reyde gelt an 
1 stflnden opboren unde sofiken sin provit mede, al wolde ik nü 1 terlink 
lank tan Tinen 30 mark myn geven den de lop es, ik hedde neine macht 
to vorkopen umme reyde gelt. Des möge gi my wel geloven, my stet noch 
Ute wol 260 mark van juwen laken, dat ik to mytvasten^) unde op paschen^) 
solde gehat hebben, ik kan 1 ^ nicht van en krygen. Se sint n& wedder 
enwech getogen to Bresseloü wart unde laten my nasein, myt g&de kaif ik 
nicht krygen, myt qftade ok nicht. Se boden my wol groff werk, darmede 
en kan ik jfl to Lübeke wart nein gelt van maken, ik hebbe mannige unde 
moie genoftch darunmie gehat som myt gftde som myt qftade, alzo Hinryk 
Gameveit wol wet unde de et schftldych sin, dat sint ryke lüde, men se konen 
nein gelt maken van erer war, dat es de schelinge darane. Leive Hildebrant, 
wan et alzo were, dat ik vorkopen konde, ik sege an 1 deine nicht an 1 ter- 
link laken. Ik kofte vele leiver sulver den ik werk kofte, wan et my alzo 
Valien mochte, wan men de Iftde bidden sal, dat se ein dink kopen, so enschiit 
1 manne nein dege darvan. 

Hinryk Gameveit hevet den market hir wol gesein, de mach et jü wol 
scryven, dat ik geme juwe dink vorkofte, hedde ik es macht. Hinryk unde 
ik hadden 2 terlinge lanc van Tynen wol twie unde ok mer opgeslagen unde 
verbötet an werk, men wy konden nicht geleveryren; de laken sint sere 



1) 26. Mai. 2) 21. März. S) 11. April. 



— 179 — 

gftt, wan se op der dflsteren haJle stan, wan wy se vorkopen solen, so mote 
wy 86 in de süne setten, so sein de koplüde dar. Leive Hildebrant en nemet 
es in nein arch, dat ik jfl dyt scryve, et es de warheyt, dat wet Got, dat ik 
jo by den jüwcn alzo gerne unde bet wolde doen, oftet myn egen were, men 
et es hir al vorkert vor dat et de lüde plach to sin, hir en es nein gelt int lant, 
de lüde sint beschattet unde sint arm, dat se nicht en kopen. 

Item so sende ik jü in Qawes Wonne 1 tunne, darinne 6000 werkz, 
elk 1000 stet 38 mark. Dyt sende ik jfl op de Trechtessche. Item so wil ik jfl 
senden in Tydeman Smerbarde 1 timne, dar hebbe gi inne 11 timmer her- 
melen, 21 thnmer gancwerkz, 2 timmer schönes werkz. Noch denke ik jfl 
to senden 7 tunnen botteren, kan ik se to schepe krygen. Dyt werk hermelen 
botter nam ik an Ypersschen. 6ot sy myt jfl. Gescreven 16 dage na pingesten 
1400 int 17 jar. 

Gerwin Marschede. 



161. Eine von Hildebrand Veckinchusen aufgezeichnete Rechnungs- 
legung zwischen ihm und seinem Bruder Sivert. — Brügge 1417 

Juni 17. 

Rev. St.'A. Orig. Einige BläUer in Schmalfolio^ nur tJieüweise beschrieben. 

Item int erste so makede ick mynen broder Syverde 

over to Frankenvorde to untf anghen by Ghert van 

Ballegem 300 gülden, dar dey summe van was . 55 ^ gr. 

Item so gaf ick Wyllem den Kuper vor 300 cronen . 68 «^ 15 sl. gr. 

Item vor V2 »wart laken 2 „ 3 „ 

Item vor Tomasch laken — 31 „ 

Item Glawes Hunenner 18 „ 4 „ 

Item 7 eilen wandes 24 „ 6 „ 

20 eilen myn 1 quartyr lakens stont 2 „ 10 „ 2 

Item by Slyper betalt 2 „ 2 „ 6 • 

Item by Hinrych van Torn 30 gülden 4 „ 2 „ 6 

Item vor % timen boteren — 13 „ — 

Item van Hinrych Tytten j^eghen 7 „ 12 

Item vor 1 müsse 4 „ 6 

Item vor rossinen fyghen 11 » 2 

Item noch ollye kumpost 7 » 2 

Item vor Kornneles 3 „ 15 „ — 

Item noch van wände — 25 „ 6 

Item vor 10 ballen reysses 13 „ myn 1 

Item vor 1 grone Ypers laken 

Item van Swarten weghen 84 marc 4 sl. dey makeni^y 

punt groten 

Item van Tyten weghen 70 marc Lub. 4 sl. dey maken 
Item so nam Lysseken op my, dat ick gaf Lossekinge 

50 gülden, dey maken 7 „ myn 6 






99 

9) 

» 
91 
91 



I 



29 „ 10 „ - 



99 



12' 



— 180 — 

* 

Item so untfench sey van Amt Wachendorpe hirto 27 

gülden 2 wytte ^ 3 g( 15 sl. 6 gr. 

Item noch von vantegude von 2 porssellen .... — 22 „ 2 

Item so es dey summe hirvan overmaket unde utgheven 207 „ 12 ,, 8 






(^ 



3 „ 



Dyt es Syverdes synne propper rekenschop. 

Int erste 63 i5( 8 sl. gr. 

Item van den wasse van Slypers helfte . 45 „ 3 „ 5 gr. 12 myten 
Item untfanghen van Bokelle vor 50 gülden 6 „ 17 „ 6 „ 
Item imtfanghen 23 cronen dat stucke van 

40 gr., summe 4 „ — — 

Item van Wyllem Dalhusen weghen ... 8 „ 12 „ 

Item van lasten noch ^ . 7 „ 5 

Item van dem hus to Lubeke unde rente, dey 

ick untfanghen hebbe 103 „ 16 „ 

Item van Heystens weghen 4 „ 10 

Item so solde ick emen sin vor 59^ marc, dey 

hey Tomas Veckinchusen to Lubeke 

dede geven 9 „ 10 „ — 

Item so es dey sunune dat ick Syverdes to 

hope rekent 350 äf 18 sl. 2^4 gr. 

Item hirop so hebbe ick mynen broder overmaket unde utghegeven 
also hirumme screven stet, dar dey summe van es 207 U 12 sl. 7 gr. 

Dyt ghelt sla ick af an der summe hirboven aldus so solde ick mynen 
broder dan noch sin to guder rekenscop 143 ^ 5 sl. 11 gr. 

Item so meyne ick dat myn broder sal dreghen den schaden van Johan 
den Gruter, dey quam op dey 350 marc Lub., dey schade was 2U 2A. gr. 

Item so quam op dat ghelt van Syrenbei^he 5 marc 10 sl. Lub. 

Item so quam op dat ghelt also 80 ^, dey ick kofte op Johannes van 
Mynden, dey my wedder overquemen, dey schade was 3 ^ 3 sl. 2 gr. 1 est. 

Desser rekenschop hevet myn broder ein unde ick dey ander. 

Item desse rekenschop hebbe ick myt mynen broder overrekent to 
guder rekenschop sunder begryp. Dyt was ghedan in Bruge int jar 1417, 
17 in junejus. 

Hildebrant Veckinchusen. 



w ^ 



Int erste van my ghesant op 734 ä( 3 sL 8 gr. 

Item noch damest ......; 712 „ 15 „ 9 

Item noch van my sant op 376 „ 12 „ 7 

Item noch ghemaket over Johan van der Brughen by 

Lossekinge 70 „ — — 

Item noch 2 terlinge wandes stonden 69 „ 6 „ *2 „ 






— 181 — 

Item Bode van Stochern 1 terlinch wandes stont . . 28 ^ 13 sl. 9 gr. 

Item noch geven Boden van Stochern % 4 „ 10 „ — 

Item noch 2 Ghentssche Tperssche stonden .... 9 „ — — 

Item gheven Arnt Wachendorpe vor 500 gülden ... 71 „ 11 „ 1 „ 

Item sant noch to Hamborch 1 terlinch stont ... 38 „ 2 „ 6 „ 

Item noch van schaden 8 „ 10 „ — 

Item noch den Sattroyssers by Ghent vor 50 cronen 8 „ 6 „ 8 „ 

Item dat vorleys van den peperen es 7 „ 6 „ 8 „ 

Item dat vorleys van 50 Arrasschen in Boytin es . . . 17 „ 10 „ — 
Item so sante ick Syverde to Golnne wort en karen 

brussyllyghenholt op 48 „ mjm 20 „ 

Item gheven Tydeman Swarten 39 sl. — 

Item geven Syverde vor 24 cronen 4 „ — — 

Item so gaf ick Syverde vor 522 marc 9fid.3^. 85 „~ — 

Item so gaf ick vor 4 last 7 tunnen fyghen .... 15 „ 13 „ 4 „ 

Item so hebbe ick ghegeven her Hartwych Stenhus . 21 „ 17^^ 18^) „ 
Item so hebbe ick geven mynen broder vor 59^ marc 

Lub 9 „ 10 

Item so es dey summe tohope untfanghen alse vor- 

screven stet 3123 „*) 8 

Item hirop imtfanghen ton ersten 1476 „ 11 

Item imtfanghen van Perreken 122 cronen dey maken 20 „ 5 

Item untfanghen van Stochvysch 14 „ 5 

Item so makede my Lysseken over by Synenbei^he . 8 „ — — 
Item so quam my 3 stucke wasses ut Prusen darvan 

wort my 39 „ 9 „ 6 „ 

Item so es my worden van 2 tunen Werkes 132 „ 17 „ 8 „ 

Item so hebbe ick opghenommen op dat Sundessche ghelt 

overal 78 „ — — 

Item untfanghep van 2 tunnen, dey op Godlande 

bleven . 50 „ 5 „ — 

Item untfanghen ut Prusen van Swarten 9 ,, 

Item untfanghen 1 tunne Werkes darvan wort my ... 78 „ 

Item untfanghen noch van er tunne Werkes 62 „ 

Item noch van er tunne 67 „ 

Item noch van er tunne 77 „ 

Item untfanghen van Serghes an 2 porssellen ... 7 „ 

Item so es my worden vor 1000 lasten 22 „ 

Item so wort my van enem perde 2 „ — — 

Item so breinghe ick in dey selschap vor dey halve last 

wasses . . * 32 „ 7 „ — 

Item untfanghen van Hoysten 18 „ — — 

Item untfanghen van Serghes Veckinchusen .... 18 „ — — 



» 6 »> 



— 




15 , 


13 


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7 , 


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11 . 


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6 , 


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6 , 


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2 , 



1) siel 2) yersehentlich fOi 2331. 



Wz " 



— 182 — 

Item untfanghen van Hoysten 3 Ä^ 18 sl. — 

Item an 3 porsselle van gelde 12 „ — H gr. 

Item untfanghen van Tyten selschap 20 „ 9 „ 7 „ 

Item noch i^ntfanghen ut Prusen van 2000 11 tynmier 

lasten 10 „ 13 „ 4 „ 

Item noch untfanghen van den Nyen Domschen . . 116 „ 4 „ 6 

Item untfanghen van der olden rekenschap .... ^ 2 „ 19 „ 4 

Item untfanghen van Colnne van den wasghelde . . 80 „ — 5^ „ 

Item untfanghen van Tyten weghen ........ 7 „ 13 

Item hirop untfanghen also vorscreven es 2469 „ 9 „ 1Y> 

Hirvan sla ick dey vorscrevenen . 2331 „ 8 „ 6 

aldus so blyve my dat hirover, dat ick der selschap 

bleve 138 „ — I3V2 » 

Hirvan sal myn broder hebben dan noch 79 „ — ; 7 „ 

Des so was hey my 50 „ — — 

Dey sla ick hir af, aldus so blyve ick eme hirvan dan 

noch 29 „ — 7 „ 

Item so solde boven desse rekenschap schellen 4 punte, so myn broder 
segget, dar ick nicht darlyken op weyt to antworden. Dat erst punt es, dat 
ick solde untfanghen hebben van Johannes van Mynden 264 marc, dey 
emen Bode van Stochem gaf. Dat ander punt es, dat my Lyseken solde* 
berekent haben 263^2 marc. Dat derde punt es dat my Lyseken solde be- 
rekent hebben 210 marc van enem naten (ter)linge. Item dat verde punte 
es, dat my Johannes van Mynden solde berekent hebben van enem terlinge 
Tomass laken 205 marc. 

Item so wes dat ick nicht bewysen kan von dessen 4 porsseUen, dat in 
unsse selschap komen es. Dat sal ick mynem broder dan half schuldych sin. 

Item aldyt dont sal altos sin to guder rekenschap sonder begryp. Desser 
scr3rffte sin 2, dey ene hevet myn broder, dey ander ick. Desse rekenschap 
woren by uns beyden over seyn unde maket in jar 1417, 17 in junejus in 
Bruge. 

Item hirein teghen hevet myn broder in banden, dat uns beyden hört, 
alse hirumme screven steyt. 

Hildebrand Veckinchusen. 

Int erste hevet myn broder in banden, dat uns 

beyden hört, dat Lyseken schuldych bleyf 166 marc 4 sl. 2 ^ Lub. 
Item so was hey schuldych dat Johannes van 

Mynden betalde vor mynen broder van der 

selschop ghelde 216 „ Lub. — — 

Sunune von den 3 porsselle tohope .... 345 „ 10 sl. 2 ^^) 

Item so hebbe wy noch schelinge van 2 punte, dat myn se^en es, dat 
myn broder to Lubeke solde betalt hebben 18 fSf, dar hey betalde 27 Hf gr. 

1) Hier stunmt weder die Smnme noch die Vorschrift von den „3 porsellen''. 



— 183 — 

Dey 9 t6 solde hey betalt hebben van der Swarten ghelde, des hey nicht 
dan hevet, des so sal hey in unse selschap wedder brengen 9 fSf gr. 

Item dat ander punt es dat myn broder dey ment to hebben wedder 
van der selschap ofte van my dey 18 marc 8 scot., dar Lysseke vor betalde 
36 marc 10 sl. Lub. 

Item so es myn seggent also van der halven last wasses, dey her Hinrych 
Scryver antwort wort, dat uns schade clat Johannes van Mynden nicht 
utghaf dey 210 marc to tyden. Hedden wy dat was beholden, darhedde 
wol 25 marc Lub. mer Van worden. Den schaden meyne ick dat den schaden 
myn broder aÜene dreghen sal. 

Item so wort an den 350 Lub. verloren dey ick op Johan den Gruter 
kofte. So wes daran verloren wart, dat komme op myns broder Syverdes 
rekenschop propper. 

Item dey bäte, dey uns komen solde ofte noch inkomen mochte van 
den. 39 000 scones Werkes, dey bäte darvan hört my half to, komet dar noch 
wes to bäte van. 

162. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hüdebrcmd Vechinchusen 

in Brügge. — 1417 Juni 20. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: Hildebrant Veckinchftsen to Brftgge littera 
detur. I [ [Y Ohne Jahreaangabe; das Jahr erhdU aus den Briefen 
Mar- \}J^ schede's wm 11., 20. u. 24. Juni 1417. 

Item Hildebrant gftde vrflnt, wetet also ik jü er gescreven hebbe, so 
sende ik jfl in Oawes Worme 1 tunne van 6000 werkz. Item in Tydeman ' 
Wyer in Soltrflnipes tunne 23 timmer 11 timmer hermelen. Noch in Wyer 
7 tunnen botteren. Ean ik jfl mer senden, dat wel ik gerne doen. Ik hebbe 
hir 1 stflcke sulvers van 12 marken lodych. Dar wel ik jfl mer to kopen 
unde senden dat myt den ersten schepen to Lubeke wart. De 3 terlink ünc 
van Tynen stan noch al unvorkoft, ik kan nein dink vorkopen noch ter tyt. 
Gescreven 3 weken na pingesten. 

Gerwin Marschede. 

Item Hildebrant ik hebbe nu to Lubeke wart gesant 3 weken na passchen^) 
30 mark lodych. Noch wel ik em senden 12 mark lodych. Item ic sende jfl 
noch to Flandern 1 stucke wasses van 31^4 lyspunt, dat gflt Toms was es. 

163. Genuin Marschede (in Danzig) an HUdebra/nd Veckinckusefn 

in Brügge. — 1417 Juni 20. 

itev. ßt.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hilde- 1 i IV 
brant Veckinchflsento Brfl^e detur littera. \^r 

Item Hildebrant, gude vrflnt, ik sende jfl in Qawes Worme 1 tunne, 
dar es inne 6000 werkz, dar es 4000 unde 5 tinuner off darby reyne werk, 

1) 2. Mai. ^ 



— 184 — 

dat andere üngersch werk achter open dat ander packinge. E3k 1000 stet 
38 mark. Dyt sende ik jfl op de Treehtesche lakei^. Item in desser tunne 
hevet myn broder 1 otter, darinne 1 stucke noch 26 märten. Item so hevet 
Goswin Bftsschove hyr 3 timmer märten inne. Item Hannes E^ebrecht 
1 Otter, dar hevet he ander dink inne. Antwort deme de jft dama vraget. 

Item so sende ik jü in Evert Soltrflmpes tunne in Qeys Brfln 11 timmer 
hermelen, dat timmer stet 4 marc 1 ferd., 21 timmer gancwerkz, elk timmer 
stet 7 ferd., 2 timmer schon werkes, stan beyde 7 marc. 

Item in Tydeman Wyer 7 tunnen botteren, de tunne stet 1 deine myn 
den 5 mark. Desse hermelen werk, botter nam ik vor Ypersche. Der Yper- 
sehen es noch 6 unvorkoft. De lank van Tynen sint nodi al unvorkoft. 
Ik kan nicht myt willen vorkopen, anders nicht den Got sy myt jtL Gescreven 
3 weken na pingesten 1417. 

Gerwin Marschede. 

164. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hildebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Juni 24. 

Rev. St'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchusen 

dorso von der Hand des Em- 



to Brfl^ littera detur. 



^1 



pfängers: Item vorkoft v^^ dat stucke wasses Loye van Eas- 
seile ; dat woych al 2 wagen 17^2 naghel blyvendes. Hirop so hebbe 
ick utfaugen ter borssen op der wesselle 44 A von 38^ gr. unde 
3 nobbelen van 7^ sL, dey summa hirvan es 8 ^ 44 gr. 

Vrftntlike grote vo^escreven an mynen leven vrunt. Hildebrand 
Veckinchusen weten sole gi, dat ik jü sende in Glawes Wonne 1 tunne, 
dar es inne 6000 Werkes, 3000 unde by 6 timmer reyne werk, dat ander 
es üngersch werk achter open unde packinge ; elk 1000 stet 38 mark. Item 
de tunne stet 1 mark to persen, dregen to schepen 14 sl., to puntgelde 16 schot, 
summa in al hirvan es myt ungelde 230 mark myn 6 Schill. 
« Item so sende ik jfl in Evert Soltrflmpes tunne in Qeys Brfln 11 timmer 
hermelen; elk tymmer stet 4 mark 1 frd., noch 21 timmer gancwerkez, elk 
timmer stet 7 frd., noch 2 timmer schönes werkez, stan beyde 7 mark, to 
ungelde hirop 1 frd., summa hirvan 90 mark 3 frd 

Item so sende ik jfl noch in Tydeman Witger 1 stflcke Tomessches wasses, 
w^et 31 lyspunt 4 markpunt, dat scheppunt stet 51 mark to allen ungelde 
hirvan myt int schep ^ mark. Summa es hirvan tosamen 80 mark 11 sl. 

Item noch sende ik jfl in Tydeman Wytger 7 tunnen botteren, de stan 
myt allen ungelde myt int schep 34 mark. Summa in al dat ik jfl nfl sende 
to Flandern wart es 435 mark myn 10 Schill. 

Item so hebbe ik jfl to Lubeke wart gesant nfl op dat nie in Hehnych 
Lantmanne by Hannes Stangen unde by Gert Beseler 30 mark lodych, elk 
mark stet 6% mark; noch wel ik jfl to Lubeke wart senden by Hinryk Teren- 
tine 12 mark lodych. 

Item so hebbe ik juwen breyff ut Vogeler wol vorstan, alzo dat ik jfl 
alle dink vorkopen unde wedder senden sal sunder sflmen; ick hebbe myn 



— 185 — 

• 

beste gedaen, dat ik konde unde noch gerne doen wel, men der lanc.van 
Tinen kan ik nicht 1 vorkopen noch vorbftten. Den rys, vigen, komel en 
begert neimant umme gelt, ok mach men et ovel vorheven, wolde ik lanc 
van Tinen geven vor 20 mark. Ik solde nemande krygen, de my reyde 
gelt geve. Ok sole gi lychte van anderen luden den markt wol vomemen, 
de hir is. Anders nycht den Got sy myt jfl. Gesessen op stunte Johannes 
dach 1400 int 17 jar. 

Gerwin Marschede. 

Item so scryve p my unmie rekenscop, ik kan jü noch nicht wol rekenscop 
scryven, men tegen den herwest so wel ik jft rekenscop scryven ofte op den 
winter, wente de vigen, rys, ki mel vorkoft (sint). Gi weten wol, wat gi 
my gesant hebben imde wes ik jü wedder gesant hebbe, weren de vygen, rys, 
komel by tyden vort gekomen, so weren se vorkoft wesen, hir en komet 
nicht 1 man, de et begert. De vigen sint to male quat unde de lüde eten er 
unune des tyt jars neine vigen. Hinunme so en wel er neimant kopen, nft 
se nicht en dogen, wan et nfl tegen de advente geyt to wynachten wart, so 
moet ik se by lenttelen korven vorhoken umme dat se dan gelden, wante ik 
en wet dar anders nicht mede to doen, dar sint vele korve mede men myt 
der hant mach ummeroren. 



165. Gerwin Marschede (in Danzig) an HUdebrand Veokinchusen 

in Brüaae. — 1417 Juni 26. 



w 



Reo, St.'A. Orig, Adr.: Dem erbaren manne Hilde- 
brant VecÜnchusen to Brflgge littera detur. 

Item so wetet Hildebrant, gude vrent, dat ik jft sende in Qeys Brftn 
in Evert Soltrumpes tunne 11 tymmer hermelen; elk timmer stet 4 mark 
1 frd. ; noch 21 timmer gancwerkz unde 2 timmer schönes werkz. Item in 
Tydeman Wyer 7 tunnen botter, noch in Wyer 1 stftcke Tomesches wasses. 
Item in Qawes Worme 5500 werkz, elk 1000 stet 38 mark. Got sy myt jfL 
Gescreven 2 tage na simte Johannesdage 1400 im 17. jar. 

ny Gerwin Marschede. 



w 



166. Tideman Brekelvelde (in Lübeck) an Hiidebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Juli 4. 

Rev. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, juwe breve hebbe ik 
vuste al wol vomomen, de ik van juwer wegene entfanghen hebbe. Doch en 
wat gy scriven, my dunket, dat de rekenscop van deme kopper nicht vort 
komen en wel, des my seker grot wunder hevet. Alse |y van hir reden, do 
lovede gy my, dat gy my alle dink dar scriven wolden ; dit en is noch nicht 



— 186 — 

gheschein. Ok so dunket uns wol, dat gy hir nicht weder en komen alse 
gy uns loveden, dar lüde tomale bitter ume sin. 

Item, Hildebrant, juwe Arrasch stan hir noch al 40 unvorkofft. De 
lüde Seggen, dat et ut der tijt sy, dat se my duzentwerve to henden(!). So 
en kaa ik er nicht vorkopen. 

Item so entfenck i]||[hi3teren, dat my Gherwin Marschede sante, 7 stucke 
sulvers, de hebben in Pratzen gheweghen 30 mark lodich ; wat dat hir w^hen 
wel, des en wet ik nicht. De mark stet in Pratzen 6^/2 mark Prusch unde de 
mark sal hir ghelden, alzet hir weghet : 6 mark min 2 sl. Also gaff ik de andern 
2 stucke unde de woghen hir 8 mark min 2 lot. 

Item juwe was h^vet ghegholden to 19 mark. Et en solde jotonns nicht 
so vele ghelden. 

Item ik hebbe de 60 ^ ö sl. grote overlank betalt, unde wy moten nu 
betalen de 24 U grote*, de maken ok 150 mark. 

Item de peper unde de ranghelake stet noch mest unvorkofft, ok 8 top 
rosine. Greteken dunket gut wesen, dat men alle dink stan laten. Dat 
dunket my ok gut wesen de mer, dat gy to hus komen, so tnoge gy sulven 
sein, wes gy vorkopen kunnen. 

Item so hevet my Gherwin Marschede screven, dat ik ju se^en solde, 
off gy hir weren, dat he ju ghescheppet hevet dor den Sunt op 300 unde 
70 mark unde noch so denket he ju mer to sendene. 

Item, Hildebrant, hir en is noch nein werk to kope; was ghelt hir by 

\ 19 mark rede ghelt, mer dat mot suverlik sin. Item ik en hebbe neine syden 

mer vorkofft dan alse ik ju alrede over lank ghescreven hebbe. Hir en komet 
numment, de de doeke kopet ; darunune so en kopen de vrowen ok neine syde. 

Item Hans Crowel en hevet my noch ny ghesproken alse van deme huze. 
Anders en wet ik ju nich to scriven men ik vormode my, dat dar boden 
werden komene van den steden. Ok vormode ik my, dat de boruh dar mit 
al affkome. Dit latet by ju bliven. Eunne gy profijt don to unser beder 
hoff, dar ramet des besten inne. Ghescreven 4 die in julio anno 17. 

T. B. 

167. Gerwin Marschede (in Danzig) an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. 8. a. — 1417 Jtdi 13. 

Rev. St.'A. Orig. Ad/r.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchusen 
to Brftgge littera detur. 1 i l'V Das Datwn ergiebt sich atjut dem 
Zusammenhange mit den \yl^ anderen Briefen von 1417. 

Vruntlike grote vorgescreven an mynen leven vrunt. Hildebrant 
Veckinchusen weten sole gi, dat Albrecht van Barken wol vor de Wysel 
komen es, Got sy gelovet. Item de Konditsche wellen umme 4^ mark nicht 
gelden, dar es al vorlüs ane. Item de lange van Tinen stan noch al unvor- 
koft, de rosinen ok unde komel, rys, vigen, es begert nft tor tyt neimant. 
My stet noch gelt ute van j&wen dingen, wat my darvan werden kan an gelde, 
dat wil ic jft an wasse unde A sulver beweren. Hit enstet nicht wol to 
reyden gelde to komen. Hirumme moet ik van den luden nemen, wat se 



— 187 — 

hebben unde wat my werden kan. Item so wel ik jfi nft noch senden to 
Flandern wart in Mychgele van Gflleke an werke op en 90 mark. Dat nam 
ik an 2 Yperschen. Wes ik jü gesant hebbe, dat vinde gy, ofte Got wil, 
wol in andern bryven. Got vorlene beholden reyse. 

Item so sante ik jfl to Lubeke wart in Hellemych Lanttmanne 30 mark 
lodych unde by Hinryk Terentine 12 mark lodych. Dat erste dat my Got 
umme mer gelde? beret, so wel ik jft mer senden. De Trechtesche sint noch 
den mestendel al unvorkpft. Wflste gi eynich provit mede bet to doende, 
ik wolde er jft noch gerne 1 terlink senden vor dat selve gelt ofte myn, dar 
ik se vorgegeven hebbe. Ik wel gerne des besten proven, dat ik kan, war ik 
es macht hebbe sunder vele scryves. De kopenscop enes hir nfl nicht alzo 
in vortyden, alzo gy lychte -ok wol hören mögen van anderen lüden. Got 
sy myt jiL Gebeydet over my. Gescreven myt der hast op sunte Mai^ey- 
ten dach. 

Gerwin Marschede. 

J68. Tideman Brekdvdde fin Lübeck) an Hildebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1417 Juli 15. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: An HUdebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet, Hildebrant, dat ik in juwe 
breve wol vomomen hebbe, de ghescreven was op sunte Peter unde Parels 
avent,^) wo dar noch neine syde komen en were, des so wetet, dat ik ghisteren 
vorkotfte twen vrowen by 16% äf syden aldus so hebbe wy noch unvorkofft 
by 11 ^ syden unde dan noch 1 & van den kortten haspen. Ik meine, dat 
ik se in desser tokomene wecken al vorkopen sole. Got geve, dat wy anders 
al wol betalt moten werden. Item, Hildebrant, weset dar na, datgy uns 
syden kopen, so gy mest kunnen unde kopet uns guden kop, izet to borghe 
off ume ret ghelt. Weret, dat gy guden kop hebben künden ume gheret 
ghelt, so nemet dat ghelt dar op hir to betalene; ik weit, off Got wel, wol 
betalen. Ik wet wol, dat dar nu gut kop paijementes is, hirine ramet des 
besten. De leste pak( !) syde en was nei^hen na so gut, alse de ander al was. 
Item, Hildebrant, my vorwundert tomale sere, dat gy my van dar nicht 
en screven, wo unse dink dar stet; al en hebbe gy neine rekenscop van deme 
kopper, so möge gy et nochtant vorslan op en luttik na, wovele dat darvan 
gheworden is. Seker et dunket my en wunderlik dink wesen, dat gy my so 
lancksem scriven underschet van unsen dinggen. 

Item alse gy scriven, dat ju gut dunke, dat wy en deels gheldes ut 
unser selscop nemen, Hildebrant, dat dunket my ok gut wesen. Alse gy 
herkomen, so welle wy alle dink overreken. Wovele dat wy dan to rade 
werden, dat wy dar ut nemen, dat sal my ieff sin. Mer maket dat umer also, 
dat wy en summa (!) van syden krighen, iz et to borge off ume ret ghelt, 
dat wy jo guden kop krighen unde also guden kop tughen moghen alse 

1) 28. Joiii. 



— 188 — 

Ludeke Lutterke» wante en deels vrowen weten my to se^ne dat he beter 
kop gheve, dan ik do, unde meinen to eme to ghane. 

Item, Hildebrant, so hebbe ik dat paijement al van juwer wegene betalt, 
dat gy op desse tijt schuldich west hebben hir to betalene unde ik hebbe mer 
vor ja betalt, dan ik entfanghen hebbe alse ik von juwer wegene al betalt 
gy summa by 100 unde 30 mark unde ju gheleve to wetene, dat my en deels 
gheldes van juwen wasse op de wessel by Hans Bussow bewizet wart unde 
de is en wech, men ik meine, he sole weder by de haut komen unde enen je- 
weliken vul don. Desse is my schuldich ghebleven by 77 mark, mer ik hope, 
wy en solen nicht missen. Anders en wet ik ju nicht to scriven dan blivet 
ghesunt. Ghescreven in sancto die divisio apostolorum anno 17. 

Tiideman Brekelvelde. 

Item, Hildebrant, de 40 Arrasch sin noch unvorkofft, alse ju Margrete 
wol screven hevet unde et is nu ut der tijt to vorkopene, et en were dat men 
se binnen kopes geven wolde. Ik sprak noch dallink mit Lozekinghe, dat 
he de mit sick nemen solde to Gripeswolde in dat market. 

169, Oerwin Marschede fin Danzig) an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Jtdi 16. 

Rev. SL-A, Orig. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinch&sen 
to Brikgge litter a detur. 1 j [>( In dorso von des Empfänger's 
Hand: Mychel von Gulle \y^ ^ tunne ; es inne 1000 harwerkes, 
golt 6 ^ ; 18 tymmer harwerkes golt 5 ^ 12 sL Item 12 tymmer 
BCevenisse. Das Datum ergibt sich aus den vorhergehenden Briefen. 

Item so wetz Hildebrant Veckinchfisen, gude vrent, dat ik jü sende in 
Mychgel van G&leke ^ tunne, dar es inne 1000 Werkes, dat stet dat timmer 
1^2 mark unde 18 timmer Werkes stan to 2 mark 2 schot, 12 timmer sce- 
venitschen, 1 kannepfias. Item sint hir inne 2 voder, de hört to Tydeman 
Swarten, de sendet em by Hinryk Gameveit. Got sy myt jft. Gescreven 
myt der hast 9 dage vor sunte Jakoppe. 

Gerwin Marschede. 

170. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hildebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Jtdi 24. 

Reo. St.-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brugghe littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, gude vrunt, ju gheleve 
to wetene, dat ik juwe breve vuste al wol vomomen hebbe. Mer de rekenscop 
tuschen uns beden de komet jo nicht vort. Ik hebbe dar drade 2 jar ume 
screven, alse gy wol weten. 

Item so scriven' gy, dat dar noch neine syde komen en is. Ik wolde wol, 
dat dar wat queme, wante ik en hebbe nicht mer dan ume trent 5 ^ syden 
to vorkopene. Item alse gy scriven, dat gy en deels gheldes ut der selscop 






— 189 — 

nemen moten unde wellen dat op my overkopen. Hildebrant, ik en hope 
nicht, dat gy enich ghelt op my kopen, anders dan to unser beder behoff, 
off dat enighe syde queme unde gy der guden kop hebben mochten ume 
gheret ghelt, dat gy dat op my kofften. Alse gy, off Grot wel, herkomen, 
wes wy dan to rade werden, dat wy utnemen, dat vindet sick woL Ik seghe 
gerne, dat gy uns guden kop kofften mit dessem reden ghelde, dat ik hir 
hebbe. Wat uns dan aUentel betalt werde, dat wy dat dan deilden, hir 
weset op vordacht. De vrowen sin uns noch vuste ghelt schuldich. 

Item so hevet ju Gerwin Marschede noch 1 stucke sulvers gheweghen, 
dat hevet to Dantzeke weghen 11^ mark lodich unde 1^ sehet; wat dat 
et hir weghen wel des werde ik ghewar. Item Lodewiich Lozekingh hevet 
van den Arras mit sick ghenomen 26 unde wel ^eme des besten darby ramen. 
Ok hevet he van den hozen wat mit sick ghenomen, mer my dunket, dat 
he sick van solken nicht vele mer underwinden en welle. Anders en wet ik 
ju nicht to scriven dan blivet ghesunt. Ghescreven in vigilia Jacobi apostoli 
anno 17. 

Item her Tideman van deme Nyenlo imde ik wy wellen, off Got wel, 
en mandaghe mit Greteken eten. 

T. B. 

171. Gerwin Marschede fin Danzig) an Hüdthrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Juli 27. 

Rev. St'A. Orig. Aä/r,: Dem erbaren manne Hildebrant Veckinchisen to 
Brügge littera detur. + In dorso fxm der Hand des Empfängers: 
1417, 2 in settember: /|\ 137 sintener blyess in Albrecht van 
Borchem vor 15 langhe van Tynen. 

Vruntlike grote vorgescreven an mynen leven vrunt. Hildebrand, weten 
sole gi juwen breyff hebbe ik wol vorstan alzo unmie de 54 iS^ gr., de gi 
dar untfangen hebben, de ik hir betalen (sal), dar ik doch nein gelt to en 
hebbe sunder 80 gülden, quemen my nft van Bresloft van den Areschen. 
Dyt selve gelt hadde ik al reyde en deLs bewert unde woldet to Lubeke wart 
gesant hebben. Nu moet ik et hir beholden. Gy scryven my altyt, ik sole 
de laken myt der hast vorkopen unde sole jfi was, sulver, schonewetk wedder 
senden, der laken enbegert neimant umme reyde gelt to kopen. Ik geve se 
vele leiver umme reyde gelt unde sente jtkwe dink wedder over, den ik se hir 
sal halden stan unde slan es op unde to 3 werff ofte 5 werft. Gi scryve my 
altyt, gi senden my gar güde laken, des en d&nket ander lüde nicht, wan ik 
se en sein lato, so en kan ik jo nicht leveryren. Got wet wol, dat ik gerne 
dar wol by dede, konde ik, ik en wet nicht, wo ik dat gelt betalen sal, dat 
wet Got. Doch ik hebbet en geseget to geven, ik mot 1 terlink lanc van 
Tinen geven, wo ik kan, wante dat gelt doch nicht wedder over to gan unde 
sal ik j& jo alle wege myt vorlfis kopenslagen, dat es my sere leyt. Hirumme 
so begere ik van jft, dat gi es my vordregen, wante ik hebbe dat beste gedan, 
dat ik konde unde heddet gerne gesein, dat ik jfi provit geweten hedde 
unde et en wel jo nergen to wege wart. Gi santen my Kondytsche, ik hebbe 



— 190 — 

&e reyde twye opgeslagen unde hadder 20 vorkoft to 5 marken myn 8 scot, 
ik konde er jo nicht geleveren, alzo Garneveit wol wet, de Kondytsche sint 
to male q&at. Ik en wet wat luckes, dat ik hebbe in vortyden plach ik 
jo wat to vorkopen. Myn broder hevet my ok Konditsche gesant, ik hebber 
1 nicht vorkoft, ik kan nicht 7^ mark krygen vort U gr. Dyt düncket my 
sere q&ade kopenscop sin. Item Hildebrant lange Tinschen es hir nicht alle 
mansch gadinge, de moet man al holden op de Erako&wer unde op de van 
Ungeren unde dat wet Tydeman Swarte doch wol unde wan gi kopende werde, 
so kope gi eynerleye laken alto vele. Hedde gi my en dele Mestensche, Kft- 
mesche, Aistedesche, Oldenardesehe, halve Edingesche, Büsche, Gertber- 
gesche gesant vor dey Tinsche, ik hedder jo wat vorkoft und hedde jö reyde 
wedder gesant, wante alsülke laken deinen hir int lant. Lange van Tynen 
moten erer lüde vorbeyden. Over 1 jare sente my de Trechtesche in den 
namen (Godes) — dat se hir noch stan, wy hadden er nft 1 terlink vorbutet 
an bly unde man enhevet nicht mer befunden den to 19 elen, den schaden 
wel he gebetert hebben. Wo wy dar noch mede varen solen, des wet ik 
nicht. Got sy myt jft. Gebeydet over my. Gescreven 2dage na sunte Jakoppe. 

Gerwin Marschede. 

Item wes ik jü Lubeke wart gesant hebbe, dat vinde gi wol in anderen 
breyven; op dat leste sante ic jft dahen in twen schepen 42 mark lodych. 

Item so wetet, dat Gemevelt unde ik jft unde Tydeman Swarten hebben 
geschepet in Albrecht van Borken 32 stftcke blyes, de wegen 137 sintener; 
elk sintener stet erstes kopes 3 mark myn 16 scot. Dyt bly hebbe wy ge- 
nomen vor de 15 lanc van Tynen, de Tydeman unde jft tohorden, in dem 
schepe welle wy jft wol van dem ungelde scryven. Albrecht Ludekensone 
es wol vor de Wysel komen. Jft vorwftndert, dat rys, rosinen, komel, vigen 
nicht van der haut en wel, my verwundert ok, dat dat werk in Flandern 
nicht van der haut en wel. Wan men eynes nicht enbegert unde nicht slyten 
kan, so en weis neimant kopen. Juwe komel, rys, rosinen, es es noch ffiste 
unvorkoft, gi dorven nicht dencken, dat ik myn provit myt jftwen gelde 
do, weUe gi es nicht geloven, vraget jftwen vrent Gamevelde, de sftt wol, 
wor et es. 



172. Gerwin Marschede (in Danzig) cm Hüdebrcmd Veckinchusen 

in Brügge. — U17 Aug. 27. 

Reo. St.-Ä. Orig. Adr.: An den erbaren man Hilde- 1 i lY + 

brand Veckinchftsen to Brftgge littera detur. vj/^ yq\ 

Item Hildebrant, gude vrent, 16 lange von Tynen moste ik vorkopen 
unune gelt unde noch moste ic darvan to borge doen 110 mark unde 223 mark 
reyde, dat laken vor 20 mark. Ik konde noch noftwe gelevereyren de 110 mark 
op wynachten. De 17 lange van Tinen hebbe ik wol 2 werff vorkoft to 20 
marken. Ik kan nicht leveryren alzo Garneveit wol sftt. Hir en stet nicht 
to gelde to komen, desen welle gi nicht geloven. Ik en wet nicht, wor ik noch 



— 191 — 

36 96 gr. mede betalen sal Hinryk Heysen unde Hinryk van dem Holte. 
WeUe gi alzo vele geldes overkopen, ik mot et jft wedder laten komen, ik 
kans nicht betalen. 

De 30 i6 gr. hebbe ik wol betalt Elhome unde de 24 U Terayx. 

Item so sende ik jft in Albrecht van Borken 32 stftcke blyes, de wegen 
137 sentener myn 16 punt. De sentener stet erstes kopes 11 frd. myn 1 Schill, 
summa 374 marc 2 scot erstes kopes. 

ADyt sende ik jft vor de 15 laken, de Tydeman Swarten unde jft 
tohoren. 

Item so sende ik jft in Albrecht Ludekensone 1 stro'darinne 7 stftcke 
wasses, de wegen 33 lyspunt 1 markpiint, dat scheppunt stet 50^ mark 
4 scot. Item der Kondytschen kon ik 1 nicht vorkopen. Wedegemoser es 
mi noch 90 mark schuldych van den Lentselschen. Ik hebbe vele möge unde 
groten torn unde unmoet myt em, ik kan des geldes van em nicht gekrygen 
myt leive noch myt leyde. He bftt my werk unde märten, dar kan ik nein W 
gelt mede betalen. EUr en stet nicht to gelde to raken, des en welle gi al 
nicht geloven. De lange van Tinen sint tomale groff , de moet ik vorbuten, 
sal ik en qftit werden unde de moten noch al sftnderlyke koplude hebben. 
De wantsnider hir to lande en kopen er nicht, dar stet nein dencken op. 
Sente gi mi laken alzo hir int laut deinen alzo Dellerm&ndesche, Busche, 
Gertbergesche, Aistedesche, Oldenardesche, Tomesche, halve Edinge, 
hele Edingesche, Mestensche, Kftmesche, so mochte ik reyde gelt under 
tyden komen unde senden jft jftwe dink by tyden von banden. Got sy myt 
jft. Ik kan jft nicht mer scryven op desse tyt. Gescreven des vrydages na 
sunte Bartolomewes dage 1400 int 17 jar. 

Gerwin Marschede. 



173. Tidemcm Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Sept. 1. 

Rev. SL-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote unde wes ik gudes vormach. Hildebrant, ju gheleve 
to wetene, dat ik juwe breve vuste al wol vomomen hebbe unde ok so hebbe 
ik juwe rekenscop wol vornomen. Hir hebbe ik ju min antworde al weder 
op ghescreven besunder allene, alse gy scriven, dat ik uns senden solde 2000 
stockvisches off mer, des so wetet, Hildebrant, dat in al Lubeke nicht ^00 
stockvisches vele en is, dat men eneme bederve manne vor gut senden mochte. 
Hirume so en dorve gy ju dar nicht mede bekümmeren, dat ik ju wat sende, 
wante ik vormode my alse de scheppe van Berghen herwardes seghelen, 
dat se dan ok to Vlanderen wart seghelen. Item so hebbe gy my ghescreven 
van wasse to kopene op en tijt to borghe, wante gy meinen na deme, dat 
et also sere dar sdffgheslaghen is, dat et na ghebore hir ok also affgheslaghen 
sy. Des en iz et noch nicht, doch solk was alse ik van juwer wegene vorkofft 
hebbe ume 19 mark, dat wolde ik nu wol ume 18 mark kopen. Van kope 



— 192 — 

unde werke dar en kan ik ju nicht van scriven, wante dar en is hir nein kop 
van. Ik en wet in al Lubeke nicht 1000 schonswerkes to kope. 

Item, Hildebrant, alse ik ghisteren vomam, so sin de 2 scheppe op de 
Elye ut dem Swene komen, unse leve Here, de sy ghelovet, beholdener vart. 
Unde ik wel gerne des besten ramen by juwen dingghen unde ok by der 
syden alse de herkomet unde ik wel de op dat nyet scriven. Mer, Hildebrant, 
alse ik ju er ghescreven hebbe, so scrive ik ju noch, dat gy affkorten dat ghelt, 
dat wy in Prutzen hadden van deme scharlaken unde van deme tymeane 
an deme ghelde, des gy tachter sin van unser beder w^ene, alse gy in der 
rekenscop ghescreven hebben. Wante gy hebbent my ghescreven, dat gy 
et op ju nemen wolden, darume so -scrive ik alle paijemient op juwe dink, 
wes ik van juwer wegene betale. Alse gy, off Got wel, herkomen, so welle 
wy alle dink wol suverliken reken unde siechten na juven willen. Unde ik 
bidde ju, dat gy wol don unde wesen dama, dat uns noch wat mer syde 
kome. Anders nicht op desse tiit dan al juwe ghesinde is wol toreke. Dar- 
mede s^jt Code bevolen. Ghescreven op sunte Egidij dach anno 17. 

Tijdeman Brekelvelde. 

Item ik hebbe Hinrik Seilhom unde Sander Hop elken 20 U groten wol 
vomoeghet. 

174. Tidemcm Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdehrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Sept. 3. 

Reo. 8t.'A. Orig^ Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. • 

Vruntlike grote tovome screven. Hildebrant, gude vrunt, ju gheleve 
to wetene, dat ik juwe breve vuste al wol vomomea hebbe unde my quam 
daUink 1 breff van ju, de was ghescreven 21 daghe in augusto, dar scrive 
gy inne, wo de Engheischen mit der macht in Vrancrike sy. De leve Got 
voghet also alz et nutte sy vor uns altomale. 

Item alse gy scriven ume stockvisch, des en is hir mit alle nicht unde 
ik meine alse her nu wat komet, dat dan ok dar komen sole. Darumme so en 
vorlatet ju dar nicht op. Item alse gy ok scriven ume werk unde ume was 
to kopene, des wetet, dat ik in al Lubeke nicht 1000 schonswerkes to kope en 
wet. Hir en is ok nicht vele wasses, de et vorghadert by schippunde, de 
kopet dat ume 18 mark unde ok en luttik min. Mer ik meine, dat hir schippe 
komen solen binnen kort van Bijghe unde van Bevele, dar meine ik, dat 
vuste werk unde was mede komen sole. Iz et, dat ik dan wat opkomen 
kan, 80 wel ik gerne des besten ramen. Item, Hildebrant, ik hebbe ju vuste 
op alle juwe breve antworde ghescreven unde ok minen willen, darume so 
en wet ik ju nu sunderlinge to screven dan blivet ghesunt unde ik wolde 
wol, dat gy ju herwardes makeden ume vele sake willen, der ik nicht al scriven 
en kan. Ghescreven 3 daghe in September anno 17. 

Tiideman Brekelvelde. 



— 193 — 

175. Tideman Brekdvdde (in Lübeck) an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1417 Sept. 3. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchuseii to Brügge littera 
detur. 

Item, Hildebrant, alse gy my ghescreven hebben, dat ik ju scriven sole, 
wovele dat de lacke ghelden hevet unde wat dat se weghen hevet, des so 
wetet, dat se ersten affgheweghen hadden 15 ^ unde na der tijt, do se al 
vorkofft wart, do woch de ene hupe 79 X^ unde de ander hupe woch' 41^ ^ 
unde 4 lot, unde dat ^ is ghegeven vor 18 sl. de helffte nu to betalene op 
unser vrowen dach neghest körnende^) unde de ander helffte op sunte MicheP). 
Item Willem en hefft noch mit alle nein ghelt utghelecht. £k hebbe ene wol 
ghesecht, dat gy ghelt op my overkofft hedden, dat he wol dede unde lete 
my wat gheldes van juwer wegene werden, wante ik en hedde nein ghelt 
to betalene. He seghede my wol, dat he dat don wolde, mer he en seghede 
nicht, wanner dat he dat don wolde. Mer wy wellen darna wesen, dat wy dat 
ghelt entfangghen van der lacken, uns solde anders lancksem betälinghe 
schein van eme unde wy wellen ene alike wol in maninghe holden. Et sin 
gude lüde, de de varwe kofft hebben. 

Item, Hildebrant, alse ik ju ok abrede ghescreven hebbe by dessen sulven 
boden, dat min gutdunkent is, dat gy ju herwardes maken ume som sake 
willen, der ik ju nicht scriven en wel noch en kan, mer op eventur were gy 
unde juwe brodef hir op eventur, en dink mochte dan wol bet gheschein, 
dan et nu dpn solde. Gy merken wol wen ik meine unde et were umer 
beter vor uns altomale, dat he hir wende dan to Dorpmunde. Hir solde 
gy op denken unde laten som dink na, dat ju unde juwen kinderen 
nicht so vele inbrenghen en kan, alse ju op eventur ()it wol don solde. 
Dit nemet to herten u^de komet herwardes so gy ersten kunnen. Item, 
Hildebrant, ik hebbe ju alle dink ghescreven in anderen breven. Wes 
ik vor ju utghegeven hebbe unde ok weder van juwer wegene entfanghen 
hebbe, des welle wy alle wol ens werden, off Got wel. Mer alse ik ju er screven 
hebbe, so scrive ik ju noch, dat ik alle dink to juwen dinghe scriven wel. To 
der tijt, dat gy herkomen, so welle wy dat wol also maken, alzet gotlik unde' \ 

meghelik is. Anders en beghere ik des seker nicht. Hirmede blivet ghesunt, 4 

wante al juwe ghesinne is in guden punten, Deo laus. Hirmede blivet ghe- 
sunt. Ghescreven 3 daghe in September anno 17 mitter hast. 

Tiideman Brekelvelde. 

176. Tideman Brekelvelde (in Lübeck) an Hildebrand VechincTiusen 

in Brügge. — 1417 Sept. 26. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. Ir^ dorso von der Hand des Empfär^ers: 1417, 29 in settember. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet Hildebrant, gude vrunt, dat 
ik juwen breff, ghescreven 3. in September, wol vomomen hebbe, unde 

1) 8. Septbr. 2) 29. Septbr. ' 

Briefe und Urkunden, 1895—1441. 13 



— 194 — 

ik hebbe de syde wol entfangghen, mer ik en hebbe et noch nicht opghereven, 
dat komet darby to, dat de vrowen dar nicht gerne an en wellen, nu se so 
dur is, ik wolde wol, dat wy wat van minre prize hedden. Doch se moten 
jo syden hebben, mer ik vonnode my, dat se boven 5^ mark nicht ghelden 
en welle, de ik hir hebbe. 

Item ik wel gerne in allen dingghen des besten ramen; desgheliken 
dot gy ok. Wes gy my van deme kopper screyen hebben, dat et in Englant 
gheweghen hevet, dat hebbe ik wol vomomen. Item so hebbe ik her Eßnrik 
Bapesulver ghesecht, alse gy my ghescreven hebben unde he seghede my ^ 
weder, wo se allrede vuste ghelt van Hamborg overkpfft hedden unde wolden 
dama wesen, dat se des mer overkofften. Item wy en hebben van den 700 
ghulden noch nicht 1 ^. Anders nicht dan blivet ghesunt. .Ghescreven 
26 daghe in September anno 17. 

T. B. 

Item, Hildebrant, hir en is noch neine tidinghe ut Lyfflande komen, 
anders dan alse ik ju wol er screven hebbe, unde dat komet darby to, dat 
det wint nicht ost en is. 

177. Rechnungslegung Germn Marschedens für Hildebrand Vechm- 

chusen. — 1417 Dezbr. 17. 

Rev. St.'A. Orig. Hanischrift in Schmdlfolio von 32 Seiten, von denen 
6 Seiten UfÄeschrieben. Auf der letzten Seite hat Hildebrand Veckin- 
chu8en*8 Hand vermerkt: Int jar 1418, 7 in jannewario, do untfench . 
ick desse rekenschop van Gherwin Marscheden. So my Marschede 
scryvet, so wes my Marscheden sin mach, dat wyl ick Hildebrant 
Veckinchusen overseyn, wan ick to Brügge konune by myne poppere. 
Tom ersten scryvet hey my ick solle by emen beholden ton ersten 
746^4 niarc 50 ^ Prusch, darto 2 ballen Kommynsche, darto ^4 
Herentals laken, dadarto noch dat ghelt van den ersten fyghen, 
darto^och 51 korf fyghen, dey my anroren. Item darto sal emen, 
ofte God wyl, komen in Gyldemester 2 terlinge laken, in den enen 
es 18 Herentalsche, in den anderen es 29 Wallemesche halve laken. 
Hirop sant emen noch 60 korf fyghen unde ok 3 laken edder 2 in 
Marsscheden terlinge. Item hirop so hevet my Marsscheden gud 
ghesant unde ok so hebbe op emen koft, dat hey betalt hevet op 
384 marc myn 16 ;9) Lub. So wes hey my sant hevet, dat wyset sin 
rekenschop wol ut, ick desse rekenschop untfench. Int jar 1419 to 
pinxsten^) in Andorper market, do quam my 1 breyf ut Prusen dat 
hey op my kofft hevet 10 ä(gr., dey ick untrychten moyt Gosschalk 
Crouwelle. Aldus so love ick nicht, dat hey noch velle tovoren 
sin mach, mer doch so stont eme ghelt in schulden unde hey sal 
my noch al rekenschop scryven, so wes hey hanttert hevet seynt 
desser rekenschop. 

1) 4; Juni« 



— 195 — 

Hildebrand gftde vrünt, jü geleve to weten, dat ik jü rekenschop scryve 
van deme dat ik van jfiwer wegen untfangen hebbe. 

Int jar Christi in dem 16 jare unde 1400 des myddeweken na myt- 
vasten^), do untfenk ik van jftwer wegen. 

Int erste ut Tewes Lndekenssone unde ut Simon Potius ut elken 1 ter- 
link; hirvor gegeven to pAntgelt, palgelt 1 mark 11 scot myn 10 .^, to 
bordinge optoschepen 8 scot, to keUerh&r ^ mark, summa es 9 frd. 20 ^. 
Hirutvorkoft Hinryk Nyjar 50 Aressche, dat stücke vor 6 mark 1 frd., sununa 
312 ^ mark. Item vorkoft Lodewych Bftggendale 50 Aressche, dat stftcke vor 
6 mark 10 ^4 scot, summa 322 mark ^ frd. myn. Noch vorkoft Lodewyge 
24 Trechtesche dat stficke vor 6^ mark, summa 156 mark. Dat lingelt 
afi^erekent alzo vorscreyven steyt, so es de summa blivendes geldes hirvan 
788 mark 2 scot 10 J3i. 

Damest in der veirden weken na paschen') untfenk ik ut Albrecht van 
Borken ut Johannes Peterssone ut Peter Johannessone ut elken 1 terlink 
van 50 Aresschen; hirvor utgegeven to palgelte pftntgelt 7^ frd., opto- 
schepen bordinge kellerhAr 1 mark myn 3 schiU.; vor 1 terlink to Tome 
to voren unde wedder hirop to laden afftoladen to binden 11 frd. 1 schul. 
Summa des ungeldes 5% mark 5^ schill. Hirvan vorbütet 50 Aresche dat 
stficke vor 5 mark 1 frd., 1 Eondysch vor 5 mark 1 frd., summa 318 mark 
myn 1 frd. Hiran untfenk ik to twen tyden 69 sentener 74 punt lebenter 
kopper. Noch vorkofft 50 Aresche, dat stücke vor 6 mark, 1 Kondysch 
1 kannepvas vor 6 mark 1 frd., suouna hirvan es 306 mark 1' frd Noch 
vorkoft 50 Aresche, dat stücke vor 6 mark myn 8 soot, summa 288 mark 
8 scot. Item dat ungelt avegerekent alzo vorscreven stet, so es de summa 
blivendes geldes van dessen dren terlingen 906 mark 3 frd. myn 6 .^. 

Damest 6 dage na sunte Johannes dage') untfenk ik ut Grote ßeymer 

1 terlink van 16 Herentalschen, ut Meyloff 1 terlink van 12 .Yperschen, 
ut Hinryk van der Wort, ut Hinryk Snybbe 4 terlinge van 60^ 
Mestenschen. Hir weren to to slachdoeken 16 Eondytsche; to pünt- 
gelde op elk & gr. moste ik geven 1 scot; optoschepen to bordinge 
24 Schill., to kellerhür 7 frd., sununa des ungeldes tosamen 9 mark 8 scot 

2 ^. Himt vorkoft unde vorbütet 69^ Mestenscho laken, som myn som 
mer, tosamen gerekent alzo se en lentelen vorkoft worden, sununa in gelde 
es 777 mark 4 scot. Noch vorbütet 16 Herentalssche, dat stücke vor 24 mark, 
2 Konditsche vor 10^ mark, summa hirvan es 394^ mark. Noch vorbütet 
en dele vorborget 12 Ypersche, dat stucke vor 34 mark myn 1 frd., 2 Eon- 
dytsche vor 10^4 mark, sununa hirvan es 415^ mark. Noch vorkoft 12 Eon- 
ditsche, dat stücke vor 5 mark unde ^ frd., summa hirvan to gelde es 
61 34 mark. Item so rekene ik dat voi^escrevene ungelt avä van dessen 
6 terlingen, aldus so es de summa hirvan blivendes geldes 1639 mark 8 scot 
myn 2 ^. 

Damest 8 dage na sunte Jakoppes dage^) untfenk ik ut Gawes Hoümanne 
2 terlinge van 26 Lentselschen, 2 halve Popperschen matten, hirvor gegeven 



1) 1. April. 2) 10.— 16. Mai. 3) 30^ Juni. 4) 2. August 

13* 



— 196 — 

to p&ntgelde palgelt 22% scot, to kellerhfir 26 sl. Op desse selve tyt unt- 
fenk ik ut Arnt Hinrykessone, üt Amt van Dattelen, ut Lüdeken Petaners 
van Lubeke 3 terlinge van 91 Trechteschen, 3 hele Lentselsche ton slach- 
doeken; hirvor gegeven to vracht winegelt van Lubeke myt hir 20 scot 
1 sl, to püntgelde palgelt Imark 8sl., optoschepen 12 sl., to kellerhür SfrdL, 
summa des ungeldes es 11 frd. 11 sl. Hirut vorkoft 13 Lentselsche dat stficke 
vor 14 mark 1 frd., % Poppersche matte, linen, kannepftas tosamen vor 
5V^ mark, summa hirvan es 190 mark 3 frd. Noch vorkoft 13 Lentselssche dat 
st&cke vor 14 mark 1 frd., summa 189 mark myn 1 frd., noch 1 Poppersch 
matte vor 3% mark; noch vorkoft 5 Trechtesche vor 31 mark 4 scot; 
noch vorkoft 86 Trechtesche, dat st&cke vor 6 mark unde 3 hele Lentselsche, 
dat stücke vor 12 mark, summa es hirvan 552 mark. Hirvan sla ik ave dat 
vorgescrevene ungelt, aldus so es de summa blyvendes geldes van dessen 
vorgescrevenen 5 terlink laken 958 mark 9 scot myn 9 ^. 

Damest des anderen dages na sunte Mertine^) untfenk ik ut Hinryk 
Terentine 1 terlink van 18 Herentalschen; hirvor to püntgelde 1 mark 
10 scot, optoschepen 4sl., to vracht winegelt %mark, to kellerhür 18 sl., 
summa des ungeldes es 2 mark 4 sl.^). 

Item darnest op mytvasten*)' untfenk ik ut Clawes van Dorpmunde 
1 terlink van 18 Herentalschen; hirvor to püntgelde, palgelt, vracht, winne- 
gelt, opto schepen, kellerhfir tosamen gerekent 2% mark 4 sl. Hirut vorkoft 
16 Herentalsche, som myn, som mer, tohope gerekent vor 371 mark m3rn 
1 frd. Noch 2 Herentalsche vorkoft vor 46 mark myn 1 frd. Noch vorkoft 
19 eleu grasch ton sladidoeke, de ele vor 11 scot, summa 9 mark myn 7 scot. 
Noch 18^4 g1^ grasch ton anderen slachdoeke, de ele golt 9 scot, dar weren 
vele hele inne rötet, summa 7 mark myn 1% scot, summa 432 mark 15% scot. 
Noch vorkoft 18 Herentalsche dat stücke von 23 mark 10 schot, summa hir- 
^ van tosamen 421% mark. Hirvan sla ik ave dat vorgescreven ungelt alzo 
vorgescreven stet, so es de summa blyvendes geldes van beyden terlingen 
849 mark 12 schot unde 9 ^. 

Aldus so es de summa in al dat ik dyt jar van jüwer wegen untfangen 
hebbe 5142 mark 32 ^. 

Item ik untfenk noch von Evert van Borstelle vor 42 elen myn 1 qüartir 
scharlaken unde vor 10 stene timmejan 62 mark myn 1% scot unde 7 stene 
timejansch, de gülden 10 mark 1 frd. 

Aldus so es de sununa hirmede in al dat ik untfangen hebbe dyt jar 
5214 mark unde 1 frd. myn 13 ^. 

Int jar Christi 1400 in dem 17 jare 4 dage vor mytvasten*) do untfenk 
ik ut Hanneke Smede 9 vate myt ryse, 6 bale komels. Hirvor gaff ik to 
vracht 7% mark 2 scot to püntgelde palgelt 1 mark 18 sl. optoschepen 
1 mark to bordinge 15 scot, to kellerhür 1 mark 18 scot. Vor den rys komel 
ut den keller in de wage 36 sl. Summa des ungeldes es 12 mark 10% scot 
3 -Sj. Item vorkoft van den ryse 76 stene 1 punt, den sten vor 22 scot myn 
1 sl. Noch vorkoft so vor so na by sten 1 myn den anderen mer 142% unde 

1) 12. Novbr. 2) Richtig: 2 nu 17 sL 3) Ist der 29, Mto 1416 oder der 

21. mxz 1417 gemeint? 4) 17. März. 



— 197 — 

2 punt rys to hope vor 117 mark 9 scot. Summa to gelde, dat de rys over- 
bovet gegolden hevet, 185 mark 19 scot 8 ^. Item vorkoft 33^ stene 
7^ punt komel, sone sten myn mer, summa des geldes es 79 mark 10 scot. 
Hirvan sla ik ave dat vorgescreven ungelt, aldfis so es de sunmia beyde 
van ryse unde komel blivende 252 mark 9 sL 2 ^. 

4 dage vor meydage^) untfenk ic ut Worme 2 vate rosinen, de stonden 
to allen ungelde 16 scot. Hirut vorkoft so vor so na 16 toppe rosinen, hebben 
gewegen 46 stene myn 7 punt. Hirvor komen blivendes geldes 98 mark 
myn 7 scot. • 

Summa blivendes van ryse, komel, rosinen es to hope 350 mark myn 

8 sl. und 4 ^ myn. 

Item 4 dage vor meydage*) do untfenk ik ut Worme ut Clawes Bflro&wen 
2 terlink laken, 1 terlink Aresche. Desse 3 terlink stan to allen ungelde 
5 mark 14^ sl. Vorkoft 5 Aressche, dat stücke vor 6 mark myn 4 scot, 1 Kon- 
dysch vor 5 mark, summa es 296 mark 16 scot. Vorkoft 16 lank van Tinen, 
dat st&cke vor 20 mark 1 Mflnstrolysch ton slachdoeke vor 13 mark, sunomoia 
323 mark. Noch vorkoft 17 lank van Tinen dat stücke vor 20 mark, 1 Münstro- 
lysch ton slachdoeke vor 12 mark, summa es hirvan 352 mark. Hirvan rekene 
ik dat ungelt äff, summa blivendes geldes van dessen 3 terlingen es 976 mark 
10 scot 6 ^. 

Op desse selve tyt untfenk ik ut Gert Vosse van Lubeke 1 terlink van 
12 Ypersschen,4Con<iitsschen%ungeloet Leydysch. Desse terlink stet to allen 
ungelde 2^ mark myn 1 sl. Hirut vorkoft unde verhütet vorborget 6, 

1 myn dat ander mer vor 266^ mark ; noch 5 ok abo vorkoft vor 171% mark ; 
vorkoft 4 Konditsche vor 18 mark, noch % Leydysch vor 12 mark. Sunmaa 
blivendes geldes van dessen terlinge es 465 mark 31 sl. Aldüs so es de summa 
van dessen 4 terlingen, al ungelt affrekent 1441 mark unde 23 scot myn 1 sl. 

Item 4 dage na sunte Margreyten dage') do untfenk ik ut Albrecht 
van Borken 1 pak laken to puntgelde unde palgelt 1 mark 11% sl, to bor- 
dinge optoschepen 1 frd., to kellerhür 8 scot, summa es 7 frd. 18 ^. Hirut 
vorkoft 4 stücke grasch Münstrolysch, de holden lank 138 eleu, de ele galt 
% mark unde 17 scot myn op den hop, summa in gelde 69 mark myn 5 scot. 
Noch hirut vorkoft verhütet unde vorborget 51 Konditssche dat 1 myn, dat 
ander mer vor 244 mark. Summa blivendes geldes van dessen packe es 
310% mark 1 sl. 

Item 6 dage na sunte Jakoppe^) untfenk ik ut Albrecht Ludekenssone 

2 terlink, de stont to allen ungelde 1 mark 14 ^. Hirut vorkoft 22 Olde- 
nardessche halve, dat stücke vor 8 mark, summa es 176 mark. Noch vorkoft 

9 eleu slachdoekes vor 4% mark. Summa blivendes geldes van dessen ter- 
linge es 179 mark 29 sl. myn 2 ^. Desse terlink horde haJff to Hannes Scherer. 
Aldüs so es des summa to jüwen dele hirvan 89 mark 3 frd. myn 7 ^. Sunmia 
beyde van paeke unde terlinge es tosamen 400 mark 1 frd. 5 A. 

8 dage na sunte Lambrechtes dage^) untfenk ik ut Basekoppe 10 tunnen 
myt mandelen, to palgelde 37 sl. 2^; optoschepen bordinge 13 sl., to 



1) 27. April, 2) 27, April. 3) 17. Juli. 4) 31. Juli. 5) 26. Septbr, 



— 198 — 

vracht 15 frd. 2 scot, to kellerhfir myt op de wage 10 scot, ßumiria des un- 
geldes 5 mark 2 scot 2 ^. Hirut vorkoft 62 stene 6^ punt mandelen, 
den sten vor 20 frd., summa in gelde 155 mark 15 scot. myn 6^. Summa 
blivendes geldes es 150^ mark 2 sl. 

Op Mychgele^) untf enk ik van Ploinies Preppeken vor 20 m gr. 74 mark 
4 scot. Noch untf enk ik 2 halve Oldenardessche de gftlden 16^4 mark. Summa 
hirvan es tohope 341 mark 12 sl. 

Aldüs so es de summa in al dat ik dyt jar van jüwen wegen untfangen 
hebbe alzo wan my betalt wert, dat ik to Iborge gedaen hebbe summa 2533 
mark unde 15^4 sl. 1 /^. Sunmia in al dat ik untfangen hebbe van j&wer 
wegen 7747 mark unde 29% sl. Prftsch. 

Int jar uns heren 1400 in dem 16 jare des vrydages na mytvasten*), do 
sante ik jft wedder op de vorgescrevene summa geldes. Int erste in schipper 
Tolke 1 tunne, dar hadde.gi inne, dat jü horde 10 tinmier scharpenordes, 
dat tinmier stont 1%'mark 5 scot, summa es tosamen 17 mark 2 scot 
Noch was hirinne 10 stücke sftlver, de woftgen 23% mark lodych unde 2 scot, 
de mark stont 6 mark unde 12 sl, summa 143 mark 13 sl. Item de tunne 
stont myt dem ungelde myt int schep 10% sL, sunmia van desser tunne 
es myt allen ungelde 163 mark unde 26 sl. 

Damest op sunte Stenczelofiwen dach') sante ik jft in Tewes Lfldekens- 
sone 1 tunne, dar hadde gi inne dat jft to behorde 3000Potdolsschen werkz, dat 
1000 stont erstes kopes 42 mark. Noch 1 tinmier märten hirinne, stont 
28 mark; 1 st&cke sftlvers woüch 5 mark 4 scot 1 quart, de mark stont 

6 mark 1% scot, summa 31 mark 78 scot 23 /^. De tunne stont 13 scot. 
Summa van desser tunne es myt ungelde 185 mark 22 scot myn 7 ^. 

Op desse selve tyt sante ik jfi in Johan J&skouwen in twen tunnen, dar 
hadde gy inne, dat jü tohorde 3 stücke sülvers, de woügen 16%mark lodych 
unde 4% scot ; de mark stont 6 mark unde 4% scot, summa in gelde 103 mark 

7 scot. Noch in Johan van Enden tunne 3 timmer Büsschen märten, dat 
timmer «tont 27 mark, summa 81 mark; to ungelde hirop to jüwen dele 

1 mark myn 21 ^. Noch sante ik jü in Clawes Swarten tunne 4 timmer myn 
10 märten, dat timmer stont 29 mark 4 scot, summa hirvan 80 mark 5 scot. 
Noch in Albrecht van Borken in mynes broder tunne 30 timmer schönes 
werkz, dat timmer stont 3% mark, 1 scot to ungelde. Hirop myt dem 
pünttoUe 3 frd., summa 107 mark. Noch in schepper Boüterde in Qawes 
Swarten tunne 1 stücke sülvers, woüch 12% mark 1 qüart; de mark stont 
6 mark 13 sl, summa 77 mark 19 scot. Summa in al van dessen vorgescre- 
venen dinge, dat ik jü hir gesant hebbe, es 799 mark 15 scot myn 2 B\. 

Damest 4 dage vor pingesten^) sante ik jü to Lünden wart in Johan 
Melschop an Kort Swarten 9 tunne, dar was inne 38 sintener 32 punt lebenter 
kopper; de sentener stont erstes kopes 4 mark. Dyt kopper stont to allen 
ungelde alzo to tunne wegen to toslan to schepen to puntgelde — 2 mark 

2 scot 16^. Summa des koppers es myt allen ungelde myt int schep 155 mark 
10 sl. 4 ^. 



1) 29. Septr. 2) 3. April. 3) 8. Mai. 4) 3. Juni, 



— 199 — 

Damest 14 dage na pingesten^) sante ik ]& to Flanderen wart in Albrecht 
van Borken by Hildebrant Vocken 1 stücke sfilvers, dat woftch 10 mark 
myn 1^4 schot lodych ; de mark stont 6 mark 13^ sl. , summa hiryan 61 mark 
21 scot myn 2 ^. 

Op desse selve tyt in schipper Eynkendorp' by Hinryk Gamevelde 

1 tunne, darinne 34 tinuner schönes werkz, dat tinuner stont 3^ mark 

2 scot, summa 123 mark 4 scot. Noch hirinne 22 tinuner bogenwerkes, dat 
timmer stont 10 frd. 4 scot, summa 58 mark 16 scot. Noch 41 timmer 
Swetsches werkz, elk tinmier stont 5 frd., ^ mark myn op den hop, summa 
50 mark 3 frd. Noch 1 timmer beverwamme, stont 9 mark 8 scot; noch 
14 timmer 1 tehdelink boUardes, dat timmer stont 2 mark 1 scot, summa 
es 29 mark 2 scot, summa iuial 269 mark 16 scot. Noch in dessen selven 
schepe 1 stro, dar was inne 6 stücke wasses, de woügen 15 stene myn 4 punt; 
de sten stont 5^4 mark, sununa Wrvan myt allen ungelde myt int schep 
82 mark 24 sl. Noch in Öawes Swarten tunne 13 tinuner harwerkz, 8 tinuner 
stonden to 9^ frd. und 5 timmer to 1^ mark 2 scot; 1 timmer schons werkz 
stont 4 mark; 1^ tinuner schevenisse stonden 17 scot, noch 26 timmer 
Smollensch werkz, dat 1000 stont 63^ mark unde 5^ scot ; mer 10 timmer 
myn 1 bäte lüssches werkz, dat 1000 stont 60 mark. Desse 2 tunnen stonden 
to jüwen dele to allen ungelde myt int schep 2^ mark 3 sl. Aldüs so es de 
summa van desser tunne myt int schep 124 mark unde 3 sl. 2 ^. 

Op desse selve tyt sante ik jü in Clawes Worme 1 tunne, dar was inne 
4500 Ungersches werkz ; elk 1000 stpnt 46 mark. Noch hirinne 28 timmer 
harwerkz, dat timmer stont 2 mark. De tunne stont myt allen ungelde 
7 frd. 3 sl. Summa in al van desser tunne myt int schep 264 mark 19 
scot 6t ^. 

Damest des vrydages na sunte Bartolomewes dage^) sante ik jü in 
Clawes Hoümanne 2 stücke Tomesches wasses, de woügen 3% scheppunt 
234 lyspunt myn 1 markpunt, dat scheppunt stont 50 mark, summa myt 
allen ungelde es hirvan 182 mark 21^ sl. Noch sante ik jü in dessen schepe 
in mynes broder tunne 17 tinuner werkz, elk tinuner stont 3 mark 1^^ scot. 
Noch 3 timmer stonden 6 mark, noch 2 timmer hermelen, stonden 9 mark 
to ungelde 6% scot. Summa beyde van wasse van werke es tosamen 249 mark 
16 scot 18 -Sj. 

Op desse tyt sante ik jü to Lünden wart in Heyne Sommer 7 tunnen, 
dar was inne 31 sentener 32 punt lebenter kopper. De sentener stont 4 mark ; 
noch 4 vate osemundes, de stonden 1 3mark to ungelde myt den tunnen, 
puntgelt 1^4 niark 1 scot. Summa beyde von kopper yseren myt int schep 
139 mark 14 scot 18 ^. 

Damest sante ik jü to Lubeke wart 14 dage vor sunte Mertine') by 
Tydeman Veltstede in Matties Sassen 1 tunne, dar was inne 7000 19 tende- 
link Lettouwesches werkz. Dat 1000 stont 52 mark, 2 timmer gingen hirvan 
binnen; noch 25 beverwammerf, stonden 5 mark 1 frd; noch 1^ timmer 
7 märten, dat tinuner stont 26 mark, de tunne stont myt puntgelde ungelt 



1) 21. Juni. , 2) 28. August. 3) 29. Oktober. 



— 200 — 

2 mark myn 1 sl. Summa van desser tunne es myt int schep 419 mark 21 scot 
myn 9 ^. Noch sante ik jü to Lubeke wart in Clawes Groven 1 tavel, de 
stont 5 mark 9 si. unde 4 ^ m^l: int schep. Item so gaff ik schipper Hinryk 
Boüchölte to vrucht vor 200 groves soltes 18 mark 4 scot, to winnegelde 
18 sl., to puntgelde 32 sI., summa es 19 mark. Dyt solt schepede ik vort 
to ßevel wart, alzo gi mi screven. 

Ald&s so es de summa in al dat ik dyt jar vor jü utgegeven hebbe unde 
gesant hebbe 2592 mark unde 1 sl. 

Int jar Christi 1400 in dem 17 jar 8 dage vor unser leven vroftwen lycht- 
misse^), do gaff ik Clawes Yxkülen 60 Engeische nobelen, elk nobel stont 

3 mark 8 scot unde 12 sl. mer op den hop. Desse nobelen hadde opgenomen 
Engelbrecht Veckinchflsen to Dorpte to jüwer behoÄff, de summa es 200 
mark unde 12 sl. 

Damest des vrydages vor vastelavende^) gaff ik Kort Elhome vor 
30 ä( gr., vor elk & gr. 9^ mark, dat gy selven to Brügge opgenomen hadden, 
summa es hirvan 285 mark. 

Op desse selve tyt gaff ik my selven vor 10 ^ gr., vor elk ä? gr. 9^ mark. 
Dysse 10 ^ gr. hadde gi ok opgenomen van mynen broder, summa 45 mark. 

Damest op palmen') san^e ik jü to Lubeke wart in schepper Ludeken 
Detmer 2 stro, dar weren inne 13 stücke wasses, dey woügen 3 scheppunt 
2 lyspimt myn 3 markpunl. Dat scheppunt stont erstes kopes 50^ mark, 
to ungelde 13 scot, summa es hirvan 156^4 mark 5^ sl. Item noch in 
Albrecht van Borken to Ränderen wart to desser selven tyt 1 stro, dar 
weren inne 8 stücke wasses, de woügen 1^ scheppunt; dat scheppunt stont 
51^ mark, ^ mark to ungelde, summa 67 mark 3 frd. ; noch in dessen selven 
Albrechte van Borken 2 stro, dar weren inne 15 stücke wasses, de lyoügen 
2^ scheppunt 1^ lyspunt 1 markpunt. Dat scheppunt stont 52 mark 
myn 8 scot to ungelde myt int schep 20 scot, summa es 134 mark 2 sl. 
Summa es Van dessen dren stro wasses in dessen Albrechte 211 mark 3 frd. 
unde 2 sl. 

Item op desse selve tyt in schypper Albrecht Ludekenssone sante ik 
jü 1 stücke wasses, dat woüch 27^ lyspunt myn 2 markpunt; dat scheppunt 
stont 52 mark, to ungelde 31 sL, summa hirvan es 71 mark 42 sl. Item noch 
in dessen selven Albrecht Ludekenssone sante ik jü in mynes broder tunne 
2000 Lettoüwessches Werkes, dat 1000 stont erstes kopes 47^4 mark; de 
tunne stont myt ungelde, alzo puntgelt, uttoschepen, perssen 26 scot. Noch 
was in desser tunne 1 stücken sülvers woüch 7 mark 1 schot lodych, de 
mark stont 6 mark 10^ scot. Summa van desser tunnen es myt allen ungelde 
141 mark 10 scot. Summa in al dat ik jü sante in dessem Albrechte es 213 
mark 8 sl. 

Op desse selve tyt sante ik jü to Lünden wart in schipper Hanneken 
Tröste 12 tunnen 1 mese, darinne 50 sentener lebenter kopper, de sentener 
stont erstes kopes 4 mark, to wegen, drigen, kellerhür op elken sentener 1 sl., 
de tunnen stonden 36 sl. to toslan, to schepen op elken sentener 1 sl.. 



1) 25. Januar. 2) 12. Februar. , 3) 4. April. 



— 201 — 

to puntgelde 1 mark, summa des ungeldes es 3 mark 9 scot 1 sl. Summa in 
al van dessen kopper myt int schep 200 mark 9 scot 1 sl. 

Damest 8 dage na meydage^) sante ik jA to Lubeke wart in schipper 
Hinryk Terentine 2 stro, dat weren inne 11 stücke wasses, de wofigen 2 schep- 
punt 534 lyspunt undev2 markpunt, dat scheppunt stont erstes kopes 51^ 
mark. Item ungelde alzo wegen, dregen, to beryven, to sehepe to varen, to 
puntgelde, summa 20 schot. Summa hirvan es 118 mark 5^ scot. 

Damest 12 dage na meydage^) sante ik jA noch tu Lukbeke wart in 
schepper Johan Snider unde in schepper Bertolt Hovener in elken 1 stro 
wasses; in beyden stro was 14 stücke wasses, de woügen 3 scheppunt 
6^4 lyspunt unde 1 markpunt. Dat scheppunt stont 51^ mark erstes kopes. 
Summa van dessen beyden stüeke wasses myt ungelde myt int schep 
172 mark unde 9 schot. unde 13 ^. 

Op dessen selve tyt sante ik jü noch in dessen selven Johan Snider 
1 stücke wasse«, dat woüch 38)4 lyspunt my 2 markpunt ; dat scheppunt 
stont erstes kopes 51^ mark, summa van dessen stücke myt int schep 
99 mark 14 scot myn 5 3). Item noch sante ik jü in dessen selven Johan 
Snider op desse selve tyt in Snyder kysten 2 stücke sülvers, dey woügen 
9 mark 17 schot lodych myn 1 quart. De mark stont erstes kopes 634 mark 
myn 1 frd. ; summa hirvan to gelde es tosamen 62 mark 10^ scot. 

Summa hir van des^n S^chipperen to Lubeke wart es 452 mark 15 scot 
myn 8 ^. 

Item damest 3 weken na pingesten') do sante ik jü noch to Lubeke wart 
in schipper Helmych Lantmannc by Gert Beseler unde by Johannes Stangen 
7 stücke sülvers, de woügen 30 mark lodych; de mark stont erstes kopes 
&y2 mark, to wegen unde to ungelde twy tor Münde to varen 34 frd., summa 
hirvan tosamen gerekent es 195 mark Yztrd. 

Item 9 dage vor sunte Jakoppe*) sante ik jü noch to Lubeke wart by 
schipper Hinryk Terentine 1 stück sulvers, dat woüch 11^ mark 1% scot 
lodych. De mark stont 6^ mark. Summa hirvan 75 mark 9 sl. Sununa 
von dessen beyden schipperen es tosamen 276 mark 1 frd. 1^4 sl. 

Damest 4 weken na pingesten^) sante ik jü in schipper Clawes Wonne 
to Flanderen wart 1 tunne darinne 7000 lantwerkes ; elk 1000 stont 38 marL 
De tunne stont 1 mark, to perssende, to dregen 8 sl., to puntgelde 3 frd. 
1 sl. myt sehepe to voren. Summa in al van desser tunnen myt int schep 
230 mark myn 6 bl. 

Op desse selve tyt sante ik jü in schipper Cleys Brün in Evert Soltrümpes 
tunne 11 timmer hermelen; elk timmer stont 4 mark 1 frd. ; noch 21 timmer 
gancwerkes, elk tymmer stont 7 frd.; noch 2 timmer schönes Werkes, de 
stonden beyde 7 mark, to ungelde hirop 1 frd. Sunmia hirvan es tosamen 
gerekent es 90 mark 3 frd. 

To der selven tyl sante ik jü noch to Flanderen wart in Tydeman Wyer 
1 stücke wasses, dat woüch 31 lyspunt 4 markpunt. Dat scheppunt stont 
51 mark, to allen ungelde ^ mark, sununa in gelde 80 mark 11 sl. Noch 



1) 9. Mai. 2) 13. Mai. 3) 20. Juni. 4) 16. Juli. 6) 27. Juni. 



— 202 — 

in dessen selven schipper Tydeman Wyer 7 tonnen botteren, de stonden 
myt allen ungelde 34 mark. 

Dameste 4 dage na sunte Margreytendage^) sante ik jü in schipper 
Mychgel van Güleke |4 tunne, dar was inne 25 timmer Swetsches Werkes; 
elk tinuner stont 1^ mark; noch 18 timmer Werkes, elk tinuner stont 2 mark 
2 scot; noch 12 tynuner schevenitschen, de stonden tosamen 5^ mark; 
de tunne stont myt ungelde 8 sl. Summa hirvan es 80 mark 19 scot myn 6 ^. 

Damest 8 dage na unser leven vrouwen worcewynnge*) sante ik, jfi ok 
to Blanderen wart in schipper Albrecht Ludekenssone 1 stro darinne 7 stücke 
wasses, de woftgen 33 lyspunt 1 markpunt; dat scheppunt stont 50^ -mark 
4 scot. ; hirvan to ungelde 13 scot. Summa hirvan es 84 mark 7 sco^ . 

To desser selven tyt sante ik jfi to Lftnden wart in Jakop van Kftnerstorpe 
8 tunnen, hirinne 32^ sentener 14 punt lebenter koppers ; de sentenfer stont 
erstes kopes 4 mark myn 1 frd. Dyt kopper stet to ungelde, abso wegen, 
to tunnen, totoslan, to schepen, to schepe to bringen, puntgelt 2 mark 1^ sl. 
Sunmia hirvan es 124 mark 8 scot. 

Item noch to desser selven tyt sante ik jfi to Flanderen wart in schipper 
Johan Stalberge 1 s^ro, dar weren inne 2 stocke wasses, de woAgen 2 schep- 
punt 3 lyspunt myn 3 markpunt; dat scheppunt stont 62^ mark, to un- 
gelde hirop 20 schot. Summa hirvan 11334 mark 14^4 sl. Item noch in 
Albrecht van Borken 1 stftcke wasses, dat WQftch^25 lyspunt myn 1 mark- 
punt, dat scheppunt stont 51 mark, to ungelde 13 scot 1^ sl. Summa hirvan 
es 64 mark 9^4 sl* Item noch sante ik jft in Albrecht Ludekenssone by 
Koünen, jüwen knechte 1 cleyne stücke sulvers, dat woüch 2 mark 7^4 scot 
lodych; de mark stont 6 mark 11 scot, summa 14 mark 22 scot 1 sl. Noch 
dede ik hirut Bertram Lüdenschede an Kondytsche 74 mark, darvor solde 
jü antworden to Brügge Jakopp Schürman 20 sentener lebenter koppers ofte 
alzo vele geldes als dat kopper dar blyvendes geldes gegolden hadde. 

Damest des anderen dages na sunte Bartolomewes dage'), do gaff ik 
van jüwer wegen Kort Elhome vor 30 U gr. vor elk ä{ gr. 8 mark 21 scot. 
Dyt gelt borde gi sülven op to Brügge. Summa hirvan es 266 mark unde 
1 frd. Op desse selve tyt gaff ik Johannes Terayx vor 24' ä( gr., de gi ok 
to Brügge op hadden gebort, vor elk äf gr. 8 mark 21 scot. Sunmaa hirvan 
es 213 mark. Item noch gaff ik Hinryk Heysen vor 12 U gr. 106^ mark. 

Op unser leven vrouwen dach der lösten*) gaff ik Hindryke van dem 
Holte vor 24 ^ gr., de gi ok to Brü^e opborden, 212^ mark. Op desse 
selve tyt gaff ik Hinryk Slechter vor 20 ä( gr., de gi ok op hadden gebort 
175 mark. 

Summa in al hirvan es 973 mark 1 frd. 

Item 15 dage na sünte Mychgele^) do schepede ik in schipper Wolter 
van Essen, dem Got genade mote doen, 2 stücke wasses, de wougen 3 schep- 
punt myn 4 lyspunt. Dat scheppunt stont 50 mark, to allen ungelde myt 
puntgelde myt int schep 1 mark 4 scot. Sunima hirvan 141 mark 4 scot. 
Noch hirinne 1 tunne botteren, de stont myt int schepp 5 mark 8 scot. Item 



1) 17. Juli. 2) 23. August. 3) 26. August. 4) 8. Septeinber. 5) 14. October. 



— 203 — 

dyt was kostede to bergen unde wedder to beryven unde wedder to schepe 
to bringen 1^4 mark 4 scot. Dyt was sante ik jü to Lubeke wart in schipper 
Gemt von Pargam 4 dage vor sunte Mertiüe^). Aldos so stet dyt was 
unde botter tosamen 148 mark 4 scot. De tunne botteren stet hir noch op 
jft eventftr. Item so sante ik j& noch by denselven Gemt van Pargam 3 deine 
stftcke sulvers, de woflgen 5 mark 8^ scot, de mark stont 6 mark 11 scot. 
Sunmia hirvan es 34 mark 14 scot myn 9 ^. 

Item 3 weken na Mychgele*) des sante ik jfi to Lubeke wart by Wolter 
Bysschoppe 3 st&cke sulvers, de wougen 10 mark 1 scot lodych. De mark 
stont 6 mark 11 scot 6 ^. Noch by dem sulver was 20 Binsche gfilden; 
elk gulde stont 1 mark unde 16 sl. Summa hirvan es 91 mark 1 sl. 

Summa hirvan es tosamen gerekent, es 273 mark 3 frd. 3 ^. 

Ald&s so es de summa in al, dat ik jA dyt jar gesant unde vor jfi utgegeven 
hebbe, 4408 mark unde 22 scot myn 5 ^. Aldfls so es de summa in al dat 
ik jft wedder gesant unde vor jft utgegeven hebbe 7000 mark 22 scot 7 ^. 
Aldfts so sla ik eine summa jegen dey ander, aldfts so blive ik jft noch schftl- 
dych .wan ik al betalt werde, dat my noch utestet 746^'^ mark unde 50 ^. 
Vortmer so beholde gy noch by my stan unvorkoft 2 bale komyn unde ^ gra 
Herentalsch laken; wan dyt vorkoft es, so wel ik et jft, ofte Got wil, senden. 

Item Hildebrant overseyt desse rekenschop. Est sake, dat ik my ergen 
ane vorrekent ofte vorscreven hedde, dat wil ik gerne vorbeteren. Borde 
my ok wes dat my avegenge, desgeliken begere ik wedder van jft. 

Hildebrant, gftde vrent, ik wolde dat Got wolde, dat ik hir bet gedaen 
hedde konen, so wet es Got, dat ik dat van alle mynen herten unde willen 
gerne hedde gedaen, men ik en haddes leyder keyne macht, alzo gy ok lychte 
wol hören mögen van anderen Iftden, wo dat de hanttiringe hir vorgeyt 
unde wat wy vorkopen, dat es al borch borchgen. Vortmer so hebbe ik 
f Äste gelt vor breyve utgegeven, des ik nicht en reken, wante ik en wet nicht 
wo vele des es. Vortmer so wetet, leve Hildebrant, dat gelt, dat gy nft by 
my beholden, des wetet, dat ik dat nicht an reyden gelde en hebbe. Ik 
vorkofte 1 gesellen ton Holme wart 3 Ypersche, 2 stftcke van den krftmpen 
unde geschoren, 14 stene ryses, 3 stene 9 punt komels. Dat gelt solde my 
vor sunte Michgele unde vor sunte Herten al sin tor haut komen unde hevet 
de wint de schepe ein anderen wech gebracht, ein schep es tom Sunde komen, 
dar hadde he inne op 100 mark, noch 1 schip, dar hadde he my inne gesant 
dat ik al betalt solde sin gewest, dat en es noch nergen to luden komen, Got 
geve, dat et beholden mote sin. Vortmer van den Konditschen stet my 
ok noch vele ute. Dat halve Leydesch dede ik to borge 1 manne to Schwelbene 
wart nft in 14 dagen unde 2 Oldenardesche to Stolpe wart, de 2 werden wol 
betalt. Vortmer so stet my noch to Kosseline 1 Yppersch vor 34^ mark; 
dat solde ik to Mychgele betalt hebben hat, dat es ok wys gelt. Vortmer so 
stet my van den ryse unde komel, rosinen noch fftste gelt ute. Des ryses 
weren 4 vate nat worden, dat schadde jft mer den 12 stene. Der rosinen 
was ein deine korff al vprdorven, de gaff ik vor 1 mark op paschen to be- 

1) 7. November. 2) 20. October. 



— 204 — 

talen. Dey anderen vorkofte ik al by den stene, en dele gaff ik er to 9^ frA, 
en del vor 9 frd., en del to 2 marken. De Iftde en sint hir nfi nicht alzo lecker 
op de rosinen alzo in vortyden. In vortyden wolde ik bet 10 korve vorkoft 
hebber. den n& 1. De lüde sint arm, se kopen alsulkes dinges hir nü nicht vele. 
Item van den iank van linen stet noch ute 110 mark, de sal ik betalt hebben 
14 dage ofte 3 weken na wynnachten. Aldüs so en hebbe ik nicht van reyden 
gelde, dar macht ane es, men ik hope to Gode to dessen vorjaren, dat my 
dat meste al inkomen sole, so wel ik et jö dan, efte Got wel, senden to Lu- 
beke ofte to Flanderen wart, dat scryvet my. 

Vortmer alzo umme de vigen, de jfi unde Tydeman Swarten halff to 
hören, de in der vasten quemen, darvan nam Clawes Swarte to paschen, do he 
van hir toch 50 mark unde ik 50 mark to jfiwer beho&ff. Wes dar mer 
vorkomen es, dat es in 1 sakke op dessen wynnachten, so wert my dat leste 
gelt, so wel ik myt Gamevelde rekei^ unde wes nft doen boren mach to jfiwen 
dele, dat wil ik jö dan scryven. Vortmer alzo umme de vigen, (de) in Rose- 
koppe quemen, de en wellen hir nicht alzo vele gelden alzo gi scryven, dat 
se jü to Lubeke dar vorbeyden. Wy geven se to 3% mark, nochtant en wellen 
se se dar nicht gerne vor hebben en dele en wellen er nicht; wan de al vor- 
koft werden, wat jö dan darvan bort, dat wel ik jft dan ok ofte Got wel, 
scryven. 

Item Gildemeyster en es noch nicht komen, unse leve here Got geve, 
dat he myt leve komen moete, dar leget grote macht ane vele lüden. Hir 
es ein scbipper gekomen uten Swene, de het Johannes Stalberch, de segelde 
14 dage na Gildemeyster ut, de was in Norwegen, de meynt, dat Gildemeyster 
ok sole in Norwegen sin, men he vornam en nicht. 

Item alzo gy my scryven, dat ik jü scryven sole, wes ik jü to Lubeke 
wart gesant hebbe an Tydeman Brekelvelde, des so wetet, dat ik to Lubeke 
wart gesant hebbe, dar es de summa van in al 1153 mark unde by 14 sl. 
Des so leget hir noch 1 tunne botteren van de darmede in gerekent es, de myt 
dem wasse in Wolter van Essen was. 

Vortmer so en wet ik jü neine tydinge van laken to scryven, wante ik 
en wet nicht wol, wo et werden wel oppet vorjaren, Ok en vomeme ik noch 
neine tydinge ut Lyfflande. Vomeme ik ycht, dat wel ik jü scryven. Got 
sy myt jü. Gescreven 8 dage vor des hilligen Krystes dage int jar unses heren 
1400 in dem 17 jare. 

Gerwin Marschede. 

178. Hüdehrant Sudermann, Evert van Meghen and Johannes 
Kavolt in Brügge an Hüdebrand Vechinchusen in Lübeck. — 1417 

Dezbr. 19. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: Dem erbaeren unde wy^en manne Hildebrande 
Veckinchusen to Lubeke offte dar he wesen mach, unsen guden 
vrende. 

Vrentlike groyte tovoeren. Hildebrand, gud^ vrend, also wy ju latest 
screven, dat Johans Kovolt uns eynen breff getoget hadde, den gy em ge- 



— 205 — 

screven hadden,] up sodaenen zynen breff darynne dat he an ju versoekende 
was, dat gy hir over solden komen, juwen voet by den zynen to settene elc, 
so screve wy ju, dat gy ju nicht en drofften holden noch en solden van dem 
scrivene, alsc ju Johan Kovolt van me herwart to komene gescreven hedde, 
men umme dat Willem de loeper van Constantz wedder gekomen were unde 
hedde uns tidinghe gebracht, dat de betalinge van den 3000 kroenen noch 
harde ungereyt were, so dat dat uns allen grotlike van noeden were, dat 
darup by uns selven vervolch gedaen werde, doch want nu nymande van 

uns hyr gadelick en were, dus daene vervolch to doene, alset noch en ys, ^ 

so begerde wy van ju versoekende unde vermänende, dat gy sonder sumen 
unde groet vortreck hedden getogen an unsen heren den Romschen konincgh 
umme maninghe to doene van dan vorscrevenen 3000 kroenen unde ock 
van der kost unde theringe, de hyruname gedaen zyn, unde noch moeten 
gedaen werden, alse gy wol weten doch umme dat gy up den vorscrevenen 
unsen irsten breff hyrynne mochten sinteren unde de sake nicht also zeer 
to herten nemen alse uns allen na der tidinghe, de wy hyr vememen van den 
konincghe vorscreven unde ock van der bistandicheit des coepmans de uns 
weddervaert, so begere wy noch van ju versoekende unde vermänende, dae 
gy ju nicht verdreton en laten dat vorscreven vorvolch in juwes selves 
persoenen so emstafftigen to doene also gy wol kennen, dat uns allen daer- 
ane groete macht licht also dat wy van sodaener last, darumme dat wy in 
groten schände unde in unverwanliken schaden komen mochten entslagen 
moegen werden unde vry staen, ju hyrynne bewisende albo wy ju wol to 
betruwen unde uns allen grotlike unde hoechlike wol van noeden ys. Unde "^^^^-^ 
Ditleif Rolvestorp ys komen van lyve tor doed, God genade syner zielen. 
Ood zy met ju unde moete uns vorlenen guede tidinghe, dat wy van desser 
last by juwen^ervolghene moeten untkonmiert werden. Ghescreven up ten 
19ten dach in decembri int jaer 1417 under ingezeghele Johans Kovolt 
des wy alle samenlike up desse tyt hyr to gebruken. 

Hildebrand Zuderman i . , j x_^ 

Evert van Meghen J»^« ^«"'*« "P «^^«^^ ^^ 
Johannes Kovolt J *<> ^"**S'- 

Ock wilt gedencken, dat de kroenen hyr ghelden 50 groten Vlamsch. . 

■ 

179. Germn Mar Schede an Hüdebrand Veckinchusen in Brügge, 

— 1418 April 17. 

Rev. St.-A, Orig, Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchflsen 
to Brügge iittera detur. 1 i [Y Darunter von H. V.8 Hand an 
verschiedenen Stellen der \^^ Rückseite: 13 in meye 2 stucke 
wasses unde 34 schepunt wasses. — 1 tunne boteren — item dey 
Bununa van den 2 sucke wasses dar schelt — in Wormen in Stal- 
berghen. 

Vrftntlike grote vorgescreven an mynen leven vrftnt. Hildebrant Ve- 
ckinchflsen weten sole gi, dat ik untrychtet hebbe de 50 ä( gr.* de Engel- 



— 206 — 

brecht VedrinchÄsen unde myn broder to Brügge op borden van jfiwer 
wegen, de summa es 425 mark. 

Item so wetet, dat ik jfi sende in Clawes Worme 1 tunne botters, de hört 
jft to, unde was in Wolter van Essen; unde se stet to ungelde op dat nie 
3 schiU. 

Item so sende ik jfi noch in Worme 1 stücke wasses, dat weget 33% lys- 
punt myn 2 markpunt; item in Johan Stalberge 1 stücke, dat weget 35 lU ; 
elk scheppunt stet myt allen ungelde myt int schep 47 mark, summa van 
dessen twen stücken wasses myt dendren schiUii^en van der botter: 185 mark 
Uy^ schiU. 

Item so sende ik jü noch in Stalberge in Johannes van der Borch in 
sinen stro wasses % scheppunt wasses, dat stet myt ungelt myt int schep 
22% mark II schiU. Dyt halve scheppunt wasses es an 1 stücke nasses 
dat wecht I schippunt, dat hört Johannes van der Borch 1 i [Y /Vk 
half! to. Wat dat \orkoft es, so deylet dat gelt. Anders nicht K^^J' |x 
den Got sy myt jü. Gescreven 3 weken na paschen 1400 int 18 jar. 

Item Hüdebrant jüwe terlink Walmesche in Gildemeyster, de 2 slach- 
doeke sint mestel al vorrotet unde 1 van den togestekenen laken, den an- 
deren sal nicht vele schaden. Item de Herentalsche sint nedden, also se 
gestan hebben, nat worden, de kannepüas es al ave unde de slachdoek es 
fül. Men ik meyne den laken sal nicht schaden, en kan ik er in 4 dagen ofte 
in 8 vorkopen, so wel ik se opslan und don dat andere slachdoek und kanne- 
püas to. 

Gerwin Marschede. 

180. Sivert Veckinchnsen aus Köln an seinen Bruder Hüdebrand 

Veöhinchusen in Brügge. — 1418 Mai 1. 

Rev. 8t,' A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brügge 
littera detur. Darunter von H. V.8 Hand: 1418, 15 in meye op pinx- 
sten dage^). 

Wetet broder dat ic juwe breyve wol vomomen hebbe dar Vjrncken 
breyf bynnen was unde ic wel, noch en kan ju op desse tyt nicht doen noch 
helppen unde Got geve dat ic my sulven wol helppen kunne des were my 
wol noet unde ic hebbe ju lange beden, dat gy ju nicht to hoge beslogen 
unde were my ok gud ghewesen unde ic hebbe ju erseget, dat es beter eyn 
beholden dan 2 vordorven. Got beholde uns al umme to syne deynste unde 
ic meyne al juwe dync sole ju to Andorpen komen, sunder 2 sak eyngevers, - 
dey moten hyr vorkoft syn jüwe leste 200 gülden dem Spinnel*) mede to 
betalen. Unde my wundert, df,t gy al gelt op my overkopen also vele ic ju 
scrjrve, dat ic des nicht betalen kan unde ok neyn gelt van iuwer wegen 
hebbe unde wan gy my al vordorven, so hadde gy also vele dey myn trostes. 



1) Das auf der Rückseite von H.V.s-Hand vermerkte Datum läßt sich mit der Da- 
tienmg des Briefes nur dami in Zasanmieiihaiig bringen, wenn man annimmt, daß der 
Briefschreib^r statt 14 Tage vor pynxten 14 dage na pynxten geschrieben hat. 

2) Schwer leserlidi. 



— 207 — 

Doet dat beste unde brenget my in neynen schaden mer unde grotet al vrant. 
Ghescreven 14 dage na pynxsten anno 18 jar. Vorsoket ok ander vrunt. 

Zyverd Veckynchusen Kobine. 

Item broder ic scref ju unde segede ju over 2 jaren, dat eyn man syne 
negesten vnmt nummer vorderven solde ofte ejrnen manne noet an lyggen 
wprde, dat Got vorbeyde, dat eyn man dan doch eynygen trost hebben 
noochte. Latet ja duncken, dat ic nicht umme iüwen wyllen doen kunne noch 
doen welle unde brftket ander vrunt also gy best kunnen, ic kann nicht 
bet na dat myn sake noch gelegen syn. Got voget al mnme to den besten 
to ewycheyt amen. 

181. Bruchstück eines Briefes von Hüdebrwnd Veckinchusen in 
Brügge cm Johannes Stoarte in London. — 1418 Mai 2. 

Rev. 8t' A, Orig: Adr.: An Johannes Swarten to Lunden lyttera detur. 
I I lY Ein Stück abgerissen. In dorso: Dyt ghelt wort to 
V^^ Lunden nicht betalt unde dey wesselle quam wedder over. 
Darvan gaf ick Pylyppe Johan Ydr 60 Xf i sl. gr. Dey erste 
wesselbreyf en hebbe ick nicht, den sal hey my noch senden. 

Johannes neve wete, dat ick hir hebbe nommen van Fylyppe Johan . . 

Lunden wedder ut to gheven. Hirumme so bydde ick dy dat du wol 

deyst to geven Allacksander Forentyn, wysser des breyves 

10 daghe hebben unde ick wel dy int kort wol scryven, ^or du 

dyt ghelt mbart mede betalen salt. Unde ick hope dy sole wat 

gudes van myr wegen betalen salt. Were des ok nicht, so wyl ick 

dar doch wol vorwaren sal werden dat du den Lumbart mede 

betales ut Prusen so meyne komen ofte ick wyl dy van hir wat 

senden wer dyt ok nicht ein gheldes wedder op my kopen. Ick 

weit wol untrychten, efte God wyl unde ges sey so mest gheldeu 

wyl unde vort so hebbe ic dyne rekenschop ghelt van borghen. 

Anders so weyt ick dy sunderünghen nicht to scryven Gescreven 

2 daghe in meye 1418 in Brügge. 

By my Hildebrant Veckinchusen. 

Tydeman seghet, dey scryvet dy ok, dat du hirinne salt des 

besten raihen. - 

182. Hans Swa/rte *aus London/?) an HUdebra/nd Veckinchusen 

in Brügge. — 1418 Juni 4. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: Dem erbaren man Hildebrant Wotkinchusen 
to Brügge littera detur. Von H. V.s Hand: 15 in junejus. 

Salutem etc. Tovor^) ju geleyve to weten Hildebrand om, dat ich in 
lank gen bref noch tydynge van ju had en hebbe. Vord so wetet als gy my 



1) Schwer leserlich* 



— 208 — 

screven van den 50 8^, dey gy my senden wolden, umme dey 50 U mede 
to betalen ; dey dach e^ in 5 dagen und ich en hebbe des geldes nych^. Sal 
ich et op ju nemen, dar solde grot schade van comen und nu dunke my best, 
dat de bref weder overga und vorlycket ju dar mel den Lumberde al gy 
best cunen, hir sätet ju op, vante dey bref comet ju anders nycht. Screven 
met der hast 4 dage in junius 18 jar. 

Hans Swarte. Lunde. 



183, Sivert Veckinhusen aus Köln an seinen Bruder Hüdebrand 
Veckmchusen in Brügge oder Lübeck. — 1418 Juni 24. 

Rev. 8t.' A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Brä^e 
eder to Lubecke eder war hey es, kome desse breyf littera detur. 

Wetet broder, dat ic al jüwe 4 eder 5 breyve wol vomomen hebbe, 
unde mest al op eynen syn, eyrst van der spysserye unde sarke unde van 
— der wychte unde dat gy grot gelt vorleysen unde dat gy jamerlyken mede 
ghehandelt sy^, unde dat es myn schult nicht, unde es my leyt, unde ic 
segedet ju tovorer, dat et neyn piiofyt were to Venedyen to senden dey 
sarke unde gy boden my, dat ic dat eventflre half staen wolde doe segede 
ic neyn; my düchte best,» dat gy ju der sarke weder quyt makeden; wand 
were profyt an sarken, dey Noremberger unde ander lüde solden er ghenoech 
voren; jüwe schade es my leyt, ic wolde, dat gy dar vele an wunnen 
hedden. Item also gy grot clagen unde gernen grote hulppe van my hedden 
unde clagen sole gy vorderven, dat sy myn schult, des ic, ef Got wel, 
nummer en hope, dat syk dat in der warheyt vynden sole unde hedde alle- 
wege gernen jüwe beste seyn unde noch gernen sege unde ic hebbe ju vele 
weder screven unde claget unde wat ic ju clage unde scryve, dar en holde gy 
al nicht van unde meynen al, ic en neme j&we scryven nicht to hertten. 
Dyt wel ic al an Got laten, dat my j&we mogenisse unde sorge leyt ghenoech 
es. Kunde ic dat wol betem unde ic wolde, dat ic et sunder vorderf wol 
betern künde. My dunket noch gfid, dat gy ju in neyn schult mer setten 
unde ju ut der schult helppen, also gy best kunnen. Desghelyk geve my Got, 
ok to doene unde helppe uns aller sorge eynen guden eynde, (^es es uns 
al umme wol noet. Grotet al vrunt. Ghescreven op sunte Johannesdach 
mytsommer anno 18 jar. ^ 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

Broder ic hebbe to Lubeke summa 200 mark vor ju uttogeven, woe 
sey dat eynyge wys van myne gelde eynden kunnen und dat sey dat van 
jftwen dyngen weder nemen und scryvet juwe begerynge vorder, wat ju 
- dunket, dat ic mogelyc doen sole und kunne al neme gy noch 100 gülden 
op my ju, dey mysse to betalen oder er, dat wel ic ok gernen uigeven wan 
dey eyngeber und wulle vorkoft es, so wel ic ju dan al rekenscap scryven 
und ic wel des besten in al ramen, ef Got wel. 



— 209 — 

184. Sivert Veckinchusen in Köln cm Hildebrand Veckinchusen 

in Brügge oder Lübeck. — 1418 JuLi 4. 

Rev. SL-A. Orig. in zwei glekUdautenden Exempla/ren. Adr.: An Hylde- 
brand Veckynchusen to Brügge eder to Lubeke eder war hey es 
littera detur. Das eine Exemplar weist von der Hand des Empfwngers 
den Vermerk auf: 1418, 11 in jullejus. Nach diesem Exemplar 
erfolgt die Wiedergabe. 

Broder, ic hebbe vele breyve van ju unde gy meynen al ic en 
kere my an ju scryven noch clage nicht. Dar hebbe ic ju vele op screven 
unde in vortyden ok weder gheseget unde my duncket, wat ic ju seget hebbe 
eder screven hebbe, dar en noget ju aj nicht an unde ic wolde ok wol, dat ic 
wol bet doen künde sunder mynen vorderflyken schaden unde my moget 
neyn dync mer, dan dat gy scryven nu ic ju in dat vorder! unde schaden 
brocht hebbe nu doe ic myn band af unde welle ju vort vorderven laten 
unde scryven my al van Karbowen, dar doe gy my vor Gode unrecht mede; 
ic hebbe dat myne met den jüwen daran verloren unde ic hebbe vele mer 
schaden daran nomen dan gy unde ic hebbe myn grot gud unde myn lyf 
darover verloren unde vordervet unde sytte noch in groter vyentscop unde 
schaden umme des wyllen, dat ic uns al umme gerne hulppen hedde, dat 
wy wat weder kregen hedden unde en hedde myn grot arbeyt ghedaen, uns 
solde al umme cleyne weder worden hebben. Ok wete gy wol, dat ic eyns 
ju del in der sekcop gemen to my nomen hedde unde doe wolde gy nicht unde 
hedden gerne myn del to ju hat unde ic brochte ju weder jüwen wyllen in 
dey selscop nicht unde ok moechte gy wol dar büten bleven hebben eder 
doe wy eyrst rekenden met wynnynge wol dar afscheden hebben men gy 
sjm um umme wynnynge unde umme des besten wyllen met juwen egen 
vryen wyllen dar in ghekomen unde inne bleven unde hedde dar vele ghe- 
wunnen worden, dat were jfiwe bäte wesen, es dar nu leyder vele verloren, 
wat mach ic des to bet ? Unde my moget unde vordrüt tomale sere, dat gy 
dyt al nicht bekennen wellen unde scryven my recht also hart, ofte ic ju 
weder juwen wyllen in dey selscop brocht hebbe unde hebbe myn egen profyt 
darin hat eder ghesocht unde laten ju duncken, dat ic ju den schaden weder 
keren unde dar to ut allen noden helppen sole. Gy wellen ok nicht besynnen, 
dat ic vele mer schaden in der selscop ghenommen hebbe unde darto be- 
halde gy my myn gelt under, dat gy in guden gheloven in banden kregen 
hebben, des mer es, dan gy in dey sekcop leget hebben unde al wat ic ju in 
vortyden umme dat gelt scref, segede eder manede unde clagede, dat halp 
al nicht, dat gy my icht weder wolden geven, al solde ic dar ok umme vor- 
dorven hebben, dat Got wol wet, dat ic my myt nower noet unde groten 
kummer unde arbeyde behulppen hebbe unde noch gerne vord behulppe 
unde hyran welle gy ju al nicht keren unde laten ju al duncken na jüven 
scryven, ic doe ju to kort unde mochte ju wol helppen unde dat sy ic ju 
echuldych to helppen unde des en welle ic al nicht doen unde my duncket, 
dat ic na myner macht alto vele by ju daen hebbe, des ic vrfichte, dat des 
mynne kyndere unde wyf wol sole gheware werden op dey lengede, Got vor- 
Briefe und Urkunden, 1896 — 1441. ^^ 



— 210 — 

seyt al umme met den besten. Broder, ic wolde, dat gy ju anders bedeehten 
unde beswareden nicht to vele nnde stonden nicht also sere na mynen vor- 
derve eder schaden, wand ic vrüchte ju en kunne eyn cleyne nicht helppen 
unde ic en kan ju met groten gude nicht to helppe sunder myn vorder! noiet 
wyve unde kyndem unde dat ic my dan ok met ju al vorderven solde, des 
en doe ic nicht gerne unde hope ok nicht, dat gy des begeren wellen, wand 
dat God vorbeyde ju mochte ok leyver syn, dat ic wat hedde, ju in noden 
b3rtosrtaenne dan dat ic nicht en hedde. Got helppe unde beware uns al 
umme vor schaden unde vor schänden unde vorderve unde voget al umme 
to den besten to lyve unde to seyle to ewycheyt. Got wet wol, dat ic ghenoech 
umme ju unde vele, ander sake ghemoget sy unde werde seiden van hertten 
vroe unde Lyseke heft grote crancheyt unde lyden unde al dey met er umme- 
gaen, dey hebben vordreytes ghenoch, unde kopet grot gud unde helppet 
cleyne unde wat Got met uns allen vorsejna heft, dat mot al syn. Got geve 
uns al unmie gude dült unde op dat leste eynen guden eynde unde ic vrüchte, 
wy moten noch al umme vüste wat lyden. Got voget to den besten met 
syner mylden barmehertycheyt. Broder, al dyt scryven vrüchte ic kunne 
ju ut der schult nicht vele helppen, doch bydde ic ju, dat gy myne meynynge 
unde guden wyllen to hertten nemen unde staen nicht na mynen vorderve 
alto sere unde gy solen vynden, ef Got wel, dat ic na myner macht gemen 
wol doen wolde, wan dat wat helppen wolde. Scryvet wat ju begerynge sy 
unde warmede ic ju helppen möge unde wan ic dat weder nemen möge unde 
dat ic des mynen seker möge syn unde op wat tyt weder to betalen etc. 
Item, broder, solde ic ju warmede helppen, dat moste ic op schaden 
nemen unde borgen unde dey tyt queme rynge umme weder to betalen unde 
wan gy my dan benemen wolden op dey rechte tyt, so mochte ic hyrumme 
seyn unde hyrumme scryvet my, wat vastes weder, ofte ic ju helppen sole 
unde warmede ic ju helppen möge unde op wat tyl unde woevele dar gy j&we 
dync mede reyden mögen unde warmede gy my dat vorwyssen unde vor- 
sekem wellen unde ok warmede gy my dat vorsekem unde vorwyssen wellen, 
dat gy my alreyde schuldych syn unde op wat tyt gy my dat geven wellen 
unde dat ok al siecht gherekent unde op eyn vast eynde sat werde, dar wy 
al umme an vorwart werden umme leven eder sterven. Wand sal ic ju to 
helppe iomen, so wyl ic van ju vorsorget syn op eyn vast eynde, er ic ju 
ergen mede helppe umme dotlyke sake wyllen, darumme rekent wol unde 
vast over, wat gy my schuldych syn unde sendet my dar eynen breyf op 
unde vorsorget my unde myne kynder wol in den breyve unde scryvet my 
darby juwe meynynge unde al ju gudduncken, so wel ic dama des besten 
ramen unde dyt nemet int beste unde grotet al vrunt. Ghescreven 2 dage 
na unser leyven vrowen dage vysytasyo anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Item ic hebbe Komelys vele screven van juwen dyngen. Ic meyne, hey 
sole ju mer beschedes scryven. Vele dynges es neyn profyt, dat men profyt 
rekent; ic wolde, dat ic myn schult inhedde unde dat ic nummer to Venedyen 
handelynge hebben solde. Got maket al umme güd. 



— 211 — 

Item ic wel juwe walle unde eyngever vorkopen, ic hedde gerne dat 
meste gelt, wan dal al vorkoft es, so wel ic ja rekenscop scryven. Gy mögen 
in dey mysse 100 gülden opnemen nnde nicht mer op rekenscop, eft m]^^ eder 
mer, dat vynt syk wol unde my es leyt, dat juwe schult nicht betalt kan 
werden to Bacharach, ic hebbe hyr int land mannyge denare in schult, dey 
my nummer betalt werd. 

Item segget Tydeman Swartte dat hey my sende vor 1 gülden gamot 
appele, also ic em erscreven hebbe unde ok ander oranyge appele; wolde 
Got, dat Lyseke mochte also stark werden, so solde sey to Lubeke yaren. 
Got gevet unde voget al umme to der besten to ewycheyt amen. 



185. Hüdebrand Hoieman aus Lübeck an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1418 Juli 8. 

Rev. St.'-A.Orig. Pap. Adr.: Dem erbem manne Hildebrant Veckinkhftsen 
to Brflgge littera detur. 

Minen denst to allen tyden bereit, wetet leve Hildebrant, dat ik jüwe 
breve wol vornomen hebbe und gy schryven, dat men alle ding vorkope 
und gelt mak, dez wetet, dat gftt vorkopen were, wen men koplftde hadde 
und wen men mit profyte vorkopen mochte. Den rys hebben se hir geven 
to 29 sl. ; de mandelen en willen se noch nicht kopen ; allün, dat en vraget 
ok nemant na noch ter tyd. Item de Tomasche nam ik mede to dem Sunde, 
dar hebbe ik se vorkoft up sftnte Jacoben dach^) to betalende. Item de 
Arasche hadde ik ok mede, der hebbe ik 11 vorkoft up sünte Herten, de tyd war 
en wege mit den Arassen. Item gy weten wol, dat hir vele geldez to betalende 
is, nfi kope gy noch mer geldez over up uns. Hir is en breff gekommen van 
Hamburg van Marquart Riken up 25 ^ grotto, 4 weken na sunte Johannes- 
dage*). Ik en wet nicht, wer men al dat gelt nemen sal, dar men de Ifide mede 
betalen sal, ik wolde, dat gy sulven to hüs weren, so wolde wy et bet ut- 
reden, ik hebbe so vele to dohde, dat ik drade nicht en wet wat ik don sal; 
wen man kopen unde vorkopen sal mit vorlust, so en mach ik dar nicht 
mede umme gan, doch ik wil dez besten helpen ramen in allen dingen, wat 
ik nicht don en kan, dat m(tt ik laten. Gy schreven van dage to dagen, ^ 
dat gy to hus komen willen, men dor en wert jo nicht aft, dez vordrftt Tyde- 
manne tomale sere und ok anderen luden. Hirumme dot wol und komet to 
hüs, so gy erst mögen, dez is not. Zyvert maket my so vele to donde, dat 
ik nicht vele to hfts blyven en mach. Und gy menen, wen gy hir g&t senden, 
dat et vort rede gelt sy, al dat gy ut Vlandem hersanden, dat licht hir un- 
vorkofft und gy kopen paiement over, ik en wet nicht wormede dat men et 
betalen sal. Ramet sülven dez besten, gy weten best wat jfi nfitte is. Got 
spare jft gesfint to langer tyd. Geschreven to Lubeke den vrydagen na unser 
leven vruwen dage vysetacio anno 18. 

Hildebrant Hoieman. 

— — ■ - 

1) 26. Juli. 2} 22. Juli. 

14* 



— 212 — 

186. Sivert Veckinchusen aus Köln an seinen Bruder Hildebrand 

Veckimhusen, in Lübeck. — 1418 Aug. 3. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
' littera detur. 

Wetet ley\ e broder, dat ic ju bydde, dat gy bestellen, dat al ju wessel 
to Francvord wol betalt unde utrychtet werde, wand ic my darvan nicht 
underwynden kan noch en wel, est, dat gy my neyn gelt eder gud dar senden, 
dat ic en van betalen kan. Unde ok mochtet vallen, dat ic to Francvord 
sieht komen moste, darumme rychtet dama. Unde ok hebbe ic ny eymandes 
van Tüllen to Francvord vomomen, unde ok staden dey van Francvord in 
dey myssa nummende to kummeme unde seyt ok, woe gy wandern to Franc- A 
vord ward, dat steyt al umme ovele und es ju sunderlyngen sorchlyc to 
wandern. Unde ic vrfichte Lysekens crancheyt welle nicht lange waren unde 
sorge, dat sey et nicht lange leiden könne. Got vorsey unser aller beste. 
Ic sy in groten wemode unde sorgen unde my ward ny also bange. Got mäch 
dat noch al umme gud maken, dey hevet des wol macht. Ic kan ju nicht 
vele scryven op desse tyt men grotet al vrunt sunderlyngen myn suster unde 
juwere kynder. Ghescreven 2 dage na suni e Peters dage Vyncke anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kohme. 

187. Sivert Veckinchusen aus Köln an seinen Bruder Hildebrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Aug. 7. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lübeke 
littera detur. 

Wetet leyve broder, dat ic vrüchte dat ic in dey mysse to Francvord 
nicht komen kan umme vele sake wyllen. Darumme vorlatet ju nicht op 
my eynych gelt eder eynych ander dync vor ju ut to rychten unde bestellet 
juwe dync, dat et al umme wol vorwart werde, des es not. Unde dat werk 
sal ok nicht vele gelden na dem dat men to Venedyen nicht voren mach unde 
ok möge gy neymande to Francvord bekümmern unde ic hebbe darvan 
den van Tüllen nicht er vomomen. Ic wel ju hyr nest al rekenschap scryven 
unde gy solen my noch gelt schuldych blyven, wan ic Cryspyn dey lOOgiüden 
betalen. Unde my wondert, dat gy van 300 gülden scryven na dem dat 
gy wol rechen mögen, dat des nicht en es. Grotet myn suster unde al vrunt 
unde beydet over my. Ghescreven 6 dage na sunte Peters dage Vyncula 
anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen Kohme. 

Gevet Hyldebrand Hoeyman synen breyf. 

188. Sivert Veckinchusen zieht einen Wechsel auf seinefn Bruder 

Hüdebra/nd. — 1418 Septbr. 9. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke littera 
detur. 



— 213 — 

Broder gevet Herman Schyphere 300 gülden, vor elken gülden 15 sl. 
4^, 14 dage na dessen breyve sunder al togerynge op dat neyn schade mer 
op kome unde ic hedde noch gernen 400 gülden opnomen, ic kundes nicht 
bekomen, Grotet al vrunt. Ghescreven des vridages na unser leyven vrowen 
dage nativitatis anno 18 jar. Hey heft 2 wessel breyve. 

Zyverd Veckynchusen. 
Dyt es dey ander breyf. ^ 

189. Sivert Veckinchusen cuus Kohl cm seinen Bruder Hüdebrand 

VecTcmohusefn in Lübeck. — 1418 Octbr. 6. 

Rev. St.'Ä. Örig. Pap. Ai/r.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke, 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscrevcn wetet, dat ic ju van Francvord al reken- 
schop screven hebbe unde ic bydde ju, dat gy my gelt eder was senden an 
dat gelt, dat ic vor ju utgeven hebbe unde van ju tachter sy unde des nicht 
en latet also vere also ic ummer mer icht mer doen sal, dat ju leyf es, wand 
myn dync es also ghelegen, dat ic des nicht unberen mach al wat dat kostet, 
darumme denket dar nicht met alle weder unde seyt ok, dat gy alle wessele 
to Lubeke to dancke betalen van den 300 gülden unde ok Herman Syren- 
berge, dat ic dar neyn undanc van hebben dorve, dar bydde ic ju umme. 
Unde ic wel, ef Got wel, myn 2 eldesten dochter to Lubeke senden met 
den 2 vrowen unde dey solen rechtvord met Ryxzen to kloster unde ic were 
ok gerne to Lubeke, künde ic myn schult hyr wol utrychten, darumme 
schicket my dat gelt eder was; vor werke steyt hyr nicht wol gelt to 
krygen. Grotet myn suster unde juweri kyndere unde al vrunt. Ghescreven 
6 dage na sunte Mychele anno 18 jar. 

# Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Item juwen breyf ghescreven 10 dage vor sunte Mychele^) hebbe ic nu 
eyrst wol vomomen unde woe ic ju dync to Francvord utrychtet, hebbe ic 
ju von Francvord wol screven, hyr nu möge gy ju rychten unde sumet 
nicht mede. 



190. Sivert Veckinchusen aus Köln cm seinen Bruder HUddyrwnd 

Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Octbr. 20.' 

m 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet, dat ic ju unde myner suster myn 
2 dochter sende in den namen Godes unde Got geve, dat et to eyner ^den 
tyt syn mote. Unde ic bydde ju unde myn suster, dat gy des besten darby 
ramen unde sey unser vedderken B,jszen bevolen unde rechtvord na 8 dagen 



1) 18. Septbr. 



— 214 — 

* 

to Uoster senden unde ic hebbe Ryxzen al myii gudduncken screven unde 
ic wel, dat men sey erlyken utryehte unde en eyn del na der wyse late maken 
unde doch nicht alto vele. Unde sey hebben gude cledynge, dey mögen sey 
eyrst ^ol vorslyten unde ic wet noch nicht ^an ic wol dar ward kome, wand 
ic kan ovele van schulde wegen van hyr komen unde ic dede gerne schaden 
unde kan to neynen schaden komen. Item met Everd Moleken were gud 
eyn eynde ghegaen unde dar düchten my gude wege mochte/ men en met 
redelycheyt afleggen, unde ic wel, ef Got wel, komen also ic eyrst kan. Ic 
hebbe Ryxzen screven, dat sey al der kynder dync sal to syk nemen unde dat 
woi laten vorwaren ; unde ic wel dar, ef Got wel, in kord mer senden unde ic 
bydde ju, dat gy unde myn suster in al des besten helppen ramen unde 
grotet al vrunt. Ghescreven 3 dage na sunte Gallen dage anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

^ Item ic bydde ju vruntlyken, dat gy met selygen Lyseken vrunden 
jo vryntlyc holden unde dat sey syk myner nicht beklagen, darvan unde al 
dync erlyc utrychtet unde betalt werde also ic ju ok er screven hebbe. 



191. Sivert Veckinehusen aus Köln cm seinen Bruder Hüdebrand 

Vechinchusen in Lübeck. — 1418 Octbr. 27. 

Rev. 8l-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven, wetet, dat juwe 6 stucke vysches und 
I tunneken wol hyr komen es und my dunket, dat et hyr nicht wol van der 
band wel. Sey wellen vor den rakelvysch nicht 28 gülden geven und vor 
den lotvysch nicht 35 gülden geven und dat werk wel nicht 80 gülden reyt 
gelt gelden und hyr es neyn reyt gelt von neynen gude to krygen und gy 
hebben den vysch to dfire koft na dem also gy scryven! Ic hebbe op 
dessen dach 2000 schonwerx vorborget op dey vastmysse, dat 1000 vor 
87 gülden. Ic hebbet hyr staende had send lange in dem sonmier. Hyr 
es neyn gud to vorkopen umme reyt gelt. Ic heddet gerne to 80 gülden 
reyt gelt gegeven, wand ic kan to neynen gelde komen und wet nicht, woe 
ic van schult wegen van hyr to Lubeke ward komen sol. Unde ic besorge 
my noch, dat ic hyr blyven mot dessen wynter over und dat my doch leyt 
syn solde und ok vele schaden und ach^erdel inbrengen mochte, wand ic 
were to male gerne to Lubeke umme vele sake wyllen, doch ic wel noch 
myn beste doen. Ic was myn levedage ny also hoge bedrenget unmae gelt 
und ic en wet nicht wol, woe ic van henne komen sal. Got helpe uns al 
umme ut aller noet. Grotet al vrunt. Ghescreven op sunte Symon und 
Judea avent anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Keinen. 

Ic wel ju dey rose^) senden met den vormanne also gy my scriven. 
1) Koxb? 



— 215 — 

192, Sivert Veckinchusen aus Köln an seinen Bruder Hildebrand 

Veckiruihusen in Lübeck. — 1418 Octbr. 30. 

Rev. SL'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke. 

Wetet leyve broder dat my nu desse breyf quam van Sprüntehower, 
dar möge gy jü duncken to Brügge ward op scryven met den eyrsten, wand 
ic hebbe nicht dar op weder screven unde jfiwe vysch noch werk wel nicht 
van der hand umme reyt gelt; wy geven gernen dat schonwerk to 82 gülden 
unde den rakelvysch to 27 gülden unde den lotvysch to 33 gülden unde hyr 
wel neymand an unde ic kan nicht van hyr, er ic mjn schult betalt hebbe. 
Ic dede gerne schaden op elke 100 gülden 8 eder 10 gülden, wend to paschen, 
ic kan hyr nicht ankörnen unde wet, woe ic em doen saTninde est, dat ic nu 
to Lubeke nicht komen kan, so mochtet my wol vele schaden, dat Got vor- 
beyde unde gy meynen, al ic en welle umme jfiwen wyllen nicht doen unde 
Got wet wol woe bange my sulven werd met vele dyngen, Got betert al 
umme. Tydeman Swartte ryt to Dorpmunde ward unde wel vor in Berger- 
mard; ic wet ju wat mer scryven, men doet in al dat beste unde grotet al 
vrunt. Ghescreven 2 dage na sunte Symon unde Juden dage anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

193. Sivert Veckinchusen aus Köln an seinen Bruder Hildehrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Novbr. 1. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
littera detur. 

Wetet leyve broder Gerlach Stalman dey vorman myt den 6 stro wasses 
unde 4 stucke vyscbes, Got danc, hyr wol komen es unde dey loben hedden 
best to Francvord ghewesen half wassen unde lotvysch were best hyr ghe- 
wesen, doch hyr es neyu losynge van stocvysche, wand men kan neyn gud 
den Ryn op voren umme unveylycheyt willen, dat was wel hyr ok nicht 
wol van der hand unde dat was sal to Brfigge nicht vele mer dan 40 m. gelden. 
Unde dat werk wel hyr nicht 80 gülden reyt gelt gelden. Item ic hebbe to 
Francvord an unsen. weyrd screven, dat hey Johan Pallander des besten 
helppen sol unde Got geve dat gy vele an den vysche wynnen moten unde were 
ic to Francvord unde hjj nicht schuldych, ic en hedde nununer umme vysch, 
noch ander dync ghescreven. Unde gy nemen al vor ovel wat ic scryve eder 
doe unde gy weit ju rychten na mynen dyngen unde meynen al ic wete grot 
profyt unde gunne ju des profytes nicht mede. Des wundert my, wand ic 
my na juwen schulden to Brügge rychten wolde unde kopen darop gud und 
sendet to Brügge, dar solde ic lancsam myn schult to Venedyen unde to 
Francvord unde hyr mede betalen sunder groten schaden. Ic love wol gy 
seget gemne gud unde ic meyne dat ic dat nicht genme arch seyn solde. 
Unser beyder meynynge mach wol gud syn, doch so dreget unser beyder 
syn nicht over eyn. Ic wolde, dat ic myn schult al umme wol betalt hedde 
unde ic in eynen jare nummer güd kopen solde unde ic were gerne to Lubeke, 



— 216 — 

künde ic dat hyr wol utreyden. Ic weyt wol dat my bange ghenoch werd, 
Got voget met uns allen to den besten. Ic weyt noch nicht woe drade ic 
van hyr komen mach, wand ic wel nicht gernen van hyr, er ic myn dync 
hyr wol bestaet unde utrychtet hedde. In al doet dat beste unde grotet myn 
suster unde al vrunt. Ghescreven op aller heyligen dach anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

Broder gy scryven unde drowen vele, dat ic na juwen wyllen nicht doe, 
Got weyt wol dat ic mer ghedaen hebbe dan ic wol vormach, men dat es 
ju al nicht wol dank, Got betert al unmie to ewycheyt. 

194. Sivert Veckinchusen cms Köln an Hüdebrand Vechinckusen 
und Tidemcm Brekdvdd in Lübeck. — 1418 Novbr. 24. 

Rev. SL'A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen unde Tide- 
man Brekelvelden to Lubeke litera detur. 

» 

Vruntlyke grote vorscreven. Wetet leyve broder unde leyve vedder, 
dat ic hadde wyUen tegen sunte Mertyn to Lubeke to wesen, dat myn som 
noet sake benomen hevet. Unde ic wet noch nicht ette ic tegen Eerstmysse 
dar komen kan Got geve dat myn sake also vallen moten, dat ic dar met 
leyve komen mote, wand ic were dar gerne umme vele sake wyllen, das ic 
]u al nicht also uterlyken scrijven kan, men doch so wel ic ju beydeninbroder- 
lyker truwe unde groter vruntscap van son saken eyn del scryven, efte myn 
dync also velle dat ic dar bynnen kord na wynachten nicht komen künde, 
so mochtet also vallen, dat ic dar nicht komen künde vor na paschen unde 
bydde ju dat gy al desse nascreven sake by ju blyven laten unde dyt al 
bet vomemen dan ic ju scryven kan unde scryven my juwen gfiden rat 
unde gudduncken weder up dessen boden, also gy uterlykest unde best 
kennen des antwordes, wel ic, ef Got wel, hyr vorbeyden unde my eyn del 
na rychten. Wand ic nu al myn rat met dessen stucken an ju beyden sette 
unde des nummenden bet to ghetrüwen mede to ratvragen doch nergen nicht 
an to doende buten mynen wyllen unde weten. Got yoge al dinc to den 
besten unde to der ere Godes unde to der seylen salycheyt hyr unde to 
ewychet. 

Int eyrste wetet, dat my van son saken vele hyr vorveUet van vrunden 
unde vromeden dey nicht cleyne syn unde ok werd my van som saken buten 
Eolnne vorleget unde ok werd my van som saken to Lubeke vorgheleget 
unde darvan wel ic ju scryven unde dey andern laten staen, wand ic love 
wol dat et mynen kynderen unde som vrunden to Lubeke nüttest were to 
woenen und ic love ok wol dat et my to lyve und to seyle to Kolne best 
were to woenen, so wel ic doch nicht gerne doen sunder vrunde wyllen unde 
mede weten, al es my dyt noch to vrb to scryven na legenheyt der tit unde 
aller saken. So truwe ic ju beyden doch so wol, dat gy my dyt vorberen solen 
unde solen dyt wol hemelyc holden unde my des besten raden. 

Int eyrste hevet my Arnd Wachendorp vele sproken unamc synes wyves 
süster unde büt grot vele to doende met vruntscop dey hey to my hebben 



— 217 — 

welle, men dat gelt es cleyne unde hey wil my syn hus lenen 2 jar ; ic hebben 
a%heleget dat ic noch nicht beraden sy eynyge voranderynge to doende 
unde hey seget my syn wyf unde vrunt hebben em van Lubeke vele hyrvan 
screven unde hedde gerne eyn antworde van my. Ic wel em anders neyn 
antworde geven unde gy ock noch anders nicht beraden unde ic meyne hyr 
welle nicht van weten. 

Item my werd van Verynges anbrecht van der Eastorppesch unde vele 
grotes dynges toseget unde ofte dat met eren wyllen gheworven werd, des 
wet ic nicht, men dey dat wervet dey söget, dat sey em nicht bevolen hebbe. 
Darop late ic dat ok bestaen, wand ic meyne hyr sole ok nicht van werden, 
my es van soin anderen dyngen vorkommen dar al nicht van werden wel, 
wand est ic my ergen vorandem sol, so moste ic eyn del wyllen nemen beyde 
van Personen unde vrunde unde gelde unde dat ic unde myn Mnder unde 
vrunde darvan ghebetert mochten werden, anders sol dat nummer scheyn, 
ef Grot wel, unde my solde hyr wol mest geldes werden unde ok van guden 
vrunden my es hyr angheboden beter dan 5000 gülden ward gudes unde ic 
wel nergen nicht au doen, er ic to Lubeke west hebbe unde ok er ic tidinge 
van ]u hebbe. Wand ic sy es noch nicht beraden, da^ ic my icht vorandem 
welle, dat en möge my alto wol vallen; dat et vor my unde myne kynder 
unde vrunt syn wolde, wand ic kome an my sulven wol, dat my vele tidiger 
und nutter wesen solde vor myn lyf unde seyle dat ic eyn ander leven an- 
neme, Grode to de3naen unde dechte op den langen wech, wand ic hebbe al 
myn levedage vaste der werlde deynt unde na titlyker nerynge gbestaen 
unde groten arbeyt ghedaen, dat were nu tyt Gode to deynen* 

Unde ic bydde Gode, dat hey uns al umme des besten raden unde wysen 
mot, ic weit op myn seyle nemen en deden my myne kyndere unde som 
vrunt, ic wolde nummer op wyf dencken unde ok ntimmer van Kolnne komen 
to woenen unde ok hebbe ic noch neynen wyllen my to vorandem dat en 
möge my alto wol vallen na vmnde rade und der anwysinge Godes und dat 
ic ju dat scryve, dat doe ic in rechter vruntscap, op dat gy to komendeii nicht 
seggen darvan, dat ic mynen egen synnen volgen welle unde dat ic op ju 
nicht en achte unde ok op dat gy mynen syn eyn del weten mögen oftet syk 
met my vortogerde dar to komen unde ok op dat gy my juwen guden rat 
unde gudduncken egentlyken weder scriven mögen. Item so wetet ok, dat 
my wol to male gude wege hyr vorvallen syn met myner dochter Greteken 
van guden personen unde vmnden unde vele geldes^ unde es som vrunden 
hyr tomale leyt, dat ic Greteken van hyr sand hebbe, unde doen groten 
arbeyt darumme, unde ic se^e al, sey sale in dar Akenvard hyr weder kommen 
unde solde ic ok hyr wonen, so wolde ic meyner kynder sunderlyngen myner 
dochter van my hyr nicht unberen umme neyn gelt, men ic hebbe den vmn- 
den dar to leyve ghesand, ako.lange, dat men süt woe al dync vallen wel; ic 
wolde myn dochter hyr wol brengen, des eyn gans siechte wol to bet solde 
mögen, ic love, hedde ic also vele wyst vor sunte Mychele, also ic nu wet, 
Greytefce were in eynem nicht to Lubeke komen. Got voget noch al umme 
to den besten to ewycheyt. Leyven vrunde, gy mochten seggen, of ic myn 
vmnt wolde overgeven umme geldes wyllen, dat dfichte nicht overgeven 



— 218 — 

syn dar eyn man syk betern mochte unde ok vinden mochte men also wol 
helppen van hyr ut also to Lubeke op dat eyn man wat hedde mede to helppen 
unde ok also ic nu in dessen landen ghewoent sy met neryngen unde aUen 
dyngen unde myn lyv ghesat hebbe met allen dyssen unde solde my nu 
opbreken unde op eyn nye doent komen unde my op dat nye wedder setten 
dat wolde my hard vaUen unde vele kosten unde ok est my hard op myn olde 
dage eyn junc kynt to nemen oder my in eyn nye voranderynge to geven. 
My dunket al, dat et my best were, dat ic eyn leven anneme Gode to deynen 
unde vrede to hebben, van al begere ic juwen guden rat ghelyk oftet ju also 
ghelegen were wat gy doen wolden vinde ic wel my in Godes vollen unde 
gude anwysynge geven also dat ic hope unse leyve here Got sole my met 
syner mylden barmehertycheyt vorseyn unde anwysen dat beste to ewy- 
cheyt; wand ic sy slechtes noch unberaden my to vorandem dat en möge 
my sunderlyngen wol Valien my unde mynen kynderen unde vninden to 
nutte. Dyt latet al by ju blyven unde doet in al da^ beste und grotet al 
vrunt. Ghescreven op der hyllgegen juncvrowen sunte Katerynen avent 
dey mote uns van Gode dat beste vorbydden hyr und to ewycheyt amen, 
anno 18. 

-f Z. + V +. 

195. Sivert YecTdnchusen aus Köln an seinen Bruder Hildebrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Novbr. 24. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke, 
littera detur. 

Vruntlyke grote vorscreven. Wetet leyve broder dat ic juwen breyf 
ghescreven des dynssdages vor sunte Mertyn^) wol vomomen hebbe. Int 
eyrste dat gy hopet hadden dat ic tegen sunte Mertyn to Lubeke komen solde 
komen hebben, dat hedde ic gernen ghedaen unde es my leyt ghenoch, dat 
ic des nicht doen konde. My brenget neyn cleyn dync hyr to, dat ic hyr 
blyven mot, ic mach nicht van hyr umme vele sake wyllen unde ok most 
ic hyr eyrst myn schult betalen unde som dync siecht maken. 

Item wetet, ju 12 stucke vysches wem to Francvord komen, unde ju 
knecht was hy by Reynolt unde my, unde wy senden en weder to Francvord 
unde mynen knecht ok, dat men den vysch vorkopen unde hyr dat gelt 
brengen solde unde wy kunnen hyr van juwe werk noch wasse noch vysche 
neyn gelt maken, al solde wy dat myn geven dan et ghekostet hevet^ hyr 
en steyt van ne3nien dyngen gelt to maken unde ok wel dey vysch to Franc- 
vord nicht geldon unde ic wolde dat gy 1 penwerd gudes to Francvord noch 
hyr dyt jar nicht sand hedden, dat sol al mest vorlus syn unde dey lüde weit 
hyr betalt syn unde men kan van dem gude neyn gelt maken unde ic hebbes 
nicht uttoleggen unde Beynolt en weis ok nicht doen, wand hey seget syn 
dync en sta noch also nicht, dat hey et wol doen künde. Broder, gy screven 
my lest, ic en gunde ju der wynnynge nicht mede unde ic wolde dey wynnynge 

1) 8. Novbr, 



— 219 — 

allene hebben etc. Broder en were ic in dessen landen nicht schuldych wesen 
unde hedde ic hyr nicht gelt hebben moten, ic hedde nummer umme den 
vysch unde was ghescreven, wand ic wet wol, dat an den borchgude neyn 
wynnynge kan wesen, wand dey borch nemet dey bäte eynwecA unde ok 
hebbe ic ju vele screven to Brügge unde ok to Lubeke, dat hyr op neynen 
gude profyt es, dat men hyr met der hast umme reyt gelt vorkopen sal, 
gy wellen gud hyr senden unde latet dat gud nicht hyr komen, gy nemen 
recht vort wessel op dat gud, dyt es al vorlfts unde maket groten unloven 
unde men mot dat gud vorwerpen unde gy screven my lest gy wolden was 
to Lubeke myn dan umme 40 m. to Brügge tagen unde dat gelt to Brügge 
nowe 38 m. % jar to borge unde Eyngelbracht scryyet al, wat gy em sand 
hebben, dar kunne hey neyn gelt van maken unde dey lüde wellen betalt 
syn unde dat es r3^ige vele gudes to Lubeke unde to Brügge opborget, men 
dey tyt komet drade umme to betalen unde dey borch nemet dey wynnjrnge 
wech unde men mot dat gud vorwerpen unde in unloven met komen. Wat 
ic ju des vele scryve, gy lovens my nicht unde meynen al, ic soke myn profyt 
unde gunne ju der wynnynge nicht unde gy senden nu harwerk 2 tunnen 
hyr over. Got geve dat sey met leyve hyr komen, so kan men dar van un- 
vredes wegen nicht to Brügge schycken, wand men kan neyn gud van hyr 
to Brügge ward senden, dat werd al opholden unde ghenomen unde dat 
en doch hyr ok nicht vorkoft unde wel hyr nicht gelden; ju schonewerk 
wel nicht 76 gülden gelten reyt gelt, ic wet nicht woe wy umme gelt doen 
solen, dyt nemet to hertten, ofte gy weit Eyngelbracht vordrüt to Brügge 
ju dync to vorstaenen unde ]^ynolt hyr unde dar kan neynmand danc 
noch profyt andoen. Ic wolde 50 gülden darumme geven, dat my 1 «^ word 
gudes dyt jar to Lubeke nicht koft were men ic hedde hyr gemne ut der schult 
ghewesen unde men was my to Lubeke vele schuldych, darumme scref ic 
op dey schult my gud to kopen, op dat ic hyr myr schult mochte mede betalt 
hebben, ic heddet anders node ghedaen, wand ic wyste wol, dat dar neyn grot 
profyt daran wesen künde, men dat ic eyn schult met der andern mochte 
betalt hebben. Item dey lobben dogen hyr nicht to vorkopen. 

Item also ju her Hynric Rapsylver van eyner juncvrowen seget hevel 
unde dat hey in synen deynst büt, ic trüwe em alles gudes mer dan eynygen 
in dem rade to Lubeke unde ic hebbe ok merer vruntscap an en ghevunden 
unde solte ic to Lubeke woenen, so wolde ic syner trüwen vruntscap nicht 
unberen umme 100 m. und mer. Grot geve, dat ic em noch aller vruntscap 
danken mote unde ic dorfte ok synes rades wol volgen in allen redelyken 
dyngen, wan ic my hedde wyllen to vorandem, des ic noch nicht wyllen 
hebbe. Item also gy scryven van som andern personen unde husen unde vele 
dyngen, dar ic ju nicht also wol op scryven kan, also ic wol sulven met ju 
unde andern vrunden moBhte muntlyken sproken hebben, darumme hedde 
ic gemne by ju ghewesen, hedde ic dat kunnen bybrengen unde ic wolde 
noch gemne tegen Eerstmysse by ju komen, künde ic dat wol utrychten 
umme vele sake wyllen, dar my grot macht an leget unde ic moste eyrst 
tydynge Van Yenedyen hebben unde ok van den gude, dat my opholden es, 
dar hebbe ic noch neyn tydynge van, woet dammme wesen mach, ofte 



— 220 — 

my dar icht eder recht van weder werden sal. Goi voget al umme 
to den besteo. 

Item also gy ßcryven van mynen dochtem, dar hebbe ic vele opscreven, 
dat es myn wylle noch, dat men sey beyde Byxzen in dat closter doe unde 
late sey dar vorraden met cledyngen unde allen dyngen ghelyk also ic er 
vele screven hebbe unde ic hebbe wol vorstaen, dat myn suster Anneken 
wolde noch buten den closter holden, des danke ic er vruntlyken, men ic 
wel sey by Greteken in dat closter hebben unde ic wel ok, dat sey beyde er 
Kölsche cleder in dem kloster vorslyten solen unde dat men en nicht vele 
nyer cleder sal laten maken, er ic, ef Grot wel, dar kome; ok sal unse 
vedderken B3rxze al der kynder bescryven unde vorwaren unde darby doen 
also ic er screven hebbe unde ic hebbe ok wol vorstaen dat Eatryne 
Tymensch myn suster unde som ander solen gheseget hebben, dat myn 
kynder solden by ander juncvrowen int closter wesen, wand Byxze sy böse 
unde hard, darop es myn güdduncken, dat ic myne kynder numende wel 
ghedaen hebben dan Byxzen unde der en sal ok nument noch ter tyt mech- 
tych wesen ergen to doende, ic hope Byxze sole sey wol besorgen unde vor- 
waren unde ic wolde wol dat myn suster Greyteke er nicht also hard were 
unde som dync anders vomeme unde heyldet vruntlyken met er, dat were 
beter dat sey eyn cleyne hard were dan alto wek. Unde ic hebbe ok vor- 
nomen, dat gy unde myn suster tomich wem, dat Byxze uname myner 
kynder wyllen utquam, des wundert my, wand ic heddet er ghescreven 
unde sey darumme hertlyken ghebeden unde ic hedde wolt, dal sey er dar 
wesen hedde dan dey kynder dar quemen. Doet wol unde latet al dync in 
vruntscap holden unde vorvolgen unde Bjrxzen ok nicht vordrücken laten^ 
sey mochte uns noch al umme nütte werden. Grotet al vrunt. Ghescreven 
op sunte Eateryne avent anno 18 jar. 

Zyverd V6ckynchusen, Kolnne. 

196. Sivert Veckinchusen in Kein an Marga/rethe Vechinohusen in 

Lübeck. — 1418 Novbr. 25. 

Rev. St'A. Orig. Pap. Adr.: Der erbaren vrowen Greyteken Hyldebrand 
Veckynchüsen wyf to Lubeke. littera detur. 

Myne vruntlyke grote vorscreven wetet leyve suster, dat ic wol vor- 
nomen hebbe dat gy dat nicht vor gud nemen dat ic ju by mynen kynderen 
nicht en screi und dat leyt ic darumme, wand ic meynde, wat ic mynem broder 
scref, dat scref ik ok ju, dat dat alleyns ghewest hedde und ic danke ju 
- vruntlyken, dat gy myne kynder wol untfengen und ju vruntlyc by en 
bewyst hebben und ic hebbe ok wol vomomen,»dar gy Anneken wolden 
buten dem closter beholden, dar danke ic ju ok vruntlyken vore, men ic wel 
Anneken met Greyteken in dat closter by myne vedderken Byxzen hebben 
und ic hebbe ok Byxzen ghescreven unde bevolen, woe sey myne kynder 
cleden unde met allen dyngen holden sal und ic bydde ju sey dar torraden 
laten unde er des besten darto helppen raden, dat al dync erlyc und wol 



— 221 — 

vorward werde unde doch en wel ic en nicht vele nyeger cleder ghesneden 
hebben sey solen er cleder eyrst vorslyten unde er dync vorwaren unde nicht 
vorderven noch vorspyllen unde op dat et dey bet vorward werde, so hebbe 
ic dat Ryxzen bescreven sand, op dat sey darvor antworden 8ole unde ok 
hebbe ic en darumme slaplaken und taflaken und ander dync mede ghedaen, 
op dat sey nottroft hebben in dem closter, wand ic wet wol, dat Ryxze 
nicht wol al retschap hevet, darumme latet er al volgen dat ic den kyndem 
mede ghedaen hebbe. Unde dat sal Byxze in dem kloster beholden, wand 
solen unser beyder kynder leven, sey solen des wol behoven und ok wol 
vorslyten in dem kloster und ic bydde ju ok leyve sftster, dat gy met unser 
vedderken Byxzen vruntlyc und met dogeden holden und sey ok vord setten 
unde vor ogen holden unde er dat beste doen, wand sey mach unsen kyndem 
noch wol nütte werden unde en vele gudes doen. Und ok es beter, dat unse 
kynder by er syn dan by vromeden und ok est beter, dat sey unse kynder 
in dwange holde und to den beslen holde dan dat sey ander lüde dwyngen 
solden. Ic wel er myner kynder bet to loven dan eymand anders dey lovet 
und, Got hebbe Lyseken seyle, dey begerde in al ere crancheyt, ic unse dochter 
numende gheloven noch doen solde int closter dan Ryxzen, wand sey was 
to er to Semtyn ghevaren unde hedde al solke trüwe unde vruntscap an er 
ghevunden, dat sey er unser kynder boven neymand trfiwen wolde unde 
ic hebbe Ryxzen ok screven und hartlyk ghebeden dat sey des besten by- 
jfiwen unde mynen kyndem doen sol und in redelyken dwange unde in 
guder lere holden sal und dat also make, dat ic dar neyn clage van hören 
dorve. Unde, leyve sfister, twyvelt ok nicht unser beyder kynder behoven 
ok wol dwanges und lere unde dwyngen wy unse kynder som tyt bet dat 
were en umme gud op dey lengede und hedde wy unse kynder leyf , so solde 
wy soy in dwange holden, dat brechte uns op dey lengede vele vredes in 
und al den genen, dey met en ummegaen solden. Ic was dar over eynem 
jare by ju, Got dancke ju, men ic sach mennych dync van juwen kyndem, 
dar sey wol dwanges umme behovet hedden. Ic sege det ju ok doe unde 
bydde ju ok noch, dat gy jfiwe kynder in dwange holden, dat en sal ju 
nummer röwen op dey lengede und des ghelyken es mynen kjrndern 
ok wol noet. Dyt nemet al int beste unde grotet al unse vrunt vmnt- 
lyken unde beydet over my, Ghescreven op sunte Katrynendach 
anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

Item leyve sfister, ic hebbe Ryxzen al dync hartlyken screven unde ge- 
beden des besten to doene also ic hope, dat sey ok wol doen sole unde ic 
bydde ju ok, dat gy er nicht alto hard en syn unde sey ok nicht voraichtygen 
noch tomale underholden unde wy gy oder wy nicht van er en holden, so 
holden ok ander lüde nicht van er unde dat en es vor unse kynder ok nicht 
op dey lengede. Dyt nemet nicht vor ovel, wand ic wold er nicht geraen 
vernichtet hebben, wand sey hevet my to vele dar to kostet unde ic hope 
sey sole unsen kyndem nütte werden und vor Got ok uns allen bydden. 
Grotet myn sustern Eatrynen Tymmen unde Greyteken Sermen unde ok 



_ 222 — 

myn moddern Grejrteken yan der Brfiggen unde Johan van der Brägen 
und al unsen leyven vrunde unde beydet over my. 

Item ic sende dar by dessen boden eyn cleyn dync, dat sendet myncr 
dochter Greyteken unde Byxzen met den eyrsten, dat gy kunnen unde al ere 
breyve darby und est dat gy icht wellen hyr ghekoft hebben, dat scryvet my, 
dat wel ic ju gerne senden. Gy solen Byxzen er dync by dessen boden to 
Serntyn senden, des en latet jo nicht, ofte myn broder dar nicht en were 
unde-men sal er dync unde breyf laten besegelt, also dat es, unde sendet er 
also met dessen boden, op dat sey my eyn antworde by dessen boden weder 
scryven mögen und doet vord in al des besten unde beydet al tyt over my. 

• 

197. Hüd^and Veckinchusen, anerkennt seine Schuld, Lübeck. 

— 1418 Novbr. 30. 

Lab. Staatsarchiv. Inscription d. Lübecker NiederstadÜmches vom Tage 
AnH/ree. Die Inschrift ist ausgestrichen und hinzugesetzt worden^ 
daß die Angelegenheit erledigt sei. 

Hildebrandus Veckingkhusen per se et suis heredibus praesente libro 
recognovit se teneri Hinrico Wyneken et Henningo Ecken et eorum heredibus 
in 200 und 7 marcarum et 11 sl. den. Lub. in feste sancti Jacobi proxime 
affuturo amicabiliter persolvendis. 

198. Sivert Vechinchttsen aus Köln an seinen Bruder Hüdäyrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Decbr. 13. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
eder wor hey es littera detur. 

Broder ic hebbe ju vele screven, dat gy neyn wessel dorften herward 
op nemen, wand hyr es neyn reyt gelt van eynygen gude to kopen, al wolde 
men den dorden d. vorleysen unde Beynolt kan ne^ gelt vor ju utgeven noch 
vor leggen in neyne wys unde my duncket, wat ic ju scryve dat helpet al 
nicht. Gy slaen dar grot gud to hope unde ic love mest al op borch unde 
juwe wesselbreyve komen er hyr dan ju gud, des eyne wessel op dey andern, 
unde gy hebben ok to Brügge screven, dat sey dar ok wessel solen opnemen 
hyr to betalen. Unde al man wel hyr syn gelt hebben unde wy können hyr 
numende nicht geven unde krygen schaden to dem schaden, wand wy können 
hyr met alle neyn gud vorkopen umme desses orloges wyllen. 

Item jfiwe knecht hevet jftwes vysches eyn del to Spyre ghevoret unde 
kan des duncket my nergen vorkopen unde wet nicht war hey blyvet. Got 
geve dat hey gelt brenge, des were wol noet. Ic wolde.dat gy noch ic in 
^ jare ny penewerd gudes ghekoft hedden in dyt land to senden, doch ic 
most et hebben myn scholt hyrmede to betalen. Got geve beholden vard al 
umme. 

Item jfiwe leste 3 tunnen unde ander dync es noch nicht komen noch 
myn dync ok dat int leste van Lubeke ghegaen es und my wondert, wor 



— 223 — 

dat blyven mach unde Tydeman S^artte mot to Brügge 100 U gr. vor ju 
betalen, dey an wessel ut Eyngeland weder overkomen syn, unde hey scryvet, 
dat gy em screven hebben van 2 tunnen werx, dey wy em senden solen dat 
gelt op nye jare mede to betalen unde wan dyt werk, nu ef Got wel, hyr- 
komet, to kunen wy dat neyne wys to Brflgge senden, wand neymand kan 
noch en mach neyn gud van hyr to Brflgge ward senden. Aldus est al umme 
hard unde wet woe doen unde ok hebbe ic vomomen, dat dey 200 gülden, 
dey gy geven oder solden geven hebben, dey syn weder op Hyldebrand 
Hoeyman wyst, dat gy em dey geven solden und est, dat gy dey nu nicht 
utgeven, so kan my Hildebrand ok neyn gelt senden, dat my groten schaden 
inbrengen mach, wand ic nicht van hyr mach sunder gelt unde ic hope jo 
gy hebben Hyldebrand dat gelt betalt unde dat et my komen sole met den 
boden, dar my grot macht an leget. Gy hedden my gerne daer, men gy 
maken my also vele to doende, dat ic anders nicht to doende hedde; my 
werde bange noch al. Hedde ic ok eynen muntter, dey my al den dach 
gelt munttede. Got geve eyn gud eynde. 

Item Spuntenhower heft van Brügge vele screven, dem unbreken 
i||ch 233 gülden, dey ic em to Francvord nicht betalen künde, also scref 
ic lest to Brügge dat men em seggen solde, dat hey dat gelt an wessel hyr 
overkofte gy hedden hyr gud ghesand ic hope det darvan wol to betalen. 
Aldui^ hevet hey my nu ghescreven dat gelt to geven des Spinneis*) deyner 
sonder al säumen. Nu kan ic des nicht betalen, woe sal men dyt nu al wol 
utreyden. Got wet wol, dat my ny also bange ward umme geldes wyllen 
unde gy meynen al dat sole komen also gy dar denken dat wel ju und my 
noch in grote sorge brengen. Got betert al umme unde dama dat ic myn 
dync hyr rychten kan, wan dey bode van Lubeke komet. Darna wel ic 
dan doen unde my unbreket 'nicht dan gelt unde Godes hulde to voren in. 
Ic wet wat mer scryven, dan sendet hyr neyn gud mer, dat en wel hyr nicht 
gelden. Grotet al vrunt. Ghescreven op sunte Lusyen dach anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

199. Sivert Veckinchusen (vas Köln an seinen Bruder Hildebrand 
Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Decbr. 15. 

Rev. St-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
littera detur. Darunter v. H. V,8 Hemd: 1419, 3 in janewario. 

Wetet leyve broder dat ju 3 tunnen unde 2 stro wasses unde tovoren 
ok was unde stocvysch hyr wol komen es unde al wolde men grot vorleysen, 
dat en es hyr nicht to vorkopen; unde gy hebben vele wessel opnomen, 
dey lüde weit er gelt hebben. Reynolt hevet neyn gelt unde ic kans nicht 
betalen unde ic geve 100 gülden darumme, dat gy 1 penneword gudes to 
Francvord noch hyr nicht ghesand ' hedden unde hedden neyn wessel 
opnomen unde hedde gy juwen loben dar unde hyr beholden unde hedde 



1) Ijnleserlich. 



— 224 — 

my vele vredes inbrocht unde ic were gerne to Lubeke unde hedde met 
myiieD egen saken alto vele to doende, dat gy my unbeswart hedden ge- 
laten nu dat aldus met my ghelegen es 6ot beterfc al umme. Item ic beyde 
eyn antworde by den boden, darna wel ic my 8ere rychten to Lubeke to 
komen, op dat ic dat hyr wol ntrychten kan van schult wegen dat my doch 
hard vallen sal un dat hyr nu ghelegen es met unvreden unde men kan van 
hyr neyn dync to Flandern ward nach dem Ryn op noch nergen senden 
dan wy mochten dat wol weder dor dat Bergerschland senden, wy hebben 
anders neyn land open. Got betert al umme to ewychej^ amen. Item juwe 
knecht es nu eyrst komen unde hevet juwen vysch to Strasborch unde to 
Spyre unde to Mentzen unde to Francvord unvorkoft laten ly^en unde 
warmede sal men nu dey lüde betalen unde wes sol men mede begynnen 
imde Reynplt wel syk nicht annemen unde sol ic darunmie hyr blyven. 
Gbde unbarmet, dat gy my to Francvord unde nu hjr in also grote sorge 
brecht hebben unde solen al unsen gheloven vorleysen unde wy mögen dey 
lüde an dat gud wisen, wand solde wy dat gud vorwerppen unune half gelt. 
Wat solen dey lüde dencken. Juwe laiecht blyvet hyr noch 4 dage also hey 
meynt, dat hey hyr to doende hebbe. Dar mach ic ju hymest ok by scryv#i 
unde hey mach ju ok al dync seggen. Grotet al vrunt. Ghescreven 5 dage 
vor Kerstdage anno 18 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

200, Sivert Veckinchicsen aiMs Köln cm seinen Bruder Hüdebrand 
Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Ded>r. . 22. 

Rev. 8t.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke 
littera detur. 

Wetet leyve broder dat ic al juwe breyve by den boden unde ok Tyde- 
mans breyve wol vornomen hebbe unde ic wel gerne des besten in al ramen ; 
men hedde ju dync nicht ghedaen, ic were lange to Lubeke. Gy hebben my 
also belastet, dat ic nicht wet wat doen; van al juwen dyngen künde wy 
nicht 100 gülden betalen also ju juwe knecht wol seggen sol. Unde Reynolt 
wel syk nicht underwynden eymande gelt to seggen eder to geven, er dat 
gud vorkoft werd. Unde ic en wel ok neymande nicht er seggen, wand ic 
en hebbes nicht. Unde gy scryven van gheloven to beholden dat were gud, 
men wey hyr eyn gud vorwerpet buten tydes, dem en lovet nicht mer unde 
dey vorloset synen gheloven tomale sere, hyrdar wil Reynolt nicht an 
al wolde wy dat was geven to 14 gülden unde dit 1000 werx to 70 gülden, 
wy künden neyn reyt gelt darvan krygen. Dey stocvysch wel ok nicht ghelden 
unde al man dencket hyr mer op orloge dan op kopenscop unde ic kan ju 
djmc nicht to Brügge senden noch nergen ut desser stat dan weder in dat 
Bergesch land. Aldus wel ju jftwe kopenscop dyt jar in grote sorge brengen 
unde uns al umme mede in dey sorge setten. Gy wellen jo kopenscop in 
dysse land hebben, men dat were ju bet ghelaten, wolde gy des gheloven. 
Got wet, dat my juwe schade unde sorge ghenoch moyet mochtet baten 
unde kan ic noch bynnen 8 dagen ichl gudes doen in juwen dyngen, dat wel 



— 225 — 

ic gerne doen. Darna were ic gerne to Lubeke wasd unde est dat ic in 14 da- 
gen nicht dorward ryde, so love ic vor paschen^) to Lubeke nicht to komen 
dat my doch leyt wesen solde; dyt latet by ju blyven, ghelyk dat ic van 
Everd Moleken by my leyt, broder. Tydeman scref my er van em dan gy, 
danunme scref ic em weder doch dat es vrylyken eyn gud vrunt unde seget 
al umme gerne gud. Got dancke em vor al gud unde Got weyt wol, dat ic 
dat gerne gud sege men gy weit my dey borden to grot opleggen unde in 
grote schult setten met juwer wessel op my over to kopen dat mochte ju 
ny rüwen, ic wolde dat gy my nicht also vele beswarden, word ic bet mochte. 
Ic wolde hymest doch wol mede in ramen*). Item Eomelys es nu hyr komen 
unde sol morgen weder to Venedyen ward unmie schult to betalen unde hey 
seget gy hebben noch 1 deyn seckelken eyngevers to Venedyen in der 
kamem staende unde woldet vrede werde, so mocht et hyr ut komen, wy 
hopen dar eyn vredes eder eyn lanc orloge. Got voget al unmie to den besten. 
Item sendet mynen kynderen den sak met boken int closter unde sendet 
Aneken wand to eyme rocke unde ic hebbet ok Hyldebrande screven; ic 
solde ju vele screven hebben, ic en hebbe der tyt nicht. In al doet beste 
unde grotet al unmie. Ghescreven 2 dage na des hyllegen Kerstd^e anno 
18 jar. Liatet by lyve na neyn gelt van Brügge noch van Lubeke herward 
opnemen, wand dat werd nicht betalt. ^ • 

Zyverd Veckynchusen, Keinen. 

Item van mynen swager Semen unde andern dyngen dat lat ic al staen 
wend ic, ef G^t wel, dar kome eder anders wat scrjrve wat Gt)t gheschapen 
hevet, dat mot syn. Got voget al unune to den besten to ewycheyt amen. 

Item broder gy weit juwe vrunt to sere mögen to Brügge unde hyr 
also dat sey syk juwes dynges nicht mer underwynden solen unde gy weit 
kapen al dat gy. 

201. Sivert Veckinchusen afM Köln an seinen Bruder Hüdfbrwnd 
Veckinchusen in Lübeck. — 1418 Decbr. 30. 

Rev, St.-A. Orig.: An Hyldebrand Veckynchusen to Lubeke littera detur. 

Broderlyke leyve vorscrevön wetet, dat ic juwen breyf wol vomomen 
hebbe, dat ju Sasse segel heft, dat sey syk beroden wel wend na den hyllegen 
dager, dat es myn wylle nicht, dat gy em eynych vordel mer doen dan 2 jar 
vry kost unde unse gelt tegen syn gelt unde dat hey 5 jar by uns blyve unde 
darna also lange hey ejrmandes gelt hebben wil; ok sal hey neyn selscap noch 
profyt buten unser selscap dryben noch handelen; unde es hey uns nicht 
to wyllen, so salt an uns staen, ofte wy van em scheden wollen unde maket 
al vorworde vast myt em also, dat hey na unsen wyllen leven sal myt allen 
saken unde woldet syk dan wol vynden, so mochte wy Sassen unde Hylde- 
brande ghesellen makeden, also dat er eyn stedes to Lubeke were unde dey 



1) 6. April 1419. 

2) Es folgen im Mannscripte 2 unverständliche Zeichen: &, die jedoch nur bloße 
Schriltzeichen zu sein scheinen; etwa usw.? 

Briefe und ürkanden, 1805—1441. 1^ 



— 226 — 

ander uttc^e to Francvord unde by der see unde vordreven unse dync 
linde dyt moste staen ^end na der mysse, so ramede wy dan des wol. 

Item umme der momen hus were quat ghegeven umme 300 m. doch ic 
wel ja hymest 1 machtbreyf senden, dat gy des mechtich syn solen af to 
scryven, doch weret vorkoft, dat worde al den dach wol afscreven. 

Item were ju gelt inkomen van den wercke, so wolde ic dat to Brfigge 
ward maken, dat sal wol vor lechtmyssen^) inkomen, also ic meyne, dar 
sal 20 golden schaden op komen, dat et myn gülden heft dan oftet gud gud 
Wesen hedde. TJnde ok unbrak daran by 6 boten also ic ju hymest al wol 
scrjrven wel. Ic hadden dat werk gud toseget, also gy my scriven hadden 
unde vorkoftes eyrst 5000 to 92 gülden unde doe sey dat tovreden, doe velt 
rot unde quat, doe moste ic afslaen unde moste doe dat ander elk 1000 wol 
5 gülden myn geven unde heddet also gud wesen also gy my screven, so 
heddet ok wol to 92 gülden utkomen; men ic vruchte gy kunnen van dem 
genen nicht vele wynnen, dey ju dat werk vorkoft heft, wand hedde gy sulven 
toseyn doe gy dat koften so weret bet vallen, men dat daran unbroken heft 
dat mot hey ju geven. Item ic vomeme nicht dat dey 525 ducaten overkoft 
syn to Venedyen wand dar wel neyn cleyn schade opkomen dat my let. Got 
betert al umme. Grotet al vrunt unde bestellet tegen vorjam, dat gy myn 
gelt, dat gy my schuldych syn to hope brengen to Brfigge unde dar also 
vele tegen brengen unde beweren dat op unser beyder eventfire to Lyflande 
ward, ünde latet uns schon werk weder mede komen unde dat möge wy 
to Venedyen ward senden, dar sal ef Got wel, neyn vorlus an vallen unde sole 
wy dey kamer to Venedyen opholden, so mot dar wat innehandelt wesen 
unde sole wy handelynge eder selscap under uns beyden weder annemen, 
so mote gy my jo eyrst myn gelt geven unde dat wy unse dync siecht mochten 
maken wand ic wel neyn dync weder met ju begynnen, er wy al imse dync 
siecht hebben. Dyt hebbe ic ju vele screven unde gy scryven my al nicht 
weder op dyt pfint. Gy weten jo wol, dat ic lange beydet hebbe unde my 
groten schaden myt Hoensteyne und andern dyngen inbrocht hevet unde 
dat ic myns geldes also lange unboren hebbe unde mach des nicht lenger 
unberen unde bydde ju dat gy my des eyn gud eynde helppen, so möge 
wy vord op al ander dync denken unde dat sal ju nicht ruwen, ef Got wel, 
est dat gy uns unse dync vruntlyken laten slychten. 

')Item in den vate met den stucken es by 30 punt bomwulle, dey staen 
by 6 gülden unde dey vorman heyt Hans Wychardes unde es des borger- 
mesters knecht van Bylevelde unde sal to Brunswyc to varen unde du solt 
em geven van dem scheppunde 4 Rynsche gülden ; unde in der tunnen, dar 
dey stucke inne.sjrn, sende my paternoster weder eder ander dync unde ic 
lat in myns broders hus staende eyn gud werk vat, dat es met mynen mercke, 
dat lat wol vorwaren unde sende my ok hymest darinne patemoster unde 
ander dync unde rame in al des besten unde grote al vmnt imde scryf my 
al tydynge weder myt den eyrsten ghe — 



1) 2. Febr. ^ 

2) Der nachstehende Absatz ist zweimal durchstrichen. 



— 227 — 

Item broder dyt hadde ic an Hyldebrande op dessen breyf vorwarynge 
screven. Es Hyldebrand dar nicht, so vraget na dessen vormanne vor« 
screven unde untfanget dey tunnen unde latet dey by ju lyggen, dat Hylde- 
brand by ju komet unde latet Hyldebrande myn dync vordryven. Wyste 
ic eyn eynde mp Sassen, so mochte ic an en ok scryven unde hedde gy eynen 
gantzen vasten eynde myt Sassen, so mochte gy unde hey Hyldebrandes 
breyf wol lesen, ofte hey dar nicht en were unde laten Sassen dey timnen 
opslaen unde al dync vorkopen, also ic em dat uterlyken screven hebbe unde - 



helppet gy en dan des besten unde al dync hemelyken holden unde ^an gy 

den breyf lesen unde utscreven hebben, so senden Hyldebrande ^ar hey 
es, unde scr3rvet em, dat hey des besten utvrage, dat dey stucke vorkoft 
werden myt den eyrsten. Ghescreven 10 dage na des hyllegen Eerst dage . 
anno 18 jar. Got geve uns al umme eyn gud salych nyejar unde vord to 
ewychejrt. 

Zyverd Veckynchuscn, Kolne. 



202. Sivert Vechinohttsen aus Köln an seinen Bruder Hüdebrand 

Vechinchusen in Lübeck. — 1419 -Feftr. 14. 

Rev. St'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynckhusen to Lubeke 
littera detur. 

Wetet leyve broder, dat ic jfiwen breyf wol vornomen hebbe dat Jo- 
han van der Br&ggen unde Herman op me Orde doet syn, Got van hemelryke 
tröste alle kerstenseylen unde sy en allen gnedych unde barmeherttych 
to ewycheyt. Doet wol unde weset unser moddem trostlyc unde behulppen — 
in allen dyngen op dat sey tovreden unde to säte komen mote. Ic gunde er 
van al myme hertten alles gfldes unde ic wolde, dat et er also wol genge 
ghelyk ic my sulven gemne hedde unde latet er jo nicht unghetrost, ic wel 
ercn broder scryven, dat hey by sey tey unde helpe er ere drofnisse eynen 
guden eynde, also hey best kan, Got wet wol, dat sey vele gheledcn hevet, 
dat my ghenoch ghemoget hovet. Got betert al umme to ewycheyt. Item 
also ic ju by Pylyppus scref , also steyt noch al ju dync unde wet woe gelt 
maken unde vorneme ok nicht, dat ju was noch icht to Francvord komen sy. 
Got geve, dat et nu dar jo komen sy. Ic were anders ovele daran, wante ic 
hebbe hyr gelt opnomen darvan to Francvord to betalen, queme my dat 
gelt weder hyr over, so were ic ovele hyr ane unde vord also gy scryven dat 
Fylyppüs solde to Mentze unde Spyre unde Strasborch teyn unde juwen 
vysch Vorkopen, dat were gud ghewesen 10 eder 20 gülden to vorteren, wand 
hey solde vor half vasten nowe eyn eynde kregen hebben. Ic hope dat sole 
ghelyk wol ghedaen werden, men dat .gelt kan vor der mysse nicht wol 
darvan komen. Broder ic wel gemne des besten ramen unde betalen, dey 
lüde also ic best kan, men ic wel numende 1 d. mer toseggen to geven, er 
ic dat van jüwen gude lose eder gy my dat gelt senden dat sy to Francvord 
eder hyr; dama jnoge gy ju rychten met allen dyngen, ic en kan nicht bet. 
Got wet ^ol, dat ic ny in also grote sorge quam. Got geve eyn gud eynde 

16* 



— 228 — 

to ewychejrt. Grotet myn suster unde al vrunt. Ghescreven op sunte Valetyns 
dach anno 19 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

Latet myne kyndere in dem closter wend ic, ef Got wel, dar kome unde 
dat sey redelyken er nottroft hebben unde dat sey in redelykem dwange 
unde in guder lere holden werden, ünde gy scryven al, dat ic hebbe wyllen 
hyr to blyven, des hebbe ic ummer noch neynen wyllen, men wo et Got 
noch vogen wel, des en wet ic nicht unde künde ic myn reyntte unde vorseten 
reyntte to Lubeke van dem rade krygen unde met vreden dar woenen 
mochte, so were ic nergen leyrer dan to Lubeke ; ic kan van neynen dyngen 
nicht scryven, er ic to Lubeke by vrunden west hebbe. Got geve uns al 
umme dat beste to doene to ewycheyt amen. Item dat sal my groten scha- 
den unde mogenisse inbrengen, dat ju was also lancsam to Francvord ko- 
met. Got geve noch beholden vard al umme, ic en rade ju hyr jacht to to 
ryden, wand men kan ovele van hyr ut to Brügge komen unde ic hope ju 
2 tunnen sollen drade to Brfigge komen. Got gevct, ic wolde, dat ju schonwerk 
dar ok were unde ic ju schult hyr betalt hedde. 

203. Sivert Veckinchusen aus Köln dn seinen Bruder HüdArand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1419 Janr. 6. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrand Veckynchüsen to Lubeke 
littera detur. 

Wetet levye broder dat ic eynen knecht to Mesen^) unde Francord sand 
hebbe unmie ju was unde vysch to vorkopen, Got geve, dat dar met leyve 
komen sy unde ic kan hyr van juwen dyngen neyn gelt maken unde wet 
woe umme gelt doen unde vorleysen den loven unmie jüwen wyllen unde 
hebben schade unde schaden desghelyk schät ok to Br&gge von juwen wegen. 
Gy mosten ju dync anders annemen soldet gud werden. Gy hedden my gerne 
by ju unde gy laten my nicht unbeloffet, wan ic 60 myle van ju sy, wat 
wolde gy dan doen, wan ic by ju were. Desse sware last, dey gy my to vele 
tyden andoen, dey wel my mer van ju holden. Bestellet noch ju dync an- 
ders, dat gy ut der schult komen unde loven beholden, so mochtet noch al 
gud werden. Ic kan vor na der mysse nicht to Lubeke komen. Got geve 
dan met l6yve to komen unde my duncket gud, dat gy to Brfigge teyn unde 
ju dync siecht maken unde ju werk leget hyr noch al unvorkoft unde ok 
— dat was unde vysch mestlyc unde desse stat helt eyn doch met al den heren, 
werdet nu nicht gud, so salt to male quat werden. Got voget al UBune to 
den besten to ewycheyt. Is dat es untwe gaen met dem konynge unde Vene- 
dien unde dat es sfine, al crfit unde spysserye sal dfirer werden. Grotet 
myn suster unde al vrunt unde latet myn dochter in dem kloster wend ic, 
ef Got wel, darkome unde dat sey er nottroft hebben. Ghescreven des dorden 
vrydi^es na Eerstdage anno 19 jar. 

Zyverd Veckynchüsen, Kolnen. 

1) Mainz. 



— 229 — 

m 

204. Sivert Veckinchusen aus Köln an seinen Bruder Hüdebrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1419 Febr. 24. 

Ren. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckjuchusen to Lubeke 
littera detur. 

Wetet leyve broder, dat ic juwen breyf ghescreven op sante Antonis 
dacb^) wol vomomen hebbe unde ok eynen breyff screven 2 dage na lecht- 
myssen*). Unde ic hebbe ju mest op al dync besehet weder screven. Gode 
unbannet, dat ju was nicht to Francvord komen es. Ic hadde wessele op 
dat was opnomen unde dat sal my vele vordreytes inbrengen. Ic hebbe. dar 
eynen knecht drade 6 weken na dem wase lyggen hat unde van al juwe stoc- 
vysche noch werke es to Francvord nicht vorkoft unde ic hebbe mynem 
knechte screven, wan hey dat was vorkoft hevet, dat hey dan to Strasborch 
varen sal unde den stocvysch al umme vorkopen unde dat gelt by dey band 
brengen, op dat et al umme siecht mochte werden. Got voget to den besten. 

Item dat wel hyr dat grottest orloge werden^ dat in manygen jare 
ghewest es, darumme es hyr neyn handelynge noch gelt van neynem gude 
to maken unde al dync wel hyr nicht gelden unde sunderlyngen juwe lobben 
es hyr quade gadyngen unde juwe 2 tunnen werx syn to Brügge wol komen, 
hope ic, unde juwe schonwerk es hyr unvorkoft unde my ward ny also bange 
umme gelt; Got betert al umme. Item dencket op neyn gelt herward op- 
tonemen, wand ic wel numende neyn gelt geven, er ic dat van jfiwen dyngen 
kope unde dey reyse to Venedyen ward wol noch in e3rnem jare nicht o,p- 
komen, dencket op ju olde nerynge to Flandern unde to Prüsen unde to 
Lyfflande ward, dat wol op dey lengede best syn, ic wolde dat ic ny ander 
nerynge anghenommen hedde, Got helpe my van al umme eyn gud eynde. 
Grotet myn suster unde ju kynder unde al vrunt. Ghescreven op sunte 
Mattyaä dach anno 19 jar. 

• Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 

205. Sivert Veckinchusen aus Kein an seinen Bruder- Hildebrand 

Veckinchusen in Lübeck. — 1419 März 12. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Veckynchuse to Lubeke 
littera detur. 

Broderlyke leyve vorscreven wetet, dat jü 2 tunnen harwerx wol to 
Brügge komen syn unde ic hebbe ju schonwerk to Francvord ghesand. Got 
geve dat et dar wol komen mote, dar leget my grot macht ah unde ic hebbe 
dar vele dynges by unde ic vrfichte, dat ic to Francvord nicht komen kunne, 
dat my grot schaden solde, wand men es my dar vele schuldych unde ic 
wederumme unde wet nicht, woe doen unde ic hebbe numende, dey my dat 
wol utrychten solde unde darumme segge ic numende eynych gelt van jüwer 
wegen dar to geven unde juwe stocvysch meyne ic, sy mest al vorkoft to 
Mentze unde Strasborch unde Speyree. Unde Hans van Ergerssen hevet 



1) 17. Jannar. 2) 4. Februar. 



^ 



I 



_ 230 — 

dat in haQde^ unde ic kan des geldes nicht van em krygen; met Hans es 
quat doen, wat geldes hey in handen kryget, dat steyt nicht weder van em 
to krygen. Jfiwe lobben lyggen hyr noch unvorkoft unde ok des rakelvysch 
eyn del unde jfiwe was es vorkoft to Francvord unde hyr. Unde ic hebbe 
jfiwe schult hyr al betalt unde ic wel ju in kord rekenscap scryven unde ic 
wolde, dat gy dyt jar hedden neyn gud herward int lantt ghesand unde so 
mochte ic lychte to Lubeke komen hebben unde toder dync utrichtet unde 
siechtet hebben unde ic wolde gerne vor pynxten^) to Lubeke wesen unde 
so sege ic gerne, dat gy dar ok weren umme vele sake wyllen. Unde dat wel 
hyr op dem Ryne unde in dessen lande also oviele staen, dat neymand nerge 
komen kan unde neymand denket hyr nergen op dan op orloge unde myn here 
van den Berge löget met dessen borgem unde vele ryddem unde hern to velde 
vor eyme slote mer dan met 6000 manen unde men sendet em al dage mer 
lüde to also dat dyt to male eyn hard orloge werden wel. Got vorseyt al 
umme met den besten. Grotet myn suster unde al vrunt unde sendet mynen 
kyndem ere nottroft unde Anneken wand to eyme rokke unde doet in al 
dat beste. Ghißscreven op sunte Gregoryus dach anno 19 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolne. 

206. Germn Ma/rschede an Hildehrand Veekinckusen in Brügge, 

— 1419 Mai 10. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckin- 
öhusen to Brügge littera detur. Darv/nter von H. V.s Hand: Gherwin 
Marschede hevet op my ghekoft, dat ik gheven sal Gosschalk 
Krouwel 10 äf groten. Betalt dey 10 ^ gr. Gosschalk Krouwelle. 

Vruntlike grote vorgescreven an mynen leven vrfint Hildebrant Veckin- 
chfisen, weten sole gi, dat ik hir opgenomen hebbe van Hinryk Slechter 
81 marc 1 ferding. Hirvor sole gi gheven Gosschalk Krofiwel to Brögge 
14 dage na juwen erste breyven 10 ^ gr. nyes geldes. Ik bidde jfi, dat gi 
desse 10 ä^ to danck wellen untrychten, dat ik dar neine wort van en dorven 
hören, wante ik et j& aldfis lange gelent hebbe unde konde nfi nicht bet, ik 
en mostet opnemen. Ok stet my noch by 100 marc ute van juwen laken, 
dat ik reyde vor jfi utgegeven hebbe, dat my ok neinen vromen inbringet ; 
de betalinge es hir myt alle qflaet, des lovet my. Got sy myt jfi. Gescreven 
3% weken na paschen 1400 int 19 jar. 

Gerwin Marschede. 

207. Gerwin Marschede an Hüdebrar^ Veckinchusen in Brügge. 

— 1419 Mai 10. 

Rev. 8t.'A. Orig. Pap. Adr.: Deme erbaren manne Hildebrant Veckinchfi- 
sen in Brftgge littera detur. 

1) Pfingsten 1419 am 4< Juni« 



— 231 — 

Vnmtlike grote vorgescreven an mynen leven vrünt Hildebrant Veckin- 
chusen, weten sole gy, dat ik hir opgenomen hebbe van Hinryk Slechter 
81 marc 1 frp., darvor sole gy gheven to Brflgge 14 dage na jftwen ersten 
breyven 10 Ü gr. nyes geldes. Ik bidde jft vrüntliken, dat gi dyt gfelt to 
dancke untrychten wyllen, wante ik hebbet jü aldfis lange gerne gelent; 
my stet noch ute van jüwen laken by 100 marc. Ofte gy des nicht loven wei- 
den, so mach ic it wol bewysen. Were my dat gelt uft geworden, ik en hedde 
dyt gelt noch nicht op jfi gekoft. Ik hedde jfi gelent myt dat gi hir wat 
gesant hedden, dat ik van betalt wer worden. Men ik konde nü nicht vort 
mer, wan ik al betalt werde van jftwer wegen, so sole gi noch by my beholden 
by 20 marc ein deine myn ofte mer. Ik wil jft de rekenscap himest wol 
scryren, hir möge gy jü na rychten ; dat halve unbesegelde Leydisch laken 
es my noch nicht betalt. Ik wolde dat ik es wys were over 1 jare, vortmer gi 
scryven my^ dat ik jü alle tydinge sole scryven, ik en wet ju neyne tydinge 
to scryven, dar vordel an es. Men kopet hir laken beters kop den men in 
Vlandem mach doen unde laken nicht allene, besunder ok ander gfit ^de. 
Herentaler gelden hir ald&s lange by 23^ marc tom hogesten, de werden 
nfi myn gelden; Dollermundessche gelden hir 12^ marc; Eümesche 14 marc; 
Mestensche by 11 marc; Aistedesche 17 marc unde nejme losinge; myddel 
Bfissche^) 16 marc dat par ; Kondytsche 6 marc ; Gertbergesche 9 marc myn 
1 frd. ; Leydesche, Amsterdamesche 16 marc myn 8 sdh. dat stucke. Ryx 
noch mandelen vygen en wellen myt alle nicht gelden. Got sy met jfi. 
Gescreven 3^4 weken na Paschen 1419. 

Gerwin Marschede. 

Gosschalk Erouwel sal de 10 H hebben. 



208. Quittung des Hüdebrcmi Veckinchusen über den Empfang 
von 600 Rheinischen Gulden. — 1419 Mai 13. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Das Siegel ist abgefallen. 

Witlick zy allen luden, de dessen breyff sullen seyn offt hören leser,- A 
dat ick HiUebrand Fockinghusen hebbe gekoff^ unde wol to willen untfangen 
van Henrick Kollert unde Boeloff de Brfine zeeshondert averlensche Ryn- 
sche güldene an guedem paymente, de welke vorscrevene somme gheldes 
love ick to betalne bynnen Mens em selven offt ere erffnaemen by my offte 
by mynen erffnaemen up simte Johans dach naest toekomende sonder 
langer vertogheren unde wert sake, dat danne de vorscrevene soname gheldes 
nicht betalt en werde, dat God verbeden moete, zo wat hindemessen kost 
offte schaden dat dama de vorscrevenen Hinrick Kollert unde Boeloff de 
Brüne unmie der betalinge wille leden offte nemen, dat love ick HiUebrand 
vorscreven em selven offte den brengere desses breyffs wol to betahie unde 
guet to doene met deme rechten hovetstole sonder arghelyst. Unde des to 
eynen tughe der warheyt, zo hebbe ick HiUebrand vorscreven myn ingesegel 



1) Middelbarg? 



— 232 — 

an dessen breyff ghehangen int jaer uns heren dusent virhondert und neghen 
teyne upten dertienten dach in meye. 



209. Hüdebrand Veckinchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1419 Mai 17. 

Reo. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Margrete Veckinchusen to Lubeke 
lyttera i 



detur. 



^ 



Vrentlike grote vorghescreven. Margrete wyf, wete dat ick hebbe 
schepet to Hamborch 1 tunne, dey sal hebben Tydeman Brekelvelde. • 

Item so hebbe ick noch dar sant 4 terlinge wandes, dar sint inne in 
elken terling 25 halve Aistedesche laken also 7 satblau unde 10 swarte, 
4 rode, 4 gronne. Aldus es hir inne in dessen 4 terlingen 100 halver laken, 
elk half laken sal staen, er dat to Lubeke komet, 1 ^ groten nyes gheldes, 
dar es 7 marc Lubisch. 

Item so es hirto 4 halve MestroUesche grauweten slachdoke, dey eile 
stet 16 groten nyes gheldes, dat es wol 7 sl. Lubisch dey Lub. eile by kans. 

Item so hebbe ick hir noch mer laken stände, dey ick utscheppen moyt 
morghen. Hirmede se var wol. Altos gescriven in Brügge des dorden mydde- 
wekens vor pinxsten 1419 in Bru^e. 

Hildebrant Veckinchusen. 

Item sende ick noch to Hamborch wort 1 pak, dar es inne 20 halve 
laken ghekrumpen unde schoren ; wat dey stan, dat wyl ick noch wol scryven. 

Item so wyl ick myn dynch also sayten, dat ick, ofte God wyl, derwart 
wyl komen ut den marte to pinxsten, (Jod gheve myt leyve amen. Ick weyt 
noch nicht, ofte myn broder derwart es edder nicht, God gheve dat hey 
myt leyve komen moyte. 

Item so grote alle vrende; komen unse vrende ut Lyfflande, den doy 
godlyken. Alle dynne vadders don dy sere groten. Wan desse laken dar 
komen, so sal Hoyman des besten ramen int to vorkopen. 

210. Hildebrant Hoieman aiis Lübeck an Hildehrand VeckinchiLsen 

in Brügge. — 1419 Mai 20. 

Rev. Sl-A. Orig. Pap. ir^ 2 gleichlaiUenden Stücken. Adr.: Dem erbem 
manne Hildebrant Veckinchusen to Brft^e littera detur. Darunter 
von H. V.8 Hand: 1419, 8 dage na pinxsten des sal ick geven 
Wyllem Kalven 30 Äf groten nyes geldes. 

Minen wiügen denst to allen tyden, juwe gheleve to wetende, leve Hilde- 
brant Veckinchusen, wetet, dat dat uns nen gelt en werd mit aUe van Ftanc- 
vord van Philypüs wegen, men Jacob Molner sal 50 gülden ütgeven und 
Ludeke van Mynden en wil nicht 1 d. utgeven van den 150 gülden, nenerleie 
wis ok en hebbe wy nen tydinge van Philypus bodder gehat. Hirumme so 



& • 



— 233 — 

wetet, dat ik de lüde hir nü betalen mot, of se wolden dat gelt sulven over- 
kopen spreken to male quat. Aldäz so wetet, dat ik hir upgenomen hebbe 
van Jacob Molner dat gelt vor 30 & groten nye gelt, dar sal he my geven 
vor elk äf 7 mark Lubisch myn 4 sl. Desse 30 8^ groten dot wol und untrichtet 
to danke Willem van Ealven 4 weken na sycht dessen breven und untrichtet 
eme jo to danke, dez bidde ik jü denstliken, dat dar nene klage van en komen 
of schade. Hadde ik et kunnen betem so enhadde ik nen gelt up jfi gekoft, 
men de Schone wender wem so q&at und manden my so ovele, dat ik ez my 
schemede und des gelykez ok Ludeke van der Heyde. 

Item wetet, dat my dünket in juwen bruder, breven, dat he noch ter 
hast hir nicht enkomet, do he wet dat alderbest. 

Item so dot jft myn vruwe sere groten und al de kynder, se sint al wol 
gesimi 

Item segget Tydeman Swarten, dat ik aUe gelt wol to danke betalt hebbe, 
dat he up my gekoft hadde und dat he jo nen gelt mer up my enkope nach 
der tyd, wente ik sal hir tomale vele geldez utgheven to dessem pinxten. 
Hirmede spare jü God gesund to langer tyd. Geschreven up den sonavent 
vor der krflsseweken anno 19. 

Hildebrant Hoiman, Lubeke. 



211. Hüdebrcmd VecMnchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1419 Mai 21. 



Rev. 8t-A. Orig. Pap. Adr.: An Margreten Veckinchusen to Lubeke 
lyttera 
detur. 



3.« V-^/ Kl/. JL 



Vrentlyke grote vorghescreven Greteke leyve wyf ; wete, dat ick hebbe 
scheppet 5 terling to Lubeke wort, wes darinne es, dat sal dy wol to weten 
werden, weit God, und ok Hoyman. God gheve dat sey myt leyve dar moyten 
l^omen, amen, ünde Fylyppus hel?be ick wedder to Frankenvorde sant 
umme to weten woyt umme dey 150 gülden sin efte men dey to Lubeke 
sal betalen ofte nicht. Dama dat eme weddervert, dama sal hey don. Hey 
sal derwert komen, herwedder dama, dat emen dat puntet und^ ick wyl, 
ofte God wyl, nu ut Andorper mart derwert kommen umme alle dynch wol 
uttorychten, weit God, wolde God gheven, dat dey laken dar quemen, so 
'solden wy wol ghelt darvan maken van der ghenoden uns heren. Doy wol 
imde rame des besten in allen saken myt gaders Hoyman. ünde ick hebbe 
Hoyman mynen wyllen screven unde ok Tydeman Brekelvelden, dat hey 
ju des besten. sal helppen ramen in allen saken. Dat deyt hey ok ghemne, 
dat weyt ick wol. Item so en weyt ick noch nicht, ofte myn broder to Lubeke 
wort es edder nicht. Ick salt in körte weten, weit God; anders so weit ick 
nu wat mer to scryven; mer var ewychliken wol in Gode unde make dy. 
vrolich myt unsen vrenden. Ghescreven 2 weken vor pinxten 1419 in Bragghe. . 

Hildebrant Veckinchusen 



7*. 



— 234 — 

212. Hüdebrani Veckinchusen in Brügge an seine Frau Marga/rethe 

in Lübeck. — 1419 Juni 2. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Margrete Veckinchusen to Lubeke lyttera 
detur. 

Vrentlike grote vorghescreven, Greteke leyve wyf, wete dat my dey 
cranmester Marcquart Garstede noch der 2 tunnen nicht ghesant hevet, 
des my wunder hevet myt den patemoster unde 2000 schönes Werkes, wante 
ick beveyl eme muntlyken, dat hey my solde dey 2 tunnen senden myt 
den ersten 2 scheppen, des noch nicht ghescheyn ein es. ünde hir sint wol 
4 gude scheppe kommen, dar vomeme ick noch nicht van den 4 tunnen 
van myt alle dat my to male qualyken konmiet, wante dey marcket komme 
hiran, dat ick to Andorpe moyt unde vort to Lubeke wart, dus so hevet my 
dey cranmester nicht wol ghehandelt, wo hey 2 tunnen laten hevet. Zegge 
Hoyman, dat hey dy unde emen scryve, wor hey dey 2 tunnen in ghescheppet 
hevet. 

Item so wete, dat ick dy sende to der Wyssemer wart in schepper Johan 
Fluwerck 12 tunnen Seppen, dar es inne 3416 punt zeppe, elk 100 stet 1 gül- 
den nobbeL Item so sende ick noch in dessen zelven scheppe Johan Vluwerk 
vorscreven 12 tunnen myt allune, dar es inne 45Q8 punt, dat 100 sal stan 
myt unghelde 8 sl. 6 d. nyes gheldes. Segge Heyman, dat hey den allun 
vorkope den guddonken^) na marcganghe unde ok dey zeppe, dey schepper 
sal desse 24 tunnen vorscreven senden to LubeJ^e. God gheve beholden 
reysse, amen. Item so hebbe ick di unde Hoyman screven, so wes ick op 
deyElve*) sant hebbe, God gheve beholden reysse, amen, van al unmie. Zegge 
Hoyman dat hey vorkope alle dynch, so emen dat ter hant komet, wante 
ick wyl dar, ofte God wyl, in kort sin, op dat my dey 2 tunnen nicht tog- 
heren weit. Hirmede so var wol in Gode. Altos ghescreven des vrydaghes 
vor pinxten in Brugghe. 

Hildebrant Veckenchusen. 

- Item so grote my alle vrende zere unde Grete van der Brugghen sun- 

t\^derlinghen unde zegghe Hinrych opm Orde, dat ick vryl in kort dar sin 
unde betalen sin stone wyllen dat 1000. Lat Hoyman dessen breyf lesen, 
so mach hey alle dynch weten. Item so hebbe ick Greten Annen koft wat 
wandes to enem roke unde ok Amde des ghelykens, dat sal darin kort sin 
unde ok so hebbe ick dy ein fyn Arräs koft, also du wol seyn solt, weit God, 
hirmede so var wol. Komen dar vrende ut Lyfflande, dey hantere wol 
unde rame des besten in allen saken. 

213. Sivert Veckinchusen in Köln an Hüdebrand Veckinchusen 

in Lübeck. — 1419 Juni 14. 

Reo. SL-A. Orig. Pap. in zwei im wesentlichen gletchlautenden, nur in 
der Schreibweise gelegerijUich abweichenden Exemplaren^ jedoch 



1) Schwer leserlich. 2) Schwer leserlich. 



— 235 — 

nicht von der Hand des Sivert VeckinckuBen. Nur ein Exemplar 
ist adressiert. Adr.: An Hyldebrand Veckinchusen to Lubeke littera 
detur. Das adressierte Exemplar weist am Schlüsse imter der eigen- 
händigen ünterschriß auch einen Zusatz wn Sivert Veckinchusen 
persönlich. Auf dem nicht adressierten Exemplar hat Hildebrand 
Veckinchusen an zwei verschiedenen Stellen bemerkt: 494 marc, 
sonne: Item Polander antworde Syrerde 27 gülden, dey sist noch 
nicht to rekenschap ghekomen, so my danket. Dieses Bicemplar. 
weist außerdem unter dem Namen des Sivert Veckinchusen einige 
Zusätze von derselben Hand, die den gatiaen Brief schrieb: Item 
Tydeman Swarte nam op van juwer wegen to Brugghc 200 gülden, 
die betaelde ic bir Eoenraed van Bolde. Item noch sal ic be- 
talen Gerd Sparenberge 400 gülden. 

Aldus bedde ic aver all vfir ju vyrgeven also vurscreven steyt 
2269 gülden 8 wit den. ; die slae ic äff aen den 2029 gülden 8 wyt 
den., aldus bleve ghi my hirvan schuldich .239 gülden 10 wit den. 
und ic hebbe vur ju noch mer geldes vyrgeven. Ic en wete nycht 
off dat si, Jan Gymmen und syner selschapp schryvet my, wo ju 
rekenschapp myt em steit und off gy icht mer weten dat ic vür 
ju vyrg^even hebb. Item juwe 12 stucke wasses hebbe ic to 
Mentze sand, dat wolde hir nicht gelden, des is hir vele komen, ic 
vrüchte kome des vele in de messe, dat sole sere afslaen. Item ic 
hebbe noch nicht van Brügge vernomen offte ghi ok mer geldes 
hebben opkomeD in de messe to betalen eder ghi ok de 1000 du- 
caten averkofft hebben eder wanner gy van Brügge scheden syn 
end my wondert, dat gy altyt op my averkopen dan ghi geldes 
bi my hebben aldat ic schryve dat helppet my aUet nicht. Got 
betert ; si et dat ghy juwe dynck to Vrancf ort wol laten vyrrichten 
ic weis neyn hobennan, doch ic wel dar gerne to helppen mer dat 
werck vruchte ic sole enen groten affslach dar krigen wye reyt 
gelt darvur hebben sali. ' 

Broder ic schrjrve ju rekenscap van juwen dyngen anno 18 4 dage vur 
sante Mychele^) schreff ic ju lest rekenscap, do bleve gy my schuldich 300 
gülden und 71 gülden und 18 wyt den., des solde ghi den Greveroden to 
Lubeke geven hebben 200 gülden, des ghi nich en deden dar op quam to 
schaden 7 gülden. Item ic hebbe send vor ju utgeven Wyneken op me Orde 
100 gülden. Item Henric Moseler vur 104 gülden 1 ort overlansch gülden, 
dar var betalt 314^ guyle gülden*). 

Item Amt Cregevelt vur 25 engelsche nobelen 66 gülden. Item den 
vormanne vur 1 stro wasses und 1 tonne to vracht 36 gülden. Item Harman 
Hagemanne van Lemgaw vur 2 stro wasses und 1 tonne 4 gülden. Item 



1) 25. Septbr. 

2) In dem nicht adressierten Exemplar heifit diese Stelle, ohne Zweifel richtiger, 
lolgendermafien: Item Henric Moseler vor 104 gülden 1 ort overhuisch golden, damir 
betolt 106Va gayige gülden. Item Herman Vrydach vor 804 gülden 1 ord overlansch 
gnlden, darvor betalt 300 gülden UVt ga^e golden. 



— 236 — 

noch vur 2 tonne to vracht 4 gülden. Item vur stocvysch to vracht 35 gülden. 
Item vur syse van stocvysch und van werk und van wasse, dat ic hir Vor- 
koft hebbe 10 gülden. Item to underkope wegen dragen 2^ gülden und 
1 knecht to Meens gesant umme ju wass to verkopen und eynen to Stras- 
borch gesant nu na paeschen umme dat gelt und rekenschap van dem stoc- 
vysche, vertert 3 gülden und ju werk to Vrancfcrt to voren 5 gülden, summa 
van all utgeven 1069 gülden 8 wyt den. 

Iteih van juwer wegen entfangen 17 stuck wasses, verkoft 14 stucke 
woch net 3226 punt to 14 gülden und 1 stucke woch 207 16 to 15 gülden myn 

1 ord, so dat dÜt uns all gewogen heft 3819 ^ , so van gelde hirave werden 
537 gülden 18 wyt den. 

Item verkoft 3 stucke rakelvysch to 29 gülden, 1 vur 28 gülden und 

2 stucke lotvysch to 36 gülden, summa van 6 stucke vysch 187 gülden. 
Item to Menss verkoft 2627 punt wasses to 15 gülden, summa 394 gülden. 
Item verkoft 1 tausend schoenwerkes vur 86 gülden und 1 tausend lusch 
Werks 76 gülden. Dit kofte Lesken, die to Lubeke plach to wonen, des is he 
noch schuldich und wil my 4 tymmer blotes Werkes afslaen, wat ic em geven 
moet, dat wil ic ju wael schryven. Item Pylippus hevet my antwordet to 
Meenss 697^ gülden. 

Item noch van juwer wegen verkoft 345 ftf bomwoUe to 15 gülden, 
summa 51^ gülden. Item van all entfangen und verkoft vurscreven 2029 gül- 
den 18 wyt den. Hiraen aefslagen 1000 gülden 69 gülden wyt den^), so 
bleve ic ju 960 g^ gülden, des sal ic op sent Johans dage to Meenss 
vyrgeven 600 gülden, aldus möge ghi noch opnemen 360^ gülden und 
nicht mer. 

Item hir staet noch 4 stuck lobben und die scholt to Bacharach, wad 
hirvan werde, dat es juwe, hirmede wer siecht unse rekenschap tuschen 
ju und my op dese tyt besonder dat ghi my van alder rekenschap schuldych 
syn, des doch nycht kleyn is und ic bidde ju dat ghi my dat geven willen, 
want ic des wael behove myn scholt mede to betalen dar my groet macht 
aen leget und dat wer wael tyt dat gbi my mede bedachten en maekden dat 
siecht; beware dese rekenschap wol; siecht ju icht hiraen, dat scryft my. 
Gescreven des frydages ny pynxten. 

Syvard Veckenchusen, Eolnne. 

Und ic vruchte ic kunne vur sante Mychele nicht to Lubeke kopen. 
Got geve myt leven. Item broder, ic hebbe ju desser rekenscap ok eyn to 
Brügge sand, ic wolde dat ic bet in juwe saken künde ghedaen hebben, dat 
were my leyf ghewesen, dat wet Got woL 

') Item my duncket güd dat myn dochter m dem closter blyve, wend ic 
dar scryve ic wel ju ut der Akervard al myn gudduncken scryven; myn 
dochter syn nergen beter dan in dem closter noch op dat eyrste und bestellet 
dat sey ere nottroft redelyken hebben. Ic wet ju nicht mer to scryven; 

• 

1) Die andere Handschrift hat hier 8 Myt den. 

2) Von hier ab bis zum Schluß Sivert Yeckinchnsens eigenhändige Sdirift. 



— 237 — 

doet in al dat beste und grotet myn suster und ju kynder und al vrunt. 
Gbescreven 10 dage na pynxten anno 19 jar. 

Zyverd Veckynchusen, Kolnne. 



214. Hüdebrand Veckinchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1419 Juni 18. 

Rev. SL'A. Orig. Pap^Adr.: An Margrete Veckinhusen to Lubeke lyttera 
detur. 

Vrentlike grote vorghescreven, wete leyve wyf Greteken dat ick wyl, 
ofte Got wyl, vor sunte Johannes dach von hir to Lubeke wor t. Hirumme 
80 s^ge Hinrycb opmen Orde, dat ick dar kort wyl sin unde emen gheven 
dey 74 m. Lub. unde ok so seihet Bertolt Herentreye desghelikers unde 
ander vrende. 

Item so segghe Hoyman, dat hey vorkope dat wank, dat dar komen es. 
Unde dey scbeppe seghelden von hir em sunavende. God gheve dat alle 
dar myt leyve komen möyte amen. Dat want moyt al vorkoft sin myt den 
erbten, dat men kan unde mach. Hirmede so var wol altos. Ghescreven 
2 weken na pinxsten 1419 in Brügge. 

Hildebrand Veckinchusen. 



215. Hildebra/nd Veckinchusen m Brügge an seine Frau Ma/rga/rethe 

in Lübeck. — 1419 Juni 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Margrete Veckinchusen to Lubeke 
lyttera detur. Von diesem Briefe sind 4 im wesenüichen gleichlautende 
Exemplare erhallen^ zwei mit dem genaueren Datum vom Peter- 
Pauls Tage^ zwei einfach mit der Angabe des Jahres 1419. Da sie 
nur in Wendungen und Schreibweise voneMMxnder abweichen^ wird 
es genügen nachstehend zwei Niederschriften zu veröffentlichen. 
Bei einem der nicht veröffentlichten Exemplare ist die Adresse 
der Frau Margarethe noch näher bestimmt durch den Zusatz „by 
sunte Jacope8^^ Auf dem hier abgedruckten Briefe hat die Hand 
Hildebrands Veckinchusen hinzugefügt in dorso neben der Adresse 
(also doch wohl einige Zeit nachdem der Brief in Lübeck angelangt 
war): Hirvan es gheven Gerwin Ummedenberch 100 marc ;' Heren- 
treye 100 marc; Ghegouwen 250 marc; ick hebbe untfanghen 
100 marc sulven. Dis sind betalt dey 550 marc. 

Vrentlyke grote vorghescreven, wete Greteke leyve wyf, dat ick dy 
hebbe hir overkoft 550 marc Lübeck, dey sal dy dar gheven Bode van Sto- 
chem. Hirinne es 1 manebreyf , den do eme unde lat ene to dy komen unde 
seghe emen, dat hey gheve 550 marc Lub. Dat ghelt sal hey dy gheven op 
den ersten dach ofte op den anderen unde das hevet my Ludeken Stenhus 
ghelovet, dat dyt ghelt ghereyt es by Boden van Stochern. 






— 238 — 

Greteke wyt, so lat van dessen ghelde gheven tom ersten 

Gherwin Ummedenbercb 100 marc Lub. 

unde damest so lat gheven Borchart van Hildensem . . 100 

unde damest lat gheven Arnt Salfyen ok 100 

unde damest so lat gheven Bertolt Herentreye ok . . 100 

unde damest so lat gheven Jacop Ghergouwen ok . . . 100 

unde damest lat Hinrych opm Orde gheven 50 

kondestu eme dar gheven 24 marc, so were hey betalt. 

Item kondestu dat want don vorkopen, so ghef dar Hinrych Wynneken 
unde Henrycb Ryken ok wat gheldes. 

Item her Albracht van der Brugghen gef ok wat. 

Item so ghef her Albracht Erp ok wat. 

Item so ghef Peter Hoyn unde Marcquart Holpen ok wat. 

Item so sal hebben Johannes Everinchusen, dey to hus es myt her 
Bertolde Rolande, 35 marc Lub. 

Item so wete, dat ick dy nu sende to Hamborch wort 3 terlinghe wandes 
an den cranmester, in den 2 terlingen sint 54 halve laken, dey men heyt 
Belardes, dey varve es aldus also 27 blauwe, 17 s warte, 6 gronne 4 rode, 
der laken sint 2 ton slachdoken, elk half stet 15 sl. gr. nyes gheldes, dat 
es elk half 5 marc 4 sl. Lub. 

Item so es in den dorden terling 24 halve Bussche laken, also 15 swarte, 
der es 1 ton slachdoke 8 rode 1 blauwe, elk stet 18 sl. 6 h. dat es elk laken 
6 marc Lub. 8 sl. Lub. erstes kopes. Desse laken unde dey andere lat vor- 
kopen imde lat Hoyman ofte Fylyppus der laken wat voren to den Gryppes- 
wolde int market, dar sey ummers vorkoft werden, dat wy dey lüde mogben 
betalen. 

Item so sende ick dy noch by dessem wände 1 bereven tunneken, dar es 
inne in er laden 2 gülden rynge myt 2 sofferen unde 2 huven unde 1 Arras 
unde 1 kerl unde ander prundelinghe,ld80 du wol seyn solt, weit God. Item 
so wyl ick to Aken teyn in den namen Godes unde wyl sunder sument to 
Lubeke komen. Ick kondest nicht wol er reyden, darumme so rame des 
besten in allen saken imde segghe Herbort van Lynnen, dat hey dy ofte 
Hoyman helpe vorkopen dat want, op dat wy dey lüde betalen moghen. 
Hiran leghet uns wol macht, dammme rame des besten. 

Item es in den tunneken 1 gordel, dat doy Talleken opme Orde. Item so 
hevet my dey cranmester noch nicht mer dan 1 tunne sant van den 2 tunnen, 
dey ick eme to Hamborch brachte, dar hey my nicht wol med handelt hevet, 
hirmede kom ick wol mede to, dat kent God, dat es 1 quat tovorlat, dar ein 
man in vorsumet wert. Aldus so ei\ weyt ick dy nu wat mer to scryven mer. 
Segghe Fylyppus, dat hey syk darto vorlate, dat ick ene meyne to senden to 
Frankenvorde in dey mysse, weit God. Segge Hoyman, dat sey dey laken 
vorkopen na marcganghe unde seyn an ein cleyne nicht, op dat wy ghelt 
moghen hebben. Doy wol, segghe unsen vrenden un den wy schuldych sin, 
dat ick kort dar wyl sin unde elken wol betalen, weit God. Hirmede so var 



( 



— 239 — 

# 

wol in Gode altos myt wsen kinderen unde vrenden. Ghescreven 1419 op 
siinte Peters unde Pauwels dach in Brugghe. 

Hüdebrant Veckinchusen. 

Hirinne es dey erste manebreyf an Boden van Stochern op dey 550 
marc Lub. 

« 

\ 

216. Hüdä}ra/nd VecJdnchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1419 Juni 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Margreten Veckinhusen to Lubeke, 
lyttera detur. Das Datum ergibt sich aus dem vorhergehenden Briefe. 



w w 



Vrentlike grote vorghescreven. Greteken, leyve wyf , wete, dat ick hebbe 
na gbescheppet to Hamborch wort an den cranmester 3 terlinge wandes, 
aldus ghemerket. 1 terlinch es in ^cheper Wyllem Brande, dar es inne 

f. 2T BoUarde efte Wallemesche also 14 blauwe myt den slachdoke, 
8 swarte, 3 gronne, 2 rode. Elk half stet 15 sl. erstes kopes. 

Dey ander terlinch es in scheper Gherbrant Johenssone, dar es 
g. ok inne 27 halve Bollarde, ok alsolke varve mer, hir es inne 1 swart 
mer, 1 blau myn. 

Item so es dey dorde terlinch in schepper Glaes Hagheman, dar 
h. es inne 24 halve Bussche laken, also 15 swarte, der es 1 ton slachdoke, 
8 rode, 1 blau. Elke stet 18 sl. 6 gr. 

* Desse laken lat Hoyman vorkopen myt den ersten, umme ghelt to 
maken, umme unsse schult to betalende unde vort so weren dey ersten laken 
ok gud vorkoft, op dat sey nicht vorkoft sint. 

Item so sende ick dy noch in Wyllem Brande 1 eyken bereven tunne^ 
dar es inne 1 ghegrenter roter Arras, wolden daz 2 hoyken van werden, 
so wer et gud. Dat Arras stet 14 marc Lub. 

Item so es hir inne wat allerleye crude unde ok rys und 1 kerl myt 
beverswamme voydert. Item so es darinne 1 ladeken, dar sint inne 2 gülden 
rynge myt twen sofferen, dey steken over 1 poper, dar sint inne 2 huven, dey 
eine kostede 15 gr. dey andere 9 gr. So wes mer in der tunne es, dat vindestu 
wol, dat lat al op dey cleyne kamere leihen. Anders nicht, dan var wol. 
Lat Hoiman des besten ramen. Ghescreven op sunte Peters unde Pauwels 
dach in Brügge. 

Hildebrant Veckinchusen. 

Ick wyl in kort bi ju sin, weit God, unse lejrve vrouwe amen. 
Item Greteken, leyve wyf, wete dat dy sol don gheven to Lubeke Bodo 
van Stochem 550 marc Lub. op den dach, also du den breyf salt over- 



1) Wohl später hinzugefügt 



— 240 — 

leveren, dey herinile es; dey mannebreyf es in andere breyve ein^). Item 
Grete wyf , so bin ick schuldych Gherwin Ommedenberch op sunte Johennes- 
dach 217 marc 6^4 marc^) liir van dessen ghelde lat emen geven 100 marc 
Lub. Item so bin ick Borghert van Hildensen 198 marc 8 sl. 6 ^, dem lat 
ok gheven 100 marc Lub. 

Item so bin ick Arnt Sallefyen schuldich op sunte Jacopes dach 330 
m. 2 sl. Lub. Deme lat emen ok Boden van Stechen gheven 100 m. Lub. 

Item so lat gheven Bertolt Herentreye ok 100 m. Lub. unde lat gheven 
Hinrych op Morde myt den ersten 50 m. Lub. Item so lat gheven Jacop 
Gherchgouwen ok 100 m. Lub. unde vort so segghe em allen^ woy ick in 
körten dar wyl sin unde elk manne wol entrechten, weit God. To Aken wyl 
ick sin unde van dar vort derwart in den namen Godes. Hirmede so mo3rte 
dy God bewaren myt allen unsen kindem unde vrenden amen. Gescreven 
in Brück 1419 in Brügge. 

Hildebrant Veckinchusen. 



217. Eine VoUmackt Hüdebrani Vechinchusens in Sachen der 
Angelegenheit mit dem römischen König. — 1419 Jtdi 10. 

Rev. St.-A. Abschrift. Das Stück stimmt in der Handschrift genau überein 
mit dem Briefe Meister Oosrnris a/n Hild^. Veckinchusen und 
ist vermutlich die Abschrift jenes Schriftstückes^ das Meister Ooswin 
in der Lade fand und für Veckinchusen abschrieb. . 

Int joer 1419, 10 in julio do stelde ick in myne stede keghen Albrecht 
Hoppen my to vorantworden Johannes Marschede Engheibrecht Veckinc- 
husen, so wes my tokomen mochte van des breyves wegheD, dar Albrecht 
Hop noch op tachter zyn mochte, so Wes my darvan borde noch uyttoleghen 
van rechtes weghen, dar solden se dat vor my uytleghen op dat my borde 
mer ujrttoleghen boven de 132 ^ 5 sl. gr. aldes gheldes, dey ick alrede uyt- 
geleghen bebbe. Unde vort so make ik sey mectich also my boren sal dat 
ghelt wedder to untfanghen van Welken wech dat komen sal van rechtes 
wegben, dat sey don syn to untfanghen mechtich von myner weghen dey 
132 & 5 sl. also vorscreven ys to myner behoeff. 

Hildebrand Veckinchusen. 



218. Hildebrand Veckinchusen in Brügge hält mit HUdebrand Hoie- 

man Abrechnung. — 1419 Aug. 14. 

Rev. St.'A. Orig. Pap., 2 große Qtujtrtblätter, von H. V.sHand beschrieben; auf 
dem 2. EUüte steht am Rande: int jar 1419 in Bruge. Die Hausmarke 
auf dem zweiten Blatte ist die H. V.^s. 



1) In der Handschrift wohl verschrieben für sl. 



241 — 



Int jar 1419 op unser vrouwen avent to half ouste^) do was ick Hilde- 
brant Heyman van ener olden rekenschap 

6 sL. 4 ^ Lub. 



136 
800 

5 
41 

3 



Item so gaf hey Johan van Sernen himest 
Item so gaf hey Hilchen Stoneweder . . . 
Item so ga! hey Ludeken van der Heyden 
Item mester Bemt hevet wech van eme . 
Item so gaf hey Greteken mynem wyve . 
Item so gaf hey vor 5 terlinge wandes to ungelde 
Item so gaf hey vor prundelinghe, vor molt, mel 

ander dynch tohope 32 

Item so hevet Heyman tohope utgelegen also 

vorscreven steit 579 

Item so hevet Hoyman noch> utgegeven Ludeken 

van der Heyde ofte Semen 

Item so hevet hey gegeven noch Peter Heyn . 
Item so hevet my Heyman noch gedan to 4 tyden 
Item so hevet my Ludeken dan to twen tyden 
Item hevet my Ludeken Heynmn dan .... 
Item untfangen van Johan* Oldenberch van enen 

terlinch Alsche 181 

Item van vorlyste van denÄrrassen, des hebbe ick 

in sin keller ^) 

Item so gaf hey Borchart van Hildensem . . . 
Item untfangen 4 m. unde 1 nobbel unde 3 mark 

tohope hirvan 9 mark myn 18 d. 
Item so hevet Hoyman geven Johannes Everin- 

chusen van myr wegen 100 

Item untfangen van her Johan Derssouwen . . 43 
Item ut Prussen 5 cronen Frankes unde 1 Luhe- 

sehen gülden, summa darvan 

Item so gaf hey Herman Hilgher 71 

Johann van Semen gaf hey noch 10 

Sunmia by 1180 



60 m. 
50 



30 
40 

6 
13 

3 



6 
89 



9 „ — 



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12 



10 



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,*) 5 „ 8 



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8 .. — 



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9 ,. — 



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noch 3 marc 



4 ., — 



»» 



4 .. — 



91 



99 



>8 



99 



Int erste hevet Hoyman untfangen van Hinrych 
van der Boke 

Item so untfench hey van Jacop Molner 50 gülden 
dey maken . . ^ 

Item so untfench hey von Jacop Molner 30 Xi gr. 
dey maken 

summa hirvan es tohope 



100 „ — — 



46 ., 13 „ 4 



203 „ - 
348 „ 5 „ 4 



1) August 14. 

2) Die Summe stimmt nicht: es muß heißen 628 m. 17 sl. S ^. 

3) 4 unleserliche Worte. 

Briefe nnd ürkanden, 1896—1441. 



16 



99 



99 



9> 



— 242 — 

Item 80 hevet hey vorkoft 28 punt muschaate 

golden al 10 m. 8 sl. 

Item so hevet Hoyman vorkoft 3 terlingAlstesche 
den enen terlinch van 25halven; elke balf golt 
7 m. 4 sl. Lub. dey summe darvan es ... 181 „ 4 

Item so es geworden van den andern terlinch . 184 „ 6 

Item so es geworden van den dorden terlinch . 169 „ 2 „ 3 ^ Lub. 

Item soes geworden van^den 3 slachdoken to hope 25 „ 6 „ 2 „ 

Item so es hey my van 1 tunne seppen 

Item wes hey my van 23 eilen 4 quartyr eilen Vla- 

mesch 

Item so sal myn broder Hoyman geven . , . 156 „ 12 „ — 

Aldus so hevet Heyman untfangen myt den hun- 
dert marken hirvor 1198 „ — — 

[Qrop so was ick eme schuidych myt den 10 mar- 
ken, de hey Johan von Sermen geven hevet 1190 „ 5 „ 8 „ 

Aldus so blyvestu my hyr schuidych alle dynch 
to guder rekenschap dat ene kegen dat ander 
siegen 7 „ — 28 „ 

Dar en boven helt Hoyman in den keller also hirumme screven stet 
in dessen arkes poppers. 

Item so hebbe ick Hoyman dan geven bi Fylypusse 100 m. Lub. 
Item so es dey scriven dat my Heyman schuldich es by kans*) 
1038m. 4^ Lub. my 

Bildebrant Hoyman so wete, dat ick hebbe in d3rnen keller tom ersten 
1 brun laken dat helt lanch 24 eilen Vlamesch. Item damest 1 stucke rodes 
Arras. 

untfangen dat stucke Arras wedder.*) 
Item darnest 1 gegrent roten Arras stot by 20 m. 

untfangen.^) 
Item stucke van enen swarten Worsette. 

untfangen tvedder,^) 
Item 1 cleyne stucke sammytes brun. 

untfangen wedder}) 
Item 1 quartyr van enen swarten Yperschen laken. 

untfavhgen}) 
Item so hevet my dyn broder Ludeke dan op den ersten korck den 
du vorkoftes umme 13 marc. 

7 m. untfangen dey 6 m. lot Greteken geven wan sey inkomen; 
untfangen dey rekenschap.^) 

1) Unleserliche 

2) Die kursiv gedruckten Worte mit anderer Tinte später zugesetzt. 



^ _ 243 ~ 

Item so es in den keller 16 dosin 8 stucke korckes den vorkop so hey 
gelden wyl . . . .^) doch machtu nicht bet. 

Item so leget to Hamborch by Marquart Garssede 23 dosin korckes 
unde 3 stucke korckes. 

unt fangen dm kork al wedder}) 

Item so untfange van Gherhardus den I^ambart 65 m. 10 sl. Lub. 

Item so untfangen Bolef Brunhare op der wesselle 25 m. Lub. 

Item so stet in der doesen') in der tunnen 1000 sconeswerkes myn 1 vel 
in er böte. 

Item so gef Johan van Sermen 20 m. 

Item so do my an gelde 13 m. 

AI dyt ander gelt do Greteken mynen wyve unde rame des besten in 
allen saken. 



219. Hüdebrcmd Veckinchusen in Lübeck rechnet mit seinen Ge- 
schdftsfrermden Dietrich Borgher und Tideman Brekdvdde ab. 

— 1419 SepÜ^.9. 

Rev. St.-A. Pap., von H. V. Hand geschrieben, in Briefform zusammen- 
gelegt mit den Spuren eines roten Siegel/oerschlusses. Die erste 
Seite enthält den Brief H. V. an D. B., die andere die Adresse: An 
Dyderyk Borgher to Brügge lytera detur und die Abrechnung mit 
T. Brekehdd. 

Dyrk Borgher hevet in al overwesselt summa 146 U 13 sl. 4 gr. Item 
an olye oversant 24 ^ 4 sl. gr. Sununa in al 170 i6 17 sl. und 4 gr. und he 
hevet entfangen van den wasse blivendes summa 162 ^ 6 sl. 1 gr. Aldus 
buret Borgher tachter 8 ^ 11 sl. und 3 gr. de gerekent op 60 marc min 
8 d. Lub. 



Item so hevet Brekelvelde betalt 1323 marc 14 sl. 7 den. ; des hevet 
he weder entfangen 1164 marc, aldus blivet Brekelvelde tachter 160 marc 
min 17^. 

Sunmia dat Dyrk Borgher und Brekelvelde tachter sin 219 marc 13 sl. 
11 den. Dit is elken manne 73 marc 4 sl. 8 d. op dat al dink in Vlander 
80 geldet. 

Dyderych Borgher also gy to Brügge komen, so sollen gy dar m kort 
ju gelt hebben, dat ju einbreket van my. Hirmede so moyte ju God be waren. 
Ghescreven des sunnavendes na unser vrouwen dage alse sey geboren wort 
1419 in Lubeke. Einlatet ju nicht vorlangen dar es gelt op der rejrsse. 

Hildebrant Vockinchusen. 

Tydeman unde ick hebben dyt overseyn. 



1) Fehlen einige Worte. 

2) Die kursiv gedrackten Worte mit anderer Tinte sp&ter zugesetzt. 

3) Schwer leserlich. 

16* 



— 244 — 

yts Tydoman so was dey 8 stucke wasses gerekent op 23 punt 8 sl. 
1 gr. "j— nyes geldes. Hirto so rekenne ick van den 22 sl. 9 gr. dat van 
al den wasse mer wort dan dat vorslagen wort. Darvan rekenne ick op desse 
8 stucke 13 sl. 6 gr. aldus so es worden van den wasse tohope 24 iSf 19 gr. 
Darop hevet Borgher untf angen myn 4 sl. 9 gr. 

p-±-,>^ Item so was dey 4 stucke wasses vorslagen op 16 ^ 15 sL 6 gr. 
I I 1/^ Hirto so komet to bäte 9 sl. 3 gr. Dat mer golt dan dat vorslogen 
^^ was. Aldus so es dey summa dar nu tohope 17 ä( 4 sL 9 d. 

Item so was ick hirop tachter van ungelde 6sl. 1 d. Hirto was ick 
tachter 22 sl. oldes geldes boven dey 39 ^ gr. Dey maken in nyen gelde 
19 sl. 3 d. Dyt gelt sla ick hiraf , so beholde ick blyvendes van den wasse 
15 ^ 19 sl. 7 d. dyt gelt beholde ick op dey 116^4 pnnt syden, dey wy 
noch schuldych sin. 



Item Tydeman op m3m vorleys van den wasse es 65 marc; darop so 
hebbe gy tovorn 47 Byns gülden unde 13 marc van den hermelen, dyt maket 
tohope 56 marc 16 d. Lub., aldus so blyve ick ju van den ^orleysse 9 marc 
myn 16 d. Lub. 

Item so moyt ick Borgher weddergeven wol 9 & 11 sl. 8 d. dey to velle 
overkoft heVet mer dan hey untfangen bevet. Hey hevet overkoft 170 25f 
17 sl. 4 d. darop so hevet hey quansus untfangen so alle dynch vorslagen es 
161 ^ 5 sl. 8 gr. Aldus so breket em dat van dey vorscreven stet. 

Item ick hebbe sant by Segheboden den loper Tydeman Brekelvelden 
15 punt 3 quartyr syden to 9 bl. elk punt, summa 7 2^ 10 sl. 9 gr. 



220. Herman Kerchoff aus Brügge an Hüdd)rand Veckinchusen 

in Lübeck. — 1419 SepOfr. 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An HUdebrant Vockinchusen to Lubeke. 
Von H. V. Hand: 1419, 2 dage vor sunte Lucas dach^) 5 ä( gr. 
Hinrych Schenckinch. 

Vruntlike grote tovoren an mynen guden vrunt H\ldebrant VockinGhusen. 
Dot wol gude vrunt und gevet Hinrych Schenking de & gr. de gy my syt 
van Ater Klerkx*) wegen, dar gy de cralle van koften. G^vet eme 7 mark 
Lub. van den äf. Dot wol vrunt und betalt desse ^85^ gr., wente ich se Hin- 
rych Schenking schuldich bin. Hirmede syt Gode bevalen. Grescreven to 
Brügge op sunte Mychaels dach 1419. f 

Herman Kerchoff. 

Betalt se 14 dage na den breve. 

1) 16. Octbr. 2) Uuleserlich. 



' — 245 — 

221. Hüdehrand vom dem BoJcde cm Hüdebrcmd Veckinchusen in 

Lübeck. — 1419 Octbr. 9. 

Eev. St.'A. Orig. Pap . Adr.: An Hildebrant VocMnchusen to Lubeke 
kome desee [ 1 1" breff. Danmter v. H. V. Hand: 1419 op sunte 
Lucas dach. \/^ 2 tunnen 7?erkes /^ tohope sint desse 2 tuD- 
nen wert 115 ä^ groten. Hirop gheven |^ to loteghelde 2 sl. vor 
beyde tunnen, optovftren myt schutelagbe 2 sl. 

Mynen willigen denst und was ik gudes vormach to allen tyden, wetet 
leve om Hildebrant Vockinchusen, dat ik ju sende in den namen Godes in 
schepper Johan Papen 2 tunnen werkes. Item eine tunne aldus >^ 
gemerket, de bort unsen swager Gotschalke van deme Nyrenlo und ^\ 
weget 18 lispunt, de en dorve gy nicht hoger vorpunde dan 50 ^ gr. 

> 

Item so is de ander tunne aldus 1 \'l gemerket und hör my to und 
weget 26 lispunt, de möge gy vorpun- \^7^ den vor 65 äf grote; dot wol 
leve om und untfat desbe 2 tunnen und maket jo also, dat se myt den ersten 
scheppen overkomen de van Hamborch segeln to Ylanderen wort und sende 
se an Johannes Masscheden. Halve vracht und half winnegelt is betalt, 
dar sal de schephere hebben van deme scheppunde 4 sl. Luhes, wes gy darvor 
utgeven, dat sal ju Johannes Masschede weder geven, leve om, hir ramet 
des besten by und latet my tegen ju vordenen. Item so en kan yk ju der 
suben nicht gesenden vor to vorjaren, wante se en werden my nich Vor deme 
Winter. Item leve om, also gy my schryven van myner suster, dat yk darto 
sole belppen denken dat se beraden werde, konde yk dar wat gudes to don 
myt rade und myt dade, dat wolde ik alle wege gerne don, myt gelde und 
myt gude en vormach ik es leder nicht, dat kenne Got, de se ok beraden 
wart; dar hadde ik suverlich gelt m3rt mynen broder in selschop, dat gelt 
behelt myn broder alto male to unser suster behof de wederleggynge met 
deme myne, also dat my darvan nicht op .enen scbref van to budelen quam, 
des ik myne levedage to achter mot wesen, hirunmie se he nu, dat he dat 
beste by er do, he is dar by der hant und ok vormach he et van der genade 
Godes wol also ik eme ok geschreven hebbe ; yk wolde dat ik et also wol 
vermochte also he men solde dan wol se3m, wat ik by vrunden dede. ünse 
leve here Got mote uns allen beraden. Item leve om so wetet dat dat honich 
hir int laut al vordorven is und et sal to vorjaren leff werden, also dane 
gut, mach men hir wol to borge int lant senden, möge gy es wat hebben 
dar weset myt den ersten na, yk sta dat eventflr half an. Item so syn hir nu 
de nobbelen to male leff, se gelden gerne 8^ fr. möge gy dar enich profyt 
ane hebben dar möge gy op denken. Anders en weit ik ju sunderlinges necht- 
to schryven oppe desse tyt men unse leve here Got spare ju gesunt to syne 
'denste und gebeyde^ over my to allen tyden und grotet myn susteken und 
myn suster und Drudeken und de kinder alle vruntliken sere und alle vrunt. 
Geschreven in deme 10 dage na sunte Mychahele 1419 jar. 

Hildebrant van dem Bokeil. 



— 246 — 

222. Oerwin Marschede an Hüddfrand Veckin^husen in Liibeck. 

— 1419 Octbr. IL 

Bev. St.'A. Orig. Pap. Adf,: Deme erbaren manne Hyldebrant Veckin- 
chfisen to Lftbeke littera detur. In dorso von der Hand des 
Empfängers: 1419 op sunte Katerynetf) avent in Brügge unt- 
fanghen dessen breyf. 

Vrüntlike grote tovoren an mynen leven vrönt. Hildebrant Veckinchfisen, 
weten sole gy, dat ik jftwe breyve wol vomomen hebbe alzo umme de 450 
mark, de ik hir betalen sal van juwer wegen. Ok so scryve gy my van 50 ä( gr., 
de myn broder overkopen sal, dat sed tosamen msücen an Prftschen gelde 
nicht vele myn den by den 900 marken unde alzo vele geldes en solen desse 
5 terlinge nicht gelden. Unde ok so bebbe ik jft darop gesant, dat gi, ofte 
Got wel, untfangen hebben an wasse op 100 marc ofte ein deine myn. Ik 
meynde gy solden dat gelt so^drade nicht al overkoft hebben; dat was solde 
dar komen hebben ofte jo de breyve; ik dedet int beste, God geve dat et 
tom besten valle. Ik gi^ de Bellerde daran dat par vor 13^4 mark unde 
Lodewych Bfiggendal unde ander borger koften se hir vor 13 mark dat 
par unde den andern terlink hebbe ik ok vorkoft vor 13^ mark 3 weken na 
£(unte Mychgele*) to betalen. Got geve, dat ik dan wol betalt werde, so mach 
ik vortan betalen. De Bftsche unde Aistedesche stan noch al unvorkoft. 
Der Alstedesche is hir to male vele, se sint hir geven vor 16 mark dat par; 
van den krümpen unde schoren bebbe ik wat vorkoft by 6 stocke, men ik 
en hebbe dar nein gelt vor. Ik meynde, ik solde gelt hebben hat, nü togen 
se to Bresloftwe wart unde geven my nicht und vor Mertine') en komen ^ 
nicht wedder. Hirumme so syt hirop vordacht, leive Hildebrant, in der tyt 
unde schycket hir over noch by den 100 mark Prftsich, dat ik dat geld mede 
betale, ofte ik moet et overlaten gan, wante ik en hebbes nicht, dat ik jfi 
mede mochte vorleggen,alzo ik wol er gedan hebbe unde noch aldfts lange 
doen moste. Aldessen sonmier wante war by de 2 laken, de gi my over 
1 jare senten in mynes broders terlinge: 1 rot 1 bla unde 1 swart Lirsch 
laken qu&m van Lubeke, desse 3 stücke kofte my 1 man ave vor sunte Mycb- 
gele over 1 jar, wol 4 weken ofte by der mate vor Michgele, dar sach ik noch 
ni ^ darvan, dat wet Got, doch ik hebbe jo dat gelt darvor utgeleget boven 
50 mark, dat ik ald&s lange untboren hebbe. Ik wolde, dat ik noch krygen 
konde op vastelavent. Leive Hildebrant, gi mögen lychte se^n ofte dendcen, 
warunmie dat ik juwe dink alzo vorborge, so helpe my Got. dat ik et umme 
juwen willen daen hebbe, op dat gy des to bet mede to gelde mochten komen. 
So le3rt es et my, dat gy an juwen dinge tachter gan, des möge gi my wol 
geloven. Item de geschoren laken wellen ser node van steden, wante er 
es hir vele unde se stan vele geldes, men kan nergen mede to gelde komen, 
ik hebbe hir ok noch ander geschoren, de hebben hir sedder sunte Johannes 
dage stan, ik kan er noch nicht myt like qfiit werden. Ik wel des besten gerne 
ramen, dat ik kan ofte Got will. 



1) 24. Novbr. 2) 20. Octbr. 3) 11. Novbr 



— 247 — 

Travensolt gelt hir nü 21 mark de last, Mestensche lakea 10 mark, 
Aistedesche by 16 marken dat par; Oldenardesche sint hir 1 fr. myn gegeven 
den 16 mark; Myddelb&scbe sint gegeven vor 15^ mark; Herentalsche 
22 mark; lange van Tynen 22 mark, de gut sin, Leydesche unde Amster- 
damesche by 14^ mark; Kondytsche 5 mark 8 scot, Eftmesche 13 mark 
1 frd.; Eamerykesche 14 mark. Olle gelt hir op desse tyt 34 mark; van 
mandelen, ryse, vigen en kan ik jfl nicht scryven, rosinen es bir genoüch. 
Ik en wet jft nft anders nicht to scrjrven den Grot sy myt jfi. Gebeydet 
over my; gy scryven my, dat gy gerne rekenschop wolden hebben van 
den oldeii dinge. Nfi scbelt my jo, dat ik dat gelt nicht al en hebbe, 
ik hedde se jft anders lange gescreven. Gescreven op sonte Borgardes dach 
1400 int 19 jar. 

Gerwyn Marschede. 

Item, so quam my dallink ein breyff van 150 marcken, de ik Groninge 
geven sal op Mertine^), de hebbe ik em gelovet to geven, dyt es tosamen wol 
700 mark de ik op de 5 terlinge untrycMpn sal myt dem wasse, dat ik jü 
sant hebbe. Hirop sint mede verdacht, ik hebbe nein gelt, dar ik jft mede 
vorleggen kan. De Albtedesche, de Büsche es noch nicht 1 vorkoft. My wart 
noch my ^ mer boden vor de Aistedesche den 8 mark, vor de Büsche 8 mark 
myn 1 frd. Hir en kone gy nein provit ane doen alzo my düncket. Hirumme 
est my to male sere to unwyllen, dat ik jüwe gut altyt myt vorlüse sal vor- 
kopen, ik wolde, dat gy es my vordregen wolden, dat wet Got. 



223. Wühdm Richa/rdes in Lübeck an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — s. a. etwa 1419 Novbr. 24. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An Hillebrand Veckkinckhuzen to Brugghe. In 
dorso von der Hand des Empfängers: Wyllem Bychardes 2 ^ 6 sL gr. 
Das Datum nach dem Briefe vom 18. Dezbr. 1419. 

Vruntlike grote tovoren an mynen guden vrunt. Hillebrant Vekkinck- 
hnzen wetet als gy van bir sceden als umme dat gelt, dat gy my noch schuldych 
syn unde dat my juwe werdinne geven solde, wetet, dat gy my schuldych 
bleven 15^4 mark Lubisch, dat Beltzsche laken afgerekent vor 7% mark 
unde des geldes was 23 mark. Aldus sc blef et 15^4 mark, also hebbe ik et 
gerekent. Hir dont wol unde gevet mynen neven Hans Richerdes vor 
2 2S( 6 sL gr., dat es dat ^ gr. gerekent 4 sl. myn van 7 mark Lubisch. 
Also wolde ik et hir nu wol kopen. Hirume so dont wol unde gevet Hans 
vorscreven dat gelt jo to danke. Ik en wel ju anders nycht to scryven op 
disse tj^ dan gebeydet to my. Gescreven to Lubeke op sunte Peters avent 
van Meylaen. ^ 

Willem Richardes. 

1) 11. Novbr. 



— 248 — 

224. Wilhelm Richa/rdes in Lubeeh an HUdebrand Vechinchusen 

in Brügge. — 1419 Decbr. 18. 

Rev. SL-A. Orig. Adr. : An Hyllebrand Wockennchusen tho Brügge come 
desse breyf. In dorso von der Hemd des Empfängers: 14^, 12 in 
Janewario 153 marc Lub. Item betalt Eerstejan Besseler 5 ^ gr., 
27 in jane?(vario. Item betalt emen noch 5 äf gr. Item betalt noch 
Besseler 5 ^ gr. 

Vrentlike grote toVoren gescreven an mynen guden vrend. Hyllebrand 
Wockenchusen, wetet asse umme dat gelt, dat ghy my schuldich bleven, 
do ghy van hir togen, do beydde ghy my, dat ic solde bedden 8 dage na sunte 
Mertyn. Des wetet, dat ic hebbe gebedet mer dan 5 weken na sunte Mertyn. 
Unde ic en kan allike wol geyn gelt gekrygen van juwer werdeynnen unde ze 
secht my, dat ze dar geynen rat to en wete unde ok zo hebbe ic juwen broder 
wacke gesproken. Hinunme zo dot wol unde gevet Eestegen Beseler 25 & gr. 
van myner wegene up rekenschop; wan God geft, dat ghy to hus comet, 
zo wylle wy dat wol reken. Hirumme zo dot wol unde untreycbtet Eestegen 
dey 25 äf gr. 8 dage na deme breve, wente he mot ze untrychten van myner 
wegene. Wente ghy weten wol, do ghy van hir scheden werd, dat et my 
nicht untrychtet werde 8 dage na sunte Mertyn, zo solde ich et overcopen. 
Änderz en wet ic ju nicht to scryven up desse tyt dan gebeydet to my. Ge- 
screven to Lubeke des mandage vor sunte Tomas dage. 

Wyllem Rychardes. 



225. Ghert Gleppink cm HUdebrand Vechinchusen in Brügge. — 1419 

Decbr. 21. 

Bkv. St.-A. Orig. Pap. Adr.: Honesto viro Hilbrando Vockinchus Brucge 
detur. 

Vrentlike grote tovoren und wes ich gudes vormach. Wetet Hilbrant, 
gude vrent, dat ich juwen breyf wol entpfangen hebbe, den gy gescreven hadden 
op sunte Eaterinen avent, alse van den Lyrschen laken, dat ju Cord uter 
Olpe schuldich eys to betalen, darvan dey gesellen kogelen af hadden, dar- 
van hebbe ich uterlike med eme gesproken, so dat syne meynynge eys, 
dey gesellen solden tosamen op den brede speien und maken dat gelt under Sn 
und betalen ju, darop ich eme antwerde, dat hey dey last an syk genomen 
hedde ju dat laken to betalen und dat hey vart speien mochte med den 
gesellen med elken ume syne kogele und wo hey spelde of nycht, gy mosten 
van eme betald syn. Hyrop seget hey my, dat ich my dar nycht mede en möge, 
hey welle hymest by ju , komen und spreken med den gesellen, also dat 
gy wol betald sollen syn. Ich baed emen, dat hey my dat gelt hyr hedde 
geven, ich woldet ju dar weder geven, dar en wel hey nycht an, alduz en wed 
ich dar anders nycht by to done. Hjrrmed weset God bevolen und gebeydz 



— '249 — 

to my und grotz my al dey selscap sere. Scriptum io die sancti Tomee apo- 
stolis anno 19. 

Ghert Qeppinck. 

226. Wühelm Richardes aw LiSbeck an Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 Jwnuar 21. 

Rev. St'A. Orig. Pap. Adr.: An Hillebrant Vekkenhuss to Brugghe 
kome desse bref. DariMter von H. V. Hand: 1420, 9 in feberwarjo 
Wyllem Bychardes 153 marc Lub. darvan geven Kerstejan Beseier 
10 ^ gr., to twen tyden betalt noch 5 & gr., betalt emen noch 
7 a^ gr. 

Vruntlike grute vorescreven an mynen guden vrund Hillebrant Vekkink- 
husen. Wetz idze ik nu eer screven hebbe, dat gi wol don unde geven Eersten 
Beselere252Sf gr. van myner wegene alz van den 2000 schone Werkes 7 tynuner, 
dat gi wol weten dat ik dat solde had hebben to sunte Michaelis dage alze 
gi wol weten, do gi to Bruche wart togen, dat gi my dat geld dar geven 
wolden. Hir was nymand, de my jenich geld geven wolde van juwer wegene, 
hirumme so dot wol und entrichtedet Kerstepe alz 25 ^ gr. Lopt dat werk 
mer ofte myn, dat wil wy altyd wol vinden. Ik wet nu sundergen nicht to 
scrivende uppe desse tid sunder bedz to ny. Screven to Lubeke in dem 
dage Agnete virginib. 

Willem Bicherdes. 

227. JoJum van dem Bokde aus DortfMmd a/n Hädebra/nd Veckinc- 

hosen in Brügge. — 1420 Jan/r. 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: Hildebrand Veckinchuse to Brucghe. 

Vrentlike grote vorscreven leyve om Hildebrand Veckinchusen wetel, 
dat'Philippus Sporemaker by my was und wanderde vort' an ten hilghen 
blöde wort op ten ersten gudenstacb na sunte Agnetten. Ich dede em 
10 Binsche gülden 3 ore to teringhe van juwer wegen, also gy my. screven 
wante wy en konden van Konrad uter Olpe geyn gelt gbekrygen. Ok so 
en wiste wy rieht effen wan Ludewich met den machtbreyve komen mochte, 
ok wante my duchte dat to den saken, de gy to werven denken ostwart 
neyn togheringe en borde noch arbey t ghespart en dochte unde hir de Bungner 
nicht heym en was noch geyn bode, de my ter reyse nutte duchte, degheUke 
te werven na der anwisinghe Godea, so reyt ich vor dat beste unde nutteste al 
umme, dat Philippus vorscreven de reyse an sich nam, dar he doch unvredich 
]u was en hedde ghedan, dat ich hope, ich wel juwer mechtich aldus sin 
est sake dat God bäte unde wynninghe vorleynd, so sal Philippus vor- 
screven darvan vor sin angest und arbe3^ de lOden denar hebben. Hir 
mede wort he tovreden unde hopede, dat gy em den theynden pennink 
also vorscreven is wol gunnen solden. Also vere als God bäte und wynninghe 
vorleynde, God gheve uns^en dat nutte sy ter seylen salicheyt amen. 



— 250 — 

Dat gheschach in dem jare naljodes bort 1400 unde t^nntich jar t>p ten 23teii 
dach in janüario in dem namen Christi. 

Item 80 hebbe ich gherfproken met Conrade uter Olpe unde den macht- 
breyff seyn laten unde seghede em also gy scryven. Hey seget noch als 
jo hirunmie so en wet ich rieht, woe ich best mede doen sal, wante hir en 
mach geyn ingheseten gastes macht annemen op enen anderen inghesetenen, 
Also men my seghet. Aldus so drowe ich ein vaste met Philippus Sporen- 
maker, dat ich den boden senden mote to Collen. Also stan de sake, nu es 
Philippus en wech, doch so seget Conrad he mUe sich op de sake bet beraden 
und secgen my en antworde, wat he my seget, dat wil ich ju gerne scryven, 
mer he duncket my to male trach met betalen, dar denket op. God sy myt 
ju. Ghescreven 5 daghe \or lechtmisse anno 20 in t)orpmunde. Ghebeidet 
over my. 

J. van den Bokelle. 

Item so sal Amd van den Berghen hebben 16 Hinsehe gülden van 
Bertram Berchoves i/vegen, dar sal Dyrck Borgher van betalen vor sin suster 
Gerdrut 6 florin Rinsche unde gy de 10 gülden, wante ich moste se van 
Bertram vorscreven nemen an guden gülden solde ich Philippus vort an 
helppen ter stunt. 

228. Johan vcm dem Bokde aus Dortmimi an Hildebrand Vechmc- 
husen und Dietrich Borgher in Brügge. — 1420 Janr. 29. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: Hildebrand Veckinchusen und Dyrck 
Borgher to Bnicghe. 

Vrentlike grote vorghescreven, wetet leyve om Hildebrand unde Djrrck 
Borgher, dat gy dar vrillen betalen unde geven Amde van den Berghe 16 
Herren. Des sole gy, om Hildebrant, utgeven 10 Hinsehe gülden unde Dyrck 
6 florren vor din suster Gerdrut van rogen und molte. Dit gelt neme ich 
hir van Bertram Berchove ; scryvet my al tidinghe. God sy, myt ju. Ghe- 
screven 5 daghe vor lechtmisse anno 20. in Dorpmunde. Ghebeydet over my. 

Joh. van den Bokele. 
Conrad seget he wil betalen te passchen vor 10 koghelen. 

229. Philipp Spormaker aus Danzig an HUdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 Febr. 8. 

Rev. 8t.'A. Orig. Pap. Air,: An HiUebrant Veckinchusen to Brflgge 
littera detur. 

Swaeger jü gelieve to weten, dat ik to Danske quam des dünredages 
na sünte Dortyen dach*) und ik antwerde Gerwen Maerscheyde de breve, 
und he heft my togesacht den tynden pfennig, wes proef3rtes dat em daer- 
van werden koene na juwer günst, mer ofte min, aldus heft he dat an ]ü 



1) Februar 8. 



— 251 — 

gesät und hevet des gelyken Toemas Veckinchfisen gescreven. Herumme, 
leve swaeger, so raemet des beste herby, als ik jft to beloeve, want ik daer 
groeten erbeyt und vaere mynes lyves umme staen hebbe und noch moete. 
Aldfls steyt alle dyne an jft und heb dar to jft gelaeten, als ik oen gesacht 
hebbe und wylen wol doen und soryvet Gerwen eyn antwert und Toemas 
jftwen willen, wes jft heran gftetdftnket. Und herop hevet my Gerwen vort 
gesant to der ßyge und hevet my perde und tergelt gedaen. Got geve be- 
holden reyse. Hermede gueden nacht. Gescreven des dftnredages na sünte 
Dorttyen dach to Danske 1420. 

Phylyppus Spaermaker^ 

Item so scryvet my to Danske tegen der wedderreyse, waer ik dan 
tyeen sal; ik meyne van her ut to Vranckenort to tyeen up de mysse, scryve 
gy my anders nicht, kan ik dar to wege breggen, so mach ik dat doen eft 
gy daer wes senden. 



230. Hädebrcmd Hoieman au^ Lübeck an Hüdd^rand Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 Febr. 12. 

Rev. St'A. Orig. Adr,: Dem erbaren manne Hildebrand Veckinchusen 
to Brftgge littera detur. In dorso von der Hand des Empfängers: 
hirvan betalt 10 & to Lubeke Johannes Hilghert, to Brügge betalt 
Willem van Kalven 21 ^ 11^ sL, dat Hoyman opnomen hadde. 

Minen denst to allen tyden. Wetet, leve Hildebrand Veckinchfisen, 
dat my Arend Wachtendorp ghesproken hevet umme 30 ^ groten, de ik 
in dem somer to juwer behoff upnam van Jacob Molner, dez my sere wfinder 
hevet, dat se dar noch nicht betalt en sint. Leve Hildebrand, maket, dat 
ik dar nen vordret van en kryge, ik sy noch dat gelt tachter van Wicbolde 
van der Wyk van dem terling Aktedescher unde ik behovede to male wol 
geldez, dar denket ok op. Hirmede syt Ghode bevolen. Jftwe hfisvrowe 
unde jfiwe kinder sint al wol gesunt, Ghod hebbe dank. Gescreven 8 dage 
vor vastelavende anno 20. 

Hildebrand Hoieman, Lubeke. 

231. G^rwm Marschede in Danzig an Hüdebrant Veckinchusen^ 
Engdbrecht Veckinchusen und Johannes Marschede in Brügge. — 1420 

Febr. 16. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hildebrant unde Engelbrecht Veckinchfi- 
sen unde Hannes Marschede in Brfigge. 

Vrftntlike grote vorghescreven an mynen levei/ vrfint Hildebrant 
Veckinchfisen, weten sole gy, juwen breyff gescreven 3 weken na des hilligen 
Krystes dage^), hebbe ik wol untfangen unde Fylippus Sporenmaker quam 

1) 1420 J&nu&r 16. 



— 252 — 

hir des donnerdages na sunte Doroteien dage^), alzo de klokke 11 sloch. 
Unde ik kofte eme 1 pert vor 16 marc unde dede eme swert sporen unde 
kofte eme stravelen unde dede eme tergeldes genofich mede. Unde des 
vrydages vro*) reyt he van hir to Lyfflande wart; unde ik dede eme 1 hreytt 
mede to Eoningesberge an her Gawes Eolberge» wert sake, dat eme ycht 
mysd&chte an den perde, dat he nicht mede vort konde komen, so solde 
eme her Clawes ein ander pert doen unde senden my dyt pert wedder. Men 
ik en hebbe nein antworde van Fylippes. Men to den Elvinge quam he op 
den vrydacb by schonen dage, Got geve, dat he wol vort mote komen, 
wante de eme nabint, de ryden dach unde nacht, men he hadde 4 dage to 
voren unde nicht mer. Vortmer so scriff ik Tomasch Veckinchüsen, dat gl 
my desse tydinge gescreven hedden, dat he dar ok na solde doen na jfiwer 
breyves utwysinge unde scryven dat vort an her Hyldebrande van dem 
Bökel sflnder süment unde dat he nicht myt alle sflmede, he en provede 
dat beste. Des geliken wolde ik ok doen, so ik beste mochte, Got geve, dat 
Tomasch dar wat provites doen mote; myn provyt wil hir nicht grot sin, 
bedde ik en 600 marc r^des geldes hat, so mochte ik provyt gedaen bebben, 
ik en hebbe nicht mer gekregen van solte den tusschen 46 ofte 50 leste to 
den hogesten, dar gy ane wynnen unde vorleysen mögen unde dar wy uns 
to vorlaten mögen. 

Vortmer do Fylippes hir quam, do segede he my op der stede, dat he 
hastyge breyve hadde an my unde vort an Tomasch Veckinchüsen unde 
sprak vort alzo ik solde em loven, dat ik eme myn part antdele wolden geven, 
des sprak ik wedder ik en wyste nergen van. Ik ene wolde eme nein dinss 
loven, ik en wyste erst de sake, wolde he my de bre3rve doen, ik wolde dar 
gerne des besten by doen, dat ik kftnde na der breyve utwysinge. Do sprak 
he wedder, dat ik eme gfinnen solde, wes gi unde myn broder eme gftnten 
ofte geven, do segede ik, dat ik eme des ok gerne gfinen wolde, wes jfiwer 
beyder wille were, do dede he my de breyve unde sin beger es, dat he den 
10 denar wil hebben, wes wy mochten wynnen an desser reyse unde he 
meynde, dat he et des to trfiweliker gearbeydet hedde unde vertan doen 
wolde, war he mochte unde konde, aho ik ok hope to Gode, dat he doen 
sole unde gevet Got, dat dar eynych provit wolde werden, so gan ik 
eme mynes partes wol, wes gy eme doen ofte geven. Anders nicht den 
Got sy mjrt jft. Gebeydet over my. GescreVen 2 dage na sunte Vallen- 
tinsch dage 1420. 

Gerwin MarSchede. 

232. Gertvin Marschede in Danzig an Hüdebrand Veckinchüsen 

in Lübeck. — 1420 Februar 25. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hyldebrant Veckinchfisen 
to Lubeke sal desse breyff . 1 i lY In dorso von der Hand des Emp- 
fängers: 1420 des dyns- vj/^ daghes vor passchen'). Hir 



1) Febraar 8. 2) Februar 9. 3) 2. April. 



— 253 — 

blyvet my Gherwin schuldych 32 marc 13 scot., darto 13 ^ Pnisch. 
Darto solde hey untfanghen 20 U gr. van Ciauwes Swarten. Item 
so hebbe ick van 3 luden nomen 31 U gr. Darop so hevet hey to 
helpe dey 20 äfgr. vorscreven, so breke emen dan noch 11 ^ gr., 
dey sal hey nemen van mynem testen gude. Der Namen des 
Schreibers ergibt sich aus der Bemerkung des Empfängers, der 
den Vornamen ^fierwin^^ namhaft macht, sowie aus dem Ver- 
gleiqh der Handschrift dieses Briefes mit anderen Briefen Oerwin 
Marschede^s. 

Vrftntlike grote tovoren au mynen leven vrünt. Hildebrand Veckinchfisen 
weten sole gy, dat ik jft rekenschop screff int jar 1400 in deme 18 jare op 
wynachten s^o dat ik do hir behelt, dat jfi horde, an gelde 746^ mark 
unde 40 ^ Pr&sch. Noch hadde ik hir unvorkof t, dat jfi horde, 2 bale komels, 
^ gra Herentalsch laken; dat laken golt 9 mark, de 2 bale komels g&lden 
bljrvendes geldes 31 mark unde 18 ^. Item de vigen, de gy hir senten in 
Albrecht Ludekenssone, de Tydeman Swarten mede tohorden, dat es vor 
geworden to j&wen dele al ungelt avegerekent 92 mark 20 Schillinge myn 
2 ^. Item vor de vygen, de gy uns santen in schepper Rasekoppe, de ok 
Tydeman Swarten mede to behorden, darvor es geworden to jüwen dele, 
al ungelt averekent 175 mark 16 ^. Aldfts so es de summa hirvan ih al, 
dat ik van jäwer wegen hir do behelt 1053^ mark 2^ scot 2 ^.^) 

Damest int jar Christi 1400 int 18 jar, 2)4 weke na paschen^) do untfenk 
ik ut Schipper Gyldemeyster 2 terlink laken, de stonden to pflntgelde palgelt 
2 mark 10 scot, to bor(ünge optoschepen 22 Schill. ; vor 6 laken to wasschen 
unde vor 1 to scheren 1 frd., to kellerhftr 3 frd., summa des ungeldes 15 frd. 
unde 2 schill. Hirut vorkoft 18 Herentalsche laken, dat stficke vor 21 mark, 
8Unmia es 378 mark; noch vorkoft 27 Wallemesche, elk st&cke vor 7 mark 
myn 1 frd., summa es hirvan 182 mark 1 frd. Noch 4 Wallemesche vorkoft 
tosamen vor 19 mark. Noch vorkoft 1 Wallemesch dat was myt alle sere 
vorrotet vor 3 mark. Sununa blyvendes geldes von dessen twen terlingen 
es 578 mark 12 schill.*) 

Damest 3 weken vor pingesten^) untfenk ik ut Herman Schreve unde 
ut Amt Hinrykessone, quemen beyde ut der Traven, 2 terlinge, de stonden 
to allen ungelde, puntgelt, vracht, kellerhfir tosamen 4 mark unde 9^4 Schill. 
Hirut vorkoft 18^ Herentalsche laken, dat stficke vor 22^mark, y2KomeBc]i 
vor 6^ mark, summa es 422 mark myn 1 frd. Noch vorkoft hirat 4 Ypersche 
vor 177 mark, 1 frd. Noch vorkoft hirut 2 Ypersche laken vor 65 mark. Noch 
vorkoft hirut 2 Ypersche laken vor 144 mark. Noch vorkoft i^ Komesch 
vor 7 mark myn 1 frd., noch 15 eleu wyttes lakensch vor 5^ mark % frd., 
sununa 12 mark 9 schot. Summa blyvendes geldes von dessen twen terlin- 
gern es in al 815 mark 13 schill. 



1) Die Summierong moß richtig heißen: 10o3Va mark 10 scot. 12 d. 

2) 13. oder 14. April. 

3) Die richtige Summe ist 578 m^ 13 schill. 

4) 24. April. 



— 254 — 

Damest des anderen dages na unser leven vrouwen worcewyunge^) 
untfenk ut Wolter Bysschoppe 3 Ldrsche laken unde ut mynes broders 
terlinge 2 laken, weren geschoren, desse 6 laken stonden to ungelde 1 frd. 
Vorkoft 2 laken, de hedden lank 79 elen myn 1 quartyr, de ele vor 11% scot, 
summa 38 mark 5^4 scot myn. Noch vorkoft 3 Lirsehe laken vor 110 mark 
1 frd. Noch vorkoft 4)4 ele grones laken vor 1% mark 4 scot. Summa van 
dessen 6 st&cken es 149 mark 19% scot. 

Dornest 3 weken vor sunte Mychgele') untfenk ik ut Jakop Oliesleger 
10 vate myt vigen, de stonden to pa^elt, puntgelt 17 scot 10 ^, to bordinge 
14 scot, optoschepen 1 mark, to kellerhfir 4% frd., summa 3 mark 10 scot 
10 ^. Hirut vorkoft 60 korve vigen, elken korff vor 11% frd., hirto wart 
my noch avegeslagen an 5 korven, de weren deine 2 mark, sunmia blyvendes 
van den vigen 167 mark 2 scot myn 10^. Ald&s so es de summa in al dat 
ik dyt jar untfangen hebbe van jftwer wegen 1710 mark unde 17 ^. 

Int jar Christi 1400 int 19 jar, 3% weken na paschen*), do untfenk 
ik van Hinryk Slechter 81 mark, de gi to Brügge betalden Goschalk 
Krouwel. 

Damest 2 dage n^ sunte Bartolomewes dage^) do untfenk ik ut schepper 
Winckelmanne 2 terlinge unde ut schipper Batert 1 terlink unde ut schipper 
Jugemer 2 terlinge. Desse 5 terlinge stan to puntgelde, palgelt unde to vracht 
optoscheppen 6 mark 20 scot ; vor 1 terlink to stryken 4 scot, to kellerhür 
1% mark, sunama es 8% mark. Hirut vorkoft int erste 54 Komesche off 
Bellerde genomet, elk stücke vor 7 mark myn 1 frd., noch 25 Aistedesche, 
dat par vor 16 mark 1 frd. ; noch 24 Böesche, dat par vor 16 mark myn 1 frd. ; 
noch 1 gra slachdoek, helt 23 elen vor 10 mark 13 schot. Noch vorkoft ut 1 ter- 
linge 20 stücke krümpen unde geschoren Münstrolesche, de beiden lank 
445% ele; som ele golt % mark, som 11% scot, som ele 11 scot, ok en del 
10 scot, de summa es tosamen gerekent van dessen 20 stücken, dat darvor 
geworden es, summa 200 mark 9 frd. 11% schiU. Item de 8% mark to un- 
gelde sla ik ave, so es de summa blivendes von dessen 5 terlingen 961 mark 
unde 6% schill. Aldus so es de summa in al dat ik dyt jat van jüwer w^en 
untfangen hebbe 1042 mark unde 6^ schill. Aldus so es de sunmia in al 
dat ik untfangen hebbe van jüwer wegen, sedder dat ik jü rekenschop screff, 
myt den 746% mark unde 40 ^, de ik jü do schfildych bleff, 3806 mark 
9% scot 7 ^. • ^ 

Vortmer so wetet, leve Hildebrant, dat my noch van dessen gelde 
utestet by 1 manne, alzo vor 2 krümpen unde schoren, de in mynes brodcr 
terlinge weren unde vor 1 Lirsch laken 74 mark l%scot unde noch 12 mark 
vor % Leydysch brün van der ander wolle ; unde van den gekrfimpen unde 
geschoren stet my noch ute wol 5 stücke, dat koftet my Krakoüwer ave unde 
loveden my dat gelt in 14 dagen to senden; des es wol 14 weken, noch hebbe 
ik myn gelt nicht. 

Vortmer so wetet, dat ik ok bedrogen wart myt 1 qüaden nobel, de krech 
ik vor 1 roet Ypersch, de stet 10% frd. 



1) 16. August. 2) 4. September. 3) 18. Mai. 4) 26. Angost; 



— 256 — 

Int jar Chrisd 1400 in dem 18 jar op den g&den donerdach^), do gaff 
ik int erste vor jfi ut van der vorgescrevenen summa geldes Hinryk von 
dem Holte vor 20 ^ gr., de myn broder unde Engelbrecht to Brfi^ hadden 
to jftwer behoff opgenomen, sununa 170 mark. 4 dage na paschen^) gaf ik 
Johan Schelewende vor 30 ^ gr., de myn broder unde Engelbrecht Ve- 
ckinchfisen ok to Br&^ opgenomen hadden to jfiwer behofiff 255 mark.* 
Op desse selve tyt sante ik jfi in Schipper Clawes Worme 1 tunne botteren, 
de was komen ut Wolter van Essen, de stont to ungelde 3 schill. Noch sante 
ik jfi in Worme 1 stücke wasses, dat wofich 33^ lyspunt myn 2 markpunt, 
dat scheppunt stont myt allen ungelde myt int schip 47 mark. Op desse 
selve tyt sante ik jA in schepper Stalborge 1 stftcke wasses, dat wofich 
35 lyspui^t, dat scheppunt stont 57 mark. Sunmfia van dessen beyden 
stficke wasses unde myt den dren Schill, van der botter, es tosamen 
160^/^ mark 14^ Schill. Noch in Stalberge in Hannes stro von der Borch 
^ schippunt Lemborgesch wasses, dat stont ungelde 22^ mark 11 schill. 
De sunmia es hirvan, "dat ik jü hir gesant unde utgegeven hebbe, es 
608 mark unde 6 ^. 

Damest des vrydages vor meydage') do sante ik jfi to Lubeke wart in 
schipper Bemt van Pargam 3 stficke wasses unde in schipper Hanneken 
Detmer 3 stro, dar weren inne 7 stficke wasses. Dyt was wofich tosamen 
9 schippunt unde 1 markpunt; elk scheppunt stont erstes kopes 45 mark 
unde 9 scot mer op den hop. i)yt was stont to aUen ungelde wegen dregen 
to beryven to scheppen to pfinttolle 4 mark myn 4 scot, de summa es hir- 
van 409 mark unde 20^ schill. Noch sapte ik jfi by Bemt van Pargamen 
1 stficke sfilvers, wofich 16^4 mark 2 scot lodych, de mark stont 6^ mark 
1 scot, summa 108^ mark. Noch by Bernde 9 nobel, dat stficke stont 
3 mark 15^4 schill., unde 4 gfilden,*stonden 4^ mark. Aldfis so es de summa, 
de ik jfi op desse tyt to Lubeke wart sante, 551^ mark 4 scot. Op desse 
selve tyt sante ik jfi to Flanderen wart in Wydenbrfigge in mynes broder 
tunne 2500 3 timmer Werkes; dat 1000 stont erstes kopes 40 marc; de tunne 
stont' 4 scot to persen, dregen 7 schill., to puntgelde 34 iiiark, summa hir- 
van es 105 mark 14 scot. 

Damest 10 dage na pingesten^) sante ik jfi in Jakop Olyesleger 1 stro 
was, dar war was inne 6 stficke wasses, dey wofigen 1^ scheppunt 11 mark- 
punt, de stonden myt allen ungelde myt int schep 68)4 niark unde 13 schil 
Noch in dessen selven schepe 4^ tunnen botter, de stont myt allen ungelde 
23 mark myn 1 frd. Op desse selve tyt gaff ik Johan Bonen, dat gi van eme 
to Brfigge untfangen, vor 12 i6 gr. 100 mark unde 12 scot. Op desse selve 
tyt dede ik hir Herman van der Beke 53 mark 8 scot ; darvor gaff he Tyde- 
man Brekelvelde 40 mark Lub. Dyt gelt horde jfiwen broder Syverde halff 
und jfi halff, summa to jfiwen dele 26^ mark 4 scot. 

10 dage vor sunte Johannes dage') sante ik jfi to Blandem wart in 
schipper Bocke 1 tunne, dar hadde gy inne 11 tymmer Werkes, elk tymmer 



1) 24. März. 2) 31. März. 3) 29. April. 4) 25. Mai. 
5) 24. Juni. 



— 256 — 

8tont 5 frd., noch 2 tymmer 4 märten, 1 gink bynnen, de ßtonden 46 maxk 
11 scot; noch 13 tymmer schonewerkes, de stonden 42^ mark 3^ scot. 
De tymmer stont myt ungelde 12^4 scot, summa hirvan es 103 mark 9 scot. 
Op desse tyt gaff ik schipper Mertin Tergouwen, dat he jft to Brftgge dan 
hadde, 12 ^ gr., summa es 100 mark 12 scot. 

14 dage na sunte Johannes dage^) do gaff ik her Johan Wynracken vor 
30 ^ gr., de gy ok to Brügge untf engen, summa hirvan to gelde es 250 mark 
unde 5 frd. 

Op Domenicke') gaff ik sohipper Hermann Wydenbrfiggen vor 10 U gr. 
80 mark. . 

8 dage na Domenick') gaff ik her Johan Terayx vor 16 W gr. 125 mark. 

Des andern dage na unserer leven vroüwen worcewyunge*) sante ik jfi 
to Lubeke wart by Lodewige van deme Holte 43 Eynsche gülden; elk 
stont 1 mark 4 schot, ein Lub. gülden stont 1 mark 10 schot, 3 deine 
stücke sülvers^ woügen 6 mark 8 schot 1 quartyr lodych, de mark stont 
6% mark myn ^ scot, summa beyde van golde unde van sulver es 
92 mark 41 Schill. 

Damest op sunte Mertine*) gaff ik Herman von der Beke vor 100 Lub. 
mark 137 mark 1 schot, de gi van eme to Lubeke hadden untfangen. Op 
desse selve tyt gaff ik Eort Elhorne 133 mark ^ scot, alzo vor 100 Lub. 
mark, de gi dar untfengen van schipper Hiniyk Heysen. 

Damest 8 dage vor des hilligen Krystes dage®) gaff ik hir Meywes 61*0- 
ninge 100 Mark, de gi ok to Lubeke hadden opgehoven, var Badeken Wynt- 
zenberge, love ik. Op desse selve tyt gaff ik Kort Elhome unde schipper 
Hinryk Heysen 133 mark 8 scot, alzo vor 100 Lub. ntiark, de gi dar ok unt- 
fangen hadden van schipper Hinryk Heysen. Aldüs so es de summa in al 
dat ik vor jü utgeven hebbe unde jft gesant hebbe dyt jar 2740 mark 20 scot 
myn 6^. 

Int jar Christi in den 19 jare op paschen^), do gaff ik Herman van der 
Beke 80 mark, de gi untfengen to Lubeke van Hinryk van der Beke. 

Damest 4 dage vor unser leven vroüwen dage to worcewyunge®) sante 
ik jü to Lubeke wart in schipper Marquart 2 stro, 1 tunne. Hir hadde gi 
inne 12 stücke wasses, de wougen 26 stene myn 2 punt, de sten stont myt 
allen ungelde myt int schep 4 mark myn 16^ sl, summa hirvan es 96 mark 
unde 15 scot. 

Darnest op sunte Mertine') gaff ik' Gerde von Mfinsteren, dat gi to Lu- 
beke untfangen hadden 300 mark. Noch gaff ik Hinryk Easstorpe unde 
Johan van Boücbem 150 mark. Noch gaff ik Badeken Wyntzenberge 150 
mark. Noch gaff ik Gerde van Münsteren unde Hermanne van der Beke 
167 mark myn 8 scot Dyt gelt hebbe gi al to Lubeke van dessen vorge- 
screven luden untfangen, alzo gi wol selven weten. 



1) 4. Jttli. 2) 4. August. 3) 12. August. 4) 16. August. 

5) 11. November. 6)17. 
9) 11. November. 



5) 11. November. 6) 17. Dezember. .7) 26. April. 8) 11. August 



— 257 — 

Item so gaff ik Jakop Sch&Uten vor 10 ^ p.^ de Engelbrecht Veckinchu- 
sen to Brügge opnam van jfiwer ^egen, summa 88 mark 3 fr<L 

Aldfts wes de summa in al dat ik jö dyt jar gesant unde vor j& utgegeven 
hebbe 1032 mark unde 1 scot. 

Summa in al dat ik jft gesant unde vor jfl utgegeven hebbe sedder ik 
]& rekenscop screff es 3772 mark myn 21 ^. 

Aldfts so sla ik 1 summa gegen de andere ave, so beholde gi by my, 
80 ^an my noch beter wert, dat men my van jftwen laken schflldych es, 
alzo vorgescreven stet, 32 mark 12^4 scot 13 ^ Pruzsch unde to gftder reken- 
scop ofte ik my ergen ane vorsftmet hedde, dat wolde ik altyt gerne beteren 
wor ik kan. Gescreven des ersten sftndages in der vasten 1400 in dem 
20jare Christi. 



233. Hüdebrand van dem Bokde aus Dorpat an Hildebrand und 
Engelbrecht Veckinchusen in Brügge, — 1420 Febr. 26. 

Rev. 8t.'Ä. Onjg. Pap. Adr.: An Hildebrande und Engelbrecht Vockinchu- 
sen to Brügge kome desse breff. Danmter van H. V. Hand: 1420, 
22 in aprylle. 

Mynen willigen denst und wes ik gudes vormach to allen tyden, wetet 
leven Hüdebrant und Engelberte Vockinchusen, dat ik juwen breff wol 
vomomen hebbe also unmie al dat solt optokopen, dat to Revel were, des 
so wetet leven vrunde, d^t op de tyt nicht 1 last to B«vel qfte to der Narwe 
(0 kope was, wante alle dat solt, dat to Bevel was to kope, dat was van dar 
vart, er ik van Bevel towet^). Ik sandedar enen knechte hene und hebbet 
myt Johanse van der Borch vorwart, kan he emende hebben, de solt leveren 
wil op den somer, dat sal he kopen to unser behoff, dat sal he ok truwelike 
don dat weit ik woL Item so hebbe wy hir koft by 100 lasten mestelich 
dat gelt uttogeven op paschen') mer dan 800 mark, dyt gelt mote wy vere 
bir besorgen und dat ander op sunte Johannes') dach yk hebbe al myn dinch 
to Nouwerden sant unmie rede gelt to maken. Item so hebbe wy ok by 
40 lesten koft to Bevel to leveren op sunte Johannes dach unt waimer dat wy 
dat solt untfan, so mot dat gelt rede wesen und wes uns Hans van der Borch 
darto kopet dat mot ok also wesen, hirumme leven vrundes dot wol und 
maket jo ako, dat gy my wat senden, dar ik rede gelt van make wante seni^et 
my MÜ^chede ut Prusen solt, dar wel waste ungelt oplopen, men dar is gut 
darmede. Ik weis wol also wol vorkopen, dat ik dat ungelt mede betale; 
anders en weit ik ju sunderlinges nicht to schryven mer, ik wil gerne dat 
beste don dat ik kan und mach. Hirmede syt unse leven heren Gode bevolen 
to ewegen tyden und beydet alle wege over my und grotet alle vrunt sere. 
Geschreven des ersten mandages in der vasten 1420 jar in Darpede. 

• 

Hüdebrant van dem Bökel. 



1) Unleserlich. 2) 7. April. 8) 24. Juni. 

Briefe und Urkunden, 1806-~li41. 17 



— 258 — 

234. Hüdehrand van den Ehen, Hüdebrcmd von dem Bohde^ Qerwin 
van der Klus in Dorpat an Hüdebrand und Engelke VeckincJiusen 

in Brügge. — 1420 Fd>r. 27. 

Rev. St.'A. Ofig. Adr.: An de erbar lüde beyde Hilbrant Vockynchusen 
unde an Engelken Vockynchusen in Brflgghe sal desee breff. In 
dorso von Hüdebrand Veckincku8en*8 Hand: 1420, 22 in aprylle. 
Item so rekenne wy op dey Lyflansche reysse 6 Äf gr., dey maken 
30 marc Ryghesch, des hebben sey in Lyflande utghegeven de 
werde van 9 marc 1 ferdinch, des so sollen sey in Lyflande ut- 
leggen noch under ein 4 10 marc 3 ferdinge Byghes, also 
Tomas, her Hildebrant van den Eyken, Gherwin van der Klua, 
her Hildebrant von den Bokelle, elk 5 marc Ryghes; vor 5 marc 
sal men 1 & gr. reken. Item so sal uns herover maken her Hilde- 
brant van den Bökel unde Gherwin van der Klus elk 1 Ä gr. unde 
Tomass 3 sl. gr., des solen sey uns dey darto van den solte 
gheven; hevet Fylypus recht ghedan, dey sal recht hebben. 

Vruntlyke grothe tovoren unde wes wy gudes vermögen, so wetet Hylle- 
brant unde Ei^elken, sunderlix vrunde unde leyven sweghers, dat wy 
juwen breff wol vomomen hebben unde untfangen des irsten donerdaghes 
in der vasten*) by Phylyppus, dey van ju beyden screven was 10 daghe vor 
lichtmyssen*), also van dem schaden, de scheyn sal syn in der Westersee, 
dat uns van hertten let is. Darumme so scryve gy uns hoglyken umme solt 
to kopen, wat wy des to Bighe bekommen moghen unde to Darpte unde 
oc to Revel, up dat gy vormoden syn darane to wynnende. Hirunune na 
juwen rade unde guddunken so hebbe wy ghekoft alrede up dessen dach 
100 leste unde 20 leste unde dat meste del to betalende up paschen'), alen del 
up sunte Johannes dach^), unde uns dunket w61, dat ander lüde mede tjAjnge 
hadd hebben, dat henz uns schaden dan, wy wolden anders bet unsen wyllen 
had hebben. Unde Hylbrant Veckynchusen togh dalync to Nowerde word 
unde oc sande wy enen to Revel word unde wes de bedryven kftnen, dat wel, 
wy ju himest wol scryven unde wes Tomas oc to der Righe bedryvet, dat 
scryvet he ju sulven wol, des en wete wy hir nicht unde des sulven ghelyken 
wes Marschede in Prützen bedryvet, dat scryvet her ju oc sulven wol 
unde uns mede, wente des en wete wy noch nicht. Veerliken(!) swe- 
ghers, dyt solt is Sl koft to 12^ mark unde oc 13 mark, besacket, dyt 
lopet up grot gelt unde wy en hebben uns nicht red to gelde unde 
6 weken is eyn kort dach. Hinunme so sal uns dyt to male swar wesen 
uttoreyden, jo doch so wel wy unse beste don, wy motent jo betalen unde 
luden worheit holden unde wy wellen ^noch vertan don unse beste unde 
kopen, wat wy des bekommen moghen na juwer beyder wyllen also gy uns 
scryven. Vort so wete gy wol, dat hir des somers myn handelynge en is 
van solte, solde wy darane wynen, so moste et ligghen up den herwest. 
Hirumme leven s waghers so trachtet hirup ; wy behoven hir* vele geldes to 

1) 22. Februar. 2) 23. Januar. 3) 7. April. 4) 24. Juni. 



— 259 ^ 

dessen solte alrede unde darto dat wy noch mer denken to kopen. Darumme 
so dot wol unde reddet uns med gude med den alderirsten dat uns reddynge 
schey, wente wy dat anders nicht utreyden en kirnen. Ipersche, Popersche, 
da^makede men wol gelt van, oc 1 terlync rechte Kumische, al briln, dat 
were ock rede gelt, boven al so ramet des besten. Item so scryve gy uns van 
sessen, de hir part ane hebben, sullen we de parte syn unde wüvele er sy, 
de darane deylen, des en wete wy nicht uterlyken. Dat screvet uns unde 
wu gy des under ju beyden voramet hebben, dar noget uns wol ane. Item 
80 heft Phelyppus med uns sproken unde is begherende den teynden pennynck, 
des hebbe wy eme secht, wat gy eme vorloyet hebben under ju ene moghelike 
vruntschop, des ghunne wy wol, des sy gy mechtich. Vort so hebbe (wy) 
eme hir dän an wände unde an tergelde up 5 mark 13^ ore. Hirumme leven 
vrundes, so dot wol, leven vrundes unde weset darinne vordächt, werd sake, 
dat hir vele soltes int laut queme, dat screvet uns jo by tiden, dat wy dat 
tyt ghenoch weten. Wy en weten ju anders nicht to scryven dan Grod late 
ju gesun^. Beydet over uns. Gescreven des irsten dynstedages in der vasten 
20 jare in Darpte. 

Hylbrant van den Eken, 

Hylbrant Bökel, 

Gerwin van der Klus. 



235. Johan vom Tzerven aus Lübeck an Hüdebra/nd Veckinchiisen 

in Brügge. — 1420 März 12. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: Demo beschedenen vorsichtigen manne 
Hildebrande Veckynkchusen to Brugghe. Darunter von H. V. Ha/nd: 
1420, 25 in merte, Johan van Serven to Lubeke. 

Vruntlike grute tovoren, leve Hildebrand alse gi wol weten umme de 
260 marc und 25J4 marc, de gi my noch schuldich sint. Und ik scheide 
se gehad hebben uppe wynachten negest voregan umbewurren. Unde ik 
lide grote manynge unde vordreet van bedderven luden, den ik de pennynge 
vort plichtich byn unde hebbe se getogert uppe ju van tiden to tiden, men 
ik vomeme van juw nicht, dar ik my na richten möge. Ik haddes doch nicht 
gelovet, dat gi my aldus lange scheiden getogert hebben. Hirumme doet 
wol, leve vrund, unde schicket my dyt geld hirover sunder lenger togeringe 
unde vorsumet des nicht, wos des nicht en schege, des ik doch nicht en hope, 
so queme ik des in vorderfliken schaden, wente der heren liggher van Prussen 
wil nicht lenk myt myt liden unde scrivet my des enkede wedder myt den 
alderersten, dar ik my to vorlaten möge ; in Gode moget woL Screven uppe 
sunte Gregorius dach. 

Johan van Tzerven 
patemostermaker to Lubeke. 

17* 



— 260 — 

236. Reynold Swa/rte atts Köln an Hilddyrand Veckmchtisen in 

Brügge. — 1420 März 18. 

Reo. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An Hyldebrand Vockinchusen to Brügge 
littera detur. 

Vrur.tlike grote vorghescreven und wes ich gudes vermach, wetet BSl- 
brand om, dat ich Andres Creinych von Sfltvelde wol betald hebbe als 400 
' gülden Overlandesch na utwysinge juwes breves und ich sende ju den bref , 
den gy em besegelt hadden hhrin. Item so gaf ich op dey 400 guUykes gülden 
als 12 gülden. Item so heved myn om Syverd und ich juwen bref, dey ge- * 
screven was des mandages vor half vasten^) wol verstau und den wesselbref 
spreken op Beynold Walen, dar welle wy dat beste by doen. Item so en 
wellen dey vygen hir nycht van der band und heddend van den anderen 
vygen gewest, so wem sey lange vorkoft. Wy geven sey gerne guden kop, 
er en wel nemend, wy hebben er gesand to Mense und to Eobelens ward; , 
wo et dar mede gan wel, des en weet ich nycht. Wy hebben er hir noch 
wol 30 korve, er en begerd nemand und wy wellen gerne dat beste darby 
doen. Item so hebbe wy willen moi^en optovam to Vrancforde; (Jod geve 
beholden reyse. Valete in Christo semper. Gescreven des mandages na 
mydvasten anno 20 jar. 

Reynolt Swarte van Collen. 

Item so hebbe ich ju beyde wesselebreve gesand, dey ich van juwer 
wegen gelost hedde. 

237. Hüdebrand Veckirichusen in, Brügge an seine FroM Margarethe 

in Lübeck. — 1420 März 21. 

Rev. St.'A. Orig. mit den Spuren des rotheh Secrets. Adr.: An Margreten 
Veckmchusen to Lubeke lyttera detur. 

Greteke wyf , so wete, dat ick dy sante in Lambrecht Vrolinghes tunne 
2 bussen, dey solde dy antworden Ciauwes Vrolinch; dey slotel sante ick 
dy by Vytelken den loper. In er bussen was 38 snore, dey sin lanck unde 

5 körte snore; desse woyghen al 25 marc troys unde 5^4 unsse. Item so was 
in der anderen bussen 24 lange snore unde 4 körte snore unde 32 teken; 
desse woyghen to hope 16 marc troysch myn ^ unsse. 

Item so stonden dey karallen, dey van Ossenbrugge der quemen unde 
dey Steven byder WesseUe hadde unde dey karallen, dey Pylypus ofte Syvert 
hadde, dey stonden al to hope 71 ^ 13 gr. £lk ^ gherekent op 7 marc, 
dus so stonden desse karallen 500 marc Lub. 24 sl. gr. 

Item so was der karallen dey van Ossenbrugge quemen 48 snore, dey 
woyghen 22 marc 3 unsse troysch. Item darnest 16 snore woyghen 6 marc 

6 unsse 5 einghels. Item so was der karaUen 3 ^snor, dey Fylypus hadde 
unde woyghen 11^ unsse. Dyt es dey rekenschop van den karallen. Item 
so lat Hoyman ofte myn broder desse karallen vorkopen ofte men kan, dat 

1) 11. Man. 



— 2Ä — 

sey dariime des besten ramen; mochte men sey vorkopen dat were wol 
gud, konde men sey vorkopen to borghe, dat^men dar wat wedder opkofte, 
dat were wol gud. 

Item sint dar komen 3 terlinge Amsterdammesche laken. Ick love 
men sal dar wol al schalt den mesten del mede betalt hebben sunder dey 
Ypersche ofte Lyrsche unde ok dat was, dat ut Prusen quam. Ick hebbe 
dar ghenoch van screven Tydeman Brekelvelden unde Hoyman unde mynem 
broder, dat sey in al des besten sollen ramen na aler macht. God gheve dat 
et abo scheyn moyte, amen in allen saken, des es uns wol van node in allen 
saken myt rade mynen(!) broder. Ick hope noch to Gode, hey wyl syk wol 
anders bedencken dey hilghe gest moyte em solken sin senden, dat et vor 
uns allen sy. Hirmede so var wol altos myt allen unsen leyven ^kinderen 
amen. Ghescreven op Bendyctus dach 1420 in Brügge. 

HildebraDt Veckinchusen. 

238. Gertoin Marschede (in Danzig) cm Hüdebrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 Aprü 1. ^ 

Rev. Si.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchfisen 
to Brlgge Öttera detur. I i [X In dar so von der Ha^d des Empfän- 
gers: 1420, 23 in mer- \J^ te*), hundert Arasse sint vorkoft to 
5marc 15scot. 

Vrüntlike grote vorgescreven an mynen leven vrftnt. Hildebrant Ve- 
cMnchfise weten sole gi, dat ik jftwen allftn unde vygen rosen in 1 keller 
gesät hebbe. Der vygen begert nft neymant, de rosinen gelden hir 5 frd., 
so kryge gy by 7 mark vort ^ gr. Nochtant so en kan men ere vor reyde 
nicht vorkopen, dat segge ik jA vorware. De allftn wel nicht gerne 1 mark 
gelden; Kortman hevet sinen vor 1 mark gegeven to borge op pingesten') 
unde he vorlftst vele an der wychte, he kryget neyne 8 mark vort äf gr. Dyt 
dfincket my to mdle qftade kopenscap sin, ik wolde dat myn broder in guden 
wyne 1 ^ gr. vordrflncken hedde, do he uns allftn kofte unde rosinen unde 
mandelen, dar ik eme ummescreff, des wolde he my nicht senden. Est sake, 
dat gi eymandes könne hebben, de jft de vigen unde allftn könne vorkopen 
ofte vorbuten, den senden hir, dar bidde ik jft umme. 

Vortmer so wetet, dat ik dallink juwe Aresche vorborget hebbe op 
pingesten*) ; wat gy myt den gelde gedaen weit hebben, dat scryvet my; dat 
stftcke hebbe ik gegeven vor 5^ mark unde 3 scot, dar kryge gi wol 8|4 mark 
vort ^ gr. konde gi des geldes so lange beyden, dat ik jft dar was ofte sulver 
vor sente, so wert gut vor jü. Hir scryvet my myt den ersten I antworde 
van. Got sy myt jft. Gescreven des mandages na palmen 1420. 

Gerwin Marschede. 

.Item alzo gi my scryven van deme solte to vorkopen, ik frftchte wy 
solen nicht vele wynnen, doch et moet al vorkoft sin, d^ lüde wellen betalt 
sin unde hir en jaget neymant op solt. 

1) Es muü ein Veisehen des Schreibers vorliegen nnd heißen:' ApriL 

2) 26. Mai. 3) 26. Mai. 



— 2^2 — 

239. Johcm van dem Bokde cms Dortmund cm Hildebrand Vedcinc- 

husen in Brügge. — 1420 Aprü 13. 

Beü. St.'A. Orig. Pap. in 2 gleichlatUenden Exemplaren. Adr.: ICIde- 
brand VecMnchusen tho Brughe. Von H. V. Hand: 1420, 4 in meye. 

Mynen denst in al dat ich gudes vermach, leyve om Hildebrand, also 
gy my vake gescreven hebben, dat ich solde Corde uter Olpe ju^e gelt met 
rechte afmanen, dat en mach hir nicht sin, dar wetet ju na to richten. Est 
sake dat jd juwe gelt nicht en wert, dat mote gy dar baten manen of gy 
moten enen machtich maken, dey hir nicht to borgerrechte en sitte, ok so 
möge gy en wol to Collen laten laden met den geysüichen rechte, so moet 
he ]u in 15 dagen antworden. Provet selven dat beste. God sy myt ju. Ghe- 
screven 6 dage na paschen anno 20 in Dorpmunde ; gebeydz over my . 

Vort so hel)be ich Marschede gescreven, dat he myn kleder, poppir 
und retschap mede to Andorpen in den mart sende, wante ich nicht en wet, 
wan ic van hir kan und ok woe et dar stan welle. God vorsey dat beste. 

J. van den B(okel). 

240. Sivert van der Capdlen an Hildebrand Veckinchusen in Brügge. 

— 1420 April 14. 

Rev. St.'A. Orig. Pap. Adr.: An Hylbrant Vickenchüssen to Brück. 
Darunter von H. V. Hand: untfangen dey karallen by Einghelbracht 
Veckinchusen, dey hey to Berghen untfench. 

Vruntliche groisse vorghescreven, wyst, leyf jünker Hylbrant as van dem 
cralie, dat ir mynme Junker sant, dat q&am tzo speyt in de mys, so dat hey 
nycht krygen in kfint. Vort so wyst, dat uch dat cralle weder kftmt und 
Heinrich Benchelrod, de het myt sych zo Berch gevort und sal uch senden 
van Berch zo Brück und is myt dem rTjY merket und myt roit loysch 
gewunden. Got sy myt uns iJlen op vjy' de seyt. Gheschreven des 
sflndach na paissen, do men schreyf 20 jar. 

Item so wyst, dat de breyf , de ir van Brück gesant hat, de lesten breif , 
de het hey noch neyt, der man wart syner vaste bys dat hey komt. (Der 
Schluß von wenigen Worten ganz unleserlich.) 

by Syvart van der Capellen. 

241. Germn Marschede (in Danzig) a/n HUdebra/nd Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 April 17. 

Rev. 8t.-A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant Veckinchusen 
to Br&gge littera detur. In dorso von der Hand des Empfängers: 
1420, 17 in meye. 

Vr&ntlike grote tovoren. Wetet leve Hildebrant, dat ik j&we Aresche 
vorkoft hebbe op pmgesten^) to betalen, dat stücke vor 514 mark ^ frd., 

1) 26. Mai« 



— Z63 — 

dat erste dat de Lyfflandeschen scheppe komen, so wel ik j& was ofte werk 
darop senden toLubeke ofte dor den Sunt wart my beste unde erst henstedet. 
Ic hedde jü nö gerne wat gesant, men ik kondes nft nicht krygen. Der 
Engeischen es hir alzo vele, dat se nfl allent dat was opkoften den mesten- 
dal, de nft ut Letto&wen quam. Leve Hildebrant, hodet jfi vor laken, der 
es hir groten kop. De allfln stet noch al unvorkoft, de vygen gelden hir 
2 mark, dar gaff er ein man umme 100 unde 70 korve, de quemen van Lubeke 
hir, dat düncket my nicht g&de kopenscap sin. De rosinen wellen myt alle 
nicht gelden, de lüde geven güde rosinen vor 1 mark 2 scot 3 schot noch by 
korven to vorkopen, de moten jo beteren kop hebben den wy, ik moet jo 
de helfte an mynen rosinen vorleysen, sal ik se nfi hir vorkopen. Ik wolde 
dat myn broder dat gelt wolde vorteren, dat wy alzo f&liken moten vorleysen 
an unser war unde grot event&r darvan to stan. Ik scryvet eme genoäch 
noch wel he es nicht laten, ik wet nicht, wo ik my myt eme noch vordregen 
sal darunmie. 

Item so en hevet my Clawes Swarte noch nicht 1 ^ gegeven, he seget 
my faste van dage to dage, he weUe my gelt geven, men et wel noch nicht 
vortkomen. Wyste ik j&wen wyllen, ik koftet wedder over, wante ik moet 
nfl dat solt betalen ofte ik moet et vorkopen unde geven et umme dat et 
gelden wel unde untrychten de Ifide. Anders en wet ik jfl nfl wat mer to 
scriven den Got sy myt jfl. Gescreven to dage na paschen 1400 int 20 jar. 

Gerwin Marschede. 

242, Gerwin Mxvrschede in Danzig an HUdArahd Vechinchusen 

in Brügge. — 1420 Mai 19, 

Rev. St'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant unde Engel- 
brecht Veckinchflsen unde Hannes Marsche in Brflgge littera detur. 
I I [Y In dorso von det Hemd des Empfängers: 1420, 27 in 
Ky^ meye. 

Vrflntlike grote tovoren unde wes ik gfldes vormach an myne leven 
vrende. Hildebrant Veckinchflsen unde Elngelbrecht unde Hannes, broder, 
jftwen breyf f • hebbe ik wol vorstan, dar gi my inne scry ven umme dat sdt. 
6i screven my 1 breyff , dat ik solt solde kopen, des wetet, dat hir Iflde weren, 
de solt to kope hadden de 8 leste, de 10, de 12, de 20 leste myn mer, darna 
etwas, de Iflde wolden ere reyde gelt hebben in 8 ofte 10 dagen ofte se wolden 
ere solt holden to eren besten. Gi weten wol, dat gy my jo nicht 1 ^ en 
senten noch hir ok nein gelt en hadden, ok so en screve gy my nicht, wert 
sake, dat ik geldes to doende hedde, dat ic solt moste umme reyde betalen, 
dat ik dan en 50 ofte 60 grote op jfl kofte, dat gi de wolden*betalen, op dat 
ik desto mer soltes mochte krygen unde kopen. Leyven vrende hir vomam 
ik nicht ein wort van, des so wetet, do ik vomam van dessen vorgescrevenen 
Iflden, de dat solt hadden by 8 lesten unde by 10 lösten unde wolden jo reyde 
umme reyde hebben, do genk ik to anderen Iflden, de solt liggen hadde(n) 
unde vragede, ofte se my van eren solte wolden vorkopen. So vrageden 
se my, wat ik myt dem solte doen wolde, ik solde laken kopen; ik sprak, 



— 264 — 

ik woldet solt schepen, wan de tyt qfleme, alzo dat ik myt en overeinquam, 

dat se m} solt vorkopen wolden, men ik solde en borgen setten; wan de tyt 

queme, so wolden se ere gelt ungetogert hebben. Leven vrende, ik en hebbe 

hir hfis noch hoff, den ik to pande mach setten vor 5 ofte 600 mark; ik genk 

to mynem werde, den ik vor 1 vrflnt holde unde segede eme, ofte he vor 

my borge wolde sin vor ein stfick geldes. He segede my unse dink stet alzo, 

westft hir kopest umme wedder to vorkopen, dar sal ik mede an parten ; 

dat es ok alzo. Aldfls myt vele mer worden wart ik es myt eme eynsch, dat 

he 50 leste solde beholden op sin eventfir nnde solde vort my bdielpen sin 

myt al dem he mochte. Dat heft he ok gedaen; he hevet sin ingeselgel at- 

gesät unde hevet gelovet, dar ik es nicht belovet, he heft sin gelt utgegeven. 

der dage es nft op meydach ok ein, dat wy gelt solen utgeven, wy weten dar 

noch gar leyne gelt to to betalen, doch so moet dat gelt op meydach betalt 

sin, et koste ok, wat et koste ofte wy moten 40 leste soltes al qnit gan. Got 

geve, dat wy et noch wol utreyden moten, wy hebben reyde fftste ungelt 

utgegeven, jo doch vomeme ik jo neyne rysiage van deme solte, alsolde wy 

dat solt nfl vorkopen op dessen dach umme dat solt mede to betalen, wy 

solden alzo drade gelt vorleysen alzo wynnen, wo gi jft dar anders laten 

d&ncken, dat men ton mynesten 4 mark sole wynnen op de last unde betalen 

de Iftde myt eresch selves gelde, wolde uns eymant 2 mark geven to bäte 

op de last, ik wolde myt allen banden to tasten. Gy scryven my, ik wer 

wol 600 mark belovet op 2 weken ofte op 1 mant to betalen, ik wer darumme 

nicht na gebleven, ik en kan noch wet des nicht to merken, wor ik dan gelt 

solde nomen hebben op de 14 dage ofte op 1 mant na dem male dat gi my 

nicht en screven, dat ik dat gelt op jft over solde kopen. Ik hebbe nfi ge- 

beydet in de 12 weke sedder dat dat solt gekoft es, nochtant vomeme ik sulver 

noch golt noch neynerleye war, de gi my senden op solt mede to betalen. 

Ik hebbe hir neinen schat liggen, dat iretet. Hedde gi hir nft gelt gesant, 

ik wolde j& op dessen dach wol soltes genofich kopen. Et wart des anderen 

sftnavendes na paschen^) hir gegeven umme 11 mark de last, hedde ik gelt 

gehat, et hedde my ok to bode stan, al wolde^ein man op dessen dach 1 frd. 

unde 11 mark utgeven, he kreges wol 40 ofte 50 last in dessen dage. Ik wolde 

dat et mer wolde gelden op dessen pingesten, so moetet al betalt sin, so 

moet et ok vorkoft sin, et gelde dan wat et gelde, et en sy dan dat gi hir 

gelt senden, dat men et mede betale.N Vortmer so en hebbe wy des soltes 

noch nicht al untfangen to der wychte mer alzo uns geseget unde vorkoft es. 

So sal jft des soltes to lopen op jfl eventflr by 60 laste, 2 leste myn ofte mer, 

' des kan ik jft so uterliken nicht scryven myt to der tyt, dat et gewegen es. 

De gene, de jft geseget heft alle dink, wo dftr dat solt gekoft es unde wovele, 

dat ik es hebbe doen kopen alze mer den 200 leste, den bringet my vor ogen, 

wan de tyt es ofte wan et jft geleyvet to doende unde lat en my bereken van 

weme ik dat solt gekoft hebbe, est dat sake, dat he my 1 last mer kan bereken 

den ik jft to rekeu. Wan ik dat solt untfa unde 1 frd. dfirer reken wel den 

et gekostet hevet, so wel ik nicht stan vor 1 gfiden gesellen. Ik hebbe darby 

1 

1) 20. April. 



— 265 — 

myn beste gedaen, dat ik konde unde mochte alzo vele als an my es unde 
noch do unde doen wel, alzo ik es vor Gode bekennen soll unde hedde ik 
dar bet by gedaen können myt vr&nde rade unde hfilpe, so hedde ik et gerne 
gedaen unde vrende hedden my ok gerne darto holpen, dat wel ik op Gdt 
laten. Leyven vrende, ofte ik n& vele mer soltes gekoft hedde op 8 dage 
ofte op 14 dage to betalen unde solde dat solt wedder vorkoft hebben umme 
reyde unde fi(olde dat solt lychte myn hebben gegeven ofte umme dat selve 
gelt, dat et kostet hadde, wat vordeyls solde ik darane gehat hebben? Gj 
meynen dar, dat dat solt hir to male sere solde rysen, vraget unde vorhot 
alle koplftde, welke rysinge hir aldfts lange es gewesen, et mach lychte noch 
beter werden, des wet ik nicht, dat es Gode bekant, de lüde, de hir ere gelt 
utweJlen geven vorwar de wellen weten, wat se kopen, se konen hir nein 
gelt vor nicht vinden. Leyven vrende, hedde ik nft mer soltes gekoft umme 
reyde to betalen unde hedde dat gelt over gekoft op jfl sünder j&we heyten 
unde hedde 7 mark vort ^ gr. genomen, rekent, wat jfl de last soltes dan 
gestan hedde; solde ok dat gelt dan lychte wedder overkomen sin, my 
düchte, gi solden nicht grote bäte hebben hat, alzo ikrekehen konde,men hedde 
ik solt konen kopen myt vrende h&lpe unde rade op ^ jar ofte 1 jar ofte 
ein deine myn, ik wolde dan an 1 mark ofte 2 nicht sere gesein hebben, des 
lovet my,de l&de sint hir nicht at kinder, dat se ere reyde g&t wellen vorborgen 
in dem schonesten van deme jare. Gy meynen ok, äat ik et solde ander 
lüden hebben geven to kennen, des sole gy my myt warheyt nicht overbringen. 
Anderen lüden stont de weC^h alzo wol open alzo ]&. De tydinge was hir al, 
er jfi breyff quam, dat de schepe dar schaden beyde gedaen unde genomen 
hadden unde dat se vor Bosseyle in groten sorgen in groten bedrftchte legen 
lyf unde gftdes unde al de genen, de hir solt liggen haden an s&men, de beiden 
et darop to düref unde do wy dat solt des eynen dages koften, des anderen 
dages wüste et al man. Wat wy op den eynigen dach kregen, dat hadde wy 
unde konden na deme dage nicht 1 last krygen anders den reyde umme 
reyde, do kregen wy men 8^4 last unde ok nicht mer. Wer jü anders seget, 
de salt to der warheyt nicht over my brengen, ik nemet op myn sele. Hedde 
ik eynige wyse geweten bet darby to doende, ik hedddet myt allen vlite 
unde willen gerne gedaep, men gi dede nicht wysliken, do gy beter vründe - 
unde getrüwer vründe hadden unde wysten to vinden, dat gi do jüwe breyye 
an my armen knechte senten. Ik wolde, dat gi so jüwen güden vründen ge- 
saut hedden, de se jü wol getrüweliker hedde verstau den ik. Nu ik jü so 
grott untruwe ane daen hebbe unde bewyst hebbe, hirumme so bidde ik 
jü vrüntliken, dat gi my jüwer breyve nicht mer an my en senden unde 
senden se jüwen vrenden. Ik wel en se gerne myt willen günen. Vortmer 
so wetet, dat gi my füste breve gescreven hebben, dat gi ny tydinge van 
Fylyppes en hebben hat sünder op palmen^). Fylyppes quam hir lychte 
by 10 ofte 11 dagen vor vastelavent*), do en wart hir neyn loper reyde myt 
by 10 dagen in de vaste'), do en konde de man ok in dren weken nicht darben 
komen. Dat mochte gi jo sülven wol merken, dat meyne ik, hedde dat jü 



1) ai. März. 2) c, 8. oder 9, Februar. 3) 1« März« 



— 266 — 

^ille gewesen, dat ik do einen boden solde wftnn^n hebben weddenimme 
unde hedde em 6 ofte 8 mark gegeven, de ni de tyd ingebracht hedde, dat 
Fylippus hirkomen were, dat d&nchte my nicht provitiyk gedficht, doch 
hedde gi et my gescreven, ik heddet over gedan, men et dfichte my nicht 
nütte sin. Ik hebbe doch ungeldes genofich utgegeven unde noch do. Vort- 
mer so wetet, alzo Fylippes wol wet, dat ik to Konfngesberge an 1 vrent 
screff umme solt to kopen, de koftes 16 leste, dar stet he de helfte ane, dat 
sal men op pingesten betalen^). De gude man was hir unde segede my, dat 
ik myn gelt dorthen sente, dat et betalt worde, des hebbe ik eme geseget, 
dat he dat solt vorkope, wan de tyt komet unde gevet wat et geh. He mochtet 
to wynter wol dürer hebben geven den n&, dat clagede he; hedde ik n& gelt, 
ik wolde solt op dessen dach kopen myn den 11 mark, dat wel ik wol be- 
wysen myt g&den luden, dat et war is. Juwe Bayesch solt stet erstes kopes 
9^ mark, ok ein del 10 mark mynlfrd. ,DatLyssebonesch solt stet lO^^mark. 
Ik wolde, dat et vele wolde gelde(n) mer ik vomeme,noch neyne grote bäte, 
alzo gi meynen, dat et hir gelt. Godes wille geschey. Ik kan jft nicht mer 
gescreven. Got sy myt jfi. Gescveven des sftndages vor meydage ofte sunte 
Walbrechtes dage 1400 int 20 jar. 

Corwin Marschede. 

Item so wetet Hildebrant, gude vr&nt, alzo ik jA wol er gescreven hebbe 
in twen breyven, dat de vigen nicht mer en wellen gelden den 2 mark, mer 
en wart my noch ni ^ geboden, de se an 1 h&pen wolde nemen. Men ik 
hebbe er by allentelen korven vorkoft by 15 korven to 2|4 mark. Ok hebbe 
ik er 6 korve gegeven vor 14% mark op sunte Bartolomewes dach*) to be- 
talen unde van deme alune 12 tunnen, den sten gaff ik vor 1 mark, de helfte 
sal my reyde werden, de ander helfte op sunte Bartolomewes dach*). De 
gaff node so langen dach, men hedde ik nicht gewolt, so wolde ein ander 
gerne. De Aresche hebbe ik op pingesten^) vorkoft, ik hedde jfi gerne dar 
was op gesant to Lubeke wart, n& en konde ik es noch nix gekrygen, wante 
de Lyfflandeschen scheppe sint noch nicht komen. Wes ik mer van deme 
al&n unde vygen vorkopen kan, dat wel ik doen myt dat gy my scryven, 
Werne ik se antworden sole, de se j& bet vorstet den ik doen kan. Ik weit op 
Got laten unde op myne seyle nemen, hedde ik et jft bet komen unde trfiwe- 
liker kont vorstan, dat et jft to provyte mochte sin gekomen. Ik hebbet gerne 
to mytnacht ( !) gedaen unde juwe schade heft my jo alzo we gedaen in mynen 
herten oftet myn egen hedde wesen, wan ik jflwe dink moste unde noch moet 
doen myn geven sal dan ik wet, dat gy et tftgen koneL. De rosinen geven 
hir de lüde vor % mark unde 2 schot, de alzo gut sin alzo juwe, wan ik de 
juwe darumme geven solde, gi krygen boven 4 mark nicht vort Ü gr. Solde 
my dat nicht we don, wan ik dat se, dat men sftlven schaden doet? My stet 
noch Ute van den Lirschen 77 mark, ik lovede dem schaJk wol, men he doet 
my dar groten schaden mede jo doch. Ik hebbe myn gelt lange vor jft utge- 
geven unde hebbet jft gerekent. 

Leyve Hildebrant, wes ik van dessen dingen nfl vorkoft hebbe, alze^ 

1) 26. Mai. 2) 24. Angnst. 3) 26. Mai, 



— 267 — 

allün, vigeo unde ander dink, dat hebbe ik int beste gedaen. Ik wolde, dat 
et ]& to provyte unde to willen mochte sin gewesen. Ik wel noch by deme 
allftne unde vigen doen alze ik hebbe daen by mynem egen allflne myt 
ik eyn antworde van j& hebbe desses breyves, Werne ik et overgeven sal. 
XJnse leyve here Got, de heft my myt Clawes Swarten wol beraden, de 20 ä^ 
kan ik nicht van eme krygen. Hedde ik jftwen willen weten, ik hedde so lange 
. overgekoft, men es dat se my in twen dagen nicht en werden, ic kope se 
over, al solde ik men 6 mark nemen vort ^ gr., wante et moet sin oftet 
brechte mer schaden in in anderen dingen. 

Item Hildebrant, ik sende jft in Peter Johannessone in mj^es broders 
tunne 3 lynen unde 3 kannepuas ; kan ik de vigen to 2^4 mark geven, so wel 
ik se fftste vorkopen myt gi my ein antworde desses breyves scryven, wat 
ik darmede doen sal unde by den rosinen unde all&ne scryvet my juwen. 
willen myt den ersten. Item jflwe om Clawes hevet my 15 mark gegeven 
op de 20 ^ gr. unde heft my bewyst 49 mark 8 scot unde meynt my dat ander 
ok in kort to geven. 

243. Gerwm Marschede in Danzig an Hüddyrand Veckinchusen 

in Brügge. — 1420 Mai 19. 

Reo. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hildebrant VeckinchAsen 
to Brfi^e littera detur. In dorso ixm der Hemd des Empfängers: 
1420, 24 in den ouste. 

Yr&ntlike grote vorghescreven an mynen leven vrfint. Hildebrant 
VecMnchüsen weten sole gy, dat ik juwen breyff by Hftnde wol vorstan hebbe, 
alzo dat gy gerne jüwe dink tor haut hedden, des gelove ik wol, leve Hilde- 
brant. Ik wolde* ]ft ok gerne gesant hebben, so wet et Got, dat ik es neine 
macht hebbe to vorkopen. De vigen mochte ik wol umime 2 mark gegeven 
hebben, alzo geven se ander Iftde, so hedde gy jo to vele verloren darumme 
leyt ik se do stan unde screff et j& to ; unde gi scryven my noch nicht clar- 
liken jfiwen willen, ofte ik darumme geven sal ofte nicht ofte wo ik et mede 
holden sole. Seker, Hildebrant, hir geven lüde rosinen, de stan vor 20 scot 
alzo g&t alzo men myt ogen sein sal, de hebben jo beter kop den gi 
ofte se moten vele vorleysen, wante van 100 ä^ in Flandern gewegen, maket 
men hir nicht mer den 3 stene, rekent dan wat gi vort ^ gekrygen. Des 
allün hebbe ik 1 lastWorkoft, den sten vor 1 mark; 60 mark solen my reyde 
werden, dat ander gelt op sunte Bartolomcwes dach^). Von den vigen hebben 
ik vorkoft by allentelen korven by 17 korve, dar hebbe ik von betalt vracht, 
puntgelt, ander ungelt mer en hebbe ik noch nein gelt van den dingen. Ik 
woldet gerne vorkopen, es begert'neymant, men gi loven es my nicht, dat 
et alzo sy hvr. Wete gi hir eymande ofte welle gi hir eymande senden, de 
et jft bet unde trftweliker kan vorkopen, dem wel ik et overgeven leyver 
dallinc den morgen. Myn broder sante my ok rosinen, mandelen, all&n, ik 
wolde, dat he et to Br&gge hedde gelaten. Hir stet et, es begert neymant, 

1) 24. August 



•J> 



— 268 — 

den allfin hebbe ik vorkoft unde Kortman all&ii op pingesten^) onde op 
sielte Johannes dach^) to betalen. Ik nemet gelt wol en dels op Domenicke^) ; 
de kopenschop wel nicht mer dogen, wante aller wegen geyt^ et dem kop- 
manne untjegen. 

Item 80 scrett ik ]& legten, ik wolde jfi to Lubeke wart was gesant hebben 
op de Aresche, ik konde nicht krygen, wante de Lyfflandeschen schepe que- 
men nfi erst op unses heren hemmelvart dach^). Ik wel ja, ofte Got wel, darben 
senden, so ik meste hebben kaD, dar rychtet ]& na. Vortmer so hevet my 
Qawes Swarte nfi betalt 14 dage vor pingesten^) de 20 i6 grote op 27^ mark 
na, he meynt, he welle se my ok in kort untrychten. 

Ik wet nu neyne tydinge to scryven van kopenscop ut Vlanderen hir 
to senden, dar bäte an sy, dat ik wet noch ter tyt. Gertbergescbe laken gelden 
hir 9 mark myn 1 frd. dat stftcke, ALstedesche 8 mark myn V/z &d-, Oldenar- 
desche 8 mark myn 1 frd., Eonditsche 5 mark myn 1 frd., Leydesche, Amster* 
dammesche 14 mark, myddel Bftsche 7)4 mark, smale Bfische 6 mark, 
hele Edingesche 11^ mark nicht gerne, Mestensche 10 mark nicht gerne. 
Anders nicht den Got sy myt jft. Gescreven 8 dage vor pingesten. 

Gerwin Marschede. 

Item Hildebrant, gude vrftnt, ik sende jft in Wolter Bemdessone 2 stro 
wasses, darinne 3 stficke, des wel ik jft ok 2 stro to Lubeke wart senden. 
Desse 4 stro wegen boven 5 scheppunt, dat scheppunt stet erstes kopes 
34^ mark. Ik meyne j& noch mer to Lubeke wart to senden. Ik solde jft 
wol vele mer scryven, ik bin myt mynen vrenden alzo vol vroftde, dat ik 
et unsem heren Gode dagen mach. 

2i4. Oenvin Marschede in Danzig an Hüdebrand Vechinchuseny, 
Engdbrecht Veckmchusen und Johannes Marschede in Brügge. — 

1420 Mai 21. 

Rev. 8t.-A. Orig. Adr.: An Hildebrand Veckinch&sen unde Engelbrecht 
Veckinch&sen unde Hannes Marschede to Brflgge littera detur» 
In dorso von der Hand Hüdebrand Veckinchusens: anno 20 jar, 
17 in junyo. To Unkosten 28 marc 4 scot. Item so komet op dey 
Prusche reysse 20 ^ 11 sl. 7 gr. unde op dey Lyfflansche reysse 
komet 6 g^ gr. Von der bäte 30 marc Ryghes hevet wy ; elk Ä gr. 
es gherekent vor 5 marc Ryghes. Darvorn solen sey tovom in 
afslaen wat utgheleghet, (lat sla hey of. Item so solle wy Gherwin 
Marsschede in Prusen wedder schaffen sin 28 marc 4 scot ofte 3 ^ 
10 sl. darvorn geven. So sal hey uns dan gheven dey bäte van den 
solte. Hevet Fylypus dan wol unde recht ghedan, dat sal syk dan wol 
vinden myt synen tenden pennynge. Hirto so sal to bäte komen ut 
Lyflande van her Hildebrant van den Bokelle unde Gherwin van 
der Elus, van elkem 1 ^ gr. unde van Einghelbracht ok 1 ^ gr« 
unde van Hildebrant 1 ^ gr. Darto 3 sl. van Tomas. 



1) 26« Mai. 2) 24. Juni. 8) 4. Aug. 4) 16. Mai« ' 6) 12. Mai« 



— 269 — 

• 

Vrftntlike grote vorghescreven. Wetet gfiden vrende, Hilbracht unde 
Efigelbrecht Veckinchftsen unde Hannes, brodej, gy screven my n& lesten 
1 set swarliken breyff van deme solte, wo dat ic j& to male groten schaden 
unde untrfiwe darane gedaen unde bewyst hebbe unde gi screven my in 
jftwen breyren ik solde umme 1000 ofte 2000 mark nicht na sin bleven. 
Ic screff jft to vasten^), dat ic solt koft hadde. Gi weten wol, dat gi hir nein 
gelt int lant hadden unde dat ic es ok nicht en hebbe mede to betalen, noch 
en vomeme ik neyn gelt, dat gi my hir gesant ofte gemaket hebben, dar ic 
dat solt mede betalen sal; op pingesten') es myn leste dach to betalen, war- 
mede sal ic n& betalen. Ok so en scryve gi my nicht, wo ic et myt deme solte 
holden sal ofte ic it vorkopen sole edder nicht unde ofte dar solt sy ofte nicht 
en sy edder, wo et stet mnmet solt to holen van Westen. Ik bettet aldfis 
lange al gest&ttet alzo ik besce konde unde meynde, jo wan de Lyflandeschen 
schepe quemen, so solde dat solt rysen. M sint se gekomen, men se begeren 
nein solt, se begeren(!) my van 10 marken to se^en unde seker, vr&ndes, 
sal ic et nft umme 10 mark geven, so sole gi nicht wynnen. Gi screven my 
van groter wynninge, men ik kan noch neine wynnynge proven, wo jft an- 
ders düncket, dat ic ]& grote untr&we gedaen hebbe. Et wer my nfi noch 
leyt dat ik es mer hedde na der ty dinge, de se my noch ut Lyfflande brengen. 
Dyt solt moet nfi op dessen pingesten*) ofte in kort dama vorkoft werden, 
wante ic moet de Ifide jo betalen. Myn wert hevet reyde lange 400 mark 
utgegeven, al hedde he sin gelt an ander war geleget, he hedde alzo wol 
gedaen, men gi en lovensch my nicht. Darumme kan ic jft dar nicht mer van 
scryven, ic wel dat beste proven unde doen, dar ic jft recht anedoe. Wolde 
my dar en boven 1 bosewycht beleygen, so sole gi et doch, ofte Got wel, wol 
myt der warheit bevinden, wo et darumme es. 

Vortmer alze gi my scryven van Filippese ; dat he den 10 ^ tovoren 
ut sole hebben unde dat ik eme den gelovet hebbe, dat wel ic jft se^en, wo 
ic em gelovet hebbe al, droget to wynne ofte to vorlfts, so wQ ic et umme 
leyff noch leyt nicht laten. Do Fyly^pus hir quam, do geink he myt my in 
den keller unde segede my wo dat gi en utgesant hedden an my myt 1 breyve 
unde dat he breyve hedde, de hastigen sftnder sftment vor mosten, dat ic 
darto helpen solde, dat et schege. Do segede ic, dat he my dede mynen 
breyff, dat ik wyste de sake, do sochte he den breytt fftste hervore, dat quam 
emwat swar an. Ton lesten sprak he, ik solde em den lOten ^ loven, wes 
ik provites van den breyve hedde ofte krege. Do sprak ik, ik en wyste nergen 
van, ik wolde eme nein dink loven myt ik de sake vyste, wat et ere edder 
nicht. Wolde he my de breyve doen, dat he et dede, wolde he nicht, dat he 
selven behelde. Do segede he, ofte ic em nicht gftnen wolde, dat gi unde 
Engelbrecht unde myn broder em gfinten, do segede ic, dat ic es em ok myt 
willen wolde gftnnen mynsdels, wes gi em gftnten, dat bat he my do vort an 
Tomase to scryven unde ok wedder an jft. Anders hebbe ic em nicht gelovet. 

Vortmer so kofte ic em ein pert vor 16 mark; darto kofte ic stavelen 
vor 16 scot, 4 ^ vor hosen, vor line cleyder 17 scot 10 ^ ; ic gaff vor en to 



1) 20. Februar, 2) 26, Mai. 3) 26. Mai 



— 270 — 

vorlone van Eosseline hir 2 mark 8 sl. ; ic dede eme to teringe 2 mark unde 
4 Bynsche g&lden, swert, sporen lende ic eme. Do he wedder quam, gaff 
ic eme wedder to teringe 8 mark 18 sl. ; so hadde he to der Memele genommen 
1^ mark, to Koningesberge 17 scot; so gaö ic vor en unde vort pert to 
teringe hir 5 frd., dat pert to beslanne 12 scot. Dat pert gaff ic wedder vor 
10 mark. Aldus weide summa sin, dat ic utgegeven hebbe by 28 mark 4 scot. 
'Ane spikerhür, wegen, to dregen, ik wolde dat ik ^ mark hedde to 
bäte op elke last boven dat ungelt; ik wolde dat solt gemne overgeven. 
Ic wet jfi nü nicht mer to scryven den Got sy myt jfi, Gescreven 5 dage 
vor pingesten 1400 int 20 jar. 

Gerwin Marschede. 

245. Germn Marschede an Eüdebrand Vechinchusen in Brügge. 

— 1420 Mai 22. 

Rev. St.'A. Orig. Adr.: An den erbaren man Hylde- flOX 
brant Vockinchusen to Br&gge littera detur. K^y' 

Vrfintlike grote vorgescreven. Wetet, Hildebrant, gftde vrftnt, dat ic 
jft sende in Walter Bemdessone 2 stro wasses, dar es inne 3 stücke wasses. 
Vortmer so sende ic jfi to Lubeke wart 2 stro. Desse 4 stro wegen 5 schep- 
punt, ein deine mer; dat scheppunt stet erstes kopes 34^ mark. 
Op ein ander tut so wel ic jfi wol bescheyt scryven, ik kansch nft nicht doen» 
men ik dencke jü noch mer to Lubeke wart to senden myt den ersten. 
Got sy myt jfi. Gescreven des myt- rHY 
weken vor pingesten 1420. \y^ 

Gerwin Marschede. 

Item so sende ic jfi in Marquart Stfibben to Lubeke wart 2 stro wasses. 



246. Hildebrand Vechinchusen in Brügge an seine Frau Ma/rgarethe 

in Lübeck. — 1420 Juni 5. 

Rev. St.'A. Orig. m. d. Resten des hriefscMießenden Seorets. Adr.: An 



to Lubeke lyttera detur. 



Vrentlike grote vorghescreven. So wes ick gudes vormach to allen 
tyden, Greteke, leyve wyf unde Trudeken, dochter, dat ick ju beyden sende 
1 pack myt maten beslaghen, dar sint inne 2 secke bomwulle. In den kort* 
testen sacke es 142 punt myn 1 quartyr bomwulle, elk punt stet 3 gr. Sunmie 
van den sake^es 35 sl. 5 gr. 

Item so es in den langhesten sake 120 punt fyner bomwulle van der 
besten wulle ; darvan stet elk punt 4gr., dat 6s 6^ mer op elk punt, dey wulle 
moste ghelden 3 sl. Lub., darinne so provet ju beste. Desse wulle sende 
ick JU op juwer beyder eventur, dey stet tohope 3 J5^ 15 sl.. 6 ^. Myt un- 
ghelde sal sey stan tohope an Lub. ghelde by 28 marc Lub. Dyt pack es 



— 271 — 

in schepper Wycken van Dochem to Hamborch wort an den cranmester 
to Hamborch wort, dey salt vort van Hamborch to Lubeke senden. 

Ixem so sende ick damoch van Andorpe in scheper Marcquart Halleken 
1 terlinch aldus 1 i lY ghemerket; dar es inne ton ersten 3 scharlaken, 
elk stet 8 Ä 5 sl. \y^ Item so es darinne noch 3 meygronne Ypersche, elk 
stet 5 flf mjm 5 sL Item so es darinne 5 swarte Lyrrsche laken, dey stan 
19 flf ISsL, alle 5 laken. Item so sin hirto 5 wytte Belssche laken, elk stet 
18 sl. gr., dar es 1 ton slachdoke. Item so es dey summe von dessen terlinge 
61 ^ 7 sl. erstes kopes. 

Item so sal darkomen van Anxsterdamme noch dey dorde terlinch, 
dar sol ok inne sin 25 halve Anxsterdammesche, dey farve es aldus: 16 swarte 
4 gronne 4 rode. Dey lat vorkopen myt den ersten, dat lüde betalt werden. 
Dey terlinch myt den Yperschen es 1 breyt terlinch, den latet stan byt ick 
dar komme ; wellt God, so mach ick sey sulven vorkopen. 

Item so wete, dat ick dy noch sende in Lambrachtes Vrolinghes tunne, 
dat dy dauwes Vrolinch sal antworden alse dat, ofte God wyl, over sal 
komen ; dar es in er bussen 25 marc 5^ unsse karalle9. Item so es in der an- 
deren bussen 15 marc troys m3m 34 ^^^^ karallen. Desse sin wol 3 marc 
beter dan dat ander. Elk punt stet 9Frankesche crone. Desse karallen hebbe 
ick al don vorsnoren besunder 94 snore. Du salt, efte God wyl, wol seyn, wat 
dat es; lat dey meste sorte ersten vorkopen, der besten sorte saltu altos 
wol quit sin. Elk unse stet by 12 sl., dat es dat loyt by 6 sl. Lub. Desse 
karallen sollen wol weghen by 20 punt. Wolde dat punt ghelden 15 marc, 
so weret gud, mer doch so mochtes tu som snor don vorkopen op den marcket, 
also veme also dy dat gudduchte, lat dat wyf to hus to komen, dey dat 
smede op dat marcket pleghet to vorkopen, so machtu er dryerleye snor 
don, ein van den groten, 1 van den myddelsten, ein* van den cleynesten. 
Sette er dat cleyne op 7 sl., dat middel op 12 sl., dat meste op 16 sl. Darin 
rame des besten myt dem wyve, prove sulven des besten. Dat meste ghelt 
were uns wol gud. 

Ick sende dy in dessen breyve 2 sloytel to den bussen, dar dey karallen 
inne sint. Hirmede so var wol altos. Ghescreven op des hilghen lychemes 
avent 1420 in Brügge. 

Hildebrant Veckinchusen. 

247. KtMTt Visch und Evert Znoe aus Riga an Hüd^a/nd Veckinc- 
husen in Lübeck. — 1420 Juni IL 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: Dem erbaren manne Hildebrand Veckin- 
chusen tho Lubeke littera detur. 

Vruntlike grote vorscreven und wes wy gudes vonnegen. Wetet Hilde- 
brant, leve swagher, dat wy juwen breiff wol vornomen hebben, dey gescreven 
was des manendaghes na sunte Eaterinen daghe^), dar gy uns inne gescreven 
hebben, dat wy solden gaen by des Stades bock und laten darinne darliken 

1) 27. November 1419. 



— 272 — 

vorsein woy dey scichtinge und scedinghe geschein sy tuschen ju broders. 
Hirup so wetet, dat wy hebben gewest by des Stades bocke unde hebben 
dar laten vorsein und lesen, dar en vinde wy nicht inne van enygher scich- 
tinghe ofte schedingen dey tusschen ju broders gevallen sint. Himnune en 
wete wy ju hir anders gein bescheit van to scriven. Vortmer alse gy uns 
gescreven hebben, dat wy met juwer vrouwen spreken solden na inholdene 
juwes breives alse als van der rekenschop dey gy er gescreven hebben und 
van juwen grot&n schaden, den gy genomen hebben, dat hebbe wy er al 
clarliken to kennen gegeven. Alse uns dunket, so en keret sey sik dar nicht 
met alle aen an al, dat gy uns gescreven hebben. Vortmer so en hebbe ic 
Cort Vysch met Everde Snoyen wol gesproken, ofte ju vrouwe sik anders 
ycht bewysen wolde by erer dochter juwen wyve. Darup hey my antworde 
and segede weret sake, dat juwe wyff ere dochter hir int land wolde comen 
met eme kinde, dar wolde sey gerne dat beste by doen na vrunde rade dat 

. _^^ . moghelic were, dat hedde sey eme wol to kenen gegeven. Hirinne möge ju 

A ' beste proven wes ju nütte is, dyt hevet my Evert Snoye wol gesecht, dat 

hey et ju in anderen tiden ok wol gescreven hevet. Anders en wete wy ju 
nicht to scrivende op dese tid. Vart wol in Gode und grotet alle vrunt sere. 
Gescreven in Byghe des dinzedages na des hilligen lichaemsdaghe anno 20. 

Cort Vysch und Everd Snoye. 

248. Hüdebrand VecTcinchuaen in Brügge an seine Frau Ma/rga/rethe 

in Lübeck. — 1420 Juni 23. 

Rev. St'A. Orig. mit Meinem rothen aufgedrückten Petschaft, das die 
Ha/ndelsmarke H. V. deutlich erkennen läßt. Adr.: An Margreten 



Veckinchusen to Lubeke I j [V^ 



lyttera detur. 

Item Greteke wyf so wete, dat ick dy sende in 2 bussen, dey dy to Lu- 
beke sal antworden Clouwes Vrolinch; dey slotel sende ick dy by Fy**®^^®^ 
den loper. Hir es inne 3& langhe snore karallen unde 5 körte snore. Desse 
weghen 35 marc 534 iiiisse troyssche wychte; dyt es dey snodeste sorte. 
Item so es hir noch inne 24 lange snore unde 4 körte snore unde 32 teken; 
desse weghen tohope 16 marc troysch m3m -^ unsse. Aldus so weghen dey 
karallen tohope 41 marc 5 unse troyssche wychte. 

Item so hevet Hoyman in banden 48 snore karallen, woyghen 22 marc 
3 unsse unde 16 snore, dey woyghen 6 marc 5 unsse 5 einghels troysch*. Dey 
Sorte wog tohope 29 marc 5 einghelsehe troyssche wychte. Ick hope Hoyman 
hebbe sey vorkoft, sint sey nicht yorkoft, so ramme noch des besten myt emen. 

Item so hadde Fylypus ofte myn broder 3% snor, woyghen 11^ unsse. 

Item dey karalen, dey Steven kofte, myt den karsJlen stonden alle 
desse karallen 71 ^ 13 sL 3 gr. Dat maket in Lubeschen ghelde 600 marc 
24 sl. Lub. unde sey woyghen hir 52 punt; elk punt stont 9 gülden crone, 
16 unsse vor dat punt gherekent. Weret Godes wylle, hir solde wol noch mer 
•dan 500 marc van komen. 



— 273 — 

Item so sal Hildebrant Lossekinch to Venedyeii noch vorkopen dey 
patemoster, dey wy van unsem nabar hadden ; darinne worden wy qualyken 
vorsument alunune dat es nicht quader dau qaat tovorlat, God moytet 
beteren amen. 

Item ranune des besten myt den karallen; doy sey Heyman mede to 
den Grypeswolde int marcket. Van den karalen, dey Hoyman hevet, so 
lat yan elken 3 snore maken, 2 snore, sorte dey ghelyk, so sal men sey to 
bet vorkopen. Dey körten snore, dey in den büssen sin, 4 unde 5, dey wolden 
syk nicht vinden, to den anderen wellen sey syk vinden to den dey Hey- 
mann hevet, dat es my leyf, so sorte sey darto unde maket alse dat et gud 
werde unde dama dat syk vynden wyl. 

Item so hebbe ick vorstan dat dey borghers sint ghesat op soldeners 
to holden unde hamsch int hus to hebben alse syk dat ghebort ; myn 2 pansir 
ujide dat koller unde hundeskoghel dyt es op Trudeken in der clejmen tuneken 
also sey wol weyt. Behoyvet men ander hamsch int hus, dat layt Hoyman 
kopen op dat wy hebben lyk unsen naber, darin wes vor seyn. 

Item so es dey bomwulle noch ter Slus; sey quam nicht to mate in 
scheper Wylken van Dochem ; sey sal nu myt den ersten schepe to Hamborch 
komen, weit God. 

Item so hebbe ick Hojrman screven van den scharlaken unde dey gronne 
Tperssche undeLyrssche laken, wat sey stan, dathey dey vorkopemytdynem 
rade ein dels ofte al to borge ofte vorbuten umme wäre, wo yt dat beste 
puntet, darin so ramme des besten. Mer dey Anxsterdammesche moyten al 
vorkoft sin umme reyt ghelt, op dat dey lüde betalt werden. 

Ick hebbe Hoyman ok screven van den karallen unde müssen, dat hey 
dey mede nenune int marcket to Grypeswol, ok dey müssen na dat et syk 
wyl vinden myt allen saken, dama ramet des besten. ^ 

Item so sendet dy Gherwin Marsschede ut Prusei( in scheper Marquart 
Stubben 2 stroy wasses; noch ment hey dy mer to senden, God geve myt 
leyve, amen. Ick hope uns solle noch wol mer komen. Ick solde ghemne 
derwort komen, hedde ick es macht, mer doch ick sal my derwort maken 
myt dem aller ersten. 

Item so mochte men dey karallen nicht altoghen, men mach wol van 
elker sorte ghen 3 snore ofte 4; solde man sey ok vorworpen ofte langhe 
borghen, dat wer nicht nutte. Darin ramet des besten. Hirmede so vart 
wol altos. Ghescreven op sunte Johannes avent ton myddensonuner 1420 

in Brügge. 

Hildebrant VecUnchusen. 

ff 

249. Eine Abrechnung zwischen Johannes McMrschede, EilddyranA 
und Engelbrecht Veckin^chusen. — 1420 Juni 25. 

Rev. SL'A. Orig. Hand von Hüddyrand Veckinchusen. 



^^ x^^w 



\ 



Briefe und Urkanden, 1806->1441. 




— 274 — 

Int jar 1420, 25 in junejus do rekende wy also Johannes Marsschede 
ande ick Hildebrant unde Einghelbracht Veckincliusen dat unghelt dat 
Fylypus vortert hadde over al in Prosen unde Lyflande tohope 8 Ä^ 11 sl. 7 gr. 

Hirvan rekende wy op dey Prusche reysse 2 i6 W sl. 7 gr. 

Hirvan hevet Marsschede betalt op sin part 17 sl. 2 gr. 1 einghelsch. 

Unde Einghelbracht ok 17 sl. 2 gr. 1 einghels. Item so hebbe ick EGlde- 
brant betalt ok 17 sl. 2 gr. 1 einghels. 

Item aldus rekenne wy op jdey Lyflansch reysse 6 ^ gr. Hirvan sal 
utle^hen in Lyflande ton ersten her Hildebrant van den Eyken I iSf , dat 
so hey betalt also 5 marc Byghes unde 13^ ore, sal hey Tomas geven. 
Darmede es dat U gr. siecht. 

Item so sal Tomas ok 1 ^ gr. utleghen ; darvan hevet hey utgheleghet 
3 Amnemsche gülden unde 7 ferdinge unde 1^ ore Vlamesch^), darboven 
sal hey utleghen noch ofte herover maken 3 sL, gr. Darmede so es to sin 
U gr. betalt. 

Item Gherwin van der Klus unde her Hildebrant van den Bökel dey 
solen her overmaken under ein beyden 2 fH gr. Darmede solen sey beyde 
quyt sin, des so solen sey uns scryven, so wes uns sal to bäte komen van den 
solte. Hevet Fylypus recht unde wol ghedan in saken, hey sals gheneyten 
in Prusen unde Lyfflande. 

Item so sal ick Hildebrant Veckinchusen utleghen op myn part in 
Lyflande 1^ gr. Hirto so sal Einghelbracht utleggen noch boven dat hey 
utgheleghet hevet 6 sl. 3 gr. myt dessen 3 ^ 3 sl. unde 6 sl. 4 ^. Darmede 
sal man Gherwin Marsschede in Prusen betalen sine 28 marc 3 scot Prusche. 
Des sal to Gherwins beboyf untf anghen Johannes Marsschede dey 2 iSf 3 sl. 
ut Lyflande unde darto van Einghelbracht Veckinchusen 6 sl. 4 gr. unde 
Sarsschede sal in Prusen afkorten vor myn punt gr. 8 marc. Darmede so 
es dey Lyfiansche reysse unde Prusch siecht gherekent also van den unghelde. 
Mer wes ghewunnen wert an den solte, dat solen sey uns to rekenschop 
brenghen van. Also sal Fylypus darvan tovom hebben den tenden ^ op 
dat hey recht unde wol ghedan hevet. Aldus so stet dyt hirvan op dey tyt 
van nu. 



250. Ein Ungenannter (Oerwin Marschede) an HüdArand Veckinc- 
husen in Brügge. — 1420 Juli 22. 

Rev. 8t.'A, Orig. Adr.: An Hildebrant Veckinchusen to Brügge littera 
detur. I [ |X In dorso von des Empfängers Hand: 1420, 20 in 
den osste ; \^r 2 stro wasses sin 3 stucke, stont 125 marc 
9schot;% 1000 Swessches Werkes; 11 tymmer. Fynnes werkes; 
item 30 decker bockvelle to 5 ferdinge 8 ^. Summe hirvan es by 
207 marc Prusch. Vorkoft dyt was to 40 marc myn 2 marc unde et 
woych 5 wagen 5^ naghel; sunmie untfangen by Eollin 14 ^ 
13 sl. 5 gr. 

1) SoU wohl heifien: Rygesch. 



— 275 — 

Vruntlike grote tovoren. Wetet Hildebrant, gfide (vrunt), dat ik jft lesten 
sante to Lubeke wart unde to Flanderen wart was, alzo ik jfi de ok screff op 
174 marc 7 scot. Damest 12 dage na pingesten sante ik j& to Lubeke wart 
in Badeken Holsten 4 stucke Lemborgeseh was unde 15 g&ldeii, dyt stont 
tosamen alzo ic ja do ok screff 187 marc 11 scot. Item so sende ic j& nü in 
Johan Wälve 2 stro wasses, darinne 3 stücke LemWgesch was, dat schone 
was; es de wegen 3 scheppunt 3 lyspunt myn 5 marcpunt; dat scheppunt 
stet erstes kopes 40 marc, summa 125 marc 9 schot ane dat ungelt. 

Item so wetet de allun es al verkoft ein del op sunte Bartolomewes 
dach, ein deel ok op Mychgele ; der rosinen wel neymant dürer den 1 marc, 
de stan noch al un^vorkoft. Hir sin lüde geven alzo gfide rosinen vor 20 scot 
unde vor 22 scot, alze de jfiwe sin unde se se^en my dat en dat 100 stet 
ton hogesten 6 sl. gr., de jfiwe stan 12 sl. Dyt es ungelike kop, wo sal ic 
dan.vorkopen lyk ander luden, wan myn gfit so vele stet. Item de vigen 
late ik in den vaten stan unde ker se alle 14 dage umme ; se se^en my, dat 
se beter in den vaten solen blyven den utgesat. Der vigen hebbe ic en len- 
telen korven vorkoft den luden, de se utwegen, dar sin to male snode korve 
mede, de sint bynnen al vol worme unde sin myt alle losch unde seifiten en 
wech, alzo se*de worme geten hebben; der korve hebbe ic nfi 2 geffinden. 
Hir sin nü wol 600 korve Spanssche vigen komen, weren de nicht komen, ic 
wolde se en lenttelen over somer ffiste vorkoft hebben, nfi hebbe ik in 14dagen 
neen 1 korff vorkoft. Ic weit dat beste darby doen, dat ik int vorkopen 
myt to der tyt, dat gi hir eynen senden, de dar nfitter to es. Ic hebbe hir 
ok mandelen, de my myn broder sante, al hedde he se dar laten blyven, dat 
hedde my leyver gewest, wante ic en hebbe, Got sy gelovet, nein gelficke 
darto to vorkopen, ic en wolde dan den veirden ^ vorleysen. 

Item Hildebrant, ic sende jfi by Kort Mane ^ 1000 Swetssches Werkes, 
dat stet 10 marc 10 scot, noch 11 timmer gudes Vinssches Werkes, elk timmer 
3 marc ^ ferd. Item noch in schipper Ereke 1 schimese myt 30 deker bocvel- 
len, elk deker stet myt allem ungelde myt int schep 5 ferd 8 ^. 

Item so wetet dat hir mede es 1 deker clarer bocvelle, de hadden dey 
dreger vorgeten in dem hfise, den sende ic jfi in Johan Wolteken schimese 
in dessen selven schepe, op elk vel es jfi merk gescreven unde op de home 
kordes merk; unde dessen deker sal jfi dar antworden Lfideke Schap. An- 
ders en wet ik jfi nfi nicht to scrvyen, men ic wel jfi in kort mer senden. Got 
sy myt jfi. Gescreven des mandages vor sunte Jsü^oppe 1400 int 20. 

Item so leget des soltes noch by 36 lesten unvorkoft, es begert nfi ney- 
mant noch ter tyt dfirer to kopen den 10 marc. Wy komen dar nicht wol 
mede to, dat stet uns 10 ^ marc ane ungelt unde et es Lyssebonesch soR, 
dat noch lycht. Est sake, dat gy es my nicht loven wolden, et es vor ogen, 
so mach ic et jfi wol bewysen myt gfiden Ifiden. Gy screven my to wmter 
unde to vasten, gi wolden my wol tyt genoüch scrvyen wan hir sott queme 
ofte komen solde. Hir quemen Hollander unde hadden solt van Baye, in 
Vlanderen gekoft vor 7 ä^ 5 sl., de geven et vor 10 marc 1 ferd., do bleff 
unse solt ly(^en, oc meynen de lüde, dat dar grot got van solte sole komen, 
men gi en screven my dar noch ny van, men gi screven my 1 ser swaren 

18* 



— 276 — 

breyff to vorjaren. Ic wolde dat de breyff nicht op de tjrt komen were, 
so were unse solt do wol vorkoft werden, dar n& unse gelt aneleget, unde 
wy es geinen yromen en hebben. Dat wetet vorware, wo j& anders dftncket, 
dat ic i& so grote untr&we gedaen hebbe darane unde hebbe my unde ander 
lüde sere gevromet. Lodewych B&ggendael unde ic mosten unune reyde 
gelt vort solt utleggen, solde wy et hebben, ic sach nein gelt van jAwer wegen 
hir solt mede to betalen. Hedde ic na jftwen breyven gedaen alze grot als 
gi scriven, so were ic ein arm knecht geworden, des hedde my nicht to helpen 
stan, men ic ramede myt vründe rade des besten na jflwen breyven, dat ik 
konde, dat wet 6ot wol. Hedde ic dar bet to doen konen, ic heddet myt 
willen myt vlyte gerne daen unde wy hebben dat solt al geholden, so wy 
lengeste konden unde meynden jo et solde rysinge genomen hebben, nü 
wilt ]o nicht; wat et noch doen wel, dat wet Got best. Dat erste, dat Got 
voget, dat et vorkoft wert, so wel ic jft bescheyt scryven. Item Hildebrant, 
wy mochten unse solt wol na proven vorkoft hebben unde mochten to bäte 
hebben kregen op de last 1^ marc, en hedde jflwe scryven gedan, nft sole 
wy wol ^ marc tachter gan op de last, dyt maket j&we scryvent unde nü 
des soltes neymant begert, nft scryven gi unde ok myn broder, dat men et 
vorkopen sole ; ein dink es quaet to vorkopen wan men et den luden to hfls 
beyden sal. Ic dancke Gode dat des soltes nicht mer en gi solden my fknders 
under eynsch^) hebben to maket. 

Item de 25 ^ gr. ic will myn beste darby doen; kan ic se betalen, so 
est g&t, kan ik nicht so scheyde et Got unde de noet. 



251. Hildebrand Veckinchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1420 Septbr. 1. 

Rev. St'A. Orig. mit dem'rothen Sekret, Adr.: An Margreten Veckinchusen 
to Lubeke lyttera detur. 

In den namen uns heren. Wete leyve wyf , dat ick dynen breyf wol ver- 
stau hebbe by Segheboden den groten loper, also du my scryvest, dat myn 
broder nu so doghesam was, dat hey hedde seget Greteke woltu ich, best tu 
ghelt ofte nicht ofte behovestu wes ofte hevestu wes to donde, ick wyl dy 
dat helpen utrychten na dat myn broder nicht to hus es. Och bennedyde 
God, woy mach dyt tokomen, wer dat din schult es, des ick nicht einhope, 
dat my leyt were unde ick des nicht emhope, so hedde myn broder uns 
nicht leyf , quemet by dy nicht to. Ick kan my des nicht vorwunderen wat 
hey ment, weide hey syk recht bedencken, so solde hey des nicht don, dat 
hey doyt. So my duncket alsolde wy aUe vorderven, dar dey almoghende 
God vorsin moyte. Hey soldet al ghescheyn laten, dat dunket my krancke bro- 
derschap sin, wel hey nicht anders don, dan hey noch ghedan hevet, so salt 
1 dont werden, dat nicht gud sal sin, wante ick hebbe emen so volle seghet 
unde to kene gheven unde beden, al dat ick ghedan hebbe unde doy in den 

1) siel 



— 277 — 

stucken, dar helt nicht van 1 kaf , so my duncket. God moytet uns beteten, 
dat hey uns dan hevet unde doyt, so wy hirunune to Lubeke komen tovom 
umme synen willen, hedde sin hovet ghedan, Earbouwe hedde uns gheyn 
schaden dan, God moyte sin seylle troysten unde alle seylle, amen. AI dat 
ick emen seghede unde ander lüde, hey wolde synen wyUen hebben, nu hey 
uns hirto bracht hevet, nu wyl hey dat wy under eins vorderven dar, so God 
vorsin moyte unde sin leyve moyder. Wyl hey ummers nicht anders tyren( !) 
noch anders don, so moyte wy dencken, dat wy so don, dat et wol ghedan 
es vor uns allen myt der doghet wylle wy, ofte God wyl, al vorwinen alle 
quatheyt. Mer leyve wyf unde Trude dochter einmaket ummers gheyn 
wort van dessen saken keghen eymant dey levet, Wante est nu aldus God 
Salt beteren; wat solden dey lüde seggen, sin dey 2 broder es nicht eins, dat 
solde den enen leyf sin, den anderen leyt. Aldus soldet nicht gud sin op 
dey lenghede, darumme latet uns dey wysheyt vomemen op dat uns gheyn 
man darf seggeii, dat sy unse schult. Du west wol wat troystet wy in Lyflande 
hebben, sole wy van mynem broder gheyn troyst hebben, so moyte God unse 
troyst sin. Dama dat myn broder syk himest anstellen wyl, dama so wyl 

ick my rychten in allen redelyken saken. Ick wyl, ofte God wyl, nicht un- A 

redelik sin in gheynen saken. Wolde myn broder my noch volghen, so solden 
wy myt der hulpe Godes altomale wol faren. .Wolde hey syk recht bedencken, 
so solde hey nicht don dat hey doyt, God moyten keren op enen anderen sin, 
dey beter es dan desse dey hey nu hevet. 

Item so hebbe ick Tydeman screven, dat hey des besten in al rame, dat 
hey dat was vorkope unde wes dat stet to vorkopen, dat her Hinrych Rape- 
sulver mach betalt sfii. So wes dat dar sin van laken dat men dey to Prusen 
wort sende an Gherwin Marscheden. Dunket dy gud, so holt 1 scharlaken 
dar, dat mochten noch vrende behoven. So wes Tydeman hirinne doyt, 
dat lat emen don unde ok hebbe ik emen screven van karallen op Sconen 
so senden ein dels, wyl syk dat vinden^ darin rame ok des besten myt Tyde- 
man. Item so hebbe ick Tydeman ghedancket aller vrentschop, my duncket, 
hedde wy Tydeman nicht, so were wy dar nicht wol an. Ich hebbe emen 
screven, dat hey dy som tyt besorghe myt 1 quartyr van emen ossen mer 
doch unse slechter sal dy altos wol helpen to flesche of Hinrych op Morde. 
Darin rame sulven des besten. 

Item so hevet Evert Moyelyk 1 gron Ypers ; wyl hey wes mer hebben 
van laken dat hebbe ick Brekelvelden screven, dat hey an ein cleyne nicht 
ein sey, dat hey darin des besten prove. Item so lat spreken den werkmester 
van sante Jape dat wy den beyghel niochten hebben, wante wy moyten 
decken vor den wynter; 5 quartyr moyte wy des hebben also ick emen des 
velle beden hebbe unde vort so bydde, Hoyman, dat hey des besten rame 
in allen saken, also ick emen des wol betrouwe. Dat were wol tyt, dat dey 
müssen vorkoft weren. Anders nicht dan var wol in Gode myt allen unsen 
leyven hinderen unde allen vrenden amen. Ghescreven 8 dage na sunte 
Bartolmeus dage 1420 in Brflgge. 

Hildebrant Veckinchusen. 



— 278 — 

252. Hüd^hrand Vechinchusen in Brügge an seine Frau Margarethe 

in Lübeck. — 1420 Sepibr. 29. 

Rev. St.'A. Orig. mit den Resten des Sekrets. Adr.: An 1 i IV 
Margreten Veckinchusen to Lubeke lyttera detur. \J^ 

In den namen uns heren. Leyve wyf , ick do dy to weten also van myr 
dochter Talleken, dey ghelach van erem neghende kinde op sunte Maryen 
Maddelenen dach^), God sy ghelovet, dat sey des kindes ghenas unde dat 
kint es ghesunt unde Talleken es in kranken punten, God bettert. Sey es 
plat ledewys worden, men moyt sey hantteren also 1 junck kint; nu man 
noch wyf noch mester noch frode frouwe alle, dey in Brügge mochten sin, 
einseghen noch horden nu des ghelykcns also Talleken daran es, Grod moyte 
beteren myt uns altomalen. Aldus es Peter in groter rouwe unde drucke, 
hey hevet mer myt er to donde, dan myt allen synen 6 kinderen, dey noch 
levendych sin. So ick sey sey unde ander lüde mede, so einstet gheyn rat 
met alle to Talleken myt alle nicht. God geve, dat uns allen salych sin 
moyte ; unde ok so ghevet Talleken umme gheyn dont nicht ok vraghet sey 
nerghen na. Som lüde wellen segghen dey poppelsye hebbe sey gheroyt. 
God van hemelryke moyte uns allen bewaren vor solke sucke unde vor alle 
quade. Dyt befeile ick deo almechtyghen Gode, dat sey unde wy alle ghesunt 
moyten werden an seylle unde lyve, amen. 

Item leyve wyf, so wete dat ick to Brügge bin wedder van Andorpe 
komen. Ick hadde mynem broder van volle saken screven to Frankenforde, 
dar ick noch gheyn bescheyt van em hebbe, dar my vol macht an es. Ick 
hedde myn broder wol hir ghehat, my duncket, hey ghevet cleyne umme 
my noch umme uns alle; mer God salt ofte God wyl noch alto mallen 
wol beteren. 

Item so hebbe wy noch 1 ^ nicht van den keysser, ok wete wy nicht 
woy wy faren sollen, mer doch so hoppen wy, dat wy nicht myssen*) sollen, 
wy sollen wol betalt syn myt allen kosten unde schaden, wy komen so jammer- 
lyken to alse 6 lude{ !). God vorsette uns allen imsen schaden. Her Godeke 
Fysan es noch by den keyser unde darto so sanden wy nu even boden by 
em umme to achter volghen unse ghelt. Ick solde ghernne myn part van 
den ghelde hebben, er ick van hir toghe. Anders so einweyt ick dy nu wat 
mer scryven op desse tyt, mer ic sal dy noch in kort allen mynen wyllen 
scryven. My hevet wunder, dat Hoyman my nicht einscrivet. 

Item so hebbe ick vorstan woy dat myn broder to Lunenborch int 
marcket wyl sin. Wat dar af schut, des werde wy ghewar. God geve myt 
leyve amen darto komen. Hirmede so moyte dy God bewaren alle myt 
allen unsen kinderen unde alle unsse vrent. Ghescreven op sunte Mychels 
dach in Brügge 1420. 

Hildebrant Veckinchusen. 

Item so sende ick dy to Hamborch wort 1 cleyne halve tunne, dar es 



1) 22. Juli. 2) UndentUch. 



^ 



— 279 — 

inne 4 Komnewallesche kesse, der sende 1 Byxsen. Hir sin noch inne 20 cleyne 
kesse, darvan sende Ryxzen 4. 

Item so sende ick dy noch 3 wanne, dar men dat kom sal mede 
sconne maket ; dey wanne sint op elken hantgreppe ghemerket aldus 

Item so lat Tydeman dat was vorkopen, dat her Hinrych Bappesulver 
betalt werde. Ick hope van den müssen unde ander dinch solle ok ghelt 
werden. Dat sal uns nicht baten dat ick dar nicht einsy, so moyte my God 
helpen, ik were ghemen derwort, konde ick dar wol reyden. Wolde myn 
broder syk anders bewysen, so solde dat al gud werden myt der hulpe Godes. 
So my dunket, so wyl dyn moder nicht velle doghet don. God van hemel- 
ryke moyte uns bet bystan dan unse vrende noch by uns don weit. God 
moyte al betören al uname. 



253. Hüdebrand VecTdnchusen v/nd Bertram Bermfhergh setzen 

Herman PlatenscMeger in Kenntnis von dem Stande des gemeinsam 

unternommenen Feigenhandels, -r Brügge 1420 Ocä)r. 15. 

Rev. St.-A, Pap. von H. V. Hand beschrieben. Auf der Rückseite des 
Blatts von derselben Hand an verschiedenen Stellen: 1. Dyt es ein 
breyf an Herman Platenslagher, dey /T\ rTI V 
kopye dar van 1300 korf fyghen. y^ \y 

2. Item so beholde wy blyvendes 1300 corve fyghen summa 
dat wy betalen moyten hirvom 1300 cronen ofte 3 sl. 6 gr. vor 
den cronen, des komet uns wedder to bäte 16^4 sl. vor 33 korve 
fyghen, dei Bertram her Johan met den Eye wedder vorkofte 
weder. 

3. Item so hebben wy desse fyghen koft van her Johan van- 
me Eye unde Wyllem Gherolf 1300 korve fyghen elken korf unune 
334 sl. gr. hir van den fyghen worden verloren 17 korve, dey wy 
an der packinge verloren unde 33 korve vorkoft to 6 gr. den korf. 

4. Item so es dey sunmia van al den fyghen to hope 227 f^ 
10 sL gr. den korf to 42 gr. darto unghelt also 15 ^ gr. hirvan hebbe 
ick myne helfte betalt op 2 gf na, dey Wyllem unde Lamsin Woyst 
hebben solen, byt to Hamborch. Hiraf gheyt to mekelerdye 
5 ^ 5 sl. 7 gr., aldus sal elke helfte sin van den fyghen afgeslaghen 
16^ sl. van den 33 korven to betalende blyvendes 110 & 13 sl. 

In den namen uns heren Herman Platenslagher gude vrent ju gheleyve 
to weten, dat wy under uns beyden hir hebben koft 1300 korve fygen seppeö 
gud, elk korf stet erstes kopes 42 gr. Desse fyghen daran sta gy dey helfte 
myt my Bertram Bennenberch unde ick Hüdebrant Veckinchus sta dey 
ander helfte. In den namen uns heren. God geve uns beholden reysse unde 
wynnynge. 

Item so geleve ju to weten, dat wy van dessen fyghen hebben scheppet 
to Hamborch wart in den namen uns heren: 



— 280 — 

To ersten in schepper Hartwych Scroder .... 400 korve 

Item darnest in Johan Crogher 200 „ 

Item in Volmer vanme Haghen 150 „ 

Item in Berat van Weyghe 139 „ unde 8 fate 

Item in Boden Winnychusen 248 ,, unde 10 fate 

in dessen 10 faten unde 8 fate, dar es inne tohope . 113 ,, fyghen. 

Aldus so es desser fyghen over al in dessen 5 scheppen vorscreven 1250 
korve; aldus so beholden wy hir 50 korve van den siechten fyghen, dar sal 
uns nicht volle van werden; wes uns darvan wert, dey bäte wyl unsse sin. 

Item so stan dey fyghen in al to unghelde wente to Hamborch by 15 & gr. 
Desse 50 korve vor nicht gherekent, so stet uns elk korf fyghen by. den 
46 gr. 12 myten. Hiraa weten ju na to rychten int vorkopen, Herman, gude 
vrent. Hir an dessen fyghen sal neymant gheyn last hebben to vorkopen dan 
gy unde ick. Bertram wyl, ofte God, by ju sin, so ick ersten mach so wyl 
ick ju helppen ramen unde aüedjmch wol berychten bet dan wy ju 
Bcryven kan. 

Item so bydden wy ju, dat gy wol don unde teyn sulven to Hamborch 
also dey fyghen dar komen, ofte God wyl, dat gy sey laten op scheppen, dat 
sey wol vorwart werden unde dat sey ok nicht to worpen werden unde sendet 
to Lubeke, wat et ju best dunket sin unde profyt es to Lubeke. 

Item dey fyghen in Boden Winnynchusen also 248 marc korve unde 
10 fate unde in den 8 faten in Bernd Weyghen, dat sin snodeste fyghen desser 
es al tohope in den 18 faten myt den 248 korven 361 korve unde der besten 
is in den andern 4 schepen 889 korve. Herman gude vrent hirby so ramet 
des aller besten dat gy kunnen unde moghen unde latet ju da^ nicht lede 
to. Dyt es gud gud alsogy, ofte God wyl, solt seyn. God geve beholden 
reysse, amen. 

Item Herman dunket ju profyt syn so sendet uns desser fyghen so 
volle to Lunenborch also gy meynen, dat men dar behovet unde ok vort 
an Opert; darinne so ramet des besten to unsen profyte. Darmede so 
moyte ju dey almechtyghe God be waren ewychlyken be waren. Ghescreven 
15 dage in ocktober 1420 in Brügge, dat es 8 dage na sante Dynyssejus dage. 

Berttram Benneberch. 
Hildebrant Veckinchusen. 

Desse breyf es op den sin van Berttrames Bennenberch scryf , dat es 
by kars op ein sin. 

254. Eigenhändige Aufzeichnung des HUdehrand Veckinchusen 
über seine geschäftliche Lage. — 1420 Decbr. 8. 

Rev. St.-A. 

Int jar uns heren 1420, 8 in desember do wyste ick Hildebrant Veckin- 
chuse nicht in dessen 3 langhen boyken, dat my mochte to profyte komen 
dan ofte ich mochte einbreken an welken donde dat to enygher andera 
rekenschpp droge. 



— 281 — 

255. Bertram Rennebergh aus Hamburg an Hüdebrand Veckinchusen 

m Brügge. — 1420 Decbr. 10. 

Rev. St.-A. Orig. Pap. Adr.: An den erbaren /T\ 
BSlbrant Vyckinkehusen in Bni^e. |x 

Minen vilgen denst HQbrant leve vrunt wet, dat uns fygen, de wy hadden 
in Bemt van Weygen, sin al nat geworden, went sin ballast was gande wor- 
den und men moste de fygen dar al ut graven, dar wy groten schaden an 
nemen. Doch de sin vorkoft und wol 200 darto van den slychtesten, men 
ik en kan ju noch nycht geschryven, wat se gelden hebben, went ik noch 
nycht by Herman gewesen en hewe, men dyt is my secht van sinen werde, 
de en weyt doch nycht um se geven sin. We en hewen to Luneborch nycht 
gesant. Ik ryde morgen, wel Got, to Lubeke, wat dar dem afgesecht sy, 
dat wyl ik ju schryven. Ik quam in ims leven vruwen dach^) to Hamborch. 
In Christo valete. Ghescreven des dingesdages na uns vruwen dage, also 
se untfangen wart 1420 myt hast. 

Bertram Benneberg 
juwe dener. 



256. Hildebrand Veckinchusen bestätigt den Empfang von 18 Pfund 
vlämischy die er 'in Lübischer Währung in Lübeck zu bezahlen ver- 
spricht. — 1420 Decbr. 11. 

Rev. St.'A. Orig. Perg. Das Siegel ist vom Pergamentstreifen abgefallen. 
Das Pergament selbst weist einen dreieckigen Einschnitt auf. 

Witlick zy allen luden de dessen breyf f suUen seyn offte hören lesen, - — '- — /\ 
dat ick Hildebrant Vockinchusen hebbe gekofft unde wol to willen untfangen 
van Werner Smyt gichteyn^) pont grote Vlames payment, vor elk pont 
grote love ick to betalne bynnen Lubeke zeven mark Lubesch an gueden 
Lubeschen paymente dem vorscrevenen Werner offte zynen erffnaemen 
by my offtcf by erffnaemen drey weken dama dat myh beslotenen breyff 
darup sprekende erst sal ghelesen werden sonder langer vertogeren unde 
wert sake dat danne de vorscreven sonmie gheldes nicht betalt en worde, 
dat God verbeden moete, so wat hiudemessen kost offte schaden dat dama 
de vorscreven Werner umme der betalinge willen lede offte nemo, dat be- 
love ick Hildebrant vorscreven em selven offte den brengeren desses breyfs 
wol to betalne unde gued to doene met deme rechten hovetstoele sonder 
argelyst. Unde des to eynen tughe der warheit so hebbe ick Hildebrant 
vorscreven myn ingezigel an dessen breyff gehangen int jaer uns heren dusent 
veyrhondert unde twintich up ten Uten dach van december. 

1) 8. Dezember. 

2) Hansen liest „aich teyn" II, 218. 



— 282 — 

257. Rechenschaft des Philipp Spormaker über eine von ihn 
im Auftrage Hildebrand Veckinchusens von Brügge nach Darpat 

ausgeführte Reise. — 1420. 

Rev. St.'A. Orig. Das la/nglich zusammengefaUete Papier^ das nach den 
vielen Einbiegungen ursprünglich in ein ganz Meines Format zu- 
sammengelegt war^ trägt den Vermerk von Hüdä>. Veckinchusens 
Hand: Dysse rekenschap hevet my Fylypus overgeven, dey my 
nicht behaghet myt alle my Hildebrande Veckinchusen unde ok 
mynen yrenden. Zum Schlüsse findet »ich eine Nachschrift von 
H. V.'s Hand. 

Int jaer unses heren 1420 des sündages vor sunt Anggeneten dach ) 
dat my min swaeger Hilbrant Veckinchusen sande van Brü^e to EoUen. 

Item daemegest sande he my brieve by enen loeper, de ghescreven weren 
up sunte Antonies dach^) daer ik mede toch in Lyflant, als he my by den 
selven loeper scref to der selven tyt na güet dünken Gerwen Maesscheyde. 
Item wes ik untf angen hebbe to der tyt an tergelt up de reyse unde vortert 
hebbe guntheyn (!) int lant bet to Derpte van Brügge ut. 

Item untiangen van mynen swaeger Hillebrant to Brügge 2 Einssche 
golden unde 1 Deventer gülden. 

Item untfangen van Johan van Boekel to Doertmünde 10 Bins gülden. 

Item untfangen van Gerwen Maesscheyde to Danske 4 Bins gülden 
unde 1 mark Prüs nyes geldes, wes he my mer daen heft on ander dünc, 
daer he my mede reyde to wege wert met den perde, dat heft Gerwen als 
gescreven ; ik en hev anders nicht screven dan wes ik untfangen hev an reden 
gelde. 

Item untfangen to der Eyge van Toemas Veckinchtisen 14 ^^^^ Byges. 

Summa in al als hervorscreven stejrt 16 Bins gülden unde 1 Deventer 
gülden unde 1 mark Prüs nyes geldes ^ mark Byges. 

Dit hev ik untfangen an redem gelde an 14 or, de Tomas boetÄlden 
unde wes Gerwen utgeven heft an ungelt unde wes ik to Danske in der her- 
bergen vorterde. 

Dyt is wes ik untfangen hebbe up de wedderreyse: 

Item untfangen to Derpte van her Hilbrant van den Eyke an tergelt 
1 mark Byges. 

Item so gaf he vor 1 hoeyken van 1 Munstroeles, den ik daer maeken 
liet, 4 mark Byges und 13^ or vor 1 koegel van dem selven vande. 

Item untfangen van Toemas Vockinchüesen to der Bige 3 Aemümsche 
gülden unde 1 mark Byges. 

Item untfangen to Danske van Gerwen Maesscheyde ly^ mark Prüs 
oldes geldes unde 7 Bins gülden. 

Item untfangen van Hilbrand Hoeyman 1 Bins gülden. 

Summa wes ik untfangen hev up der wedderreyse an reyden gelde 13% 



1) 14. Januar. 2) 17. Januar. 



— 283 — 

Bins gülden to tergelt on de 4 mark unde 13^4 or Riges, de vor den hoeyken 
linde 1 koegel boetalt wart. 

Item wes ik hervan vortert hebbe van Brügge ut went to Derpte an 
Rins golden rekent summa 19 gülden unde 1 mark Prüs nyes geldes unde 
2 or Ryges met ungelt an haesen unde schoe lindeneleder, also da en dünt, 
wes my noedorft was up deme wege. 

Item wes ik vortert hebbe up der wederreyse summa 17^ Bins gülden 
unde 1 sl. Prus nyes geldes, herin rekmt al ungelt met teringg. 

Sunmia in al ut unde in de teringe 36^ Rins gülden unde 1 mark Prus 
unde 3 sL nyes geldes. 

Summa in al wes ik untfangen hev an reden gelde to tergelt 32^ Rins 
gülden, gerekint unde 10 or Ryges. 

Item dat ein tegen dat ander rekint, so bün ik heran tachter 6 Rins 
gülden min 10 or Riges. 

Nachschrift von BiUebramd YeckinchusevCa Hand. 

Her EBldebrand van den Eyken | 

her Hildebrant van den Bokelle i 5 marc 12^ or 

Gherwin van der Clus J 

hebben dan Fylypus an wände unde gelde. 

Item Marschede hevet utghedan 26 marc seot. 

Item so hef hey noch ghenomen 9 ferdinge 1 scot myn. 

Item so hef hey emen noch ghedan 8 marc 18 sl. 

Item noch sal hey koste vor emen botalen. 

Item so üntfench hey van my 3 Rynsche gülden. 

Item to Dorpmunde van Bokelle 10 R3^sche gülden. 

Item nam hey van Tomas 3 Amnemsche gülden 1^ marc Ryghes. 

Item van Heyman 1 gülden. 

Leyve swagher her Johan desse scryf hir hebbe ick Hildebrant Veckmchu- 
sen screven umme sake wollen, mer doch gy solt juwes neven scryf wol kenen. 

258. Bechenschaft des Phüipp SpormaJcer über die Kosten seiner 

Reisen. — c. 1420. 

Reo. St.'A. Orig. Ein halber längsseitig gekniffener Bogen. Das Papier 
ist nicht unterschriebenj doch geht attö dem vorhergehenden Stück sein 
Verfasser hervor. Auf der vierten Seite hat Hildebrand VecJciruihusen 
bemerkt: Item so sin wy dannoch Hoyman schuldych to gheve 
1 Rynsch gülden. Dey kost in Prassen over al dat Gherwin Mars- 
schede utghegeven hevet 28 marc'Prusch unde 4 scot Prasch. 
Summa in Vlameschen ghelde 3 ^ 10 sl. gr. — Item so hevet 
Johannes Marschede utghegeven 10 Rynsche gülden, summa hirvan 
27 sl. 6 gr. Hirvan hevet Marsschede hir wedder van, dat em 
Einghelbracht gaf, 10 sl. 11 eing. — Item hebben sey in Lyf lande 
utghegeven to Darbete unde to Ryghe tohope 6% marc 3 ferdinge 



— 284 — 

Byghes 3^ ore unde 2 Amemesche gnlden; Bomma darvan 37 sL 
— Item Einghelbracht utghegeveD 6 Rynsche gülden, summa 
darvan 16^4 sL, darto gaf hey nt 8 gr. 1 einghels. — HUdebrant 
Veckinchttsen heft utghegeven myt Hoyman tohope 7)4 gülden 
Bynsch, summa darvan es tohope 20 sl. 7 gr. Üntfan^en ick 
wedder hiraf 40 gr. 2 einghelsch. — Summa dat dat Fylypus to- 
hop vortert hevet, 8 g( 11 sl. 7 ^ Ylamesch. — Hirvan rekenne 
wy op dey Prussche reysse 2 Ä^ 11 sl. 7 A, op dey Lyflansche 
reysse 6 ^ gr., dat es elk 1 ^ gr. — Item so hevet Einghelbracht 
betalt op dey Prussche reysse 17 sL 7 eingels, Marsschede ok 17 sL 
2 gr. 1 emghels unde ick Hildebrand Veckinchusen ok 17 sl. 2 gr. 

I einghels. Darmede es dey Prussche teringe quyt van den 2 & 

II sl. 7 gr. 

Int jaer unses heren 1420 des sündages vor sunte Angeneten dach^), 
dat my min s^ager Hilbrant Veckinehflsen sande van Brfigge to Koilen 
umme tydinge van v^erck unde was. 

Item daemegest sande he my breve by enen loeper, de gescreven weren 
up sfinte Antonios dach'), daer ik mede toch in Lidant. 

Item wes ik to der tyt untfangen hebbe an tergelt. Item untfangen 
van minen swaeger Hillebrant Veckinchfisen to Brügge 2 Bins gülden unde 
1 Deventer gülden. Item untfangen van Johan van Boekel to Dorpm&nde 
10 Bins gülden. Item unlfangen van Gerwen Marscheyde to Danske 4 Bins 
gülden unde 1 mark Pr&s nyes gelde on ander d&nc, daer he my mede reyde 
to wege wert, als he wol j& scryft heft. Item untfangen van Toemas Veckbichfi- 
sen y^ mark Byges. Summa 16 Bins gülden unde 1 Deventer gülden unde 
1 mark Prfts nyes geldes unde ^ mark Byges. 

Item untfangen up der wedderreyse an tei^elt. Item untfangen to 
Derpte van hem Hilbrant von den Eyke 1 mark Byges. Item so boetaelden 
he vor 1 hoeyken unde koegel 4 mark Byges unde 13^ ore. Item untfangen 
to der Byge van Tomas Veckinchfisen 4 Aemusche guldeit unde 1 mark 
Byges. Item untfangen to Danske van Gerwen Maeysschede 1^ mark 
Prfts oldes geldes, noch untfangen 7 Bins gülden. Item to dem Sfinde unt- 
fangen van Hilbrant Hoyman 1 Byns gülden. 

Summa unifangen 13^ gülden Bins on de 4 mark Biges unde 13^ ore, 
de her Hilbrant van den Eyken utgaf vor den hoeyken ; unde Toemas boe- 
talden ok 14 ore, de he gaf emen man, de my leystschaegede in der nacht. 

Item ventert van Brftgge to Eollen unde to Dorpmftnde 2 Bins gülden 

5 grossen. 

Item an ungelt, wes ik dorfte up den wege, so gaf ik vor 2 mark was 

6 grossen, dat ik loevede den hillegen bloede to der Wilsenac up dat ik met 
leve solde vort koemen. Item vor 1 paar socken 1% grossen. Item 2 par 
housen 3 grossen. Item 1 paer schoe 6 grossen. Item vor schoe to läppen 

1) 14. Januar. . 2) 17. Januar. 



— 285 — 

5 grosseo min 9 vmckenogen. Item vor 2^broek6 3 grossen 10 vinckenogen. 
Item vor 1 vlessche 3 grossen. 

Item vortert up den wege van Dorpmünde to Danske met ryden, 
met vaeren met leytsaegen, met kost 10 gülden Rins 13^ grossen unde 
1 mark Prfls nyes geldes; de mark gaf Gerwen ut unde ok ander dfinc, daer 
he my mede reyde to wegewert als he wol wete. 

Item vortert van Danske to der Byge met dem perde, met leytsaegen 
sumtyt, perde to hoeren, daer ik min pert mede roüwede, 3 Rins gülden 
1 mark Pr&s nyes geldes 14 ore, de boetaelden Toemas. 

Item von Ryge to Derpte 3 verdinge 1 or met leytsagen. 

Item vor 1 paer schoe 5 ore. 

Item vor 1 paer langer socke under myn staevelen 10 ore met makeloen. 

Item vor 1 brock 3 ore. 

• Sunmia 19 Rins gülden unde 1 mark Prüs nies geldes unde 2 ore unde 
14 ore, de gaf Toemas ut. 

Item up den anderen dach na s&nte Angeneten dach^) toch ik van EoUen 
to Danske. 

Ik quam to Danske in den IS^'^ dach^) ; des anderen daeges toch ik 
vort to der Ryge in den lO^'' dach') van Ryge to Derpte 3 dage 1 nacht. 

Int jaer unses heren 1420 des anderen dages na sünte Matyes dach 
in der vasten*) dat ik,van Derpte toch wedder na Brftgge; doe was ik tussen 
Derpte unde Ryge 8 dage. 

Item vortert daer en tussen 3 verdinge 10 artige. 

Item so gaf ik vor beslach to den perde vo^ Danske to Derpte unde 
wedder to Danske 23 ore. 

Item vor 1 renseler 4 sL Lub. 

Item vor 1 mark wasses to lichtte up den wege 4 ore, vor 1 brock 10 artige. 

Item vor min staevielen to vomoeten 5 ore. 

Item so was ik up den wege tussen Ryge unde Danske 19 dage min 
% dach. 

Item vortert daer en boven(!) 3 Aemumsche gülden 1 mark Ryges 1^4 
mark Prus oldes geldes met perde to hoeren, want myn pert wart henckende, 
do ik van der Ryge reyt. 

Item vor 1 paer haesen 26 ore. 

Item tussen Danske unde Brügge 9 Rins gülden 8 gr. Vlams. 

Item vor 1 brock 3 gr. 

Item vor 1 paer scho 8 sl. Prus nyes geldes. 

Item vor läppen 2 sl. Lub. 

Dat is siunma an ungelt 15 gülden, vortert tussen Derpte unde Brügge. 
Summa met ungelt 17^4 gülden 1 sl. Prfis. 

1) 23. Januar. 2) 10. Fobruar. 3) 20* Februar. 4) 26. Februar, 



— 286 — 

Summa in al ut unde in met angelt Vortert 36^ Rins golden 1 mark 
Pru8 3 sl. nies geldes. 

Summa in al ut unde in wes ik untfangen hebbe her tegen an gelde 
32^ Rins gülden unde 10 ore. 

Dat eyn tegen dat ander rekent so bin ick hervan tachter 6 Rins gülden 
min 10 ore. 



259. RechenschaftS'Ablegung eines Ungenannten. — 1420. 

Rev. St'A. Orig.; ein vierfach zusammengefaltetes Papier^ von dessen 
8 Seiten nur 2 heschriAen. 

Int jar 20 gaf ick der Veckincliusclien 2 mark des vridages na sunte 
Loccien dach^). 

Item noch gaf ik den koke 9 sL des vridages vor des hilgen Kerstes 
avent*). 

Item noch ik ut 9 witte vor en stoveke wins desselven dages. 

Item noch gaf ik 11 sL den scomaker in des hilgen Kerstes avent^). 

Item noch gaf ik 4 sl. dem koke desselven avendee. 

Item noch gaf ik 6 sL vor 2 stoveke wjms do me dat kint kerstende. 

Item noch gaf ik er ene marck des mydedeveken na dem hilgen Kerste^) 

Item noch gaf ik Hinrik up Mor(de)^)knecht 22 sL in sunte Johans dage^) 
vor 1 tunne vlesch. 

Item noch gaf ik juncvrowen Denky 2 mark des donderdages vor der 
hilgen 3 konigen dage^). 

Item noch gaf ik ju sulven 1 mark des ersten sonavendes na den hilgen 
3 konüghe«). 

Item noch gaf ik ju 1 mark in sunten Antonis avende^). 

Item noch gaf ik ju 4 mark des sonnavendes na sunte Pavel dage^). 

Item noch gaf ik ju 2 mark des vrydages dama^^). 

Item noch gaf ik 7 sl. myn 4 p. vor 2 stoveken wins. 

Item noch gaf ik ju sulven 2mark des negesten dages na sunte Dorotea^). 

Item noch gaf ju myn broder 2 mark in sunte Valentyns dach^). 

Item so hef Evert Morikken dy 2 sclacdoke, dar gaf he my vor 22 mark 
unde 4 sL Item so heft Hinryck up Morde den ersten sclachdock, diur heft 
he my 9 mark vor geven uprek. Item so gaf ik 9 sl. unde 2 mark vor en halve 
praneholtes. Item noch en alven praneholtes, dar gaf ik vor 3 mark 4 sl. 
Item 22 sl. vor 4 voder slet holtes. Item noeh en voder vor 534 ^* I^™ 
27 seke kolen to 10 p. Item 33 seke kolen to 10 p. Item 38 seke kolen to sl. 

Dre mark Evert Snoyen em daen ter sewart. 

Item dre mark voer en halbes hundert stok. Item 15 sL vor en voder 
hoeus. Item 2 mark onser amen. Item 7^ mark onseme seidener. 

1) 20. Dexember. 2) 20. Dezember. 3^ 24. Dezember« 

4) 1. Janoar 1421. 5) Morde. 6) 24. Joni. 

7} 2. Januar 1421. 8) 11. Javnar 1421. 9) 16. Januar 1421. 

10) 1. Februar 14Zi. 11) 31. Januar 1421. 12) 7. Februar 1^1. 

13) 14. Februar 1421« 



— 287 — 

260. Hüddrrand Hoieman hält Abrechnung mü Hüddrrand Veckinc- 

husen. — 1421 Fdn. 21. 

Bev. St'A. Orig.'Pap. Am Schlüsse steht von H. V. Hand: Int jar 1421 
op sunte Peters avent in der fasten^) do antworde my Hildebrant 
Hoynian 1^2 arkes popers unde 1 sedel van den karallen vor 
Johennes Vresen. Am Ende 'der ersten Seite steht außerdem vor! 
H. V.^s Hand: Item 1 brun laken van 24 eilen flames einbreket my 
ton ersten, my dunket, dat es in dey rekenschap komen. 

Int jar 1421 op sunte Petters avent in vasten, do antworde 
my Hoyman desse 1^ arkes poppers unde en stucke van er arkes 
van craJlen, dey Hannes Freysse kofte. 

Item tenetur in Hüdebrant 12^4 sL, de men dem schiper gaf, de den allun 
van der Wismer brachte. 

Item noch 3^ sL 

Item noch 1 marc. 

Dit gaf Luteke myner vruwen, do ik to dem Gripeswolde was. 

Item noch tenetur 1 marc, de ik dem smede gaf. 

Item noch tenetur 9 sl. vor peper unde vor syden. 

Item noch tenetur 7sl. vor 3 elen stocbret wyt. 

Item noch gaf ik dem meelmanne 4 marc 10 sl. 9 Si vor 4 schippunt und 
3 lispunt melz. 

Item noch gaf ik 25 sL vor 1 tunne dorss, 4 ^ intobrengende. 

Item noch 4 marc 6 sl. vor 3 swim. 

Item noch 30 sl. vor taUich. 

Item noch 13 sl. vor 2 swyn. 

Item noch is my tenetur Hildebrandes wyf 8 marc Lub. 13 sl. 8 ^, de 
er Luteke gedon heft, he rekende mit er up sunte Ghregoriez avent anno 20*^). 

Item noch gaf ik 2 marc dem glotzenmaker. 

Item gaf ik 27 sl. myn 4 ^ Witte Henneken vor de 2 tunnen werx to 
Hamborch to vorende up sAnte Ghregoriez avent anno 20'). 

Item gaf ik er 2 marc Lub. up sflnte Valentyns dach^), desse 2 marc 
solde men in Lutkens rekenscop gerekent hebben, des wart vorgheten. 

Item noch 2 marc gaff ik er up den mandachna meydage^)byder maget. 

Summa 23 marc 12 sl. 5 ^. 

Item noch gaff ik er 2 marc Lub. up den dinxdach vor unsez heren 
hemelvard^). 

Item noch gaff ik den meImanne3marcLub. myn S^up den sulvenpach. 

Item noch gaff ik er 5 marc Lub., do ik to der Wissemer toch itt den 
market. 

Item noch gaff ik er 3 marc Lub. dez morgens, do ik in den Sündeschen 
market toch. 

Item noch gaf er Luteke 13 marc 12 sl. Lub. entelen mt hüs. 

Summa 26 marc 9 sl. 



1) 21. Febmar. 2) 1420, 11. Man. 3) 14. Februar 1420. 
4) 6. Mai 1420. 6) 14. Mai 1420. 



— 288 — 

Item so hevet PhylypuB 1 Rbisschen gülden unde 1 mtte ^ van myner 
wegen upgebord in Prüssen van Marsscheden ; dit heret he mv Hildebrande 
beten to schriven, heyet to geldes gebrek gehat. 

Item noch gaff er Lüteke 3 marc 2 sl. des vrydages vor sünte Marien 
Madelenen^). 

Summa 4 marc 1 sl. 

Item tenetur in Hildebrant Veckinchusen 15 marc Lab., de ik em sul- 
ven dede, do he enwech toch. 

Item noch gaf ik 20 marc Lub. Johan Serven to siner behof. 

Item noch gaf ik Einrieb Hockser 8 sl. unde 22 sl. vor de 2 perde, de he 
mede hadde to Hamborch. 

Item noch 13 sl. dem glasewerten. 

Item nochmyner vruwenl marc Lub. des sonavendes naallerhilgendage^). 

Item noch gaff ik 8 marc Lub. vor den telder. 

Item myner vrowen 2 marc des dinxdages vor Mertyne'). 

Item noch gaff ik 24 sl. 8 ^ vor 20 sekke kolen. 

Item noch gaff ik myner vruwen 3 marc, de gaf se der kistemakerscfaen. 

Item noch gaf ik myner vruwen 5 Lub. gülden, de gaf se Hinrich van 
Derbeke. 

Item noch gaf ik Bixsen 2 marc 2 sl. Lub. 

Item noch myner vruwen 1 marc op sunte Elseben avent^). 

Item noch er 5 marc up sftnte Eaterinen avent^). 

Item noch tenetur in 19 sl. 2 ^, de ik schade dede an Hinsehen gülden, 
de ik van Losekinge kofte dar ik Bc^herde van Hildensem mede betalde. 

Item noch tenetur 22 sL Lub. van 2 eilen wandes, de kroch de tymmer- 
man Rflnge. ^ 

Item noch tenetur 7 marc, de em Luteke gaf. 

Summa 124 marc 10 ^. Summa in al 188 marc 7 sl. 3 ^. 

Item untfangen to Hildebrant Veckinchusen behoff — 65 marc Lub. 
myn 2^4 sl. vor 1000 schonewerkez myn 1 böd, dat wart gegheven vor 
33 marc myn 1 ferd. 

Item untfangen 25 marc Lub. by Rolve. 

Item untfangen 65 marc Lub. 10 sl. van dem Walen. 

Item noch untfangen 13 marc Lub. van dem korke. 

Summa 1678 marc 7 sl. 6 ^. 

Item dat ene tegen dat ander a^eslagen, so blyvet my Hildebrant 
Veckinchusen hir tenetur 20 nuurc Lub. myn 3 den. 

Item tenetur in Hildebrant Veckinchusen 184 marc Lub. 6 sl., de he 
my vorwyset hadde to Wickbolt van der Wik. 

Item noch tenetur in 8 marc Lub. 7 sl. 7 ^ van dem enen slachdoke, 
den Wicbolt ok hevet myt dem terling. 

Item noch tenetur in 48 marc Lub. 9 sl. 4 ^ van den 156 marc 12 sl., 
de he my bewysede to zinen broder Zyverde. 



1) 19. Mal 1420. 2) 2. November 1420. 3) 6. November 1420. 

4) 18. November 1420. 6) 24. November 1420. 



— 289 — 

Item noch tenetttr in 28 sl. 9 ^, de my Johan Vorwerk rekende to 
ungelde van den 2 terling wanden, de ik em sande yan Hildebrandez wegen. 

Item noch tenetur in 2 marc 4 sl. Lub. van 1 cranz perlen. 

Item noch tenetur 1 soffyr vor 6 marc Lub. 

Item noch tenetur 20 marc Lub. myn 3 ^ vaif euer rekenscap in mynen 
fooke ik dessem blade 140. 

Summa 271 marc Lub. 7 bI. 5 ^. 

Item hir tegen untfangen 24 marc Lub. 6 sl. van 2 ü myn 4 lot korallen. 

Item noch untfangen 109 marc Lub. 14 sl. van mAtzen. 

Item noch bin ik em tenetur 5 marc Lub. myn 22 den. van euer rekenscap. 

Item noch bin ik em 11 marc Lub. 15 sl. 9 ^ vor 1 Menstrolesch sat- 
blauw. 

Item noch bin ik em 14 lot korallen, elk lot vor 7 sl. Lub. ; sununa 5 marc 
Lub. 2 sl. 

Item noch bin ik em smale remeken 6 dosin, elk dosin to 10 sl., summa 
3 marc 12 sl. 

Summa 150 marc Lub. 15 sl. 6 ^. 

Item dat ene tegen dat ander afgeslagen, so blyvet my Hildebrant hir 
Bchuldich 120 marc Lub. 7 sl. 6 ^. 

Item noch sy ik Hildebrande schuldich 174 marc Lub. van 13 ü 12 lot 
korallen 100 marc Lub up sunte Johannes dach und dat ander op winachten 
de 120 marc Lub. 7 sl. 6 ^. Hir over afgeslagen, so blyve ik Hildebrande 
schuldich 53 marc Lub. 8 sl. 6 ^. 

261. Swert Veckmchusen bekennt die Mitgift seiner Frau aus- 
gezahlt bekommen zu haben. — Lübeck 1421 Febr. ^4. 

LSb. Staatsarchiv. Inscription des Lübecker Niederstadtbuches vom Tage 
Oculi. 

Siffridus Veckinghusen pro se et suis heredibus coram libro recognovit 
quod fratres et fUii Arnoldi de Lune cum voluntate et consensu suorum 
provisorum sibi ad sufficientem dedissent et persolvissent 1600 marcarum 
Lub. den. in dotem cum Metten, sue uxore et soror praedictorum filiorum 
de Lune videlizet in redditibus 40 marc. Lub. in et de domo Johannis Gerwers 
junioris 15 marc. wicbelde in consilio Lubicensi et residuum in domo dicti 
Siffridi Veckinghusen in qua iam habitat, propter quod dictus Siffridus 
Veckinghussen penitus dimisit praefatos fratres et filios de Lune cum eorum 
provisoribus pretextu illius ab ulteriori monicione seu impeticione quitos 
et solutos. 

262, HUdebrand Veckvnchusen überträgt einem Vertrauten den Ver- 

kauf einiger Sachen. — 1421 März 11. 

Rev. St.'A. Pap. mit H. V.'s Hand. 

Int jar 1421 des anderen dindages vor palmen do dede ick Kreuet ton 
ersten 1 vasseler, den solde hey geven umme 5 marc Lub. 

Briefe und Urlranden, 1896—1441. 19 




— 290 — 

Item dan emen noch ein deyne vasseler, den sal hey geven mnme 3 marc 
Lub. 

Item noch hebbe ick Ereuet gedan 1 W3^n pels, den sal hey geven 
umme 3 marc. 

Item dan emen noch 1 olde schyne van den putte. 

Item dan emen noch 1 karallen patemoster van Gloyt, dat loyt sal 
hey geven umme 12 sl. 

Item 1 hantfat van 4 pypen, w^et bi 20 punde, dant punt 2 sl. Lub. 

Item 1 blau kerel es to 1 quartyr van enem Tperschen laken, den sal 
hey umme 8 marc geven. 

^3. Jan Oestermcmn in Brügge an Hüdebrand VeckiruAusen in 

Kohl. — 1421 März 15. 

Rev. St'A. Orig. Adr. : An den erbaren man Hüdebrant Vockin- 
ckhusen in Kollen ofte woer hey es littera dandum. 

Ifinen denst met gnnst voi^escreven an mynen guden vrent. Hüde- 
brant Vockinckhusen wet, dat gy my armen knecht qualyke gehandelt 
hebbet met den 30 ^ gr., de gy van my hadden un in Brügge ummen trent 
Brugger market. Darvan heft Gerwin Marschede nicht mer van betalt daen 
16 & ende de 14 ^ sin nu op 16 ^ gr. gekomen vedder ut Prusen, de ic to 
Brügge betalen moste Gert van Mynden ende de hebbe ic vedder over ge- 
koft, dar sal ende mout noch mer schade opkomen, dat my let is. Mer ic 
arme knecht en kans nicht gebetteren, ic bydde ju umme unssen heren Got, 
datt gy douen alze Got man alze gy gedaen hebben in vortyden ende helpet 
my ut dessen schaden. Wente her Wolter Oldach ende Peter van den Water 
hoert dat gelt to ; se wilt geinen schaden hebben, se hadden my gescreven, 
dat ic er gelt seker luden douen solde. Leyve gude vreint, hirvan juwe gude 
antworde alze ic ju to betrouwe ende douet alze gy in vortyden gedaen 
hebbet, dat bidde ic ju ende kaen ju nicht sere helpen ende et mach my vol 
ut lede helpen, buten ju grot schade. Dyt wylt nicht laten umme Godes 
wyllen, antworde by dessen boden. Hirmede gude nacht. Gescreven to 
Brügge 6 dage vor sunte Benedictus daghe int jar 21. 

Jan Oesterman, juwe arme vrennt ende deiner. 

264. Tidenum Brekdvdde (in Lübeck) an HUdebra/nd Veckinchusen 

in Brügge. — 1421 Aprü 3. 

Rev. St.'A. Orig. Adr. : An Hildebrand Veckinchusen to Brügge littera 
detur. 

Vruntlike grote tovome screven. Wetet, Hüdebrant, gude vrunt, dat 
Haltete dallink to my quam mit deme^hesellen, de van ju solde hat hebben 
2&U grote, de Engheibert Veckinchusen op ju overkofft hadde. Desse 2ß ^ 
grote en konde Margrete nicht betalen, aldus so let de gheseUe dat ghelt 
weder overghan unde sal dar 27 ^ grote betalen 14 daghe na deme breve. 



— 291 — 

aldas Yorleyze gy hir ane 1 ^ grote . Et hedde beter west, dat gy 1. S^ grote 
darane wunnen hedden. Seker, Hildebrant, ik en konde des nicht gebeteren, 
dat et weder ovei^hink. 

Item so sande my her Hinrik Bapesulver in den hilghen daghen^) boden 
unde bat my dat ik to Margreten ghinghe unde seggen er, dat se eme dat 
ghelt gheve, wante he moste dat hebben unde en mochtes nicht lengher 
beden. Ik ghink to er unde sprak se. Do wart ik des mit er ens, dat se selven 
to eme ghinghe, unde dat seghede ik eme weder. Dat was eme wol to wiUen, 
doch alse my Margret secht hevet, so wolde he noch gerne 5 off 6 daghe be- 
den, dan so moste he dat ghelt hebben. Item, Hildebrant, so wetet dat 
Evert Moelke ok gram is ume des willen, dat gy eme nicht wat redes gheldes 
ghegeven en hebben, unde alse my dunket, so en wellen eme Hermen Platen- 
slegher unde Bertram Bonneberch nein ghelt s^gen to ghevene. Seker, 
Hildebrant, i